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Ziemlich beste Freunde für ein halbes ganzes Jahr

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Franzoo
Themenstarter
Beiträge : 7

"Ein halbes ganzes Jahr" lief am Sonntag im ZDF.

Als ersten dachte ich die machen da mal Ziemlich beste Freunde nach. Und dann hätte ich fast mit meiner Frau gewettet "die kriegen sich bestimmt am Ende". Derartige Wetten machen wir sonntags abends gewönlich sind sie leicht zu gewinnen.

Aber dieses mal? Seit dem grüble ich ob ich diesen Film und davon vor allem das Ende gut finden soll. Was wollte uns der Drehbuchschreiber sagen ?

Was würde Samuel Koch zu den Film sagen? Ob er diese Rolle angenommen hätte ? er ist doch Schauspieler.

Antwort
14 Antworten
Herbstrose
Beiträge : 14194

Ein ganzes halbes Jahr
Du hast da zwei Worte vertauscht. Es heißt "Ein ganzes halbes Jahr". Vorlage für diesen Film ist das gleichnamige Buch von Jojo Moyes. Ich hab das Buch und auch die Fortsetzung gelesen. Den Film habe ich bewusst nicht gesehen.

Aber was das Thema des Buches/Filmes betrifft, kann man sicher trefflich diskutieren.

Ich denke, dass der Unterschied zwischen Will Traynor und Samuel Koch der ist, dass Samuel Koch auf Gott vertraut. Dieser Aspekt fehlt im Buch völlig.
Lou hat erkannt, dass Will soviel mehr könnte, wenn er nur wollte.
Will's Entscheidung kann ich zwar - aus menschlicher Sicht - verstehen, für mich würde sie allerdings nicht in Frage kommen. Das verbietet mir meine Liebe zu Jesus.

herbstrose antworten
2 Antworten
Simmy
 Simmy
(@simmy)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 2518

Ich habe auch nur beide Bücher gelesen (wobei ich das zweite nicht so gut fand) und den Film nicht gesehen.

Die Thematik finde ich aber auch spannend. Grundsätzlich denke ich, man kann nicht nachvollziehen, wie es ist so zu leben und von daher ist es auch schwer zu beurteilen.
Letztendlich spielen auch Schmerzen eine Rolle und die Vorstellung, noch Jahrzehnte so ein Leben vor sich zu haben.
Als Angehörige wäre ich allerdings stinksauer auf denjenigen. Und deswegen würde sowas für mich auch nicht in Frage kommen.

simmy antworten
Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3403
Veröffentlicht von: @simmy

Ich habe auch nur beide Bücher gelesen (wobei ich das zweite nicht so gut fand) und den Film nicht gesehen.

Es gibt bereits Folgeroman 3!

irrwisch antworten


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @franzoo

"Ein halbes ganzes Jahr" lief am Sonntag im ZDF.

Den Film habe ich nicht gesehen, aber das Buch gelesen damals.

Veröffentlicht von: @franzoo

Aber dieses mal? Seit dem grüble ich ob ich diesen Film und davon vor allem das Ende gut finden soll. Was wollte uns der Drehbuchschreiber sagen ?

Jojo Moyes hat m.E. zum Ausdruck gebracht, dass ihr das Recht auf Selbstbestimmung ein höheres Gut ist als die Liebe.

Anonymous antworten
Murphyline
Beiträge : 1376

hab den Film auch gesehen, aber das Buch vor zwei Jahren gelesen. Lies lieber das Buch. Der Film bringt eher eine arg gekürzte Zusammenfassung, in der die Liebesgeschichte im Vordergrund steht.

murphyline antworten


schneeflloeckchen
Beiträge : 392

Den Film habe ich zum 2. Mal gesehen.
Ich habe ihn noch mal angeschaut, weil sonst nichts für mich im TV lief.

Ich sehe den Film nicht negativ.
Auf lustige Art wird dargestellt, was es bedeutet querschnittsgelähmt zu sein. (Als Beispiel das Verbrühen der Beine)
Dabei lief keine Mitleidsschiene, sondern es wurde gezeigt, daß gehandicapte Menschen ganz normale Menschen mit ganz normalen Wünschen, Ängsten und Hoffnungen sind.
Natürlich sind nicht alle Menschen so stink reich.

Das zweite Thema waren die zwei Welten: arm und reich.
Der eine kann sich nicht vorstellen, was für den anderen "normal" ist.
Auch das ist gut und lustig in dem Film gezeigt worden.

Das dritte Thema ist die Liebe, in allen Fassetten. (Die Mutterliebe, die Freundschaft, und die familiäre Liebe, die partnerschaftliche Liebe, die Liebe zu Geld und Besitz)
Auch das wurde gut gezeigt. Gut empfand ich, das die Liebe zum Menschen über die Liebe zum Besitz gesiegt hat.

Veröffentlicht von: @franzoo

Was würde Samuel Koch zu den Film sagen?

Da mußt Du ihn schon persönlich fragen.

Aber Samuel Koch hatte durch das ZDF Möglichkeiten und Therapien die vielen anderen Menschen verwehrt sind.
Sicher mag es gut sein, daß jeder gesehen hat, wie es gehen kann: ein junger kluger Mann mit einem Studienplatz, den er antreten wollte, möchte berühmt werden, und geht am Geburtstag seines Vaters in eine TV- Show.....

Nun kennt ihn jeder [Ironie off].

Aber es trägt nicht jeder einen berühmten Namen, und auch nicht jeder verunglückt vor laufenden Kameras.

Es gibt genug Menschen, die jede nötige Assistentenstunde kämpfen müssen, obwohl die Kassen genug Profit hatten.

LG flöckli

schneeflloeckchen antworten
3 Antworten
Tineli
 Tineli
(@tineli)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 1376
Veröffentlicht von: @schneeflloeckchen

(Als Beispiel das Verbrühen der Beine)

Du beziehst dich auf den Film "ziemlich beste Freunde" - wo es um einen Querschnittsgelähmten und dessen (männlichen) Betreuer/Pfleger geht. Nur da gibt's diese Szene mit dem Verbrühen der Beine.

Diskutiert wird hier aber über "ein ganzes halbes Jahr" - da geht es auch um einen Querschnittsgelähmten, der hat aber eine weibliche Betreuung, und die Frage nach dem Suizid mit Sterbehilfe am Ende des Films ist hier neben der Liebesgeschichte Thema - das kommt im anderen Film gar nicht vor.

Gruß, Tineli

tineli antworten
schneeflloeckchen
(@schneeflloeckchen)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 392

Sorry, dann war ich im falschen Film.

Den anderen habe ich nicht gesehen.

schneeflloeckchen antworten
Franzoo
(@franzoo)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 7

Ich hatte schon an beide Filme gedacht.
Beide male war der gelähmte männlich wohlhabend und nicht dumm. Soweit mir bekannt ist auch nicht unbedingt gläubig.

aber sie kamen zu unterschiedlichen Erkenntnissen, wobei der Jüngere den Tod wählte. Genau das gab mir zu denken. Vielleicht fehlte dem Will nur eine Aufgabe? Eine Arbeit ? Ein Ziel? oder ein Sinn?

franzoo antworten
Irrwisch
Beiträge : 3403

Ein ganzes halbes Jahr
Hallo Franzoo

Diesen Film habe ich angeschaut.
Nachdem ich imHrbst dieses Buch und die beiden nachfolgenden Bücher gelesen habe.

Sagen kann ich, dass der Film eine sehr zusammengescrumpfte Abhandlung des Buches bietet.
Auf ein Grundthema zusammengeschrumpft ist und viele in dem Buch vorhandenen anderen Stränge aussen vor läßt.

Veröffentlicht von: @franzoo

Aber dieses mal? Seit dem grüble ich ob ich diesen Film und davon vor allem das Ende gut finden soll. Was wollte uns der Drehbuchschreiber sagen ?

Bücher sind für mich dazu da, mich zu unterhalten. Mich aber auch an Themen heran zu führen, denen ich vielleicht sonst nicht begegne oder lieber ausweiche.

Insofern ist es an mir und auch an dir, eigenes Fazit daraus zu ziehen.
Das durchaus sehr unterschiedlich ausfallen kann.

Veröffentlicht von: @franzoo

Was würde Samuel Koch zu den Film sagen? Ob er diese Rolle angenommen hätte ? er ist doch Schauspieler.

Samuel Koch ist Samuel Koch und Will ist Will.
Schon von der Schwere ihrer Querschnitte nur sehr bedingt vergleichbar.

Wäre die Medizin nicht so weit fortgeschritten, wie sie heute ist, würde Will schon längst an einer Lungenkomplikation verstorben sein.

Das Ende dieses Films und auch des Buches ist nicht schmalzige heile Welt.
Es fordert mich heraus, meinen Standpunkt in diesem Thema oder auch zu diesem Thema zu finden.
Das da heißt:
Selbstbestimmt leben und sterben können und dürfen.

Mir gelingt eine Meinung dazu nur theoretisch.
Da ich nicht in diesem überaus heftigen Maße eingeschränkt mein Leben leben muß.

irrwisch antworten
3 Antworten
Franzoo
(@franzoo)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 7

Ja richtig wenn am Ende alles schön und gut geworden wäre hätte ich den Film unter "Schnulze" abgebucht und mich bestenfalls gefragt wie ergeht es Querschnittsgelähmten die keine reichen Eltern haben ... ?

In 2018 haben sich in meinem Bekanntenkreis drei Menschen selber aus diesem Leben geschlichen. Das ist die Realität und kein Film oder Buch. Keiner davon war Querschnittsgelämt alle hatten eher Psychische Probleme. Geredet mit den Angehörigen wird wenig - aber früher so sagt man wurde es Total totgeschwiegen. Wie geht es den Angehörigen wirklich ??

Würde es den Angehörigen besser gehen wenn die ein halbes Jahr Zeit gehabt hätten um sich auf einen selbstgewählten Abschied vorzubereiten?

Oder war der schnelle Schreck und das schnelle Ende doch besser.

franzoo antworten
deborahgo
(@deborahgo)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 66

Es ist meiner Meinung nach menschlich verständlich, wenn sich Menschen selbst umbringen, entweder ist das Leben unerträglich (z.B. durch Schmerzen) geworden oder sie sind psychisch krank.Das kann auch Christen treffen, auch wenn das viele nicht wahrhaben wollen.

Ich würde das nie so negativ bewerten wollen und auch nicht von "aus dem Leben geschlichen" sprechen. Das kann ein anderer gar nicht einschätzen.

Die Partnerin eines guten Freundes von mir hat sich 2018 auch das Leben genommen, da sie in ihrer jahrelangen psych. Krankheit, der Angst vor Erblindung durch die Medikamente und in der vom Staat verordneten WG nicht mehr klar kam. Da hat niemand das Recht, dies zu verurteilen.

deborahgo antworten
Franzoo
(@franzoo)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 7
Veröffentlicht von: @deborahgo

"aus dem Leben geschlichen"

Mit dieser Formlierung wollte ich niemanden verurteilen sondern einfach das gefühl beschreiben wie ich es empfinde.

Wenn sich jemand von deiner Party einfach ohne ein wort "davonschleicht" dann kannst du nachfragen und er wird (hoffentlich) antworten: "kopfschmerzen" oder aber "deine Party war mir zu blöde" beide Antworten sind möglich und du kannst etwas damit anfangen.

Also ist mir um zum Film zurückzukommen der Abgang von Will der bessere als ein "davonschleichen" mit vielen Fragezeichen.

franzoo antworten


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