Verliebt in einen vergebenen Mann
Hallo zusammen,
mir hat Gott vor ein paar Wochen jemanden aufs Herz gelegt, den ich bis dahin nicht kannte. Nur seinen Namen. Ganz klar sagte er: Du siehst ihn bald und er ist dein Mann!
Ich hatte ihn noch nie gesehen. Am Wochenende haben wir uns kennen gelernt , wir waren wir bei einer gemeinsamen Aktivität und es hat sehr gefunkt.
Am Morgen war ich noch unsicher, aber Gott machte ausgerechnet meinen absoluten Lieblingsvers zum Vers des Tages an dem Morgen. Das habe ich als erneute Bestätigung gesehen.
Wir haben intensiven Kontakt gehabt und ich hatte das Gefühl, dass er meine Nähe sucht und Gespräche initiiert. Wir waren über 10 Stunden in einer Gruppe zusammen unterwegs.
Danach habe ich viel gebetet und heute Morgen erfahren, dass er seit ein paar Monaten eine Freundin hat. Sie sind noch nicht verlobt. Wir kommen aus zwei verschiedenen konservativen Brüdergemeinden mit demselben Glaubensbild und Werten.
Nun möchte ich definitiv nicht dafür beten, dass eine Beziehung kaputt geht. Aber wieso legt Gott mir jemanden aufs Herz, so unfassbar klar und deutlich mit nächtlichen Visionen, wenn derjenige gar nicht verfügbar ist? Ist es wahrscheinlich, dass sie ihre Beziehung lösen? Ich möchte definitiv nicht den Mann einer anderen begehren. Soll ich weiter für ihn beten und auf Gottes Weg vertrauen oder soll ich ihn lieber ganz los lassen und glauben dass alles nur Einbildung war?
Ich weiß nicht wie ich Klarheit von Gott bekomme.
Also wäre dieser Mann verheiratet würd ich daran zweifeln, dass du Gottes Stimme gehört hast.
Da er es nicht ist, sehe ich ihn nicht zwingend als vergeben an. Er ist nicht der Mann einer anderen Frau, sondern ihr Freund.
Das sind für mich persönlich nicht nur Wort-Unterschiede, denn den Bund der Ehe geschlossen zu haben ist etwas anderes wie „daten“.
Wenn Gott tatsächlich möchte, dass ihr zusammen seid, dann wird er alles nötige dafür tun. Eigentlich musst du dann gar nichts tun, auch nicht beten. Wieso auch? Wenn Gott das beschlossen hat, wird es ohne dein Zutun passieren.
Und wenn es nicht passiert, hast du dich getäuscht.
Danke. Ich war so unfassbar irritiert heute, als ich von der Freundin erfahren habe. Genau das tue ich seit Tagen, ich bitte den Herrn an mir zu arbeiten, dass er mich zu einer tugendhaften und guten Ehefrau macht. Deswegen die Zweifel ob ich für jemanden beten darf. Hätte er den beiden Klarheit geschenkt wären sie nach einem halben Jahr ja vermutlich schon verlobt…
Veröffentlicht von: @sternWenn Gott tatsächlich möchte, dass ihr zusammen seid, dann wird er alles nötige dafür tun.
Eigentlich musst du dann gar nichts tun, auch nicht beten. Wieso auch?
Wenn Gott das beschlossen hat, wird es ohne dein Zutun passieren.Und wenn es nicht passiert, hast du dich getäuscht.
Genau so.
@kathinka Ich würde sagen, dass die Unterscheidung der Geister zwingend nötig ist.
Nur seinen Namen.
Mir ist das auch passiert. Ständig kam mir ein weiblicher Vorname in den Sinn.
Es war auffällig und ich musste einen Umgang damit finden. Also habe ich um Segen für .... gebetet.
Allmählich wurde es ruhiger um ... Und Monate später stellte mir mein Sohn ... als seine Freundin vor. 🤩
Damit will ich dir nicht sagen, dass der "gebundene" Mann dein Ehemann werden wird.
Ich will dir Mut machen, einen guten Umgang mit diesem Input (von oben?) zu finden. Und ihn loszulassen in Gottes Hand.
Total. Ich hätte am Samstag nie die emotionale Nähe zugelassen, wenn ich von seiner Freundin gewusst hätte. Mich irritiert seine Initiative, seine Witzeleien, seine Nähe (standen oft in der Gruppe nebeneinander). Das ging ja alles von ihm aus. Er hat eine Freundin mit keinem Wort erwähnt, kein „wir“ oder sonstigen minimalen Hinweis. Das irritiert mich so daran. Hätte ich es gewusst hätte ich bewusst Abstand gehalten.
Da gibt es mehrere Möglichkeiten:
1. Er fährt gern mehrgleisig. Soll es bei Männern geben.
2. Er flirtet gern, meint es aber nicht ernst. Das ist harmlos, irritiert aber manche Frauen.
3. Er ist einfach nett und mag Dich, ohne weitere Absichten.
Da Du jetzt die Situation kennst, würde ich das auf sich beruhen lassen. Geh mal positiv von Nr. 3 aus. Wenn Du damit umgehen kannst, kannst Du durchaus weiter mit ihm Kontakt haben. Wenn nicht solltest Du Abstand halten.
VG
Chey
Jemand, der in einer Beziehung war, auch wenn nicht verheiratet, war für mich immer tabu. Ich bin damit gut gefahren.
Im Grunde hast du ja recht. Beziehung ist Beziehung.
Nur die Sache mit dem Namen und der Eingebung Wochen vorher macht die Sache ja zur Chefsache…zumindest besteht die Möglichkeit.
Ganz praktisch: leg ihn aufs Regal und bitte Gott darum, DIR zu zeigen, wo er an DIR noch wirken möchte in Vorbereitung als Ehefrau. Soll es mit euch beiden was werden, dann lässt es sich nicht aufhalten. Ist es Täuschung, wartet die Falle der Forcierung und es hält nicht.
Verliebtheit (genauso wie Stress in einer Beziehung) kann einen ganz leicht in Täuschung führen. Gott zerstört keine Beziehungen. So eine Stimme: Das wird dein Mann... knallte auch mal in meine Gedanken, als ich auf einer Geburtstagsfeier einem geistlichen Bruder begegnete. Der Fehler war, wir waren beide verheiratet mit jemand anderem. Da Gott keine Beziehungen zerstört, wies ich die Stimme zurück. Es war eine Versuchung.
Welche Merkmale liessen dich denken, dass es Gottes Stimme im Traum war?
@deborah71 Danke.
Also ich habe seinen Namen gehört (wach, nicht im Traum) und eine unfassbare Wärme in mir gespürt. Mein Herz wurde weit. Der Name wurde eine ganze Woche lang jeden Tag erwähnt, also er als Person weil Freund von Freund von Freund und so… Jedes Mal wurde es deutlicher, das Gefühl von Gewissheit „Er ist es!“
Dann habe ich in der Nacht vorher eine Stimme gehört, die meinen Namen gerufen hat und ich saß wirklich hellwach im Bett. Ich hab mich an Samuel erinnert und geantwortet „Hier bin ich Herr. Sprich, ich will hören was du sagst, sofern du Herr Jesus bist!“ Den Nachsatz weil ich unsicher war und Angst hatte etwas anderen womöglich Herr zu nennen. Und da träumte ich von ihm und seinem Namen in meinem Herzen. Keine konkreten Bilder, aber eine konkretere Gewissheit, dass Er und ich zusammen gehören. Am Morgen habe ich nochmal gebetet „Bitte, schenk Klarheit.“ und mein Lieblingsvers kam als Tagesvers für die Morgenandacht, so dass Gott nicht nur durch den Traum sondern auch durch sein Wort gesprochen hat.
nun kommen, einige Tage später die Zweifel, vor allem da ich wirklich nicht jemanden begehren möchte, der einer anderen gehört.
Danke für deine reflektierte Antwort.
Für so eine wichtige Sache braucht es mehrere Bestätigungen. Und das Wissen, wie gehe ich damit um. Auf jeden Fall sagt man der Person NICHT, dass Gott gesagt hat, er wäre der zukünftige Ehepartner, denn damit setzt man ihn unter einen Gehorsamsdruck Gott gegenüber, der nicht ok ist. Gott kann selbst zu ihm sprechen.
Beobachte einmal, wie exakt die Person auf deine Vorstellung deines zukünftigen Ehepartners passt (die du mit Gott besprochen haben solltest). Kann er vergeben? Kann er sich selbst vergeben? Steht sein Ich im Vordergrund? Welche Dienstberufungen schimmern durch? Passen eure zusammen?
Pastor Hartwig Henkel hat einmal eine wichtige Lektion gepredigt: Wenn du dir mit Gott über eine Sache sicher bist, dann kommt der Feind und bietet dir eine zweite Wahl an. Das merkt man daran, dass mindestens eine wesentliche Sache nicht mit der Absprache mit Gott übereinstimmt. Lässt man sich auf dieses Angebot nicht ein, kommt einige Zeit später das Original von Gott.
Als ich geheiratet habe, wusste ich alle diese Dinge nicht und wir waren beide nicht gläubig. Das hat uns heftige Zeiten beschert, als ich zuerst Jesus begegnet bin. Da ihr beide Christen seid, gehe ich davon aus, dass ihr an eine lebenslage Ehe denkt. Das muss gut vorbereitet sein. Trotzdem ist nicht alles nachher Ponyhof.