Benachrichtigungen
Alles löschen

Verheiratet mit Nichtchrist/Nichtchristin


Loewentier
Themenstarter
Beiträge : 361

Einen wunderschönen guten Tag!

 

Jemand aus meiner Nähe erwägt es mit einer nichtgläubigen Person zusammen zu sein. Wir haben schon viel geredet und verstanden, was die biblischen Maßstäbe bzw. eigenen Erfahrungen sind.

Wenn man aber online sucht, gibt es recht wenige Beispiele von Paaren, die bereits in so einer ungleichen Situation sind bzw. schon lange verheiratet sind. Dagegen gibt es scheinbar einen Haufen Beispiele, warum man nicht so eine Beziehung eingehen sollte.

Vielleicht werde ich hier etwas mehr fündig. Es wäre mir wichtig beide Seiten anzuschauen. Ausgangsposition muss sein, dass der eine Partner tatsächlich wiedergeborener Christ und der andere Partner keinerlei religiösen Glaube besitzt.  Hier meine Fragen:

1. Bevor ihr zueinander ja gesagt habt, was hat euch am meisten miteinander verbunden?

2. Habt ihr bereits vor der Eheschließung Grundsteine gelegt, wie es aussehen kann, dass der eine eher seinen Glauben ausleben möchte und der andere nicht? Wie sieht das heute bei euch aus? 

3. Welche Entscheidungen habt ihr beim Thema Kindererziehung getroffen?

4. Welche positiven Erfahrungen habt ihr in eurer Beziehung machen können? 

5. Gibt es etwas, das ihr heute eher bereut?

6. Was würdet ihr aufgrund eurer eigenen Erfahrungen anderen Menschen raten, die sich überlegen eine ungleiche Beziehung einzugehen?  

 

Freundliche Grüße 

 

Loewentier 

 

 

 

 

 

 

 

Antwort
2 Antworten
Holzi83
Beiträge : 31

@loewentier Ich kenne auch so ein paar, das schon sehr lange verheiratet ist. Meiner Meinung nach, setzt das aber extrem viele "Abstriche" der einen Seite, manchmal auch der anderen voraus.

Die Frau ist halt extrem tolerant und der Mann geht eigentlich nirgends hin. Man kann halt so seinen Glauben nicht teilen, nicht zusammen in die Gemeinde gehen etc. 

Man muss sich schon sehr gut überlegen, ob man sich auf sowas einlassen will. Ganz bestimmt nicht einfach. Grundsätzlich falsch würde ich es jetzt auch nicht betrachten. 

holzi83 antworten


Lightfire89
Beiträge : 73

zu 1.) Ich bin zu schnell in die Beziehung reingesprungen. Beim 2. Date kam der Hochzeitsantrag und er weinte bei mir im Auto - da dachte ich mir, der Mann kann Gefühle zeigen und ist ehrlich. Ab da war er in meinem Herzen

Und ich dachte mir (er hatte Niveau, war galant, charmant und sehr überzeugend) das ist ein Mann, den ich lieben kann und mit dem ich es mir vorstellen kann ein Leben lang verheiratet zu sein.

Zu 2. ) Glauben - ich komme aus kath. Hintergrund. Hatte keinen Schutz von zuhause. Und mir fehlten Beziehungen zu Gläubigen. Ich stellte nur fest, dass ich an Jesus glaube - sein Kommentar: Macht nix - er wurde ohne Glauben aufgezogen - war als Kleinkind in arabischem Land

3.) Wir wollten beide Kinder - über die Erziehung haben wir nicht gesprochen. Es war klar, dass ich zuhause für die die Kinder bleiben würde.

4.) er hat mir Paris zu Füßen gelegt, mir keinen Druck in Bezug auf Leistung gemacht. Sexualität war wundervoll, wir haben 2 wunderbare Kinder, wir haben uns ein schönes Zuhause aufgebaut

5.) ich bereue es, so naiv gewesen zu sein. Ich war ehrlich und treu, dachte dasselbe von ihm. Ich fühlte, dass er uns nicht liebt. Es gab Situationen, da brauchte ich seine Hilfe und er ließ mich mit den kleinen Kindern einfach stehen (es war Winter, ich hatte mich ausgesperrt. Sein Kommentar: dein Scheiß). Wir waren nur zum Vorzeigen (auf dem Bildschirm waren). Ich war sein Sprungbrett zu seiner Karriere. 

6.) Nach 14 Jahren Ehe entschied er sich für eine Andere. Ließ uns sitzen, ging ins Ausland. Ich dachte ich bin Christ und vergebe, es wird schon wieder. Wir hatten eine Abmachung gemacht, aber er hatte ein Doppelleben - ich wußte es nicht, war aber sehr unglücklich in der Ehe gewesen. Ich hatte nie gedacht, dass er fremd gehen würde. Tja, jeder denkt so, wie er im Herzen ist. 

Ich ging zum Scheidungsanwalt. War dann unter Verdammnis, von mir selber und auch Christen hauten es mir drüber. Es war eine sehr schwere Zeit. Ich klammerte mich an Gott. Und er half durch. Es passierte viel Böses. Die Kinder waren 9 + 11, es war im 14. Jahr. Im 20. war dann die Scheidung. Ich predigte und lebte Vergebung. Wollte nicht die Kinderherzen vergiften. Es war richtig. 

Gott hob mich dann mit folgenden Bibelstellen raus aus der Verdammnis: 

Was hat Licht mit Finsternis zu tun?

Zieht nicht am Joch mit Ungläubigen

Wenn Ungläubiger sich trennt, ist der Andere frei

Wenn einer Untreu ist, ist der andere frei

Unser gemeinsames Haus wurde zwangsversteigert. Gott hat alles gut werden lassen. Ich hab soviel gelernt. Nie mehr würde einen Mann heiraten, der Jesus nicht nachfolgt. Gott hat mein gebrochenes Herz über die Jahre wieder geheilt - indem ich vergab und stets wenn der Schmerz, die Angst hochkam ihn segnete. 

Ich bin glücklich geschieden. Und freue mich am Leben. Gott gab mir wieder Wert. Die Kinder haben den Kontakt später wieder aufgemacht zum Vater. Und sagen mir heute: Wir können nicht verstehen, wie ihr zusammengefunden habt. Ihr seid so unterschiedlich. Tja, er ist ein Workoholiker und weltlich sehr erfolgreich, ich war weltlich erfolgreich in der Arbeit, bevor die Kinder kamen und mein oberstes Ziel war Familie und Kinder. Sie sagen: Papa ist schon cool, wir verstehen uns gut, aber nur solange wie wir dieselbe Meinung haben wie er. 

Mein Fazit. In Bezug auf Ehepartner Überlegungen vor der Partnerschaft: Finger weg von Menschen, die nicht im Glauben leben. Jesus sagte: Schaut auf die Früchte. Ich denke gleiche Werte und Ziele sind sehr sehr hilfreich! 

Und mein Exmann war mal nah am Glauben dran, Gott schenkte schon Gnade. Aber dann starb sein Vater und er machte sein Herz zu. Ich bin versöhnt, habe viel Gutes erleben dürfen. In den Krisen sah ich, dass der Glaube trägt. Gott schenkte mir viele Wunder. Er hob mich aus Schulden, aus der Existenzangst und stellte mein Herz wieder her und was super wichtig ist, auch die Herzen der Kinder. Sie stehen im Leben und haben viel Freude, leben gute Werte ich bin so dankbar - dass mein Gott größer ist als alle Probleme. Dass er Weisheit hat, meine ist schnell weg. Dass er Kraft hat - meine ist klein. Mein Gott ist größer!

 

 

lightfire89 antworten
Teilen:

Hey du!

Dieses Forum ist für dich kostenlos.
Das funktioniert nur, weil uns treue Menschen regelmäßig mit ihrer Spende unterstützen.
Bist du dabei?