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Darf's ein bisschen mehr sein?

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Caffita
Themenstarter
Beiträge : 48

Was meint ihr? Wie viele Männer, Frauen und Partnerschaften VOR der Ehe sind okay? Gibt es überhaupt noch Menschen, die jungfräulich/"jungmännlich" in die Ehe gehen?

Ich hatte mit 15 den ersten Freund (ohne Sex); danach kamen 2 feste Partnerschaften über Jahre "mit" und 2 Affären, also im Summe 5, bevor ich mit 30 geheiratet habe. Mit Affäre meine ich, das man sich nicht im klaren war, ob es dauerhaft etwas wird und "die Liebe" nur wenige Wochen überstand. "Freundschaft plus" wäre der falsche Ausdruck dafür.  

One night stands gab es bei mir nie!

Ich wollte nicht die Katze im Sack kaufen 😉, bewundere aber auch fromme Christen, die sich für die Hochzeitsnacht aufsparen.    

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50 Antworten
neubaugoere
Beiträge : 18419

Ja, gibt es heute noch, auch "älteren Datums".

Was genau "kaufst" du denn nicht? Was ist denn "die Katze"? Was genau ist Ehe für dich? Was ist Liebe?

neubaugoere antworten
17 Antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18419

Ich ergänze mich selbst:

Es ist nur Sex. Mei, wird das heute überbewertet. Es gibt so viele und vor allem viel mehr andere Dinge, die in Beziehungen wichtig sind und die Beziehungen tragfähig machen. Sex ist nur nettes Beiwerk und, falls ich es noch nicht erwähnt habe 😉 , völlig überbewertet. 

neubaugoere antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3510
Veröffentlicht von: @neubaugoere

Ich ergänze mich selbst:

Es ist nur Sex. Mei, wird das heute überbewertet. Es gibt so viele und vor allem viel mehr andere Dinge, die in Beziehungen wichtig sind und die Beziehungen tragfähig machen. Sex ist nur nettes Beiwerk und, falls ich es noch nicht erwähnt habe 😉 , völlig überbewertet. 

Und ab welchem Alter weiß man das? Mit 16 oder 18 oder 20 sieht die Welt noch anders aus als mit 50-60. 

Und möglicherweise weiß man das auch erst, wenn man 'es' kennt. 

(Tatsache ist - andere kochen auch nur mit Wasser und manche Vorstellung und Erzählung hält der Realität nicht stand.)

Gemein ist (war) es immer da, wo das Mädel sich 'aufsparen' sollte und bei Nichteinhalten dieser Regel einen 'schlechten Ruf' hatte und der Kerl dieses Problem nicht hatte, sondern im Gegenteil das 'Recht' hatte, Erfahrungen zu sammeln ...

chai antworten
Simba
 Simba
(@simba)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 373

@chai ja, es ist mit 40, 50, 60 einfach zu sagen, man solle sich im Zaum halten, wenn man das selbst alles zur genüge gehabt hat. Mit 17, 18, 20 usw hat man Dampf auf dem Kessel und Sexualität ist erstmal nicht "nettes Beiwerk", sondern neben anderen Dingen (Unternehmungen, Hobbies) das Interessanteste überhaupt in der Partnerschaft, vor allem in der frischen Partnerschaft. Dass das später dann nüchterner wird, ist ganz normal. Man sollte aus ganz natürlichen Vorgängen nicht künstlich eine Tugend machen.

Trotzdem ist Besonnenheit gut und wird ja in den Sprüchen zB ausdrücklich der Jugend angeraten, auch wenn es ihr schwer fällt. Denn in der Partnerschaft gibt man sich einem anderen. Es ist etwas Kostbares und man sollte nicht leichtfertig damit umgehen. Denn man nimmt die Erfahrungen, die Verletzungen und Vorurteile doch mit, und so ganz egal (wie @Lucan sagte) ist das nicht. Man geht eine Verbindung ein und die nimmt man immer auch irgendwie mit.

Zur Bibel selbst: von "Sex vor der Ehe" steht in der Bibel nichts. Die wurden damals mit 12, 13, 14, 15 verheiratet. Nein, die hatten vermutlich vor der Ehe keinen Sex - das stand gar nicht zur Debatte.

Paulus sagte: Wer sich nicht enthalten kann, soll heiraten!

Woher weiß ich, dass ich mich nicht enthalten kann?... Genau.

Dieses Thema wird, wie so manch anderes, in Teilen der Christenheit strenger behandelt, als es die Bibel selbst wirklich hergibt. 

simba antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3510
Veröffentlicht von: @simba

Dieses Thema wird, wie so manch anderes, in Teilen der Christenheit strenger behandelt, als es die Bibel selbst wirklich hergibt. 

Genau. Diesen Teil der Christenheit kenn ich gut. 
Da wird dann noch drauf geachtet, dass die Nacht nach der standesamtlichen Trauung noch nicht die 'richtige' Hochzeitsnacht ist ... 
Und natürlich gibt's da ganz genaue Regelungen, was man (grad noch so) 'darf' und was nicht ... 
Und natürlich wird getrickst ... 

Und vor der Hochzeitsnacht 'darf' frau nicht und nach der Hochzeitsnacht 'muss' sie dann ...

chai antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27348

@simba 

Denn man nimmt die Erfahrungen, die Verletzungen und Vorurteile doch mit, und so ganz egal (wie @Lucan sagte) ist das nicht.

Nanu? Ich habe gesagt, das wäre egal... oder was meinst du?

 

 

 

lucan-7 antworten
Simba
 Simba
(@simba)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 373

@lucan-7 du hattest in einer Antwort geschrieben: Falls es passt mit dem Partner, ist das, was vorher war (an vorigen Beziehungen und sexueller Kontakten) unerheblich. So hatte ich dich zumindest verstanden. 

Dazu schrieb ich, dass man schon immer auch die vorigen Erfahrungen mitnimmt. So ganz unerheblich ist das nicht, denke ich.

 

simba antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27348

@simba 

du hattest in einer Antwort geschrieben: Falls es passt mit dem Partner, ist das, was vorher war (an vorigen Beziehungen und sexueller Kontakten) unerheblich. So hatte ich dich zumindest verstanden. 

Dazu schrieb ich, dass man schon immer auch die vorigen Erfahrungen mitnimmt. So ganz unerheblich ist das nicht, denke ich.

Würde mich wundern, wenn ich das so geschrieben hätte... ein notorischer Schürzenjäger wird nicht einfach mit seinen Gewohnheiten aufhören. Und jemand, der Gewalt in der Beziehung erlebt hat wird das nicht einfach ignorieren können.

Was es aber gibt sind unterschiedliche Voraussetzungen. Manche mögen sich in einer Beziehung sicherer fühlen, wenn sie vorher schon Erfahrungen hatten... andere verzichten lieber darauf.

Ich selbst habe von manchen negativen Erfahrungen auch profitiert... weil ich daraus gelernt habe. Wäre das aber zu extrem gewesen, dann hätte das meine Beziehung möglicherweise belastet.

Was ich meine ist: Es gibt sicher hier und da gute Richtlinien, die einem in einer Beziehung weiterhelfen... aber keine strengen Regeln, die man unbedingt einhalten muss, wie beispielsweise Jungfräulichkeit bis zur Ehe oder ähnliches. Für manche mag das funktionieren, für andere mag das zu Problemen führen.

Das ist der Punkt...

lucan-7 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3510

@lucan-7 Nun ja, man geht ja keine Beziehung ein, um Erfahrung zu sammeln. Das gibt sich halt so. 
Und ich denke, es ist auch zu kurz gegriffen, nur an sexuelle Erfahrungen zu denken. 
Aber es ist ja vielleicht nicht schlecht, wenn man z.B. lernt, wie man nicht mit einem Partner umgeht und sich in der nächsten Beziehung eben anders verhält.

chai antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27348

@chai 

Nun ja, man geht ja keine Beziehung ein, um Erfahrung zu sammeln. Das gibt sich halt so. 

Ich kannte Leute, die genau das getan haben...

 

Und ich denke, es ist auch zu kurz gegriffen, nur an sexuelle Erfahrungen zu denken.

Sicher nicht... darum ging es mir auch nicht. Aber das ist natürlich auch eine Frage der Erwartung. Möchte man einen Partner... oder ein Objekt der stets verfügbaren Befriedigung?

Das eine schließt das Andere nicht aus... aber man sollte doch beides bedenken...

 

Aber es ist ja vielleicht nicht schlecht, wenn man z.B. lernt, wie man nicht mit einem Partner umgeht und sich in der nächsten Beziehung eben anders verhält.

Nun ja... Umgang, Erwartungen, eigene Fehler... da gibt es manches, was man für eine zukünftige Beziehung mitnehmen kann.

Auch wenn es so nicht geplant war...

lucan-7 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3510

@lucan-7 Ganz klar - es gibt nix, was es nicht gibt.

chai antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18419

@chai 

Ich glaube, das Denken fängt eben schon da an, wo wir von "aufsparen" reden. Was genau spart sich da jemand auf und wofür? Also was ist das Ziel? Entscheidungen trifft jeder für sich, aber wir wissen auch alle, wie viel sich in jeder Altersklasse verglichen wird. Das war der Grund, warum ich damals mit 13 anfing, zu rauchen. Ich wollte das gar nicht, aber es hat mich "in eine Gruppe katapultiert" ... ich gehörte erstmals irgendwo dazu ... was ich ohne das Rauchen nicht hätte ... Es ist schwer, gegen sowas anzugehen. Und wenn jemand das nicht von zu Hause mitbekommen hat, was sich wofür lohnt, dann gibt man schnell nach, denke ich. Dieses "Mitreden wollen" ist auch zu verlockend. Man muss schon sattelfest sein in seinen Vorstellungen ... Das ist auch als Erwachsener nicht anders.

Ich sah das von Anfang an so, weil sich mir nicht erklärte, wie Sex mein Leben regeln sollte ... (mal grob gesagt), weil es das einfach auch nicht tat, egal, mit wem ich in die Kiste hüpfte - ich hatte schlicht nichts davon und wenn, dann war das ne "Wirkung", die nach ein paar Tagen schon wieder verpufft war ... Nichts änderte sich dadurch in meinem Leben, was ich geändert hätte haben wollen ... Ja, okay, nicht jeder hat diese Sicht. Ich musste das erfahren, weil ich von zu Hause nichts mitbekommen hatte. Nichts. Gar nichts.

Natürlich kann ich das alles nachvollziehen mit diesem gesellschaftlichen Phänomen, dass Männer/Jungs sich feiern (ist übrigens in vielen Kulturen so), wohingegen Frauen/Mädchen dann in Verruf geraten. War das nicht auch vor 2000 Jahren schon so? Ich hab da mal bezüglich Kopftuch und Verhüllen und so drüber nachgedacht: Nur weil sich ein Mann nicht beherrschen kann (er also schwach ist!!!), drückt er das der Frau auf, dass die sich gefälligst verhüllen soll, um ihn nicht zu reizen? Und wir kennen die Statistik: In diesen Ländern, wo das so Sitte ist, hilft das der Frau so NULL. Sie ist trotzdem "Freiwild" im öffentlichen Verkehr wie auch zu Hause ... (auch wenn das jetzt verallgemeinert ist). - Erinnert mich ein wenig an Adam & Eva und die Frucht ... und die "Schuldverschiebung" ... ich war's nicht - die is schuld ...

Dabei fällt mir der hier ein: "Zur Quelle gelangt man gegen den Strom". - Wenn ich also Dinge nicht tue, wie "alle anderen" und wenn ich von der Familie schon mitbekommen habe, dass ich eben nicht 'alle anderen' bin. 😉

neubaugoere antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7419

@neubaugoere 

Das ist im Prinzip richtig. Aber nur ein nettes Beiwerk ist Sex trotzdem nicht.

queequeg antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18419

@queequeg 

Jaein, ich versteh schon. Dennoch - so denke ich - ist Sex allein nicht tragfähig für eine gelungene Beziehung/Ehe/Partnerschaft auf Dauer.

neubaugoere antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3510
Veröffentlicht von: @neubaugoere

@queequeg 

Jaein, ich versteh schon. Dennoch - so denke ich - ist Sex allein nicht tragfähig für eine gelungene Beziehung/Ehe/Partnerschaft auf Dauer.

Behauptet ja auch niemand. 

Aber blöder Sex (soll's geben) macht eine Beziehung halt auch nicht besser. 

chai antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18419

@chai 

Wenn etwas anderes in der Partnerschaft nicht funktioniert - Haushalt, Wäsche, Abwasch, Keller, Auto ... - was machen die Leute dann (im schönsten Fall)? Sie arbeiten daran. Man muss nicht immer gleich weglaufen und denken, das Gras wäre über'm Gartenzaun grüner und die Kirschen roter. Ich weiß, das wolltest du nicht sagen, ich wollt's einfach mal ansprechen.

neubaugoere antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4122

@chai Guter Sex kann eine ganze Weile ansonsten eher öde Beziehungen am Leben erhalten. 😀

tatokala antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3510

@tatokala Stimmt. Aber auch da ist irgendwann die Luft raus.

chai antworten


Lucan-7
Beiträge : 27348

@caffita 

Wie viele Männer, Frauen und Partnerschaften VOR der Ehe sind okay? Gibt es überhaupt noch Menschen, die jungfräulich/"jungmännlich" in die Ehe gehen?

Mich wundert immer wieder, wie viel Wert manche Menschen auch heute noch auf solche Dinge legen...

Entscheidend ist doch eigentlich nur, ob man sich wirklich aufrichtig eine dauerhafte Partnerschaft wünscht, oder ob man nicht lieber immer wieder Abwechslung haben will.

Wenn also eine Person vor der Hochzeit schon Sex mit dutzenden anderer Partner hatte, dann halte ich es zumindest für fraglich, ob da jetzt wirklich der Wunsch nach dauerhafter Treue besteht.

Falls das aber der Fall ist, dann ist das, was vorher war, relativ unerheblich... hauptsache es passt dann in diesem Moment!

 

lucan-7 antworten
BePe0905
Beiträge : 389

@caffita 

bewundere aber auch fromme Christen, die sich für die Hochzeitsnacht aufsparen.  

ganz ehrlich: meinerseits kann da von "Bewunderung" keine Rede sein, eher von Unverständnis über so viel "Sparsamkeit". 
Denn meistens gehen mit dem "aufsparen" auch übersteigerte Erwartungen einher, die nicht selten enttäuscht werden. 

Für mich galt früher (also in meinen Jugendjahren) die Regel: Wenn ich ein Mädchen so sehr mag, dass ich mir eine dauerhafte Beziehung mit ihr vorstellen kann (ggf. also auch Ehe), dann spricht auch nichts dagegen, die Zeit zu nutzen, sich besser kennen zu lernen (also auch sexuell).

Und wenn dann die Beziehung doch auseinandergeht, dann war es hoffentlich eine schöne Zeit (für Beide), an die man gern und liebevoll zurück denkt.  

 

bepe0905 antworten


Mariposa22
Beiträge : 1157

Als das mit der Verhütung noch schwieriger und unsicherer war, machte das Sinn, mit dem Sex bis zur Ehe zu warten. Inzwischen muss frau nicht mehr so sehr befürchten, schwanger sitzen gelassen zu werden, und wenn es doch passiert sind die Auswirkungen bei weitem nicht so dramatisch wie früher.

 

mariposa22 antworten
14 Antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 1776

@mariposa22 

und wenn es doch passiert sind die Auswirkungen bei weitem nicht so dramatisch wie früher.

Es ist existenzbedrohend und damit immer noch dramatisch. 

derelch antworten
BePe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 12 Monaten

Beiträge : 389

@derelch 

Es ist existenzbedrohend und damit immer noch dramatisch. 

Genau! Denn die meisten ungeplanten Schwangerschaften findet man bei jungen Mädchen, die entweder noch in der Schule sind oder in der Ausbildung - und nun mit einer Doppelbelastung leben (müssen). Denn nicht immer ist eine Oma verfügbar, die sich dann um den Nachwuchs kümmert, während die junge Mama gerade in der Abiturprüfung steckt. 
Und da der junge Papa meistens mit ganz ähnlicher Situation fertig werden muss, ist von ihm oft auch keine wirkliche Unterstützung zu erwarten. 

 

bepe0905 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8285

@bepe0905 

Denn die meisten ungeplanten Schwangerschaften findet man bei jungen Mädchen, die entweder noch in der Schule sind oder in der Ausbildung 

Woher hast Du das?

Wenn dem so ist, entscheidet sich ein hoher Prozentsatz dafür, das Kind zur Welt zu bringen, während sich ältere Frauen eher für eine Abtreibung entscheiden.

Wenn so eine ungeplante Schwangerschaft in einer Abtreibung mündet, sieht das nämlich so aus:

Am häufigsten werden Schwangerschaftsabbrüche bei 25- bis 29-jährigen Frauen vorgenommen, gefolgt von den 30- bis 34-jährigen Frauen. Im Alter ab 35 Jahre werden Schwangerschaften seltener abgebrochen, dies ist auch bei den jungen Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren der Fall. 

Klick.

Entweder entscheiden sich Schüler:innen und Azubis eher für ein ungeplantes Kind als Frauen oder Paare, die schon im Beruf sind und womöglich schon Kinder haben. Oder sie werden doch nicht so oft ungeplant schwanger, wie manche meinen.

 

alescha antworten
JohnnyD
(@johnnyd)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 1705

@bepe0905 

Wer sollte armutsgefährdet sein, wenn nicht diejenigen, die total unflexibel sind, kaum etwas gelernt haben und keinerlei Berufserfahrung mitbringen? Wenn man mit DINKs und Singles und anderen Familien vergleicht, dann ist die armutsgefährdete Gruppe statistisch immer bei den Teeny-Müttern. 

Teenyschwangerschaften zeigen besonders drastisch auf, warum sexuelle Umtriebigkeit bei Frauen deutlich verpönter ist als bei Männern (jedenfalls solange Schule, Berufsabschluss und ein gewisser Berufseinstieg noch nicht in der Tasche sind). Die möglichen Konsequenzen sind völlig anders. Nicht nur für die Teeny-Mama, sondern auch für die Großeltern (bzw. für die Gesellschaft). Die Armutsgefährdung und die Belastung erweitert sich auf die ganze Familie.

Meine Schwester hatte mal so meinen Eltern ihr erstes Enkelkind präsentiert. Als Teeny-Mama geht ohne Großeltern, die mitmachen können und wollen, dann quasi gar nichts mehr. Die Jugend ist mit einem Schlag vorbei. Dann bringt man noch irgendwie den Schulabschluss zum Ende, aber die Möglichkeiten danach sind auch äußerst begrenzt. Eine Ausbildungsstelle mit Kind? Eine Schule oder ein Studium an einem weiter entfernten Ort? Gar irgendwas mit wechselnden Orten (interessante Praktika, Auslandsstudium)? Ne, es muss in der Nähe von Kind und Helfern sein. Wie funktioniert dann überhaupt Partnersuche?

johnnyd antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8285

@derelch 

Aber nicht ganz so existenzbedrohend wie früher.

Die Rechte von unverheirateten Frauen und deren Kinder sind inzwischen anders als noch vor ein paar Jahrzehnten. Inzwischen gibt es ja in puncto Unterhalt kaum noch Unterschiede, ob ein Paar verheiratet ist oder nicht. 

Früher haben sich Männer viel einfacher aus der Verantwortung stehlen können als heute. 

 

alescha antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 1776

@alescha 

Aber nicht ganz so existenzbedrohend wie früher.

Man verhungert nicht gerade in Deutschland, armutsgefährtet ist man als Alleinerziehende trotzdem.

Inzwischen gibt es ja in puncto Unterhalt kaum noch Unterschiede, ob ein Paar verheiratet ist oder nicht.

Gibts immer noch. Fällt einem spätestens beim Erbrecht auf. Aber das Thema ist ja auch nicht verheiratet oder nicht verheiratetes Paar, sondern alleinerziehend oder Paar mit Kind(ern). 

derelch antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8285

@derelch 

Man verhungert nicht gerade in Deutschland, armutsgefährtet ist man als Alleinerziehende trotzdem.

Das habe ich nicht bezweifelt.

Gibts immer noch. Fällt einem spätestens beim Erbrecht auf.

Ich sprach vom Unterhalt. Und beim Erbrecht sind uneheliche Kinder m.W. ehelichen Kindern gleichgestellt. Aber da lasse ich mich natürlich gerne korrigieren, wenn ich mich da irre.

Aber das Thema ist ja auch nicht verheiratet oder nicht verheiratetes Paar, sondern alleinerziehend oder Paar mit Kind(ern). 

Weiter oben in diesem Zweig schrieb Mariposa:

Als das mit der Verhütung noch schwieriger und unsicherer war, machte das Sinn, mit dem Sex bis zur Ehe zu warten.

Inzwischen muss frau nicht mehr so sehr befürchten, schwanger sitzen gelassen zu werden, und wenn es doch passiert sind die Auswirkungen bei weitem nicht so dramatisch wie früher.

Früher war es für eine Frau einfach sicherer, erst schwanger zu werden, wenn man verheiratet war, weil mit der Eheschließung entsprechende Verpflichtungen einhergingen. Wurde eine Frau unehelich schwanger, hatte sie erheblich größere Probleme, ganz früher trug sie nicht nur die gesellschaftliche Schande so ziemlich allein, sondern konnte auch gucken, wie sie sich und ihr Kind durchbrachte. 

Ich sehe schon einen Unterschied zu früher, denn wenn eine Frau heute unehelich schwanger wird und ein Kind zur Welt bringt, hat sie durchaus mehr Ansprüche als anno dazumal. 

Dass es als Alleinerziehende trotzdem normalerweise schwieriger ist als als Paar ist klar. Allerdings unabhängig davon, ob man mal verheiratet war oder nicht. Soweit ich weiß stammen die meisten Kinder Alleinerziehender aus zuvor vorhandenen Ehen, zumindest war das vor ein paar Jahren noch so (mit regionalen Unterschieden, versteht sich).

 

alescha antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 1776

@alescha 

Ich sprach vom Unterhalt. Und beim Erbrecht sind uneheliche Kinder m.W. ehelichen Kindern gleichgestellt. Aber da lasse ich mich natürlich gerne korrigieren, wenn ich mich da irre.

Achso ja. Da Ich denke beim Erbrecht mal ausnahmsweise nicht an die Kinder. Wenn man als Elternpaar nicht verheiratet ist und sich nicht gekümmert hat, sind die Kinder nach gesetzlicher Erbfolge Alleinerbe eines verstorbenen Elternteils und der überlebende Partner geht leer aus. Das ist ein schwerwiegendes Problem. Kinder sollten von mir aus aus der gesetzlichen Erbfolge ausgenommen werden, solange noch ein Elternteil lebt. Würde vieles einfacher machen. 

Ich sehe schon einen Unterschied zu früher, denn wenn eine Frau heute unehelich schwanger wird und ein Kind zur Welt bringt, hat sie durchaus mehr Ansprüche als anno dazumal.

Ansprüche haben und Ansprüche durchsetzen sind zwei paar Schuhe. 

derelch antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8285

@derelch 

Kinder sollten von mir aus aus der gesetzlichen Erbfolge ausgenommen werden, solange noch ein Elternteil lebt. Würde vieles einfacher machen.

Und wer erbt? Der andere Elternteil, unabhängig davon, ob die Eltern in einer Ehe oder einem eheähnlichen Verhältnis gelebt haben oder nicht? Vielleicht gefällt es nicht jedem, dass der oder die Ex etwas von einem erbt.

Vermutlich hast Du jetzt Paare, die mit oder ohne Trauschein zusammenleben, im Sinn. Aber auch da hätte das seine Tücken, die im heutigen Zeitalter der Patchworkfamilien nicht ohne sind.

Nach diesem Modell ginge z.B. mein Stiefsohn, also der Sohn aus der ersten Ehe meines Mannes, leer aus, wenn mein Mann vor mir sterben sollte und ich als überlebendes Elternteil unserer gemeinsamen Kinder alles erbe. Denn bei meinem Tod ginge dann alles an meine Kinder.

Gleiches gilt dann für Kinder, die jemand mit einem anderen als dem Ehepartner/Lebensgefährten zeugt. Da geht z.B. der Mann fremd, zeugt ein Kind, das geht aber leer aus, weil die Ehegattin die Alleinerbin ist. 

Ansprüche haben und Ansprüche durchsetzen sind zwei paar Schuhe. 

Ja, leider. Aber besser als früher, wo man erst gar keine Ansprüche hatte. 

alescha antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 1776

@alescha 

Und wer erbt? Der andere Elternteil, unabhängig davon, ob die Eltern in einer Ehe oder einem eheähnlichen Verhältnis gelebt haben oder nicht? Vielleicht gefällt es nicht jedem, dass der oder die Ex etwas von einem erbt.

Derjenige, der das Sorgerecht für das minderjährige Kind hat. Aber ja du hast natürlich recht es gibt einen Haufen Konstellationen, bei denen es nach gesetzlicher Erbfolge zu Verwerfungen kommt. Mir ging es grad um die Kostellation, dass beim Tod eines unverheirateten Elternteils die u.U. noch minderjährigen Kinder das gesamte Erbe erhalten und der hinterbliebene sorgeverpflichtete Elternteil nichts. Und das kanns nicht sein. 

Die Quintessenz daraus ist, man muss sich kümmern und weiterhin Geld zu Anwälten und Notaren tragen.

Nach diesem Modell ginge z.B. mein Stiefsohn, also der Sohn aus der ersten Ehe meines Mannes, leer aus, wenn mein Mann vor mir sterben sollte und ich als überlebendes Elternteil unserer gemeinsamen Kinder alles erbe. Denn bei meinem Tod ginge dann alles an meine Kinder.

Ich gehe davon aus, dass ihr das aktiv geregelt habt.

Bei unserer Diskussion hab ich zwei interessante Sachen gelernt:
Unterhaltsvorschuss gibt es jetzt bis zur Volljährigkeit des Kindes (doch noch). Der Unterhaltsvorschuss erlischt bei erneuter Heirat, obwohl es für den Stiefelternteil keine Unterhaltspflicht gegenüber dem Stiefkind gibt 🤨 . Also manchmal sind unsere Politiker ein echt seltsamer Verein.

 

derelch antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8285

@derelch 

Derjenige, der das Sorgerecht für das minderjährige Kind hat.

Auch, wenn der schon längst neu verheiratet/verpartnert ist? Und Kinder mit dem neuen Partner hat?

Mir ging es grad um die Kostellation, dass beim Tod eines unverheirateten Elternteils die u.U. noch minderjährigen Kinder das gesamte Erbe erhalten und der hinterbliebene sorgeverpflichtete Elternteil nichts. Und das kanns nicht sein. 

O.k.

Aber auch da kann es auftreten, dass ein bereits wieder verheiratetes Elternteil dann von einem unverheirateten Elternteil erbt. Das kann es aber auch nicht sein.

So hätte die Ex meines Mannes von ihm geerbt, obwohl sie (anders als mein Mann) kurz nach der Scheidung wieder neu geheiratet hat. 

Wenn schon, würde ich das am Familienstand der erbenden Person festmachen.

Aber auch da kann ich mir so einige Fälle vorstellen, wo der Erblasser das nicht will. Beispielsweise dann, wenn die Kindsmutter den Vater vor die Tür setzt und sich mit ihrem Lover ein neues Leben aufbaut. Aktuell wieder in unserem Umfeld zu beobachten. 5 Kinder, Frau setzt Ehemann vor die Tür und holt sich ihren Lover ins Haus. In einem anderen Fall waren 4 Kinder betroffen, die Frau ging jahrelang fremd. Dass in solchen Konstellationen der Mann keine Böcke mehr hat, seine Ex noch irgendwie finanziell zu unterstützen finde ich absolut verständlich. 

Ist ja beim Unterhalt auch so. M.W. erlischt grundsätzlich der Unterhaltsanspruch mit einer neuen Ehe des Unterhaltsberechtigten (der Anspruch der Kinder bleibt freilich weiter bestehen).

Ich gehe davon aus, dass ihr das aktiv geregelt habt.

Der Status quo ist bei uns noch die gesetzliche Erbfolge, d.h. sollte mein Mann vor mir sterben, erbe ich die Hälfte und die andere Hälfte seine 4 Kinder. Sterbe ich zuerst, erbt entsprechend mein Mann und unsere gemeinsamen drei Kinder.

Wie das in der Praxis dann aussieht, ist die andere Frage. Ich kenne das in meinem persönlichen Umfeld so, dass Kinder selbst bei fehlendem Testament, wenn die gesetzliche Erbfolge greift, zugunsten des verbliebenen Elternteils auf ihr Erbe (vorerst) verzichten.

Bei unserer Diskussion hab ich zwei interessante Sachen gelernt:
Unterhaltsvorschuss gibt es jetzt bis zur Volljährigkeit des Kindes (doch noch). Der Unterhaltsvorschuss erlischt bei erneuter Heirat, obwohl es für den Stiefelternteil keine Unterhaltspflicht gegenüber dem Stiefkind gibt 🤨 . Also manchmal sind unsere Politiker ein echt seltsamer Verein.

Da kenne ich mich nicht aus. Mein Mann hat immer Unterhalt gezahlt, seine Ex musste nie Unterhaltsvorschuss beantragen.

alescha antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3510
Veröffentlicht von: @alescha

Wenn schon, würde ich das am Familienstand der erbenden Person festmachen.

...

Ist ja beim Unterhalt auch so. M.W. erlischt grundsätzlich der Unterhaltsanspruch mit einer neuen Ehe des Unterhaltsberechtigten (der Anspruch der Kinder bleibt freilich weiter bestehen).

Wobei sich dieses Problem ja ganz schnell umgehen lässt, wenn die Person, die unterstützt werden will, nicht heiratet. 

chai antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8285

@chai 

Wobei sich dieses Problem ja ganz schnell umgehen lässt, wenn die Person, die unterstützt werden will, nicht heiratet. 

So einfach ist es nicht. Tatsächlich kann der Unterhaltsanspruch auch schon erlöschen, sobald man in einer verfestigten Lebensgemeinschaft mit einem neuen Partner lebt. 

alescha antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 2017

@mariposa22

mit dem Sex bis zur Ehe zu warten

Darum geht es in diesem Thread aber eigentlich nicht 😉 , sondern darum, wieviele Partnerschaften/Affären heutzutage vor einer Ehe akzeptabel sind. Im Internet- resp. Jugendslang auch als BC (Body Count) bekannt.

 

tamaro antworten
Chai
 Chai
Beiträge : 3510

Ich sag jetzt mal was ganz Böses 😮 

Nicht jede Enthaltsamkeit ist freiwillig - und dann heißt's hinterher 'der hat gewartet', wo es doch viel ehrlicher wäre zu sagen 'dem sind die Weiber nicht nachgerannt' oder 'der hat keine abgekriegt' ...

chai antworten
4 Antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18419

@chai 🤭 

Ja, es ist dieses "Gesellschaftsding", dem Leute nachgehen/nachgeben oder eben auch nicht.

neubaugoere antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 2017

@chai 

und dann heißt's hinterher 'der hat gewartet

... oder vielleicht auch eine "sie"?

 

tamaro antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3510

@tamaro Das gilt selbstverständlich für m/w/d und den Rest vom Alphabet.

chai antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1368

@chai 

Das gilt selbstverständlich für m/w/d und den Rest vom Alphabet.

😂

ga2 antworten


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