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Berichte gesucht: Ehe gerettet!

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Hopsi
Themenstarter
Beiträge : 4

Mein Mann möchte mich und unsere Kinder nach 17 Jahre Ehe verlassen. Ich bin sehr traurig drüber und kann es auch gar nicht verstehen, weil mir die Gründe nichtig vorkommen, und ich meine, man hätte vieles klären können, wenn er mit mir drüber geredet hätte, wie es ihm geht. Ich denke, dass er in einer Midlifecrisis steckt. Und hoffe jetzt, dass diese Krise vorbei geht und wir irgendwann wieder glücklich miteinander sein können.
Ich suche jetzt keine Ratschläge. Die könnt ihr mir wohl so aus der Ferne gar nicht geben.
Ich suche ermutigende Berichte von Paaren, denen es ähnlich ging, und die es geschafft haben! Ich möchte dran glauben, dass es möglich ist, dass wir wieder zusammen finden!

Antwort
15 Antworten
LittleBat
Beiträge : 1813

Wir waren definitiv nicht direkt vor einer Trennung - aber wir hatten ne ganze Weile heftige Probleme, ließen einander links liegen und das war für alle sehr schlimm.
Es brauchte einige Gewitter. Ich hab mir meinen Frust bei einer Online-Beratung von der Seele geschrieben (ich glaub das war was katholisches) und da auch schöne Ratschläge bekommen, bzw. die Fragen brachten mich drauf, dass die Probleme wohl woanders lagen.
Ja, es gab ziemlich verletzende Gespräche für einige Zeit. Aber irgendwie haben wir uns dann beide den Frust um die Ohren gekloppt, und konnten dann weitermachen. Weil wir einsahen, dass es uns beiden sehr ähnlich ging.
Nicht neu beginnen, sondern wir haben einfach entschieden, dass die 20+x Jahre einfach zuviel sind, um sie in die Tonne zu treten. Es ist noch immer nicht alles Gold. Aber wir wissen beide, was wir am andren haben. Und wir zeigen einander unsere Liebe und Zuneigung immer mal wieder zwischendrin.
Der größte Unterschied war einfach, dass wir nicht ans gehen dachten und schon viel früher den Dreh kriegten.

Meinst du sowas mit hoffnungsvollen Berichten?

Ich wünsch dir/euch alles Gute.

littlebat antworten


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Hi,

Mir fällt nur eines ein.

All eure Sorgen werft auf IHN.

Jede Ehe ist spezifisch und jedes Problem doch auch.

Ich möchte dir Mut machen, in allem Dingen den HERRN zu vertrauen, Seelsorge gute Freunde sind auch sehr gut.

Schau mal hier

https://www.jesus.ch/lebenshilfe/beziehungen/ehe

Max

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Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Ja liebe Hopsi, das kann schon sein mit der Crisis.

Hab in 33 Jahren Ehe auch ab und an gedacht das da was fehlt.

Aber!!

Eine Ehe ist wie die drei grünen Jahreszeiten.

´Da kommt ne Mieze über`n Weg, die ist so schön das ganz aus ist.
Wie ein Schmetterling, eine Biene, stürzt sich der Liebeseiferer darauf und will sie erobern.
Gesagt getan.
Dann kommt der Sommer. Das ist der Teil der Ehe, wo es manchmal gewittert. Trocken ist wie eine Blume ohne Wasser. Aber auch warm und idyllisch.
Tja, Das ist die Zeit der Reifung, der Geduld. Des wahren Kennen Lernens vom Partner! Unterscheidet sich von der Phase der Verliebtheit schon sehr deutlich. Die Eheprobleme die jeder hat müssen hier nicht aufgezeigt werden. Die hat jeder!
Dann, endlich, nach geraumer Sommerzeit, steht der Hebst der Ehe vor der Tür.
Da werden aus Blüten und Dürre, aus Schönheit und Schuldenkrise mit einem mal Früchte draus.

Nun, liebe Hopsi, frag mal deinen Mann ob Lothar Matthäus, der ja ein Spezialist ist was Blüten erobern anbelangt,...ob der wirklich jemals satt wird.

Ist von Blüten schon je jemand satt geworden?!

Nein!!
Nur die Frucht, die Verlässlichkeit, das Vertrauen in den Partner, nach Jahrzehnten der Probleme, die Sicherheit angekommen zu sein und nicht mehr nach Blüten suchen zu müssen,....der nahrhafte, sättigende Verzehr dieser köstlichen Liebesfrucht des Herbstes machen ihn/uns satt.

In diesem Sinne. Ich fühl mich wohler denn je. Meine Frau hat nach 50 Jahren der Arbeit heute den letzten Tag, der Garten wartet mit enorm viel Arbeit auf mich,....es geht mir gut!

Und Lothar? Der Depp sucht immer noch.

plusmehr

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1 Antwort
B'Elanna
(@belanna)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 1597

Das war jetzt nicht wirklich eine Antwort auf die Frage?

belanna antworten


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Unsere Ehe war vor ca. 15 Jahren auch fast am Ende. Ich war an dem Punkt angelangt, an dem ich bereit war, meinen Ehemann und meine Kinder zu verlassen. Der Grund? Ich hatte viele Mängel, und ich erwartete unbewusst, dass mein Mann sie alle stillen könnte. Was natürlich nicht der Fall sein kann.

Als ich Gott "mitteilte", dass ich jetzt bereit sei, die Ehe in den Wind zu schiessen und als Konsequenz auch den Glauben an den Nagel zu hängen, weil ich ja wusste, dass man die Ehe nicht brechen soll, hat Gott so ganz anders reagiert, als ich das erwartet hätte.

Erwartet habe ich diese Antwort: "Na, dann mach mal. Kannst ja wieder angekrochen kommen, wenn du einsiehst, dass du einen Fehler gemacht hast."
Diese Antwort habe ich erhalten: "Hey mein Kind. Du kannst den Glauben und damit auch mich an den Nagel hängen. Aber ich verlasse dich nicht, ich bin immer an deiner Seite, egal wohin du gehst. Ich werde nicht aufhören, dich zu lieben."

Diese - für meine Begriffe - paradoxe Intervention hat in mir einen gedanklichen Umsturz bewirkt. In diesem Moment hatte ich begriffen, dass ich Hilfe in Anspruch nehmen muss.

Mein Mann und ich konnten unsere Probleme aufarbeiten, ich konnte eine Therapie beginnen (am kommenden Freitag habe ich meine letzte Sitzung, inzwischen bin ich sogar medikamentenfrei), wir haben zusammen eine Beratung in Anspruch genommen, gelernt zu kommunizieren und nicht alles vom anderen zu erwarten.

Ich persönlich habe ein Wunder erlebt, das unsere Ehe gerettet hat. Wir sind immer noch dabei, an unserer Beziehung zu arbeiten, es gibt noch Baustellen. Aber durch das Erlebnis habe ich Mut gefasst, nicht aufzugeben.

Ich wünsche dir von Herzen ebenfalls ein Wunder. Du kannst deinen Mann nicht ändern, seine Einstellung zur Ehe auch nicht. Aber Gott kann. Ich wünsche dir Ruhe und Vertrauen, welche grösser sind als alle Vernunft. Gott segne euch!

Anonymous antworten
Ungehorsam
Beiträge : 3336

Unsere Ehe war an einem Punkt angelangt, wo sie nur noch dahinplätscherte. Meine Frau hatte nur noch wenig bis keine Lust auf Sex. Dann begann sie nach einem Klassentreffen eine Affäre. Ich merkte das zuerst gar nicht, bis sie mir die Affäre gestand und ihren Wunsch äußerte, zu dem anderen Mann zu ziehen. Sie war ja nun schon länger im Gefühlschaos (was sie aber verbergen konnte, weil sie zu mir auf Abstand ging) und zog mich damit aber mit hinein. Ich schlug ihr ein Gespräch mit unserer Pastorin vor, worauf sie sich einließ. Unsere Pastorin hörte einfach zu und stellte die richtigen Fragen. Sie motivierte uns zu einer Eheberatung. Wir nahmen an mehreren Sitzungen teil. Dabei kristallisierten sich zwei Auslöser heraus: erstens hatte (und hat bis heute) meine Frau Heimweh nach dem Ort ihrer Herkunft. Zweitens spielten wohl die hormonellen Umstellungen der Wechseljahre eine große Rolle, denn plötzlich verspürte sie größere sexuelle Lust.
Meine Frau gestand schließlich, daß sie sich selbst gar nicht mehr erkannte. Nach der Eheberatung konnte sie ihr Gefühlschaos besser einordnen. So sind wir nunmehr 20 Jahre lang verheiratet und sind gemeinsam durch Dick und Dünn gegangen. Nichts ist vergessen, aber wir haben uns gegenseitig vergeben.

Alles Gute für dich!

ungehorsam antworten


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