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Alkoholkranker Partner

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Angie
 Angie
Themenstarter
Beiträge : 2

Hallo,
Ich fange diesen Text jetzt zum 5. Mal an ubd es fällt mir echt nicht leicht.
Ich habe vor 4 Jahren einen Mann kennengelernt. Damals lebte er nach einer Trennung und einem Aufenthalt in der Psychiatrie in einer WG für Suchtkranke u d hat auch in dieser Zeit heimlich weiter getrunken und manchmal auch andere Dinge konsumiert. Nachdem wir ein Paar Monate zusammen waren hat er mir von Jesus erzählt. Er ist schon ca 13 Jahre vorher zum Glauben gekommen, aber auch oft gefallen. Ich hatte mit Gott vorher nicht viel am Hut. Nachdem er wieder zu Gott gefunden hat, hat er dann auch aufgehört, zu trinken und Drogen zu konsumieren. Es ging anderthalb Jahre gut, bis ich zur Geburt unserer Tochter für eine Einleitung allein ins Krankenhaus musste. Ich war nachts im Kreißsaal, mein Blutdruck war viel zu hoch und er hat mich betrunken terrorisiert, mir alle möglichen Dinge unterstellt. Ich habe mich so ängstlich und allein gefühlt. Unsere Tochter kam dann 5 Tage später zur Welt, seit dem trinkt er. Anfangs wenig, es wurde dann immer mehr. Ich habe die Nächte mit neugeborenen baby allein gemacht, mich um den Haushalt gekümmert, versucht, das Chaos, welches er betrunken angerichtet hat, zu beseitigen. Ich mache eigentlich seit anderthalb Jahren 90% von allem. Wenn er einen guten Tag hat hilft er ein bisschen. Wir haben viel streit wegen seinem Konsum. Ich leide darunter, unsere Tochter leidet darunter. Er gibt Geld, welches wir nicht haben für Alkohol ubd Zigaretten und mittlerweile auch wieder Marihuana aus. Denn es ist ja legal. Er versteckt sich hinter Gott, sagt, dass ich nicht genug vertraue, hat mir so oft angedroht, dass ich fallen werde, weil ich ihm Grenzen gesetzt habe. Er sagt, der Teufel spricht durch mich. Er sagt Gott ist mit ihm und wird mich bestrafen, mir meine Tochter nehmen, wenn ich mich von ihm trennen. Das höre ich seit anderthalb Jahren. Gestern hat er wieder getrunken. Er hat mir versprochen, dass es das aller letzte mal ist, weil er bald eine Umschulung anfängt. Heute morgen ist er mit unserer Tochter aufgestanden ubd als ich ca 45 Minuten später dazu kam hatte er schon wieder getrunken. Ich habe ihm gesagt, dass uch das so nicht mehr mitmachen kann. Dass er sich für seine sucht ubd somit gegen seine Beziehung und Familie entscheidet. Dass er dafür verantwortlich ist, wenn diese Beziehung endet. Aber er will diese Verantwortung nicht übernehmen. Er droht mir, sagt Gott wäre mit ihm, wenn ich ihn wegschmeiße. Ich kann einfach nicht mehr und ich habe angst. Wird Gott mich wirklich fallen lassen, wenn ich diese Beziehung beende?

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10 Antworten
Kappa
 Kappa
Beiträge : 1657

@angie 

Hi, das hört sich nicht schön an.

Verstehe ich das richtig, er war betrunken an der Geburt und hat anstatt dich zu unterstützen noch angegriffen, also Streit gesucht?

kappa antworten
1 Antwort
Angie
 Angie
(@angie)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 2

@kappa ja, das verstehst du richtig. Leider.

angie antworten


BePe0905
Beiträge : 651

@angie 

Er droht mir, sagt Gott wäre mit ihm, wenn ich ihn wegschmeiße.

Abhängige und Süchtige in Beziehungen leben meistens in der Angst, die Kontrolle über ihre Partner (ihren Rettungsanker) zu verlieren. Dabei sind sie oft sehr einfallsreich mit Versprechungen wie auch mit Drohungen. 

Ein guter Freund von mir (Arzt) sagte mal, dass wir ab einer bestimmten Phase der Abhängigkeit keine Chance mehr haben, den betreffenden Kranken irgendwie auf einen besseren Weg zu bringen und zu heilen, so lange wir nachgeben und uns seinen Drohungen beugen. Denn dies führt uns selbst immer tiefer in die Co-Abhängigkeit, aber niemals aus dem Kreislauf neuer Versprechungen und Drohungen hinaus. 

Ich kann dir nur raten, dich uns deine Tochter zu schützen, indem du ihn fallen lässt bzw. rausschmeißt!
Möglicherweise brauchst du dazu Hilfe, vielleicht einen Platz in einem Frauenhaus, Hilfe durch eine Sozialstation oder gar durch die Polizei. 

Wird Gott mich wirklich fallen lassen, wenn ich diese Beziehung beende?

Gott wird dich nicht fallen lassen, denn ER ist für die Schwachen da, die sich hilfesuchend an ihn wenden - und nicht für solche, die sich ihrer Gottesnähe so sicher sind, dass sie Anderen damit drohen.

 

bepe0905 antworten
Su0811
 Su0811
Beiträge : 71

Hi @angie, 🙂 

 

vermutlich hat sich deine Situation nicht geändert.

Da ich in einer Fachklinik für Drogen arbeite, kann ich Dir bestätigen, dass ein Zusammenleben höchst schwierig bleiben wird.

Das löst sich nicht von alleine.

Von hier aus kann natürlich niemand die Situation wirklich betrachten;

aber: wenn es um den Glauben geht, möchte ich Dir etwas mitgeben, womit du deinem Partner mit der Bibel kontern kannst.

 

Wenn er sich so gewiß ist, dass er im Glauben steht, zitiere folgenden Bibelvers:

 

1.Korinther 6,10:

Wisst ihr denn nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Irrt euch nicht: Weder Unzüchtige noch Götzendiener, weder Ehebrecher noch Weichlinge, noch Knabenschänder, 10 weder Diebe noch Habsüchtige, noch Trunkenbolde, noch Lästerer, noch Räuber werden das Reich Gottes erben.

 

und Sprüche 20,10:

Der Wein macht zum Spötter, das starke Getränk macht wild, und keiner, der sich damit berauscht, wird weise.

Sollte er dich also nochmal angreifen, antworte ihm mit der Bibel.

Da wo es wehtut, wenn das Schwert kommt.

 

Du bist nicht allein, bitte Jesus um seine Hilfe!

Der beste Weg wäre der Entzug, zumindest wäre das ein Anfang.

 

In Gedanken und Gebet ganz nah bei Dir

Su 🙂 

 

su0811 antworten


Meriadoc
Beiträge : 1039

@angie 

 

Ganz spontan fällt mir ein Satz aus einem Film ein.

 

Ein Ertrinkender in Panik reißt oft  einen anderen mit. 

 

Was er da macht, ist Verzweiflung und er reißt dich mit.

 

Kurzum, was er braucht ist eine Behandlung in einer Klinik und weitere Therapie. 

 

Daher ist eine Trennung sinnvoll...und die muss zwangsläufig nicht dauerhaft sein. Aber jetzt schon!

meriadoc antworten
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