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Mein Hund wurde von einem Waschbären angegriffen.


Orangsaya
Themenstarter
Beiträge : 2870

Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet. Ich war bei meiner Mutter zu Besuch. Es war schon dunkel und wollte mit meinem Hund gehen. Auf dem Hof, der geschlossen ist, lernte mein Hund, den ich noch nicht lange habe, dass er selbstständig zum Kofferraum geht und da wartet. Auch heute Nacht war es so. wir gingen aus der Haustür und der Hund lief, wie er es gelernt hat, direkt zum KOfferraum. Als ich die Tür abschließen wollte, hörte ich ein merkwürdiges Geräusch, wie ich es nie zuvor hörte. Es lässt sich schlecht beschreiben. Vielleicht eine Mischung ein röhrenden Hirsches, ein Fauchen und Knurren. Ich sah neben meinem Hund nur eine schwarze Silhouette. Dachte mir, es wäre ein Tier, dass in den Zoo gehört und nicht hier wild lebt. Diese bedrohlich klingende Silhouette griff meinen Hund an. Ich stand nur an der Tür und konnte es nicht zuordnen. Dann lief mein Hund los. Ich hörte, wie die Tiere kämpften. Also lief ich hin. Als ich am Ort des Geschehens war, mein Hund hatte das Tier unter sich, sprang da Tier auf einen Sichtschutz aus Holz. Damit sind die Grundstücke geteilt. Erst da erkannte ich, dass es ein Waschbär war. Der Waschbär ist aber nicht abgehauen, sondern stand auf der Kante und drohte mir. Weil ich fürchtete, dass ich angegriffen werde, habe ich gegen den Sichtschutz geschlagen. Der Bär viel runter, war auf dem Grundstück des Nachbarn und obwohl man sich nicht sehen konnte, drohte das Tier weiter. Der Sichtschutz wackelte. Ob er wieder hoch wollte, oder den Sichtschutz angegriffen hat? Kein Ahnung. Ich ging danach, um zu prüfen, ob mein Hund verletzt war, ins Haus. Bisswunden gab es keine, allerdings war mein Hund mit Spucke übersät. Insbesondere im Stirnbereich und um die Augen.

Soweit die Geschichte. Nun meine Frage, hat jemand schon mal eine ähnliche Erfahrung mit einem Waschbären gehabt? Verteidigung durch Flucht scheint wohl nicht in den Genen eines Waschbären zu liegen. Es kann auch an der unbekannten Geräuschkulisse liegen. Ich habe immer noch das Gefühl, dass ich so eine bedrohliche Situation noch nie erlebt habe.
Kennt sich jemand da aus, oder hat er Erfahrung? Wie gefährlich war es für meinen Hund, oder für mich, als der Waschbär aus zwei Meter mir drohte. Ich frage nicht danach, was im Internet steht. Da gibt es offensichtlich zwei Seiten. Einmal die, die den Waschbären wohl ausrotten wollen und dann die, die die den Waschbären schützen wollen. Also Übertreibung versus Verharmlosung steht sich gegenüber. Es kann ja sein, dass hier ein Tierpfleger, ein Jäger, oder irgendjemand, der sich mit diesen Tieren auskennt, das liest.

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17 Antworten
Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Ich habe keine eigene Erfahrung, aber es ist offenbar so, dass Waschbären sich durch Angriff verteidigen.

"Der Waschbär läuft nicht davon - er geht zum Gegenangriff über. Wer einem Waschbären begegnet, sollte sich deshalb groß machen, laut sein und schnell weggehen. Danach sollte das Ordnungsamt oder die Jagdbehörde informiert werden, die einen Jäger auf das Tier ansetzen."

https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/tiere/waschbaeren-suess-pelzig-moerderisch-14431769.html

Anonymous antworten
2 Antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2870

Bei uns wird so etwas nicht dem Ordnungsamt,gemeldet, sondern Forstamt, oder man setzt sich mit dem zuständigen Jäger in Verbindung.

Das mache ich aber vorerst nicht, denn es würde nicht nur den sicheren Tod für den Waschbären bedeuten, sondern falls kleine Waschbären, die von der Mutter verteidigt wurden, da sind, werden diese verhungern. Waschbären werden zwar lebend gefangen, aber sie müssen bei uns in der Region wegen Staupegefahr getötet werden.

Ich habe Sicherheitsmaßnahmen getroffen. Der Hund auf dem Hof ab jetzt an der Leine. An der Treppe ist zur Verteidigung ein langer Stock und bevor ich zum Auto gehe, leuchte ich den Platz mit der Taschenlampe ab.

Das Weitere ergibt sich je nach dem, wie es sich entwickeln wird.

orangsaya antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15866

Was sagt deine Mutter dazu? Wie sicher fühlt sie sich bei der Möglichkeit, von dem Waschbären evtl angegriffen zu werden?

deborah71 antworten


Banji
Beiträge : 3581

Wir haben hier in unserer Region sehr viele Waschbären. Aber von solchen Angriffen habe ich noch nichts gehört.
Können Waschbären auch Tollwut haben?

banji antworten
13 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Gib mal auf YouTube "Waschbär Angriff" ein

Anonymous antworten
Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3581

oh, nix zum kuscheln ...

banji antworten
Squiddy
(@squiddy)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 443
Veröffentlicht von: @banji

Können Waschbären auch Tollwut haben?

Das war auch die erste Frage, die ich im Kopf hatte, nicht wegen des Angriffs an sich aber allgemein weil es ein Wildtier ist. Da hätte ich Sorge um den Hund.

squiddy antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 2834
Veröffentlicht von: @squiddy

Das war auch die erste Frage, die ich im Kopf hatte, nicht wegen des Angriffs an sich aber allgemein weil es ein Wildtier ist. Da hätte ich Sorge um den Hund.

Naja - für den Hund gibt es die Tollwutimpfung. Und auch bei Wildtieren ist in Deutschland Tollwut jetzt nicht mehr wirklich verbreitet. Deutschland gilt als tollwutfrei seit gut 10 Jahren. Waschbären sind nach allem was ich gelesen habe von Natur aus eher auf Konfrontation aus. Ich hab zwar hier in Deutschland noch nie einen gesehen, aber ich weiß aus Nordamerika, dass Waschbären nicht gerade scheu sind.

Und ganz o.t. weil es mir gerade in den Sinn kam als:
Vielleicht bringt ja der Wolf die Waschbärpopulation zum Schrumpfen.
So als einheimischer Jäger gegen die Einwanderer. Bei den Mufflons hat er ja auch schon für die natürliche Ordnung gesorgt. Wobei so ein Mufflon, dass nur kurz wegrennt und dann stehen bleibt, doch viel leichtere Beute ist als ein angriffslustiger bissiger Wascherbär. Die Chancen sind also vermutlich gering. Und mir persönlich wäre es lieber mein Hund legt sich mit nem Waschbären an als mit nem Wolf. Wobei der Wolf eher das Weite suchen würde als der Waschbär...
P.S. und jetzt bitte keine Wolfsdebatte 😊 Ich finde nur die Sache mit den Mufflons so intressant

Nachtrag vom 03.05.2019 1145
Und keine Impfdebatte. Auch wenn die Tollwutimpfung bei Tieren ein schönes Bsp. pro Impfung ist.

channuschka antworten
Squiddy
(@squiddy)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 443
Veröffentlicht von: @channuschka

Naja - für den Hund gibt es die Tollwutimpfung

Theoretisch ja. Ich kenn mich da nicht aus, müssen Hunde dagegen geimpft sein?

Veröffentlicht von: @channuschka

Deutschland gilt als tollwutfrei seit gut 10 Jahren.

Das wusste ich auch nicht und wundert mich weil Förster usw., die beruflich in Gefahr sind, meines Wissens nach immer noch geimpft werden.
Aber wenn die Gefahr nicht besteht ist es natürlich gut für Hund und Herrchen!

squiddy antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 2834
Veröffentlicht von: @squiddy

Theoretisch ja. Ich kenn mich da nicht aus, müssen Hunde dagegen geimpft sein?

Soweit ich weiß ja. Und zwar auch regelmäßig, sonst muss noch mal mit der Grundimunisierung begonnen werden. An grenzübergängen innerhalb der EU kann man da rein theoretisch sogar kontrolliert werden. Bis 2030 sollen alle EU-Länder (oder sogar weltweit 🤨 ) tollwutfrei sein.

Es gibt wohl mehrere Arten an Tollwut (oder Tollwuterregern) und auch in heimischen Fledermäusen gibt es einen mit der Tollwut verwandten Erreger (Lyssavirus) . Der allerdings bei den Fledermäusen keine krankhaften Auswirkungen hat, aber bei Tieren, die sie beißt, was aber wohl auch eher in der Theorie vorkommt. Und die Übertragung von Fledermaus auf Mensch gibt es in unseren Breiten eigentlich auch nicht.
Das gefährliche ist halt, dass die Tollwut schnell übertragen wird und beim Menschen in 99,9% der Fälle tötlich endet. Man muss Tollwut prophylaktisch behandeln, sonst kann man nichts mehr machen.
Und da die Tollwut weltweit noch sehr verbreitet ist, besteht auch immer die Gefahr, dass sie hier auch wieder vorkommt. Deshalb wird auch immer mal wieder die orale Impfung mit Ködern bei Wildtieren durchgeführt (zumindest hab ich mal gelesen, dass die Wissenschaftler das empfehlen).
Aber dass ein Wildtier in Deutschland infiziert ist, ist doch eher unwahrscheinlich.

Höchstens der Waschbär hat davor einen illegal aus z.B. der Türkei eingeführten mit Tollwut infizierten Hund gebissen, bzw. wurde von dem Hund gebissen. Oder der Waschbär wurde illegal aus der Türkei eingeführt und hat sich dort schon infiziert. Allerdings halte ich beide Varianten doch eher für unwahrscheinlich. Da hat der Waschbär eher noch eine infizierte Fledermaus verspeist und selbst das kommt mir unwahrscheinlich vor 😀

channuschka antworten
Squiddy
(@squiddy)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 443
Veröffentlicht von: @channuschka

Man muss Tollwut prophylaktisch behandeln, sonst kann man nichts mehr machen.

Da muss ich jetzt so ein bisschen widersprechen, man kann noch während der Inkubationszeit (die meistens recht lange ist, zwischen 3-8 Wochen) aktiv impfen, da gibt es einen speziellen Impfstoff, damit die Krankheit nicht ausbricht. Müssen die Notfalldepots für Medikamente immer vorrätig haben so dass jede Apotheke in so einem Fall sehr kurzfristig dran kommt.
Wenn sie dann allerdings ausgebrochen ist, dann ist sie tödlich (vermutlich meintest du das).

Veröffentlicht von: @channuschka

Höchstens der Waschbär hat davor einen illegal aus z.B. der Türkei eingeführten mit Tollwut infizierten Hund gebissen, bzw. wurde von dem Hund gebissen. Oder der Waschbär wurde illegal aus der Türkei eingeführt und hat sich dort schon infiziert. Allerdings halte ich beide Varianten doch eher für unwahrscheinlich. Da hat der Waschbär eher noch eine infizierte Fledermaus verspeist und selbst das kommt mir unwahrscheinlich vor 😀

Das scheint mir auch eher unwahrscheinlich. Außer der Waschbär hat türkisch gesprochen, dann würde mir etwas mulmig.. 😀

squiddy antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 2834
Veröffentlicht von: @squiddy

Da muss ich jetzt so ein bisschen widersprechen, man kann noch während der Inkubationszeit (die meistens recht lange ist, zwischen 3-8 Wochen) aktiv impfen, da gibt es einen speziellen Impfstoff, damit die Krankheit nicht ausbricht. Müssen die Notfalldepots für Medikamente immer vorrätig haben so dass jede Apotheke in so einem Fall sehr kurzfristig dran kommt.
Wenn sie dann allerdings ausgebrochen ist, dann ist sie tödlich (vermutlich meintest du das).

So meinte ich es. Die Impfung nach einem Biss ist ja auch meistens eher Prophylaxe und nicht Behandlung. Zumindest in meinem Verständnis.

channuschka antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2870
Veröffentlicht von: @channuschka

Soweit ich weiß ja. Und zwar auch regelmäßig, sonst muss noch mal mit der Grundimunisierung begonnen werden. An grenzübergängen innerhalb der EU kann man da rein theoretisch sogar kontrolliert werden. Bis 2030 sollen alle EU-Länder (oder sogar weltweit 🤨 ) tollwutfrei sein.

Es soll gemacht werden, allerdings ist es eine Illusion zu glauben, man könne Krankheiten so ausrotten. Es gab ja Krankheiten, die für besiegt erklärt wurden und Jahrzehnte später kam sie wieder. Auch in einer etwas anderen Spielart.

orangsaya antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 2834

Ich weiß nur, dass die Tollwut-Impfung Pflicht ist, wenn man einen Hund in ein anderes Land oder nach Deutschland einführen will. Deshalb achten wir da bei unseren Vierbeinern drauf, schließlich sollen die mit in den Urlaub.

Ich vermute, auch dass man Tollwut so schnell nicht ganz ausrotten kann, aber doch so eindämmen, dass die Gefahr für den Menschen gegen Null tendiert. Dass das nicht so einfach ist, sieht man ja daran, dass es neben dem Rabiesvirus noch weitere bekannten Viren der Gruppe gibt, die wenn ich es richtig verstanden habe, durch den Impfstoff bei Wildtieren nicht so richtig abgedeckt sind, wobei irgendwie hilft er bei einer Infektion dann doch - zumindest der für Menschen. Allerdings kommt der wohl vorallem bei Fledermäusen vor.
Fledermäuse scheinen ein echt intressantes Imunsystem zu haben, da sie für einige für andere Tiere und den Menschen sehr tötliche Viren Wirt sind ohne dass es sie beeinträchtigt.....

channuschka antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2870

Der Hund ist wegen Tollwut geimpft. Früher wurden hier Füchse wegen Tollwutgefahr getötet. Bis man damit anfing Hühnerköpfe mit einem Impfstoff zu verbreiten. Das Wild ist praktisch geimpft. 😊
Auch wenn man in einem Gebiet lebt, indem Tollwut unwahrscheinlich ist, würde ich mein Tier immer Impfen. Besteht aus welchem Grund auch immer ein Tollwutverdacht, wird der Hund von Amts wegen getötet. Da wird nicht lange mit Quarantäne, oder so gefackelt. Der einzige Schutz ist eine Impfung des Tieres.

orangsaya antworten
Squiddy
(@squiddy)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 443

Sehr gut!

Ich wusste nicht ob das so eine "kann man machen, muss man aber nicht"-Impfung ist, die 90% der Hundehalter für unnötig halten weil die Tollwut in D ja eh quasi ausgestorben ist oder so. 😉

Ich weiß jetzt nicht ob es Pflicht ist oder du einfach zu den 10% gehörst, aber ist auch egal: in dem Fall besteht auf jeden Fall keine Gefahr für den Hund durch den Waschbär. 😀

squiddy antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2870

So ging es mir auch. Man hört Geschichten, wie sie im Dachstuhl laufen, wie sie etwas zerstören, Kühlschränke am Campingplatz öffnen, aber konkret von etwas aggressiven habe ich nichts gehört. Nur allgemein gewusst. Ich finde es auch kein Drama, wenn aus der Natur Gefahren kommen. Wir müssen halt lernen damit umzugehen.

orangsaya antworten
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