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Mein Hund - Wer kann mir Tipps geben?

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Glasgraveurin
Themenstarter
Beiträge : 316

Hallo zusammen,

vor 4 Monaten habe ich einen Hund aus einer Tierschutzorganisation hier in Deutschland übernommen, die eine Partnerorganisation in Ungarn haben.

Meine Hündin ist ein Sibirien-Husky-Mischling, 3 Jahre alt, kastriert, gechipt und geimpft.

Das Tier lebte in Ungarn an der Kette und konnte sich, laut Auskunft der Tierschutzorganisation, von der Kette befreien. Allerdings war das Kettenhalsband so tief eingewachsen, dass dieses operativ entfernt werden musste. Die Narben davon sind deutlich zu sehen.

Mir wurde auch gesagt, dass die meisten Hunde nichts kennen und nichts können. So war das auch mit meinem Hund. Der konnte wirklich gar nichts, selbst Treppen konnte er eine Weile nicht auf und ab gehen. Mittlerweile macht sie das ohne Probleme.
Sie ist von Anfang an stubenrein gewesen und hat bis dato nicht einmal in die Wohnung gemacht. Mit im Auto fahren macht ihr nicht viel aus. Sie verhält sich sehr ruhig, außer, es fährt ein LKW, Trecker oder anderes Fahrzeug schnell dicht an mich heran, dann bellt sie.

Vom Wesen her ist sie ein absolut liebes und verschmustes Tier und möchte am liebsten rund um die Uhr beschmust und gestreichelt werden. Ich liebe dieses Tier! Das kann ich nicht leisten, da ich berufstätig bin. Sie geht auch täglich mit mir ins Büro und wird auch im Januar mit an meine neue Arbeitsstelle kommen. Das heißt, der Hund ist, außer wenn ich zum Einkaufen fahre, sonst nie allein.
Der Hund verhält sich in der Wohnung und im Büro ruhig.

Das Tier ist mit allem verträglich, was Lebewesen ist. Katzen hält sie für Hunde und möchte auch gerne mit diesen spielen.
Sie zeigt aber auch, wenn sie Hunde nicht mag, indem sie entweder ausweicht oder bellt. Je nachdem, wie ihr Gegenüber reagiert.
Kleine kläffende und quietschende Pfiffis mag sie nicht, denen geht sie sofort aus dem Weg.
Sie jagt aber Vögel und Mäuse.
An der Leine kann sie auch schon recht gut gehen.

Angst hat sie vor Wasser und sie vermeidet es, nasse Flächen zu betreten. Ihr Geschäft erledigt sie überwiegend auf Asphalt, selbst, wenn eine Wiese zur Verfügung steht.
Sie schlägt auch nicht an, wenn es bei mir an der Haustüre klingelt. Ganz im Gegenteil, sie würde noch jeden Einbrecher zum Kaffeeklatsch einladen.
Meine Hündin hat auch Angst vor Bällen und wenn man von vorne oben auf sie zukommt. Da legt sie die Ohren an und weicht zurück.
Laute Stimmen ängstigt das Tier auch sehr, es zieht sich zurück und versteckt sich.
Auf ihr unbekannte Situationen reagiert sie mit Bewegungsunruhe und starkem Hecheln.

Was ich absolut nicht hinbekomme, ist, sie zu erziehen. Das dauert sooo lange, bis sie etwas begreift. Entweder bin ich unfähig oder es ist wirklich schwer, einen ausgewachsenen Hund, der keine Kommandos kennt, zu erziehen. Ich weis es nicht. Ich bin weder laut zu dem Tier, noch schreie ich es an.

Ich über jeden Tag mit ihr mehrmals, wenn ich frei habe (3 Tage) und unter der Woche, wenn ich arbeite (4 Tage), leider nicht so viel.
Sie bekommt, seit dem sie bei mir ist, ihr Futter nur aus dem Futterbeutel, um sie mit dem Futter zu belohnen, wenn sie etwas gut gemacht hat.
Kleine Fortschritte sind schon zu sehen, aber mir erscheint, dass das alles so lange dauert. Sie springt so gut wie keine Leute mehr an und beherrscht das Kommando "Sitz" aus dem FF.
Der Hund ist sehr auf mich fixiert. Meinen Bruder, mit dem ich zusammen wohne, mag sie auch, aber der Hund orientiert sich hauptsächlich an mich.

Ist das wirklich so, dass es schwieriger ist, einen ausgewachsenen Hund zu erziehen? Ich würde gerne mit ihr eine Begleithundeprüfung machen und sie zum Therapiehund ausbilden lassen.
Doch frage ich mich, ob das jemals möglich sein wird?
Eine Berufskollegin von mir hat einen Sibirien Husky Mix, der beide Ausbildungen hat.

Ja, ich weiß, dass eine Hundeschule dran wäre oder ein Hundetrainer. Aber Corona verhindert es.

Zudem fällt mir auf, das der Hund ohne Ende haart, seit dem der Hund bei mir ist. Jeden Tag kämme ich das Tier und ich fege büschelweise Hundehaare vom Boden auf.
Ist das normal, dass ein Hund ohne Ende haart?
Meine Tierärztin meinte, dass das normal sei.

Wird es mir möglich sein, den Hund irgendwann mal frei laufen lassen zu können?

Ich bin gespannt auf eure Tipps.

Viele Grüße
Glasgraveurin

Antwort
59 Antworten
Channuschka
Beiträge : 3267

Hundeerziehung braucht Zeit - vier Monate sind da garnichts. Vorallem bei einem erwachsenen Hund.
Und ehrlich gesagt, klingt das was du beschreibst schon sehr gut. Der Hund hat dich als Leittier akzeptiert und will dir gefallen, damit lässt sich gut arbeiten.
Dass sie Angst vor Bällen hat oder wenn man die Hand hebt deutet auf Misshandlung hin. Vielleicht wurden Steine nach ihr geworfen (daher die Angst vor Bällen) und sie wurde geschlagen (duckt sich weg wenn man die Hand hebt). Zweites kenne ich von unserem ersten Hund (wir haben alle Hunde aus dem Tierschutz geholt), der hat an der Haustür immer getobt, wenn es geklingelt hat (und wir da waren) und wenn man dann die Hand zur Türklinke gehoben hat, dann hat er sich weggeduckt. Hat ihn aber nie davon bgehalten weiter zu bellen. Das war eines der einzigen Dinge, die wir ihm bis zum Schluss nicht abgewöhnen konnten (wobei er am Ende sehr schwerhörig war, was die Sache dann erledigt hat).
Starkes Hecheln beii unbekannten Situationen deutet auf Stress hin. Da hilft nur, ihr Sicherheit geben.

Begleithundeprüfung ist sicher möglich, aber davor solltet ihr zur Hundeschule gehen. Und das sobald wie möglich, weil es strenge Regeln gibt, wie bei der Prüfung etwas gemacht werden muss und es ist echt schwer das wieder umzulernen, wenn man es falsch drin hat.

Was das haaren angeht - wenn die Tierärztin sagt es ist normal, dann ist es das wohl. Das hängt immer von der Rasse ab. Dalmatiner haaren z.B. ganz jährig, während die meisten Bichonrassen (Malteser, Frisé, Havaneser und Co) überhaupt nicht haaren. (Also klar beim Bürsten gehen Haare aus, wie eben bei uns Menschen auch, aber sie haben keinen Fellwechsel).

Veröffentlicht von: @glasgraveurin

Wird es mir möglich sein, den Hund irgendwann mal frei laufen lassen zu können?

Hngt von deinem Hund ab - Huskys kann man wohl eher nie freilaufen lassen, wie mir von mehrern Besitzern geasagt wurde. Ich kenne aber auch Huskyschäferhundmischlinge die gut abrufbar sind.

Ach - und mach dich darauf gefasst, dass manche Dinge sich auch noch entwickeln können (wie ein ausgeprägterer Jagdtrieb), wenn sie sicherer gebunden ist und mehr Selbstvertrauen entwickelt. Sowas ist immer schön zu sehen und dabei üblest nervig 😀.

Und wie gesagt - 4 Monate sind noch gar nichts an Zeit.

channuschka antworten
1 Antwort
Glasgraveurin
(@glasgraveurin)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 316
Veröffentlicht von: @channuschka

Hundeerziehung braucht Zeit - vier Monate sind da garnichts. Vorallem bei einem erwachsenen Hund.
Und ehrlich gesagt, klingt das was du beschreibst schon sehr gut. Der Hund hat dich als Leittier akzeptiert und will dir gefallen, damit lässt sich gut arbeiten.

Danke dir für diese Worte, Channuschka.

Veröffentlicht von: @channuschka

Dass sie Angst vor Bällen hat oder wenn man die Hand hebt deutet auf Misshandlung hin. Vielleicht wurden Steine nach ihr geworfen (daher die Angst vor Bällen) und sie wurde geschlagen (duckt sich weg wenn man die Hand hebt).

Daran habe ich auch schon gedacht.
Aus diesem Grunde spiele ich auch nicht mehr mit Bällen mit ihr.

Veröffentlicht von: @channuschka

Begleithundeprüfung ist sicher möglich, aber davor solltet ihr zur Hundeschule gehen. Und das sobald wie möglich, weil es strenge Regeln gibt, wie bei der Prüfung etwas gemacht werden muss und es ist echt schwer das wieder umzulernen, wenn man es falsch drin hat.

Das mit der Begleithundeprüfung ist meine große Hoffnung.

Veröffentlicht von: @channuschka

Was das haaren angeht - wenn die Tierärztin sagt es ist normal, dann ist es das wohl. Das hängt immer von der Rasse ab. Dalmatiner haaren z.B. ganz jährig, während die meisten Bichonrassen (Malteser, Frisé, Havaneser und Co) überhaupt nicht haaren. (Also klar beim Bürsten gehen Haare aus, wie eben bei uns Menschen auch, aber sie haben keinen Fellwechsel).

Das finde ich einen guten Hinweis, denn das wusste ich nicht.
Danke dir dafür.

Veröffentlicht von: @channuschka

Hngt von deinem Hund ab - Huskys kann man wohl eher nie freilaufen lassen, wie mir von mehrern Besitzern geasagt wurde. Ich kenne aber auch Huskyschäferhundmischlinge die gut abrufbar sind.

Ja, das ist mein Traumziel, dass sich mein Hund mal sicher abrufen lässt.

Veröffentlicht von: @channuschka

Ach - und mach dich darauf gefasst, dass manche Dinge sich auch noch entwickeln können (wie ein ausgeprägterer Jagdtrieb), wenn sie sicherer gebunden ist und mehr Selbstvertrauen entwickelt. Sowas ist immer schön zu sehen und dabei üblest nervig 😀.

Auch ein guter Hinweis. Das behalte ich im Auge.

Veröffentlicht von: @channuschka

Und wie gesagt - 4 Monate sind noch gar nichts an Zeit.

Danke, das beruhigt mich schon einmal ungemein.

glasgraveurin antworten


GoodFruit
Beiträge : 1783

Ich kann mich erinnern als ich Kind auf nem Hof war, da hatte man sich bei jedem Hund vorgenommen, den zu dressieren, ihm was beizubringen. Geklappt hat das nie. Er war wie ein Partner immer dabei und wir hatten immer viel Freude aneinander.

goodfruit antworten
1 Antwort
Glasgraveurin
(@glasgraveurin)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 316
Veröffentlicht von: @goodfruit

Ich kann mich erinnern als ich Kind auf nem Hof war, da hatte man sich bei jedem Hund vorgenommen, den zu dressieren, ihm was beizubringen. Geklappt hat das nie. Er war wie ein Partner immer dabei und wir hatten immer viel Freude aneinander.

Hunde hatten wir früher, als ich Kind war, auch.
Ach wir haben erfolglos versucht unsere Hunde zu dressieren. 😊
Wir hatten einen Hund dabei gehabt, der schnarchte wie ein Weltmeister.
Mit diesem schnarchenden Hund habe ich nachts schon so manchen Übernachtungsgast aus meinem Zimmer vertrieben, das ich immer für die Gäste hergeben muss. 😀
Diese schliefen genau 2 mal in meinem Zimmer. Das erste und das letzte Mal. 😀

Aber einen eigenen Hund zu halten ist schon etwas anderes. Das ist mein erster eigener Hund.

glasgraveurin antworten
speedysweety
Beiträge : 3744

Hallo 😊,

also erstmal würde ich sagen, dass Du Glück gehabt hast mit der Hündin. Ich denke, Huskys (auch wenn sie eine Mischling ist) sind nicht ohne. Vor allem ist für viele eine hohe Auslastung wichtig.

Veröffentlicht von: @glasgraveurin

Sie jagt aber Vögel und Mäuse.
An der Leine kann sie auch schon recht gut gehen.

Veröffentlicht von: @glasgraveurin

Wird es mir möglich sein, den Hund irgendwann mal frei laufen lassen zu können?

Das Jagen solltest Du unterbinden, das kann beim Freilauf große Probleme machen, in manchen Bundesländern dürfen wildernde Hunde auch geschossen werden. Aber auch der einheimischen Tierwelt zuliebe solltest Du das unterbinden.
Es gibt Hunde, die haben so einen großen Jagdtrieb, dass sie nicht von der Leine gelassen können. Deswegen würde ich sie das erst gar nicht ausleben lassen, wenn Du sie noch neu hast, damit sie sich nicht ans Jagen gewöhnt und Du mehr Chancen hast, dass sie später auch einmal frei läuft.

Veröffentlicht von: @glasgraveurin

Der Hund ist sehr auf mich fixiert.

Was ich Dir als Tipp geben kann, weil Du schreibst, dass sie sehr auf Dich fixiert ist: Das kann ziemlich nach hinten losgehen. Du solltest, wenn möglich, schon darauf achten, dass sie auch einen guten Bezug zu Deinem Bruder bekommt und auch einmal mit ihm Gassi geht.

Wir hatten es in der Familie, dass jemand eine Hündin aus Spanien geholt hat. Er war für sie die einzige Bezugsperson, nur er hat gefüttert und sich um sie gekümmert, nur von ihm gab es Leckerlis. Sie war vollkommen auf ihr Herrchen fixiert. Die Folge war, dass sie sich geweigert hat, mit uns anderen Gassi zu gehen. Das war für uns ein ziemlicher Kampf, manchmal musste ich sie sogar aufs Feld tragen. Als wir ihr dann z.B. auch Leckerlis geben durften und immer wieder was mit ihr gemacht haben, wurde es besser.
Und das war auch gut so, denn er ist sehr schwer erkrankt und konnte über Monate nicht mit der Hündin Gassi gehen. Glücklicherweise war sie zu dem Zeitpunkt so weit, dass sie auch mit uns gegangen ist.
Deswegen ist es wichtig, dass sie nicht ausschließlich auf Dich fixiert ist. Auch wäre es gut, wenn sie lernt, eine Zeit alleine zuhause bleiben zu können. Damit sie auch klarkommt, wenn Du mal ausfällst.

Veröffentlicht von: @glasgraveurin

Ist das wirklich so, dass es schwieriger ist, einen ausgewachsenen Hund zu erziehen?

Man kann einem erwachsenen Hund schon was beibringen, der oben beschriebenen Hündin habe ich viel beigebracht, da war sie schon 5 Jahre alt. Aber es braucht halt manchmal viel Zeit und Geduld.
Bei der vorigen Hündin habe ich 1,5 Jahre gebraucht, bis sie z.B. die Pfote geben konnte (kein wichtiges Kommando, ich weiß- es ist nur um zu zeigen, das ein Lernprozess lange dauern kann). Andere Kommandos hat sie danach viel schneller begriffen.

Veröffentlicht von: @glasgraveurin

Ist das normal, dass ein Hund ohne Ende haart?
Meine Tierärztin meinte, dass das normal sei.

Haaren tut die oben beschriebene Hündin auch, das kommt auch sehr auf die Rasse an. Die jetzige Hündin hat viel Unterwolle, die verliert sie. Was Erleichterung verschafft hat war, sie zweimal im Jahr zum Hundefriseur zu bringen, sie hatte spezielle Geräte, womit sie die Wolle besser entfernen konnte. Ansonsten hilft nur kämmen, kämmen und nochmal kämmen...Aber bei der jetzigen Hündin schwankt die Menge, mal haart sie viel, mal wenig bis gar nicht.

Ansonsten wäre Hundeschule optimal, da hat Corona Euch jetzt leider einen Strich durch die Rechnung gemacht. Vielleicht ist Einzelunterricht nach dem Lockdown eher möglich, als Gruppenunterricht. Da würdet Ihr dann wahrscheinlich auch am Anfang mehr davon profitieren.

speedysweety antworten
11 Antworten
Glasgraveurin
(@glasgraveurin)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 316

Hi 😊

Veröffentlicht von: @speedysweety

also erstmal würde ich sagen, dass Du Glück gehabt hast mit der Hündin. Ich denke, Huskys (auch wenn sie eine Mischling ist) sind nicht ohne. Vor allem ist für viele eine hohe Auslastung wichtig.

Ja, ich habe viel Glück gehabt, diesen Hund bekommen zu haben, denn dort, wo wir sie abgeholt haben, liefen Hunde auf der Wiese herum, die wirklich nicht ohne waren.

Veröffentlicht von: @speedysweety

Das Jagen solltest Du unterbinden, das kann beim Freilauf große Probleme machen, in manchen Bundesländern dürfen wildernde Hunde auch geschossen werden. Aber auch der einheimischen Tierwelt zuliebe solltest Du das unterbinden.

Ich möchte sie nicht überall freilaufen lassen, sondern nur auf dafür vorgesehene Flächen, wo es erlaubt ist. Also eingezäunte Flächen.

Veröffentlicht von: @speedysweety

Was ich Dir als Tipp geben kann, weil Du schreibst, dass sie sehr auf Dich fixiert ist: Das kann ziemlich nach hinten losgehen. Du solltest, wenn möglich, schon darauf achten, dass sie auch einen guten Bezug zu Deinem Bruder bekommt und auch einmal mit ihm Gassi geht.

Ich hätte das auch gerne anders, aber mein Bruder interessiert sich nicht sonderlich für den Hund. Es ist nicht "sein" Hund. Damit möchte ich sagen, dass er eine andere Vorstellung von Hund hat. Für ihn muss der Hund größer sein, als ein Husky, muss wachsam sein, absolut gehorsam, und er darf nicht so verschmust sein.
Alles das erfüllt dieser Hund nicht. Ich brauche eher einen Hund, so wie ich ihn jetzt habe.
Mein Bruder geht auch mit ihm raus und füttert ihn. Aber die Hauptaufgabe bleibt an mir hängen, zumal ich den Hund ja täglich mit in die Arbeit nehme.

Veröffentlicht von: @speedysweety

Ansonsten wäre Hundeschule optimal, da hat Corona Euch jetzt leider einen Strich durch die Rechnung gemacht. Vielleicht ist Einzelunterricht nach dem Lockdown eher möglich, als Gruppenunterricht. Da würdet Ihr dann wahrscheinlich auch am Anfang mehr davon profitieren.

Mit ist ein Hundetrainer lieber, als eine Hundeschule. Denn mein Hund lässt sich leicht ablenken, da er lieber mit den anderen Hunden spielen möchte.

glasgraveurin antworten
lubov
 lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2606
Veröffentlicht von: @speedysweety

Das Jagen solltest Du unterbinden, das kann beim Freilauf große Probleme machen.
Es gibt Hunde, die haben so einen großen Jagdtrieb, dass sie nicht von der Leine gelassen können. Deswegen würde ich sie das erst gar nicht ausleben lassen, wenn Du sie noch neu hast, damit sie sich nicht ans Jagen gewöhnt und Du mehr Chancen hast, dass sie später auch einmal frei läuft.

Moin.
Meine Eltern haben Finnenspitze gezüchtet. Die sind für die Vogeljagd gedacht. In Deutschland war damals keine Chance, sie als Jagdhunde zulassen zu können. Darum war die Prägung auf Mäuse - und nur auf Mäuse! - das, was und gerettet hat. Wir haben gerne unseren Garten geopfert (jedenfalls erstmal, irgendwann war er mäusefrei, dann konnte man ihn von einer Mondkraterlandschaft wieder zurück in etwas irdisches verwandeln*g*), denn das bedeutete, dass die Hunde auch freilaufend eben nicht ihrem allgemeinen Jagdtrieb nachgingen und hinter Hase, Reh und allen vögeln her waren, sondern mit der Nase am Boden klebend ihren Jagdtrieb ausleben konnten - und in der Regel dabei keine zwei Meter weit kamen, weil dann das nächste Mauseloch da war, was erkundet werden musste. Unsere Hündin hat manchmal tagelang vor einem Mauseloch ausgeharrt, nachdem sie verstanden hatte, dass im Nutzgarten "sämtliche Gänge und Wohnhöhlen komplett ausheben" nicht erwünscht war.

Gut, Huskys müssen mehr laufen als jagen, aber wenn die Hündin schon auf Mäuse geht, würde ich überlegen, ob ich das nicht bestärke, um ihr die Vogeljagd und andere Jagdanwandlungen uninteressant zu machen.

Huskys, die man drinnen hält, machen das ganze Jahr Fellwechsel, sonst zweimal, von Sommer- auf Winterfell. 😉
Ah, bitte nicht scheren, die haben Ober- und Unterwolle, und die längere Oberwolle sorgt dafür, dass sie bei Regen nicht bis auf die Haut durchnässen und in der Sonne nicht so schnell überhitzen und so. Striegel und Kardätsche helfen bei der Fellpflege, da spart man den Friseur.

lubov antworten
Glasgraveurin
(@glasgraveurin)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 316
Veröffentlicht von: @lubov

Gut, Huskys müssen mehr laufen als jagen, aber wenn die Hündin schon auf Mäuse geht, würde ich überlegen, ob ich das nicht bestärke, um ihr die Vogeljagd und andere Jagdanwandlungen uninteressant zu machen.

Am liebsten ist mir, wenn sie gar nicht jagen würde.

Veröffentlicht von: @lubov

Huskys, die man drinnen hält, machen das ganze Jahr Fellwechsel, sonst zweimal, von Sommer- auf Winterfell. 😉
Ah, bitte nicht scheren, die haben Ober- und Unterwolle, und die längere Oberwolle sorgt dafür, dass sie bei Regen nicht bis auf die Haut durchnässen und in der Sonne nicht so schnell überhitzen und so. Striegel und Kardätsche helfen bei der Fellpflege, da spart man den Friseur.

Auf die Idee den Hund zu scheren, komme ich nicht. Ich bürste ihn jeden Tag 1 - 2 mal das Fell, um die losen Haare abzukämmen.

glasgraveurin antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 3267
Veröffentlicht von: @glasgraveurin

Am liebsten ist mir, wenn sie gar nicht jagen würde.

Das machen nur wenige Hunde - der Bichon-Zwergpudel-mix (Poochon oder Bichpoo genannt) meiner Schwester hat z.B. kaum Jagdtrieb. Als sie sehr jung war hat sie Vögel gejagt (und den Garten gegen überfliegende Vögel versucht zu verteidigen - die waren wenig beeindruckt) aber nur bis sie weggeflogen sind. Wichtiger als nicht jagen ist die Abrufbarkeit. Dass hat meine Schwägerin und mein Bruder selbst bei ihrem Hund mit viel Jagdtrieb geschafft (vermutlich Glatthaar-Fox -Brake - Mix oder Glatthaar - Fox - Dalmatiner(das sagte das Tierheim) (gut das ist auch ein Angsthase, bei nem Reh stellt er sich blind, weil zu groß). Allerdings hatten sie dafür Einzelstunden bei einem Hundetrainer. Und es hat um die drei Jahre gedauert (Hund war 1,5 Jahre als sie ihn aus dem Tierheim holten und null erzogen). Heute ist es ein gut erzogener Hund, den ich zwar selten ganz von der Leine lasse, weil ich auch nicht seine Hauptbezugsperson bin, aber mit Schleppleine ist es überhaupt kein Problem. Und seine Leinenführigkeit ist top.

Und zum Mäusejagen - ich würde es nicht fördern. Landwirte stehen da gar nicht drauf, wenn Hunde die Feldränder umgraben und Löcher sind immer eine Gefahr für Verletztungen - auch für Hunde. Außerdem ist es übel nervig, den Hund weiter ziehen zu müssen, weil er mit der Nase im Mauseloch hängt. Und die plötzlichen Sprünge in den Feldrand, weil er da was riecht oder sieht machen auch keinen Spaß, wenn der Hund an der Leine ist.

channuschka antworten
speedysweety
(@speedysweety)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 3744

Ja, das ist ein guter Hinweis-Abrufbarkeit ist wichtig. Ich war mit der Hündin auch schon unterwegs und plötzlich standen da viele Rehe, 8-10 Stück. Hab ich noch nie erlebt und war selber ganz überrascht. Die Hündin auch, aber sie hat sich entschieden, auf mich zu hören, obwohl die Rehe alle plötzlich losgerannt sind und das ja den Jagdtrieb animiert. Da war ich auch sehr stolz auf sie, das hat sie richtig gut gemeistert 😊

Veröffentlicht von: @channuschka

Und zum Mäusejagen - ich würde es nicht fördern. Landwirte stehen da gar nicht drauf, wenn Hunde die Feldränder umgraben und Löcher sind immer eine Gefahr für Verletztungen - auch für Hunde. Außerdem ist es übel nervig, den Hund weiter ziehen zu müssen, weil er mit der Nase im Mauseloch hängt. Und die plötzlichen Sprünge in den Feldrand, weil er da was riecht oder sieht machen auch keinen Spaß, wenn der Hund an der Leine ist.

Nicht zu vergessen, dass man dann kaum vom Fleck kommt 😀 Denn wo ein Mäuseloch ist, sind auch andere. Und Hunde mit einem Jagdtrieb können da sehr sehr lange buddeln und haben viel Auswahlmöglichkeit...

speedysweety antworten
lubov
 lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2606

*g*

Veröffentlicht von: @speedysweety

Hunde mit einem Jagdtrieb können da sehr sehr lange buddeln und haben viel Auswahlmöglichkeit...

Drum ist Abrufbarkeit so wichtig. Unser Pech (bzw. das meiner Eltern, ich war noch Kind bzw. Jugendliche) war, dass diese Rasse auf Ausdauer und Sturkopf/Unabhängigkeiteigenes Denken gezüchtet wird. Die jagen ja in Finnland, indem der Jäger, der sie in der Regel im Zwinger, deutlich vom Haus entfernt, hält, sie ein Stück ins Gelände mitnimmt - und dann laufen lässt und selbst wartet. Die Hunde jagen eigenständig, lautlos, in immer größeren Spiralen um den Menschen herum. Stellen sie Wild, verbellen sie es. Dann geht der Jäger hin und schießt es. Finden sie keines, jagen sie weiter, bis sie in einer der nächsten Ortschaften aufgegriffen werden. Sie sind gekennzeichnet, und dann wird der Jäger benachrichtigt und holt seinen Hund halt wieder ab.

Wenn man denen [ich hab jetzt sekundenlang nach einer Formulierung gesucht] einen Befehl gibt, dann gucken die einen in der Regel an, und man sieht sie richtig überlegen: "Ja, ich hab dich gehört. Ja, verstanden habe ich dich auch. Ich hab dich auch echt gerne, aber finde ich das grade klug? Gibt es nicht was wichtigeres? Wenn ich jetzt nicht gehorche, was passiert dann? Wenn ich gehorche, was springt für mich raus? Och, du guckst so traurig, dann komm ich dich mal trösten, "gehorche" und mache dich fröhlich. Da, bitteschön. Freust du dich? Ach, prima!"
Aber manchmal eben auch: "Nö. Passt grade gar nicht. Versuchen Sie es später wieder!" 😀
Und da war dann Mäusejagt der Vogeljagd (oder dem gelegentlichen Versuch, den winzigen hiesigen Elchersatz zu jagen, also Reh) eindeutig vorzuziehen. Denn Mäuse waren häufig, so dass man den Hund tatsächlich nach wenigen Metern notfalls anleinen und weiterschieben konnte, weil er vollkonzentriert bis zur Brust im Mauseloch steckte (die kann man dann hinterher super mit dem Schuh wieder zuschieben) während sonst nur freundlich winken half 😀 (bzw. Stehenbleiben, lauschen, dann dem Bellen hinterherrennen und hoffen, dass der örtliche Jäger nicht auch grade unterwegs war.)

Ja, auch kein Anfängerhund in Anfängerhundehalterhänden, offensichtlich. 😉

lubov antworten
speedysweety
(@speedysweety)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 3744

Definitiv kein Anfängerhund. Hört sich sehr herausfordernd an.

Witzig auch, wie Du seine Gedanken beschreibst 😀 Ich finde ja, man sieht ihnen manchmal wirklich an, was so in ihrem Kopf vorgeht 😀 Auch als ich mit der Hündin auf die Rehherde (wie ist da eigentlich der korrekte Begriff?) getroffen bin, konnte ich richtig sehen, wie es in ihr gearbeitet hat. "Gehorche ich ihr jetzt? Aber die rennen so schön. Aber ey ey ey, was werde ich Schimpfe bekommen, wenn ich nicht höre. Hm. Soll ich? Soll ich nicht? Die ruft aber sehr energisch, das könnte echt Probleme geben, wenn ich wegrenne. Also gut, dann bleib ich halt da. Ist besser so".
Das war jetzt natürlich sehr vermenschlicht, aber man kann den "Kampf" der dann im Kopf stattfindet, teilweise schon an den Blicken sehen 😀

speedysweety antworten
lubov
 lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2606
Veröffentlicht von: @speedysweety

Witzig auch, wie Du seine Gedanken beschreibst 😀

Unsere Hündin hat manchmal tatsächlich den Kopf dabei von einer auf die andere Seite gelegt. Also, jetzt nicht, wenn sie den Jagdtrieb ausleben wollte, aber wenn man ihr so im entspannten Alltag was gesagt hat. 😀

Die Rasse ist toll, und eignet sich gut als Familienhund, und ich habe erlebt, dass sie, wenn die Familie erfahrener ist - oder sich von jemand erfahrenem anleiten lässt - sogar noch tollere Familienhunde sind, weil dann nämlich z.B. tatsächlich abrufbar sind. Sie sind liebevoll und loyal, dabei - in der Regel - nicht agressiv, aber auch nicht gleichgültig, Fremde werden z.B. gemeldet, nicht zerrissen. 😉
Ein echtes Problem ist halt das Bellen bzw. Verbellen. In Finnland ist das ein Merkmal, auf das Preise vergeben werden, denn die Stimme muss ja weit tragen, und ein guter Hund zeigt seinem Jäger durch sein Bellen oft sogar, welches Tier er gestellt hat. Aber wenn jedes Auto, jedes Fahrrad, jedes Moped, jeder Fußgänger, jede Katze... die sich am Grundstück entlangbewegen, heftig verbellt wird, ist das schon nervig. Ja, kann man abtrainieren, aber ist halt schwierig, weil sie genau dazu gedacht sind.

Dafür "sprechen" sie auch. Es gibt Hunde, die machen "Wauwau" und vielleicht mal "Grrrrr". Die Sorte unterhält sich mit dir. Ich hab Durst. Ich hab Hunger. Mir ist langweilig. Oh, ich freue mich, Herrchen kommt. Oh, ich freue mich, Oma kommt. Hach ja, da weiterkraulen, ja, genau da. Oh schön. Ich bin müde. Ich hab Angst. Ich vermisse Frauchen. Ich vermisse Herrchen. Nee, du nervst. Nun los, wirf den Ball! Alles, alles klingt anders, ist aber eben nicht beliebig. Die quietschen, fiepen keckern, stöhnen, japsen, jaulen, jodeln, gurren, gähnen, blubbern, kollern, singen... herrlich. 😀

lubov antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 3267

Ich bin mir nie sicher, ob Arbeitshunde gute Familienhunde sind - zumindest nicht wenn sie aus einem Schlag kommen, der noch immer darauf aus ist.

Übrigens sollte man Afghanen auch deshalb nie von der Leine lassen, (oder nur in einem abgezäunten bereich) , weil sie auch darauf gezüchtet sind alleine zu jagen und wenn sie fertig sind zurück zu kommen. Dazu eben noch schwer zu erziehen und brauchen Platz zum Rennen. Ich hab da mal einen sehr intressanten Bericht gelesen... Dabei gefallen mir Afghanen nicht mal optisch. Aber sie klingen sympathisch.

Eine der schönsten Anekdoten mit dem Hund meines Bruders war im Garten unserer Eltern. Hund soll sich auf seinen Platz legen, weil er am Zaun gebellt hat. Er hat sich auch auf seinen Platz gesetzt (aber nicht hingelegt). Meine Schwägerin ist aufgestanden sich vor ihn gestellt. Hund weigert sich weiterhin, verweigert aber auch den Augenkontakt, denn sonst würde sie gehorchen. Schafft es sogar von der Kopfrichtung einen anzuschauen und so die Augen zu verdrehen, dass kein Blickkontakt entsteht. Das ganze hat gute 5 Minuten gedauert, nach dem Motto wer gewinnt. So nach 5 Minuten hat der Hund sich wohl gedacht sitzen ist anstrengend und ist vorne runter - nicht gerade sondern zum eingerollt liegen. Auf halbem Wege kam ihr dann aber der Gedanke, dass sie damit ja nachgeben würde. Sie hat fast zwei Minuten in der sicher sehr unbequemen Haltungung halb hingelegt verharrt. Oller Sturrkopf. Am Ende hatte meine Schwägerin gewonnen. Sowas passiert nur noch ganz selten, aber wenn darf man nicht nachgeben, sonst wird es wieder schlimmer.

channuschka antworten
speedysweety
(@speedysweety)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 3744
Veröffentlicht von: @lubov

Unsere Hündin hat manchmal tatsächlich den Kopf dabei von einer auf die andere Seite gelegt. Also, jetzt nicht, wenn sie den Jagdtrieb ausleben wollte, aber wenn man ihr so im entspannten Alltag was gesagt hat. 😀

Unsere Hündin hat auch zu der Rehherde geschaut, dann wieder zurück zu mir, dann wieder zu den Rehen... 😀 Das ging hin und her. Ich konnte richtig sehen, wie es rattert 😀

Veröffentlicht von: @lubov

Ein echtes Problem ist halt das Bellen bzw. Verbellen. In Finnland ist das ein Merkmal, auf das Preise vergeben werden, denn die Stimme muss ja weit tragen, und ein guter Hund zeigt seinem Jäger durch sein Bellen oft sogar, welches Tier er gestellt hat. Aber wenn jedes Auto, jedes Fahrrad, jedes Moped, jeder Fußgänger, jede Katze... die sich am Grundstück entlangbewegen, heftig verbellt wird, ist das schon nervig. Ja, kann man abtrainieren, aber ist halt schwierig, weil sie genau dazu gedacht sind

Da braucht man wohl sehr geduldige Nachbarn. Aber wir haben hier auch einen Golden Retriever in der Nachbarschaft, der verhält sich wie ein Wachhund und bellt und bellt. Ist ja nicht unbedingt typisch für die Rasse. Ich hab mich dran gewöhnt. Und selbst die Hündin reagiert oft nicht mehr auf das Gebelle der Nachbarshündin 😀 Wir schalten beide die Ohren auf Durchzug 😀

Veröffentlicht von: @lubov

Dafür "sprechen" sie auch. Es gibt Hunde, die machen "Wauwau" und vielleicht mal "Grrrrr". Die Sorte unterhält sich mit dir. Ich hab Durst. Ich hab Hunger. Mir ist langweilig. Oh, ich freue mich, Herrchen kommt. Oh, ich freue mich, Oma kommt. Hach ja, da weiterkraulen, ja, genau da. Oh schön. Ich bin müde. Ich hab Angst. Ich vermisse Frauchen. Ich vermisse Herrchen. Nee, du nervst. Nun los, wirf den Ball! Alles, alles klingt anders, ist aber eben nicht beliebig. Die quietschen, fiepen keckern, stöhnen, japsen, jaulen, jodeln, gurren, gähnen, blubbern, kollern, singen... herrlich. 😀

Das ist bei der aktuellen Hündin aber auch der Fall. Sie weiß genau was sie will und das kommuniziert sie auch. Sie fiept, winselt, schnaubt wie ein Pferd, wufft kurz, legt das Spielzeug demonstrativ vor die Füße, stupst einen an etc. 😀 Das hat die vorige Hündin so nicht getan.

speedysweety antworten
speedysweety
(@speedysweety)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 3744

Mit Friseur meinte ich auch nicht das scheren, sondern dass sie so spezielle Instrumente hatte, um die Unterwolle weniger zu machen. Sie haaren dann weniger, haben aber immer noch Unterwolle. Ich weiß aber nicht, wie die Instrumente heißen.

speedysweety antworten


MrOrleander
Beiträge : 2148

Hallo Glasgraveurin

Veröffentlicht von: @glasgraveurin

Ich bin gespannt auf eure Tipps.

Die wird Dir hier niemand geben können, denn dafür müßte man den Hund (und Dich) in Aktion erleben.
Wir müssten auch wissen, welche Erziehungsziele Du hast. Und wie realistisch Du Fortschritte Deines Hundes einordnen kannst. Keine Menschen anzuspringen ist zum Beispiel ein großer Fortschritt, den Du aber als 'kleinen' bezeichnest.

Langer Rede kurzer Sinn: Du brauchst jemanden, der Dir das Wesen Deines Hundes erklärt. Das ist die Aufgabe von Hundetrainern - wenn sie denn gut drauf sind.

Veröffentlicht von: @glasgraveurin

udem fällt mir auf, das der Hund ohne Ende haart, seit dem der Hund bei mir

Unser erster Hund (Tierschutz, Mischling) hat auch ganzjährig sein Fell gewechselt. 😊

Veröffentlicht von: @glasgraveurin

und wenn man von vorne oben auf sie zukommt.

Das mag kein Hund. Auch Kopftätscheln wird nicht gemocht. Die primären Bezugspersonen dürfen natürlich alles, aber zwischen Mögen und Ertragen liegt dann der Unterschied.

Wenn ich es mal etwas böse sagen darf: Du hast - mir Blick auf Deine Fragen - wenig Ahnung von Hunden, Dir dafür aber gleich eine komplizierte Mischung ausgesucht: Tierschutz, hochproblematische Haltungsbedingungen in der Vergangenheit, Husky. Du hast Glück, daß Dein Hund trotzdem nicht völlig irre zu sein scheint. Du brauchst einen Trainer. Unbedingt. Und trotz Corona wird das in den nächsten Monaten wieder möglich sein. Bis dahin: Liebe Deinen Hund. Versuche, ihn zu lesen. Vermeide Situationen, in denen Dein Hund auf die Idee kommen könnte, daß ein Husky-Mix "kleine kläffende und quietschende Pfiffis" auch einfach wegbeißen kann. Führe ihn geduldig an neue Situationen heran - und wenn Du Dir das nicht zutraust, dann vermeide sie, bis Du einen Trainer hast.

Beste Grüße
Orleander

mrorleander antworten
8 Antworten
Glasgraveurin
(@glasgraveurin)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 316
Veröffentlicht von: @mrorleander

ie wird Dir hier niemand geben können, denn dafür müßte man den Hund (und Dich) in Aktion erleben.

Darum ist mir auch ein Hundetrainer so wichtig. Denn ich glaube, dass ich selbst einige Fehler mache. Diese möchte ich aber gerne aufgezeigt wissen.

Veröffentlicht von: @mrorleander

Wir müssten auch wissen, welche Erziehungsziele Du hast. Und wie realistisch Du Fortschritte Deines Hundes einordnen kannst. Keine Menschen anzuspringen ist zum Beispiel ein großer Fortschritt, den Du aber als 'kleinen' bezeichnest.

Das ist für mich schwierig, einzuordnen, ob es großer oder kleiner Fortschritt ist. Aber für mich es es einer, über den ich mich sehr freue.

Veröffentlicht von: @mrorleander

Unser erster Hund (Tierschutz, Mischling) hat auch ganzjährig sein Fell gewechselt. 😊

Es ist gut, dass ich ich das jetzt von mehreren Personen lese und höre.

Veröffentlicht von: @mrorleander

Wenn ich es mal etwas böse sagen darf: Du hast - mir Blick auf Deine Fragen - wenig Ahnung von Hunden, Dir dafür aber gleich eine komplizierte Mischung ausgesucht: Tierschutz,

Das ist nicht böse, in meinen Augen, sondern die Wahrheit.
Ich habe wenig bis keine Ahnung von Hundeerziehung. Es ist nämlich schon ein Unterschied, ob man selbst einen Hund hält oder als Kind damit aufwächst.

Veröffentlicht von: @mrorleander

Du hast Glück, daß Dein Hund trotzdem nicht völlig irre zu sein scheint. Du brauchst einen Trainer. Unbedingt. Und trotz Corona wird das in den nächsten Monaten wieder möglich sein.

Ich habe mich an die Tierschutzorganisation gewendet, die Kontakte zu Hundetrainern hat. Sobald es wieder möglich ist, wird sich jemand mit mir in Verbindung setzen.

Veröffentlicht von: @mrorleander

Liebe Deinen Hund. Versuche, ihn zu lesen. Vermeide Situationen, in denen Dein Hund auf die Idee kommen könnte, daß ein Husky-Mix "kleine kläffende und quietschende Pfiffis" auch einfach wegbeißen kann.

Bisher hat hat sie das nicht gemacht. Mein Hund greift nicht von sich aus an.
Und ja, ich liebe meine Hund auch und deshalb kann ich den auch mit in die Arbeit nehmen. Im Büro sind mehrere Hunde.
An meiner neuen Arbeitsstelle ist sie die einzige.

Veröffentlicht von: @mrorleander

Führe ihn geduldig an neue Situationen heran

Das mache ich ja auch, nach und nach.

Danke dir für deine Tipps.

Grüße, Glasgraveurin

glasgraveurin antworten
MrOrleander
(@mrorleander)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 2148
Veröffentlicht von: @glasgraveurin

Ich habe wenig bis keine Ahnung von Hundeerziehung.

Warum dann ein Husky-Mix? Noch dazu mit so einer Vorgeschichte? Hat Dich niemand gewarnt?

mrorleander antworten
Glasgraveurin
(@glasgraveurin)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 316
Veröffentlicht von: @mrorleander

Warum dann ein Husky-Mix? Noch dazu mit so einer Vorgeschichte? Hat Dich niemand gewarnt?

Nein, der Hund wurde mir als Anfängerhund beschrieben.

glasgraveurin antworten
MrOrleander
(@mrorleander)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 2148
Veröffentlicht von: @glasgraveurin

Nein, der Hund wurde mir als Anfängerhund beschrieben.

Eine Googlesuche mit den Stichworten 'Husky' und 'Anfängerhund' entlarvt diese Aussage schon in den ersten Treffern als falsch. Und da ist noch nicht von einem Mix die Rede. Erst recht nicht von einem Mix, der vom Vorbesitzer schlecht gehalten wurde.

Du hast vermutlich nicht gegoogelt. Daß Dir der Hund als Anfängerhund beschrieben wurde, ist für den Tierschutz ein Armutszeugnis.

mrorleander antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 6301
Veröffentlicht von: @mrorleander

Daß Dir der Hund als Anfängerhund beschrieben wurde, ist für den Tierschutz ein Armutszeugnis.

Sehe ich auch so. Wir haben uns mal im Tierheim vor Ort umgesehen und uns für eine Hündin interessiert, mutmaßlicher Bracke-Mischling. Wir haben die Hündin aber nicht bekommen, da sie nur in erfahrene Hände abzugeben war. War zwar beim Gassi gehen recht lieb und wirkte unproblematisch, hatte aber nach Aussage des Tierheims einen ausgeprägten Beschützerinstinkt und es sei nicht auszuschließen, daß sie auch mal nach Kindern schnappt, die mit unseren spielen und sie dann womöglich nicht zwischen Spiel und Angriff unterscheiden kann und sie dann meint, unsere Kinder beschützen zu müssen. Nichts für Anfänger wie uns also.

Seriöse Tierheime oder -schützer schauen schon, ob Tier und zukünftiges "Rudel" zusammenpassen, da verstehe ich jetzt auch nicht, daß man einen vorbelasteten Husky als Anfängerhund deklariert.

Ich kann mir höchstens vorstellen, daß der Husky von Glasgraveurin von den Verantwortlichen als lieb und unproblematisch eingeschätzt wurde, die Beschreibung als Anfängerhund also individuell ist. 🤷🏻‍♀️

alescha antworten
speedysweety
(@speedysweety)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 3744

Ich sehe es auch als problematisch, dass ein Husky an jemand gegeben wird, der noch keine längere Hundeerfahrung hat. Das hat mich schon beim Lesen überrascht.
Andererseits scheint es in dem Fall ja wirklich zu stimmen, dass sie für Anfänger geeignet ist, vielleicht wurde es auch wegen des Wesens der Hündin gemacht. Erfahrene Leute können das schon einschätzen.

Und pauschale Aussagen sind bei Tieren ohnehin meist nicht richtig, das zeigt ja auch das Beispiel von Glasgraveurin. Mancher Dackel macht deutlich mehr Probleme, als diese Huskydame.

Trotz allem würde selbst ich mir keinen Husky zutrauen (auch wenn ich bei weitem keine Anfängerin bin), vor allem auch wegen der Auslastung. Immerhin sind das Schlittenhunde. Unausgelastet können sie sehr ungemütlich werden. Und der Auslastung gerecht zu werden, ist nicht immer einfach, vor allem, wenn jemand einen Vollzeitjob hat. Klar gibt es auch gemütliche Huskys, aber mir persönlich wäre das Risiko zu groß, dass ich den Hund nicht genug auslasten kann. Sie brauchen schon oft mehr, als viele gewöhnliche Familienhunde.
Ich hab mal bei einem Malamute, der ja einem Husky auch sehr ähnlich ist, mitbekommen, wie er dem Frauchen auf der Nase rumgetanzt ist. Das war nicht witzig und auch nicht ungefährlich.

speedysweety antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 3267

Bei Huskymischlingen kommt es aber auch immer drauf an welche Rasse sich charakterlich und bewegungsmäßig durchsetzt. Da können wohl zwei Hunde aus dem selben Wurf sehr unterschiedlich sein.

channuschka antworten
speedysweety
(@speedysweety)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 3744

Ich schrieb ja auch, dass man bei Tieren eh kaum pauschale Aussagen treffen kann. Ich denke, man kann selbst bei einem reinrassigen Husky einen bekommen, der nicht so anspruchsvoll ist, wie die meisten anderen seiner Rasse. Aber mir persönlich wäre es einfach zu riskant. Wenn ich weiß, dass die Rasse eher arbeitsintensiv ist und ich das, aus was für Gründen auch immer, nicht leisten kann, dann würde ich mir weder einen reinrassigen noch einen Mischling holen.
Aber ein Huskymischling ist ein "geringeres" Risiko, als ein reinrassiger, da hast Du schon recht.

speedysweety antworten
Deborah71
Beiträge : 17803

Moin, liebe Glasgraveurin,

bis du mit einem Hundetrainer arbeiten kannst, wären diese Sendungen vielleicht hilfreich für dich.

Auch wenn deine Hündin kein Welpe mehr ist... so ist sie doch in etlichen Bereichen in diesem Lernbereich.
Schau doch mal, ob du bei den videos und auch zu den Sendezeiten im TV für euch eingies herausholen kannst,

https://www.sixx.de/tv/der-welpentrainer-auf-die-pfoten-fertig-los

deborah71 antworten
1 Antwort
Glasgraveurin
(@glasgraveurin)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 316

Moin an dich zurück, liebe Deborah ,

danke dir für deinen Link. Die Website finde ich sehr interessant.
Ich lese mich da in Ruhe durch.

LG Glasgraveurin

glasgraveurin antworten


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