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unsicherheit.

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Bjoern18
Themenstarter
Beiträge : 1

Hallo,ich bin der Björn und neu hier. 

Ich bin 45. Jahre alt. Ich glaube an Gott und an den Herrn Jesus Christus. Ich komme aber mit der Institution Kirche nicht klar. 

Ich möchte bitte eure Meinung dazu.

Ich möchte bitte nicht diskutieren warum das so ist. Das hat für mich persönliche Gründe. 

Ich bin mir unsicher..Ob das "Schlimm" ist? 

Ich bin auch nie wirklich um Hilfe gebeten...weder bei Familie,Freunden und auch nicht bei Gott.

Dankeschön für eure Aufmerksamkeit 

Antwort
35 Antworten
Jigal
 Jigal
Beiträge : 5128

Also wenn man so über die Jahre so was wie Pro Christ verfolgt dann sagen die Leute immer. Gemeindeanbindung ist wichtig. Für Luther war es wichtig, die Schrift muss ausgelegt werden, daher steht bei evangelischen die Predigt mehr im Fokus als bei den Katholiken.  Wenn Du nun mit den großen Kirchen eher eine Abneigung hast, wäre es vielleicht sinnvoll sich ein paar freie Gemeinden anzuschauen. Vielleicht passt da das Bodenpersonal besser, auch wenn die ebenfalls nicht perfekt sind.

Es gibt ja nicht wenige Leute die wurden ganz komisch, weil sie keinen Kontakt zu anderen hatten.  Manche nutzen dann Internetforen zur Korrektur, die früher von Mitgeschwistern gemacht wurde.

Es hat mir mal einer scherzhaft gesagt. Der Gottesdienst im TV hat noch den Vorteil. Du kannst die Kollekte neben dem Sessel fallen lassen und sie nächsten Sonntag wieder verwenden.

Bibel TV ist aber auch auf Spenden angewiesen.

jigal antworten
3 Antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 6 Monaten

Beiträge : 1450

@jigal 

Manche nutzen dann Internetforen zur Korrektur

Meinst du etwa uns ??😀

stern antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 5128

@stern Ja,  Internetforen sind ja auch Hilfen. Manches Problem das man früher Leute gefragt hätte mit denen man im Gottesdienst war wird zu einem Thema im Internet.

jigal antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 6 Monaten

Beiträge : 1450

@jigal 

Ja, zum Austausch hat das was…aber es ersetzt keine Gemeinschaft. Dazu ist es zu unverbindlich.

stern antworten


hundemann
Beiträge : 236

@bjoern18 

Kirche, Gemeinde ist für manche Menschen der Himmel auf Erde. Für andere ist es durch schlechte

Erfahrungen das Letzte. Gescheiterte Beziehungen sind ganz arg schlimm.

Habe auch schon in der Kirche erwartet, das andere Menschen mich dort glücklich machen.

Aber das kann niemand.

Was man tun kann, vielleicht Raum finden, damit gute Momente, Beziehungen entstehen.

Kenne auch Menschen, die in keine Kirche mehr gehen. Ob das schlimm ist.

Ich sage jetzt mal, wenn es für dich gut ist, du dabei keine Probleme hast, dann 

ist es gut. Für dich selbst, und deine Beziehungen außerhalb der Kirche.

Deine wichtigste Beziehung ist die zu Gott, zu dir selbst, und dann zu anderen Menschen.

Die Beziehung zu Gott und zu dir selbst kommt vor der Beziehung zu anderen Menschen.

Es gibt heute viele unterschiedliche Kirchen und Gemeinden. Von evangelisch, katholisch,

freikirchlich, charismatisch, von leicht bis extrem.

Aber keine Gemeinde, kein Mensch ist perfekt. Und wer glaubt der ist perfekt, hat sich

selbst noch nicht entdeckt....

Nicht alle Beziehungen beleben. Man hält sie aufrecht, obwohl keine Liebe, keine Kraft

mehr dahinter steht. Nur aus Tradition.

 

Ich wünsche dir Gottes Segen,

liebe Grüße,

hundemann antworten
BePe0905
Beiträge : 375

@bjoern18 

Hallo Björn, 
ich kenne so einige Christen, die ihre Probleme mit der "Institution Kirche" haben. 
Aber so ist das nun mal mit "Institutionen" - egal ob es Parteien sind, große Kirchen oder kleine selbständige Gemeinden. 
Denn letztlich sind es immer die Menschen darin, die "den Ton angeben", die "eine Richtung vorgeben", die eine Hierarchie bilden und zur Meinungsbildung beitragen. 

Wer aber diese Institution trotzdem nach Abwägung aller "Pro und Contras" als sinnvoll und hilfreich ansieht und nicht gänzlich ablehnt, sondern dazugehören will, dem empfehle ich, sich weniger mit den Vertretern dieser Institution (oder "Gemeinschaft") zu befassen, sondern Kontakte zu den "ganz normalen Menschen" darin zu suchen. Und zu versuchen, den eigenen Weg innerhalb dieser Gemeinschaft zu gehen, falls die "offizielle Linie" nicht den eigenen Vorstellungen entspricht. 

Alternativ könnte es sich lohnen, auch mal einen Weg durch die bunte und unterschiedliche Landschaft christlicher Gruppen und Gemeinschaften zu gehen. Wenn Jesus sagt "In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen", dann könnte damit durchaus diese Vielfalt gemeint sein. 

Aber auch, wer sich keiner der christlichen Kirchen wirklich zugehörig fühlt (oder in einer wohlfühlt) muss nicht verzweifeln. Ich kenne Leute, die einen ganz persönlichen Draht zu Jesus haben, auch ohne offizielle Kirche. Natürlich besteht da eine gewisse Gefahr, dass man dabei eine eigene, ganz persönliche christliche Lehre entwickelt. Aber muss das, was von einer offiziell verkündeten Lehre abweicht, wirklich falsch sein?

Also, suche (und bewahre) deine ganz persönliche Beziehung zu Jesus und gehe mit dieser Sicherheit einfach mal locker auf verschiedene Gemeinden und die Menschen darin zu. Es könnte interessant sein und spannend werden. 
Dir wünsche ich dabei Gottes Segen!
Dschordsch

bepe0905 antworten
23 Antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 6 Monaten

Beiträge : 1450

@bjoern18

Also, suche (und bewahre) deine ganz persönliche Beziehung zu Jesus und gehe mit dieser Sicherheit einfach mal locker auf verschiedene Gemeinden und die Menschen darin zu. Es könnte interessant sein und spannend werden. 

Was man als Christ aber früher oder später hat, ist eine Sehnsucht nach echter Gemeinschaft. Dann ist es auch egal, wo (in welcher Kirche) man die findet, Hauptsache man hat sie in irgendeiner Form. Ich glaube, das braucht man auch, irgendwie.

stern antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18326

@stern @bepe0905

Und: Der Herr hat sich was dabei gedacht. Und es geht um ihn. Immer.

neubaugoere antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 6 Monaten

Beiträge : 1450

@neubaugoere 

Der Herr hat sich was dabei gedacht

Du meinst bei Gemeinschaft?

Jaa😅 wie soll man sonst lieben?

stern antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18326

@stern 

Auch, klar. Es geht um unsere Veränderung - hin zu Christus. Glaubt echt jemand, das würde er allein hinkriegen? Und ja, wenn ich lieben lernen soll, dann brauche ich auch Menschen, die ich lieben kann. 😉

Es geht um Verbindlichkeit (gibts ja heute auch kaum noch in der Welt), es geht um Zuverlässigkeit, um all die Werte, die wir bei der Frucht des Geistes beschrieben sehen. Die kriege ich allein nicht hin. Wie auch? Wir haben einen Gott der Beziehung und in die hinein wurden wir gestellt und sollen Beziehungen leben. Wer sich allein zu Hause verkriecht aus irgendwelchen sozialen Ängsten, sollte die angehen und dann die Erfüllung der Gemeinschaft kennenlernen. Unbezahlbar!

Es geht ums Lernen, um diesen "Verbund" miteinander, mit dem es sich einfach kräftiger gegen die Finsternis angehen lässt, mit der es sich viel leichter leben lässt, die uns genauso segnet wie herausfordert; ich glaube, sie segnet mehr. 🙂 😉

Auf Dauer geht es nicht ohne Gemeinschaft. Wie auch immer sie aussehen mag. Wir wissen, dass sie uns zur Veränderung dient (unter anderem). Ich glaubte das auch mal ... ich bin eines Besseren belehrt.

neubaugoere antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 6 Monaten

Beiträge : 1450

@neubaugoere 

Ich glaubte das auch mal ... ich bin eines Besseren belehrt

Was glaubtest du auch mal? Dass es auch ohne geht?

stern antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18326

Das "ich glaubte das auch mal" - bedeutet im Zusammenhang, dass ich auch mal glaubte, dass man das alleine schaffen kann. (Bearbeitungszeit war vorbei, ich hatte Telefonat 😀 )

neubaugoere antworten
hundemann
(@hundemann)
Beigetreten : Vor 4 Monaten

Beiträge : 236

Gemeinschaft, Beziehung ist sehr wichtig. Doch ich meine, es gibt auch Zeiten,

wo es ohne Beziehung geht. Was Menschen hindert, Menschen auf den Grund

ihres Herzens blicken zu lassen, ist in der Regel nicht Misstrauen gegen 

andere Menschen, sondern Misstrauen gegen sich selbst.

Gott kann uns helfen, vom Misstrauen zu Gott, zu mir selbst, anderen

Menschen weg zu kommen........zu mehr Vertrauen.

Menschen, die von einer christlichen Gemeinde, Frauen und Männer tief enttäuscht

wurden, sind von Grund auf misstrauisch. Das kenne ich selbst aus eigener

Erfahrung. Pauschalurteile wie, "oh immer diese Frommen, Superfrommen,

Obercharismatiker usw. sind dann schnell bei der Hand.

Der erste Schritt, pauschales Misstrauen abzulegen, sich wieder bewusst 

auf neue Menschen, einer neuen Gemeinde einzulassen. Nicht sofort

beurteilen oder verurteilen.........

Es braucht immer wieder Gottvertrauen, Vertrauen zu mir selbst, zu 

anderen Menschen. Enttäuschungen gehören nicht nur im frommen Bereich 

dazu.............Enttäuschungen gehören zu unserem Leben, zu jeder Beziehung.

Auch ich habe schon Menschen enttäuscht, wurde von anderen Menschen,

getäuscht, enttäuscht.

 

liebe Grüße,

hundemann antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3281
Veröffentlicht von: @neubaugoere

... Und ja, wenn ich lieben lernen soll, dann brauche ich auch Menschen, die ich lieben kann. 😉

Es geht um Verbindlichkeit (gibts ja heute auch kaum noch in der Welt), es geht um Zuverlässigkeit, ...

Auf Dauer geht es nicht ohne Gemeinschaft. ...

Das alles hab ich auch in der (Groß-)Familie. 

chai antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18326

@chai 

Ja, da liegen Herausforderungen. Liegt da auch Gemeinschaft, wie Gott sie sich vorstellt? Gibt es da Menschen "vor den Toren der Stadt", also Ausgegrenzte, Hungernde, Leidende, denen wir dienen sollen, denen wir die Frohe Botschaft bringen? Oder eben mit der Familie zu denen hingehen ...

Wenn ja: Herzlichen Glückwunsch! Traumhaft. Mit der Familie im Schulterschluss gegen die Finsternis. Hammer! Von Gott innerhalb der Familie verändert werden und mehr und mehr gemeinsam hin zu Christus wachsen ... Klasse! Oder auch nicht, eigentlich kann ich das ja gar nicht nachvollziehen, weil meine Familie ja nicht glaubt.

Kann es in einer Familie all das geben, was sich Gott für Gemeinde, für Veränderungen vorstellt? Dann gibt es ja geistliches Wachstum dort ... Ihr hab sicherlich viele Zeugnisse zu berichten, wie Gott euch bisher verändert hat, oder?

neubaugoere antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 2017

@neubaugoere 

Kann es in einer Familie all das geben, was sich Gott für Gemeinde, für Veränderungen vorstellt?

Es gibt ja auch noch die ganz normale Familie, die einfach gemeinsam durchs Leben geht und im Alltag füreinander da ist, ganz ohne grosses Tamtam. ME ist das auch Gemeinschaft, wie sie sich Gott vorstellt.

 

tamaro antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18326

@tamaro 

Wenn es geistliches Wachstum gibt, glaube ich das gern.

neubaugoere antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3281
Veröffentlicht von: @neubaugoere

@tamaro 

Wenn es geistliches Wachstum gibt, glaube ich das gern.

Wachstum kann's überall geben, Stagnation und Rückschritt auch. 

Und - Wachstum kann man nicht 'machen'.

chai antworten
hundemann
(@hundemann)
Beigetreten : Vor 4 Monaten

Beiträge : 236

Ja, egal ob es sich um eine Familie, Firma, Gemeinde handelt. In einer Kultur

des Vertrauens entstehen Liebe und Leben. Je stärker das Vertrauen ist,

um so mehr können Menschen miteinander erreichen.

Aber wie kann Gottvertrauen, Selbstvertrauen, Vertrauen zu anderen

Menschen und Tieren entstehen........

Da tust du einem Menschen etwas Gutes, und erwartest, das er sich 

schnell revanchiert. Oder du erwartest das dieser Mensch sich irgendwann

erkenntlich zeigt. "Wie ich dir, so du mir, aber bitte bald."

Und dann rechne ich auf, du hast mir ein Geschenk von fünf Euros

gemacht, als mache ich das auch so.

 

In der Beziehung zu Gott ist das ganz anders. Gott erwartet keine

Rückzahlung von mir. Er erwartet nicht, das ich es zurückbezahle.

Gottes Liebe und Gnade sind umsonst.

So darf ich auch versuchen zu leben. Das ich schenken darf, im

Vertrauen auf Gott, dass Er mir auch genug schenken wird.

Raus aus dem Erwartungsdruck von mir selbst, und zu anderen

Menschen. Frei zu schenken und zu empfangen.

Die Geschenke von Gott, anderen Menschen, mit Freude und Dank

annehmen.

Ob das jetzt in der Familie, Firma oder Gemeinde ist, ist dann gar nicht

mehr so wichtig. Für mich ist meine Beziehung zu Gott am Wichtigsten.

 

liebe Grüße,

 

 

 

 

 

hundemann antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3281

@neubaugoere Gemeinde kann ja sehr unterschiedlich sein. 
Da, wo ich beheimatet bin, ließ / lässt sich Gemeinde und Familie nicht so genau abgrenzen. 
Von daher gibt's da Schnittmengen und ich musste meinen Umgang damit finden.

chai antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18326

@chai 

Darum geht es mir gar nicht. Ich will ja keine Checkliste abhaken. Ich beobachte. Und die Liebe (Gottes Liebe) zeigt sich. Und ich schaue, wo ich sie finde. Und Gottes Liebe hat Auswirkungen, eben weil sie sich zeigt, und die kann ich sehen, beobachten, finden. Ich kenne zu viele Menschen, die Christus sagen zu kennen, ich sehe nur seit Jahren keinerlei Frucht ... da denke ich schon drüber nach ... Ja, natürlich muss ich aufpassen, mich nicht zu erheben über sie, dennoch darf ich wohl beobachten und meine Beobachtungen in Worte fassen. Das tue ich. Und ich schaue in Gemeinden nach Frucht. Das geht nicht von heute auf Morgen, es betrifft also eher die Gemeinden, die ich schon seit vielen Zeiten kenne. Ebenso Menschen. 

Wenn Gott irgendwo einkehrt und/oder wirkt (weil er schon da ist), hat das sichtbare Auswirkungen. Das ist Wahrheit. Die lässt sich nicht wegdiskutieren. Die kann unbequem sein, unangenehm. Ja. 

Und: Christus ist noch nie bei einem Menschen nur halb eingekehrt. <-- Stammt nicht von mir, stammt von Spurgeon. Ich stimme ihm zu.

neubaugoere antworten
hundemann
(@hundemann)
Beigetreten : Vor 4 Monaten

Beiträge : 236

Menschen vertrauen unterschiedlich. Dem einen Menschen mehr, dem 

anderen weniger. In einer Gemeinde, aber auch in einer Familie

kann es Missbrauch geben. Und da wird man vorsichtiger.

Es gibt Musiker, die haben zu viel Vertrauen. Spielen ein kostenloses

Konzert und erwarten, dass durch Spendenaufruf genügend Geld reinkommt.

Und werden enttäuscht, haben sich getäuscht. Weil nicht alle Menschen wissen,

abschätzen können, wie viel Zeit da nötig ist.

Vertrauen finden, geben.......

 

liebe Grüße,

hundemann antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 12 Monaten

Beiträge : 1335

@neubaugoere 

Guter Beitrag, unbequem und nicht „gefällig“, aber wahr und nötig.

Übungsfelder finde ich als Christ überall. Aber die Ortsgemeinde sind die anderen von Jesus berufenen Geschwister. Von Ihm! berufen. 
In weltlicher Familie können auch geistliche Geschwister dabei sein und vielleicht hat man auch jemanden, der/die der Familie auch geistlich gut vorsteht.

Aber dass ein normales Familienleben ein gutes Gemeindeleben ersetzt, halte ich doch für eine, nun ja, „Ausrede“. 
Es gibt Zeiten, da kann oder mag man weniger. 
Verstehe ich. Vor allem, wenn die Ortsgemeinde krankt und/oder die eigene Belastung zu groß scheint. 

Hausgemeinden (aus Familien) heraus machen dann Sinn, wenn sie nach außen offen sind, nicht nur durch Hochzeiten und Geburten wachsen und es eine klare geistliche Ausrichtung, eine Berufung, gibt. Ein gemeinsames Bekenntnis zu Christus und den Wunsch, sein Christsein gemeinsam zu leben, zu teilen und zu Christus hin zu wachsen.

 

ga2 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3281

@ga2 Ich mag im Zusammenhang mit Glauben / Gemeinde den Begriff 'Ausrede' nicht.
(Auch wenn ich ihn uU. schon selber mal benutze)

Irgendeinen Grund gibt's ja immer - nicht jeder macht sich's einfach und wer bist Du / wer sind Wir, das zu beurteilen?

chai antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 12 Monaten

Beiträge : 1335

@chai 

Ach, weißt du, wenn mir zu schnell Argumente kommen, warum dies oder jenes nicht geht und Gottes Wort teilweise wie Gummiband gedehnt wird, damit es zu dem eigenen Handeln/Willen noch gerade irgendwie so passt, dann finde ich den Begriff „Ausrede“ durchaus nicht ganz so verkehrt. Ist ja auch nicht so, dass ich nicht selbst auch schon so dachte/denke/handelte oder handle.

Ehrlicher fände ich aber, gleich zu sagen, dass man mit dem, was in der Bibel zu diesem Thema steht, nicht klarkommt und man nicht weiß, wie das gehen soll, man keinen Bock auf die Gemeinde mit den Geschwistern und den Ansprüchen hat, man sich dort nicht verstanden fühlt, man nicht bereit ist, soviel vom Geld zu spenden, etc.  Kommunikation. Mit Gott. Ehrlich. Sich auseinander setzen. Weil man weiß, ahnt, dass es anders sein sollte. 
Stattdessen scheint mir, sucht man oft viel zu schnell Erklärungen, warum etwas nicht geht und dass es trotzdem ok sein soll. Um ein beruhigtes Gewissen zu haben. Und man gibt sich mit Krumen vom Tisch des Vaters zufrieden anstatt dass man die Fülle auskostet. 

Irgendeinen Grund gibt's ja immer

Eben. Und ich selbst kenne mindestens 100 und führe 101 an, wenn es um etwas geht, was ich nicht will.

Gut wird es dann, wenn ich meinen Willen in Seinen lege.

Wir Christen brauchen verbindliche geistliche Gemeinschaft. So schmerzhaft wie Gemeinde/enge Gemeinschaft auch manchmal sein kann.

wer bist Du / wer sind Wir, das zu beurteilen?

Ich nenne es so, wie ich es sehe. Ist so wie mit den Argumenten für Abtreibung. Es werden als Argumente pro gerne die vergewaltigten (Minderjährigen) oder durch eine Schwangerschaft mit dem Tod bedrohten Frauen angeführt. In der Praxis machen die aber nur einen geringen Prozentsatz aus.

 

ga2 antworten
Ahischa
(@ahischa)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 482

@chai Richtig, Gründe gibt es immer und manchmal kann das einfach nur eine andere Sicht auf diese Thematik sein. Letztlich ist es immer auch eine Frage nach der Persönlichkeit. Es gibt Persönlichkeiten, die ihre Spiritualität in der Stille und Abgeschiedenheit ausleben, für die Gemeinde eher ein Hindernisgrund ist. Genauso gibt es Gläubige, die sich nur im Kollektiv erfahren. 

Mir fällt diesbezüglich immer Matth. 7.13 ein. Da spricht Jesus ja mit messerscharfen Worten. Er spricht über den breiten/schmalen Weg. Was er hier deutlich macht, es gibt keine Scheinberuhigung im Kollektiv. Es geht nicht darum, der richtigen Gruppe (z. B Glaubensrichtung, Gemeinde usw.) anzugehören, sondern jeder muss den Weg durch die Porte ganz alleine gehen. Es geht darum, ein Individuum zu sein. Diese Pforte zwingt uns dazu, uns mit unseren Weg auseinander zu setzen, nicht der Gruppe in der Hoffnung zu folgen, das Richtige zu tun. Es ist ein Weg der Freiheit und der Eigenverantwortlichkeit. Freiheit macht Angst, doch diese Angst ein Individuum zu sein, mutet Jesus uns hier zu. 

Ich persönlich glaube, dass man nur wirklich dann Gemeinschaft in der Tiefe erleben kann, hat man sich als Individuum angenommen. Die Akzeptanz des eigenen Individuums ist die Grundlage für wahre Spiritualität. Erst wenn man sich selbst mit all seinen Stärken und Schwächen annimmt, kann man eine tiefere spirituelle Verbindung nach innen und außen aufbauen und wird fähig, Gemeinschaft darin zu erfahren. 

ahischa antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1306

@chai 

Aber schau mal, in der Bibel dreht sich fast alles um Gemeinschaft.  Recht wenig von Einzelkämpfertum. 

Im Neuen Testament ist von "Einheit" an sehr vielen Stellen die Rede. Ich glaube nicht daß sich das als "Einheit" in Form von einzelner Person beziehen soll. :). 

Ich glaube das ist eher ein Bezug der aus der Deutschen Gesellschaft heraus kommt. Heute habe ich einen Bericht gelesen über Spaziergänge gegen Einsamkeit, in Stuttgart. Einer sehr Wohlhabenden Stadt. Da war eine 34 jährige attraktive junge Frau die keinen hat. Das ist einfach nur traurig, ich glaube in den meisten Staaten dieser Welt gibt's das nicht. Da hat man Familie und Freunde.

kappa antworten
Ahischa
(@ahischa)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 482

@stern Das würde ich jetzt nicht generalisieren. Gemeinschaft um der Gemeinschaft willen, egal mit wem? Gemeinschaft setzt für mich Bindung und Beziehung voraus. Mir ist das nicht egal, zu wem und in welcher Form dies gelebt wird, nur um Gemeinschaft zu haben.

ahischa antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 6 Monaten

Beiträge : 1450

@ahischa 

Gemeinschaft setzt für mich Bindung und Beziehung voraus. Mir ist das nicht egal, zu wem und in welcher Form dies gelebt wird, nur um Gemeinschaft zu haben.

Ja. Das kann man sich ja aussuchen. Am Anfang gibt es ja noch keine tieferen Bindungen sondern nur Eindrücke…und danach richtet man sich dann, also so wars zumindest bei mir. Und Beziehung kommt ja dann erst danach…wenn man eben an dieser Gemeinschaft teilnimmt.

stern antworten


Kappa
 Kappa
Beiträge : 1306

@bjoern18 

Guten Abend Björn,

wenn ich was dazu schreiben darf. Wenn es ein Spektrum gibt, fängt es bei den Gemeinden an die komplett jede Struktur und fast alles ablehnen und hört bei Kirchen auf die eine hohe eigene Überzeugung und auch Struktur oder Tradition haben.

In meinem Leben war ich in verschiedenen Bereichen, bis ich zuletzt Katholisch wurde. Also - Recht weit am anderen Ende des Spektrums.

Ich glaube daher auch das die Gemeinschaft und Einheit ein sehr wichtiger Aspekt ist den Gott bewusst wollte. Ich glaube aber es ist ein Unterschied ob man vom überzeugten Katholiken zum Feind davon wird; oder ob man das nie war sondern zum Beispiel am anderen Ende des Spektrums zum Glauben gekommen ist.

Das richtigste wäre es aus meiner Sicht daher nicht - aber vielleicht gehört es auch zu deinem Glaubensweg dazu. Frage einfach Gott nach der Wahrheit und sei offen. Er wird dir den Weg zeigen.

Gottes Segen und Schutz auf deinem Weg wünsche ich dir.

kappa antworten
Ina_4321
Beiträge : 12

@bjoern18 

Ich gehöre zu denen, die die Institutionen und auch einige Gemeinschaften teilweise kritisch bewertet und bislang nirgends richtig angekommen ist.

Von kleinauf christlich erzogen hatte ich eine sehr gläubige Mutter und Oma. Meine Mutter und damit auch uns Kinder hat in meiner frühen Kindheit ein heftiger Schicksalsschlag ereilt und aus der christlichen Gemeinschaft kamen wenig Hilfe und viel Ausgrenzung als Antwort. Wir wurden zu den "Outlaws", den Asozialen.

Für mich bedeutete diese Entwicklung, dass ich in meiner Kindheit mit den Gemeinden (außerhalb des Kirchenbesuchs) kaum in Kontakt kam und wenn, ich mich wie die "Asoziale" fühlte. Dort habe ich weder Gott noch Glaube gefunden, sondern war damit beschäftigt, mich für irgendwas zu schämen, was ich nicht verstehen konnte.

Mein Glaube wurde im familiären privaten Kreis geprägt. Und so wurden für mich meine Oma und meine Mutter die wichtigen Bezugspersonen in Sachen Glaube. Meine Oma war sehr fromm, dabei extrem dogmatisch, meine Mutter suchte nach Wegen, sich von den Dogmen zu lösen und gleichzeitig ihren tiefen Glauben zu leben.

Meine Mutter versuchte zeitlebens, in einer neuen Gemeinde, auch bei den Freikirchen, Fuß zu fassen, sich rehabilitieren zu lassen - es gelang nicht. Meine Oma starb in größter Angst, wir alle (die sie sehr liebte) würden irgendwann in der Hölle schmoren. Meine Mutter hingegen hat nichts von ihrem friedlichen Glauben abbringen können und so starb sie auch. Zu früh, aber im Frieden.

Ich denke, ihr felsenfester Glaube - der unabhängig aller Gemeinschaften existieren musste - hat mich enorm geprägt. Aber auch die Ausgrenzung und die Feindlichkeit, die ihr gegenüber gebracht wurden.

Ich selber habe nach ihrem Tod sehr gerungen, mein eigenes Glaubensfundament zu finden und zu halten. In der Zeit bin ich mit verschiedenen christlichen Gemeinschaften sowohl beruflich als auch privat in Kontakt gekommen. Es gab ein paar Orden, die ich sehr integer fand und die mich von ihrer Menschlichkeit beeindruckten - nur wäre ich dort nicht beigetreten, mein Lebensentwurf ist ein Anderer. In den christlichen Gemeinden waren es einzelne Personen, die mich teilweise auch sehr berührten, aber nie eine Gruppe. In den Gruppen kam ich immer in Wertekonflikte, die ich im Rahmen meines Glaubens schlecht aushalten kann. Vom Typ bin ich wohl zudem eher progressiv als bürgerlich und fühle mich in manchen Gemeinschaften bis heute wie die "Asoziale".

Nach meiner letzten Begegnung, die im beruflichen Kontext über eine längere Zeit mit einer christlichen Gemeinschaft stattfand, konnte ich eine wichtige Entscheidung treffen und das ganz bewusst:

In dieser Zeit hätte ich beinahe meinen Glauben verloren. Vollständig. Ich ging aufgeschlossen und neugierig hin, und wäre um ein Haar als Atheistin wieder gegangen. Ich habe versucht, die Dynamiken, die ich dort erlebte und die mich sehr betroffen machten, zu verstehen. Und auch, warum auf einmal mein Glauben als Ganzes in Frage stand. Also habe ich mit einigen FreundInnen Gespräche darüber geführt, mit denen ich bis dahin kaum über Glauben gesprochen habe. Siehe da: Ich habe 3 Personen in meinem Freundeskreis, die bis ins Jugendliche/ junge Erwachsenenalter in wohligen christlichen Gemeinschaften groß wurden, dann kam ein Schicksalsschlag (vom Tod des Vaters bis hin zur Depression), die Gemeinde trug nicht mehr, meine FreundInnen fühlten sich verstoßen und verloren dann: sowohl die Gemeinschaft als auch ihren Glauben. Sie sind heute AtheistInnen. Und konnten mir genau erklären, was ich dort erlebte.

Mir war bis dahin nie bewusst, was es bedeutete, dass ich familiär und nicht im Rahmen einer Gemeinschaft in Glaubenssachen geprägt wurde. Und als ich merkte, mit welchen Wertekonflikten ich in den meisten Gemeinschaften ringe, wie wütend ich werde, wie wenig ich den Gott, den ich sonst tief in meinem Leben verankert habe und spüre, dort spüren kann, habe ich für mich entschieden, dass ich es mit den Gemeinschaften nicht mehr versuche. Ich will meinen Glauben und meine Beziehung zu Gott behalten, sie sind mir das Wichtigste im Leben.

Ich für meinen Teil kann gut Co-existieren und sehr gut verstehen, warum die christlichen Gemeinschaften für viele ChristInnen ein richtiger und wichtiger Ort sind. Da passiert viel Gutes. Ich hätte ein einfacheres Leben, könnte ich dort so leicht teilhaben. Umgekehrt würde ich mir wünschen, dass auch diejenigen in ihrem Glauben Ernst genommen werden, die sich aus guten Gründen nicht in den Gemeinschaften wohlfühlen können.

Aus meiner Sicht und Erfahrung ist es eine Frage von Disposition und biografischen Erfahrung, wo und wie Menschen ihren Glauben am besten leben können. Das eine ist nicht besser als das andere. Selbst wenn man seltsam wird 😉

 

ina_4321 antworten
3 Antworten
hundemann
(@hundemann)
Beigetreten : Vor 4 Monaten

Beiträge : 236

@ina_4321 

Danke für deine offene und ehrliche Antwort. Meine eigene Lebensgeschichte ähnelt deiner ein wenig.

Vom Glauben und Beziehungen enttäuscht. Wollte auch nie heiraten und schon gar keine Kinder,

war oft der Einzelgänger. Dann kam ich irgendwie in eine Beziehung zu einer christlichen Familie,

und das hat mich total überrascht, wie viel Liebe und Wertschätzung es da gab.

Und so haben mich gute Vorbilder ermutigt, zu glauben, und Beziehungen einzugehen.

Seitdem haben für mich Beziehungen ganz viel mit Vertrauen zu tun.

Das ich nicht mehr so viel auf meine Mängel, schlechte Erfahrungen sehe, sondern auf

das schaue, was das Leben, Gott mir schenkt.

Meine persönliche Beziehung zu Gott wurde mir immer wichtiger.

Gottes atemberaubende Natur, Schöpfung, bringt mich immer wieder ins Staunen.

Hier im Forum, was ja auch eine Art Beziehung ist, lese und schreibe ich gerne. Auch

wenn mich manchmal so viele unterschiedliche Ansichten über den Glauben auch

mal nerven. Aber das liegt ja auch an mir selbst, muss ja nicht alles lesen.

Natürlich kann man auch ohne christliche Gemeinde  l e b e n.

Mein Hund lebt ja auch ohne christliche Gemeinde, und irgendwo ist der glücklicher 

wie ich.........Wichtig ist, was dir gut tut, mit oder ohne christliche Gemeinde.

Wünsche dir, das du trotz nicht so guter Gemeindeerfahrungen, im Vertrauen zu dir 

selbst und Gott wachsen darfst.

 

liebe Grüße,

hundemann antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3281
Veröffentlicht von: @hundemann

Natürlich kann man auch ohne christliche Gemeinde  l e b e n.

Mein Hund lebt ja auch ohne christliche Gemeinde, und irgendwo ist der glücklicher wie ich.........

🤣 🤣 🤣 

chai antworten
Ina_4321
(@ina_4321)
Beigetreten : Vor 1 Monat

Beiträge : 12

@hundemann 

Danke für Deine einfühlsamen Worte und die Wünsche. Schön, dass Du einen solchen Weg gehen konntest und liebevolle Beziehungen gefunden hast. Dass Dein Hund glücklich ist, dürfte ja auch an Deinem Umgang mit ihm liegen - insofern lebt er ja durchaus im weitesten Sinne in einer christlichen Gemeinschaft 😉

Die guten Beziehungen pflege ich durchaus. Nur ist das Christ-sein des Gegenübers für mich keine Voraussetzung. Ich habe christliche und muslimische FreundInnen, AtheistInnen und Suchende. Liebe und Wertschätzung kann man meiner Erfahrung nach bei allen Menschen finden oder vergeblich suchen - unabhängig von Glauben, Geschlecht, Herkunft, all dem. Mein Problem sind die Institutionen, die Gruppen und damit die Gemeinden - da komme ich im Gegensatz zu den Zweierfreundschaften nicht an und habe es vielleicht auch einfach zu lange versucht.

Ich bin damit heute im Reinen - und für mich war/ist das eben der Weg.

Liebe Grüße

ina_4321 antworten


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