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Verantwortung

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Evana
Themenstarter
Beiträge : 924

Hallo ihr Lieben,

heute morgen las ich einen Bericht und wunderte mich. Mir kam dabei die Frage in den Sinn nach der Verantwortung.

Wer trägt eigentlich die Verantwortung für dein Leben?

Für mich habe ich diese Frage schon beantwortet. Doch mich würde auch eure Meinung interessieren und hoffe deshalb auch auf einen guten, aufbauenden Meinungsaustausch.

Einen schönen 3. Advent wünsche ich Euch

LG
Evana

Antwort
32 Antworten
Herbstrose
Beiträge : 14193

Und, wer trägt nun die Verantwortung für dein Leben?

Die Frage ist nicht immer einfach zu beantworten, es sei denn, man ist erwachsen und gesund. Beim Neugeborenen oder Heranwachsenden sieht es anders aus. Und auch bei dem Menschen, der aus verschiedenen Gründen nicht zu Selbstbestimmung in der Lage ist.

herbstrose antworten
9 Antworten
maggie.x
(@jeddie-x)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1685

und ich ...
... finde die Antworten von deborah und goldapfel super.

jeddie-x antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15905

?? meintest du Herbstrose? Ich hab hier noch gar keinen Senf dazu gegeben 😀

deborah71 antworten
maggie.x
(@jeddie-x)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1685

o, stimm, das war herbstrose 😎

jeddie-x antworten
Evana
(@evana)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 924
Veröffentlicht von: @herbstrose

Und, wer trägt nun die Verantwortung für dein Leben?

In der Regel trage ich die Verantwortung für mein Leben, mein Tun und auch meine gesprochenen Worte.

Als meine Kinder klein waren, trug ich die Verantwortung für ihr Leben.

Als Altenpflegerin trug ich die Verantwortung, dass es meinen Schützlingen gut geht bzw. dass sie gut behandelt werden.

Aber wenn ich Schutz brauche, übertrage ich meine Verantwortung an Jesus, der seine Engel aussendet, um mich zu beschützen und um zu helfen. Da ich sein Kind bin.

evana antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Aber wenn ich Schutz brauche, übertrage ich meine Verantwortung an Jesus, der seine Engel aussendet, um mich zu beschützen und um zu helfen. Da ich sein Kind bin.

Das sehe ich anders. Meine Verantwortung für mich kann ich nicht abgeben. Ich kann aber aus dieser Vetantwortung heraus entscheiden, mich unter Gottes Schutz zu stellen.

herbstrose antworten
bepe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 1095
Veröffentlicht von: @herbstrose

Das sehe ich anders. Meine Verantwortung für mich kann ich nicht abgeben. Ich kann aber aus dieser Vetantwortung heraus entscheiden, mich unter Gottes Schutz zu stellen.

Das sehe ich genauso. Ich kann Gott um Bewahrung bitten, mich bewusst unter seinen Schutz stellen, aber meine eigene Verantwortung gebe ich erst dann ab, wenn ich zu keiner eigenen Handlung mehr fähig bin, also (mal ganz locker gesagt) wenn ich den Löffel abgebe und mich in die große schwarze Kiste abmelde.

bepe0905 antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 6 Monaten

Beiträge : 714

Ich übertrage den Schutz auch an Jesus, bin aber verpflichtet weder mich noch andere leichtsinnig in Gefahr zu bringen.

Bei Unwetter zu dünn bekleidet durch die Gegend zu laufen, ist leichtsinnig und erwarten, dass Jesus mich schützt, kann ich zwar, ich persönlich würde es jedoch nicht. Ich bin mir sicher, dass Jesus mich fragen würde, warum ich mein Gehirn und die wunderbar dicke wasserabweisende Jacke nicht benutzt habe.
Weil mich die Jacke unattraktiv macht und ich stattdessen auf seinen Schutz vertraue?

Ohne sich anzuschnallen, wird Autofahren teuer, wenn ich erwischt werde.
Den Beruf der Erzieherin ohne nachgewiesenen Masernschutz kann ich nicht ausüben, weil das Rusiko für andere zu groß ist.
Ich finde es gut, dass in Bezug auf Sicherheitsgurte und inzwischen auch Kindersitze in Autos und Masernimpfung der Staat Regeln vorgegeben hat. Und dass er kontrolliert, dass diese eingehalten werden.
Hätte es nicht so viele Unfalltote oder schwere Komplikationen durch die Masern gegeben, wären diese Regeln nicht erlassen worden...
Man hätte ja im Vorfeld nie gedacht, dass das mal nötig sein müsste...
Man hat ja in vielen Bereichen auf die Eigenverantwortung vertraut und tut es größtenteils immer noch.

Stellt sich irgendwann heraus, die Gurtpflicht wird nicht mehr gebraucht oder Masern verursachen diese Probleme nicht mehr, können diese Regeln auch wieder abgeschafft werden.

Leider gibt es Situationen, in denen man vieles noch nicht genau weiß, aber wenn viele Spezialisten zu ähnlichen Erkenntnissen kommen, sollten diese ernstgenommen werden.

Vor allem wenn in Zeiten einer relativ unbekannten Gefahr, weltweit die Zeit wegläuft.

Auch das wäre eigenverantwortlich und gemeinschaftlich, zu vertrauen und danach zu handeln.

Wenn das nicht funktioniert, müssen evtl andere Mechanismen greifen.
Weil der Staat dann die Fürsorgepflicht für die Schwachen übernehmen muss, für diejenigen, die sich nicht schützen können.
Wieso sollte der Staat denken, dass ausgerechnet ich mich vorsichtig genug gegenüber anderen verhalte?
Ich fahre so vorsichtig Auto und vertraue Jesus, dass ich keinen Unfall haben werde und mein Kind keinen Schaden davontragen werden.
Ich werde niemanden mit Masern anstecken, ich bin vorsichtig.
Klingt ein bisschen nach dem der „Ich passe auf“, sagte und ein paar Monate später Geburtsvorbereitungskurse besuchte.

goldapfel antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Den Beruf der Erzieherin ohne nachgewiesenen Masernschutz kann ich nicht ausüben, weil das Rusiko für andere zu groß ist.

Das ist ein gutes Beispiel dafür, dass die Verantwortung für die eigene Person mit der Verantwortung für andere verknüpft ist. Hier gilt es abzuwägen, was wichtiger ist: meine eigene Freiheit zu entscheiden (ob ich mich impfen lasse) oder der Beruf.

herbstrose antworten
Evana
(@evana)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 924

Das ist alles selbstverständlich für mich, denn auch Gott, der Vater möchte, dass ich die größtmöglichen Sicherheitsmaßnahmen benutze.
Falls ich es mal vergesse, dann erinnert er mich daran.

Habe ich mal mein Pausenbrot vergessen und einen langen Tag, sorgt er dafür, dass ich trotzdem etwas zu essen bekomme. Auch wenn mein Geld knapp wird, beauftragt er eine andere Person, mir etwas zu geben.

So meinte ich das mit Verantwortung abgeben. Jesus ist mein treuer Hirte, und der Vater, der auf mich aufpasst, der mich führt und leitet, dahin, wo er mich haben will. Deshalb richte ich meine Ohren auf sein Reden.
Und wenn er sagt: "Tue das bitte, das ist gut für dich." Dann mache ich es. Wenn er sagt: "Mach das nicht, das schadet dir!" dann lass ich es.

Aber ich höre nicht auf die Menschen, denn bei denen weiß ich nicht, ob sie es gut meinen oder nicht. Menschen können auch lügen, hinterhältig, habgierig und gemein sein. Da habe ich einfach schon viel zu viel schlechte Erfahrungen gesammelt. Deshalb vertraue ich da lieber der göttlichen Macht.

evana antworten


Goldapfel
Beiträge : 714

Ich sehe es ähnlich, wie Herbstrose.
Bis zu einem gewissen Alter steigt der Anteil eigener Verantwortung für sein eigenes Leben normalerweise an.
Um Verantwortung tragen zu können, braucht man ua auch Wissen und/oder gute Vorbilder.
Im Idealfall wächst man in die Eigenverantwortlichkeit hinein.

Als Christin glaube ich zudem, dass jeder Mensch vor Gott die Verantwortung für sein Tun und Lassen innerhalb seiner Möglichkeiten trägt.
Das betrifft das eigene Handeln und Lassen in Bezug auf Gott, sich selbst und andere.
Jede und jeder wird sich am Ende verantworten müssen.

Also stellt sich für mich erstmal die Frage, was du konkret mit der Verantwortung für dein Leben meinst?
Und wie hast du die Frage für dich beantwortet?

goldapfel antworten
1 Antwort
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3348

Welches Leben? Rechtlich? Geistlich? Geseschaftlich?
Da gibt es ganz viele Möglichkeiten.

arcangel antworten
Tagesschimmer
Beiträge : 945
Veröffentlicht von: @evana

Wer trägt eigentlich die Verantwortung für dein Leben?

Ich - und natürlich stimme ich denen zu, die Anteile von Verantwortung je nach den Umständen bei der Umgebung sehen.

In die Rechtssprechung fließt das z.B. im Jugendstrafrecht, bei psychischer Krankheit oder Substanzmissbrauch ein.

Als Christin ist mir Barmherzigkeit wichtig geworden (gerade in diesem Jahr wegen der Jahreslosung bei den gleichzeitigen gesellschaftlichen Zerwürfnissen). Wir können nie gerecht sein ohne Vergebung, Liebe, Gnade, Barmherzigkeit. Das gilt auch für mich selbst.

tagesschimmer antworten
1 Antwort
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 6 Monaten

Beiträge : 714

Ohne Jesu Gnade sind wir letztendlich verloren.
Herausreden wie Eva und Adam: „...die Schlange hat...“ oder „...die Frau, die du mir gegeben hast...“ wo dann ja noch Gott selbst verantwortlich gemacht werden soll, funktioniert bei Gott nicht.
Andererseits sehe ich es so, dass wir als Christinnen und Christen auch in besonderer Weise füreinander Verantwortung übernehmen sollen.
Die Bedeutung der christlichen Gemeinschaft in der Bibel belegt das meiner Meinung nach.
Wir sollen einander zu Guten Werken anspornen, füreinander da sein und einander helfen.
Das Vaterunser heißt Vaterunser und nicht Vatermein. 🙂
Etwas, das mich gedanklich immer wieder beschäftigt.
Auch sollen wir die Gute Nachricht weitergeben, unser Licht leuchten lassen unter den Menschen.
Das also eher eine moralische Verantwortung.

Überall da, wo dann leitende Funktionen übernommen werden, kommt der Funktion gemäß eine Verantwortung für die Abhängigen dazu.

goldapfel antworten


lubov
Beiträge : 2443

Hallo du,

ist das für dich tatsächlich eine ethische - oder vielleicht doch eher theologische Überlegung?

Gruß und Segen
lubov

lubov antworten
1 Antwort
Evana
(@evana)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 924
Veröffentlicht von: @lubov

ist das für dich tatsächlich eine ethische - oder vielleicht doch eher theologische Überlegung?

Na ja: Ethik ist Teilgebiet (wie Logik, Ästhetik und Wissenschaftstheorie oder Erkenntnissammlungen) der Philosophie.

Philosophie ist die Liebe zur Weisheit, Denkende Kunst,

Die Weisheit ist in Christus verkörpert, sie ist von Gott oder Gott selbst, also schließt sich nun der Kreis.

Aber mir geht es hier mehr um weltliche Ethik, so wie andere Menschen Verantwortung verstehen, bzw. halt die Frage nach der Schuld(zuweisung), wenn ANGEBLICH verantwortungslos gehandelt
wird. Und bei einem Satz merkte ich einfach, da stimmt was nicht.

Im Zusammenhang mit der Stiko; deshalb wollte ich es noch mal aufdröseln, ohne auf das I-Thema kommen zu müssen. Mittlerweile ist der Bericht auch verschwunden von der Webseite.

Deshalb stellte ich erstmal die Frage nach der Verantwortung.

Veröffentlicht von: @lubov

Gruß und Segen
lubov

Danke, dir auch

evana antworten
bepe0905
Beiträge : 1095

Wenn man will kann man die Frage ganz nüchtern-sachlich beantworten. Sie ist nämlich bereits in den Gesetzen geregelt.
Bis zu einem gewissen Alter (oder einer gewissen Reife) des Menschen tragen die Erziehungsberechtigten die Verantwortung für den ihnen anvertrauten Menschen - auch dann, wenn die/der Betreffende (Jugendliche) sehr reif für ihr/sein Alter ist und versucht, selbst Verantwortung zu tagen.

Darüber hinaus wird es immer Menschen geben, die aus gesundheitlichen (dazu zähle ich auch seelische wie körperliche) Gründen nie die volle Eigenverantwortung für ihr Leben übernehmen können. Ich bin aber sicher, dass es den meisten von ihnen wichtig ist, eine geistige Mitverantwortung zu tragen. Dies muss ein bestellter Vormund immer berücksichtigen und daher auch bereit sein, die ihm auferlegte Verantwortung für den anvertrauten Menschen nicht dominierend auszuüben.

Ansonsten ist jeder Mensch für sich selbst verantwortlich - egal, ob er das mag oder nicht. Leider suchen viele, die dieser Verantwortung (vor Gott, gegenüber ihren Nächsten und auch für sich selbst) nicht gerecht werden, die Ursache ("Schuld") anderswo, z.B. bei ihren Eltern, bei ihrer Erziehung, bei ihren Mitmenschen, bei den Umständen, vielleicht auch bei Gott.
Klar, dass diese Faktoren immer eine Rolle spielen, aber letztlich bleibt die Verantwortung für das eigene Leben stets eine ganz persönliche Angelegenheit. Es gilt: Ich kann alles delegieren - aber niemals die persönliche Verantwortung!

Christen neigen gerne dazu, diese Verantwortung für ihr Leben an Gott abzugeben (Stichwort: "Lebensübergabe"). Ich fürchte allerdings, dass dies manchmal eine Flucht aus der Eigenverantwortung ist, also eher ein "Abschieben ungeliebter Pflicht" statt bewusstem und gelebtem "Vertrauen in Gottes Führung". Denn auch dann bleibt mir selbst immer noch ein gehöriges Quantum Eigenverantwortung, der ich mich niemals entziehen kann.
LiGrü
Dschordsch

bepe0905 antworten
2 Antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Danke für deine Ausführungen.

Ich möchte noch anfügen, dass es (wir sind ja hier im Bereich Ethik) auch noch andere Arten von Verantwortung gibt.

Arbeitgeber sind für ihre Angestellten verantwortlich. Gruppenleiter für die Teilnehmer, Trainer für die Mannschaft ....

herbstrose antworten
bepe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 1095
Veröffentlicht von: @herbstrose

Ich möchte noch anfügen, dass es (wir sind ja hier im Bereich Ethik) auch noch andere Arten von Verantwortung gibt....

Danke für deine Ergänzungen. Ich wollte mich mit meinen Zeilen nicht nur auf bestimmte Formen von Verantwortung beziehen, im Gegenteil.
Denn gerade in unserer Zeit, in der immer wieder der Wert von Teams (mit Delegation von Aufgaben) betont wird, bleibt bestehen, dass Verantwortung nicht delegierbar ist.

Veröffentlicht von: @herbstrose

Arbeitgeber sind für ihre Angestellten verantwortlich. Gruppenleiter für die Teilnehmer, Trainer für die Mannschaft ....

Genau so ist es - und bestimmt gibt es viele hier in der Runde, die auch schon solche Verantwortung für Andere hatten (oder haben). Als Jugendlicher war ich für meine Jungschargruppe verantwortlich, später dann für unseren Pfadfinderstamm, bei der Bundeswehr für die mir anvertraute Kompanie, beruflich dann für meine Abteilung(en) und zuletzt für mein Unternehmen und meine Crew. Und schließlich auch für meine Familie....

bepe0905 antworten


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