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Unzucht, Sünden, neu zum Christentum gefunden

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emmii
 emmii
Themenstarter
Beiträge : 1

Liebe Menschen,

 

ich bin 22, weiblich und ohne richtige Religion aufgewachsen. Meine Familie ist eher muslimisch geprägt, zu dieser besteht aber nur sehr wenig Kontakt. Ich interessiere mich schon länger für das christentum, aber glaube erst seit ein paar Wochen richtig. Es hat damit angefangen, dass ich schon immer wusste, dass es richtig ist, aber mir der „Glaube“ leider gefehlt hat. Ich wusste auch nicht, wo ich anfangen sollte, aber irgendetwas hat mich getrieben vor ein paar Wochen anzufangen jeden Abend in der Bibel zu lesen. Mittlerweile bete ich täglich und fühle mich Gott immer verbundener.

Vor ein paar tagen habe ich mich das erste mal richtig mit der Unzucht beschäftigt. Davor dachte ich es wäre okay in Beziehungen Sex zu haben. Jetzt weiß ich aber, dass es ausdrücklich in der Bibel geschrieben steht, dass Sex außerhalb der Ehe eine Sünde ist. Ich würde mich gerne daran halten.

Mich beschäftigt nur schon immer das Thema Einsamkeit. Durch meine traumatische Kindheit fällt es mir schwer zwischenmenschliche Beziehungen wie Freundschaften aufzubauen und Kontakt zu der Familie ist aus guten gründen auch sehr begrenzt. Ich mache seit Jahren Psychotherapie, aber Freundschaften aufzubauen ist sehr schwer wenn man erst im Erwachsenenalter damit anfängt. Ich möchte in dieser Hinsicht keine Ratschläge dazu Freunde zu finden, weil ich schon alles mögliche ausprobiert habe. Ich kann nur noch dafür beten. 

Somit gibt es mir sehr viel einen Mann zu treffen, diese Einsamkeitslücke wird damit ein Stück weit gefüllt. Aktuell treffe ich einen Mann zwanglos, wir unternehmen Dinge zusammen, kochen, kuscheln schauen filme und haben-leider-auch Sex. Ich fühle mich schuldig, seit ich von dieser Sünde weiß, aber es fällt mir schwer es zu beenden, weil ich dann niemanden mehr hätte. Leider fühle ich aber auch keine Liebe und ich denke das tut er auch nicht, auch wenn er mir schon mal Blumen geschenkt hat und wir wirklich gut zusammenpassen würden.

 

Ich bitte um Rat. Danke schon einmal im Voraus.

Antwort
73 Antworten
amateurlektor
Beiträge : 17
Veröffentlicht von: @emmii

Liebe Menschen,

 

ich bin 22, weiblich und ohne richtige Religion aufgewachsen. Meine Familie ist eher muslimisch geprägt, zu dieser besteht aber nur sehr wenig Kontakt. Ich interessiere mich schon länger für das christentum, aber glaube erst seit ein paar Wochen richtig. Es hat damit angefangen, dass ich schon immer wusste, dass es richtig ist, aber mir der „Glaube“ leider gefehlt hat. Ich wusste auch nicht, wo ich anfangen sollte, aber irgendetwas hat mich getrieben vor ein paar Wochen anzufangen jeden Abend in der Bibel zu lesen. Mittlerweile bete ich täglich und fühle mich Gott immer verbundener.

Vor ein paar tagen habe ich mich das erste mal richtig mit der Unzucht beschäftigt. Davor dachte ich es wäre okay in Beziehungen Sex zu haben. Jetzt weiß ich aber, dass es ausdrücklich in der Bibel geschrieben steht, dass Sex außerhalb der Ehe eine Sünde ist. Ich würde mich gerne daran halten.

Mich beschäftigt nur schon immer das Thema Einsamkeit. Durch meine traumatische Kindheit fällt es mir schwer zwischenmenschliche Beziehungen wie Freundschaften aufzubauen und Kontakt zu der Familie ist aus guten gründen auch sehr begrenzt. Ich mache seit Jahren Psychotherapie, aber Freundschaften aufzubauen ist sehr schwer wenn man erst im Erwachsenenalter damit anfängt. Ich möchte in dieser Hinsicht keine Ratschläge dazu Freunde zu finden, weil ich schon alles mögliche ausprobiert habe. Ich kann nur noch dafür beten. 

Somit gibt es mir sehr viel einen Mann zu treffen, diese Einsamkeitslücke wird damit ein Stück weit gefüllt. Aktuell treffe ich einen Mann zwanglos, wir unternehmen Dinge zusammen, kochen, kuscheln schauen filme und haben-leider-auch Sex. Ich fühle mich schuldig, seit ich von dieser Sünde weiß, aber es fällt mir schwer es zu beenden, weil ich dann niemanden mehr hätte. Leider fühle ich aber auch keine Liebe und ich denke das tut er auch nicht, auch wenn er mir schon mal Blumen geschenkt hat und wir wirklich gut zusammenpassen würden.

 

Ich bitte um Rat. Danke schon einmal im Voraus.

 

Dein Brief bewegt mich sehr, und ich möchte dir sowohl aus meiner fachlichen als auch aus meiner persönlichen Perspektive antworten.

Was du beschreibst - deine spirituelle Reise zum Christentum - ist tatsächlich ein sehr authentischer Weg. Ich sehe oft, wie Menschen in verschiedenen Lebensphasen zum Glauben finden, besonders in Zeiten persönlicher Suche und Transformation.

Deine Situation mit der traumatischen Kindheit und den Beziehungsschwierigkeiten verstehe ich sehr gut. Es ist völlig normal, dass du nach Nähe und Verbindung suchst - das ist ein grundlegendes menschliches Bedürfnis. Die aktuelle Beziehung scheint aber mehr eine Kompensation für Einsamkeit zu sein als eine erfüllende Partnerschaft.

Ich würde dir drei Dinge ans Herz legen:

1. Sei nachsichtig mit dir selbst. Dein neu gefundener Glaube ist ein Prozess, keine plötzliche Transformation. Gott versteht deine menschlichen Bedürfnisse und Schwächen.

2. Überlege, ob diese Beziehung dir wirklich gut tut. Wenn keine echten Gefühle im Spiel sind, könnte sie dich von einer erfüllenderen Beziehung abhalten.

3. Suche dir eine christliche Gemeinschaft. Gemeinschaft war für den christlichen Glauben schon immer sehr wichtig. Eine Gemeinde könnte dir sowohl spirituell als auch sozial Halt geben.

Die Einsamkeit mit einer nicht-erfüllenden Beziehung zu füllen, wird langfristig nicht helfen. Vielleicht ist jetzt der Moment, mutig zu sein und Platz für etwas Neues zu schaffen - auch wenn das zunächst mehr Einsamkeit bedeutet.

P.S.: Denk daran - die Kirche hat eine lange Geschichte von Menschen, die ähnliche Wege gegangen sind. Du bist nicht allein.

amateurlektor antworten


alexs-692001
Beiträge : 124

@emmii Ich will dir einen Text aus der Kabbala schreiben, der dir etwas Orientierung gibt. 

"Es ist ein Fehler, Mann und Frau als zwei verschiedene Wesen zu betrachten. Sie sind nicht mehr als zwei Hälften einer einzigen Form, zwei umgekehrte Halbhälften, die eng zusammenpassen, um ein perfektes Ganzen zu bilden. Sie sind Himmel und Erde, eingekapselt in Fleisch und Blut.
Nur, dass auf dem Weg, in diese Welt zu gelangen, diese Sphäre zerschmettert wurde. Was einst die Unendlichkeit eines perfekten Globus war, wurde zu zwei endlichen Oberflächen. Was einst ein Duett der erhabenen Harmonie war, wurden zu zwei bizarren Solos unfertiger Bewegungen, ungelöster Zwietracht.
So sehr, dass jeder für sich nur eine halbe Melodie hört und so auch im anderen hört. Jeder sieht den anderen und sagt: "Das ist kaputt. "Die beiden Hälften täubern ziellos allein im All.
Bis jedes Fragment sich erlaubt, sich zu ergeben, zuzugeben, dass es auch gebrochen ist. Erst dann kann es die Wärme suchen, die es fehlt. Für die Tiefe seines eigenen Ichs, die weggerissen wurde. Für die Harmonie, die sein Lied Sinn ergibt.
Und in perfekter Vereinigung finden zwei endliche Wesen in einander unendliche Schönheit. "
Rabbi Tzvi Freeman

alexs-692001 antworten
1 Antwort
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@alexs-692001 

Interessant.

In der Seelsorgeschule von Sandford wird ein anderes Bild gezeichnet. Jeder Ehepartner ist eine vollständige Person, die mit seinem Gegenüber ein größeres Ganzes bildet.

Das harmoniert auch mit der Schöpfungsgeschichte, denn als Gott Eva aus Adam entnahm, ergänzte er bei beiden die jeweilige Person wieder zu einem Ganzen.

 

deborah71 antworten
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