Partnerschaft mit nicht christlicher Frau?
Hallo,
ich möchte hier gar nicht tiefer in die konkrete Situation eintauchen.
Daher die allgemeine Frage:
Welche Gedanken/ Meinung habt ihr zu einer Partnerschaft zwischen einem christlichen und nicht christlichen Partner- Teil?
Solange beide Partner den jeweils anderen so akzeptieren wie er ist, sehe ich kein Problem.
Wenn aber einer meint den anderen überzeugen zu müssen, dann wird die Beziehung nicht lange halten.
Zwei Positionen von Christen die mich fassungslos machen
1. Nur Liebestaten gegenüber Christen zählen. "Was ihr den geringsten meiner Brüder getan habt...". Ich wäre niemals auch nur auf die Idee gekommen, dass dies sich nicht auf Nichtchristen erstreckt, bis ich es hier im Forum vor Jahren zum ersten Mal gelesen habe.
2. Christen dürfen nur Christen heiraten.
Es geht doch immer um die Liebe. Da muss man genau prüfen, ob es sich um echte, also hingebende Liebe handelt oder nur eine Anziehung oder ein haben wollen. Wenn das aber so ist, und man im Gebet gezeigt bekommt, dass Jesus diesen Weg mit einem geht, wieso sollte es verboten sein.
Ich kann nur den Kopf schütteln und zur Kenntnis nehmen, dass es hier einige oder viele gibt, die wie beschrieben denken und glauben.
Veröffentlicht von: @jadwinWenn das aber so ist, und man im Gebet gezeigt bekommt, dass Jesus diesen Weg mit einem geht, wieso sollte es verboten sein.
Als ob 😊
Ich hab kein Problem damit, wenn Christen ins Gebet gehen und von Gott deutlich gezeigt bekommen, dass sie unbedingt den ungläubigen Partner heiraten sollen. Dann sollen sie halt heiraten.
Ich denke aber eher, dass Gott bei so einer Entscheidung bei den meisten nicht wirklich was zu sagen hat. So erlebe ich das in meinem christlichen Umfeld. Wider besseren Wissens tun sich gläubige Singes mit Ungläubigen zusammen und nach ein paar Wochen sieht man sie nicht mehr, jedenfalls nicht in der Gemeinde.
Es hat schon seinen Grund, dass Paulus sagt, dass man sich nicht mit Nichtchristen vor einen Karren spannen soll.
Veröffentlicht von: @jadwinIch kann nur den Kopf schütteln und zur Kenntnis nehmen, dass es hier einige oder viele gibt, die wie beschrieben denken und glauben.
Ich als Nichtchrist begrüsse das allerdings... denn man sollte die Probleme, die sich aus einer solchen Konstellation ergeben, nicht ignorieren.
Selbstverständlich habe ich nichts dagegen, wenn Christen Nichtchristen heiraten.
Aber wenn damit eine bestimmte Erwartungshaltung verbunden ist - egal von welcher Seite - dann wird das auf Dauer nicht gut gehen.
Und erfahrungsgemäß ist es schwierig, diese Erwartungshaltung an den Partner NICHT zu haben... deshalb würde ich im Zweifelsfall immer von einer solchen Konstellation abraten...
Veröffentlicht von: @jadwin2. Christen dürfen nur Christen heiraten.
Es geht doch immer um die Liebe. Da muss man genau prüfen, ob es sich um echte, also hingebende Liebe handelt oder nur eine Anziehung oder ein haben wollen. Wenn das aber so ist, und man im Gebet gezeigt bekommt, dass Jesus diesen Weg mit einem geht, wieso sollte es verboten sein.
Wie kommst du zu dieser Erkenntnis? Hast du den Thread gelesen? Oder findest du es einfach nur witzig, gepflegte Vorurteile zum Besten zu geben?
Veröffentlicht von: @herbstroseWie kommst du zu dieser Erkenntnis? Hast du den Thread gelesen? Oder findest du es einfach nur witzig, gepflegte Vorurteile zum Besten zu geben?
Beides wurde hier im Forum geäußert, zeitlich versetzt in unterschiedlichen Threats.
Und das hilft jetzt genau wie?
Ich habe nur meiner Fassungslosigkeit über zwei Positionen Ausdruck verliehen.
1. Wie kann man denken, dass Jesus nur Liebesdienste gegenüber Christen anerkennt.
2. Wie kann man glauben, dass Gott die Ehe nur zwischen Christen befürwortet.
Zu Punkt 1: Das wäre wie wenn man Nächstenliebe an Bedingungen knüpfen würde.
Zu Punkt 2: Jesus soll König in unserem Herzen sein. Sicherlich muss die Liebe die erste und größte Liebe sein. Deshalb soll man sich prüfen, was man in Liebesdingen tut und bereit sein sich unterzuordnen. Deshalb sollte man sich bei einer Partnerschaft mit einem Nichtchristen doppelt prüfen. Aber von einem generellen Verbot, dass immer greift, kann ich nichts erkennen. Die Liebe ist heilig. Aber nur wenn es die "richtige" ist. Das ist zu prüfen. Individuell.
Veröffentlicht von: @herbstroseUnd das hilft jetzt genau wie?
Das musst du schon selber entscheiden, ich habe nur ein Statement gemacht und versucht es zu erklären.
Veröffentlicht von: @jadwin1. Wie kann man denken, dass Jesus nur Liebesdienste gegenüber Christen anerkennt.
Wie kommst du auf diese Aussage? Ich bewege mich seit über 50 Jahren in christlichen Kreisen und habe so eine Aussage noch nie gehört. Auch deckt sie sich mit keiner Aussage aus der Bibel.
Veröffentlicht von: @jadwin2. Wie kann man glauben, dass Gott die Ehe nur zwischen Christen befürwortet.
Wer glaubt das? Bisher lese ich in diesem Thread nur Meinungen, die einerseits darlegen, dass es zwar besser ist, den gleichen Glauben als Ehegrundlage zu haben, dass aber auch Segen auf Ehen liegt, in denen nur ein Partner gläubig ist.
Des Weiteren lese ich, dass es Leute gibt, die sich nur eine Ehe mit einem ebenfalls gläubigen Partner vorstellen können, andere berichten, dass ehen zwischen "ungleichen" Partnern funktionieren können.
Wie also kommst du zu den Aussagen, die in dir Fassungslosigkeit hervorrufen?
Veröffentlicht von: @jadwinDas musst du schon selber entscheiden, ich habe nur ein Statement gemacht und versucht es zu erklären.
Ok, es hilft nicht.
Veröffentlicht von: @herbstroseWer glaubt das? Bisher lese ich in diesem Thread nur Meinungen, die einerseits darlegen, dass es zwar besser ist, den gleichen Glauben als Ehegrundlage zu haben, dass aber auch Segen auf Ehen liegt, in denen nur ein Partner gläubig ist.
Hast du alle Beiträge hier im Threat gelesen?
Gott sagt, dass wir nicht in einem 'ungleichen Joch' mit Ungläubigen sein sollen, weil
- der gläubige Partner durch den Ungläubigen zur Sünde und zum Abfall von Gott verführen kann. (nicht ein gesunder Apfel steckt den faulen an, sondern umgekehrt);
- man nicht zusammen beten kann, wenn es Schwierigkeiten im gemeinsamen Leben gibt;
- die Denke unterschiedlich ist, die Maßstäbe, Erziehung, und ... und ... und ...
Es ist nicht der Partner, den Gott für Dich will.
Darum geht es nicht, denn auch eine Ehe von Gläubigen muss nicht automatisch gelingen. Es geht darum, im Willen Gottes zu handeln.
Beides Zitate von Clay. Es gibt also Christen die sagen, es ist nicht Gottes Wille, dass ein Christ mit einem Nichtchristen zusammen ist.
So nun zum zweiten Thema. Ich bin leider mit meiner Suche im Archiv gescheitert. Es geht um die Bewertung des Weltgerichts nach Math. 25,41. Da sagen manche, dass sich die erwähnten Liebestaten und der Lohn daraus nur auf Christen beziehe. Bei manchen Bibelübersetzungen wird auch gesagt "Was ihr den Geringsten meiner Brüder getan habt...". Trotzdem wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass es auf Taten an Christen beschränkt sein könnte, denn Jesus hat schließlich sogar die Feindesliebe geboten und war ziemlich konsterniert, als ich es zum ersten Mal gelesen habe.
Beides Zitate von Clay. Es gibt also Christen die sagen, es ist nicht Gottes Wille, dass ein Christ mit einem Nichtchristen zusammen ist.
Nein, das schrieb Clay nicht. Ich lese an keiner Stelle, dass er schrieb "Wir dürfen nicht mit Ungläubigen zusammen sein."
Ja, Gott warnt davor, mit nicht oder anders Gläubigen im selben Joch eingespannt zu sein. Gleichzeitig sagt Gott aber auch, dass der nicht gläubige durch den gläubigen Partner ausdrücklich auch unter Gottes Segen steht.
Wozu es führt, andersgläubige Partner zu haben, kann man eindrucksvoll am Beispiel Salomos sehen.
Veröffentlicht von: @herbstroseWozu es führt, andersgläubige Partner zu haben, kann man eindrucksvoll am Beispiel Salomos sehen.
Führen kann.
Veröffentlicht von: @herbstroseNein, das schrieb Clay nicht. Ich lese an keiner Stelle, dass er schrieb "Wir dürfen nicht mit Ungläubigen zusammen sein."
Ich finde er hat klar ausgedrückt, dass es nicht Gottes Wille ist.
Gott klärt immer und überall über Folgen und Konsequenzen auf.
Aber sagt nie: Dit darfste aba nich! oder: Dit darfste nienich!
Er sagt: Du DARFST alles, aber nicht alles ist gut für dich. (und klärt über ...)
^.^
Wenn etwas nicht Gottes Willen ist, haben wir dennoch unseren eigenen, den gab er uns nun mal. UND er sagt: du darfst alles, aber nicht alles ist gut für dich.
Um Gottes Willen zu kennen, dürfen und können wir ihn erfragen. Live, direkt und in Farbe, denn Gott ist kein "Buch", sondern lebt.
warum es nicht gut ist zu richten ...
... das fällt mir bei der Diskussion auf, ohne damit jemanden konkret ansprechen zu wollen.
Gottes Wille ist ... So verhältst du dich richtig / falsch. Ja, es mag eindeutig sein - für alle oder für einzelne. Nur, worauf kommt es an? Alles richtig machen, ist das die Maxime für einen Christen?
Meine Maxime als Christ ist, dass ich aus Gnade und Vergebung lebe und mich geliebt wissen darf - ohne dies als Freibrief hernehmen zu wollen. Vertrauen will ich Gott - bei all meinem Versagen und all meinen Fehlern. Ich lebe, verhalte mich so gut und so lauter ich es kann - den Umständen entsprechend. Wenn ich "daneben liege", was (leider) selbst in aller Klarheit passieren kann, Gott sieht mein Herz, kennt mich durch und durch. Er leitet mich auf geraden wie auf ungeraden Wegen und führt mich (letztendlich) in allem zu sich. Was will ich mehr?
Richtig sein wollen, es erscheint mir als die falsche Richtschnur.
Die "Maxime", wenn es denn sozusagen eine gibt, wäre: in seinem Willen zu bleiben, IN IHM zu bleiben ... AN IHM zu bleiben ... den Blick nicht VON IHM zu wenden ...
schoener Beitrag
mir fällt auf, dass ich Gott auch viel zu oft ängstlich frage, was soll ich tun, statt zu fragen, gehst du diesen Weg, den ich vorhabe, mit mir?
Was habe ich davon den "richtigen" Weg zu gehen und wie schlimm ist es den falschen zu gehen, wenn er versichert, dass er diesen mit mir geht?
An den Früchten werde ich erkennen, obs gut oder schlecht war, und wenn er immer dabei war, was kann es schöneres geben? Wenn das Ziel doch ist mit ihm zu leben und ihm näher zu kommen?
Genau, kann. Ein kleines Wörtchen, das du zuvor geflissentlich überlesen hast.
Veröffentlicht von: @herbstroseGenau, kann. Ein kleines Wörtchen, das du zuvor geflissentlich überlesen hast.
Dein kann und mein kann haben aber eine völlig unterschiedliche Bedeutung. Dein kann heißt man kann es sehen oder auch nicht, (aber es ist so) mein kann sagt, es kann so sein oder eben auch nicht.
Ich spielte auch auf die vorherigen "kann" an, trotz derer du "fassungslos" werden wolltest.
Veröffentlicht von: @herbstroseIch spielte auch auf die vorherigen "kann" an, trotz derer du "fassungslos" werden wolltest.
Ich kann das kann nicht erkennen, für mich sind das eindeutige Aussagen.
So jetzt habe ich mich wieder gefasst. Ich hätte es von Anfang an so beschreiben sollen.
Ok.
Veröffentlicht von: @jadwin1. Nur Liebestaten gegenüber Christen zählen. "Was ihr den geringsten meiner Brüder getan habt...". Ich wäre niemals auch nur auf die Idee gekommen, dass dies sich nicht auf Nichtchristen erstreckt, bis ich es hier im Forum vor Jahren zum ersten Mal gelesen habe.
Welch ein Glück, dass es Jahre her ist und sich offenbar nicht (oder nicht allzu oft) wiederholt hat. Wie auch immer, dir sollte klar sein, dass das definitiv kein christliches Statement und auch nicht biblisch ist. Dass auch einzelne (tatsächliche oder vermeintliche) Christen mal Schmarrn von sich geben, kommt vor, wie es in allen Gruppen schlicht aufgrund der großen Anzahl von Leuten und des Bevölkerungsquerschnitts vorkommt, auch wenn Christen hier definitiv ein besseres Beispiel geben sollten. Ich habe das so jedenfalls noch nicht gehört und bin erstaunt darüber, und was ich davon halte habe ich eben geschrieben. Und den meisten Christen ist das auch klar. Aus solchen Statements daher ein riesen Ding zu machen als ob sie repräsentativ wären ("Positionen die mich fassungslos machen"), ist vielleicht ein bisschen dick aufgetragen. Nach diesem Maßstab dürftest du nur noch kopfschüttelnd durch die Welt laufen.
Veröffentlicht von: @joe390Welch ein Glück, dass es Jahre her ist und sich offenbar nicht (oder nicht allzu oft) wiederholt hat.
Ich habe es nicht gezählt, aber von einigen Wochen oder Monaten, man verliert da schnell das Zeitgefühl, habe ich hier erneut gelesen. Es ginge um die Versorgung der ersten Christen wurde da behauptet.
Veröffentlicht von: @joe390Aus solchen Statements daher ein riesen Ding zu machen als ob sie repräsentativ wären ("Positionen die mich fassungslos machen"), ist vielleicht ein bisschen dick aufgetragen. Nach diesem Maßstab dürftest du nur noch kopfschüttelnd durch die Welt laufen.
Ich habe nie geschrieben, dass das repräsentativ war, eventuell ist der Ausdruck "von Christen" irreführend. Ich habe geschrieben (wollte schreiben), dass es Christen gibt, die so denken. Ich war total überrascht, ich bin nie auf die Idee gekommen, dass man diese Stelle derart interpretieren könnte, bis ich es las.
Veröffentlicht von: @joe390Wie auch immer, dir sollte klar sein, dass das definitiv kein christliches Statement und auch nicht biblisch ist.
Da sind wir einer Meinung.
Vielleicht hast du den Eindruck ich wollte Christen-bashing betreiben, das ist mitnichten der Fall, ich bin selbst sehr glücklich im Herrn. Es sind nur zwei Positionen, die von manchen Christen vertreten werden, wo mir die Spucke weg bleibt.
Danke für dein Wort.
Ich weiß nicht, was du mit christlich/ nichtchristlich meinst. Die Abgrenzung und Ausgrenzung findet je nach Kuschelkreis der Eretteten an sehr unterschiedlicher Stelle statt; Besonders in religiösen Gruppen ist jemand, der nicht aus der eigenen spezifischen Gruppe kommt, weniger als Partner angesehen, als jemand mit Stallgeruch. Ich bin als Protestant in einer sehr katholischen Gegend aufgewachsen; da galt ich für Einige als „Ketzer“ und umgekehrt kannte ich aus meiner Gruppierung einige Katholikenfresser.
Partnerschaft halte ich nicht für ein Joch. Partnerschaft halte ich nicht für ein Über-/Unterordnungsverhältnis, schon gar nicht vergleichbar Gott zu Mensch. Partnerschaft ist deine private und intime Beziehung mit einem anderen Menschen. In einer Partnerschaft lässt man sich aufeinander ein, möchte Gemeinsames erleben, häufig eine Familie gründen, gemeinsam alt werden. In eine Partnerschaft gehören Vertrauen und Ehrlichkeit - auch über die eigenen Glaubensvorstellungen und die Lebensgestaltung. Mit Eingehung der Partnerschaft beginnt die gemeinsame Reise erst. Beide Partner entwickeln sich hoffentlich weiter.
Wenn die religiöse Ausrichtung des Partners nicht zur eigenen religiösen Gruppierung passt, wird man in vielen Gruppierungen allerdings keine Akzeptanz finden und sollte sich eine andere Gruppierung suchen. Wenn sich die Gruppierung für besonders exklusiv hält, wird sie die unpassende Partnerwahl sogar selbst durch Missachtung und Ausschluss sanktionieren.
Kuschelkreis der Erretteten....
Man, das du Jesu Plan so abwertest erschüttert mich.
M.
Veröffentlicht von: @meriadocKuschelkreis der Erretteten....
Das spielt auf dieses Lied an; war in meiner Kuschelclub-Jugend ein Hit.
Kuschelclub der Eretteten von Superzwei: https://www.superzwei.de/mediales/texte/kuschelclub-der-erretteten/
Veröffentlicht von: @meriadocMan, das du Jesu Plan so abwertest erschüttert mich.
Du könntest mich besser kennen.
Hey, ja die kenne ich Live als NimmZwei....aber wegen Motzerei einer Firma mussten die sich umnennen.
Nehm ich zurück und sag groß SORRY!
M.
Nachtrag vom 22.07.2020 1246
Obwohl, der Jünger den Jesus liebte war anscheinend auch so ein Kuscheltyp....
😀😀😀
Was ist richtig / falsch - vor Gott?
Wie verstehe ich Bibelstellen - ungleiches Joch, Lebensempfehlungen?
Wie wurde ich geprägt - von Familie, anderen Christen, meinem Umfeld, der Gesellschaft?
Wie positioniere ich mich?
Worum geht es mir bei Partnerschaft?
Wie lebe ich meinen Glauben und meine Partnerschaft?
Wie verhalten sich beide Partner zu diesem Thema?
Das sind die Fragestellungen, die mir am wichtigsten erscheinen. Entscheidend für mich ist als Christ, mich in allem zu Gott zu halten, von meinem Glauben nichts aufzugeben und für die beiden Partner, dass sie einander stehen lassen.
praktische Probleme
ich habe jetzt nicht alle Beiträge gelesen, vielleicht steht es irgendwo schon:
- Sonntags gehst du in die Kirche, während sie lieber ausschlafen und gemütlich mit dir frühstücken will.
- Ostern oder andere Feiertage willst du in deiner Gemeinde verbringen, während es für sie nur ein paar arbeitsfreie Tage sind, die man für einen Kurzurlaub nutzen kann.
- Du schuftest für den jährlichen Gemeinde-Weihnachtsbazar, während sie beleidigt ist, weil du mit ihr nicht gemeinsam ein Weihnachtsschopping machst/ auf den Weihnachtsmarkt gehst oder beim traditionellen Adventskaffetreffen der Familie mitmachst.
- Du willst auf eine Gemeindefreizeit fahren, sie zieht es an den Strand von Ibizza.
- Du hast einen abendlichen Hauskreis und ihr gehen die ganzen frommen Leute auf den Geist.
- Du bist im Chor/Kirchvorstand oder anders engagiert und sie ärgert sich, weil du am Abend weg bist bzw. dich nicht zusammen mit ihr mit Freunden triffst, ins Kino gehst usw.
- Tischgebet?
Also das würde ich erstmal abchecken. Könnte in der Ehe viel Ärger bereiten.
Spannend
Die Fantasien über die Nicht-Christin.
ich hatte mal einen atheitischen Partner, da gab es solche und andere Probleme. Ist also keine Phatasie.
Alles schon erlebt. Also nix Fantasie. Außerdem steht da "könnte".
Ich finde eher spannend die Fantasien über den Christen:
Das macht man also alles? *staun*
Veröffentlicht von: @tatokalaIch finde eher spannend die Fantasien über den Christen:
Jetzt bin ich aber beleidigt. Wegen Phantasie über Christen! Bis auf den Hauskreis (das hatte ich mal in jungen Jahren) und den Chor (ich kann absolut nicht singen) war ich ziemlich aktiv. Im Moment mache ich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr so viel. Aber natürlich gehe ich in die Messe - wenn kein Corona ist.
Ich kenne Gemeindemitglieder, die verbringen ihre gesammte Freizeit mit der Gemeinde.
Es gibt auch Biker, die ihre gesamte Freizeit mit Motorradschrauben und Motorradtreffen etc. verbringen, Sportler, die viel Zeit für den Verein opfern, Kommunalpolitiker, die kaum noch Zeit für Privates haben. Auch die haben manchmal Probleme mit ihren Partnern und Familien.
Aktiver Christ in einer Gemeinde zu sein - egal welcher Konfession - kann ein zeitintensives "Hobby" sein.
Eine Nachbarin von mir ist Kirchenvorsteherin in einer evangelischen Gemeinde, macht einmal wöchentlich eine Krabbelgruppe, hilft beim Kindergottesdienst (Samstags), natürlich auch beim Bazar und Gemeindefest, macht den Blumenschmuck auf dem Altar, ist bei besonderen Gottesdiensten und als Lektorin mit dabei, trägt den Gemeindebrief mit aus- und den Chor hat sie dann doch aufgegeben, als ihr kirchenferner Mann irgendwann protestierte.
und den Chor hat sie dann doch aufgegeben, als ihr kirchenferner Mann irgendwann protestierte.
Wäre er ebenfalls gläubig und musikalisch, könnten beide im Chor sein. Und den Weg da hin und wieder zurück händchenhaltend genießen.
Naja - oder sie aus Liebe etwas zurücktreten. Ich hab bei meinen Eltern ähnliche Diskussionen erlebt und die sind beide gläubig und aktiv. Und ich selbst hatte eine Beziehung mit einem Christen und hatte auch Probleme, weil ihm Gemeinde scheinbar wichtiger war als ich. Der Partner sollte immer vor der Gemeinde (nicht vor Gott!!) kommen. Sonst sollte man alleine bleiben.
Der Partner sollte immer vor der Gemeinde (nicht vor Gott!!) kommen. Sonst sollte man alleine bleiben.
Stimmt.
In der Tat.
Hinzu kommt - aus meiner Sicht -, dass der andere die Motivation dafür nicht versteht. Und zuvorderst: Meinen Gott eben nicht kennt, weshalb er auch keine Beziehung mit ihm lebt und gar nichts, null von dem nachvollziehen kann, was mein Leben ausmacht. - Und das soll dann Liebe sein?
Also nach der Auflistung bin ich wohl kein Christ.
Ich schlafe Sonntags aus (Gemeinde findet für mich wann anders statt). Ich nutze Feiertag, um Urlaub zu machen.
Gemeindefreizeiten meide ich. Lieber mit einer kleine Gruppe in die Berge oder an Strand, wo man auf Urlaub machen kann.
Mir gehen Oberfromme auf den Geist.
Das Tischgebet spreche ich für mich in Gedanken.
Die Abendbeschäftigung muss mit dem Partner abgesprochen werden. Da ist es vollkommen egal, ob die nun von der Kirche oder vom Sportverein oder sonst einem Hobby oder Ehrenamt bestimmt wird. Wenn die Kirche/Verein/Hobby/Ehrenamt/... aber wichtiger wird als der Partner, dann läuft so oder so etwas schief.
Ich 13 Jahre lang überwiegend glücklich mit einem Atheisten liiert - meine Erfahrung ist, dass man sich, vorausgesetzt beide sind nicht fanatisch und einigermaßen kompromissbereit, in allen Punkten irgendwie arrangieren kann.
Veröffentlicht von: @murphylineSonntags gehst du in die Kirche, während sie lieber ausschlafen und gemütlich mit dir frühstücken will.
Ist doch kein Problem - es gibt auch Abendmessen.
Veröffentlicht von: @murphyline- Ostern oder andere Feiertage willst du in deiner Gemeinde verbringen, während es für sie nur ein paar arbeitsfreie Tage sind, die man für einen Kurzurlaub nutzen kann.
Man kann doch auch im Urlaub in die Kirche gehen - das haben wir auch oft gemacht, dass wir an den langen Wochenenden zu Himmelfahrt, Pfingsten oder Fronleichnam zusammen weggefahren sind. Dass ich dann am Urlaubsort auch in die Kirche gegangen bin, war immer von vornherein klar und kein Problem.
Veröffentlicht von: @murphylineDu schuftest für den jährlichen Gemeinde-Weihnachtsbazar, während sie beleidigt ist, weil du mit ihr nicht gemeinsam ein Weihnachtsschopping machst/ auf den Weihnachtsmarkt gehst oder beim traditionellen Adventskaffetreffen der Familie mitmachst.
Da würde ich mein Engagement wohl so dosieren, dass es noch halbwegs beziehungsverträglich ist...außerdem habe ich auch als Single keine Lust, mir für solche Veranstaltungen einen ganzen Nachmittag um die Ohren zu schlagen. Aber mal eineinhalb bis zwei Stunden helfen sollte drin sein.
Bei uns ist das auch immer ganz gut organisiert, da kann man sich vorher für ein bestimmtes Zeitfenster eintragen.
Veröffentlicht von: @murphylineDu willst auf eine Gemeindefreizeit fahren, sie zieht es an den Strand von Ibizza.
Das gibt es doch auch unabhängig von der Religionszugehörigkeit, dass man unterschiedliche Urlaubsgewohnheiten und -vorlieben hat und sich da miteinander arrangieren muss.
Veröffentlicht von: @murphyline- Du bist im Chor/Kirchvorstand oder anders engagiert und sie ärgert sich, weil du am Abend weg bist bzw. dich nicht zusammen mit ihr mit Freunden triffst, ins Kino gehst usw.
Es tut meiner Meinung nach einer Beziehung auf Dauer sowieso nicht gut, wenn man ständig aufeinander hockt.
Ein Abend pro Woche, den man nicht zusammen verbringt, sondern anderen Interessen, Hobbys und Freunden widmet, sollte auf jeden Fall drin sein.
Veröffentlicht von: @murphylineTischgebet?
Mache ich immer, auch in der Kantine, allerdings stil mit einem Kreuzzeichen. Das hat weder mein Freund noch sonst irgendjemand von meinen nichtchristlichen Angehörigen, Freunden und Bekannten jemals als störend empfunden.
Nachtrag vom 07.08.2020 1628
Ist einfach zu heiß heute...ich wollte natürlich schreiben: Ich war 13 Jahre lang überwiegend glücklich mit einem Atheisten liiert...
Ich glaub das kommt ganz auf den Partner, dessen Kompromissbereitschaft und das eigene Engagement in der Gemeinde an. Deswegen schrieb ich ja auch, das man das vorher mal checken muss.
Meiner war nicht kompromissbereit und ich gehe in einigen mir wichtigen christlichen Festtagen auch keine Kompromisse ein.
Abendmessen: am Abend trifft man sich mit Freunden, geht essen oder ins Kino.
Urlaubsort: find mal in Tunesien ne Kirche 😉
usw.
Ich schrieb schon oben, es gibt auch Probleme, wenn einer der Partner ein zeitintensives Hobby betreibt. Meist läuft die Partnerschaft dann doch besser, wenn Biker und Bikerin, Sportler und Sportlerin, Umweltaktivist und Umweltaktivistin und Christ und Christin zueinander finden und gemeinsam ihren Interessen nachgehen.
Veröffentlicht von: @murphylineAlso das würde ich erstmal abchecken. Könnte in der Ehe viel Ärger bereiten.
Wie willst du das abchecken? Wie weißt du wie dein Leben und ihres verlaufen wird?
Leben wir nur um keine Problem zu haben? Wachsen wir nicht dadurch, dass uns der Spiegel vorgehalten wird?
Wir tun viele Dinge im christlichen Bereich, die wir oft automatisch als gut ansehen und nie auf die Idee kommen würden, ob Gott das wirklich auch so möchte.
Veröffentlicht von: @murphyline- Sonntags gehst du in die Kirche, während sie lieber ausschlafen und gemütlich mit dir frühstücken will.
Tja, ist das immer eindeutig? Wir gehen sofort davon aus, jeden Sonntag in den Gottesdienst gehen ist auf jeden Fall etwas gutes. Nehmen wir aber mal an, die nichtchristliche Frau macht dich darauf aufmerksam, dass der Sonntag der einzige Tag ist, wo die ganze Familie zusammen frühstücken könnte.
Nun musst du in dich gehen und Gott fragen, was steht an. Will die Frau dich vereinnahmen, will sie dich hindern, deinen Weg mit Jesus zu gehen? Oder hat sie Recht? Ist es vielleicht auch deine Aufgabe, dich um deine Familie zu kümmern? Ist ein Kompromiss möglich, du gehst nur jeden 2. Sonntag, oder einmal im Monat nicht zu Gottesdienst. Ist es vielleicht richtig immer zum Gottesdienst zu gehen, aber du musst einen anderen Ausgleich für die Familie schaffen? Das sind doch nicht nur Probleme, das sind doch auch Impulse zu geistigem Wachstum.
Nun habe ich natürlich leicht reden. Verheiratet mit einer lieben, christlichen Frau, Übereinstimmungsgrad und Harmonie so hoch, dass es für manche andere schon fast befremdlich ist.
Ich glaube ich für mich könnte nicht mit einer nichtchristlichen Frau zusammen leben, ich könnte die Konflikte nicht auflösen und würde daran zerbrechen. Aber ist das bei jedem so? Ich glaube das kann nur einer wissen, und den sollte man in einer solchen Entscheidungssituation auch fragen.
Spontan und ganz allgemein tät ich sagen:
Über sehr viele Dinge kann man sich einfach mal unterhalten. 😊
Wie willst du das abchecken? Wie weißt du wie dein Leben und ihres verlaufen wird?
Das Zauberwort heißt "miteinander reden".
Mein Mann und ich haben von Anfang an alle möglichen Themen miteinander besprochen und Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausgefunden und festgestellt, dass wir in den Punkten, die uns beiden wichtig sind, absolut konform waren.
Natürlich gibt es in verschiedenen Dingen auch mal konträre Ansichten, aber nicht in "lebenswichtigen" Angelegenheiten.
Veröffentlicht von: @herbstroseMein Mann und ich haben von Anfang an alle möglichen Themen miteinander besprochen und Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausgefunden und festgestellt, dass wir in den Punkten, die uns beiden wichtig sind, absolut konform waren.
Tja, aber dennoch man verändert sich und viele Dinge kann man nicht kommen sehen.
Wenn ich mal meine Frau und mich betrachte, wie wir uns in den 20 Jahren verändert haben, dann ist eines eine Konstante, Jesus ist der Mittelpunkt. Der Rest hat sich derart verändert. Wir waren am Anfang recht kirchenkritisch, sie noch nicht mal getauft. Inzwischen ist sie getauft, kirchlich ein bisschen eingebunden, ich ziemlich. Wie hätten wir das wissen sollen?
Wir fühlten uns klar von Gott zusammen geführt, wollten gemeinsam starten und geklärt war eigentlich gar nichts, außer dass wir uns gegenseitig in einem Leben mit Jesus beistehen wollten.
Tja, aber dennoch man verändert sich und viele Dinge kann man nicht kommen sehen.
Stimmt, wir konnten nicht vorhersehen, dass zwei unserer Kinder sterben würden.
Das ist übrigens auch so ein Thema, das nur dann gemeinsam bewältigt werden kann, wenn beide Partner das Gleiche darüber denken. Mit einem Partner, der meinen Glauben nicht teilt, wäre dieses Thema immer noch aufreibend.
Dennoch: grundsätzliche Dinge ändern sich nicht (Einstellung zur Ehe, zum Leben an sich, zu Kindern, IVF, Blutspende, Lebensfundament, Freizeitgestaltung ...)
Was die Details betrifft, muss man situationsbezogen Lösungen suchen. In einer intakten Beziehung sollte das kein Problem darstellen. So nach 30 (bei meinen Eltern immerhin schon 54, bei meinen Urgroßeltern waren es immerhin 64, dann starb die Uroma) Ehejahren denke ich, ich weiß, wovon ich schreibe.
Veröffentlicht von: @herbstroseStimmt, wir konnten nicht vorhersehen, dass zwei unserer Kinder sterben würden.
Das tut mir leid.
Veröffentlicht von: @herbstroseDas ist übrigens auch so ein Thema, das nur dann gemeinsam bewältigt werden kann, wenn beide Partner das Gleiche darüber denken. Mit einem Partner, der meinen Glauben nicht teilt, wäre dieses Thema immer noch aufreibend.
Das ist schön, viele (nichtchristliche) Paare trennen sich nach einem solchen Ereignis.
Veröffentlicht von: @herbstroseDennoch: grundsätzliche Dinge ändern sich nicht (Einstellung zur Ehe, zum Leben an sich, zu Kindern, IVF, Blutspende, Lebensfundament, Freizeitgestaltung ...)
Es gibt Konstanten. Vieles aber hat sich bei uns verändert. Muss ich noch mal darüber nachdenken. Oder noch besser, mir mit meiner Frau einen schönen Abend machen. Wie haben wir uns verändert, was ist aus uns geworden. In Nostalgie und Dankbarkeit schwelgen mit einer Portion Anaylse.
Das tut mir leid.
Danke. Das muss es aber nicht, denn wir werden sie wiedersehen.
Auch sowas, was man nur dann gemeinsam hat, wenn das Lebensfundament das Gleiche ist.
Ja, ich weiß, dass es Paare gibt, die den Tod des eigenen Kindes nicht überstehen. Unser Vorteil war, dass wir beide wissen, wo unsere Kinder sind. Und wir wussten
beide
, dass wir nichts hätten ändern können. Und wir haben gespürt, wie sehr Gott uns in dieser Zeit getragen hat. Mit einem Partner, der meinen Glauben nicht teilt, wäre das für uns als Paar zur Zerreißprobe geworden.
Veröffentlicht von: @herbstroseDanke. Das muss es aber nicht, denn wir werden sie wiedersehen.
Das ist nicht nur mein Glaube, sondern meine Freude.
Veröffentlicht von: @herbstroseAuch sowas, was man nur dann gemeinsam hat, wenn das Lebensfundament das Gleiche ist.
Ja.
Veröffentlicht von: @herbstroseJa, ich weiß, dass es Paare gibt, die den Tod des eigenen Kindes nicht überstehen. Unser Vorteil war, dass wir beide wissen, wo unsere Kinder sind.
Ein Paar das gemeinsam den Herrn in der Mitte hat, muss nicht die Schuld, den Schmerz oder die Erwartungen auf den jeweiligen Partner projezieren, sondern weiß, dass Trost und Zuspruch eben vom Herrn kommt. Das ist natürlich unendlich viel wert.
Ein Paar das gemeinsam den Herrn in der Mitte hat, muss nicht die Schuld, den Schmerz oder die Erwartungen auf den jeweiligen Partner projezieren, sondern weiß, dass Trost und Zuspruch eben vom Herrn kommt. Das ist natürlich unendlich viel wert.
Vor allem auch, weil es in der Akutsituation keiner Worte bedarf.
Tja... Ich hab eine Kirchlich vom Leben her etwas Ferne und dafür eine Narzistin erwischt. Letztes zu spät gemerkt.
Weil ich wegen der Kinder und anderen Dingen mich permanent zurück nehme, geht mein geistiges Leben auch ein.
Grundsätzlich kann ich mir nicht vorstellen das sowas harmonisch sein kann.
Naja, man kann sich ja dann hier auskotzen.
Veröffentlicht von: @derneinsagerWeil ich wegen der Kinder und anderen Dingen mich permanent zurück nehme, geht mein geistiges Leben auch ein.
Und wer ist dafür verantwortlich (für DEIN geistiges Leben)?
Inwiefern hat deine Familie Einfluß auf dein geistiges Leben? Dafür bist du verantwortlich. Nicht sie.
Weil ich wegen der Kinder und anderen Dingen mich permanent zurück nehme, geht mein geistiges Leben auch ein.
Das war deine eigene Entscheidung. Wie wäre es, wenn du deinen Glauben wieder anfängst zu gießen, damit er wachsen kann?