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Wolfsfallen


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Themenstarter
Beiträge : 8051

Man kennt ja Mausefallen, Marderfallen, Waschbärenfallen.
Aber gibt es auch Wolfsfallen? Hat jemand Erfahrung damit?

In unserem Kirchenwald ist es totenstill geworden, seitdem die Wölfe da drin sind. Deswegen ...

B.

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119 Antworten
Tatokala
Beiträge : 2523
Veröffentlicht von: @banji

ist es totenstill geworden

Was meinst du damit? Die Vögel zwitschern auch nicht mehr, oder was?

lg
Tatokala

tatokala antworten
3 Antworten
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(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 8051

Ja, es ist total ruhig geworden. Früher war immer irgendwelcher Tier"lärm". Rascheln, krächzen, schmatzen, hopsen ...

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LittleBat
(@littlebat)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 1813
Veröffentlicht von: @banji

Ja, es ist total ruhig geworden.

Liegt vielleicht auch an der Trockenheit?
Daneben ist es im Juli völlig normal, dass Vögel nicht mehr den ganzen Tag rumzwitschern, die Paarungszeit ist vorbei.

littlebat antworten
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(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 8051

Stimmt. Ganz würde ich das nicht ausschließen.

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MrOrleander
Beiträge : 2148

Hallo Banji

Veröffentlicht von: @banji

Aber gibt es auch Wolfsfallen? Hat jemand Erfahrung damit?

Es gibt modifizierte Tellereisen, deren Bügel so gearbeitet sind, daß sie den Wolf festhalten, aber nicht ernsthaft verletzen. Ob solche in Deutschland erlaubt sind, weiß ich nicht. In der Hand eines Nichtjägers sind sie sicherlich verboten. Von daher wäre es sinnvoller, wenn Du Dich an die zuständige Ordnungsbehörde wendest, solltet Ihr ein Wolfsproblem in der Nähe haben - was sich in aller Regel aber eher durch gerissene Heim- und Herdentiere als durch bloße 'Ruhe' im Wald manifestiert.

Ansonsten heißt die finale Wolfsfalle mancher Jäger SSS (Schießen, Schaufeln, Schweigen). Ich heiße es nicht gut, auch wenn ich das im Einzelfall nachvollziehen kann.

Beste Grüße
Orleander

mrorleander antworten
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(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 8051

Unser Oberförster meinte nur müde, in 4-5 Jahren hat sich das Wolfsproblem erledigt. Dann wird der Schaden durch Wölfe so groß sein, dass der Gesetzgeber nachziehen muss.

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speedysweety
(@speedysweety)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 3741

Und dann gibt es wieder Förster, die den Wolf begrüßen, vor allem, weil er hilft, die Tierbestände gesund zu halten, weil er die kranken Tiere jagt. Hier kann wohl kaum von einem Schaden durch Wölfe die Rede sein. Es kommt bei den Aussagen immer darauf an, ob man einen Förster der "pro" oder "kontra" Fraktion trifft. Von daher wäre ich bei solchen Aussagen vorsichtig.
Mein "Lieblingsinterview", das ich von einem Jäger gesehen habe war, als der sagte, der Wolf sei ein Massenmörder. Er hat wohl selber nicht begriffen, wie paradox solche eine Aussage aus dem Mund eines Jägers ist, der nichts anderes macht als der Wolf. Da hätte er sich selber auch als Massenmörder bezeichnen müssen, wenn er konsequent gewesen wäre.

Es kommt bei den Aussagen immer darauf an, ob man einen Förster der "pro" oder "kontra" Fraktion trifft. Von daher wäre ich bei solchen Aussagen vorsichtig. Und gerade Jäger gehen an das Thema nicht immer sachlich ran, weil einige den Wolf als Konkurrenz empfinden.

speedysweety antworten
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Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 8051

In unserer Region hat der Wolf den Bestand der Mufflons nicht nur "gesund" gehalten, sondern vollständig vernichtet. Da gibt's kein krankes Muffelwild mehr, noch nicht mal mehr gesundes.
Rot- und Dammwild ist dermaßen dezimiert, dass ich es schon fast für eine Legende halte, dass der Wolf irgendwelche Tierbestände "gesund" hält.
Die Wölfe sind bei uns in kürzester Zeit zu so einer starken Population geworden, dass es bald gar kein anderes Wild mehr geben wird.

Und das unabhängig davon, ob der Förster "pro" oder "contra" ist. Das ist eine statistische und beobachtbare Situation.

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Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Mein Bruder, der selber einige Schafe hat, meinte, dass das Wolfsproblem erst ernsthaft angegangen wird, sobald ein Mensch zu Schaden kommt. Das ist eine Frage der Zeit und bei der aktuellen Populationsstärke bald zu erwarten ist.

Wenn denn erstmal die Bären wieder da sind, dann wird es so richtig lustig.

https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/slowakei-kleinstadt-will-braunbaeren-zum-abschuss-freigeben-a-1279281.html

Aber dann muss man halt aufrüsten:
https://baerenspray.com/anti-baerenprodukte/

Sollte schon ein Spray sein - Die Glöckchen sind als "Dinner-Bells" für Bären verrufen.

Mich würde mal interessieren, ob die Wölfe die Wildschweinproblematik in den Griff bekommen haben. Wenn sie all das töten, was uns eigentlich dient z.B. weil es wichtiger Bestandteil im Natur- und Landschaftsschutz ist, dann macht der Wolf seinen Job als Räuber in ziemlich mieserabler Weise.

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speedysweety
(@speedysweety)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 3741

Ich würde mir auch hier eine differenzierte Auseinandersetzung wünschen, das hier ist das typische Panikmachargument:

Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Mein Bruder, der selber einige Schafe hat, meinte, dass das Wolfsproblem erst ernsthaft angegangen wird, sobald ein Mensch zu Schaden kommt

Früher sind Menschen öfters durch Wölfe zu Schaden gekommen. Warum? Weil es die Tollwut gab. Die ist bei uns ausgerottet. Interessant ist also, wieviel bestätige Wolfsangriffe es in den letzten Jahrzehnten gab. Da finden sich kaum welche. Nicht angebracht ist es, eine ganze Spezies, die dem Menschen nicht gefährlich ist, wegen Einzelfällen unter Generalverdacht zu stellen.

Desweiteren sagen viele Forscher, dass Wölfe extrem scheu sind. Einen zu sehen ist fast wie ein Sechser im Lotto und die, die man sieht, sind oft verspielte Jungtiere. Man soll sich ihnen nicht nähern, damit sie sich nicht an den Menschen gewöhnen. Lässt man ihnen also ihre Scheu, ist ein zusammenleben sehr wohl möglich.
Und wie scheu Wölfe sind, davon durfte ich mich derletzt überzeugen, als ich in ein Polarwolfsgehege durfte. Dieses Wolfspaar war seit JAHREN an den Menschen gewöhnt, bekommt täglich von ihm Futter, wird aber nur zweimal im Leben vom Menschen angefasst: Einmal als Welpe zum impfen und nach dem Tod, um den Wolf aus dem Gehege zu tragen, sie sind also keine Handaufzuchten, sondern leben wild. Und trotz des täglichen Kontakts mit Menschen war sehr schön zu beobachten, wie scheu diese Wölfe waren. Sie haben sich nur schnell ihr Futter geschnappt und sind weggerannt, kamen dann wieder zum Futter, immer mit einem Auge auf uns und zur Flucht bereit, falls wir eine hektische Bewegung machen. Getrennt waren wir von ihnen durch einen nur wenige Zentimeter hohen Elektrozaun, ein Sprung, und ich wäre Geschichte gewesen. Stattdessen haben es beide Wölfe vorgezogen, ständig abzuhauen und auf Fluchttendenz zu sein-trotz jahrelanger Gewöhnung an den Menschen, der ihnen Futter reinwirft. Soviel zum Thema Menschenfressendes Ungeheur. Die Theorie zu hören, sie seinen sehr scheu, ist das eine, das aber selber zu erleben, war nochmal sehr eindrücklich für mich.

Nachtrag vom 27.07.2019 2043
Um das ein bisschen genauer zu schreiben: Meines Wissens nach gab es in Deutschland in den letzten 100 Jahren keinen einzigen bestätigten Angriff durch Wölfe auf Menschen. Diese Seite hier liefert ganz interessante Zahlen für Wolfsangriffe(basierend auf einer Studie) Die differenziert zwischen an Tollwut erkrankten und nicht erkrankten Tieren und vor allem das 20. Jahrhundert ist ja für uns interessant: https://www.wolfcenter.de/ueber-uns-woelfe/vision-standpunkte/menschen-in-gefahr/

speedysweety antworten
Anonymous
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(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @speedysweety

Desweiteren sagen viele Forscher, dass Wölfe extrem scheu sind. Einen zu sehen ist fast wie ein Sechser im Lotto und die, die man sieht, sind oft verspielte Jungtiere. Man soll sich ihnen nicht nähern, damit sie sich nicht an den Menschen gewöhnen. Lässt man ihnen also ihre Scheu, ist ein zusammenleben sehr wohl möglich.

Das ist richtig. Aber was für Wolfpopulationen haben wir hier heute bei uns?
Schau mal:
https://www.dbb-wolf.de/mehr/pressemitteilungen/details/polen-wolf-hat-drei-menschen-in-den-bieszczady-bergen-im-suedosten-polens-gebissen

Der Wolf ist nicht mehr zwangsläufig das Wildtier, das es einmal. Die Wölfe, die man sich in Osteuropa (illegal) wohl gerne in Gehegen hält, dürften intensiveren Menschenkontakt haben und daran gewöhnt sein. Und dann kann es natürlich noch sein, dass da Hunde eingekreuzt sind.

Das ist dann schon eine deutlich weniger menschenscheue Kreatur.

Auch Füchse oder Wildschweine meiden sonst eher den Menschen und menschliche Siedlungen - aber heute hast Du die mitten in den Städten!

Das muss es aber auch früher schon gegeben haben - wenn denn an der Legende um einen gefährlichen Wolf und den heiligen Franziskus was dran ist:
http://www.kapuziner.de/fileadmin/user_upload/Der_Wolf_von_Gubbio-Franziskanische_Predigtreihe-Druckversion-31.Okt.2016.pdf

In der Geschichte wird ein Ort von einem Wolf regelrecht terrorisiert. Franziskus wagt sich unter dem Schutz Christi zu ihm hinaus, trifft auf den Wolf, redet ihm ins Gewissen und macht einen Deal mit ihm: die Stadtbewohner versorgen ihn mit Nahrung - und er tut dafür keinem Menschen mehr etwas an. Und die Sache scheint geklappt zu haben.

Vielleicht ist das ja auch noch ne Option 😉

LG
Ecc

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speedysweety
(@speedysweety)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 3741

Alleine schon der erste Link zeigt schon, dass das eben nicht der Vorfall für einen typischen Wolf war, weil es darauf hingedeutet, dass er illegal in einem Gehege gehalten wurde, ist also kein gutes Beispiel für diese Diskussion.

Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Der Wolf ist nicht mehr zwangsläufig das Wildtier, das es einmal. Die Wölfe, die man sich in Osteuropa (illegal) wohl gerne in Gehegen hält, dürften intensiveren Menschenkontakt haben und daran gewöhnt sein.

Auch hier ist der Mensch das grundsätzliche Problem, weil er das tut. Der Wolf lebt sicher nicht freiwillig im Gehege. Der Wolf büßt es aber am Ende, denn er wird geschossen und ist der unterlegene. Und der Mensch, der ihn illegal in einem Gehege gehalten hat, ist die Ursache. Alleine schon die Vorstellung, einen Wolf privat in einem Gehege zu halten...Welcher Mensch kann den Bedürfnissen eines Wolfes gerecht werden?
Nicht umsonst schießt man erwachsene Wölfe wie Kurti (siehe weiter unten), wenn sie keine Scheu vor dem Menschen haben, weil sie, wenn sie vorher über das Welpenalter hinaus wild gelebt haben, in einem Gehege unter einem solchen Stress wären, dass man ihnen das nicht zumuten will.

Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Und dann kann es natürlich noch sein, dass da Hunde eingekreuzt sind.

Wenn der Mensch das aktiv tut, ist auch er hier das Problem. Allerdings gibt es das auch, dass sich Wölfe wild mit Hunden paaren. Diese Wolfshybriden werden in Deutschland zum Abschuss freigegeben, wenn Fangversuche scheitern.
Aber auch hier wieder die Frage: Wie kann es denn eigentlich zu Wolfshybriden kommen? Es liegt relativ nahe, dass auch hier der Mensch die Ursache ist, weil er seinen Hund freilaufen lässt, so dass der sich mit einem Wolf paaren kann.

Veröffentlicht von: @ecclesiaja

as muss es aber auch früher schon gegeben haben - wenn denn an der Legende um einen gefährlichen Wolf und den heiligen Franziskus was dran ist:

Es wird hier in Deutschland darauf hingewiesen, sich Wölfen nicht zu nähern und sie nicht zu füttern, damit sie die natürliche Scheu vor den Menschen behalten. Es gab im Norden den Wolf Kurti, der auch am Ende geschossen wurde, er war sehr nah am Menschen: Auch hier vermutet man den Mensch als Ursache, nämlich, dass er gefüttert wurde. Wie gesagt: Der Mensch handelt und nicht selten büßt es dann das Tier.

Veröffentlicht von: @ecclesiaja

In der Geschichte wird ein Ort von einem Wolf regelrecht terrorisiert. Franziskus wagt sich unter dem Schutz Christi zu ihm hinaus, trifft auf den Wolf, redet ihm ins Gewissen und macht einen Deal mit ihm: die Stadtbewohner versorgen ihn mit Nahrung - und er tut dafür keinem Menschen mehr etwas an. Und die Sache scheint geklappt zu haben.

Dann wäre es im Fall Kurti vielleicht auch besser gewesen, man hätte jemand wie Franziskus gehabt 😉 Nein, im Ernst, ich glaube solche Geschichten wie auch die Märchen tragen leider dazu bei, dass vor Wölfen eine tiefe Angst geschürt wird. Und beides wurde zu Zeiten geschrieben, in denen es die Tollwut gab. Über Luchse z.B. gibt es keine solche Geschichten. Die leben in Deutschland seit einiger Zeit weit weniger umstritten, als der Wolf, obwohl es hier z.B. auch schon einen Angriff auf einen Hund gegeben hat.
Natürlich ist es so, dass es keine vollkommene Sicherheit bei Wildtieren gibt, dass sie dem Menschen nicht gefährlich werden können. Aber ich halte es für relativ wenig wahrscheinlich, da habe ich persönlich mehr Angst vor meiner eigenen Spezies, als vor einem Wolf 😉 Und wenn ich draußen mit der Hündin unterwegs sind, sind auch die Wildschweine die Tiere, die mir mehr Respekt einflößen bzw vor denen ich mehr Angst habe, als vor einem Wolf oder einem Fuchs.

speedysweety antworten
Anonymous
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Veröffentlicht von: @speedysweety

Aber auch hier wieder die Frage: Wie kann es denn eigentlich zu Wolfshybriden kommen? Es liegt relativ nahe, dass auch hier der Mensch die Ursache ist, weil er seinen Hund freilaufen lässt, so dass der sich mit einem Wolf paaren kann.

Die Wolfsrudel kommen hierher ja nicht aus Gottes Hand - so wie er sie mal gedacht hat. Sie haben ihre Geschichte als Individuum und als Rudel bzw. Population. Die Rudel bei uns dürften überweigend aus dem Osten zu uns kommen - und da hat es wohl reichlich an Menschen gewöhne Wölfe sowie auch streunende Hund - oftmals ganze Rudel davon, vor denen z.B. in jedem Rumänien Reise- bzw. Wanderführer gewarnt wird.

Die Frage ist als nicht so sehr, welche Einzelindividuen problematische Menschenscheu nehmende Wurzeln haben sondern in wie weit die bei uns eingewanderten Rudel überhaupt noch reine ursprüngliche Wölfe sind und in wie weit sie Grundlagen (seien es nun genetische Gundlagen oder tradierte Verhaltensweisen) in sich tragen, die Menschenscheu erheblich reduzieren.

Die andere Frage ist natürlich, in wie weit wir hier überhaupt naturräumliche Gegebenheiten haben, die ein stabiles System mit Wölfen zulässt.

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speedysweety
(@speedysweety)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 3741
Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Die Frage ist als nicht so sehr, welche Einzelindividuen problematische Menschenscheu nehmende Wurzeln haben sondern in wie weit die bei uns eingewanderten Rudel überhaupt noch reine ursprüngliche Wölfe sind und in wie weit sie Grundlagen (seien es nun genetische Gundlagen oder tradierte Verhaltensweisen) in sich tragen, die Menschenscheu erheblich reduzieren.

Nunja, so wie sich die Lage hier in Deutschland bisher darstellt, sind die Rudel zum größten Teil menschenscheu. Schauen wir mal, wie sich das entwickeln wird.

speedysweety antworten
Anonymous
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Hi, zu bedenken das es erst seit 20 Jahren wieder Wölfe gibt.

Ich bin auch eher dafür das er sich nicht ausbreitet. Es ist ein Raubtier was Kindern zb. gefährlich werden kann. Warum waren Wölfe früher oder bisher scheu, haben Angst vorm Mensch? Weil man ihm früher verbittert jagte. Irgendwann könnte der Wolf merken, das vom heutigen Menschen gar keine Gefahr mehr ausgeht. Ansonsten- Körperlich ist er uns so oder so überlegen. Ich möchte keinen hier in der Nähe haben. Hätte ein ungutes Gefühl.

In Frankreich gab es vor 250 Jahren mal eine Bestie, die zig Menschen tötete. Es gibt verschiedene Theorien, aber auch das es ein WolfHundhybride war, der durchgeknallt war.

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speedysweety
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Veröffentlicht von: @eddie78

Hi, zu bedenken das es erst seit 20 Jahren wieder Wölfe gibt.

Das stimmt. Dann schau ein Land wie Polen in der Liste an. 10 Attacken, 5 Todesfälle in 100 Jahren von den Wölfen, die keine Tollwut haben.
Quelle: https://www.wolfcenter.de/ueber-uns-woelfe/vision-standpunkte/menschen-in-gefahr/

Es ist weit gefährlicher, seinen Fuß aus der Haustüre zu setzen und von einem Auto überfahren zu werden, als von einem Wolf attackiert zu werden-auch für Kinder. Schaffen wir deswegen alle Autos ab?

Veröffentlicht von: @eddie78

Warum waren Wölfe früher oder bisher scheu, haben Angst vorm Mensch? Weil man ihm früher verbittert jagte. Irgendwann könnte der Wolf merken, das vom heutigen Menschen gar keine Gefahr mehr ausgeht.

Ich verweise noch einmal auf meinen Erfahrungsbericht, den ich an anderer Stelle gepostet habe. Diese beiden Wölfe waren seit Jahren an Menschen gewöhnt, sie wussten, von ihnen kommt keine Gefahr, im Gegenteil, sie bekommen sogar Futter vom Menschen. Und trotzdem waren beide Wölfe scheu, das Weibchen sogar extrem. Ständig zur Flucht bereit. Ständig auf Hab-Acht-Stellung. Die Grundtendenz des Wolfes ist seine Scheuheit (ist das überhaupt ein deutsches Wort 🤨 ). Natürlich trifft das nicht auf jeden Wolf zu, gerade im Jungtieralter (aber da sind sie noch viel weniger eine Gefahr), aber die Grundtendenz ist, dass der Wolf sehr sehr scheu ist.

Veröffentlicht von: @eddie78

In Frankreich gab es vor 250 Jahren mal eine Bestie, die zig Menschen tötete. Es gibt verschiedene Theorien, aber auch das es ein WolfHundhybride war, der durchgeknallt war.

Das sind wieder so Berichte, die nur mal wieder eine Richtung schüren.
1. ist das 250 Jahre her, da würden mich Quellen interessieren.
2. war da die Tollwut verbreitet. Natürlich gab es da viele Vorfälle. Das ist auch der Grund für den schlechten Ruf des Wolfes und meines Wissens nach auch der Grund, warum er in Märchen so schlecht wegkommt.
3. Selbst wenn es ohne Tollwut stimmen sollte. Warum wegen einzelner Exemplare ganze Spezies verdammen? Wieviele Menschen haben richtig schlimme Dinge getan und viele Menschen getötet? Kann man daraus auf alle Menschen schließen? Nein!

speedysweety antworten
Anonymous
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Genau, alles abschießen was einem nicht passt. Dabei sind die Probleme menschengemacht.

Buhuu, der böse Wolf

Anonymous antworten
Anonymous
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Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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Veröffentlicht von: @meriadoc

Genau, alles abschießen was einem nicht passt. Dabei sind die Probleme menschengemacht.

Was an dem Problem ist "menschengemacht" wenn ein Wolfsrudel Deine Schafherde plattmacht?

Wir haben hier in Deutschland keine großräumigen Naturlandschaften mehr, die sich weitestgehend selbst regulieren. Es gibt hier keine Auerochsen mehr oder Herden mit Wildpferden. Naturschutz muss oft auf Schafherden zurückgreifen, um bestimmte Naturräume vor dem Verbuschen zu bewahren. Du könntest so überall schnell eine Art wilden Wald bekommen - aber die seltenen und zuschützenden Tiere und Pflanzen hast Du in anderen Sukzessionsstufen. Die würdest Du natürlich aber nur bekommen, wenn Du sehr, sehr große Schutzgebiete hättest, in denen z.B. größere Herden Wildpferde und Wisente hättest. Die würden dann schon immer kleinräumig mal was plattmachen, so dass Du immer lokal Räume für die zu schützenden Tiere und Pflanzen der Region hättest.

Solche Konzepte sind in Deutschland aber illusorisch (außer es entvölkern sich landliche Gebiete in größerer Ausdehnung).

Ja, es ist menschengemacht, dass wir in Deutschland eine Landschaft und eine Landwirtschaft haben, in die sich der Wolf nicht mehr unproblematisch einfügt. Wir sind ein relativ dicht besiedelter Kuluturraum. Wem willst Du das vorwerfen?

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speedysweety
(@speedysweety)
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Beiträge : 3741

Ich finde, um das vorwerfen geht es nicht in erster Linie. Aber Meriadoc hat mit seinem Einwurf schon recht. Ja, es ist menschengemacht. Der Mensch hat sich so weit ausgebreitet und der Natur ihren natürlichen Lebensraum genommen wurde, was zu vielen Problemen/Konflikten führt. Ich denke, das ist eine Tatsache, das kann man auch erstmal wertfrei sehen.
Der Umgang mit diesem Problem ist das entscheidende und da gibt es viele unterschiedliche Ansätze. Was mir allerdings auch ziemlich aufstößt ist die Tendenz mancher Menschen, das, was sie stört, sofort über den Haufen zu schießen. Und solche Menschen gibt es leider auch. Vielleicht hat Meriadoc diese Menschen gemeint.

speedysweety antworten
Anonymous
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Veröffentlicht von: @speedysweety

Der Mensch hat sich so weit ausgebreitet und der Natur ihren natürlichen Lebensraum genommen wurde, was zu vielen Problemen/Konflikten führt.

Nun, da muss man aufpassen wie man argumentiert. Wir Menschen haben uns das Land so gut es ging angeeignet und umgestaltet, dass wir es für uns nutzen können. In Zeiten voller Supermarktregale vergisst man gerne diese Leistung zu würdigen. Wenn Du 1817 den Leuten erzählt hättest, wie schlimm es doch ist den Wildtieren das Land zu nehmen, wärest Du vermutlich gelyncht worden. Da war man froh um jeden Halm der Körner trug.

Friedrich II der Große formulierte es so:
Wer bewirkt, daß dort, wo bisher ein Halm wuchs, nunmehr zwei Halme wachsen, der hat mehr für ein Volk geleistet als ein Feldherr, der eine Schlacht gewann.

Aus diesem Kontext kommen wir. Und den sollten wir trotz aller Notwendigkeit von Natur- und Umweltschutz nicht ganz aus den Augen verlieren.

Der Wolf passt wunderbar in großräumige Naturreservate. Aber wie viele haben wir davon in Deutschland. In vielen Regionen wird der Wolf immer ein Störenfried sein, weil er keine wirkliche Grundlage hat.

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Channuschka
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Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Friedrich II der Große formulierte es so:
Wer bewirkt, daß dort, wo bisher ein Halm wuchs, nunmehr zwei Halme wachsen, der hat mehr für ein Volk geleistet als ein Feldherr, der eine Schlacht gewann.

Nun , die Ansichten unserer Vorfahren vpn 1817 halte ich für ein sehr schlechtes Argument für die heutige Diskussion und leider haben wir es seit der Zeit von Friedrich II auch etwas übertrieben und damit die Natur zerstört. Wir haben uns mehr angeeignet als gut war. Und jetzt haben wir die Probleme - unter anderem, weil man Wölfen das Wandern nicht verbieten kann. Die bleiben nicht im großen Naturschutztreservat, weil die Männchen eben aus dem Revier des Ursprungrudels wegmüssen.

und da sind nicht allein mehr die Wölfe das Problem - oder die Wildchweine. Um bei Friedrich zu bleiben, haben wir nicht ne Schlacht gewonnen, sondern geplündert und Frauen und Kinder in der Kirche getötet. Dass unsere hochgezüchteten Weizensorten eben nicht nur mehr Ertrag bringen, sondern auch viele Probleme kommt erst langsam zum Vorschein. Genauso wie das Artensterben, der klimawandel und so vieles mehr.

channuschka antworten
Anonymous
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Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @channuschka

Die bleiben nicht im großen Naturschutztreservat, weil die Männchen eben aus dem Revier des Ursprungrudels wegmüssen.

Große Naturreservate würden aber eine echte Grundlage für solche Rudel sein können. Überwiegend haben wir aber reine Kulturlandschaften und da sehe ich Wolfsrudel schwer zu integrieren. Man muss sehen, welchen Schaden sie dort anrichten und dann entscheiden, in welchem Umfang sie in einer Kulturlandschaft tragbar sind. Es gibt Wildtiere, die Kulturfolger werden und auch in Stadtparks nicht stören. Dazu würde ich den Wolf aber nun einmal nicht rechnen.

Die Landwirtschaft hat viel verändert - und die Landwirtschaft hat sich auch selber verändert.

In unseren Regionen wäre natürlich reine Waldlandschaft. Das ist, wenn Du Artenvielfalt und Biotope für selte Tiere und Pflanzen willst, nicht das Optimum.

Der Mensch hat sich weite Flächen landwirtschaftlich nutzbar gemacht und in der Phase kleiner Felder mit vielen Hecken, breiten Wegrändern, diversen Kulturen hatte man ideale Bedingungen für Artenvielfalt.

Das, was das Optimum für Tier- und Pflanzenwelt war, war nicht unbedingt das Optimum für den Menschen. Hunger und Mangelernährung war weit verbreitet.

Ich fände es daher unfair, unsere vollen Supermarktregale und Kühlschränke ohne Dank und nur unter dem Aspekt von Naturzerstörung zu betrachten. Lebensmittel in ausreichender Menge - ja selbst im Überfluss ist etwas, das es früher nur in Erzählungen über das Paradies gab. Und wir sollten uns gut überlegen, ob wir dieses Paradies einfach so opfern sollten. Zumindest einmal lohnt es sich eine genaue Analyse der Umweltfaktoren vorzunehmen, die die heutigen Probleme bedingen.

Und hier ist mein Eindruck, dass man sich diese Analyse zu einfach macht. Man greift sich ein paar Problemfelder heruas findet dort seine Sündenböcke, und bemüht sich dann, diese in die Wüste zu treiben.

Wenn diese Sündenböcke aber keine oder nur wenig Schuld trifft, dann kann es sein, dass wir wichtige Elemente unseres Wirtschaftens abservieren ohne die Probleme zu lösen.

Ein Problemfeld, das wohl aktuell wenige sehen, sind auch Biogasanlagen. Um für diese Anlagen genug Biomasse heranzuschaffen wird selbst auf Ländereien, die sonst nicht für Landwirtschaft in Frage kämen, irgendwas angebaut, um dann Biogas daraus zu machen. Wenn die Getreidepreise niedrig sind, dann kommt auch auf gutes Land massenweise Mais für Biogasanlagen. Qualitätsansprüche für die Biomasse sind praktisch gleich null - und ich kann da mit Pflanzenschutzmittel drauf ohne Rücksicht auf Rückstände in Lebensmittel.

Und wenn dann das Gas erzeugt ist, wird das Restmaterial zurück aufs Feld gefahren, wo es sich nicht unbedingt wie wertvoller Dung verhält - insbesondere dann nicht wenn zu viel auf das gleiche Feld kommt, weil dieses Feld grad so günstig gelegen ist ...

Und in diesen Maislandschaften tummeln sich dann die Wildschweine als Profiteure der Landschaftsveränderung. Vielleicht gehören die Wolfsrudel ja mit in diesen Kontext.

Die Wasserwirtschaft ist ein anderes Feld, das zu überdenken wäre. Lange Zeit war schnelle Entwässerung das Hauptproblem - und nun leiden wir unter Trockenheit auf der einen und Überschwemmungen auf der anderen Seite. Dränage braucht man heute eher keine mehr - und ein langsamer Abfluss des Wassers bzw. möglichst die Speicherung des Regenwassers in künstlichen Seen würde ein rasches Ansteigen des Wasserpegels in den Flüssen verhindern und so überschwemmungen vermeiden. Und auf der anderen Seite ging es der gesamten belebten Welt in der weniger entwässerten Landschaft viel, viel besser.

Die Zucht von Pflanzen oder Tieren für die Landwirtschaft sehe ich grundsätzlich nicht als ein Problem sondern als einen Weg der Lösung für unsere Probleme an.

Zucht stärkt immer einzelne Aspekte. Und wenn ich etwas stärke, dann muss ich auf der anderen Seite etwas schwächen, denn die Pflanze oder das Tier hat ja durch sein anders-Sein nicht auf einmal generell mehr Potential sondern ein anders verteiltes Potential. Und hier ist es dann die Kunst des Züchters, ein Gleichgewicht zwischen Ertrag und der Lebensfähigkeite unter aktuellen Bedingungen zu schaffen.

Channuschka, ich bin Biologe und ich bin Biologe geworden, weil mich das Leben fasziniert und weil ich zu seinem Schutz betragen möchte. Aber ich bin auch in der Landwirtschaft groß geworden und ich bin, wie alle Menschen, Konsument landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Ich halte es nur für wenig förderlich, das runherum zu verdammen, was uns doch ernährungstechnisch trägt und gleichzeitig die Probleme zu übersehen, die unter Umständen viel größere Bedeutung für die Störung des Naturhaushaltes haben.

In der Landwirtschaft muss sich (auch) was tun - ganz klar. Aber einfach nur die Landwirtschaft "platt" zu machen ohne ein neues Ziel für eine Umweltgerechtere Landwirtschaft zu formulieren, hielte ich für falsch. Wenn wir nur mit Biolandanbau durchkämen - gerne. Aber ich traue dieser Wirtschaftsweise nicht zu, die Menschen in unserem Land ausreichend und ausreichend sicher (man denke an historische Katastrophen wie der Kartoffelerkrankung in Irland, die zu einer Auswanderungswelle und Hungertoten führte) zu versorgen.

Die Referenz der "guten alten Zeit" ist oft eine Landwirtschaft, in der es sehr wohl auch schon Pflanzenschutz gab, in der auch viel mehr Menschen harte Arbeiten verrichtet haben und in viel kleineren Betriebsgrößen gewirtschaftet wude und wo die Preise für Landwirtschaftliche Produkte deutlich höher waren.

Hier das Ergebnis einer Metastudie zu den Ursachen des Insektensterbens:
https://www.wind-energie.de/fileadmin/redaktion/dokumente/pressemitteilungen/2019/Insektensterben_01.pdf

Hier die ursprüngliche Quelle der Grafik:
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0006320718313636

Gut die Hälfte der Ursachen sind in Verbindung mit unserer Landwirtschaft. In wie weit diese Analyse der Realität entspricht, vermag ich nicht zu sagen. Ich hätte einen deutlicheren Impact beim Klimawandel vermutet, der ja mehr ist als nur Erwärmung sondern vor allem auch mit Trockenheit und vermehrten extremen Witterungereignissen einhergeht.

Im übrigen kann sich jeder auch mal vor Augen führen, dass ein gut gepflegter Rasen im Grunde genommen eine extreme Monokultur ist und der Rasenmäher in seiner Bedeutung für die Artenvielfalt für diese Fläche sicher nicht weniger verhängisvoll ist als ein Glyphosateinsatz anderswo.

Ich habe jetzt Wildnis statt Rasen und freue mich an Vegetation, die dem Naturraum entspricht und viele Insekten, die das Angebot gerne annehmen. Aber Wölfe wollte ich da trotzdem nicht ...

LG
Ecc

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Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 3267
Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Große Naturreservate würden aber eine echte Grundlage für solche Rudel sein können. Überwiegend haben wir aber reine Kulturlandschaften und da sehe ich Wolfsrudel schwer zu integrieren. Man muss sehen, welchen Schaden sie dort anrichten und dann entscheiden, in welchem Umfang sie in einer Kulturlandschaft tragbar sind. Es gibt Wildtiere, die Kulturfolger werden und auch in Stadtparks nicht stören. Dazu würde ich den Wolf aber nun einmal nicht rechnen.

Da es doch noch relativ wenige Sichtungen gab, würde ich abwarten wollen, in wie weit sich der Wolf als Rudel, wo ansiedelt und wo höchstens mal ein Wolf durchzieht. Die Wolfsrudel, die neu entstehen, haben ja hoffentlich noch die Scheu vor dem Menschen und machen sich daher nicht auf um im Stadtpark zu wohnen, wo Fuchs und Hase sich Gute Nacht sagen.

Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Das, was das Optimum für Tier- und Pflanzenwelt war, war nicht unbedingt das Optimum für den Menschen. Hunger und Mangelernährung war weit verbreitet.

Stimmt, daher möchte ich auch nicht unbedingt zum Optimum für Flora und Fauna zurück. Allerdings müssen wir Kompromisse schließen, wenn wir die Tier- und Pflanzenwelt nicht weiter ausrotten wollen.

Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Die Zucht von Pflanzen oder Tieren für die Landwirtschaft sehe ich grundsätzlich nicht als ein Problem sondern als einen Weg der Lösung für unsere Probleme an.

Die Zucht ansich seh ich auch nicht als Problem. Allerdings das immer mehr, dass daraus hervor gehen soll. Alles auf Höchstleistung gezüchtet.
Das größte Problem seh ich übrigens darin, dass eine Regelung zu besserer Haltung oder Anbauweise über den Markt nicht klappt, weil "wir" zwar immer davon reden, aber die wenigsten dazu bereit sind dafür zu bezahlen. Sprich, es würde nur über die Politik gehen - und die setzt auf Selbstregulierung und Freiwilligkeit.

Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Im übrigen kann sich jeder auch mal vor Augen führen, dass ein gut gepflegter Rasen im Grunde genommen eine extreme Monokultur ist und der Rasenmäher in seiner Bedeutung für die Artenvielfalt für diese Fläche sicher nicht weniger verhängisvoll ist als ein Glyphosateinsatz anderswo.

Rasen ist sicher nicht ideal und es ist ein Bsp. wo jeder, der einen Garten hat bei sich anfangen kann, allerdings braucht es doch viele Gärten um auf die Größe der Felder zu kommen. Man kann ja um den Rasen auch war drumrum säen. Denn das Bedürfnis nach etwas Grün im Garten um sich die liege aufzustellen oder zu spielen ohne Angst in eine Biene zu treten, kann ich durchaus verstehen.

Und was das Wassermanagement angeht, hab ich ja Hoffnung, dass was passieren könnte. Schon allein, weil die Wirtschaft hier in der Region z.T. an der Rheinschifffahrt hängt und letztes Jahr enorme Verluste eingefahren hat. Und wenn ich Hoffnung habe, dass sich was ändert, dann immer dann, wenn die Wirtschaft davon betroffen ist.
Geld regiert die Welt...

Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Ich habe jetzt Wildnis statt Rasen und freue mich an Vegetation, die dem Naturraum entspricht und viele Insekten, die das Angebot gerne annehmen. Aber Wölfe wollte ich da trotzdem nicht ...

Also ich weiß ja nicht wie groß dein Garten ist, aber ich hätte jetzt nicht die Sorge, dass der Wolf sich von dem insektenparadies angezogen fühlt. Falls du drüber nachdenkst Schafe im Garten zu halten vielleicht - allerdings ist dann auch das Insektenparadies bald futsch. 😉

Sind wir doch ehrlich - bei der ganzen Diskussion ist doch der Mensch und sein Verhalten der Knackpunkt. Inwiefern sind wir bereit unseren Luxus (z.B. billiges Fleisch) einzuschränken zu Gunsten der Umwelt. In wie weit sind wir bereit zu teilen - z.B. mit dem Wolf.

*Sarkasmus on* Irgendwie bin ich ja der Meinung, dass das die einfachste Lösung wäre... *Sarkasmus off*

channuschka antworten
Anonymous
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Veröffentlicht von: @channuschka

Stimmt, daher möchte ich auch nicht unbedingt zum Optimum für Flora und Fauna zurück. Allerdings müssen wir Kompromisse schließen, wenn wir die Tier- und Pflanzenwelt nicht weiter ausrotten wollen.

Es muss einfach mehr Flächen geben, die nicht landwirtschaftlich genutzt werden (und auch nicht baulich versiegelt werden). Das können Randstreifen sein oder Renaturierungen von Grenzertragsstandorten, die heute für Biogas liefern.

Veröffentlicht von: @channuschka

allerdings braucht es doch viele Gärten um auf die Größe der Felder zu kommen

Nach den Naturschutzverbänden findet man inzwischen wohl mehr Vogelarten in der Stadt und deren Grünflächen als wie auf dem freien Feld. Mein Rasen grenzt an eine relativ extenisv genutzte Wiese und siehr zeitweilig ählich aus wie diese. Ich mähe immer Bereiche heraus, die abgeblüht sind.

Veröffentlicht von: @channuschka

Falls du drüber nachdenkst Schafe im Garten zu halten vielleicht - allerdings ist dann auch das Insektenparadies bald futsch. 😉

Dafür ist der Garaten deutlich zu klein. Aber Schafe sind an sich super Landschaftspfleger. Das ist auch Teil der Crux mit dem Wolf...

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Channuschka
(@channuschka)
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Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Es muss einfach mehr Flächen geben, die nicht landwirtschaftlich genutzt werden (und auch nicht baulich versiegelt werden). Das können Randstreifen sein oder Renaturierungen von Grenzertragsstandorten, die heute für Biogas liefern.

Ich leb in einem Gebiet, wo relativ viele kleinere Flächen tatsächlich renaturiert werden. Zugebaut wird trotzdem zuviel. Vorallem aber ehemals landwirtschaftlich genutzte Fläche.

Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Nach den Naturschutzverbänden findet man inzwischen wohl mehr Vogelarten in der Stadt und deren Grünflächen als wie auf dem freien Feld. Mein Rasen grenzt an eine relativ extenisv genutzte Wiese und siehr zeitweilig ählich aus wie diese. Ich mähe immer Bereiche heraus, die abgeblüht sind.

Tja - die Natur scheint zumindest zum Teil durchaus sich angepasst zu haben. Es gibt tatsächlich Möglichkeiten der Natur auch in unserer modernen Lebensweise was zu bieten. Nur manche Tierarten sind da eben außenvor - wie z.b. der Wolf....

Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Dafür ist der Garaten deutlich zu klein. Aber Schafe sind an sich super Landschaftspfleger. Das ist auch Teil der Crux mit dem Wolf...

Ich frage mich, ob der Wolf auch bei Wanderschäfern so großen Schaden anrichtet. Denn wenn die Schafe regelmäßig den Standort wechseln, kann der Wolf ansich ja weniger oft auf einer Weide zuschlagen. 🤨 Er kann allerdings auch einfach der Herde folgen. Essen to-go mal anderst....

channuschka antworten
speedysweety
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Veröffentlicht von: @channuschka

Das größte Problem seh ich übrigens darin, dass eine Regelung zu besserer Haltung oder Anbauweise über den Markt nicht klappt, weil "wir" zwar immer davon reden, aber die wenigsten dazu bereit sind dafür zu bezahlen. Sprich, es würde nur über die Politik gehen - und die setzt auf Selbstregulierung und Freiwilligkeit.

Ja, letzteres ist halt der deutlich langsamere Weg, aber ich halte ihn für nicht unmöglich. Heute habe ich eine Aussage eines Biobauern gehört, der davon berichtet hat, wie komisch über das "Biobauerntum" noch vor vielen Jahren geredet wurde, es war einfach unüblich. Nun sei das anders. Er sagte sinngemäß, der Konsument will Bio und hat das so bestimmt. Heute redet man über Bio nicht mehr so komisch wie früher. Das der Konsument das so in die Richtung bestimmt hat macht mir Hoffnung, je länger das Thema ist und damit in den Köpfen der Menschen immer präsenter wird.

Veröffentlicht von: @channuschka

Sind wir doch ehrlich - bei der ganzen Diskussion ist doch der Mensch und sein Verhalten der Knackpunkt. Inwiefern sind wir bereit unseren Luxus (z.B. billiges Fleisch) einzuschränken zu Gunsten der Umwelt. In wie weit sind wir bereit zu teilen - z.B. mit dem Wolf.

Wieder gut auf den Punkt gebracht.

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stundenglas
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Biofleisch hat einen Marktanteil von ca. 2% am Fleischverkauf.

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Channuschka
(@channuschka)
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Veröffentlicht von: @stundenglas

Biofleisch hat einen Marktanteil von ca. 2% am Fleischverkauf.

Und Lidl hat neben faire trade wieder normale Bananen im angebot.
Es funktioniert eben nicht auf freiwilliger Basis. Zumindest nicht in dem Maße, dass wir bräuchten um wirklich was zu ändern.

channuschka antworten
stundenglas
(@stundenglas)
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Haben die Verbraucher die dann woanders gekauft?

stundenglas antworten
speedysweety
(@speedysweety)
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Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Wenn Du 1817 den Leuten erzählt hättest, wie schlimm es doch ist den Wildtieren das Land zu nehmen, wärest Du vermutlich gelyncht worden.

In Zeiten von 1817 wäre ich auch noch für ganz andere Sachen gelyncht worden, daher ist das nicht so ausschlaggebend. Aber natürlich ist das heute eine andere Zeit und ein Luxus, vor einem Supermarktregal zustehen und aussuchen zu können, ohne vorhher monatelang schwer arbeitend Felder bearbeitet zu haben.
Aber auch in Zeiten der vollen Supermarktregale vergisst man aber auch oft, unter was für unwürdigen Bedingungen für die betreffenden Tiere sich diese füllen. Vor einem vollen Supermarktregal kann ich nämlich wunderbar die Bedingungen ignorieren, die nötig waren, um es zu füllen wie z.B. Massentierhaltung. Früher hat man mehr mit der Natur gearbeitet und hatte die Konsequenzen dafür vor Augen. Aber das ist wieder ein Thema für sich...
Mir persönlich tut es einfach oft in der Seele weh, was für einen Preis die Natur (und in dem Fall die Schwächeren) für unseren Luxus zahlen muss. Und ich bin ein Teil davon, das ist schwierig für mich. Aber auch ein Thema für sich und für mich zu emotional, von daher mache ich da besser einen Punkt 😊

speedysweety antworten
Sacred
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(@sacred)
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Veröffentlicht von: @speedysweety

Aber auch in Zeiten der vollen Supermarktregale vergisst man aber auch oft, unter was für unwürdigen Bedingungen für die betreffenden Tiere sich diese füllen. Vor einem vollen Supermarktregal kann ich nämlich wunderbar die Bedingungen ignorieren, die nötig waren, um es zu füllen wie z.B. Massentierhaltung. Früher hat man mehr mit der Natur gearbeitet und hatte die Konsequenzen dafür vor Augen. Aber das ist wieder ein Thema für sich...

Jepp, und die die ihre Tiere einigermaßen artgerecht halten wollen, also mit Weidegang, kommt jetzt der Wolf in die Quere. Und sie werden damit ziemlich allein gelassen.

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speedysweety
(@speedysweety)
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Ich habe ja schon geschrieben, dass ich mir mehr Unterstützung für diese Tierhalter wünsche.

speedysweety antworten
Anonymous
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(@Anonymous)
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Veröffentlicht von: @speedysweety

unter was für unwürdigen Bedingungen für die betreffenden Tiere sich diese füllen

Mein Problem ist, dass ich nicht weiß, ob die Tiere, die die Grundlage diverser tierischer Produkte sind, leiden mussten oder nicht. Es ist ja längst nicht so, dass alle Bauern ihre Tiere quälen. Ich denke mal, dass das unter echten Bauern sogar eher ganz, ganz selten vorkommt.

Ich kann ehrlich nicht sagen, zu welchem Prozentsatz da wirklich das Tierwohl stark beschädigt ist.

Bei Geflügel und vermutlich auch bei Schweinen haben wir heute in der Tat wohl fast immer Massentierhaltung. Die Ställe und die Tiere, die dort gehalten werden, sind mehr oder weniger genormt und werden nach genau zuvor berechneten Zeiten mit einem präzise dafür abgestimmten Futter schlachtreif. Da ist das dann für mich keine bäuerliche Landwirtschaft mehr sondern ein Industriebetrieb.

Veröffentlicht von: @speedysweety

Mir persönlich tut es einfach oft in der Seele weh, was für einen Preis die Natur (und in dem Fall die Schwächeren) für unseren Luxus zahlen muss.

Ich bin in einer wirklich bäuerlichen Landwirtschaft aufgewachsen. Da hatten es die Tiere gut und wenn mir ein Vegetarier erzählt, er würde durch VErzicht auf Tierfleisch Tiere schützen - dann möchte ich ihm sagen, dass er mit seinem Verzicht den Tieren auch die Lebensgrundlage nimmt. Denn ich kenne keine Vegetarier, die sich die Schweine, die sie nicht essen, als Haustiere halten, um dem Schwein die wahre Lebensfreude zu gönnen. Wären wir alle strikte Vegetarier oder gar Veganer, dann würde auf keinem Bauernhof mehr was mähen oder muhen - dann wäre da nur das still Leid der in Monokultur gehaltenen Pflanzen ...

LG
Ecc

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Channuschka
(@channuschka)
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Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Mein Problem ist, dass ich nicht weiß, ob die Tiere, die die Grundlage diverser tierischer Produkte sind, leiden mussten oder nicht. Es ist ja längst nicht so, dass alle Bauern ihre Tiere quälen. Ich denke mal, dass das unter echten Bauern sogar eher ganz, ganz selten vorkommt.

Was verstehst du unter einem echten Bauern?

Die meisten Bauernhöfe, die ich kenne und wo die Familien tatsächlich noch von der Landwirtschaft leben und das nicht nebenher läuft, haben eine Massetierhaltung. Egal, ob Bio oder nicht. Allerdings mit einem gewaltigen Unterschied der Haltung.

Der einzige Grund warum ich noch bei dem Metzger in meinem Heimatort hin und wieder einkaufe, ist neben der Unterstützung der Örtlichen Händler, dass ich weiß, dass die Tiere, höchsten 10km zum Schlachthof gefahren wurden und dort ordentlich geschlachtet. Ich kenn aber auch die Höfe - Sonnenlicht haben die Tiere keines gesehen. Ich würde den Landwirten aber nie absprechen echte Bauern zu sein. Sie bewirtschaften nebenher ja schon auch noch die Futterflächen.

Totaler Verzicht auf Fleisch und tiereische Produkte halte ich eigentlich für unnatürlich. Allerdings halte ich es auch für übertrieben, dass ein Essen ohne Fleisch kein richtiges Essen ist. Wir bräuchten tatsächlich viel weniger Tiere, wenn wir uns wieder auf 1-2 mal die Woche Fleisch beschränken würden. Dann kann man auch wieder mehr für ausgeben. Weniger Tiere hätte ja dazu den Vorteil, dass man weniger Sojaanbaufläche im REgenwald für das Futter bräuchte... und dann hätte man auch wieder mehr platz für ein natürliches Umfeld für die Artenvielfalt.
Außerdem schmeckt Fleisch von Tieren, die Zeit zum groß werden hatten viel besser als das billige - wollte ich nur mal sagen.

channuschka antworten
Anonymous
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Veröffentlicht von: @channuschka

Was verstehst du unter einem echten Bauern?

Bauern sind Menschen, die sich noch selber um den Betrieb kümmern und die Arbeit machen - im Gegensatz zu landwirtschaftlichen Industriebetrieben, die deutlich größer sind mit größeren Einheiten an Vieh und Fachpersonal für verschiedene Aufgaben.

Veröffentlicht von: @channuschka

wo die Familien tatsächlich noch von der Landwirtschaft leben und das nicht nebenher läuft, haben eine Massetierhaltung.

Wo geht denn bei Dir Massentierhaltung los? Wenn man sich Kühe oder Schafe ansieht, so kommen die Vorfahren in der Natur ja auch in größeren Herden vor. Da ist es denn oft so dass ein größerer Betrieb mit modernem Stall und deutlich mehr Tieren der ursprünglichen Herdensituation viel näher kommt - und die Tiere müssen nicht mehr im Winter den ganzen Tag in Anbindehaltung leben.

Diese Anbindhaltung hatten wir früher auch. Mir hat das damals gefallen, weil dann all die lieben Tiere schön geschützt im Stall waren und ich habe viel Zeit mit ihnen verbracht. Der Nachteil war aber dann der, dass die ja in der Winterzeit so gut wie keine Bewegung hatten und wenig Licht. Oft waren dann die Beine im Breiech der Klauen angeschwollen. Aber da hat sich dann draußen schnell wieder gegeben. Der Stall, den mein Bruder jetzt hat, liefert nicht mehr das heimelige Stallfeeling - aber für die Tiere ist er viel, viel besser.

Veröffentlicht von: @channuschka

Der einzige Grund warum ich noch bei dem Metzger in meinem Heimatort hin und wieder einkaufe, ist neben der Unterstützung der Örtlichen Händler, dass ich weiß, dass die Tiere, höchsten 10km zum Schlachthof gefahren wurden und dort ordentlich geschlachtet.

Schön, wenn man noch einen solchen Metzger hat. Hier in der Region gibt es auch noch solche Metzger. In meiner Norddeutschen Heimat hat irgendwann ein Metzger angefangen, seine Schweine im weit entfernten Polen zu kaufen - und viele sind ihm gefolgt. Ist einfach billiger dort ...

Da kann es denn sein, dass das Fleisch aus dem Dicounter eher vom Bauern um der Ecke kommt als wie wenn ich zum Metzger gehe.

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Channuschka
(@channuschka)
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Massentierhaltung fängt bei mir z.B. schon bei dem Bauern an der ca 200 Schweine in einem Stall hat ohne Auslauf und die Tiere keinen einzigen Tag, die Sonne sehen, sondern einfach nur gefüttert und geschlachtet werden. Trotzdem ist es neben dem Biohof mit Kühen, der einzige Bauer, den es in meinem Heimatort noch gibt. Und es gibt dort zwar auch Angestellt, aber auch nur, weil der Hof zu viert einfach nicht zu führen ist.
Und der Biohof hatte mehr als einmal um die Existenz zu kämpfen. Ist inzwischen seit ca.20 Jahren Bio. Damals hat der Sohn den Betrieb übernommen und wurde für blöd erklärt, dass er sich das trotz Einserabi antut. Ich finde die offenen Ställe übrigens viel schöner als die angebundenen Kühe früher. Streicheln kann man die Kühe so immer noch und sie sehen viel besser aus (ok - das kann jetzt sehr gut meine Einbildung sein 😀 )

channuschka antworten
speedysweety
(@speedysweety)
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Tiere können auch existieren, ohne zum Fleischkonsum dienen zu müssen. Auch ohne Fleischkonsum kann es mähen oder muhen 😉 Aber da das alles für mich ein ziemlich emotionales Thema ist, will ich da nicht zusätzlich so tief einsteigen.

speedysweety antworten
Anonymous
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Veröffentlicht von: @speedysweety

Tiere können auch existieren, ohne zum Fleischkonsum dienen zu müssen. Auch ohne Fleischkonsum kann es mähen oder muhen 😉 Aber da das alles für mich ein ziemlich emotionales Thema ist, will ich da nicht zusätzlich so tief einsteigen.

Das scheint mir eine etwas naive Vorstellung zu sein. Der Bauer muss ja von was leben - und das ist eben bei Tierhaltung auch der Verkauf von Tieren für die Schlachtung. Ein Bauernhof ist kein Streichelzoo.

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speedysweety
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Ich hatte überlesen, dass Du es in Bezug auf einen Bauernhof geschrieben hast. Für mich hat es sich angehört, als ob ohne Fleischkonsum es keine Kühe etc. geben würde. Aber Du hast Dich auf den Bauernhof bezogen.

speedysweety antworten
Anonymous
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Scheinbar hat der Mensch keine Natürliche Autorität mehr über Raubtiere. Gilt auch für Panther, Tiger, Bären etc. Es ist doch normal das wir unseren Lebensraum sicher halten möchte. Also entweder die dürfen frei machen was sie möchten, oder wir über unsere Macht aus und halten unsere dichtbedieselten Gebiete frei.

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Channuschka
(@channuschka)
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Wir hatten niemals eine "Natürliche Autorität" über Raubtiere.
Der Mensch war froh, wenn er sich schützen konnte. Und die chance haben wir heute auch noch - auch ohne alles umzubringen, was uns umbringen könnte.

channuschka antworten
speedysweety
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Mufflons sind Felsenbewohner und im Flachland natürlich wehrlos. Sie wurden, so wie ich informiert bin, ausgewildert. Es macht aber Sinn, dass sie da leben, wo sie auch eine Chance haben zu entkommen-und das ist nicht das Flachland. Und das ist nicht die Schuld der Wölfe. Das Thema ist also nicht so einfach, wie es sich auf den ersten Blick darstellt.

Veröffentlicht von: @banji

Die Wölfe sind bei uns in kürzester Zeit zu so einer starken Population geworden, dass es bald gar kein anderes Wild mehr geben wird.

Das ist Spekulation und ich habe bisher noch nie gehört, dass Wölfe es geschafft haben, ein ganzes Gebiet leerzujagen. Und genau so wird auch Stimmung gegen Wölfe gemacht. Eine differenzierte Auseinandersetzung sieht sicher anders aus, als sich über illegale Fallen informieren zu wollen.

Und wenn Du in einem Wolfsgebiet lebst, dann müsste Dir eigentlich bekannt sein, dass man Wölfe nicht fangen darf und ich denke nicht, dass Du nach einer Lebendfalle gefragt hast, denn was will man als Laie mit einem lebendigen Wolf? Noch nichtmal Jägern ist es ohne Abschussgenehmigung erlaubt, sie zu töten. Und keinem von uns Bürgern ist es erlaubt, sie zu fangen. Also brauchst Du hier auch nicht nach Fallen fragen. Wölfen etwas anzutun kann strafrechtlich verfolgt werden, falls Du also mit so einem Gedanken spielt und deswegen nach der Falle frägst, lass die Finger davon!

Im übrigen schreibst Du in dem Thread von einem Kirchenwald und das Du deswegen frägst. Ich hatte diesen Begriff noch nie gehört und mal danach gesucht, was das überhaupt ist. Toll, dass es so etwas gibt.

Unter anderem steht da:

Die Arbeitsgemeinschaft Kirchenwald

fördert das Verantwortungsbewußtsein in Kirchen und Kirchengemeinden für die Bewahrung und Pflege des Kirchenwaldes als Teil des gelebten christlichen Glaubens.

Quelle: http://www.kirchenwald.de/wir.html

Ich kann mir nicht vorstellen, dass illegale Überlegungen in ihrem Sinne sind und das als Teil des gelebten christlichen Glaubens angesehen wird.

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Veröffentlicht von: @speedysweety

Und das ist nicht die Schuld der Wölfe.

Aber auch nicht die Schuld der Mufflons.

Wir haben bis zur Einbürgerung der Wölfe sehr gut ohne sie gelebt. Niemand hat sie vermisst.

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speedysweety
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Veröffentlicht von: @banji

Aber auch nicht die Schuld der Mufflons.

Jepp, das ist die Folge einer Entscheidung der MenschenWie so vieles. Entscheidungen der Menschen haben Folgen für Natur und Tiere.

Veröffentlicht von: @banji

Wir haben bis zur Einbürgerung der Wölfe sehr gut ohne sie gelebt. Niemand hat sie vermisst.

Wäre gut, wenn Du da bei Dir bleiben würdest, denn Du kannst nicht für alle sprechen. Das Du sie nicht vermisst hast ist ja auch ok. Aber Du kannst das nicht für jeden so sagen.

Das Wölfe wiedergekommen sind ist ja wohl keine Überraschung. Sie haben schon früher hier gelebt, der Mensch hat sie in Deutschland ausgerottet. Nun kommen sie wieder, das ist die Natur. Es wäre gut, wenn wir einen Weg finden, so gut wie möglich mit der Natur zu leben. Dazu gehören Wölfe. Und es wäre hilfreich Mufflons in Gebieten auszusiedeln, in denen sie auch natürlich vorkommen würden.
Schade, dass Du zum Rest meines Beitrags nichts zu sagen hast.

speedysweety antworten
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Ich nehme an du wohnst in einer Stadt. Da kann man so leicht daher reden und seine rosaroten Wolfsideale pflegen.
Wer im Umfeld von Landwirtschaft, Schafwirtschaft lebt, sieht die Dinge anders.

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speedysweety
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Nein, ich wohne auf dem Land und ich bin auch auf dem Land aufgewachsen. Ich habe mich mit dem Wolfsthema auseinandergesetzt, als es in unserer Umgebung ein Thema wurde und ich das mitbekommen habe, davor hatte ich keine Meinung dazu. Ich habe mich also ziemlich unvoreingenommen auseinandergesetzt und recherchiert. Soviel zum Thema: "wohnt in der Stadt und redet leicht daher und pflegt rosarote Wolfsideale". Du tust mir Unrecht, aber es zeigt, wie wenig Du Dich sachlich damit auseinandersetzt, wenn Du, ohne mich zu kennen, mir einfach ungerechtfertigt Sachen unterstellst:

Veröffentlicht von: @banji

Da kann man so leicht daher reden und seine rosaroten Wolfsideale pflegen

Das ist daneben und Du stellst mich in ein Licht, das mir nicht gebührt. Gehen Dir die sachlichen Argumente aus und bleibt Dir nur noch übrig, mich in ein komisches Licht zu stellen?

Veröffentlicht von: @banji

Wer im Umfeld von Landwirtschaft, Schafwirtschaft lebt, sieht die Dinge anders.

Und auch das ist einfach pauschal nicht richtig. Ich habe Leute gesehen, die Schafe haben und sich sehr differenziert damit auseinandergesetzt haben und für die es ok ist, dass der Wolf da ist. Du schreibst einfach pauschal irgendwelche Dinge, die nicht stimmen.

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Okay, dann habe ich Dir damit Unrecht getan. Sorry.

Aber offensichtlich kann man mit der Auseinandersetzung mit dem Wolfsthema zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Ich kenne hier niemanden, weder Landwirte noch Schafhirten, die eine positive Einstellung zum Wolf haben, außer die Schreibtischgrünen des B.U.N.D.

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speedysweety
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Veröffentlicht von: @banji

Okay, dann habe ich Dir damit Unrecht getan. Sorry.

Angenommen!

Veröffentlicht von: @banji

Aber offensichtlich kann man mit der Auseinandersetzung mit dem Wolfsthema zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Ich kenne hier niemanden, weder Landwirte noch Schafhirten, die eine positive Einstellung zum Wolf haben, außer die Schreibtischgrünen des B.U.N.D.

Ja, es gibt da unterschiedliche Einstellungen, auch unter den Betroffenen. Und die Menschen gehen auch unterschiedlich damit um. Ich hab z.B. ein Paar gesehen, das Schafe hat, die dann angefangen haben, Herdenschutzhunde zu züchten und damit auch erfolgreich ihre Schafe geschützt bekommen. Und jetzt auch noch mit der Zucht der Herdenschutzhunde ein weiteres Standbein haben.
Ich kann aber auch verstehen, wenn man als Tierbesitzer Angst um seine Weidetiere hat. Und ich würde mir wünschen, dass Schafbesitzern mehr unter die Arme gegriffen wird. Für so vieles anderes ist in Deutschland Geld da, wo man sich fragen kann, was das für einen Sinn hat...ich finde, für den Schutz der Herdentiere sollte noch mehr bereitgestellt werden, da ist es sinnvoll angelegt und den Leuten geholfen.

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Anonymous
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Veröffentlicht von: @speedysweety

Und jetzt auch noch mit der Zucht der Herdenschutzhunde ein weiteres Standbein haben.

Herdenschutzhunde sind schweinteuer - und jeder Landwirt braucht da sicher mehr als einen, weil einer gegen ein Rudel Wölfe wenig ausrichtet. Das geht richtig ins Geld.

Aber wenn wegen Brexit das britische Schaffleisch mal vom Markt ist, steigen die Preise ja vielleicht und die Sache wird für die Schäfer finanzierbar.

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speedysweety
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Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Herdenschutzhunde sind schweinteuer - und jeder Landwirt braucht da sicher mehr als einen, weil einer gegen ein Rudel Wölfe wenig ausrichtet. Das geht richtig ins Geld.

Das ist richtig, dass sie teuer sind, deswegen bin ich auch dafür, dass die Schäfer mehr unterstützt werden.

speedysweety antworten
Anonymous
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Seh ich anders. Vermissen kann man nur etwas, was man mal kannte.

Kein Bundesbürger dürfte 200 Jahre alt sein! 🙂

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speedysweety
(@speedysweety)
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Da erinnere ich mich doch spontan an das Paar aus Deutschland, das in den USA wilden Wölfen begegnet ist und hier eine Wolfsstation vor gar nicht langer Zeit aufgemacht hab. Ja, man kann Wölfe auch außerhalb Deutschlands kennenlernen und/oder sie über die Auseinandersetzung mit dem Thema lieben lernen. Man muss also keine 200 Jahre alt werden, um sie zu kennen 😉
Aber ich verstehe schon, das Du meinst. Weiß nur nicht, ob ich da Deiner Meinung bin, da müsste ich tiefer drüber nachdenken, aber das ist ja jetzt sehr philosophisch und eher off topic.

speedysweety antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
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Veröffentlicht von: @banji

Aber auch nicht die Schuld der Mufflons.

Ich habe wo gelesen, dass die Mufflons ein VErhalten haben, dass sie für Wölfe zur einfachen Beute machen. Wenn ein Wolf kommt, dann stellen sie sich einfach hin (eventuell auf eine leichte Erhöhung) und warten, dass er kommt. Im Gebirge ist das sinnvoll, weil sie da in einem Terrain sind, in dem der Wolf sich nicht sicher fortbewegen kann. Sie stehen dann im angestammten Terrain auf erhöhtem Posten und brauchen den angreifenden Wolf nur kurz zu schupsen, dass der den Berg hinunterfällt. Das funkioniert im flachen Land natürlich nicht und so können die Wölfe kommen und einfach speisen ...

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mrb-II
 mrb-II
(@mrb-ii)
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Beiträge : 954

In unserer Region hat der Wolf den Bestand der Mufflons nicht nur "gesund" gehalten, sondern vollständig vernichtet. Da gibt's kein krankes Muffelwild mehr, noch nicht mal mehr gesundes.

Im Gegensatz zum Wolf ist Muffelwild auch nicht einheimisch, sondern wurde zu Jagdzwecken ausgewildert. Wenn der Wolf mit den Mufflons fertig ist, könnte er sich eigentlich mal um die Waschbären kümmern.

mrb-ii antworten
Gelöschtes Profil
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Beiträge : 8051
Veröffentlicht von: @mrb-ii

Im Gegensatz zum Wolf ist Muffelwild auch nicht einheimisch, sondern wurde zu Jagdzwecken ausgewildert.

Ja sicher, aber dafür kann ja das Muffelwild nichts. Aber ich persönlich finde das Muffelwild viel schöner und ästhetischer als einen Wolf. Subjektiv natürlich.

Veröffentlicht von: @mrb-ii

Wenn der Wolf mit den Mufflons fertig ist, könnte er sich eigentlich mal um die Waschbären kümmern.

Das war ja hier auch eine Hoffnung, weil wir in der Elbtalaue die Waschbären als Plage erleben.
Scheint nicht zu funktionieren, die sind natürlich auch etwas wehrhafter als Muffelwild.
Aber vielleicht klappt das ja noch.

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mrb-II
 mrb-II
(@mrb-ii)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 954
Veröffentlicht von: @banji

aber dafür kann ja das Muffelwild nichts.

natürlich kann es nichts dafür. ich mag auch gerne waschbären, trotzdem bin ich für deren bejagung.

Veröffentlicht von: @banji

Das war ja hier auch eine Hoffnung, weil wir in der Elbtalaue die Waschbären als Plage erleben.

wahrscheinlich wird die sich nicht erfüllen. das hätte man wahrscheinlich schon längst bemerkt.

mrb-ii antworten
bepe0905
(@bepe0905)
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Beiträge : 1315

Die Geschwindigkeit, mit der sich die Wolfsrudel in manchen Regionen vermehren, ist tatsächlich sehr hoch. Aber das ist kein Wunder, denn der Wolf hat - im Gegensatz zu allen anderen Wald- und Wiesen-Tieren - in Deutschland momentan keine natürlichen Feinde.
Der einzige Feind des Wolfes war (und ist teilweise) der Mensch - aber der ist derzeit zum Nichtstun verurteilt, solange sich die Gutmenschen darüber freuen, dass der Wolf wieder hier lebt.
Vielleicht würden sie sich auch freuen und für einen umfassenden Schutz eintreten, wenn eines Tages wieder Braunbären in den Vorgärten nach Nahrung suchen. Denn die sind ja auch irgendwie niedlich...

Wahrscheinlich wird sich aber spätestens zu dem Zeitpunkt die Stimmungslage ändern, wenn mal nach einem Schulausflug der Waldorfschule einer der ABC-Schützen vermisst wird und nur noch die unverdaulichen Reste seines Lederranzens gefunden werden.

Bitte nicht falsch verstehen: ich habe absolut nichts gegen Wölfe - und noch weniger gegen Bären!
Und wenn sich auf einem stillgelegten Truppenübungsplatz in der Niederlausitz oder in masurischen Wäldern (gerne auch in den französischen Cevennen oder im Naturpark Bayrischer Wald) einige Wolfsrudel ansiedeln, dann kann dies tatsächlich eine Bereicherung der Fauna sein. Aber in den dicht besiedelten und land- bzw. forstwirtschaftlich genutzten Gebieten, die in Deutschland überwiegen, da haben Wölfe nichts verloren und gehören bejagt!
Hallali
Dschordsch

bepe0905 antworten
speedysweety
(@speedysweety)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 3741

Normalerweise lese ich sehr differenzierte Beiträge von Dir, dieser hier gehört nicht dazu. "Nett", dass Du Menschen, die anderer Meinung sind als Du, einfach den typischen "Gutmenschen"-Vorwurf überstülpst. Aber das ist ja heutzutage auch bei anderen Themen so, dass das kommt, wenn man zu etwas positiver eingestellt ist.

Veröffentlicht von: @bepe0905

Vielleicht würden sie sich auch freuen und für einen umfassenden Schutz eintreten, wenn eines Tages wieder Braunbären in den Vorgärten nach Nahrung suchen. Denn die sind ja auch irgendwie niedlich...

Noch so etwas, was alles andere als differenziert ist, denn es stellt Menschen, die einer anderen Meinung sind in eine Ecke, die man nicht ernst nimmt. Als ob die Argumente darauf basieren, dass etwas niedlich ist. Nein, eine sachliche Auseinandersetzung damit sieht anders aus.

speedysweety antworten
bepe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 1315

"klare Kante" statt "wohl dosierter Differenzierung"

Veröffentlicht von: @speedysweety

Normalerweise lese ich sehr differenzierte Beiträge von Dir, dieser hier gehört nicht dazu. "Nett", dass Du Menschen, die anderer Meinung sind als Du, einfach den typischen "Gutmenschen"-Vorwurf überstülpst. Aber das ist ja heutzutage auch bei anderen Themen so, dass das kommt, wenn man zu etwas positiver eingestellt ist.

Manchmal ist es sinnvoller, eine klare Kante zu zeigen als sich immer differenzierter auszudrücken.
Das mit den "Gutmenschen" meine ich durchaus ernst, beziehe es aber nicht auf alle, die in diesem Fall eine andere Meinung haben als ich. Aber nach meiner Erfahrung (aus einigen Diskussionsrunden) sind mindestens 80% der "typischen Wolfsfreunde" weibliche Städter aus wolfsfernen Regionen, deren Kinder eine Waldorfkita oder Waldorfschule besuchen. Und hierauf trifft die Bezeichnung "Gutmensch" meistens zu - also solche Menschen, die es zwar "irgendwie gut" meinen, aber von der Sache her oft nur wenig Ahnung haben. Dazu gehören auch solche Menschen (auch meistens Frauen), die in den Berliner Grünanlagen Wildschweine und auf den Marktplätzen Tauben füttern.

Schon daraus solltest du sehen, das ich hier nicht generell von Wolfsfreunden als "Gutmenschen" spreche. Dich meine ich schon gar nicht, denn du bringst hier gute Argumente - auch wenn man diese anders sehen kann. Für viele Wolfsfreunde steht der Wolf für ein Stück Natur oder (noch besser ausgedrückt) für eine gewisse natürliche Wildheit und Freiheit - und von beidem ist im durchorganisierten Alltag der Menschen in den Ballungsräumen nur wenig vorhanden. Von daher ist es verständlich, dass die Rückkehr der Wölfe bei vielen Leuten zu einer Art "freudiger Erregung und Spannung" geführt hat, denn da war ein stolzes Geschöpf und ein verwegenes Rudel plötzlich in unsere Zivilisation eingebrochen.

Erst ganz allmählich merken die Vernünftigeren, das sich manche Lebensformen weitgehend ausschließen bzw. nur bis zu einer bestimmten Höchstmenge an Teilnehmern funktionieren.

Veröffentlicht von: @speedysweety

Vielleicht würden sie sich auch freuen und für einen umfassenden Schutz eintreten, wenn eines Tages wieder Braunbären in den Vorgärten nach Nahrung suchen. Denn die sind ja auch irgendwie niedlich...

Diesen Part darfst du gerne als ironische Ergänzung des zuvor Geschriebenen sehen - hatte leider den Smiley vergessen.

bepe0905 antworten
speedysweety
(@speedysweety)
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Das hört sich jetzt anders an, danke für Deine Erklärung!

speedysweety antworten
mrb-II
 mrb-II
(@mrb-ii)
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Veröffentlicht von: @bepe0905

Manchmal ist es sinnvoller, eine klare Kante zu zeigen als sich immer differenzierter auszudrücken.

man kann es auch unverschämtheit nennen.

Veröffentlicht von: @bepe0905

Schon daraus solltest du sehen, das ich hier nicht generell von Wolfsfreunden als "Gutmenschen" spreche.

man muss noch nicht mal wolfsfreund sein, um deine haltung arrogant zu finden. du erdreistest dich andere leute mit "gutmensch" zu beschimpfen, hast aber ausser einer ablehnenden haltung gegenüber wölfen argumentativ auch nicht viel zu bieten, um die haltung sachlich zu untenmauern.

mrb-ii antworten
bepe0905
(@bepe0905)
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Beiträge : 1315
Veröffentlicht von: @mrb-ii

man kann es auch unverschämtheit nennen (...) man muss noch nicht mal wolfsfreund sein, um deine haltung arrogant zu finden.

Wenn du meine klare Meinung als unverschämt oder arrogant empfindest - dann ist das nicht mein Problem.

Veröffentlicht von: @mrb-ii

du erdreistest dich andere leute mit "gutmensch" zu beschimpfen.

Ja - denn wer ein Gutmensch ist, der muss sich auch gefallen lassen, dass man ihn so nennt. Ein Ehrentitel ist es zwar nicht, aber es ist eine Benennung - und keine Beschimpfung. Und außerdem habe ich nicht alle Wolfsfreunde als "Gutmenschen" bezeichnet, das sollte dir eigentlich beim Lesen aufgefallen sein,

Veröffentlicht von: @mrb-ii

hast aber ausser einer ablehnenden haltung gegenüber wölfen argumentativ auch nicht viel zu bieten, um die haltung sachlich zu untenmauern.

und dann hättest du auch gesehen, dass ich kein Wolfsgegner bin. Außerdem habe ich meine ablehnende Haltung begründet - im Gegensatz zu dir, wo ich auf eine fachlich fundierte Begründung deiner "Pro-Wolf-Haltung" warte.

bepe0905 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Das mit dem Bären war damals bei Bruno wirklich so, als der Jäger von verantwortungslosen Verbrechern Morddrohungen bekommen hat. Ich bin froh das es Momentan noch keine Lobby für einwandernde Bären gibt, ich würde es aber Deutschland glatt zutrauen. Die Sicherheit der Kinder wäre hier weniger Wert wie die von Bären.

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Channuschka
(@channuschka)
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Da Kinder heutzutage eh nicht mehr im Wald spielen dürfen, stören da auch Wolf und Bär nicht. Und es schadet auch nichts, wenn Kinder lernen Tiere zu respektieren. Ich hab auch schon als Kind beigebracht bekommen, dass ich vorsichtig sein muss, wenn ich Wildschweinspuren sehe und dann ja nicht den Weg verlassen sollte. Hilft auch beim Wolf. Die Tiere sind im Vergleich zu Kindern nämlich nachtaktiv.

channuschka antworten
Gelöschtes Profil
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Beiträge : 8051
Veröffentlicht von: @channuschka

Die Tiere sind im Vergleich zu Kindern nämlich nachtaktiv.

Kinder können sehr nachtaktiv sein. 😀

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Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 3267
Veröffentlicht von: @banji

Kinder können sehr nachtaktiv sein. 😀

Schon - aber die wenigsten sind das im Wald. Eher im elterlichen Schlafzimmer oder vor dem PC - je nach Alter 😉

channuschka antworten
Gelöschtes Profil
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Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 8051

Das Fehlen natürlicher Feinde ist auch das stärkste Argument gegen die augenblickliche Wolfsbegeisterung einiger kleiner Gruppen.

Würde der Wolf - so wie auch anderes Wild - bejagt werden dürfen, dann würde sich auch wieder eine normale Scheu vor Menschen bei den Tieren einstellen. Doch momentan spaziert immer mal wieder ein Wolf durch manches unserer Dörfer - wahrscheinlich auf der Suche nach dem letzten Einhorn.

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Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 3267
Veröffentlicht von: @banji

Das Fehlen natürlicher Feinde ist auch das stärkste Argument gegen die augenblickliche Wolfsbegeisterung einiger kleiner Gruppen.

Und dann gibt es da noch eine gewisse Art von "naturverbundenen" Männern, die Wölfe für die besseren Hund halte und mit denen man sich endlose Diskussionen antun muss, wenn man nicht ihrer Meinung ist.... Dabei gelten Wolfshybriden bis in die ich glaub siebte Generation ohne Wolf als Wildtiere und dürfen nicht im Haus gehalten werden. Und dass sicher nicht ohne Grund. Deren Meinung nach braucht der Wolf keine natürlichen Feinde.... und alle die im Wolf ein Raubtier sehen tun ihm Unrecht.

Veröffentlicht von: @banji

Würde der Wolf - so wie auch anderes Wild - bejagt werden dürfen, dann würde sich auch wieder eine normale Scheu vor Menschen bei den Tieren einstellen. Doch momentan spaziert immer mal wieder ein Wolf durch manches unserer Dörfer - wahrscheinlich auf der Suche nach dem letzten Einhorn.

Leider wurde das letzte einhorn schon vor dem Wolf ausgerottet 😉

Wölfe haben durchaus noch eine gute Scheu vor dem Menschen, die meisten zumindest. Bei den Weidetieren ist ja nachts kein Mensch. Es wäre sicher am besten, wenn man Wölfe schießt, diese in der Nähe von Weiden zu tun. Geht zwar nicht wegen der Tiere auf der Weide, aber die Wölfe würden vermutlich schnell lernen, dass Weiden gefährliche Orte für sie sind.

Ich bin zumindest der Meinung, dass für den Menschen das Wildschwein noch immer gefährlicher ist als der Wolf, wenn man ihm im Wald begegnet. Und Wildschwein kann man sogar noch Essen, wenn man es jagt. Inzwischen wohl sogar wieder in Teilen des Schwarzwaldes.

channuschka antworten
speedysweety
(@speedysweety)
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Und wie schnell sind die Menschen dann mit diesen Wolfshybriden überfordert, weil sie einfach ganz spezielle Bedürfnisse haben und eher wild geprägt sind...
Ich habe mal eine ganz interessante Doku über einen Mann angeschaut, der 2 Wolfshybriden hat, was der seinen "Hunden" bieten musste, könnte ich nie und nimmer bieten. Die haben auch draußen gelebt, drinnen hätten sie ihm vermutlich alles zerlegt.
So schön die Tiere auch sein mögen, aber ich persönlich sehe Wolfshunde als Haustiere kritisch. Aber insgesamt habe ich mich da zu wenig informiert, um mir da eine Meinung bilden zu können. Nicht jeder hält sie automatisch draußen. Aber in einem bin ich mir sicher: Unterschätzen sollte man diese Rasse nicht. Das ist kein "0815-Haushund".

speedysweety antworten
Channuschka
(@channuschka)
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Ich möchte doch mal sagen, dass Wolfshunde nicht gleichzusetzten ist mit Wolfshybriden. Es gibt einige anerkannte z.T. ziemlich alte Hunderassen, die Wolfshund heißen, wie z.B. der Irische Wolfshund oder der Russische Wolfshund. Diese Wolfshunde kann man als Haustiere halten und das einfacher als manch andere Rassen.

Ich hatte da schon öfter Diskussionen, da wir immer nur mittelgroße, bzw. einen kleinen Hund haben. Aber wie mein Cousin irgendwann erstaunt feststellte: "Das ist ja ein richtiger Hund! Nur der Köper zu klein!"
In meinem Heimatort läuft ein man mit einem sehr großen super lieben Schäferhundmischling rum, der behauptet, da sei der Vater ein echter Wolf. Wenn ich ehrlich bin hab ich es nie geglaubt. In dem Tier ist schon vom Aussehen her seit vielen Generationen kein Canis lupus mehr eingemischt.

Ansonsten sind es meistens Männer, die keine Ahnung von Hunden haben und nie einen Hund hatten, die mir sagen, dass alle Hunde nichts sind und nur Wolfshybriden wahre Begleiter 😐 Die sind auch meistens sehr ungehalten, wenn es um den Abschuss, der ihrer Meinung nach einzigen wahren Hunde geht. ... Haben glaub ich ein etwas zu romantisches Bild davon wie unsere Vorfahren vor Tausenden von Jahren, die ersten Wölfe domestiziert haben. So Indiandergeschichten Romantik, wie der Adler bei Yakari.
Schwarz und Rotwild finden dann aber zumindest zwei von den Herren mit denen ich geredet habe wiederrum sehr natürlich und gerne auch ohne Schonzeit, wenn sie Junge haben. Das sei doch alles nur Natur und weibliche Weichheit gegenüber den süßen Babys.

Bei den ganzen Diskussionen um den Tiere ist mir oft zu viel Extremismus dabei. Peta wollte mich mal davon überzeugen, dass die Nähe unserer Hunde zum Menschen unnatürlich sei und alle Hunde ausgewildert werden sollen (ist m.W. keine offizielle Meinung von Peta)...

Das Thema ist einfach tierisch kompliziert.... Wir sind einerseits auf unsere Kulturlandschaften, wie wir sie geschaffen haben angewiesen und andererseits wissen wir auch, was dabei alles kaputt geht/ging und merken, wie es uns wiederrum selbst schadet.

channuschka antworten
speedysweety
(@speedysweety)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 3741

Stimm, ich hätte mich da etwas differenzierter ausdrücken sollen, bzw. die Begriffe nicht vermischen.
Die Wolfshybriden, die hier in Deutschland geschossen werden, haben ja einen Wolf als Elterntier. Die Wolfsabstammung ist also direkt.
Die Wolfshunde, die ich in der Doku gesehen habe, die hatten einen Wolf in der Ahnenreihe eingekreuzt. Ich bin mir nicht mehr sicher, wie lange das zurücklag, vielleicht 6 Generationen? Erstaunlich fand ich da, wie die Hündin das typisch scheue vom Wolf noch immer hatte, obwohl der eingekreuzte Wolf schon so viele Generationen zurücklag.
Aber um mir eine wirkliche Meinung bilden zu können, kenne ich mich einfach zu wenig aus. Mir ist es nur immer wieder begegnet, dass Wolfshund mit einer Einkreuzung eines Wolfes vor einigen Generationen nicht zu unterschätzen sind in ihren Bedürfnissen und sich von normalen Haushunden abheben.

Die letzten beiden Hündinnen unserer Familie waren auch kleine bis mittelgroße Hündinnen und ich finde die Größe super. Es hat einfach viele Vorteile und ich finde es in manchen einfacher, ihnen gerecht werden zu können. Aber letzteres hängt ja auch viel von der Rasse ab.

Hunde auszuwildern ist mir auch zu extrem und ich finde es gut, dass es in Deutschland keine Straßenhunde gibt, wie in anderen Ländern. Das führt nur zu Konflikten zum Beispiel durch die schnelle Vermehrung und in vielen Ländern werden sie ja dann letztendlich auch getötet, u.a. weil die Tierheime voll sind. Gut, dass es sowas in Deutschland nicht gibt!

Veröffentlicht von: @channuschka

Wir sind einerseits auf unsere Kulturlandschaften, wie wir sie geschaffen haben angewiesen und andererseits wissen wir auch, was dabei alles kaputt geht/ging und merken, wie es uns wiederrum selbst schadet.

Dieser Absatz von Dir bringt es ziemlich gut auf den Punkt. Und es beschreibt auch gut meine innere Zerrissenheit bei Naturthemen.

speedysweety antworten
Sacred
 Sacred
(@sacred)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 79
Veröffentlicht von: @channuschka

So Indiandergeschichten Romantik, wie der Adler bei Yakari.

Klar haben Indianer Wölfe verehrt, wenn man genau hinschaut hat der Schamane dabei ein Wolfsfell auf dem Kopf und der ein oder andere große Krieger/Jäger hat sich ebenfalls mit Wolfsfell geschmückt. Verehren und Fell über die Ohren ziehen steht demnach durchaus in Einklang.

sacred antworten
speedysweety
(@speedysweety)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 3741
Veröffentlicht von: @sacred

Verehren und Fell über die Ohren ziehen steht demnach durchaus in Einklang

Das kommt auf die Kultur und die Lebensbedingungen an.

speedysweety antworten
Sacred
 Sacred
(@sacred)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 79

Ich schrieb nichts gegenteiliges. Aber wer bei Wölfen mit dem Indianer-Bruder-Wolf-Argument kommt, sollte das vielleicht im Hinterkopf haben.

sacred antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 3267

die Verehrung der Wölfe ist aber was anders als das wogegen ich mich gerichtet habe.... ich hätte auch den waschbär(?) bei Pocahontas nehmen können.... es geht um Wildtiere als treue Begleiter ohne Gefahr für den Menschen.... nicht um Indianer und deren Kultur

channuschka antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Stimmt, man vermutet auch das die Bestie in Frankreich vor 250 Jahren einer gewesen ist.

Grüße

Anonymous antworten
speedysweety
(@speedysweety)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 3741

Mitnichten wollte ich mit meiner Aussage, dass Wolfshybriden spezielle Bedürfnisse haben, aussagen, dass diese automatisch Bestien sind (außerdem habe ich auch eine falsche Bezeichnung gewählt, ich meinte eher einen Wolfshund). Wolfshybriden werden auch in Deutschland nicht geschossen, weil sie Bestien sind. Hier geht es eher um die Wolfspopulation und die Reinhaltung der Gene.

speedysweety antworten
LittleBat
(@littlebat)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 1813

Der Mythos mit der Bestie
Ich hab mal geschaut und hier den netten Artikel in der SZ gefunden. Da geht es um die
Die Bestie von Gévaudan

Wohl eher kein Wolf. Und auch kein Wolfshybride. Man vermutet einen jungen Löwen, entflohen aus einer damals gerade hippen Menagerie.

littlebat antworten
speedysweety
(@speedysweety)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 3741

Oh, interessant, Du bist auf einen Löwen gestoßen? Ich hab gestern auch versucht, etwas darüber rauszufinden (interessanterweise bin ich bei meiner Stichwortsuche erstmal auf schlimme Ereignisse durch Menschen verursacht gestoßen, aber das nur am Rande). Ich bin auf eine Vielzahl von Erklärungen und Vermutungen, die es gegeben hat, gestoßen, mindestens 10! Ein gutes Beispiel für eine solche Diskussion mit belegbaren Schlussfolgerungen sieht anders aus...Wenn man aber auf solche Geschichten seine Schlüsse aufbaut, dann Gute Nacht.

speedysweety antworten
LittleBat
(@littlebat)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 1813
Veröffentlicht von: @speedysweety

Oh, interessant, Du bist auf einen Löwen gestoßen?

In dem Artikel wurde jemand zitiert, der durch die Beschreibungen und die Verletzungen drauf kam (Kopf abgerissen und sowas), was schlicht und ergreifend nicht auf einen Wolf oder irgendwas wolfsähnliches tippen ließ, sondern eher auf ne Großkatze.

Veröffentlicht von: @speedysweety

Ein gutes Beispiel für eine solche Diskussion mit belegbaren Schlussfolgerungen sieht anders aus...Wenn man aber auf solche Geschichten seine Schlüsse aufbaut, dann Gute Nacht.

Japp. Aber die Geschichte ist zumindest unterhaltsam... 😊

littlebat antworten
MrOrleander
(@mrorleander)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 2148
Veröffentlicht von: @speedysweety

Er hat wohl selber nicht begriffen, wie paradox solche eine Aussage aus dem Mund eines Jägers ist, der nichts anderes macht als der Wolf.

Er mußte da auch nichts begreifen, weil jäger keine Massentöter sind, sprich: Sie verfallen nicht in einen Blutrausch und dezimieren dann womöglich innerhalb eines Abends eine komplette Schafherde, ohne deren Fleisch auch nur annähernd verwerten zu können.
Zum Jagen gehört verpflichtend auch die Hege. Jäger sind daran interessiert, auch im nächsten Jahr noch gesundes Wild zur Verfügung zu haben. All dies ist dem Wolf naturgemäß fremd.

Veröffentlicht von: @speedysweety

Da hätte er sich selber auch als Massenmörder bezeichnen müssen, wenn er konsequent gewesen wäre.

Bei allem Respekt, aber Du weißt offenkundig nicht, wovon Du sprichst.

mrorleander antworten
speedysweety
(@speedysweety)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 3741

Nun, er sagte das aber pauschal auf alle Wölfe und nicht bezogen auf einen einzelnen Vorfall. Dass Wölfe ganz viele Tiere töten wie im Schwarzwald ist nicht die Regel. Nur weil manche Menschen zu Massenmördern werden, sind auch nicht alle Menschen Massenmörder. Ich finde seine Aussage immer noch paradox.

speedysweety antworten
MrOrleander
(@mrorleander)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 2148
Veröffentlicht von: @speedysweety

Dass Wölfe ganz viele Tiere töten wie im Schwarzwald ist nicht die Regel.

Wenn sich die Gelegenheit bietet, ist solches Verhalten allerdings auch nicht unüblich, auch wenn es schon sein mag, daß der Wolf diesbezüglich nicht mit dem Marder zu vergleichen ist, der regelmäßig in den Blutrausch verfällt.

Veröffentlicht von: @speedysweety

Ich finde seine Aussage immer noch paradox.

Was genau findest Du denn daran paradox? Wie gesagt: Jäger sind schon aus purem Eigeninteresse heraus keine 'Massenmörder'. Davon abgesehen können sie ohnehin nicht frei schalten und walten, sondern sind an strickte Abschußpläne gebunden. Aktuell, wo politische Kräfte aufgrund der aus Polen nahenden Schweinepest nur zu gern hätten, daß Jäger jedes Wildschwein schießen, was sich bewegt, regt sich zum Teil heftige Gegenwehr aus der Jägerschaft, die so ein Verhalten mit waidmännischem Verhalten nicht in Einklang bringen können.

mrorleander antworten
speedysweety
(@speedysweety)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 3741

Weil der Vorwurf des Jägers an den Wolf war, dass dieser tötet. Das war seine Aussage im Kontext dieses Interviews, wie ich es verstanden habe. Der Jäger macht nichts anderes. Er tötet auch. Deswegen finde ich das paradox.

speedysweety antworten
MrOrleander
(@mrorleander)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 2148
Veröffentlicht von: @speedysweety

Weil der Vorwurf des Jägers an den Wolf war

Ich hatte Dich so verstanden, daß der Vorwurf war, daß sich der Wolf als Massenmörder aufführt.
Aber ok, dann war das wohl ein Mißverständnis.

mrorleander antworten
Sacred
 Sacred
(@sacred)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 79
Veröffentlicht von: @mrorleander

Sie verfallen nicht in einen Blutrausch und dezimieren dann womöglich innerhalb eines Abends eine komplette Schafherde, ohne deren Fleisch auch nur annähernd verwerten zu können.

Die Wölfe würden das meiste schon verwenden da sie auch Aasfresser sind und zu ihrer Beute zurückkehren, der Mensch räumt's halt auf.
Da treffen logisches Verhalten auf unnatürliche Bedingungen.

sacred antworten
speedysweety
Beiträge : 3741

Wozu genau willst Du das wissen? Wölfe stehen unter Naturschutz und sie außerhalb einer Abschussgenehmigung zu töten (und die bekommt ganz sicher kein "normaler " Bürger) ist illegal. Von daher wird es wohl keine legale Wolfsfallen zum Kaufen geben.

speedysweety antworten
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Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 8051

Ich habe auch nicht Absicht, eine Wolfsfalle zu kaufen.

Mir ging die Frage nur durch den Kopf, ob es sowas gibt.

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speedysweety
(@speedysweety)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 3741
Veröffentlicht von: @banji

Ich habe auch nicht Absicht, eine Wolfsfalle zu kaufen.

Gut!

speedysweety antworten


Channuschka
Beiträge : 3267

Michel
Michel von Lönneberga hat mal eine gebaut - allerdings darin nur die fieße Leiterin des Armenhaus gefangen....

Und was Mufflons angeht - der Wolf hat das Gleichgewicht der Natur hergestellt und die Mufflons ihrem Zweck zugeführt. Schließlich wurden sie ja zum Jagen angeschafft und ausgwildert. Nur das er sich vermutlich das Geweih nicht an die Wand gehängt hat. Ich vermute die leicht zu jagende Mufflonpopulation hat dem Wolf auch zu einer besseren Vermehrung und Ansiedlung verholfen. Jetzt haben halt die armen Jäger gerade nichts zum Schießen. Wobei ich auch schon Wolfsexperten gehört habe, die der Meinung waren, dass wir auf Dauer nicht drumrum kommen werden, einzelne Wölfe zu schießen. Einfach damit sie ihre Scheu behalten und der Mensch für sie Gefahr bleibt.

Ob die Wölfe auch die Waschbären ausrotten, daran zweifel ich. Die sind wehrhafter und fliehen besser als Mufflons. Und kommen aus Gebieten, wo Wolf und Bäre und sonstige Feinde dazu gehören und die Landschaft der unseren ähnelt. Dezimieren schaffen sie aber vielleicht. Jetzt wo das Mufflon weg ist, müssen sie ja was anderes fressen.
Gegen die Wildschweine hilft uns der Wolf aber wahrscheinlich nicht. Da ist der Winter nicht hart genug und die Wildschweine für den Wolf zu gefährlich und zu schwer zu jagen.

Intressant wird es wahrscheinlich erst, wenn der Wolf in die Städte kommt. immerhin gibt es ja auch Stadtfüchse - und da leben fünfmal mehr in einem Revier als auf dem Land, weil das Nahrungsangebot in der Stadt besser ist. Also, die Gefahr, dass der Wolf das auch mitbekommt ist sicher gegeben. Vorallem wenn er lernt, dass der Mensch ihm nichts tut.

Die Landwirtschaft muss wohl oder übel lernen mit dem Wolf zu leben, wenn wir ihn nicht wieder ausrotten wollen. Dazu müsste man eben vielleicht manch anderes Gesetzt überarbeiten (z.b. in Bezug auf Herdenschutzhunde, die wie ich gehört habe, wohl nach Tierschutzverordnung tagsüber von der Herde ganz getrennt werden müssen und es nicht ausreicht, wenn sie sich nur im Schäferwagen ausruhen, was wohl gerade Wanderschäfern weitere Probleme bereitet) und sich für manche Probleme neue Lösungen einfallen lassen. Vieles hat nur deswegen die letzten 100 Jahre so gemacht werden können, weil es eben keinen Wolf gab.

Veröffentlicht von: @banji

In unserem Kirchenwald ist es totenstill geworden, seitdem die Wölfe da drin sind. Deswegen ...

Also, wenn es still wird im Wald würde ich eher auf Katzen als auf Wölfe tippen....

channuschka antworten
28 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @channuschka

Michel von Lönneberga hat mal eine gebaut - allerdings darin nur die fieße Leiterin des Armenhaus gefangen....

Wenn ich mich recht erinnere, traf er damit genau die Richtige ...

Anonymous antworten
speedysweety
(@speedysweety)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 3741
Veröffentlicht von: @channuschka

Die Landwirtschaft muss wohl oder übel lernen mit dem Wolf zu leben, wenn wir ihn nicht wieder ausrotten wollen. Dazu müsste man eben vielleicht manch anderes Gesetzt überarbeiten (z.b. in Bezug auf Herdenschutzhunde, die wie ich gehört habe, wohl nach Tierschutzverordnung tagsüber von der Herde ganz getrennt werden müssen und es nicht ausreicht, wenn sie sich nur im Schäferwagen ausruhen, was wohl gerade Wanderschäfern weitere Probleme bereitet)

Das ist das erste Mal, dass ich das höre. Ich habe mich mit dem Thema Herdenschutzhunde etwas auseinandergesetzt, aber das ist mir noch nie begegnet, kann das Bundeslandabhängig sein? Wenn das wirklich so wäre, dann fände ich das paradox. Gerade bei Herdenschutzhunden ist es doch so, dass sie das tun, was ihrer Natur entspricht und sie auslastet. Herdenschutzhunde in ihrer Funktion zu halten ist für mich artgerecht, seit wann braucht man eine Pause, wenn man seiner Art entsprechend lebt? Zumal ich denke, sie sind tagsüber ohnehin nicht so gefordert, die Wölfe werden doch eher nachts kommen...

Das, was mir bei der Auseinandersetzung zum Thema Herdenschutzhunde begegnet ist, war, dass man sie mind. zu zweit halten soll. Sie sind ja Rudeltiere und haben den Mensch kaum um sich, sondern eine Herde Schafe, deswegen würden sie einen Artgenossen brauche.

Und auch abseits dieses Arguments macht das Sinn, ein einziger Herdenschutzhund kann ja nicht überall gleichzeitig sein, wenn ein Rudel Wölfe kommt. Und Wölfe gehen ja auch gerne den Weg, der am ungefährlichsten für sie ist wegen der Verletzungsgefahr, die überlegen sich zweimal, ob sie sich mit 2 großen Herdenschutzhunden anlegen.

speedysweety antworten
LittleBat
(@littlebat)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 1813

Herdenschutzhunde
Ich hab nur das hier gefunden. Da war das Problem wohl, dass die Nachbarschaft (wahrscheinlich Menschen) gestört wurde, durch die Bellerei aus dem Winterstall...
Hab aber ausschließlich das Kapitel mit den Hunden gelesen.

https://baden-wuerttemberg.nabu.de/imperia/md/content/badenwuerttemberg/themen/praktischernaturschutz/abschlussbericht_herdenschutz.pdf

littlebat antworten
speedysweety
(@speedysweety)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 3741

Danke fürs recherchieren, das schaue ich mir mal in Ruhe an!

speedysweety antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 3267

Den konkreten Fall ahb ich nicht gefunden, aber einen Artikel zur Haltung von Herdenschutzhunden und dem Tierschutzgesetzt.
Ich vermute genau darauf hat sich auch der Fall bezogen. Zumindest das Bundesland passt.

Veröffentlicht von: @speedysweety

Das, was mir bei der Auseinandersetzung zum Thema Herdenschutzhunde begegnet ist, war, dass man sie mind. zu zweit halten soll. Sie sind ja Rudeltiere und haben den Mensch kaum um sich, sondern eine Herde Schafe, deswegen würden sie einen Artgenossen brauche.

Naja - ganz ungefährlich sind Herdenschutzhunde nicht. Zwar ist es sicher besser sie als Arbeitshunde als als Begleiter für den Menschen zu halten, aber sie brauchen in der Haltung schon viel Hundeerfahrung. Sie sind eben für selbständiges Arbeiten gezüchtet und nicht so sehr auf Kooperation mit dem Menschen aus.

Und es bleibt immer das Problem, dass die Weiden an Feldwege grenzen, die auch von Spaziergängern und Hundehaltern gerne genutzt werden und der Herdenschutzhund sich eben nicht denkt:"Der Kollege ist an der Leine, den greif ich nicht an" Sondern nur sieht, dass da zwischen möglichem Angreifer und seiner Herde keine zwei Meter sind. Daher sind Herdenschutzhunde sicher nicht die allerbeste Lösung. Vorallem nicht in allen Gebieten.
Dann geht zwar kein Wolf mehr an die Schafe, aber für die Allgemeinheit wird es gefährlicher - und mir reicht der Wanderschäfer, der manchmal seinen Hütehund alleine mit der Herde lässt für kurze Zeit. Da musste ich schon hin und wieder einen Umweg gehen bei der Gassirunde (und wir haben unsere Hunde immer an der Leine in der Nähe von Weiden, allein schon, weil Opa mehrer Schafe durch Hunde verloren hat - und weil die blöden Viecher danach Panik bekommen haben, wenn ein Hund entfernt gebellt hat und sich dann im Zaun erhängt haben. Dabei sind unsere derzeitigen Hunde keine Gefahr für Schafe, Ziegen und Co - der Jaghundmischling hat Angst vorallem was größer ist als ein Hase und der Minihund hat keinen Jagdtrieb und ist 99,999% (100% geht bei keinem Hund) abrufbar).

channuschka antworten
speedysweety
(@speedysweety)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 3741

Danke für den interessanten Artikel, das hatte ich zuvor nicht auf dem Schirm. Hört sich so an, als würde es Sinn machen, die Verordnung zu überarbeiten und auch an den Herdenschutz anzupassen!

Herdenschutzhunde brauchen Hundeerfahrung, dem würde ich auch zustimmen.

Veröffentlicht von: @channuschka

Und es bleibt immer das Problem, dass die Weiden an Feldwege grenzen, die auch von Spaziergängern und Hundehaltern gerne genutzt werden und der Herdenschutzhund sich eben nicht denkt:"Der Kollege ist an der Leine, den greif ich nicht an" Sondern nur sieht, dass da zwischen möglichem Angreifer und seiner Herde keine zwei Meter sind

So wie ich das bisher gesehen habe, gehen die Herdenschutzhunde an den Zaun der Weide, wenn sie Mensch und Hund sehen und verbellen dann. Gefährlicher wird es eher innerhalb der Weide und da hat weder Hund noch Mensch was zu suchen.

Veröffentlicht von: @channuschka

und wir haben unsere Hunde immer an der Leine in der Nähe von Weiden, allein schon, weil Opa mehrer Schafe durch Hunde verloren hat - und weil die blöden Viecher danach Panik bekommen haben, wenn ein Hund entfernt gebellt hat und sich dann im Zaun erhängt haben

😨😨 Krass! Ich kann das teilweise nur bedingt verstehen, dass Hunde Schafe reißen können und Du schreibst ja, dass er gleich mehrere Schafe durch Hunde verloren hat. Sind die Hunde von zuhause abgehauen oder haben die Menschen sie einfach nicht an die Leine genommen? Wenn es doch klar ist, dass der Hund ein Schaf reißen kann, dann gehört der Hund an die Leine in Weidegebieten. Für ich ist das eine Horrorvorstellung, wenn unsere Hündin ein Schaf reisen würde.

Veröffentlicht von: @channuschka

. Dabei sind unsere derzeitigen Hunde keine Gefahr für Schafe, Ziegen und Co - der Jaghundmischling hat Angst vorallem was größer ist als ein Hase und der Minihund hat keinen Jagdtrieb und ist 99,999% (100% geht bei keinem Hund) abrufbar).

Unsere Hündin ist da auch keine Gefahr, das würde der gar nicht einfallen, Schafe anzugreifen (sie ist aber auch nicht so groß). Derletzt ist mal eine ganze Rehherde vor uns weggerannt, sie war ziemlich verdutzt, was da plötzlich so rennt 😀 Netterweise ist sie auch brav bei mir geblieben und hat halt dumm aus der Wäsche geschaut 😎
Bei uns in der Nähe gibt es 2 Ziegen mit langen Hörnern, da freut sie sich, wenn sie die sieht und winselt z.T. vor Freude 😀 Andere Vierbeiner sind bei ihr angesagt. Dass diese die Freude nicht teilen und sie auf die Hörner nehmen würden, schnallt sie natürlich nicht 😉 Aber deswegen hat sie ja in dem Gehege auch nichts verloren 😊

speedysweety antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 3267
Veröffentlicht von: @speedysweety

Herdenschutzhunde brauchen Hundeerfahrung, dem würde ich auch zustimmen.
So wie ich das bisher gesehen habe, gehen die Herdenschutzhunde an den Zaun der Weide, wenn sie Mensch und Hund sehen und verbellen dann. Gefährlicher wird es eher innerhalb der Weide und da hat weder Hund noch Mensch was zu suchen.

Ich wäre trotzdem dankbar, wenn der Zaun wenigstens noch ein Meter vom Wegrand entfernt ist. Denn Hunde sind keine Wölfe und rennen daher nicht weg, wenn der Kollege bellt. Erstrecht nicht an der Leine. Also, ungefährlich wird das sicher nicht - und auf die Wanderschäfer kann ich mich oft nicht mal einstellen, weil ich nicht weiß, wann die da sind...javascript:jdeEDITOR.copy(1);

Veröffentlicht von: @speedysweety

😨😨 Krass! Ich kann das teilweise nur bedingt verstehen, dass Hunde Schafe reißen können und Du schreibst ja, dass er gleich mehrere Schafe durch Hunde verloren hat. Sind die Hunde von zuhause abgehauen oder haben die Menschen sie einfach nicht an die Leine genommen? Wenn es doch klar ist, dass der Hund ein Schaf reißen kann, dann gehört der Hund an die Leine in Weidegebieten. Für ich ist das eine Horrorvorstellung, wenn unsere Hündin ein Schaf reisen würde.

Wenn wir das wüssten woher die Hunde kamen! Wir wissen nur, dass es ziemlich sicher kein Wolf war, denn die waren damals noch nicht in BaWü gesichtet worden.

Veröffentlicht von: @speedysweety

Unsere Hündin ist da auch keine Gefahr, das würde der gar nicht einfallen, Schafe anzugreifen (sie ist aber auch nicht so groß). Derletzt ist mal eine ganze Rehherde vor uns weggerannt, sie war ziemlich verdutzt, was da plötzlich so rennt 😀 Netterweise ist sie auch brav bei mir geblieben und hat halt dumm aus der Wäsche geschaut 😎
Bei uns in der Nähe gibt es 2 Ziegen mit langen Hörnern, da freut sie sich, wenn sie die sieht und winselt z.T. vor Freude 😀 Andere Vierbeiner sind bei ihr angesagt. Dass diese die Freude nicht teilen und sie auf die Hörner nehmen würden, schnallt sie natürlich nicht 😉 Aber deswegen hat sie ja in dem Gehege auch nichts verloren 😊

Minihund findet Schafe toll zum Spiele - macht Spielaufforderung und rennt auf sie zu und wieder zurück, selbst wenn sie an der Leine ist. Auch unser erster Hund hat mehrfach Schafe zum Spielen aufgefordert - also, Spielaufforderung und dann wegrennen und das Schaf sollte ihn jagen. Das Schaf hat ihn nur blöd angeschaut 😀
Auf Ziegen haben allerdings weder unser alter Hund noch der Minihund wirklich reagiert. Mini schaut sie sich aber gerne an. Die kommt aber auch gernen mit in den Zoo oder beobachtet Meerschweinchen im Käfig ohne jagen zu wollen.
Naja - und der Jagdhundmischling, der hat halt Angst vor Schafen, Ziegen und Rehen. Da muss man aufpassen, dass er nicht in Panik davon rennt. Allerdings nimmt er dann wiederum die Spur von Rehen auf und würde ihr nachgehen. Bisher hat er allerdings nur Mäuse, Eidechsen und Grashüpfer erlegt. Das geht nämlich leider auch an der Leine, wenn Mensch zu langsam reagiert.

channuschka antworten
speedysweety
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Veröffentlicht von: @channuschka

Ich wäre trotzdem dankbar, wenn der Zaun wenigstens noch ein Meter vom Wegrand entfernt ist. Denn Hunde sind keine Wölfe und rennen daher nicht weg, wenn der Kollege bellt. Erstrecht nicht an der Leine. Also, ungefährlich wird das sicher nicht - und auf die Wanderschäfer kann ich mich oft nicht mal einstellen, weil ich nicht weiß, wann die da sind..

Nein, das stimmt, die Hunde rennen da nicht weg, eher bei Gelegenheit noch hin 😐

Veröffentlicht von: @channuschka

Minihund findet Schafe toll zum Spiele - macht Spielaufforderung und rennt auf sie zu und wieder zurück, selbst wenn sie an der Leine ist. Auch unser erster Hund hat mehrfach Schafe zum Spielen aufgefordert - also, Spielaufforderung und dann wegrennen und das Schaf sollte ihn jagen. Das Schaf hat ihn nur blöd angeschaut 😀

😀 😀 😀 Hunde sind echt geniale Tiere 😀 Immer wieder für Lacher gut 😀

Veröffentlicht von: @channuschka

Naja - und der Jagdhundmischling, der hat halt Angst vor Schafen, Ziegen und Rehen.

Irgendwie lustig, dass ein Jagdhundmischling Angst vor Rehen hat 😀

Veröffentlicht von: @channuschka

Bisher hat er allerdings nur Mäuse, Eidechsen und Grashüpfer erlegt. Das geht nämlich leider auch an der Leine, wenn Mensch zu langsam reagiert.

Unsere jagt auch gerne Mäuse, bisher hat sie aber noch keine erwischt. Als sie noch jünger war, hat sie mit großer Begeisterung und Hingabe in Mäuselöchern gegraben. 😀 Da konnte sie auch eine halbe Stunde dran rumbuddeln. Hat nur nichts gebracht, außer einer dreckigen Nase 😀

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Channuschka
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ot Hunde

Veröffentlicht von: @speedysweety

Nein, das stimmt, die Hunde rennen da nicht weg, eher bei Gelegenheit noch hin 😐

Wobei das Hinrennen sich ja dank Leine und Erziehung gut verhindern lässt.

Veröffentlicht von: @speedysweety
Veröffentlicht von: @###user_nicename###

Naja - und der Jagdhundmischling, der hat halt Angst vor Schafen, Ziegen und Rehen.

Irgendwie lustig, dass ein Jagdhundmischling Angst vor Rehen hat 😀

Ist auch nicht schussfest - da weiß man dann auch warum sie im Tierheim gelandet ist. Ich bin tatsächlich stolz, wie gut mein Bruder und seine Frau den Hund erzogen haben. Ich weiß, aber auch wie viel Arbeit darin steckt. Und zumindest bei uns in der Familie hört sie inzwischen auf jeden gut - auch wenn freilassen, wegen des Jagtriebs immer so ne Sache für sich ist.

Veröffentlicht von: @speedysweety

Unsere jagt auch gerne Mäuse, bisher hat sie aber noch keine erwischt. Als sie noch jünger war, hat sie mit großer Begeisterung und Hingabe in Mäuselöchern gegraben. 😀 Da konnte sie auch eine halbe Stunde dran rumbuddeln. Hat nur nichts gebracht, außer einer dreckigen Nase 😀

Unser erster Hund hat mal auf der Terrasse mit der Pfote ne Maus erschlagen. Sein trauriger Blick als er feststellte, dass die Maus tot ist, war unschlagbar. War ein Hütehut und wollte die Maus nicht töten.

Der Jagdhund hat tatsächlich mal eine bekommen beim Graben - öfter sind die Mäuse aber durch ein anderes Loch entkommen. Ich hab aber auch mal zwei Golden Retriever beobachtet, die gemeinsam Mäuse gejagt haben, der eine hat gebuddelt und der andere saß vor dem anderern Loch und hat die Maus erlegt, die rauskam. Vermutlich hätten er auch die Maus gefressen, aber an der Stelle haben die Besitzer der Hunde eingegriffen 😀

channuschka antworten
speedysweety
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Veröffentlicht von: @channuschka

. Und zumindest bei uns in der Familie hört sie inzwischen auf jeden gut - auch wenn freilassen, wegen des Jagtriebs immer so ne Sache für sich ist.

Das ist tatsächlich nicht selbstverständlich, dass sie auch noch auf so viele verschiedene Personen so gut hört!

Veröffentlicht von: @channuschka

Unser erster Hund hat mal auf der Terrasse mit der Pfote ne Maus erschlagen. Sein trauriger Blick als er feststellte, dass die Maus tot ist, war unschlagbar. War ein Hütehut und wollte die Maus nicht töten.

😀 😀 Ich weiß gar nicht, wie unsere Hündin reagieren würde, wenn sie wirklich eine getötet hätte 😀 Ich weiß nicht, ob sie das so einordnen könnte. Interessant finde ich, dass vor langer Zeit ihre Rasse tatsächlich ursprünglich zur Mäuse-/Rattenjagd benutzt wurde. Obwohl das so lange her ist, steckt das noch in ihr, auch wenn es mit zunehmendem Alter nachlässt.

Veröffentlicht von: @channuschka

Ich hab aber auch mal zwei Golden Retriever beobachtet, die gemeinsam Mäuse gejagt haben, der eine hat gebuddelt und der andere saß vor dem anderern Loch und hat die Maus erlegt, die rauskam.

Wow, das war ja richtige Teamarbeit. Ich habe mal eine Versuchsreihe gesehen, da wurden Hunde mit Wölfen verglichen bzgl. Zusammenhänge begreifen und Teamarbeit. In beiden Fällen haben die Wölfe die Aufgaben lösen können, die Hunde nicht. Hätten sie mal besser diese beiden Golden Retriever genommen, vielleicht wäre das Ergebnis besser für die Hunde ausgefallen 😀

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Channuschka
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Veröffentlicht von: @speedysweety
Veröffentlicht von: @speedysweety

. Und zumindest bei uns in der Familie hört sie inzwischen auf jeden gut - auch wenn freilassen, wegen des Jagtriebs immer so ne Sache für sich ist.

Das ist tatsächlich nicht selbstverständlich, dass sie auch noch auf so viele verschiedene Personen so gut hört!

Es ist auch ein Wunder, dass sie überhaupt so gut eine Bindung aufgebaut hat. wobei man den Unterschied zu Minihund, die mit acht Monaten von einer Pflegestation zu uns kam doch merkt. Wobei die beiden auch ganz unterschiedliche Charaktere sind, das liegt zwar viel an den Rassen, aber doch auch am individuellen Charakter. Minihund geht viel selbstbewusster (nicht dominant) durchs Leben.

Veröffentlicht von: @speedysweety

Wow, das war ja richtige Teamarbeit. Ich habe mal eine Versuchsreihe gesehen, da wurden Hunde mit Wölfen verglichen bzgl. Zusammenhänge begreifen und Teamarbeit. In beiden Fällen haben die Wölfe die Aufgaben lösen können, die Hunde nicht. Hätten sie mal besser diese beiden Golden Retriever genommen, vielleicht wäre das Ergebnis besser für die Hunde ausgefallen 😀

Ich vermute, dass es bei Hunden ganz stark auf die Rasse ankommt, wie teamfähig sie sind. Und wie beim Menschen kommt es sicher auch drauf an sehr sie sich sonst mögen und auf den speziellen Charakter. Und da der Hund was Emotionen und Sprach angeht im Gehirn wohl ähnlich wie der Mensch aufgebaut ist (hat sich parallel entwickelt), wäre es auch intressant zu wissen, wie sowas sich dann auf teamfähigkeit auswirkt. Das ist ja viel mehr als Intelligenz. Allerdings sind die Wölfe auch eher auf ihr Rudel angewiesen und daher zur Teamarbeit zumindest in Ausnahmen gezwungen, während unsere Hunde das ja auch in den seltesten Fällen brauchen. Viele Rassen sind ja auf die kooperation mit dem Menschen gezüchtet und nicht untereinander.

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speedysweety
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Hund/Wolf
Würdest Du dann sagen, die Jagdhündin ist unsicherer? Unsere Hündin war fast 5, als sie in die Familie gekommen ist, hatte durch unglückliche Lebensumstände (Krankheit älteres Frauchen, Scheidung eines Ehepaares, verschiedene Vermittlungsstationen) leider schon viele Bezugspersonen und ist entsprechend anhänglich.

Veröffentlicht von: @channuschka

Viele Rassen sind ja auf die kooperation mit dem Menschen gezüchtet und nicht untereinander.

Interessanterweise hat sich das auch bei dem einen Versuch gezeigt, als es ums Kombinieren ging. Nachdem der Hund es nicht hinbekommen hat, ist er zum Mensch und hat da um Hilfe "gefragt". Das merke ich auch bei unserer Hündin. Sie versucht etwas, wenn es nicht klappt, kommt sie zu mir und kommuniziert und will Hilfe.
Dem Wolf ist so ein "nachfragen" nicht eingefallen. Der hat genau beobachtet, was ihm von einem Hund, der das trainiert hatte, vorgemacht wird und hat es einfach nachgemacht.

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Channuschka
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Veröffentlicht von: @speedysweety

Würdest Du dann sagen, die Jagdhündin ist unsicherer? Unsere Hündin war fast 5, als sie in die Familie gekommen ist, hatte durch unglückliche Lebensumstände (Krankheit älteres Frauchen, Scheidung eines Ehepaares, verschiedene Vermittlungsstationen) leider schon viele Bezugspersonen und ist entsprechend anhänglich.

Die Jagdhündin ist definitiv unsicherer. Es wurde vermutet, dass sie bevor sie mit 1,5 Jahren zu meinem Bruder kam überhaupt keine Bezugspersonen hatte, sondern eben als jagduntauglich erst im Zwinger und dann im Tierheim gelandet ist. Sie hat also in der wichtigsten Zeit keine Bindung aufgebaut und das wirkt sich auch bei Hunden aufs ganze Leben aus. Der Hund hat einen unglaublichen will-to-please. Das tut einem manchmal fast schon leid. Leider hat sie auch die Sturheit des Terrier. Manchmal eine ganz lustige Kombi - z.B. als sie sich weigerte Platz zu machen, nach fünf Minuten sich dann eingerollt hinlegen wollte und auf halber Strecke runter festgestellt hat, dass das ja gehorchen wäre. Sie ist dann noch ein paar Minuten in einer sehr unbequemen Position auf halber Strecke nach unten verblieben, bevor sie sich hingelegt hat. Kommt zwar nur noch selten vor, dass man solange mit ihr kämpfen muss bis sie hört - aber hin und wieder schon. Und im Vergleich zu Minihund braucht sie ganz klare Regeln und Konsequenz. Bei Mini muss man zwar auch sehr aufpassen, dass sie einem nicht auf der Nase rumtanzt - sie hat auf z.B. Spaziergängen immer eigene Ideen für neue Wege und dann steht man mal ne viertel Stunde an ner Kreuzung - aber wenn man ihr mal was durchgehen lässt, ändert das für sie nicht das ganze System. Sie kommuniziert auch viel mehr mit uns - ist halt ein Hund gezüchtet "um der Prinzessin die Füße warm zu halten" wie meine Schwester es so schön ausdrückt. Also, zumindest die Mama war so eine Rasse. Papa war Zwergpudel (wobei ich sage es muss ein Toypudel gewesen sein, so klein wie der Hund ist).

Ich finde das total intressant wie unterschiedlich Hunde von ihrem Charakter her sind. Klar macht auch ihre persönliche Geschichte was aus und ihre Rasse, aber doch ist kein Hund wie der andere - und der erste immer der beste 😊

Ich finde es auch so spannend, wie Hunde auf uns Menschen geprägt sind. Und zwar so eng. Hunde machen wohl auch unnötige Handlungen nach, wenn ihre menschen ihnen das immer so vor machen, z.B. auf ein Blatt Papier tippen bevor man das Leckerli nimmt. Und zwar in gleichem Maße wie Kleinkinder (also nicht jeder). Eine Eigenschaft die man bisher nur dem Menschen zugeordnet hat.
Total spannend, wie sich die tausende von Jahren zusammen leben und arbeiten auf beide Spezien ausgewirkt hat.

channuschka antworten
speedysweety
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Hunde

Veröffentlicht von: @channuschka

Es wurde vermutet, dass sie bevor sie mit 1,5 Jahren zu meinem Bruder kam überhaupt keine Bezugspersonen hatte, sondern eben als jagduntauglich erst im Zwinger und dann im Tierheim gelandet ist.

Traurig 🙁 Gut, dass sie zu Deinem Bruder gekommen ist!

Veröffentlicht von: @channuschka

Manchmal eine ganz lustige Kombi - z.B. als sie sich weigerte Platz zu machen, nach fünf Minuten sich dann eingerollt hinlegen wollte und auf halber Strecke runter festgestellt hat, dass das ja gehorchen wäre. Sie ist dann noch ein paar Minuten in einer sehr unbequemen Position auf halber Strecke nach unten verblieben, bevor sie sich hingelegt hat.

Das hört sich wirklich lustig an 😀

Veröffentlicht von: @channuschka

Ich finde das total intressant wie unterschiedlich Hunde von ihrem Charakter her sind. Klar macht auch ihre persönliche Geschichte was aus und ihre Rasse, aber doch ist kein Hund wie der andere - und der erste immer der beste 😊

Ja, Hunde können sehr unterschiedlich sein. Unsere jetzige Hündin unterscheidet sich auch von ihrer Vorgängerin. Klar vergleicht man immer wieder automatisch, aber ich bin mit den Jahren zu dem Schluß gekommen, dass jede eine ganz eigene Persönlichkeit hat(te). Jeder war/ist ein eigenes Individuum, und jede toll auf ihre Art und Weise.

Veröffentlicht von: @channuschka

Ich finde es auch so spannend, wie Hunde auf uns Menschen geprägt sind. Und zwar so eng. Hunde machen wohl auch unnötige Handlungen nach, wenn ihre menschen ihnen das immer so vor machen, z.B. auf ein Blatt Papier tippen bevor man das Leckerli nimmt. Und zwar in gleichem Maße wie Kleinkinder (also nicht jeder). Eine Eigenschaft die man bisher nur dem Menschen zugeordnet hat.

Unsere jetzige Hündin beobachtet auch sehr genau und ich habe auch den Eindruck, dass sie sich auf jedes der Familienmitglieder extra einstellt. Bei mir versucht sie andere Dinge als z.B. bei ihrem Herrchen.

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Channuschka
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Veröffentlicht von: @speedysweety

Traurig 🙁 Gut, dass sie zu Deinem Bruder gekommen ist!

Ich glaub, die im Tierheim haben sich gedacht, sie versuchen es mal. Er hat Hundeerfahrung und die beiden sind sehr sportlich und können den Hund auslasten.... Wobei man ihr inzwischen die fünf Jahre anmerkt.

Veröffentlicht von: @speedysweety

Ja, Hunde können sehr unterschiedlich sein. Unsere jetzige Hündin unterscheidet sich auch von ihrer Vorgängerin. Klar vergleicht man immer wieder automatisch, aber ich bin mit den Jahren zu dem Schluß gekommen, dass jede eine ganz eigene Persönlichkeit hat(te). Jeder war/ist ein eigenes Individuum, und jede toll auf ihre Art und Weise.

In meinem Heimatort gibt es einen Mann, der schon immer Boxer hatte. Die waren immer super erzogen und er hatte sie auf den Feldern freilaufen. Seinen jetztigen hat er immer a der Leine, weil er sonst jagd und seine eigenen Wege geht. Und der hat den Hund sehr sicher nicht anders erzogen als die Vorgänger.
Aber ist ja auch die eigene Persönlichkeit, die zumindest ich an den Hunden schätze und was sie ausmacht als Begleiter.

Veröffentlicht von: @speedysweety

Unsere jetzige Hündin beobachtet auch sehr genau und ich habe auch den Eindruck, dass sie sich auf jedes der Familienmitglieder extra einstellt. Bei mir versucht sie andere Dinge als z.B. bei ihrem Herrchen.

Klar, Hunde haben sehr schnell raus bei wem was geht und wer welches Verhalten nicht sehen darf 😀

channuschka antworten
speedysweety
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Die eigene Persönlichkeit ist das, was den Hund ausmacht, sonst wären ja alle gleich 😊 Ich finde es auch gut, dass sie so verschieden sind. Bei der jetzigen Hündin genieße ich, dass sie eine ziemliche Schmusehündin ist. Das war die letzte bei mir nicht so sehr 😊 Und sie war trotzdem auch toll 😊

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Sacred
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Veröffentlicht von: @channuschka

Naja - ganz ungefährlich sind Herdenschutzhunde nicht. Zwar ist es sicher besser sie als Arbeitshunde als als Begleiter für den Menschen zu halten, aber sie brauchen in der Haltung schon viel Hundeerfahrung. Sie sind eben für selbständiges Arbeiten gezüchtet und nicht so sehr auf Kooperation mit dem Menschen aus.

Jepp

Veröffentlicht von: @channuschka

und der Herdenschutzhund sich eben nicht denkt:"Der Kollege ist an der Leine, den greif ich nicht an" Sondern nur sieht, dass da zwischen möglichem Angreifer und seiner Herde keine zwei Meter sind.

Macht die Sache für den HSH anstrengend. Aber diese Hunde sind weniger auf Angriff aus als auf dicke Hose machen, würden die Leute einfach weitergehen - alles in Butter, mehr will der Hund nicht. Wenn dann aber die Leute stehen bleiben, den Hund zulabern und vielleicht der eigene Hund, meistens ist der allerdings klüger als der Halter und will nur weg, "Hallo" sagen soll, wird's kompliziert.

sacred antworten
speedysweety
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Veröffentlicht von: @sacred

Macht die Sache für den HSH anstrengend. Aber diese Hunde sind weniger auf Angriff aus als auf dicke Hose machen, würden die Leute einfach weitergehen - alles in Butter, mehr will der Hund nicht. Wenn dann aber die Leute stehen bleiben, den Hund zulabern und vielleicht der eigene Hund, meistens ist der allerdings klüger als der Halter und will nur weg, "Hallo" sagen soll, wird's kompliziert.

Ich glaube, das beschreibt manche Situationen ziemlich treffend 😀

speedysweety antworten
Sacred
 Sacred
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Veröffentlicht von: @speedysweety

Zumal ich denke, sie sind tagsüber ohnehin nicht so gefordert, die Wölfe werden doch eher nachts kommen...

Wölfe sind flexibel (und intelligent) ist der HSH tagsüber in der Pause, oder werden die Tiere nachts aufgestallt, kommen sie halt tagsüber.

Veröffentlicht von: @speedysweety

Und auch abseits dieses Arguments macht das Sinn, ein einziger Herdenschutzhund kann ja nicht überall gleichzeitig sein, wenn ein Rudel Wölfe kommt. Und Wölfe gehen ja auch gerne den Weg, der am ungefährlichsten für sie ist wegen der Verletzungsgefahr, die überlegen sich zweimal, ob sie sich mit 2 großen Herdenschutzhunden anlegen.

Es soll auch Wölfe geben die HSH sehr lecker finden.

Jedenfalls ist der Stand des HSH in unserer Gesellschaft recht kompliziert. In anderen Ländern ist der Job wesentlich einfacher.

sacred antworten
speedysweety
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Wölfe sind auf jeden Fall sehr intelligent lernfähig, was ihre Beute betrifft, das stimmt.
Ich habe mal in einer Doku etwas gesehen, das mich total fasziniert hat. Da ging es um Wölfe, ich glaube in Kanada. Diese Wölfe haben sich ihrer Umgebung angepasst und gerne Lachs gefangen und verspeist. Allerdings war der Lachs mit einem Wurm befallen, der sehr gefährlich für die Wölfe war. Der Lachskopf war gefährlich, der Körper nicht. Man hat sich dann gewundert, warum lauter Lachsköpfe in der Gegend rumliegen. Die Wölfe haben irgendwie geschnallt, dass der Körper essbar war ohne sie zu gefährden und dass der Kopf das Problem war und das an ihre Nachkommen weitergegeben.
Bären haben diesen Lachs übrigens komplett verspeist und konnten dann auch mit dem Wurm befallen werden. Allerdings starb der durch ihre Winterruhe dann wieder ab, von daher haben die Bären den Lachs weiter komplett verspeist.

Nachtrag vom 30.07.2019 1209
Allerdings sind Wölfe auch dafür bekannt, Gefahren genau abzuwägen. Ob sie dann daraus wirklich automatisch schließen würden, tagsüber zu jagen, mit dem Risiko, Menschen zu begegnen, oder ob sie dann nicht lieber Nachts etwas anderes jagen, wäre die Frage.

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speedysweety
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Noch eine Nachfrage...
... an Dich Sacred: Du scheinst Dich ja mit der Thematik Herdenschutzhunde befasst zu haben. Hast Du persönliche Erfahrungen mit einer der Rassen?

Eine Familie, die ich kenne, hatte einen Pyranäenberghund als Familienhund, das hat gut geklappt. Ich kenne mich aber nicht so gut mit Herdenschutzhunden aus, um beurteilen zu können, ob sie auch prinzipiell geeignete Familienschutzhunde sind. Bei Kangals z.B. kann ich mir das schwerer vorstellen, aber mir fehlt da das Wissen.

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Sacred
 Sacred
(@sacred)
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Beiträge : 79

Nein, aber ich interessiere mich für das Thema- Dazu gibt es im Hundeforum jemand die sich top auskennt und selber inzwischen drei Kangals hat die sie in eine Rinderherde integriert hat. Das ist nochmal eine andere Hausnummer als bei Schafen.
Das verfolge ich und sehe dadurch halt auch die ein oder andere Problematik.

Ich denke wenn man weiß was man da an der Leine hat und sich damit auseinander setzt kann auch ein HSH in eine Familie.
Bei "Dutzidutzi"-Hundehaltern, oder "der braucht nur genug Liebe"-Leuten rollen sich mir die Zehennägel auf. Die bringen die Tiere nur in Verruf. Was meinste was die mit den Rindern für einen "Spaß" mit den Nachbarn hatte nachdem der Kangal in BW die ältere Dame getötet hatte.

Ich schätze aber die meisten HSH sind erst so richtig happy wenn sie tun dürfen wozu sie seit Jahrhunderten gezüchtet sind.
Einer der drei Kangals kam erst vor kurzem aus dem Tierschutz dazu (nicht selbstverständlich, dass ein TH Hunde in einen Job vermittelt) dieser Hund hat wahrscheinlich noch nie in der Herde gearbeitet und hat sich in recht kurzer Zeit integriert. Die packt selbstverständlich Sachen aus die ihr keiner beibringt, man muss es nur in die richtigen Bahnen lenken.
(Merkt man, dass ich ein richtiger Fan von der Frau mit Rindern und Kangals bin? 😀 )

Wenn es dich interessiert kann ich dir den ein oder anderen Link schicken.

sacred antworten
speedysweety
(@speedysweety)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 3741
Veröffentlicht von: @sacred

Was meinste was die mit den Rindern für einen "Spaß" mit den Nachbarn hatte nachdem der Kangal in BW die ältere Dame getötet hatte.

Ohja, das glaube ich gleich 😐Gab wahrscheinlich genug Leute, die daraus generell auf die Rasse Kangal geschlossen haben 🙁

Veröffentlicht von: @sacred

iner der drei Kangals kam erst vor kurzem aus dem Tierschutz dazu (nicht selbstverständlich, dass ein TH Hunde in einen Job vermittelt) dieser Hund hat wahrscheinlich noch nie in der Herde gearbeitet und hat sich in recht kurzer Zeit integriert. Die packt selbstverständlich Sachen aus die ihr keiner beibringt, man muss es nur in die richtigen Bahnen lenken.

Toll, das ist ja dann das perfekte Leben für diese Hündin! Ein Segen für sie, dass sie das so ausleben kann. Schön, dass es auch solche Geschichten gibt 😊

Veröffentlicht von: @sacred

(Merkt man, dass ich ein richtiger Fan von der Frau mit Rindern und Kangals bin? 😀 )

Vielleicht etwas 😀 Ist doch prima, wenn man mehr in der Thematik drin ist und das so mitbekommt, dann erweitert das ja auch den Horizont und man hat dann eine andere Grundlage für Diskussionen.

Veröffentlicht von: @sacred

Wenn es dich interessiert kann ich dir den ein oder anderen Link schicken.

Gerne!

speedysweety antworten
Channuschka
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Man kann auch einen Kangal in eine Familie integriren. Man sollte halt nie die Kinder alleine mit ihm losschicken. Und wissen auf was man achten muss. Sind wohl nicht so einfach in der Haltung.
Leider sehen sie so süß flauschig aus, was wohl manchen verführt....

channuschka antworten
Sacred
 Sacred
(@sacred)
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Und sie sind recht spät erwachsen was dann zu der Aussage "Der ist aber total lieb und gar kein typischer Kangal" verführt wenn der Hund gerade mal zwei Jahre alt ist. Da ist der noch lange nicht erwachsen und packt erst später aus. Muss man halt auch wissen.
(Vor kurzem erst ähnlich in einem Artikel über Tierschutz und Kangal gelesen 🙄 )

sacred antworten
speedysweety
(@speedysweety)
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Ich glaube, dass der Hund erst sehr spät erwachsen wird, habe ich auch mal in einer Doku gehört- von einer Kangalzüchterin, die die Tiere für den Herdenschutz züchtet. Wartet man da nicht auch ein bisschen länger mit der Herdenschutz-Prüfung? Bin mir nicht sicher...

speedysweety antworten
Sacred
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(@sacred)
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Veröffentlicht von: @speedysweety

Wartet man da nicht auch ein bisschen länger mit der Herdenschutz-Prüfung? Bin mir nicht sicher...

Ich bin mir nicht mal sicher ob es eine einheitliche Prüfung gibt.

sacred antworten
speedysweety
(@speedysweety)
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Ja,süß und flauschig sind sie, wenn sie klein sind, danach sind sie einfach sehr sehr groß 😨 Das die Rasse nicht ganz so einfach ist, habe ich auch gehört, ich würde mir das nie zutrauen. Ich finde, wenn man sich einen solchen Hund holt, dann sollte man sich schon sehr genau informieren, was er alles so braucht und worauf man achten muss. Aber ich kann mir schon vorstellen, dass das Hundeerfahrenen Menschen gelingen kann.

speedysweety antworten
Orangsaya
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In unserem Kirchenwald ist es totenstill geworden, seitdem die Wölfe da drin sind. Deswegen ...

Geht mir nicht besser. Früher hatte ich blonde Labradore da haben sich einige auf den Hund gestürzt und fanden ihn süß. Nun habe ich eine Mischung aus Deutscher Dogge und Rhodesian ridgeback. Er ist dunkelbraun. Seit dem fragt mich keiner nach der Uhrzeit.

orangsaya antworten


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