Kein Unterforum "Evangelisation" ??
Ich kann es kaum glauben, aber es gibt bei forum.jesus.de anscheinend kein Unterforum zum Zentralthema "Evangelisation", und auch kein Unterforum, wo Beträge darüber irgendwie hineinpassen.
Ich meine damit in erster Linie nicht "Missionarsanliegen", sondern die oft sogenannte "Innere Mission", also das Bezeugen des christlichen Glaubens bei unseren Nachbarn und Freunden hier in Europa. Wie geschieht das, was sollten wir vermeiden, und ist uns überhaupt daran gelegen?
sehe ich genauso:
"authentisch Christsein" heißt eigentlich nichts anderes als "durch den eigenen Lebensstil missionieren" - auch wenn dabei die Worte "Mission" und "missionieren" überhaupt nicht vorkommen.
Hi Goswin,
wie wäre es mit "mit Gott erlebt"? 🙂 - Ich bin gespannt auf deine Erzählungen ...
@goswin Ich würde es unter 'Authentisch Christsein' verorten.
Ein paar Gedanken, die Dir womöglich gar keine Antwort sind:
- Begegne Deinen Nachbarn, Freunden etc. in erster Linie als Menschen und nicht als 'Missions- oder Evangelisationsobjekten'
- Sprich mit ihnen in ihrer Sprache und nicht in 'frommdeutsch'
- Sei nicht allzu 'seltsam' und wenn Du 'seltsam' bist, schieb's nicht auf Dein Christsein
- Gib Antworten auf Fragen, die gestellt werden und keine Antworten auf Fragen, die eh keiner stellt
- Wenn Fragen kommen, die Du nicht beantworten kannst, dann gib auch das ehrlich zu
Und sei nicht böse um diese Antwort - sie ist das Ergebnis eines gerade geführten Gesprächs mit meiner Schwester, in dem es auch genau darum ging.
@chai:
Sehr guter Beitrag, genau die Art, die ich suche, welchen Anlass könnte ich haben, um darüber böse zu sein?
NUR: Im Unterrforum "Schwarzes Brett" ist das meiner Meinung nach falsch plaziert und müsste anderswo hin verschoben werden.
"verschieben" geht hier nicht *malsagt* (auch, wenn es Ausnahmen gibt)
- Begegne Deinen Nachbarn, Freunden etc. in erster Linie als Menschen und nicht als 'Missions- oder Evangelisationsobjekten'
- Sprich mit ihnen in ihrer Sprache und nicht in 'frommdeutsch'
- Sei nicht allzu 'seltsam' und wenn Du 'seltsam' bist, schieb's nicht auf Dein Christsein
- Gib Antworten auf Fragen, die gestellt werden und keine Antworten auf Fragen, die eh keiner stellt
- Wenn Fragen kommen, die Du nicht beantworten kannst, dann gib auch das ehrlich zu
eine tolle Aufstellung, die man jedem "Missionar" (egal ob von Gemeinden berufen oder selbst ernannt) ganz vorne in sein Tagebuch schreiben sollte,
dafür DANKE!
meint Dschordsch
@bepe0905 Danke! Bitte tue es (ins Tagebuch schreiben)und lebe es jeden Tag wo sich Möglichkeiten ergeben. Du wirst selbst Stärkung im Glauben erfahren. Wirst viel lernen, vor allem andere Menschen zu verstehen und dich selbst. Wirst deine eigenen Stärken erkennen und wie du Gott dienen kannst. Viel Freude dabei!
Danke für den gut gemeinten Rat, 🧐
aber ich bin sicher, dass ich meine eigenen Stärken (und Schwächen) nur allzu gut kenne. 😳 😱 😇
Und in jahrzehntelanger Übung habe ich gelernt, andere Menschen nicht nur kennen zu lernen, sondern sie auch zu verstehen (oder mich zu weigern, sie verstehen zu wollen).
@chai Das finde ich die richtige Einstellung! Nicht ein verkrampftes - "ich muß Evangelisation machen" aber was ist das eigentlich? Welches Bild hat jemand davon und woher kommt das? ==> Ich meine als Christ ist es normal von JESUS zu reden und lernen sich der Situation anzupassen, zu wem ich rede und wie ich reden kann um verstanden zu werden. Manchmal ist es einfach wichtig "Freund" zu sein und später kommt es zum Gespräch über Themen des Lebens. Sehr wichtig ist es Fragen zu stellen, nicht zu agitieren, sondern offen zu bleiben für Fragen und vielleicht auch solche zu injiziieren: Wie denkst du über GOTT? Wann hast du das erste Mal von JESUS oder CHRISTUS gehört? Was waren deine Gedanken darüber? Oder wie konntest du dich weiter informieren?.....
Veröffentlicht von: @aristarch@chai Das finde ich die richtige Einstellung!
Danke.
Nicht ein verkrampftes - "ich muß Evangelisation machen" aber was ist das eigentlich? Welches Bild hat jemand davon und woher kommt das?
Ich kann sagen, woher mein Bild von Evangelisation kommt und warum das für mich so ein bissel ein Gschmäckle hat.
Ich bin ja im vorigen Jahrhundert aufgewachsen und da gab's bei uns im Ort öfters mal eine Zeltevangelisation.
Und so ploppt bei diesem Begriff vor meinem geistigen Auge ein großes Zelt mit vielen Besuchern und einem lautstarken Redner auf.
Die Lautstärke nannte man Vollmacht und später fand ich dann raus, dass viele der Besucher nicht komplett glaubensfern waren, sondern aus allen möglichen Gemeinden im Umland hergefahren kamen, um den damals bekannten Redner zu hören.
Und ich mag das auch gar nicht schlechtreden - das hatte mit Sicherheit alles seine Berechtigung und es war auch eine andere Zeit. Aber das sind halt so meine Assoziationen mit diesem Begriff.
==> Ich meine als Christ ist es normal von JESUS zu reden und lernen sich der Situation anzupassen, zu wem ich rede und wie ich reden kann um verstanden zu werden. Manchmal ist es einfach wichtig "Freund" zu sein und später kommt es zum Gespräch über Themen des Lebens. Sehr wichtig ist es Fragen zu stellen, nicht zu agitieren, sondern offen zu bleiben für Fragen und vielleicht auch solche zu injiziieren: Wie denkst du über GOTT? Wann hast du das erste Mal von JESUS oder CHRISTUS gehört? Was waren deine Gedanken darüber? Oder wie konntest du dich weiter informieren?.....
Ich denke, mit der oben beschriebenen Art der Evangelisation (die ganz sicher auch Spuren von Ironie enthält) kommt man heute nicht mehr weit. Wenn ich was von meinem Glauben weitergeben will, läuft das sicher mehr über die persönliche Schiene.
Und auch das ist nicht ganz einfach - ich bin als Christ ja nicht immer freundlicher, hilfsbereiter, optimistischer etc. als meine nette Kollegin, die nicht gläubig ist.
@chai Danke für deinen Beitrag. Es geht nicht um hilfsbereiter, freundlicher usw. Sei wie du bist, sei authentisch. Ich habe nichts mit Ironie geschrieben! Ich sehe den Menschen und die Situation. Dabei erkenne ich meine Fehler manchmal zu spät. Doch von der Agitpropptruppe möchte ich nicht sein. Nach dem Motto "ich kam sah und siegte" So ist das Leben nicht. Wenn man mit jemandem immer wieder zusammen ist, Kollege u.ä. dann ist das anders als wenn man jemanden einmalig, in ganz bestimmter Situation, Thema usw. trifft. Völlig anders! Das meine ich mit sich anzupassen.
Die Beschreibung zur Zeltevangelisation kann ich sehr gut verstehen! Das ist ein wichtiger Impuls für mich gewesen über mein Leben und Zeugnisgeben/ Evangelisation/ Hilfe zum Kennenlernen von JESUS nachzudenken. Daraus entwickelte sich eben "mein" Stiel. Und wer mit mir geht, der guckt sich das ab und findet seinen Weg nach seinen Gaben und Möglichkeiten. Wichtig ist, jemand wird JESUS durch mein Reden annehmen und IHM nachfolgen wollen. Das geschieht oft recht unspektakulär. Aber ich danke dem HERRN und freue mich.
Selbstverständlich bete ich für alle diese meine Kontakte. Aber ich habe auch Freunde, die sind und bleiben Nichtchristen. Da kann ich nur noch beten. Von Georg Müller weiß ich, er hatte einen Freund für den er sein lebenlang betete, dieser sich auf dem Sterbebett für JESUS dann entschied. Das gehört auch dazu auszuhalten!
Ich wünsche dir viel Freude beim Zeugnis in den verschiedendsten Situationen. Erkenne wie und wann und wo dich der HERR einsetzt.
An die Zeltmission kann ich mich auch noch erinnern. Sie fand auf einem großen Platz gegenüber unserer Wohnung statt. Anfangs war ich davon begeistert. Die Leute vorne hatten auch interessante Geschichten und machten interessante Sachen.
Z.B. den Trick mit der geläuterten Seele: Der Typ vorne hatte in einer Hand ein Glas schwarzes Wasser und in der anderen ein scheinbar normal farbloses. Das schwarze Wasser sollte die sündhafte Seele darstellen und das durchsichtige den heilsamen Einfluss Jesu. Er schüttete das farblose in das schwarze Wasser, was prompt auch selbst dann durchsichtig wurde.
Das kam mir schon damals als Kind ziemlich komisch vor.
Ich habe eine Anleitung für solche Versuche gefunden:
Chemische Illustrationen zur Bibel.pdf
Es müsste das auf S.12-13 sein.
Viel Spass beim Experimentieren.
lg Tatokala
Veröffentlicht von: @chai
Ich kann sagen, woher mein Bild von Evangelisation kommt und warum das für mich so ein bissel ein Gschmäckle hat.
Ich bin ja im vorigen Jahrhundert aufgewachsen und da gab's bei uns im Ort öfters mal eine Zeltevangelisation.
Und so ploppt bei diesem Begriff vor meinem geistigen Auge ein großes Zelt mit vielen Besuchern und einem lautstarken Redner auf.
Die Lautstärke nannte man Vollmacht und später fand ich dann raus, dass viele der Besucher nicht komplett glaubensfern waren, sondern aus allen möglichen Gemeinden im Umland hergefahren kamen, um den damals bekannten Redner zu hören.
Und ich mag das auch gar nicht schlechtreden - das hatte mit Sicherheit alles seine Berechtigung und es war auch eine andere Zeit. Aber das sind halt so meine Assoziationen mit diesem Begriff.
Diese Art von Zeltmission kenne ich. Als Jugendlicher war ich mal bei so einer Veranstaltung, auf Hinweis meiner Eltern. Der Redner, ein unscheinbarer Mann im Anzug mit Halbglatze, tönte, wie großartig Jesus für ihn und überhaupt sei. Das Publikum, überwiegend auch mittelalte und alte Leute, gekleidet wie die Zeugen Jehovas auf ihren Hausbesuchen, saß in strikten Stuhlreihen und hörte dem Redner äußerlich unbewegt zu. Hinterher ging dann der eine oder andere nach vorn und sagte mit unterschiedlichen Worten, dass er jetzt gerade zu Jesus gefunden habe.
Wenn es das Jugendwort "cringe" damals schon gegeben hätte, hätte ich es dafür benutzt. Ich war froh, als es vorbei und ich wieder draußen war.
Ja, ich halte die Innere Mission für sehr wichtig. Aber gleichzeitig finde ich sie besonders schwierig, wenn man mit Menschen zu tun hat, die Kirche als halbstaatliche und kulturelle Organisation kennen und auch mit den Glaubensinhalten einigermaßen vertraut sind. Ich gebe ehrlich zu, dass ich kein Rezept habe. Das Einzige, was ich sicher sagen kann, ist, dass Taten mich mehr überzeugen als Worte.
Je nach konkreten Inhalt würde das in irgend ein Unterforum unter der Überschrift "Glauben & Gemeinde" passen.
@ Deborah71 & neubaugoere:
Dass ihr DREI verschiedene Unterforen vorschlagt, das ist für mich ja die Bestätigung, dass niemand so genau weiß, wo er etwas über Evangelisationthemen suchen soll. 🙂
Ja nu, jesus.de ist ein Diskussionsforum und in Bezug zu Evangelisation und welcher Bereich davon angesprochen wird, passt der eine Bericht hier und die andere zu diskutierende Frage dort, nicht alles in eine Schublade, das rangelt sich dort.
@goswin Im Zweifelsfall sind die einzelnen Unterforen 'Serviervorschläge'.
Bei 'Politik...' wäre die Frage falsch platziert, bei 'Haushalt und Tiere' oder 'Rezepte' auch.
Und ansonsten weiß man ja nach dem ersten Anklicken, ob man 'mitreden' will oder nicht.
Bei 'Politik...' wäre die Frage falsch platziert,
Das Kategorie Politik heisst vollständig "Politik, Wirtschaft & Soziales" und ich meine spätestens wenn Mission erfolgreich wird, sind alle 3 Themen betroffen.
Ich weiß nicht, wie es den anderen hier geht. Aber ich schaue gar nicht gezielt in irgendwelche Unterforen, sondern wähle immer die Ansicht "Neue Beiträge" und lese dann die Themen, die mich interessieren. Wenn du eine gute und passende Überschrift wählst für deinen Beiträge, dann werden sie auch gefunden und gelesen.