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Sohn outet sich als bisexuell

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Ledwa70
Themenstarter
Beiträge : 22

Hallo zusammen,

ich bin neu hier und stille Leserin seit ca. einem Monat. 🙂 

Ich bin 55 und seit 18 Jahren nach Trennung und Scheidung alleinerziehend. Ich gehe in keine Gemeinde, was seine Gründe hat, die ich hier nicht ausbreiten will. 

Nur kurz: Ich hatte immer an Gott geglaubt, habe Jesus mit 19 Jahren in mein Leben gelassen und war überaus engagierte Mitarbeiterin in unserer Landeskirchlichen Gemeinschaft. Dann hatte ich mit 32 geheiratet, nachdem sich endlich mal ein Christ für mich interessiert hatte. Wir bekamen unseren Sohn, mittlerweile ist er 20. Mein Exmann ist Alkoholiker und hat wohl auch darüber hinaus diverse psychische Probleme. Deshalb war die Trennung zwingend geraten.

Ich bin noch mehrere Jahre in Gemeinde/n gegangen, nur fühlte ich mich immer mehr wie ein Fremdkörper. Die Gemeinden waren/sind in ihrer Blase und interessieren sich so gut wie gar nicht für die Welt da draußen. Sie sind 24/7 mit ihren Geschwistern aus der Gemeinde zusammen und bei mir war das schon immer anders. Mich interessiert auch, wie die Christen die Entwicklungen in Politik und Gesellschaft beurteilen. Doch da blocken alle ab.

So, nun hat mein Sohn (er ist kein Christ) sich vor ca. 3 Wochen als bisexuell geoutet. Er hatte schon zwei Freundinnen, doch nun hat er eine intensive Freundschaft mit einem etwas jüngeren Mann/Jugendlichen begonnen und ist jetzt mit ihm zusammen und übernachtet auch dieses WE bei ihm. 

Ich habe ihm gesagt, und das wusste er auch vorher, das ich das als Christin nicht okay finde, ihm aber natürlich jetzt nix verbieten kann. Er soll das tun, von dem er meint, dass es ihm gut tut und ich ihn keinen Deut weniger liebe als vorher.

Das mit der Übernachtung ist jetzt nur rausgekommen, weil ich gestern (15.08.) wegen einer geplanten OP im KH lag, die dann spontan auf unbestimmte Zeit verschoben werden musste und ich dann halt wieder nach Hause gekommen bin.

Ich bete für meinen Sohn seit seiner Empfängnis. Natürlich wäre es besser, wenn ich all die Jahre in eine Gemeinde gegangen wäre und so weiter. Doch wäre das eine Garantie gewesen? Ich hatte auch zwischenzeitlich einen nichtchristlichen Freund, weil ich halt auch nur eine Frau bin und mich mit 39 Jahren noch wie eine Jungfrau fühlte.

Natürlich kam die christliche Erziehung da auch ein stückweit zu kurz. Nur, ich war auch pausenlos mit diversen Krisen und Problemen beschäftigt, habe auch keine Familie mehr, so dass ich denke, dass Gott, der ja zweifelsohne allmächtig ist, auch ein klein wenig Verantwortung trägt und nicht alles von mir erwarten kann, während er es zumindest zulässt, dass mir ständig das Leben schwer gemacht wird.

Mein Sohn ist in Gottes Hand, das weiß ich und ich mache mich jetzt auch nicht verrückt. Nur - was würdet Ihr machen? Ich habe schon die Ansage gemacht, dass eine Übernachtung in meiner Wohnung nicht infrage kommt.

Vielen Dank fürs Durchlesen und schonmal für Eure Antworten.

 

Liebe Grüße

Ledwa

 

Antwort
211 Antworten
Gelöschtes Profil
Beiträge : 29979

@ledwa70

Lass es gehen und bete weiter. Was willst Du auch noch machen? Du hast Deinen Teil nach Deinen Möglichkeiten getan. Auch die eifrigsten Heiligen hatten alle ihre Probleme und ein schweres Leben. Kein Christ braucht darauf zu hoffen, dass hier auf Erden schöne Ruhe wäre oder konstante Entwicklung nach eigenem Willen. Es geht immer anders.

 

Liebe Grüße

Plueschmors  

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1 Antwort
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1409

@plueschmors leider Wahr

kappa antworten


Meriadoc
Beiträge : 601

@ledwa70 

 

Ganz schon viel hier und da und dies und das. 

Mein Neffe ist HS und ich finde, er ist einer der nettesten und liebenswürdigsten Menschen in meinem Umfeld. Es ist unerträglich für mich, das HS von Muslimen, Christen und Nazis gehasst werden. 

Ich finde es völlig Okay wenn du sagst, er solle nicht seinen Freund bei dir übernachten lassen. Aber vielleicht gewöhnst du dich auch daran.  

Ich mag meinen Neffen. Übrigens, seine Eltern haben nichts dazu gesagt, als sein Partner mit ihm im Haus übernachtet haben. 

 

 

meriadoc antworten
Lucan-7
Beiträge : 27522

@ledwa70 

Ich bete für meinen Sohn seit seiner Empfängnis. Natürlich wäre es besser, wenn ich all die Jahre in eine Gemeinde gegangen wäre und so weiter. Doch wäre das eine Garantie gewesen?

Das klingt für mich ein wenig so, als hättest du die Erwartung, dass dein Sohn mit einer etwas intensiveren christlichen Erziehung womöglich nicht bisexuell geworden wäre... da kann ich dir nur sagen: Nein, das wäre wohl nicht so.

Wenn christliche Erziehung vor Homosexualität "schützen" würde, dann wäre das in christlichen Gemeinden überhaupt kein Thema... aber da ist wohl eher das Gegenteil der Fall, das Thema ist eher überrepräsentiert dafür, dass es in der Bibel kaum eine Rolle spielt.

lucan-7 antworten
10 Antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1409

@lucan-7 

Man kann sich aber schon wenn man BI ist, für das aus Christlicher Sichtweise legitime dann Entscheiden.

kappa antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3666

@kappa Kommt halt dann auch immer noch drauf an, wem man begegnet und wo die Liebe hinfällt.

chai antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27522

@kappa 

Man kann sich aber schon wenn man BI ist, für das aus Christlicher Sichtweise legitime dann Entscheiden.

Ich denke nicht, dass man sich das einfach aussuchen kann. Das wäre so, als müsste ich mich gegen meine Frau entscheiden, weil die manchen Leuten aus irgendwelchen Gründen nicht passt, und stattdessen eine Andere nehmen - obwohl ich genau weiss, dass meine Frau die Liebe meines Lebens ist und nicht irgendeine andere Person.

Das wäre nicht nur unfair den unmittelbar Betroffenen gegenüber, sondern auch der Partnerin gegenüber, die dann als "2. Wahl" antritt... vermutlich, ohne es zu wissen. Das wäre keine gute Basis. 

 

lucan-7 antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1398

@lucan-7 

Wann warst du dir sicher, dass sie die „Liebe deines Lebens“ sei?

Wäre sie bereits fest gebunden gewesen, hättest du das dann auch so empfunden oder hättest du in dir selbst vorher moralische Grenzen gehabt, das gar nicht erst so weit kommen zu lassen?

ga2 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27522

@ga2 

Wann warst du dir sicher, dass sie die „Liebe deines Lebens“ sei?

Da gab es zwar einen speziellen Moment, der nach aussen völlig unspektakulär scheint, wo mir aber klar wurde, dass sie die Richtige ist... aber eine speziellen Auslöser gab es da nicht.

Was aber der Grund dafür ist, neben den "üblichen" wichtigen Eigenschaften wie Ehrlichkeit, Vertrauen, Humor und gemeinsame Interessen ist wohl ihre Unkompliziertheit... wir mögen es beide nicht, aus Kleinigkeiten ein Drama zu machen, wie ich es bei vielen anderen Paaren immer wieder erlebe.

 

Wäre sie bereits fest gebunden gewesen, hättest du das dann auch so empfunden oder hättest du in dir selbst vorher moralische Grenzen gehabt, das gar nicht erst so weit kommen zu lassen?

Wir hatten eine recht lange Phase des Austausches und des Kennenlernens. Die hätte es nicht gegeben, wenn einer von uns in einer Beziehung gebunden gewesen wäre. Die Vertrautheit kommt aber aus dieser gemeinsamen Zeit (Und allem, was danach kam), und das kann auch nicht einfach weggenommen oder ersetzt werden. Deshalb kann da auch nicht einfach jemand anderes kommen, egal wie toll diese Person auch sein mag.

lucan-7 antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1398

@lucan-7 

Du schreibst kurz „…dann hätte es diesen Austausch nicht gegeben…“

Und das ist der Punkt, den ich meine. Wenn mir selbst klar ist, ihre Ehe wäre zumindest von mir aus ein Hindernis, kommt es gar nicht so weit. Ich kann die andere Person zwar sehr nett und vielleicht auch attraktiv finden, aber ich lasse mich emotional nicht auf ein mögliches „mehr“ ein. 

Ehen scheitern auch, weil eine Person die Grenzen eben nicht so setzt. Und da ist dann dieses ganze „Es sind immer beide schuld“ nicht mehr ganz stimmig. 

Und wenn man die Grenze bei „gebundenen“ Personen setzen kann, können bisexuell empfindende das nicht , wenn es sich um Personen des eigenen Geschlechts handelt?

ga2 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27522

@ga2 

Und wenn man die Grenze bei „gebundenen“ Personen setzen kann, können bisexuell empfindende das nicht , wenn es sich um Personen des eigenen Geschlechts handelt?

Der Grund, weshalb ich nicht mit einer verheirateten Frau angebändelt hätte, hat für mich nichts mit Moral oder gesellschaftlichen Konventionen zu tun. Es ist schlicht so, dass ich so einer Frau nicht vertrauen könnte (Was im umgekehrten Fall genau so gelten würde).

Ich kannte mal eine Frau, die hintereinander mehrere Freunde hatte... was ja erst mal nicht verwerflich ist. Sie hat ihren aktuellen Freund aber immer erst dann verlassen, wenn sie bereits den Nächsten sicher hatte, weil sie nicht allein sein wollte. Auch nicht für eine kurze Zeit.

Mit so einer Frau könnte ich nie zusammen sein, weil ich immer Zweifel hätte, ob sie nicht insgeheim schon nach meinem Nachfolger sucht - um dann irgendwann von einem Tag auf den Anderen Lebewohl zu sagen. So eine Person hätte ich also gar nicht erst näher kennenlernen wollen.

 

Wenn die Gründe, eine Person nicht kennenzulernen, aber von ausserhalb kommen, ohne dass es dafür eigene Gründe gibt - dann werden womöglich immer Zweifel bleiben.

Denn dann wird man sich immer sagen: "Hätte ich damals diese Person doch nur kennenlernen dürfen, das wäre bestimmt die Richtige gewesen... aber meine Eltern haben es ja nicht erlaubt!"

Womöglich steigert man sich dann sogar in eine Phantasie hinein, wenn es dann mit dem aktuellen Partner Schwierigkeiten gibt... "Mit dem/der Anderen wäre das nicht passiert!", selbst wenn es dafür objektiv gar keinen Grund gegeben hätte.

Aber man durfte das ja nicht selbst herausfinden, weil es gegen Konventionen verstiess...

 

Ich denke schon, dass es da einen ganz erheblichen Unterschied gibt.  

lucan-7 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3666

@lucan-7 Das sind ja immer so Dinge, die man nicht genau sagen kann.

Ich kenne Paare, die haben sich gefunden, obwohl mindestens ein Teil gebunden war. Und diese Beziehungen halten jetzt auch schon lange. 
Für mich selber sag ich zwar, dass das nicht mein Ding wäre, aber manchmal hab ich mich auch schon gefragt, was gewesen wäre, wäre mir die Person begegnet, zu der ich mich unsterblich hingezogen gefühlt hätte ... 

Und dann gibt's ja auch noch die Paare, die werden nur durch den Druck von außen zusammengehalten. Da hätte sich das Ganze womöglich schnell wieder erledigt, wenn nicht Eltern, Großeltern, Gemeinde etc. so sehr dagegen gewesen wären und man denen hätte beweisen müssen, dass man eben doch zusammengehört. 

chai antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27522

@chai 

Ich kenne Paare, die haben sich gefunden, obwohl mindestens ein Teil gebunden war. Und diese Beziehungen halten jetzt auch schon lange.

Klar, so kann es gehen. Ich finde es aber befremdlich, wenn man mit jemandem zusammenbleibt, obwohl klar ist, dass es nicht funktioniert. Da muss man schon sehr handfeste materielle Gründe haben.

 

Für mich selber sag ich zwar, dass das nicht mein Ding wäre, aber manchmal hab ich mich auch schon gefragt, was gewesen wäre, wäre mir die Person begegnet, zu der ich mich unsterblich hingezogen gefühlt hätte ...

Mir begegnen zwar hin und wieder Frauen, die mir sehr attraktiv erscheinen... aber niemand, zu dem ich mich plötzlich "unsterblich hingezogen" fühlen würde. Ich kenne diese Leute doch gar nicht... warum sollte ich mich da hingezogen fühlen?

Und auch wenn ich sie nach und nach näher kennenlernen würde - die Intensität, mit der ich mit meiner Frau gemeinsame Erlebnisse teile würde das nicht erreichen, weil ich mich nicht darauf einlassen würde.

Erscheint mir also schwer vorstellbar...

Und dann gibt's ja auch noch die Paare, die werden nur durch den Druck von außen zusammengehalten.

Auch das. Da kenne ich selber tragische Fälle - alle mit Migrationshintergrund - wo die Familie dafür gesorgt hat, dass die Frau mit jemandem zusammen lebt, den sie nicht liebt und ihr eigenes Leben aufgegeben hat.

Und im Prinzip sehe ich das hier ähnlich, wenn nur bestimmte Partner akzeptiert werden, andere hingegen nicht. Denn die Zeiten, wo dergleichen vorgeschrieben wurde sollten eigentlich vorbei sein.

 

lucan-7 antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 1795

@lucan-7 

 

Ich finde es aber befremdlich, wenn man mit jemandem zusammenbleibt, obwohl klar ist, dass es nicht funktioniert. Da muss man schon sehr handfeste materielle Gründe haben……

Oder Kinder.

Oder man orientiert sich an Jesus, der das nicht gutheißt bzw. nur als Notlösung sieht und nachfolgend eine weitere Beziehung ausschließt.

Für (manche) Christen durchaus eine verbindliche Angelegenheit. Dass es dir befremdlich vorkommt, ist verständlich…die Spannung ist auch nicht gerade klein in solchen Beziehungen.

….Denn die Zeiten, wo dergleichen vorgeschrieben wurde sollten eigentlich vorbei sein.

Sind sie auch gesellschaftlich betrachtet. 

Als Jesus- Anhänger sind seine Gebote zeitlos gültig…und damit auch heute „noch nicht vorbei“.

stern antworten


Stern
 Stern
Beiträge : 1795

@ledwa70 

Hi!

Mach gar nichts! Dass du keine Übernachtung willst, mag ja deine persönliche Vorliebe sein, weil du Gott und seinen Willen in deinem Leben bedenkst ….aber:

für deinen Sohn ist es wichtig, bedingungslose Liebe zu erfahren -und zwar von Dir - unabhängig von seiner Performance und seiner sexuellen Orientierung.

Gott wird damit ganz sicher fertig und wie du sagst, ist er in Gottes Hand. Vertraue einfach darauf.

Das sage ich übrigens aus eigener Erfahrung.

 

stern antworten
4 Antworten
frosch80
(@frosch80)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 903

@stern 

"für deinen Sohn ist es wichtig, bedingungslose Liebe zu erfahren -und zwar von Dir - unabhängig von seiner Performance und seiner sexuellen Orientierung."

 

Jepp !!!

 

 

frosch80 antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 5736

@stern für deinen Sohn ist es wichtig, bedingungslose Liebe zu erfahren

Bedingungslose Liebe wünschen wir uns idealerweise alle von unseren Eltern oder Geschwistern oder Freunden oder Geliebten... Aber es ist halt auch ein praktisch nicht erfüllbarer Wunsch.

In die Situation hinein fand ich Deine Bemerkung so ganz spontan auch gut, begann aber, nachdem auch Frosch80 und andere da sofort zustimmend nickten (Daumen hochhielten), aus prinzipieller Skepsis gegen Mehrheitsmeinungen zu überlegen, warum: Weil ich nämlich den speziell den Umstand, dass ein Verwandter von der Heteronormativität abweicht, nicht als Grund akzeptiere, ihm da dann die Liebe zu versagen (was die Threaderstellerin übrigens auch gar nicht tut). Eigentlich nickte ich also nicht zu dem Wort "bedingungslos", sondern nur, weil in diesem Fall meine Moral bestätigt zu werden schien.

Indessen gibt es m.A.n. diverse Bedingungen, die, falls sie nicht erfüllt werden, Liebe - zu wem auch immer - verunmöglichen. Dass Kinder sich speziell von ihren Eltern immer Liebe wünschen und dass die allermeisten Eltern ihre Kinder auch besonders unverbrüchlich lieben gemäß dem Motto "Blut ist dicker als Moral", stimmt zwar wohl im Mittel. Aber tatsächlich erweist sich doch im Alltag, dass gezeigte Liebe in vielen Fällen sehr wohl davon abhängt, welche Bedingungen erfüllt wurden, auch in Eltern-Kind-Beziehungen. 

jack-black antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 1795

@jack-black 

Aber tatsächlich erweist sich doch im Alltag, dass gezeigte Liebe in vielen Fällen sehr wohl davon abhängt, welche Bedingungen erfüllt wurden, auch in Eltern-Kind-Beziehungen. 

Also ich wollte ihr nicht unterstellen, dass sie ihren Sohn nicht bedingungslos liebt, aber ich weiss in was für ein Dilemma man da kommt…und was da raushilft.

stern antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 5736

@stern Also ich wollte ihr nicht unterstellen, dass sie ihren Sohn nicht bedingungslos liebt

So hatte ich Dich auch nicht verstanden.

jack-black antworten
Caffita
Beiträge : 48

Wer sich schon mit Homosexualität schwer tut, ist bei Bi völlig verwirrt! Doch Gott ist es völlig wurscht mit wem ein erwachsener Mann/eine erwachsene Frau glücklich wird; Hauptsache glücklich, Hauptsache Liebe!

(Das eine Mutter Übernachtungen nicht möchte kann ich allerdings verstehen. Nicht aus sexueller Sicht, sondern weil ich auch keine Fremden über Nacht oder ein ganzes WE in der Wohnung wollte. Es geht nur mich etwas an, wie ich morgens ungeschminkt, mit dicken Augen, Falten und Strubbelfrisur im Barbie-Schlafanzug aussehe! 🤣 🤣)  

caffita antworten
5 Antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3666
Veröffentlicht von: @caffita

Dass eine Mutter Übernachtungen nicht möchte kann ich allerdings verstehen.
Nicht aus sexueller Sicht, sondern weil ich auch keine Fremden über Nacht oder ein ganzes WE in der Wohnung wollte.
Es geht nur mich etwas an, wie ich morgens ungeschminkt, mit dicken Augen, Falten und Strubbelfrisur im Barbie-Schlafanzug aussehe! 🤣 🤣

Genau. 
Ich kann auch die Logik 'Hauptsache, 'es' passiert nicht unter meinem Dach' nicht nachvollziehen. 
Mich würd's eher stören, einer fremden Person im Bad zu begegnen. 
(Nebenbei - ich hab großen Respekt vor den Schwiegermüttern meiner Töchter, denen das wohl nicht so viel ausmachte wie mir)

chai antworten
Caffita
(@caffita)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 48

@chai Genauso meine ich es auch: Wenn mein Sohn mit einen festem Freund ankäme und sie hätten Sex in unserem Haus, wäre mir das egal, aber "die fremde Person im Bad" würde mich stören. (Er ist allerdings hetero, inzwischen 26 und hat seine eigene Bude.)

Als es mit den Mädels anfing, war es vor allem mein Mann, der keine fremde Frau im Haus wollte, um Peinlichkeiten zu vermeiden. 

Mein Freund (ich war 16) durfte mich zwar zuhause besuchen, aber unter strengen Auflagen. Zudem musste meine Mutter zwischendurch die Heizung überprüfen (hust, hust!) oder sie schleppte ein Tablett mit Essen an... Seine Eltern waren diskreter, aber Übernachtungen gab es auch da nicht. 

caffita antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3666
Veröffentlicht von: @caffita

Mein Freund (ich war 16) durfte mich zwar zuhause besuchen, aber unter strengen Auflagen. Zudem musste meine Mutter zwischendurch die Heizung überprüfen (hust, hust!) oder sie schleppte ein Tablett mit Essen an...

🤣
Mein kleiner Bruder 'durfte' uns Kekse bringen (als ob er sonst jemals Kekse gebracht hätte) oder fragen, ob wir was trinken wollen (wir waren schon groß) ...

Seine Eltern waren diskreter, aber Übernachtungen gab es auch da nicht. 

Mein Mann war nicht der erste Sohn und ich war nicht die erste Freundin ...

chai antworten
BePe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 442

@caffita 

Mein Freund (ich war 16) durfte mich zwar zuhause besuchen, aber unter strengen Auflagen. Zudem musste meine Mutter zwischendurch die Heizung überprüfen (hust, hust!) oder sie schleppte ein Tablett mit Essen an...

Das erinnert mich etwas an die alte Fernsehserie "Familie Hesselbach", die im Frankfurter Großraum in den späten 50er und 60er Jahren handelt. Ist auch heute noch eine Kultserie...

Manchmal überraschend modern, dann wieder total kleinbürgerlicher Mief und die Protagonisten sind immer von gewissen Ängsten getrieben:

"Jetzt sin die Kinner schon fast e halb Stund allein im Zimmer.  🤔 🤔 🤔 
Awwer se sin wohl aastännisch, denn mer hört nix vonnen". 😦 😦 😦 
"Mer hört nix ? - Dann isses gefährlich!" 😱 😱 😱 

Und immer ist es das Wichtigste, dass der "gute Ruf" gewahrt wird ("ei Karl, was solle dann die Leut' denke"). 

 

 

bepe0905 antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1409

@caffita 

Woraus beziehst Du Dich aus der Heiligen Schrift, oder christlicher Tradition, das "es Gott egal ist"?

Im alten Testament gab es für sexuelle Übertretungen harte Sanktionen. Es macht in der Bibel wenig bis nichts den Eindruck, das es "Egal" wäre 

kappa antworten


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