Hallo in die Runde!
Hallo, hoffentlich ist meine Nachricht hier richtig platziert. Noch muss ich mich auf der Seite zurechtfinden 🙂
Ich bin Kathi, 30 Jahre jung, aus dem Norden, bin in der evangelischen Kirche und habe mich erst seit Kurzem intensiv mit dem Thema Glauben, Religion und Gott auseinandergesetzt. Meine erste Bibel habe ich mir vor ein paar Wochen gekauft und lese sowie verstehe sie täglich. Ich war auch schon bei einem Gottesdienst und besuche zeitnah einen Bibelkreis. Ich versuche gerade herauszufinden, was ich interessanter finde. Habt ihr Tipps für mich als Neuling in den oben genannten Themen?
Die Bibel lese ich sehr gerne, weil ich dadurch automatisch ein besserer Mensch werden möchte und die genannten Werte in meinen Alltag übernehme. Allerdings habe ich das Gefühl, dass ich der Bibel mit nur Lesen und Verinnerlichen nicht ganz gerecht werde. Was macht ihr noch mit der Bibel? Macht ihr euch Notizen?
Ich freue mich über Ideen, Austausch und tolle Gespräche.
Liebe Grüße 🙂
Hallo Kathi, willkommen im Forum!
Gottesdienst und Bibelkreis hört sich schon mal sehr „nahrhaft“ an…der Bibelkreis kann spannender sein, weil mehr Raum dafür ist, auf die Bibelstelle gemeinsam einzugehen. Das gibt es ja so beim Godi höchstens danach beim Schwätzchen.
Beim Bibellesen habe ich persönlich gemerkt, dass ich am besten damit zurechtkomme, wenn mir ein Vers oder eine Geschichte besonders ins Auge springt, dass ich dann solange darauf „rumkaue“ bis eine Essenz dabei rauskommt.
Dann google ich dazu oder schau mir zu dem Thema was an und mache mir so meine Gedanken.
Oft kommt die Erleuchtung dann auch erst später, wenn ich dann mit was anderem beschäftigt bin…dann wird mir quasi die Erkenntnis zum Text geschenkt.
Hallo und auch von meiner Seite ein herzliches Willkommen im Forum!
Schön zu lesen, dass der Glaube deine Neugierde geweckt hat.
Falls du erzählen magst, freue ich mich zu erfahren, was der Auslöser dafür war.
Zum Thema Bibel lesen:
Ich lese sie seit einiger Zeit mit der „Brille“, meinen himmlischen Vater und Jesus besser kennenzulernen. Dabei entdecke ich auch immer mehr, wer ich durch den Glauben an Jesus geworden bin bzw. wohin ich mich verändere.
Denn ich will mit Jesus so verbunden sein, wie Jesus mit Gott verbunden ist (eins sein).
Das Johannesevangelium ist ein Buch, das ich besonders mag. Es zeigt auf eine wunderschöne Weise, wie sehr Gott uns Menschen liebt und dass wir es ihm wert sind, Jesus zu uns zu senden.
Ich wünsche dir viel Freude beim Entdecken!
LG,
Jascha
@jascha Hallo Jascha, vielen Dank für deine Antwort und danke für die schöne Metapher mit der Brille, damit werde ich es auch mal versuchen 🙂 Ich habe mich dem Glauben zugewandt, weil mir eine verlässliche Konstante im Leben gefehlt hat. Der Schlüsselmoment war, als ich das erste Mal seit Jahren eine Kirche besucht habe und mich einfach fallen lassen konnte und mich gesehen und akzeptiert gefühlt habe. So ein Erlebnis hatte ich bisher noch nicht und habe dem viel Bedeutung zugeschrieben. Wie bist du zum Glauben gekommen?
Liebe Grüße 🙂
Hallo Kathi,
danke für deinen Einblick in den Beginn und es freut mich, dass du dich wohlfühlst.
Bei mir war es etwas anders, da ich in einem pietistisch geprägten Elternhaus aufgewachsen bin.
"Glaube" an Gott war für mich ein Selbstverständnis.
Eine persönliche und bewusste Entscheidung für Jesus habe ich erst als junger Erwachsener getroffen. Ab da habe ich, sozusagen, "aktiv/bewusst" mich um eine Beziehung zu Gott und um ein leben als guter Christ "bemüht".
Leider habe ich mich da verausgabt, da mein Leben nicht den Maßstäben/Ansprüchen genügte, die ich anerzogen bekommen bzw. mir selbst gesetzt hab und geriet so in eine Identitätskrise ("Christ nach bestimmten Maßstab" vs. Realität).
Irgendwann, als die Sorgen dieser Welt mehr wurden, hab ich aufgegeben und sagte Gott, dass ich nicht mehr kann. Ich habe mich nicht von Gott abgewendet, aber ich bin passiv geworden. Den Platz haben natürlich andere Dinge dieser Welt sofort eingenommen...
Nach vielen Jahren wollte ich Klarheit haben, entweder glauben oder es lassen.
In dieser Zeit haben für mich zwei Frauen ganz bewusst gebetet.
Gott war mir gnädig und hat den "glimmenden" Docht nicht ausgetreten und stattdessen richtig aufflammen lassen.
Die Identitätskrise habe ich überwinden können, weil ich erkannte wer ich durch den Glauben an Jesus wirklich geworden bin und wie ich konkret in der Beziehung zum himmlischen Vater wachsen darf.
LG
Hallo und herzlich willkommen auch von mir... etwas verspätet!
Und gleich auch noch die übliche Warnung von mir: Das hier ist natürlich als christliches Forum gedacht, allerdings steht es allen Menschen offen, so dass Leute sich hier immer wieder wundern, dass es auch kritische Stimmen gibt und sogar der ein oder andere Atheist hier immer wieder Aussagen in Zweifel zieht.
Wenn dir so etwas begegnet dann solltest du darüber nicht zu verwundert oder verärgert sein, die Moderatoren sorgen schon dafür dass es hier sachlich bleibt, aber das Forum ist vielfältiger als manche Leute es erwarten. Und dazu gehört eben auch hier und da, dass Dinge in Zweifel gezogen werden.
Das kann hilfreich sein, denn Zweifel und der Umgang mit diesem gehört zum Leben und zum Glauben dazu.
Da du gerade aber wohl eher Stärkung und Bestätigung im Glauben suchst solltest du dir halt überlegen, ob du dich auch auf solche Diskussionen einlassen willst. Kann einen persönlich weiterbringen, kann aber auch frustrierend sein... ich sage dir das als Jemand, der gerne mal solche Diskussionen anstößt 😉
Ich weiss nicht, ob es schon geschrieben wurde - solltest du Wert darauf legen, dass sich allein Christen an einer Diskussion beteiligen, dann solltest du im Bereich "Jesus nachfolgen" oder "Mit Gott erlebt" schreiben, denn diese Bereiche sind allein Leuten vorbehalten, die sich selbst als Christen sehen.
Wünsche dir hier anregende und bereichernde Unterhaltungen!