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2025 Garten im September

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Deborah71
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„Über Rosen lässt sich dichten, in die Äpfel muss man beißen.“
                                                                                                 – J.W. von Goethe

 

Die Rose de Resht bringt einen weiteren Flor, gefühlte 1000 Blütenbätter in strahlendem Pink. 

Die Äpfel ums Eck haben kräftiges Make up auf die Wangen gelegt. Bald sind sie reif genug, sie in Sicherheit vor den Amseln zu bringen. Etwas mehr Apfelmus für die Reibekuchen käme gut. 

Die Jack be little-Kürbisse strahlen wie kleine Sonnen auf dem Zierschirm, den sie berankt haben. 

 

 

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Jack-Black
Beiträge : 5737

Hier sind die Äpfel schon länger reif - ich hab nur einen Baum im Garten, aber der trägt wie bekloppt. Es ist so witzig zu beobachten, wie die Kinder aus'm Dorf da tatsächlich wie im Lied "Äppl klaun". Und nicht nur die - auch der DHL- und Amazon-Bote, die heute der Nachbarin was lieferten, nahmen sich "heimlich" einen Snack für unterwegs mit. Mich freut das einfach nur, denn ich weiß nicht, wohin mit den Dingern, mehr als vier pro Tag krieg ich nicht verdrückt.

Die Nachbarin (die andere, nicht die, die sich alles per DHL bringen lässt) eine ältere Dame, die ich seit meiner Kindheit kenne, brachte mir heute als Dankeschön für's Rasenmähen vier Feigen - der Feigenbaum (Strauch?), den sie vor ein paar Jahren mal als Ableger von ihrer Schwiegertochter neben den Hühnerstall gepflanzt bekam, trägt heuer zum ersten Mal richtig. Das schmeckte so nach Griechenlandurlaub: seeeeehr süß (ich würde die Dinger ja früher pflücken, weil ich die Schale gern mag, wenn sie noch etwas mehr Biss hat, aber 'nem geschenkten Gaul schaut man nicht in's Maul)...

Ein Problem sind grad die Tomaten. Die werden alle zugleich rot, da kommt man kaum hinterher, auch wenn man schon zum Frühstück sich frische Tomaten auf's Käseknäckebrot schneidet. Gestern hab ich mir die "Vegane Bolognese" (mit feingeschnittenen Karotten und Sellerie, letzterer allerdings nicht selbst angebaut, sondern vom Supermarkt, ebenso wie das vegane Hack aus Tofu oder was da auch die Zutaten sein mögen), die mein Lieblings-Essen geworden ist, mit viiiiel kleingestückelten Tomaten angerichtet. Aber das stopft ja, und reicht immer gleich für drei, vier Tage (nach denen man irgendwann selbst den großzügig zugefügten Knoblauch an sich riecht). Was mach ich mit den Tomaten, die in der Zeit schon wieder nachgereift sind? Und nein: Einfrieren und anderes Konservierungsgedöhns ist nix für mich. 🙂

Meine Mutter freut sich grad an all den "Sonnehüten", orangegelb blühenden Dingern, die mir ehrlich gesagt zu "simpel" sind, und die ich ihr im Juni aussähen und später dann im Garten verteilen durfte. Optisch wird deren allzu plakative Farbigkeit ein wenig von den violetten oder burgunderroten Dahlien komplementärt (das ist meine Wortfindung, ich hoffe, die wurde noch von niemand anderem zum Patent angemeldet!), die ich mal wieder fast zu spät Gegen Ende Mai auspflanzte. Beinahe hatte meine Mutter schon die Hoffnung aufgegeben, dass die überhaupt noch blühen würden - aber nix da! - jetzt kommen sie auf den letzten Metern des Sommers so richtig nach vorn... 🙂

Eine Blumensorte, die selbst mir gefällt (ich pflanze meiner Mum alles, was sie will, aber nicht immer mit sonderlich viel Begeisterung...), sind "unsere" Zinnien. Da hat sie eine Freundin, die ihr alljährlich einen Eimer voll mit vorgezogenen Stecklingen (nennt man die so?) zukommen lässt. Es verwundert mich immer, wie die langen, dünnen Dinger, die mir beim Pflanzen immer so erscheinen, als würden sie's nicht bis zur Blüte durchstehen, am Ende so schön und vor allem echt üppig gedeihen. Ich nenne sie die "Blumen mit Geschmack", weil sie alle leicht unterschiedlicche Farben haben und jede Blüte in sich einen eigenen harmonischen Drei-Farb-Klang aufweist. Ein bißchen sehen die aus, als würden in der Blüte noch mal eigene kleinere sternartige Blüten.. nun ja: blühen. 😀

Was neu ist in diesem Jahr: Quakende Laubfrösche. Die sitzen nicht wie die üblichen Teichfrösche oder Kröten im oder am Gartenteich. Sondern irgendwo in den Sträuchern, nicht nur in meinem Garten sondern auch - und vor allem - in den Nachbargärten. Die quaken sich eins zurecht, es ist wirklich unterhaltsam. Insbesondere kurz, bevor ein Regenschauer einsetzt, werden da offenbar kurz Benachrichtigungen von Froschversteck zu Froschversteck geschickt. Ich hör das immer hier von meinem Arbeitszimmer aus. Aber sobald ich raus in den Garten gehe, um mal nachzugucken, wo sie sitzen - bricht das große Schweigen aus. Dabei will ich ihnen doch nichts Böses, will nur mal sehen, ob sie genauso quietschgrün sind, wie das Paar, von dem mir die Nachbarin (die mit den Feigen) ein Foto zeigte, wie sie nebeneinander auf einem Schilfblatt hockten (auch die Nachbarn haben einen kleinen Goldfisch-Teich). 

jack-black antworten
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Deborah71
(@deborah71)
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Beiträge : 27726

@jack-black 

Ernteüberschuß:  Hast du die Möglichkeit, einen Korb oder eine Kiste am Grundstückseingang zu platzieren mit dem Hinweis "zum Mitnehmen" ? Jeden Tag etwas hineintun, nur eine Lage, damit da nichts faul werden kann. 

Habt ihr eine Entsafteranlage in der Gegend, in die du deine Äpfel bringen kannst und Saft bekommst? 

Tolle Beschreibung der Farbenpracht bei euch. Das wärmere Herbstlicht lässt die Blüten noch einmal mehr leuchten. 

 

 

deborah71 antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 5737

@deborah71 Ernteüberschuß: Hast du die Möglichkeit, einen Korb oder eine Kiste am Grundstückseingang zu platzieren mit dem Hinweis "zum Mitnehmen"

Ja, aber das wäre ziemlich unnützer Aufwand. Spaziergänger von ausserhalb kommen hier, an einer Stich- und nicht Durchgangsstraße, praktisch nicht vorbei, und diejenigen Dörfler, die vorbeikommen, haben selbst genügend Angebot am Üblichen. Aber hey, ich hab zwei Nachbarinnen (Männer sind ja i.d.R. nicht der Typ für sowas) Tomaten "aufgedrückt" und über die vielen Äpfel freut sich halt die Tierwelt. Gestern hab ich eine ganze Weile eine der inzwischen am Baum vertrocknet hängen gebliebenen Pflauem beobachtet, auf der sich eine Hornisse zu schaffen machte. Das sind ja schon recht imponierende Apparate. Während sie oben irgendwie in den Pflaumeninnereien herumschnitt oder raspelte oder was Hornissen so machen mit ihren Kauwerkzeugen, waren an der Unterseite zwei, drei Ameisen zu sehen, die wohl auch was abhaben wollten. Ich fand sie sehr mutig, sich so nah an die Hornisse ranzuwagen, die im Größenverhältnis ja wie ein Blauwal zu einem Kleinkind wirkte - aber sie schreckten jedesmal zurück, wenn einer der Hornissen-Antennenfühler in ihre Richtung... naja, tastete oder fühlte. Man überlegt sich da als Naturbetrachter, was in diesen winzig kleinen Insektenköpfen vorgehen mag in solch dramatischen Situationen. Ob die Hornisse die Ameisen als so eine Art Gewürzgurken-Snak verspeisen würde, wenn die sich noch näher an ihre Mandibeln wagten? Ob sie ihrerseits Respekt vor eventuellen Säure-Spritzern der Ameisen hat? 🙂

Na, jedenfalls ist die Idee, übriggebliebene Pflaumen und Äpfel am Baum oder darunter liegen zu lassen, aus meiner Perspektive auch ein wenig strategisch. Denn schon konnte ich die ersten Weintrauben naschen, deren Ranken sich, von nur einem "Stamm" ausgehend, einmal um's halbe Haus entlang der Dachrinnen ziehen. Keine Ahnung, wie da das Wasser aus dem Boden über zehn, fünfzehn Rankenmeter verteilt wird. Wie auch immer: die Weintraubenernte wird dieses Jahr nur durchschnittlich ausfallen (vor zwei Jahren war es absurd viel, vor drei Jahren hatten wir Ratten auf dem Grundstück und die "ernteten" allzu früh, bzw. rissen die Weinbeeren alle ab, sodaß die dann am Boden zuschanden kamen. Ja, ich mag Ratten, das sind kluge und wuschelig-possierliche Tierchen - aber bitte woanders als im Garten!...)

Na gut, diejenigen Beeren, die nicht an den exponiertesten Stellen der Sonne zugewandt hängen, brauchen noch drei, vier Tage. Sobald die richtig reif sind, kommen allerdings Wespen und Hornissen und höhlen die schönsten Früchte aus. Meine, nun ja, eher vage Hoffnung besteht darin, dass die möglichst lange mit was anderem beschäftigt werden können: leckeres im Gras liegendes Fallobst. Birnen wären vielleicht noch besser als Äpfel in dieser Ablenkungs-Hinsicht, aber man muss halt mit dem arbeiten, was man hat. 😉

Was den an sich guten Vorschlag mit dem Entsaften angeht: Da würden wieder Aufwand und Ertrag in keinem für mich sinnvollen Verhältnis stehen. Als Radfahrer (Mountainbike ohne Gepäckträger) müsste ich die Äppel erstmal recht mühsam im Rucksack zur Safterei - es gibt zwei Dörfer weiter tatsächlich so einen Betrieb - transportieren. Und dann mit dem in schwere Glasflaschen gefüllten Ergebnis wieder zurück. Umsonst macht's dieser Betrieb vermutlich auch nicht. Und dann hat man einen oder zwei Tage mit so einer Aktion verbracht und am Ende vielleicht fünf, sechs oder sieben Flaschen "Selbstgepressten"... Für jemanden aus der Stadt wäre das vermutlich dennoch den Aufwand wert. Aber ganz ehrlich? Die Frau meines besten Freundes und Tischtennis-Partners stammt vom Bauernhof. Die lassen in der Safterei nicht nur Äpfel, sondern auch Birnen und früher im Jahr sogar Rhabarber verarbeiten. Nicht in riesigen, für den Verkauf vorgesehenen Mengen, aber doch soviel, dass es für die Familie über's Jahr reicht. Und mir reicht es dann, alle paar Tage mal so ein Glas des tatsächlich extrem leckeren "Selbstgepressten" zu genießen. Natürlich mit Mineralwasser verdünnt. Der Freund ist gleichzeitig auch mein Hausarzt und zieht immer die Augenbrauen hoch, wenn ich zuviel konzentriert Zuckriges zu mir nehme von wegen: Diabetes. 😉 

So, jetzt werde ich mal den Vögeln wieder was ins Futterhaus streuen gehen. Die Frösche, welche heute nachts mich mehrmals aus dem Schlummer quakten - vermutlich kriegten sie sich nicht ein vor Lachen, nachdem sie vorher bei mir durch's Wohnzimmerfenster die Fußballübertragung mitgeschaut hatten - haben gerade, wo die Sonne scheint und ich sie mir gern mal bei Licht beschauen würde, Sendepause. Habe ja so einen Verdacht, dass das eigentlich gar keine Frösche, sondern schlaue Laub-Füchse sein könnten. Oder dass vielleicht einer ihrer Vorfahren mal mit einem Fuchs... Ach nee, da will ich jetzt nicht weiter Bilder evozieren.

 

jack-black antworten
frosch80-mod
Moderator
(@frosch80-mod)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 1261

@jack-black 

 

"Dabei will ich ihnen doch nichts Böses,"

Das will ich dir auch geraten haben!!

 

 

 

frosch80-mod antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 27726

@frosch80-mod 

😀der frosch-flüsterer für Jack's Garten 😎 😆 

deborah71 antworten
Maria
 Maria
(@maria)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1151

@jack-black

Hier sind die Äpfel schon länger reif - ich hab nur einen Baum im Garten, aber der trägt wie bekloppt.

Äpfel, die jetzt reif werden, müsstest du doch auch einlagern können. Dann hast du noch ein paar Monate was davon und musst nicht alle jetzt aufessen. Dafür pflückst du die Äpfel, sobald sie sich leicht vom baum lösen, wenn du sie etwas zur Seite kippst. In einem kühlen Raum gelagert, halten sie sich noch längere Zeit. Welche Sorte habt ihr denn?

Was neu ist in diesem Jahr: Quakende Laubfrösche.

Cool! Um die Laubfrösche beneide ich dich 😊 

maria antworten


Deborah71
Themenstarter
Beiträge : 27726

Buschbohnen sind genug eingefroren. Die letzte Pflückbeute ist heute mittag auf dem Teller gelandet. Lecker. 

Pflanzen raus, Beet vorbereiten und Grünkohl und Feldsalat rein. An der anderen Stelle mit der ersten Lage reifen einige Bohnen für Samengewinnung bis die Schoten gelb und kruschelig werden. 

4 Jack be Little liegen auf den Fensterbänken, 2 kleine wachsen nach an den Ranken. So herrlich Oktober-warm im September wird ihnen helfen, noch groß zu werden. 

Die Zucchini sind auch noch aktiv, wenn auch die älteren Blätter etwas schwächeln. 

4 Chayote wachsen vor sich hin. 

2 gelbe Spitzpaprika und eine Snackpaprika liegen kleingeschnitten auf dem Dörrgerät, bis ich Würzpulver daraus machen kann. 

deborah71 antworten
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Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 5737

@deborah71 Buschbohnen sind genug eingefroren.

Sind damit die ganz normalen "Brechbohnen" gemeint? Ich hoffe, Du hast die eingefroren, bevor sie zu dick wurden?  Als Kind habe ich die Dinger gehasst, vermutlich weil meine Eltern die viel zu lange an den Büschen ließen, bis sie schon richtig dick und in's Gelb-Grüne tendierend waren, nach dem Motto: Möglichst viel Masse pro Quadratmeter Beet ernten... Erst Jahre später während meines Studiums "zwang" mich dann meine damalige Freundin im Restaurant, etwas von ihrem Gericht zu kosten, inklusive eben der frischen, kurz angegarten grünen Bohnen. Wow - Bohnen konnten ja richtig gut schmecken! 😀 

Die Zucchini sind auch noch aktiv, wenn auch die älteren Blätter etwas schwächeln.

Ähnlich bei den Zuchinis. Die waren, nachdem die Eltern mitte der Siebziger mal mit diesem "neumodischen" Gemüse den halben Sommer über das Mittagessen terrorisiert hatten, meine Feinde. Gefühlt zentnerschwere Trums, die da  wie die Kackköddel von Alien-Space-Bunnies in den Beeten lagen und dann "verwertet" werden mussten. Am Ende gab's nicht nur ständig Zuchini-Eintopf, sondern sogar Zuchini-Kuchen und Zuchini-Marmelade. Das bedeutete: pürierte Zuchinipampe wurde mit Erdbeer- oder Pflaumenmus und Zucker verrührt und uns als "leckerer Brotaufstrich" untergejubelt. Als wenn man Kindergeschmacksnerven auf diese Weise übertölpeln könnte!

Während ich inzwischen ab und an mal tiefgefrorene grüne Bohnen im Supermarkt kaufe (selbst Anbauen ist mir wieder zu umständlich, d.h. arbeitsintensiv), bin ich mit Zuchinis bis heute nicht so richtig warm geworden, auch wenn die gefüllten und überbackenen Zuchinis, die ein befreundeter Veganer und Kochenthusiast mir das eine oder andere Mal kredenzte, mit Genuß verputzt wurden. Allerdings nicht wegen sondern trotz der (Haupt-) Zutat Zuchini. 😉 Gefüllte Paprika oder Tomaten lasse ich mir genauso gefallen und wenn's nach mir ginge, könnte man auch große, ausgehöhlte Kartoffeln für sowas verwenden.

Heutiges Gartenerlebnis: Ich saß/lag in meinem Lesestuhl auf der Terasse, um ein bisserl zu lesen, aber die Frühstücksverdauungsmüdigkeit übermannte mich. Aufgeweckt wurde ich von einer riesigen grünen Libelle, die auf meinem Unterarm saß und sich irgendwie an den Härchen dort festzuhalten versuchte. Es kribbelte lustig, aber ich musste mich stark beherrschen, um den Arm ruhig zu halten. Wir guckten einander neugierig und gleichzeitig fremdelnd in die (Facetten-) Augen, aber als ich das Wort an sie richten, nach dem Woher und Wohin und dem neuesten Tratsch in der Insekten-Community fragen wollte, verabschiedete sie sich ohne zu antworten und ein bisserl unhöflich grußlos. Als ich später meinem Nachbarn davon erzählte, meine er, das sei gewiss "die Frau" gewesen - deren deutlich kleineren und blau schillernden "Ehegatten" wir dann über seinen Gartenteich flirren sahen. So oft, wie ich Libellen auch bei uns über den Gartenteich helicoptern sehe, kann ich mir fast nicht vorstellen, dass sich nur ein einziges Ehepaar von denen unser beider Gärten teilt. Aber was weiß ich schon von den Reviereinteilungen von Libellen?

Na, jedenfalls ich so zum Nachbarn: "Hätte ja schon gern gewußt, was wohl in ihrem Kopf vorging, warum sie ausgerechnet auf meinen Arm gelandet war?! Andererseits, wenn es sich da wirklich um eine Sie gehandelt hat - wer versteht schon die Frauen?"

Er darauf: "Och da gibt es einige. Das sind die, die auch gut Holz schweißen können."  🤣 

jack-black antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 27726

@jack-black 

Von den Buschbohnensorten habe ich fadenlose Filetbohnen. Man kann sie schlank gebündelt mit Schinken oder so machen, aber auch wie Brechbohnen gebrochen oder geschnitten.

Werden sie zu groß, werden sie mehlig und haben doch Fasern. *örks* Soweit lass ich es normalerweise nicht kommen. 

Nur Stangenbohnen sind Schnippelbohnen, die schräg geschnitten werden. Verbinde ich mit Suppe. 

Zucchini ernte ich relativ klein, sonst isst man sich über. Dieses Jahr habe ich die Sorte Erken. Schmeckt und haut nicht so dicke Keulen raus. Wächst eher moderat. Dieses Jahr haben wir sie mal gefüllt mit vorbereitetem Rinderhack und veganem Pizzakäse drüber, dann kleingewürfelt mit Zwiebel, Salz und Pfeffer geschmort, in der Suppe versteckt mit Currygewürz und zwei Portionen mit Salz entwässerte Würfel eingefroren. 

Tomaten sind durchpassiert eingekocht für Reis-Tomatensuppe; Paprika werden für Gewürz getrocknet, weil sie sich sonst eher  nochmal melden bis abends. 

Nachbarin B.hat mir heute einige fast weiße Äpfel geschenkt. An die Garage gestellt. Muss sie mal nach der Sorte fragen. 

 

Lustig, euer Gartenzaungespräch über Libellen 😀

Hier sind auch manchmal welche.... dabei ist hier kein naher Teich, soweit ich weiß. 

Holz "verschweißen" mit Epoxydharz..  da gibt es tolle Tische... 

Mein Chai Dao-Messer hat einen Holz-Blauen Griff. Klasse Teil, das! 

 

 

 

deborah71 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3673

@deborah71: Ich wusste bis eben gar nicht, dass es unterschiedliche Zucchinisorten mit unterschiedlichen Namen gibt. 
Bei uns gibt's halt die 'aus Opas Garten' - im Idealfall klein und im weniger-Idealfall wie Keulen. Und bei uns sind die Aufgaben klar verteilt - das Rudel mag (mochte) die Hackfleischfüllung und ich durfte das Drumrum haben.
Wobei ich jetzt nicht verstehe, warum auf 'echtes' Hackfleisch 'unechter' Käse drüber kommt. 

@JackBlack: Zucchini-Kuchen, Zucchini-Suppe, Zucchini-Gemüse mit weißer Soße, Zucchini in der Bolognese - was aus dem Garten kam, musste ja schließlich verwertet werden. Und es reichte ja nicht, eine Zucchini-Pflanze anzubauen ...

Wobei die besten Zucchini-Gerichte immer noch die sind, bei denen man die Zucchini kurz vor dem Servieren durch ein saftiges Schnitzel ersetzt ...

chai antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 27726

@chai 

unechter Käse ist der Lactoseunverträglichkeit geschuldet. 

bei mir gibt es auch unechtes Ei und kein Gluten(Weizen, Roggen, Kamut) und das ähnliche Avinin(Hafer). 

 

deborah71 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3673

@deborah71 Oh weh. 

Das macht das Kochen ja auch nicht einfach. 
Wegen Lactoseunverträglichkeit hab ich eine Zeitlang mal Lactosefreie Milchprodukte gekauft. 
Und bei Käse hab ich gelernt, dass viele Sorten automatisch lactosefrei sind. 

Gluten ist echt problematisch - das ist ja oft auch versteckt drin.

chai antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 5737

@chai Zucchini-Kuchen, Zucchini-Suppe, Zucchini-Gemüse mit weißer Soße, Zucchini in der Bolognese - was aus dem Garten kam, musste ja schließlich verwertet werden. Und es reichte ja nicht, eine Zucchini-Pflanze anzubauen ...

Ich sehe, wir stammen aus denselben prekären Verhältnissen... 😉 Und wenn einem das Zeug so über war, dass man zu revoltieren drohte, wurden einem die armen Kinder aus Afrika aufgetischt, die sie "über sowas freuen würden!"

Wobei die besten Zucchini-Gerichte immer noch die sind, bei denen man die Zucchini kurz vor dem Servieren durch ein saftiges Schnitzel ersetzt...

Da hätte ich vor ein paar Jahren noch zustimmend grinsend genickt. Inzwischen vermag ich das nicht mehr, weil meine Fleischfresserscham einen nicht mehr hintergehbaren Level erreicht hat. Hat übrigens auch indirekt etwas mit unserem Garten zu tun:

An den grenzt ein (momentan: Kartoffel-) Feld. Hinter dem Feld ist ein kleines Wäldchen, inmitten dessen ein Schweine-Maststall steht. Je nach Windrichtung ist der trotz seiner versteckten Lage unmöglich nicht zu bemerken. Alle paar Monate - immer nachts, was mich vermuten lässt, dass die Beteiligten da selbst schon mit schlechtem Gewissen agieren oder zumindest nicht wollen, dass dieses Agieren in den Fokus der Leute gerät - wird die neueste Fuhre "Schlachtgut" von dort abtransportiert. Also die armen Schweine, die ihr Lebtag kein Quentchen Tageslicht zu sehen bekamen, werden da dann über rasch installierte Gitterrampen in die Schweinetransporter getrieben. Und weil sie dabei Angst bekommen, schreien sie eben verzweifelt. Nein, sie "quieken" nicht. Sie schreien. Als ich dies, frisch aus der Großstadt hierher zurückgezogen, das erste Mal hörte, rannte ich nach draussen, um herauszufinden, welcher Unmensch in unserem Dorf da seine Kinder quälte. Denn genau so hören sich die Angstschreie der Schlachtschweine an: wie Kinder, die brutal geprügelt werden.

Seither kaufe ich kein Schweinefleisch mehr. Und habe dennoch schlechtes Gewissen, denn ich komme nicht ohne Fisch, ab und an Geflügelfleisch oder (regelmäßig) Käse oder Milch aus, bzw. ich bin immer noch zu faul, genußgeil und empathielos gegenüber den industriell gequälten Kreaturen, um meine Ernährung vollständig auf vegan umzustellen.

jack-black antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 27726

@jack-black 

Willkommen im Club. Wir essen schon sehr lange nichts mehr vom Schwein. Als wir uns dazu entschieden haben, öffneten sich Welten von tollen Lebensmitteln, für die vorher der Blick verschlossen war. 

deborah71 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3673

@jack-black Jo, die Kinder in Afrika mochten auch weder meinen Spinat (früher war der so rauh an den Zähnen) noch den verkochten Sellerie in der Suppe. Wär ja auf dem Transportweg nicht besser geworden ...

Und die Fleischindustrie ist echt ein Problem - ich hab unseren Konsum zwar nicht eingestellt, gehe aber zwischenzeitlich auch bewusster damit um. 
Wenn ich könnte, würde ich meine Fleisch- und Wurstprodukte tatsächlich nur noch vom Landmetzger im Ortsteil holen, der seine Kühe erst auf der Weide ums Haus grasen lässt und dann im hauseigenen Schlachthaus ohne Transport quer durch Europa verwurstet. 

chai antworten
Maria
 Maria
(@maria)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1151

@jack-black Zum Beitrag

Danke für den Lacher über das Gartenzaungespräch 🤣 🤣 

Apropos Zucchini: ich frage mich, warum Zucchini immer unter anderen Zutaten versteckt werden müssen. Hier kommen sie am besten pur an, Zucchiniwürfel gebraten mit Pinienkernen und gewürzt lediglich mit Rosmarinnadeln, Salz, Pfeffer und ein wenig Condimento Bianco. Soviel können unsere Zucchinipflanzen gar nicht tragen, wie ich das Gericht servieren könnte. Ich verarbeite aber nur kleine, frisch geerntete Zucchini aus dem Garten.

 

maria antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 5737

@maria Danke für den Lacher über das Gartenzaungespräch 🤣 🤣 

Gern. Ich habe übrigens mit großem Aufwand und viel Recherche eine ganz unglaubliche Sache herausgefunden: Geheimnis eines guten Nachbarschafts-Verhältnisses: Kein Gartenzaun. Ach ja: Und die Bereitschaft, die Äste der eigenen Bäume zu kappen, wenn sie dem Nachbarn zu sehr über die Grenze, wo ein Zaun stehen könnte, hinüberragen.

Na gut - es hilft auch, wenn man sich schon ein halbes Jahrhundert kennt. 😉 Da kann man dann gemeinsam in alten Erinnerungen schwelgen. Beispielsweise letztens, als wir gemeinsam überlegten, wann der alte offizielle Hauptfeind, die Quecke, vom neuen offiziellen Hauptfeind, dem Giersch, abgelöst wurde. Oder welche Arten, die Maulwürfe, Wühlmäuse oder Nacktschnecken loszuwerden, schon alle nicht geklappt haben in den vergangenen Jahrzehnten. 😀

jack-black antworten
Maria
 Maria
(@maria)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1151

@jack-black Kein Gartenzaun hilft auch nicht immer. Es kommt halt drauf an, wie grün ( 😉 ) sich die Nachbarn sind. Eine Freundschaft seit 50 Jahren hilft halt ungemein, sich solidarisch gegen Quecken, Giersch, Schnecken, Wühlmäuse zu verbünden. Mindestens genauso oft passiert es aber auch, dass dem Nachbarn der schwarze Peter zugeschoben wird: vom faulen Nachbarn, der sein Grundstück nicht in Ordnung hält,  wandern überhängende Äste, Brennesseln, Schachtelhalm, Quecken, Giersch, Schnecken, Wühlmäuse und Ratten beim ordentlichen ein und er hat die ganze Arbeit damit. Das ist der häufigste Grund für Streitigkeiten, denke ich.

maria antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 5737

@maria Kein Gartenzaun hilft auch nicht immer.

Ach schade. Ich dachte schon, aus der oben skizzierten Erkenntnis ließe sich irgendwie Geld machen nach dem Motto: Buch drüber schreiben, teure Seminare dazu abhalten, mich als Experte für Gutachen in Nachbarschaftsstreit-Prozessen anbieten... Und nun reißt Du mich auf den Boden der Tatsachen zurück. *schnief*

Aber Du hast ja recht

Mindestens genauso oft passiert es aber auch, dass dem Nachbarn der schwarze Peter zugeschoben wird: vom faulen Nachbarn

, wir wissen es von Schiller:

Es kann der Frömmste nich in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.

Ich erweitere also meine These: Das Geheimnis einer guten Nachbarschaft besteht darin, keinen Gartenzaun und keinen bösen Nachbarn zu haben. 🙂

jack-black antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3673

@jack-black Wieder was gelernt. 

(Bin eigentlich nur hier, um das Zucchini-Rezept zu finden)

chai antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 5737

@chai Wieder was gelernt. 

Hauptsache. 😎 

jack-black antworten
Maria
 Maria
(@maria)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1151

@jack-black 

Ich erweitere also meine These: Das Geheimnis einer guten Nachbarschaft besteht darin, keinen Gartenzaun und keinen bösen Nachbarn zu haben. 🙂

👍 ... und den guten Nachbarn in guter Laune zu halten 🙂 

maria antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3673
Veröffentlicht von: @maria

Zucchiniwürfel gebraten mit Pinienkernen und gewürzt lediglich mit Rosmarinnadeln, Salz, Pfeffer und ein wenig Condimento Bianco.

Das hat mich inspiriert. 
Ich hab die Zucchini aus Opas Garten gewürfelt, in Olivenöl angebraten, italienische Kräutermischung, Salz, Pfeffer und Sonnenblumenkerne (in Ermangelung von Pinienkernen) dazu und obendrüber noch einige Mozzarella-Kügelchen. 
Das fand ich so gut, dass ich noch eine Zucchini beantragt habe - und jetzt hat der Opa keine mehr ...

chai antworten
Maria
 Maria
(@maria)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1151

@chai Das klingt auch gut, werde ich mal so nachkochen. Hoffentlich bleibt der Opa noch lange fit und kann noch viele Jahre Zucchini ernten 🙂

maria antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3673

@maria Also - ich hab heut so was ähnliches mit einem halben (kleinen) Muskat-Kürbis probiert. 
Würfel geschnitten und angebraten, italienische Kräuter, Salz, Pfeffer, Sonnenblumenkerne und statt Mozzarella kam eine Scheibe Ziegenkäse drüber. War auch sehr fein. 😋 

Und ja - den Opa wollen wir auch noch eine Weile behalten. Nicht nur wegen der Zucchini. 
Der ist 91 und noch recht gut beieinander - auch wenn er diese Woche mal so schwächelte, dass er eine Nacht im Krankenhaus verbringen musste. 

chai antworten
Maria
 Maria
(@maria)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1151

@chai 😋 

Dem Opa gute Besserung und auch sonst alles Gute!

maria antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3673

@maria Danke 🙂

chai antworten
Murphyline
Beiträge : 1894
Veröffentlicht von: @deborah71

„Über Rosen lässt sich dichten, in die Äpfel muss man beißen.“
                                                                                                 – J.W. von Goethe

Schöner Spruch!

murphyline antworten


Deborah71
Themenstarter
Beiträge : 27726

Heute Nacht waren es nur 12°. Es wird deutlich herbstlicher. 

Nachdem es gestern kräftige Regengüsse gegeben hat, scheint heute die Sonne und teilt sich den Himmel mit Schleierwolken. 

Die meisten Tomaten sind eingekocht. Es liegen noch ein paar zum Nachreifen, einige sind noch draussen und dann ist fertig. 

Heute hatte sich doch tatsächlich ein rote Wegschnecke in den Garten verirrt. Das hat ihr eine kostenlose Flugstunde beschert. 

Die Zucchini wachsen zurückhaltender. Das ist mir jetzt ganz recht. Die dicken Bohnen haben schon etwas Schoten und die Hummel besucht fleissig die restlichen Blüten. 

Letztes Jahr hatte ich ca 40kg Ernte. Jetzt bin ich schon über 60kg, weil die Zucchini und andere sehr wasserhaltige Früchte mehr Gewicht auf die Waage bringen. Die Äpfel hatte ich letztes Jahr ausgelassen.... jetzt will ich sie doch mal mit einbeziehen. 

deborah71 antworten
2 Antworten
Maria
 Maria
(@maria)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1151

@deborah71 Eine schöne Erntemenge kommt da bei dir zusammen  😀 Wieviel das hier ist, kann ich überhaupt nicht sagen. Ich bringe nicht genug Disziplin auf, alles zu wiegen. Nur wenn mir etwas sehr außergewöhnlich erscheint, wiege ich nach. Letztens hatte ich vier Ananstomaten mit zusammen 1486 g. Die dickste wog fast 600 g 😲 Dafür wollen die Feuerwerk nicht so wie im letzten Jahr. Das ist halt in jedem Jahr anders.

Insgesamt ist es aber inzwischen schon sehr herbstlich geworden. An den Tomaten reifen die letzten Früchte aus und die Zucchini brauchen länger, bis die Früchte groß genug sind. Gestern gab es die erste Ribollita der Saison mit Schwarzkohl. Für den Kohl ist es ein gutes Jahr. Brokkoli, Schwarzkohl, Grünkohl und Chinakohl wachsen unglaublich üppig. 

 

maria antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 27726

@maria 

Ja, mich hatte es interessiert, ob ich die Erntemenge durch ausgeklügelte Bepflanzung steigern kann, nachdem Charles Dowding in der ähnlichen Klimazone 100kg aus seinem Kleingartenstück neben der großen Fläche ernten kann. 

 

deborah71 antworten
Murphyline
Beiträge : 1894

Bei mir war ja fast nix mit Ernte. Die Tomaten frühzeitig gestorben, vielleicht 300 gr., zwei Schmorgurken, ca 300 gr. güne Bohnen. Kartoffeln vielleicht 3 kg und etwas rote Bete und kleine Zwiebeln.

Aber dann! Nachdem ich Tomaten und Gurkenpflanzen entsorgt hatte, sah ich die "Paprikapflanzen", die ich im April auf dem Wochenmarkt von einer türkischen Kleingärtnerin gekauft hatte. Jedenfalls glaubte ich, dass es Paprika seien ... Da die Tomanten aus der türkischen Selbstzucht auch nicht getragen hatten, hatte ich die gar nicht mehr auf dem Schirm. Plötzlich entdeckte ich an einer Pflanze zwei grüne Schoten. Pepperoni? Also pflückte ich eine und legte sie zusammen mit einer handvoll Restgemüse und Kartoffeln zu meinen Hähnchenkeulen und schob die Sache in den Ofen.

Phuuuu- ich hab noch nie so scharfe Hähnchenkeulen gegessen. War lecker, aber was auch immer da in meinem Gewächshaus gewachsen ist, da muss ein Warnschild dran! 

Sammle jetzt Nüsse bei den wildwachsenden Haselnussbüschen, damit ich auch irgendwie Ernte habe.

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12 Antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 27726

@murphyline 

Immerhin eine kleine Ernte. Das darf nächstes Jahr wieder mehr werden. 

 

Hier naht der erste Herbststurm. Dienstag sollen die Böen bis 9bft steigen und Montag holt der Sturm schon Anlauf mit Böen bis 8bft. 

Heute ist es sonnig und trocken. Also Wäsche aufhängen und Äpfel abhängen. Die meisten Äpfel sind freiwillig abgegangen. Eine Kiste gute Äpfel zum Essen und einen dreiviertel Eimer für Apfelmus. Eine gute Beute von dem kleinen Bäumchen. 

 

deborah71 antworten
Maria
 Maria
(@maria)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1151

@murphyline Das, was du geerntet hast, war sicher besonders lecker, weil besonders wertvoll 😀 

Konntest du dich denn sonstwie an deinem Garten erfreuen? An den Blumen? Am Getier darin? Oder einfach am Relaxen im Garten?

maria antworten
Murphyline
(@murphyline)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 1894

@maria leider wenig, weil immer, wenn ich im Garten bin, mein Nachbar kommt, von dem ich den Garten übernommen habe. Er ist ein alter, hilfsbedürftiger Herr, der viele schlimme Krankheiten hat und viel Hilfe und Gespräch braucht. Da er aus seinem Fenster sehen kann, ob ich im Garten bin, dauert es kaum 10 Min, bis er auch da ist und möchte, dass ich mich mit ihm beschäftige, bzw. ihm seine Post erkläre, Augentropfen verabreiche, Handyprobleme löse usw. Heute war ich kaum 5 Min im Garten, um ein paar Haselnüsse zu sammeln, schon stand er da. Ich habe mich demonstrativ nur wenig mit ihm beschäftigt und weiter gesammelt, da war er sehr beleidigt. Ich bin zwar hilfsbereit, aber jeder Schritt in meinen Garten bedeutet, dass ich eine Sozialsprechstunde eröffne. War vor einigen Wochen richtig froh, dass er im Krankenhaus lag und ich im Garten meine Ruhe hatte.

murphyline antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3673

Dann ist Dein Garten ein soziales Projekt ...

chai antworten
Murphyline
(@murphyline)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 1894

@chai ja- leider. manchmal möchte ich einfach nur ungestört Unkraut jäten oder in der Sonne einen Tee trinken und die Vögel beobachten.  Irgendwie geht das alles nicht. Der Garten verkommt zunehmend und ich gehe nur noch ungern hinein, weil ich weiß, gleich kommt ungebetener "Besuch". Es ist nicht so, dass ich nicht helfen will, aber dauernd ... einmal die Woche würde reichen.

murphyline antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3673

@murphyline Und der alte Herr sitzt daheim und denkt 'Wann kommt sie denn endlich wieder?' 
(Ich kenn das so ähnlich von meinen Senioren - die haben eine innerliche To-do-Liste für den hoffentlich bald mal wieder kommenden Besuch, der eigentlich gar nicht wegen dieser To-do-Liste gekommen war. Und weil der Besuch das weiß, kommt er nur selten und 'entspannend' ist dann auch nix ...)

chai antworten
Murphyline
(@murphyline)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 1894

@chai genau, bloß dass ich nicht ihn besuche, sondern er mich ... sobald ich im Garten bin.

Immerhin habe ich ihm jetzt 6 Wochen die kalte Schulter gezeigt (indem ich fast nie in meinem Garten war), dass seine Tochter den Papierkram erledigt. Für seine Augentropfen hat er jetzt seine (krebskranke) Nachbarin aktiviert, die ihm morgens und abends die Augentropfen verabreicht, wie er mir vorgestern mit vorwurfsvollem Ton erzählte. Seine Tochte hat einen Antrag auf Pflegestufe gestellt, unterstützt vom Arzt, damit ihm jemand die Medikamente verabreicht - wie er mir empört erzählte. Diese Woche kommt der Begutachter, ich befürchte Schlimmes. Ich habe ihm in den letzten 3 Jahren wirklich viel geholfen, aber so dankbar für den Garten bin ich nun auch wieder nicht, dass ich den gesetzlichen Betreuer und den Pflegedienst ersetze.

murphyline antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1404

@murphyline 

Jetzt verstehe ich dich besser. Kannst ihm ja einen Deal vorschlagen, er sammelt auf für dich, du erklärst ihm währenddessen seine Post. 😅

Und wenn er in der wenigen Zeit, die du hast, fertig wird, gibt es noch seine Augentropfen. 😅

Kann anstrengend sein.

ga2 antworten
Murphyline
(@murphyline)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 1894

@ga2 Der kann nicht mehr sammeln, der geht am Stock und kippt dauernd um. Der darf sich gerne in den Garten in die Sonne setzen und ab und an ein Eis schlecken, das ich ihm mitbringe und einen Roman lesen, wie vor 3 Jahren noch.

murphyline antworten
Maria
 Maria
(@maria)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1151

@murphyline Wie schade, dass dir der Garten so verleidet wird! Kannst du nicht ein klärendes Gespräch führen, dass du gerne hilfst aber nicht jederzeit zur Verfügung stehen kannst?

maria antworten
Murphyline
(@murphyline)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 1894

@maria nein, das funktioniert nicht. 1. ist er schon ziemlich dement. 2. arbeitet er mit "Beleidigt sein" und schafft es ganz gut Schuldgefühle zu erzeugen.

murphyline antworten
Maria
 Maria
(@maria)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1151

@murphyline Er wird sein manipulatives Verhalten wohl nicht mehr ablegen. Aber du durchschaust es ja und kannst darauf reagieren. Widerwillig "Ja" zu sagen macht einen auf Dauer ja völlig fertig.

maria antworten


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