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Zuletzt gesehener Film #37

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tristesse
Themenstarter
Beiträge : 20559

Hallo Filmfans,
hat etwas gedauert, aber hier kommt der neue Thread *taaadaaaa*:

Ausgetauscht wird hier über gesehene Filme, egal ob Kino, DVD, BlueRay, Streamingdienste oder Fernsehen.

Bitte schreibt in die Betreffzeile den Titel des gesehenen Films und wer mag, kann eine Kritik, eine Einschätzung oder einen Trailer posten.

Bitte beachtet bei Beschreibungen zu Filmen:
Inhalte des Filmes, die über die offiziellen Beschreibungen der Filmhandlung hinausgehen, bitte mit einer "Spoiler" Warnung im Betreff versehen, damit diejenigen, die überrascht werden wollen, weiterklicken können.
Mein Motto: lieber einmal zu viel spoilern als einmal zu viel verraten 😀
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Spoilerwarnung

Für Tatort-und Polizeiruf Fans gibt es inzwischen einen eigenen Thread:
https://community.jesus.de/forum/ansicht/thread/thema/tatort-polizeiruf-2018-2019.html

Ebenso sollen hier keine Serien gepostet werden, weil das einfach den Rahmen des Threads sprengen würde, dafür gibt es den Serienthread:
https://community.jesus.de/forum/ansicht/thread/thema/der-neue-serienthread-2020.html

Ob ein mehrteiliger Film eine Serie ist oder nicht kann jeder für sich selbst definieren.

Viel Spaß uns allen.
Trissi ❤

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263 Antworten
Silverchair85
Beiträge : 725

nur die halbe Geschichte
ein queerer coming of age Film.

Wann werde ich so erwachsen, dass mich sowas nicht mehr so kriegt? 😀

silverchair85 antworten


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

In Our Hands
Eine spannende Dokumentation über den Juni / 6 Tage Krieg 1967 zwischen Israel und seinen arabischen Feinden. Schwerpunktmässig über die Schlacht um Jerusalem und die Eroberung des Tempelberges.

Einzelne phasen und Ereignisse werden in schauspielerischen Sequenzen nachgestellt.

Auf jeden Fall sehr zu empfehlen. Zu sehen auf amazon prime

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

K-20 Die Legende der schwarzen Maske
Man nehme

Die Maske des Zorro, den Allzweckgürtel von Batman und den Schlapphut von Indiana Jones , setze seinen Helden in eine alternative Zeitlinie, hinzu kommt eine kräftige Prise Steampunk Optik , würze das ganze mit klassisch-nostalgischem Hollywood Entertainment und Asia-Movie Klischees, bette das ganze in ein opulentes musikalischem Guss, der selbst Star Wars zum erblassen vor Neid bringt und heraus kommt ein kurzweiliger Film, der obwohl er viele Anleihen nimmt, Reminiszenzen erkennbar sind, alles andere als ein Sammelsorium aus Plagiaten ist.

Den zweiten Weltkrieg hat es nie gegeben, einige technische Entwickelungen sind etwas anders gelaufen. Japan ist eine Monarchie auf dem Stand der Meiji Restauration des 19. jahrhunderts, in der eine schmale Adelsschicht absolutistisch über eine breite Masse von sehr armen Menschen herrscht
Der geniale Meisterdieb K-20 strebt, mittels einer gigantischen Teslaspule, nach mehr als nur dem Geld und dem Schmuck der Tokioer Oberschicht und für das hohe Ziel können auch schon mal ein paar Leute hops gehen.

Ein armer Zirkusartist wird von ihm in eine Falle gelockt, damit er als "Ersatz" K-20" vom eigentlichen Schurken ablenkt..
Hinzu kommt eine wunderschöne.. liebenswürdige Baroness und ein cleverer Daniel Düsentrieb Sidekick

Anonymous antworten


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

"The Square"
Lief gestern auf arte. Unglaublich gut, ich hab öfter mal begeistert klatschen müssen. Hat seine goldene Palme in Cannes völlig zu recht bekommen. So vollkommen verschieden von den üblichen Hollywood-Konzepten. Keine Ahnung, ob da nun noch die "Dogma95"-Bewegung von vor ein paar Jahrzehnten mitschwang, jedenfalls schwang in dieser Satire (wenn man den Film mal aus Kategorisierungsbedürfnissen heraus so nennen will) eine seltsam dokumentarische Nüchternheit mit, wie ich sie z.B. in damaligen Filmen wie "Das Fest" zu spüren meinte.
Aber Nüchternheit ist vielleicht schon ein falsches Wort. Genauigkeit oder Kompromißlosigkeit, könnte man vielleicht sagen.

Gleich nach dem Spielfilm lief auf arte noch eine Dokumentation über den Regisseur und wie der Film entstand. Bin mir nicht sicher, inwieweit der noch einen "Mehrwert" hatte über den Effekt hinaus, dass man sich nochmal mit einzelnen Aspekten des Films beschäftigen konnte. Mir persönlich war das willkommen, denn mir fehlte - hatte allein vor der Kiste gesessen - jemand, mit dem ich mich über den Film hätte austauschen können, wie man es sonst z.B. nach einem gemeinsamen Kinobesuch tut.

Da ich selbst aus biografischen Gründen einiges mit moderner Kunst und dem Museums-Betrieb zu tun hatte, war ich vielleicht besonders begeistert über so manche Anspielung "en passant" oder über bestimmte Kameraeinstellungen (dem Kameramann möchte ich mal die Note 1+ vergeben!), die in ihrer Lakonie Bände sprachen.

Attention: There can be SPOILERS!!!!

Zum Beispiel wird mal eine Kunst-Installation im Museum gezeigt, die aus Kieshaufen vor einer Neon-Schrift an der vermutlich eigens für diese Installation errichteten Wand besteht. Wie es in Conceptart-Ausstellungen so üblich ist, finden sich abseits des obligatorischen Herdenauftriebs bei der Vernissage (wo es ja launige Ansprachen und vor allem für das erlesene Publkum konstrenfrei zu Essen und zu Trinken gibt) praktisch keine Besucher ein. Das Kunstwerk lungert da so in geheizten schönen Räumen herum und ruht in sich selbst, unbeachtet vom Rest der Welt. Doch nein, warte mal: eine leicht übergewichtige Dame in Wachpersonaluniform sitzt auf einem Stuhl und hütet halt die Kieshaufen. Vermutlich seit Stunden. Tagen. Vielleicht Wochen... Dann kommt - die ganze Installation ist auch noch wenig besucherfreundlich insofern, als man sich zu ihr durch einen Spalt zwischen den Wänden mehr oder weniger durschlängeln muß - doch mal ein Besucher und zückt sein Handy, um das Kunstwerk da auf dem Boden zu fotografieren. Und endlich, endlich, endlich! hat die Wachfrau ihren großen Moment, kulminiert da etwas, das ihrem Hiersein Sinn verleiht: ohne aufzustehen - denn wer wollte sich unnötig verausgaben und womöglich ist sie schon festgewachsen auf ihrem Stuhl - weist sie ihn, den Besucher, mit karger Handgeste unterstrichen, darauf hin, dass das Fotografieren hier nicht erlaubt sei. Also steckt der Besucher sein Handy folgsam wieder ein. Szenenende.
Ein Kaurismäki hätte es nicht lakonisch-trockener rüberbringen können: so und selten anders ist das mit der Konzeptkunst...

In der nachfolgenden Doku-Sendung erfährt man dann, wie aufwendig diese Szene war, wie jeder der Kieshaufen umständlich als Attrappe gebaut werden mußte, damit man sie nachher, um ein besonders gut komponiertes Kamerabild zu bekommen, hin- und herverschieben konnte.

Man kann sich aber nicht wirklich über die Figuren in dem Film lustig machen. Denn sie verhalten sich zwar öfter mal dumm - aber genau auf die Art, wie man sich selbst auch öfter mal dumm verhält. Sie merken manches nicht oder zu spät und aus einer Mischung von Gedankenlosigkeit mit Eitelkeit und Feigheit entsteht dann der Hauptkonflikt des Films, welcher zu einem Showdown führt zwischen einem Museumskurator une einem kleinen Jungen, dem seine Eltern zu Unrecht das Spielen an der Playstation verboten haben. Ein Showdown im Treppenhaus, eingeleitet mit der Aufforderung des Mannes an seine zwei kleinen Töchter, sie sollten schon mal hochgehen und an der Tür warten.

Der Showdown endet im Ungewissen, ist also gar kein Showdown, sondern nur eine Konfrontation, die nicht zuendegebracht werden kann - und die daher den Protagonisten (den Museumskurator) bis in die letzte Filmeinstellung verfolgt. Oder, wie es nachher in der Doku zum Film ausgedrückt wird: Bis an das Ende seines Lebens.

Die berühmteste Szene des Films, die in allen Besprechungen und Hinweisen Erwähnung findet, ist übrigens tatsächlicht großartig, nicht zuletzt wegen des Affen-Darstellers, der da eine Wahnsinnsperformance hinlegt.
Aber sie ist für meinen Geschmack zu aufdringlich bedeutungsschwanger und wirkt auch wesentlich inszenierter als der Rest des Films (zuviele Figuren verhalten sich zu passend, d.h. zu passiv, um noch "natürlich" zu wirken).

SPOILERENDE!

Fazit:
Mein Lieblingsfilm dieses (freilich noch jungen...) Jahrzehnts.

Zu empfehlen für alle, die es nicht für den Ausdruck von Coolness halten, arthouse-Kino als mit Steuermitteln gepamperten Kitsch für Snobisten zu denunzieren.

Nicht zu empfehlen für alle, die den Wert eines Films an der Frequenz, mit der Explosionen, Morde, Katastrophen oder wenigstens Schülertoilettenwitze zu erleben sind, messen. Wobei... Moment mal... In einer Szene wird einem Reiter der Kopf abgerissen. Na? Weckt dieser unangekündigte SPOILER nicht vielleicht doch Interesse?

Anonymous antworten
Groffin
Beiträge : 1873

Total Recall
Hier das Remake von 2012 mit Colin Farrell.

Während ich mit dem Original von 1990 nie so richtig warm geworden bin (Arnie überzeugt mich irgendwie nicht als Superagent...), finde ich das Remake richtig gut gelungen.

Ein bißchen Blade Runner Optik, coole Sets und nette Special Effects und ein paar Abweichungen zum Original - eine gelungene Frischzellenkur.

Dass Regisseur Len Wiseman seiner Frau Kate Beckingsale die prominente Rolle der mörderischen Lori Quaid gegeben hat, mag zwar manchem etwas bitter aufstoßen, aber hey - sie macht das sehr gut. 😉

Gute Unterhaltung, coole Action, krasse Special Effects - keine allzu überraschende Story (wie auch bei einem Remake?) = perfektes Popcorn-Entertainment.

groffin antworten
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Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @groffin

Während ich mit dem Original von 1990 nie so richtig warm geworden bin

Bei mir ist es genau umgedreht... mich überzeugt das Remake nicht
C.F. da kommt bei mir immer direkt der *kleine Berufskiller der versagt hat* in Erinnerung ..

Anonymous antworten


tristesse
Themenstarter
Beiträge : 20559

Blackkklansman
Nach einer wahren Geschichte.

https://www.youtube.com/watch?v=ecY4KDstj3g

In den 70er Jahren ist der afroamerikanische Ron Stallworth der erste farbige Officer in Colorado Springs. Die Konfrontation mit Rassismus ist sein Alltag.

Er antwortet auf eine Werbeannonce des örtlichen KluKluxKlans und infiltriert mit Hilfe eines weissen, jüdischen Kollegens die Organisation, um sie zu zerschlagen und einen Anschlag zu verhindern. Dabei kommt er in Berührung mit der farbigen Studentin Patrice, die als Vorsitzende der Black Power Bewegung radikale Ansichten vertritt.

Spike Lee ist ein Regisseur, der sich von Anfang an mit Filmen wie "Malcom X" oder "Jungle Fever" für die Situation der afroamerikanischen Bevölkerung in Amerika stark gmacht hat.

Man fühlt sich in dem 70er Jahre Setting mit coolen Afrofrisuren, Kippen im Mundwinkel, Discofox und Chevrolets sehr wohl. Die Bilder sind stark, die Schauspieler gut besetzt (Harry Belafonte- ein Hingucker! Topher Grace als David Duke, Adam Driver) und das Ganze drumherum teilweise komisch-absurd.

Der Film trägt einen also bequem durch eine längst vergangene Zeit. Der Rassismus der 70er Jahre scheint lange vorbei und so lächelt man am Ende, wenn der Böse gefasst und das Gute gesiegt hat.

Und dann transportiert am Ende Spike Lee den Zuschauer in den Alltagsrassismus von 2017. Mehr möchte ich nicht sagen, um die Überraschung nicht vorwegzunehmen, aber diese letzten 15 Minuten hauen einen wirklich weg.

Fantastischer Film, sollte meiner Meinung nach jeder Mal sehen.

tristesse antworten
1 Antwort
Zaphod
 Zaphod
(@zaphod)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 459

Yep, bei mir war es eine Zufallsentdeckung bei "amazon prime" und hat mich schwer begeistert.
Vor allem weil der Film keine "Moralinkeule" ist aber trotzdem deutlich Stellung bezieht.

Ein Film mit einem ebenso beindruckendem Ende ist "Der Hauptmann"

https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Hauptmann

Aber auch hier sollte man sich vom Ende überraschen lassen und den Film wirklich ganz schauen, inkl. Abspann.

zaphod antworten
Seite 8 / 17
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