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Wieder dieses Thema Ausländer


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Hallo,

mag sein, dass ich was verpasst habe, weil ich nicht alle Beiträge in den Threads gelesen habe, wo es um Ausländer geht.
Wen ich langweile, den bitte ich um Entschuldigung.

Meine Eltern waren als Kinder Flüchtlinge im II. Weltkrieg.
Für ein Stück trocken Brot, haben sie einen ganzen Tag schwer gearbeitet. Oft haben sie gehungert.
Keiner wollte sie. Viele Menschen verspotteten, verhöhnten und beschimpften sie. Unterwegs wurden sie bestohlen und sahen oft dem Tod ins Auge.
Weite Stecken sind sie zu Fuß gelaufen.
Als der Krieg vorbei war, war auch ihre Kindheit vorbei.

Heimat war für sie dort, wo sie weg mussten, für mich als Kind ein unerreichbarer Ort.
Auch wollten sie uns für den nächsten Krieg abhärten und gingen mit uns Kindern nicht immer zimperlich um.
Einigen, mit denen ich gesprochen habe, in meiner Altersgruppe, ging es genau so.

Heimat ist für mich ein Fremdwort, deren Bedeutung ich nie wirklich begreifen werde, auch war ich nie das, was man bodenständig nennt.
Meine Sachen zu packen, und an einen anderen Ort zu ziehen, war also nie ein Problem für mich. Aber immer ging ich #freiwillig#, und hatte immer eine finanzielle Sicherheit im Gepäck.

Seit vielen Jahren arbeite ich mit Menschen zusammen, die nicht in Deutschland geboren sind.
#Keiner# hat sich ausgesucht, wo er geboren wurde.
Die besseren Menschen gibt es nicht,
und während der Arbeit zählte eigentlich immer nicht der Geburtsort, sondern die Leistung.

Nun hat sich da ein Phänomen eingeschlichen, wo ich mich frage, ist es nur hier so, oder gibt es auch andere Orte, in denen es ähnlich läuft?

Menschen, die nach Deutschland gekommen sind, aus Europa, beschimpfen, beleidigen und schikanieren andere Menschen, die von anderen Kontinenten kommen.
Sie denken, sie wären die besseren Menschen, und da sie an Deutschland näher geboren sind, haben sie ein Recht, andere, die von wo anders stammen, für weniger Wert zu halten, und sich über sie zu erheben.
Und dann schissen mir sofort die Geschichten meiner Eltern durch den Kopf: Übermensch - Untermensch.

#Das kann es doch gar nicht sein.#

Wie denkt Ihr darüber?

LG Ano

anonym - es beschreibt meinen Arbeitsplatz, und es könnte ja ein Einzelfall sein.

Antwort
26 Antworten
Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @anonyma-b0bb193ea

anonym - es beschreibt meinen Arbeitsplatz, und es könnte ja ein Einzelfall sein.

Nein, das ist kein Einzelfall. Und es ist viel schlimmer als rassistische Stammtischwitze, denn dieser Rassismus bestimmt im Alltag den Umgang. Damit habe ich immer wieder zu tun.

Anonymous antworten
21 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Danke für Deine Antwort!

Veröffentlicht von: @qdspieler

Und es ist viel schlimmer als rassistische Stammtischwitze,

So sehe ich es auch.

Veröffentlicht von: @qdspieler

Damit habe ich immer wieder zu tun.

Es ist mir nie so bewusst aufgefallen.
Doch gerade jetzt haben sich "deutsche" Menschen bei mir darüber ausgeklagt, was für ein unmögliches Klima gerade herrscht, und jemand aus einem anderen Land erklärte mir diese Europasicht, im vollen Denken, ich stimme ihm zu. doch ich widersprach, was er überhörte.

Was kann man da gegen tun?
Bin nicht in leitender Position, dass ich es "von oben herab" anordnen kann, dass es so etwas nicht mehr gibt.

LG Ano

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @anonyma-b0bb193ea

Was kann man da gegen tun?

Ich behandle alle gleich. Ich kann nicht mehr tun, als eine Vorbildfunktion einzunehmen.
Das ist wie bei Mobbing. Man kann die offen ausgelebte Abneigung gegen bestimmte Personen mit entsprechenden Maßnahmen und Sanktionen unterbinden, aber eben nicht die innere Abneigung abstellen.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Danke für Deine Antwort!

Die Sätze, die ich gehört habe, erinnern mich an die Geschichten, die meine Eltern erzählt haben, kurz vor dem Krieg.
Diese menschenverachtende Massenmanipulation, mit der man KZ's und Gaskammern für gut halten konnte.
"Arbeitsscheue und minderwertige" Menschen kamen dort rein. #(Nicht meine Meinung(!), sondern Massenpropaganda)#
Menschen, die für das Zusammenleben nicht geeignet waren, sondern ihm schadeten.

Es macht mir Angst, dass Deutschland schon wieder auf dem besten Weg dort hin ist.
Schlimm empfinde ich dabei, dass dieser Weg nicht von deutschen Menschen aus geht, sondern, von Menschen, die auch noch nicht lange in Deutschland leben, selten hier geboren wurden.

Ich möchte es nicht hin nehmen.

Veröffentlicht von: @qdspieler

Ich behandle alle gleich.

Das versuche ich auch.

Veröffentlicht von: @qdspieler

Ich kann nicht mehr tun, als eine Vorbildfunktion einzunehmen.

Ich habe das Gefühl, das interessiert die nicht, weil sie ihre eigenen Vorbilder haben, und sich in ihren eigenen Kreisen bewegen.
Natürlich möchte ich #nicht# mitmachen, und werde #nicht# nach ihrem Munde reden, um nicht ihren Hass auf mich zu lenken.

LG Ano

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @anonyma-b0bb193ea

Es macht mir Angst, dass Deutschland schon wieder auf dem besten Weg dort hin ist.

Woraus schließt du das? Inwieweit droht hier
eine "menschenverachtende Massenmanipulation"?

Veröffentlicht von: @anonyma-b0bb193ea

Schlimm empfinde ich dabei, dass dieser Weg nicht von deutschen Menschen aus geht, sondern, von Menschen, die auch noch nicht lange in Deutschland leben, selten hier geboren wurden.

Welcher Herkunft sind diese Menschen überwiegend?

Anonymous antworten
geli.grabner
(@geli-grabner)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 35
Veröffentlicht von: @anonyma-b0bb193ea

Es macht mir Angst, dass Deutschland schon wieder auf dem besten Weg dort hin ist.

und mir macht es Angst, dass wir in Österreich hier schon viel weiter zu sein scheinen. Der Innenminister hat unsere Erstaufnahmezentren, die es schon seit Jahrzehnten gibt in "Ausreisezentren" umbenannt.
die geschickt geschürte Angst vor allen Fremden......
mir graust nur mehr.

geli-grabner antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2928
Veröffentlicht von: @anonyma-b0bb193ea

Diese menschenverachtende Massenmanipulation, mit der man KZ's und Gaskammern für gut halten konnte.
"Arbeitsscheue und minderwertige" Menschen kamen dort rein. (Nicht meine Meinung(!), sondern Massenpropaganda)
Menschen, die für das Zusammenleben nicht geeignet waren, sondern ihm schadeten.

Veröffentlicht von: @geli-grabner

und mir macht es Angst, dass wir in Österreich hier schon viel weiter zu sein scheinen. Der Innenminister hat unsere Erstaufnahmezentren, die es schon seit Jahrzehnten gibt in "Ausreisezentren" umbenannt.

ich denke, es wäre gut, wenn man darauf achtet, dass beide Füße auf dem Teppich bleibe. Was wird den hier impliziert, es würde eine nationalsozialistisches Regime wieder errichtet. Mit Gaskammern, wenn ich das so lese, dann denke ich mir, wie weit das doch von der Realität weg ist. Ob nun Österreich, oder Deutschland, beide Länder sind integrierte demokratische Teile in der EU. Österreich hat im Kern sogar seine eigene Souveränität ein Stückchen aufgegeben, das was auf dem EGMR spricht, wird zum Bestandteil der Verfassung.
Leute ist ist wirklich nicht neu, dass Mensche interniert werden, in Lagern untergebracht werde, oder ähnliches. Schaut, doch mal in den Irak, im Libanon, Jordanien usw. Da werden die Menschen in Lagern untergebracht. Selbst die UNO macht das und Guterres ist nun wirklich kein Hitler. 😕 In Deutschland gibt es keine Ausreisezentren, aber im Koalitionsvertrag sind Ankerzentren vereinbart. Dort sollen die Menschen, die sich als Flüchtlinge ausgeben aufgenommen werden, bleiben, es soll geprüft werden, ob sie ein berechtigtes Begehren besteht und von dort aus, soll wenn keine Bleibeperspektive besteht, abgeschoben werden Bei diesen Massen, muss man das auch systematisieren. Die Vereinbarung im Koalitionsvertrag wird in Deutschland bislang nicht umgesetzt, weil man Streit vermeiden will.
Das es sich um Illegale handelt ist auch nichts neues. Wir haben es seit fast dreißig Jahren im Grundgesetz stehen. Das ist weit von einem Dritten Reich weg. Und wer Angst hat, dass wieder KZs und Gaskammern eingeführt werden, tut mir wirklich leid, weil es eine unnötige Angst ist.

orangsaya antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

"Geschickt geschürte Angst vor allem Fremden"...

inwieweit? Ich sage immer wieder, dass eine gewisse Skepsis dem Fremden, gerade wenn er aus weit entfernten Kulturkreisen kommt, vollkommen normal ist. Wir Menschen sind nun mal in einer gefallenen Welt, nicht alle Menschen sind "Engel".

Außerdem wird diese "Angst vor dem Fremden" auch immer wieder durch Gewalttaten dieser Menschen bestätigt. In Österreich nicht weniger als in Deutschland.

Anonymous antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 16349
Veröffentlicht von: @julia46

Außerdem wird diese "Angst vor dem Fremden" auch immer wieder durch Gewalttaten dieser Menschen bestätigt.

Wenn Gewalttaten, die durch "Fremde" verübt werden, bestätigen dass die Angst vor "Fremden" berechtigt ist - was genau bestätigen dann eigentlich Gewalttaten, die von Deutschen begangen werden?

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Worauf willst du hinaus mit dieser Frage?

Habe ich je bestritten, dass es deutsche Verbrecher gibt??!

Anonymous antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 16349
Veröffentlicht von: @julia46

Worauf willst du hinaus mit dieser Frage?

Ich frage mich, ob deine Schlussfolgerung berechtigt ist. Du scheinst sie ja für logisch und selbstverständlich zu halten - Gewalttaten durch "Fremde" zeigen, dass die Ablehnung von "Fremden" gerechtfertigt ist, oder nicht?

Veröffentlicht von: @julia46

Habe ich je bestritten, dass es deutsche Verbrecher gibt??!

Aber prozentual weniger als, sagen wir mal, syrische oder iranische?

lucan-7 antworten
Chevalier
(@chevalier)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 4

... Hallo ...

Veröffentlicht von: @lucan-7

Aber prozentual weniger als, sagen wir mal, syrische oder iranische?

... richtig, aber das Entscheidende wird mit diesem Fakt immer unterschlagen - und darum beißen sich diese Argumente ... nämlich der Fakt, das es bei den "syrischen" oder "iranischen" um Verbrechen handelt, welche de facto nicht existent wären, hätte man die Grenze gesichert und den Zuzug kontrolliert bzw. verhindert ...

... und das fällt z.B. bei Gewaltverbrechen besonders ins Gewicht ...

Nachtrag vom 12.04.2019 1201
ich widerspreche ausdrücklich

1. wurde syrische oder iranische Verbrecher nicht von mir ins Gespräch gebracht - ich habe auf einen Beitrag reagiert

2. galt der Text explizit Verbrechen
WORIN also besteht die Pauschalisierung ?

3. wurde keine Wertung getroffen

der Vorwurf ist KEINE Begründung - die Erklärung wäre eine Begründung für den Vorwurf

erklären hilft erkennen !

chevalier antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 16349
Veröffentlicht von: @chevalier

nämlich der Fakt, das es bei den "syrischen" oder "iranischen" um Verbrechen handelt, welche de facto nicht existent wären, hätte man die Grenze gesichert und den Zuzug kontrolliert bzw. verhindert ...

... und das fällt z.B. bei Gewaltverbrechen besonders ins Gewicht ...

Logisch. Allerdings trifft das auf jedes Verbrechen zu, welches von irgendwem verübt wird, der die deutsche Grenze überschreitet.

Der Schengen Raum ermöglicht es Personen, innerhalb der Mitgliedsländer frei zu reisen... und damit auch in anderen Ländern Verbrechen zu verüben.

Willst du also Franzosen, Spaniern, Niederländern, Polen ebenfalls die Einreise nach Deutschland verweigern, da es ja auch in diesen Ländern Gewaltverbrecher gibt (Wie in allen anderen Ländern auch)?

lucan-7 antworten
Chevalier
(@chevalier)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 4

... Hallo ...

... du sagst logisch, meine ich auch ... sieht wohl aber nicht jeder so ...

Veröffentlicht von: @lucan-7

Allerdings trifft das auf jedes Verbrechen zu, welches von irgendwem verübt wird, der die deutsche Grenze überschreitet

... eben nicht, zumindest nicht so, wie du meinst ... denn zum einen besteht im Schengenraum eine Freizügigkeit, welche erst einmal Personen betrifft, welche (wo auch immer) in diesem Gebiet gemeldet und erfaßt sind ...

... wir haben es aber (zumindest seit 2015) mit einer größtenteils illegalen Zuwanderung zu tun, welche nationale und europäische Gesetze verletzt ... (zumindest muß man das bis Mitte 2018 so festhalten) daraus folgt schon einmal, das die Anwesenheit einer solchen Person, d.h. der Fakt selbst, einen Rechtsbruch darstellt ... dazu kommt das 2/3 der Personen keinen rechtlich relevanten Asylgrund haben ...

... zum anderen ergibt sich (auch) daraus ein anders Problem - nämlich das weit mehr als die Hälfte (54%) keine Ausweispapiere vorweisen können und vom Rest eine großer Teil oft Papieren anderer Personen oder gefälschte Papiere benutzt ... d.h. hier ist nicht einmal eine geregelte oder vernetzte Strafverfolgung möglich, weil wir nicht wissen mit wem man es zu tun hat ... erschwerend kommt hinzu, das die Behörden (zumindest in Deutschland) überrollt und überfordert waren und gut 2/3 der Personen bis 2017 nicht einmal registriert wurden ...

(Zahlen und Fakten aus dem Welt am Sonntag-Interview mit Hans-Eckhard Sommer, dem Chef des BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) und jedem beliebigen Mainstreamblatt zu entnehmen)

... das macht sehr deutlich, das dein Argument so nicht greift, nicht greifen kann ... denn unabhängig von Organisationen wie Interpol gibt es zahlreiche multi- und bilaterale Abkommen zur polizeilichen Zusammenarbeit in Europa sowie eine Meldepflicht in den Ländern der EU ... wenn ein Bürger Portugals in Frankreich eine Straftat begeht, dann greift die polizeiliche Strafverfolgung nahtlos wie bei einem französischem Bürger ...

chevalier antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @lucan-7

Ich frage mich, ob deine Schlussfolgerung berechtigt ist. Du scheinst sie ja für logisch und selbstverständlich zu halten - Gewalttaten durch "Fremde" zeigen, dass die Ablehnung von "Fremden" gerechtfertigt ist, oder nicht?

Ich "lehne keine Fremden ab". Ich sprach und spreche immer von einer gesunden, uns Menschen eigentlich angeborenen Skepsis dem Fremden gegenüber.
Wir sind so ausgelegt, dass wir uns zuerst um unseren engeren Kreis kümmern, Familie und Freunde. Diese Menschen sind uns vertraut.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Aber prozentual weniger als, sagen wir mal, syrische oder iranische?

Keine Ahnung.
Wir haben nur mit unseren einheimischen Verbrechern mehr als genug zu tun, so dass wir mit der zusätzlichen Kriminalität der Migranten schlicht überfordert sind. Das siehst du doch an der Überforderung von Polizei und Gerichten.

Anonymous antworten
kahei2
 kahei2
(@kahei2)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 353
Veröffentlicht von: @geli-grabner

die geschickt geschürte Angst vor allen Fremden......
mir graust nur mehr.

Leider hast du völlig recht...es ist einfach widerlich.

servus
kahei2

kahei2 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

War's das schon?

Schade - da stellt man eine unbequeme Frage.... 🙄

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Eine?

Ich hatte Europa geschrieben. Pauschalisieren, auf eine ganz bestimmte Region, mag ich nicht.
Auch mag ich mein inneres Empfinden nicht "zerfleischen" lassen.

Wenn Du es anders siehst, ist es so, und Du kannst mir gern Deine Sicht darlegen.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Wenn du meine Fragen nicht beantworten willst, verstehe ich nicht, weshalb du hier das Thema gestartet hast.

Du stellst bestimmte Behauptungen auf und ich hätte diese gern von dir untermauert.
So einfach ist das.

Wenn du Missstände anprangerst musst du auch den Mut haben, diese konkret zu benennen. Sonst brauchst du mMn gar nicht erst anzufangen.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @julia46

Wenn du Missstände anprangerst musst du auch den Mut haben, diese konkret zu benennen. Sonst brauchst du mMn gar nicht erst anzufangen.

Ich hatte gefragt, ob es ein Einzelfall wäre: Zitat:"und es könnte ja ein Einzelfall sein."
Ich hatte erzählt, was mir begegnet ist, und was ich noch nicht bewußt war genommen habe.
Auch hatte ich geschrieben, dass meine Eltern selbst Flüchtlinge, Kinder im II. Weltkrieg waren.
Untermauern kann ich garnichts, denn es sind Worte, die zu mir gesprochen wurden, die ich nicht wörtlich wiedergeben kann, und wie gesagt, wollte ich wissen: Einzelfall oder nicht.
Dazu hatte ich noch geschrieben, dass es die Ideologie von Hitler war, sich als Übermensch zu fühlen.
Wenn jetzt Menschen, die schon etwas länger in Deutschland leben, trotzdem nicht hier geboren sind, sich über andere Menschen, die auch erst nach Deutschland gekommen sind, und nicht aus Europa stammen, abfällig äußern, bis hin, daß sie sie schikanieren, ist das in meinen Augen Hitlers Ideologie. Und die möchte ich nicht wieder haben.

Nachtrag vom 20.03.2019 2321
Du äußerst Dich nicht zu dem Thema, sondern greifst mich nur an.

Anonymous antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 16349
Veröffentlicht von: @anonyma-b0bb193ea

Wenn jetzt Menschen, die schon etwas länger in Deutschland leben, trotzdem nicht hier geboren sind, sich über andere Menschen, die auch erst nach Deutschland gekommen sind, und nicht aus Europa stammen, abfällig äußern, bis hin, daß sie sie schikanieren, ist das in meinen Augen Hitlers Ideologie.

Nein, ist es nicht. Eine solche Gleichsetzung stellt eine extreme Verharmlosung dessen dar, was die Nazis tatsächlich wollten.

Andere Menschen abzulehnen und nicht im Land haben zu wollen ist nicht dasselbe, wie grundlos Millionen von Menschen umzubringen und Feindbilder zu schüren um "Lebensraum" zu erhalten und sich an ihnen zu bereichern.

lucan-7 antworten
Chevalier
(@chevalier)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 4

... Hallo ...

... mich verwirrt deine Betroffenheit etwas muß ich gestehen ... weil es doch selbstverständlich ist, daß Schikane von Anderen (warum auch immer) nichts mit einem menschlichen Miteinander zu tun hat ... dabei ist es unerheblich ob struktureller Mißstand oder Einzelfall, lange hier lebend oder nicht lange hier lebend ...

... wenn man so etwas bemerkt und sich daran "leidet", sollte man m.M.n. nach Möglichkeiten suchen, sich zielführend zu engagieren ...

... Vorurteile wird es immer geben, weil sie ein evolutionärer Schutz und im Menschen verankert sind ... m.M.n. ist die Frage allein, wie wir damit umgehen, wenn wir sie bemerken 😉 ...

chevalier antworten


Gelöschtes Profil
Beiträge : 327

Ausgrenzungen und Annahme

Veröffentlicht von: @anonyma-b0bb193ea

Meine Eltern waren als Kinder Flüchtlinge im II. Weltkrieg.
Für ein Stück trocken Brot, haben sie einen ganzen Tag schwer gearbeitet. Oft haben sie gehungert.
Keiner wollte sie. Viele Menschen verspotteten, verhöhnten und beschimpften sie. Unterwegs wurden sie bestohlen und sahen oft dem Tod ins Auge.
Weite Strecken sind sie zu Fuß gelaufen.
Als der Krieg vorbei war, war auch ihre Kindheit vorbei.

Heimat war für sie dort, wo sie weg mussten, für mich als Kind ein unerreichbarer Ort.
Auch wollten sie uns für den nächsten Krieg abhärten und gingen mit uns Kindern nicht immer zimperlich um.
Einigen, mit denen ich gesprochen habe, in meiner Altersgruppe, ging es genau so.

Der Anfang ist bei mir ähnlich.
Allerdings führten bei mir die bitteren Erfahrungen meiner Eltern nicht dazu, uns Kinder deswegen abzuhärten.
Sondern sie wollten uns eine behütete Kindheit ermöglichen, die sie so selbst nicht erleben konnten.
Manchmal brachen ihre Erlebnisse aber durch.
Als wir Kinder z.B. mal der Meinung waren, wir hätten jetzt dringenden Hunger, haben sie uns mal erklärt, was der Unterschied zwischen Appetit und Hunger ist.

Dann kamen dazu noch eigene Erfahrungen ausgegrenzt zu werden, Außenseiter zu sein.
Heute kennt man einen Vorgang, wie solche Erlebnisse weiter vererbt werden können, als Epigenetik.

Irgendwie komme ich immer mal wieder in die Rolle, Gruppen die pauschal angegriffen werden, zu verteidigen. Meistens passiert das nur in meinen Gedanken.
Manchmal spreche ich etwas aus, oder schreibe z.B. hier etwas.
Also wenn mal wieder Palästinenser angegriffen werden. Meine Eltern waren nach dem Krieg auch auf der Verliererseite. Man könnte mit diesen Erfahrungen auch anders umgehen, und versuchen, auf die überlegene Siegerseite zu kommen?
Eigentlich ist mir das "Wehret den Anfängen" wichtig, andererseits bin ich nicht so wehrhaft. Ich neige immer wieder zu Ausweichreaktionen. Dann halte ich mich zurück und schweige.
Ich habe mir Gedenkstätten für die Opfer bisheriger Diktaturen auch unter dem Gesichtspunkt angesehen, dass ich befürchte, dass sie vielleicht nach der nächsten Landtagswahl nicht mehr so finanziert werden und so informieren können.

Veröffentlicht von: @anonyma-b0bb193ea

Wie denkt Ihr darüber?

Wichtig ist den Anderen zunächst als Menschen zu sehen.

Bei den heutigen Fluchtbewegungen hilft mir meine Familiengeschichte, Parallelen zu sehen. Auch da gab es fehlende Papiere, Religionsausübung in Minderheit in der neuen Umgebung...

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1 Antwort
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Hallo Sonderling2,

danke für Deine Antwort.

Veröffentlicht von: @sonderling2

Irgendwie komme ich immer mal wieder in die Rolle, Gruppen die pauschal angegriffen werden, zu verteidigen. Meistens passiert das nur in meinen Gedanken.

Und ich laufe dann "Amok", setze mir die Läuse in den Pelz, und kann es nicht lassen.

LG Ano

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Tojak
 Tojak
Beiträge : 402

Durch die heutige Tageslosung bin ich gerade wieder darauf gestoßen worden, dass die Bibel schon im Alten Testament auf Seiten der Fremden, der Flüchtlinge und der Bedürftigen steht:

Boas sprach zu Rut: Du bist gekommen zu dem Herrn, dass du unter seinen Flügeln Zuflucht hättest. Rut 2,12

Meine eigene Familie musste zum Glück keine Fluchtgeschichte durchmachen, aber eine befreundete Familie hat das ganze Programm am Ende des Kriegs und kurz danach erlebt:

Geflohen aus der Nähe von Marienburg in Westpreußen, gerade nicht mehr auf die Wilhelm Gustloff gekommen. Zu Fuß weitergeflohen unter ungeheuren Strapazen. Ein Kleinkind, das dabei gestorben ist, einfach irgendwo am Straßenrand begraben müssen. In der neuen Heimat zunächst einmal buchstäblich nichts gehabt, selbst ein Kochtopf musste vom Müll genommen und geflickt werden. Dazu von den Alteingesessenen schief angesehen und diskriminiert werden.

Ich verstehe, dass es nicht ohne Probleme abgeht, wenn viele Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Ich sehe auch, dass man dafür Regeln braucht und dass die eingehalten werden müssen. Aber ich habe kein Verständnis dafür, wie sich Hass, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus plötzlich wieder entfalten und die Gesellschaft spalten.

Christen haben hier ganz klar den Auftrag, auf Seiten der Fremden und Bedürftigen zu stehen.

Thomas

tojak antworten
1 Antwort
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @tojak

Christen haben hier ganz klar den Auftrag, auf Seiten der Fremden und Bedürftigen zu stehen.

*nur zustimmen kann*

LG Ano

Anonymous antworten


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