Verheiratet mit Nichtchrist/Nichtchristin
Einen wunderschönen guten Tag!
Jemand aus meiner Nähe erwägt es mit einer nichtgläubigen Person zusammen zu sein. Wir haben schon viel geredet und verstanden, was die biblischen Maßstäbe bzw. eigenen Erfahrungen sind.
Wenn man aber online sucht, gibt es recht wenige Beispiele von Paaren, die bereits in so einer ungleichen Situation sind bzw. schon lange verheiratet sind. Dagegen gibt es scheinbar einen Haufen Beispiele, warum man nicht so eine Beziehung eingehen sollte.
Vielleicht werde ich hier etwas mehr fündig. Es wäre mir wichtig beide Seiten anzuschauen. Ausgangsposition muss sein, dass der eine Partner tatsächlich wiedergeborener Christ und der andere Partner keinerlei religiösen Glaube besitzt. Hier meine Fragen:
1. Bevor ihr zueinander ja gesagt habt, was hat euch am meisten miteinander verbunden?
2. Habt ihr bereits vor der Eheschließung Grundsteine gelegt, wie es aussehen kann, dass der eine eher seinen Glauben ausleben möchte und der andere nicht? Wie sieht das heute bei euch aus?
3. Welche Entscheidungen habt ihr beim Thema Kindererziehung getroffen?
4. Welche positiven Erfahrungen habt ihr in eurer Beziehung machen können?
5. Gibt es etwas, das ihr heute eher bereut?
6. Was würdet ihr aufgrund eurer eigenen Erfahrungen anderen Menschen raten, die sich überlegen eine ungleiche Beziehung einzugehen?
Freundliche Grüße
Loewentier
@loewentier Ich kenne auch so ein paar, das schon sehr lange verheiratet ist. Meiner Meinung nach, setzt das aber extrem viele "Abstriche" der einen Seite, manchmal auch der anderen voraus.
Die Frau ist halt extrem tolerant und der Mann geht eigentlich nirgends hin. Man kann halt so seinen Glauben nicht teilen, nicht zusammen in die Gemeinde gehen etc.
Man muss sich schon sehr gut überlegen, ob man sich auf sowas einlassen will. Ganz bestimmt nicht einfach. Grundsätzlich falsch würde ich es jetzt auch nicht betrachten.
zu 1.) Ich bin zu schnell in die Beziehung reingesprungen. Beim 2. Date kam der Hochzeitsantrag und er weinte bei mir im Auto - da dachte ich mir, der Mann kann Gefühle zeigen und ist ehrlich. Ab da war er in meinem Herzen
Und ich dachte mir (er hatte Niveau, war galant, charmant und sehr überzeugend) das ist ein Mann, den ich lieben kann und mit dem ich es mir vorstellen kann ein Leben lang verheiratet zu sein.
Zu 2. ) Glauben - ich komme aus kath. Hintergrund. Hatte keinen Schutz von zuhause. Und mir fehlten Beziehungen zu Gläubigen. Ich stellte nur fest, dass ich an Jesus glaube - sein Kommentar: Macht nix - er wurde ohne Glauben aufgezogen - war als Kleinkind in arabischem Land
3.) Wir wollten beide Kinder - über die Erziehung haben wir nicht gesprochen. Es war klar, dass ich zuhause für die die Kinder bleiben würde.
4.) er hat mir Paris zu Füßen gelegt, mir keinen Druck in Bezug auf Leistung gemacht. Sexualität war wundervoll, wir haben 2 wunderbare Kinder, wir haben uns ein schönes Zuhause aufgebaut
5.) ich bereue es, so naiv gewesen zu sein. Ich war ehrlich und treu, dachte dasselbe von ihm. Ich fühlte, dass er uns nicht liebt. Es gab Situationen, da brauchte ich seine Hilfe und er ließ mich mit den kleinen Kindern einfach stehen (es war Winter, ich hatte mich ausgesperrt. Sein Kommentar: dein Scheiß). Wir waren nur zum Vorzeigen (auf dem Bildschirm waren). Ich war sein Sprungbrett zu seiner Karriere.
6.) Nach 14 Jahren Ehe entschied er sich für eine Andere. Ließ uns sitzen, ging ins Ausland. Ich dachte ich bin Christ und vergebe, es wird schon wieder. Wir hatten eine Abmachung gemacht, aber er hatte ein Doppelleben - ich wußte es nicht, war aber sehr unglücklich in der Ehe gewesen. Ich hatte nie gedacht, dass er fremd gehen würde. Tja, jeder denkt so, wie er im Herzen ist.
Ich ging zum Scheidungsanwalt. War dann unter Verdammnis, von mir selber und auch Christen hauten es mir drüber. Es war eine sehr schwere Zeit. Ich klammerte mich an Gott. Und er half durch. Es passierte viel Böses. Die Kinder waren 9 + 11, es war im 14. Jahr. Im 20. war dann die Scheidung. Ich predigte und lebte Vergebung. Wollte nicht die Kinderherzen vergiften. Es war richtig.
Gott hob mich dann mit folgenden Bibelstellen raus aus der Verdammnis:
Was hat Licht mit Finsternis zu tun?
Zieht nicht am Joch mit Ungläubigen
Wenn Ungläubiger sich trennt, ist der Andere frei
Wenn einer Untreu ist, ist der andere frei
Unser gemeinsames Haus wurde zwangsversteigert. Gott hat alles gut werden lassen. Ich hab soviel gelernt. Nie mehr würde einen Mann heiraten, der Jesus nicht nachfolgt. Gott hat mein gebrochenes Herz über die Jahre wieder geheilt - indem ich vergab und stets wenn der Schmerz, die Angst hochkam ihn segnete.
Ich bin glücklich geschieden. Und freue mich am Leben. Gott gab mir wieder Wert. Die Kinder haben den Kontakt später wieder aufgemacht zum Vater. Und sagen mir heute: Wir können nicht verstehen, wie ihr zusammengefunden habt. Ihr seid so unterschiedlich. Tja, er ist ein Workoholiker und weltlich sehr erfolgreich, ich war weltlich erfolgreich in der Arbeit, bevor die Kinder kamen und mein oberstes Ziel war Familie und Kinder. Sie sagen: Papa ist schon cool, wir verstehen uns gut, aber nur solange wie wir dieselbe Meinung haben wie er.
Mein Fazit. In Bezug auf Ehepartner Überlegungen vor der Partnerschaft: Finger weg von Menschen, die nicht im Glauben leben. Jesus sagte: Schaut auf die Früchte. Ich denke gleiche Werte und Ziele sind sehr sehr hilfreich!
Und mein Exmann war mal nah am Glauben dran, Gott schenkte schon Gnade. Aber dann starb sein Vater und er machte sein Herz zu. Ich bin versöhnt, habe viel Gutes erleben dürfen. In den Krisen sah ich, dass der Glaube trägt. Gott schenkte mir viele Wunder. Er hob mich aus Schulden, aus der Existenzangst und stellte mein Herz wieder her und was super wichtig ist, auch die Herzen der Kinder. Sie stehen im Leben und haben viel Freude, leben gute Werte ich bin so dankbar - dass mein Gott größer ist als alle Probleme. Dass er Weisheit hat, meine ist schnell weg. Dass er Kraft hat - meine ist klein. Mein Gott ist größer!
@lightfire89 vielen Dank für deine Lebensgeschichte, die ich leider erst heute bewusst gelesen habe. Besser spät als nie. 👀 Eins unserer Kinder scheint leider gerade einen ähnlichen Weg einzuschlagen. Vor kurzem habe ich es in Gottes Hände gelegt und los gelassen, da es mir mittlerweile zu schwer wird das Kind in die bessere Richtung zu ziehen. Ich lasse los und bete und hoffe. Es muss seine eigenen Erfahrungen machen. So sieht es wohl aus.
LT
@loewentier
Habe gerade durch Zufall (?) diesen uralten Thread gefunden.
Aber egal wie alt - vielleicht interessant und hilfreich für die Eine oder den Anderen...
1. Bevor ihr zueinander ja gesagt habt, was hat euch am meisten miteinander verbunden?
Einerseits hatten wir hinsichtlich sozialer Herkunft (Elternhaus, politische Ansichten, Hobbys) ziemliche Unterschiede, die uns aber gegenseitig interessant machten. So waren wir auch in unserem Auftreten anfangs dermaßen unterschiedlich, dass daraus eine gewisse Faszination für die/den Andere/n erwuchs.
Andererseits gab es durch unsere Jugendgruppe (CVJM, bündische Jugend) viele Gemeinsamkeiten, auch ein gemeinsamer Glaube (mit etwas unterschiedlicher Ausrichtung) und gemeinsame ethische Werte.
Nicht zuletzt gab es aber auch (das will ich nicht leugnen) eine nicht geringe sexuelle Anziehungskraft und der Wunsch nach Nähe und gemeinsamem Erleben.
2. Habt ihr bereits vor der Eheschließung Grundsteine gelegt, wie es aussehen kann, dass der eine eher seinen Glauben ausleben möchte und der andere nicht? Wie sieht das heute bei euch aus?
Bei mir war zuerst der Glaube und die christliche Orientierung etwas ausgeprägter, bei meiner damaligen Freundin entwickelte er sich erst später (auch durch eine ihrer Freundinnen).
Inzwischen hat sich das etwas verändert: ich bin deutlich liberaler geworden während sie im Glauben entschiedener wurde.
3. Welche Entscheidungen habt ihr beim Thema Kindererziehung getroffen?
Manche Entscheidungen muss man nicht treffen - sie ergeben sich.
Meine Frau studierte noch (Lehramt), als unsere erste Tochter zur Welt kam. Und ich hatte das Glück, beruflich sehr schnell die Karriereleiter hinauf zu stolpern und sehr gut zu verdienen.
Nach Studienende gab es in Hessen eine "Lehrerschwemme" und meine Frau fand es besser, sich als Hausfrau (darin war sie ganz schlecht) und Mutter (darin war sie überzeugend) zu bewähren.
4. Welche positiven Erfahrungen habt ihr in eurer Beziehung machen können?
in erster Linie, dass die Beziehung zwischen meiner ehemaligen Verlobten und mir nun schon seit 48 Jahren nicht nur hält (wenn auch mit einigen Höhen und Tiefen), sondern auch nach so langer Zeit immer noch recht frisch ist.
5. Gibt es etwas, das ihr heute eher bereut?
Das habe ich mich auch schon manchmal gefragt - aber keine Antwort gefunden.
Vielleicht haben wir ein bis zwei Jahre zu früh geheiratet, vielleicht hätten wir vorher noch einige Erfahrungen machen sollen.
Vielleicht hätte ich einige andere berufliche Entscheidungen treffen sollen, die (zumindest nach erster Einschätzung) besser für unser Familienleben gewesen wären. Aber immer, wenn ich darüber nachdenke, stelle ich fest, dass eigentlich alles bestens war. Und wenn es dies auf den ersten Blick nicht so schien - dann sehen wir heute, dass auch einige Fehlentscheidungen letztlich der Start zu einer besseren Weiterentwicklung waren.
6. Was würdet ihr aufgrund eurer eigenen Erfahrungen anderen Menschen raten, die sich überlegen eine ungleiche Beziehung einzugehen?
Ungleiche Beziehungen haben meist eine größere Faszination als gleiche ("Gegensätze ziehen sich an"), tragen aber ein größeres Risiko des Scheiterns mit sich. Da wird es darauf ankommen, wieweit Paare in anderen Lebensbereichen zusammenpassen, gegenseitig Rücksicht nehmen und Freiheit geben, sich dabei aber über Grenzen einig sind, Toleranz und Offenheit aufbringen (man darf es auch "Liebe" nennen), Gesprächs- und Vergebungsbereit sind.
Alle Achtung, so lange zusammen 👍👍👍 , bei uns wird es jetzt das 21.Jahr.
Was würdest du jemanden raten, der in Erwägung zieht einen Nichtchristen zu heiraten?
Was hat es evtl mit euch gemacht, dass du im Glaube liberaler und sie entschiedener wurde
1. Bezogen auf den Glaube selbst.
2. Bezogen auf eure Beziehung.
LT
Guten Abend,
Ich habe geheiratet als ich leider auch von Gott mich entfernt hatte. Später wurde ich wieder Gläubig.
Ich kann nicht dazu raten diese Konstellation bewusst einzugehen, gerade im Bezug auf die Erziehung der Kinder. Noch nicht einmal an Weihnachten oder Ostern klappt es zusammen zur Kirche zu gehen. Ich rede mit den Mund fusselig bezüglich dem Glauben, aber die meisten Leute die den Glauben nicht wirklich an erster Stelle haben hier im Dorf, deren Kinder besuchen öfters Gottesdienste oder andere lokale Veranstaltungen als meine.
Sehr traurig für mich gepaart mit großen Sorgen und Diskussionen mit dem Ehepartner.
Vielen Dank für deine Antwort.
Ich spüre deine Traurigkeit und Enttäuschung. Ich wünschte es gäbe nochmal eine große Erleichterung in deinem Leben, das es nicht immer so ist wie derzeit.
Das mit den Kindern sehe ich auch als schwierig an. Aber mein Kind redet sich derzeit ein: eins oder keins. Das Thema spielt jetzt mit 18 Jahren auch noch keine große Rolle. Ihr Freund ist scheinbar so eine Art Seelenverwandter, deshalb verstehen sie sich prima. Anfangs, als er mitbekam, dass sie gläubig ist, ging er auch in verschiedene Gemeinden an seinem Ort oder schaute online Gottesdienste. Jetzt ist das nicht mehr so. Und auch wenn sie über Gott reden möchte, ist es ihm manchmal jetzt schon nicht so wichtig. Sie merkt das auch, aber sie liebe ihn ja so 👀 für sie scheint nur der Moment zu gelten á la Jetzt ist es noch schön. Weinen können wir noch später 👀
Aber ich lasse sie los. Es zerreißt uns sonst alle schon vor dem evtl. großen Knall. Und falls sie bei ihm bleibt, geht sie hoffentlich wenigstens in ihrem eigenen Glauben keine faulen Kompromisse ein. Ich bete und hoffe, denn es sind nun mal zwei völlig unterschiedliche Lebensentwürfe.
LT
Guten Morgen,
Danke der Rückmeldung. Ich hoffe es entwickelt sich gut, und deine Gebete Fruchten. 18 ist noch jung, kann sich noch sehr viel tun.
Aber die Grundproblematik hat man ja bei egal wie vielen Kindern. Theoretisch auch ohne Kind.
Bewusst nur Eines zu planen, ich weiß nicht. Schon ab dem Kind 1 ist das Leben ein anderes, das wird mit Kind 2 oder 3 nicht soviel anders. Meine Frau wollte sogar zeitweise ein Drittes, wegen unserer Probleme die aber auch über den Glauben hinaus gingen, wollte ich es damals nicht. Trotzdem der Spannungen des Glaubens bin ich später sehr traurig geworden, nicht auf Sie eingegangen zu sein. Es wäre schön wenn noch ein "Menschchen" mehr bei uns wäre.
Natürlich ist es grundsätzlich schön Kinder zu haben auch mit den Spannungen innerhalb der Familie oder wenn man nur zur Hälfte Gläubig ist. Es gibt nicht nur negatives, auch wenn der Aspekt des fehlenden Glaubens mich belastet.
Was den Glauben selbst angeht, da steht man trotzdem in Gefahr Kompromisse einzugehen dem Partner wegen. Kann schon damit anfangen das man Sonntags in die Kirche möchte und der Partner ganz andere Pläne hat.
Ich hoffe es gibt sich zum besten alles bei euch!
Hallo Kappa und Löwentier,
wir haben 3 Kinder (2 Töchter und einen Sohn) und alle kamen (bewusst) ungeplant.
Und alle haben sich unterschiedlich entwickelt:
die "Große" ist nicht nur beruflich als leidenschaftliche Kirchenmusikerin ihrer Gemeinde eng verbunden, sondern achtet auch in ihrer Familie (2 Buben) auf deren christliche Prägung, wobei sie von ihrem Mann voll und ganz unterstützt wird,
die "Mittlere" ist nicht ganz so stark in ein christliches Umfeld integriert, engagiert sich aber als Mutter von 3 Buben ebenfalls in Gemeinde, Kita und Schule und bemüht sich dabei, auch in ihrem alltäglichen Umfeld ihre christliche Überzeugung zu zeigen und weiterzugeben. Ihr Mann (seit 12 Jahren) ist röm.-katholischer Südamerikaner, ist in Glaubensfragen eher locker-liberal, besucht mitunter unseren evangelischen Gottesdienst und geht gelegentlich aber auch mal in die katholische Messe.
Der "Jüngste", unser Sohn, inzwischen auch Vater einer kleinen Tochter, ist schon seit frühester Jugend ein geborener Realist und Skeptiker, glaubensmäßig zwar offen und interessiert, engagiert sich gelegentlich auch in unserer Gemeinde, aber immer mit einer gewissen Zurückhaltung.
Vielleicht sind es diese Unterschiede bei unseren Kids, die zu meiner liberalen Einstellung und zu meiner eher lockeren Haltung in manchen Fragen beigetragen haben.
Was würdest du jemanden raten, der in Erwägung zieht einen Nichtchristen zu heiraten?
Ich denke, wer Schwierigkeiten darin hat, einen Nichtchristen bzw. Andersgläubigen zu heiraten, trägt u.U. selbst dazu bei, das Problem größer zu machen. Denn statt in erster Linie auf das Trennende und Problematische zu achten, sollten wir mehr auf das Gemeinsame und Verbindende schauen und dies stärken. Dann kann eine Verbindung auch langfristig halten.
Natürlich kann (und wird) es im Alltag (also in der täglichen Praxis) Probleme geben, wenn z.B. ein Partner stärker in einer Gemeinde engagiert (und damit zeitlich gebunden) ist, während der andere Partner in dieser Zeit lieber etwas anderes gemeinsam machen möchte. Oder statt dessen mit anderen Leuten (was zu Eifersucht führen kann).
Ich denke, dass viel Liebe, Geduld und Toleranz nötig sind, damit man offen miteinander über den eigenen Glauben, Werte und Lebensziele reden kann, die abweichenden Meinungen des Partners aber akzeptiert. Und zu versuchen, "auf Teufel komm raus" zu missionieren, wird wohl zum Scheitern führen.
Persönliche Anmerkung: in einer Ehe gibt es sowieso genügend Konfliktstoff, da muss man nicht noch zusätzliche "Nebenkriegsschauplätze" aufbauen 🤔 🤔 🤔
Was hat es evtl mit euch gemacht, dass du im Glaube liberaler und sie entschiedener wurde
1. Bezogen auf den Glaube selbst.
eigentlich wenig...
Wir sind bei ehrenamtlich als Prädikanten in den Gemeinden unseres Dekanats aktiv, wobei die Gottesdienste, die meine Frau feiert, stets etwas ernsthafter und ruhiger sind, während meine Predigten (und Gottesdienste) meistens lockerer sind. Vielleicht spielt da meine pfadfinderisch-bündische Vergangenheit mit Andachten am Lagerfeuer eine Rolle. Aber das sind Äußerlichkeiten.
2. Bezogen auf eure Beziehung.
noch weniger...
Vielleicht reden/diskutieren wir heute etwas häufiger über Glaubensfragen als früher...
Ich hab mich mit meinem Mann zusammengetan (und deutlich später dann auch geheiratet), als ich nicht viel mit dem mir anerzogenen Glauben zu tun hatte. Von daher kann ich nicht von ihm verlangen, dass er jetzt, wo ich wieder gläubig bin (wenn auch anders als früher) sich meinem Glauben anschließt.
Und trotzdem ist es so, dass wir mit und trotz allen Differenzen, schon über 40 Jahre zusammen sind.
In dieser Zeit wurden Ehen geschlossen und diese gingen auch wieder auseinander. Darunter waren auch einige sehr fromme Ehen.
Danke für deine Gedanken.
Über 40 Jahre, das ist wunderbar 👍👍👍 und das es bei euch mit unterschiedlichem Glauben dennoch gut klappt. Hört man nicht allzu häufig.
LT
@loewentier
Das ist wunderbar; das ist anstrengend; da hat man sich gern; da hat man schon vieles zusammen erlebt, man hat eine gemeinsame Geschichte; da ist Gewohnheit dabei; da will man Erreichtes nicht aufgeben; da verbinden Kinder und Enkel ...