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Gemeinde Unzufriedenheit und Suche

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Fria
Themenstarter
Beiträge : 10

Ich bin seit 2o Jahren in einer sehr gemäßigten Pfingstgemeinde. Die letzten drei Jahre gehts mir dort irgendwie nicht mehr gut. Aber ich komme nicht so richtig vorwärts in meiner Gedankenspirale.
Tatsache ist, dass ich/ wir als Familie immer weniger Freunde dort haben. Die mit denen ich richtig verbunden war sind im Laufe der Jahre fast alle weggegangen und neue Kontakte zu knüpfen finde ich schwer, teils aus zeitlichen Gründen, teils aus mangelndem Interesse. Trotzdem hänge ich innerlich noch ziemlich an der Gemeinde. In den ersten 17 Jahren hab ich dort so viel positives erlebt, geistliche Heimat, Glaubensimpulse, Freude, Freundschaft,war selber auch sehr aktiv...mittlerweile finde ich auch die Lehre nicht mehr so ansprechend, suche oft leise statt laut, Tiefe statt Dauerpredigten über die Wichtigkeit der Gemeinde. Tatsache ist, dass wir wenig Zeit haben uns zu investieren momentan, aber ich bin emotional sehr oft mit dem Gemeindethema beschäftigt. Mein Problem momentan ist auch, dass ich nicht wüßte wohin sonst.. in der Theorie bin ich noch dort, aber wir jetzt gehen kaum noch hin...

Meine Fragen an euch: Wann würdet ihr denn Gemeinde wechseln? Wie loyal fühlt ihr euch zu euren Leitern ? Wer hat schon gewechselt und was hat es euch gebracht? Ich kenne hauptsächlich Leute die gegangen sind, aber jetzt kaum mehr richtig irgendwo eingebunden sind und das finde ich auch traurig.

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95 Antworten
DerNeinsager
Beiträge : 1449

Hallo Fria, das ist gewiss ein Problem, ich kann das verstehen. Früher waren wir auch in einer sehr großen Gemeinde, wo man aber teils das Gefühl hatte, etwas aussen vor zu sein. Das ging natürlich nicht von den Leitern aus, es war einfach eine zwischenmenschliche Situation, wo man letztendlich keinem die Schuld geben konnte.

Ich bin gerade auch dabei das Umfeld zu wechseln. Aber aus theologischen Gründen- ich denke die sind letztlich zwingend. Die Leute dort wo ich bisher war, sind aber sehr Gastfreundlich und Brüderlich, aber ich bin mittlerweile zur Überzeugung gekommen das man bei der Auslegung der Schrift sich an der Tradition der Kirche orientieren muss, des möchte ich Katholisch werden. Wie genau es da weitergeht mit dem alten Umfeld ist auch noch nicht klar.

Gottes Segen wünsch ich Dir auf jeden Fall auf deinem Weg.

derneinsager antworten
2 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Lieber Neinsager,

ZITAT: man bei der Auslegung der Schrift sich an der Tradition der Kirche orientieren muss.

Mit verlaub, in dem Punkt möchte ich Dir widersprechen.
Verurteilte Jesus nicht seinerzeit die jüdische Geistlichkeit wegen ihrer Traditionen?

Ganz einfach ausgedrückt ist Jesu Botschaft die Botschaft der Liebe. Es gibt nichts wichtigeres als die Liebe.
Wenn Du es etwas zu Herzen gehender haben möchtest, dann lies Dir das 'Hohelied der Liebe' aus 1.Korinther 13 in der Volxbibel durch.

Möchtest Du Mitglied einer Benennung (Denomination) werden, oder sein, oder möchtest Du ein Gleichgesinnter mit Jesus sein?
Dort, wohin Du wechseln möchtest, ist da die Tradition der Liebe, oder die Tradition des Gegenteils von Liebe?

Herzliche Segenswünsche

Anonymous antworten
Fria
(@fria)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 10

Hallo Neinsager, dh. du findest die Theologie am Wichtigsten ? bzw wieso muss man sich an der Tradition der Kirche orientieren.. ?
Danke wünsche dir auch Gottes Segen 😊

fria antworten


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Liebe Fria,
Deine Fragen sind schwer zu beantworten. Ich war 35 Jahre in einer Gemeinde 'gefangen'. Ich musste gehen, weil sie es nicht ertragen konnten, daß ich die Lehre als teilweise unbiblisch belegen konnte.
Den Leitern gegenüber loyal sein? Sagte Jesus nicht, wir alle sind Brüder und Schwestern und haben nur EINEN Leiter? Den Jesus Christus!
Ich persönlich sehe es so: wer JESUS nachfolgt, findet immer Menschen, die gleichen Sinnes Jesu sind.
Wie viele Denominationen haben Christen heute? Ein paar Hundert, oder gar Tausende? Zeugt das alleine nicht davon, daß sie aus den Worten Paulus nicht gelernt haben, der rügte, daß die einen dem und die anderen einem anderen nachfolgen? Paulus beschließt diese Rüge mit den Worten "Ist denn der Christus geteilt?" Wem vertraust Du? Christus, oder den Leitern?

Ich weiß, wie schwer ein Schnitt ist, wenn man Jahrzehnte sein Herzblut in eine Gemeinde gegeben hat. Ich fühle mit Dir.
Aber irgendwann ist mir aufgegangen, da§ Jesus niemals auf die Idee gekommen ist, für seine Jünger ein Gemeindezentrum zu bauen. Und das würde in der Bibel überliefert sein.
Was wollte Jesus? Wollte er nicht lediglich Menschen gleichen Sinnes? Menschen, die Gott über alles und ihre Nächsten wie sich selbst lieben?
Sicher, Jesus ist auch mal in die Synagoge gegangen, aber die meiste Zeit war er mitten im Volk.
Geh' unters Volk und rede über die Liebe zu Gutt und zu unseren Nächsten! Wie sagt es Paulus in Hebräer 10 so schön: wir sollen uns, wenn wir uns treffen, anfeuern zur Liebe und zu guten Taten.

Und dann raus zu den verlorenen Schafen gehen, damit ist genug zu tun. Vergessen das nicht viele Menschen über dem ganzen 'Gemeindeleben'?

Hat Jesus gesagt, wir sollen für eine Denomination missionieren gehen? Nein! Er hat gesagt "Macht Jünger!" - also Gleichgesinnte.

Du sagst, Du findest die Lehre mittlerweile nicht mehr so ansprechend.
Die Lehre Jesu ist seir 2000 Jahren die einfache und immer die gleiche:
Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst.
Und Jesus sagt: daran kann man meine Jünger erkennen, daß sie Liebe untereinander haben.
Ganz einfach, oder? Danach suche. Und Du wirst Menschen finden. Von denen gibt es mehr als Du Dir erträumen kannst.
Liebe Segensgrüße
Wolfskin

Anonymous antworten
16 Antworten
angieblau
(@angieblau)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 18

Sehr guter Beitrag. Danke!

angieblau antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16842

Finde ich nicht
owT

tristesse antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Liebe Tristesse,

Und "krankt" nicht genau daran auch die christliche Gemeinde?
Natürlich haben wir bei uns im Land 'Meinungsfreiheit' vom Grundgesetz garantiert. Das habe ich absichtlich in ' ' geschrieben, weil die Meinungsfreiheit eigentlich gar nicht mehr so frei ist. Zu oft fühlen sich Menschen von der 'Meinung' anderer gegen das Schienbein getreten. Und viele haben Angst vor Repressalien, wenn sie ihre 'Meinung' sagen, oder schreiben.

Das war schon zu Jesu Zeiten so.
Aber ist es denn mit einem Emoticon und einer Abkürzung, die nicht einmal jedem bekannt sein dürfte, getan?
Bewegen wir uns damit nicht auf einer allzu oberflächlichen und was den Respekt gegenüber den Menschen, die alles lieber ausschreiben, damit sie verstanden werden, angeht nicht gerade auf einer verbindlichen Ebene?

Sprach nicht Jesus in soooo vielen Gleichnissen, WEIL viele seine Worte nicht verstehen konnten und DAMIT sie ihn verstehen konnten?

Ich freue mich, wenn Menschen nicht nur "ihre Meinung" sagen und schreiben, denn Meinungen werden uns heute so viele von professionellen(?) Meinungsmachern gemacht, da fehlt es oft am eigenen Standpunkt.

Und auch der eigene Standpunkt ist heute schon in Gefahr. "Werde ich in der Gemeinde schief angesehen, wenn ich tiefer in den Schriften forsche und zu anderen Schlüssen komme, als mir die 'Lehrer' in den Gottesdiensten vermitteln?

Ist Christentum heute wirklich viel zu oft zu einem weltweiten 'Verein der Ja-Sager' degradiert? Wer wagt denn heute noch offen christliche Fehlinterpretationen und den Hang zu einem lauen Mainstream anzusprechen?

Warum klicken so viele nur noch Daumen rauf, oder Daumen runter?

Liebe tristesse, ich freue mich, auch Deinen Standpunkt kennenzulernen.

Herzliche Segensgrüße
Wolfson

Anonymous antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16842

Hallo.

Veröffentlicht von: @wolfskin

Und "krankt" nicht genau daran auch die christliche Gemeinde?

Also "meine" Gemeinde nicht.

Veröffentlicht von: @wolfskin

Zu oft fühlen sich Menschen von der 'Meinung' anderer gegen das Schienbein getreten. Und viele haben Angst vor Repressalien, wenn sie ihre 'Meinung' sagen, oder schreiben.

Vielleicht ist das in Deinem Umfeld so. In meinem nicht.

Veröffentlicht von: @wolfskin

Aber ist es denn mit einem Emoticon und einer Abkürzung, die nicht einmal jedem bekannt sein dürfte, getan?

🤨

Veröffentlicht von: @wolfskin

Bewegen wir uns damit nicht auf einer allzu oberflächlichen und was den Respekt gegenüber den Menschen, die alles lieber ausschreiben, damit sie verstanden werden, angeht nicht gerade auf einer verbindlichen Ebene?

Also ich nicht.

Veröffentlicht von: @wolfskin

Sprach nicht Jesus in soooo vielen Gleichnissen, WEIL viele seine Worte nicht verstehen konnten und DAMIT sie ihn verstehen konnten?

Doch, aber ich bin nicht Jesus.

Veröffentlicht von: @wolfskin

Ich freue mich, wenn Menschen nicht nur "ihre Meinung" sagen und schreiben, denn Meinungen werden uns heute so viele von professionellen(?) Meinungsmachern gemacht, da fehlt es oft am eigenen Standpunkt.

Bei mir nicht. Mein Standpunkt ist klar.

Veröffentlicht von: @wolfskin

Und auch der eigene Standpunkt ist heute schon in Gefahr. "Werde ich in der Gemeinde schief angesehen, wenn ich tiefer in den Schriften forsche und zu anderen Schlüssen komme, als mir die 'Lehrer' in den Gottesdiensten vermitteln?

In meiner Gemeinde nicht.

Veröffentlicht von: @wolfskin

Ist Christentum heute wirklich viel zu oft zu einem weltweiten 'Verein der Ja-Sager' degradiert?

Vielleicht in Deinem Umfeld.

Veröffentlicht von: @wolfskin

Wer wagt denn heute noch offen christliche Fehlinterpretationen und den Hang zu einem lauen Mainstream anzusprechen?

Ich.
Tut mir leid, wenn Dir das nicht möglich ist.

Veröffentlicht von: @wolfskin

Warum klicken so viele nur noch Daumen rauf, oder Daumen runter?

Das musst Du sie fragen, nicht mich.

Veröffentlicht von: @wolfskin

Liebe tristesse, ich freue mich, auch Deinen Standpunkt kennenzulernen.

Nach dem Schwall rhetorischer, manipulativer Fragen ist mir die Lust am Austausch vergangen.

Gruss zurück.

tristesse antworten
angieblau
(@angieblau)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 18

Hallo Wolfskin,
da ich Triss schon lange con J.de kenne habe ich keine andere Antwort erwartet.
Das möchte ich nun nicht weiter vertiefen.
Als Gemeindekind kenne ich Alle Sprüche die von Gemeidenleuten so kommen, es macht es für mich nicht besser ...
Vorsicht Ironie:
Tut mir ja leid, aber ich gehöre IMMER noch zur Braut Jesu und folge meinem geliebten Jesus nach, aber ein "Gemeindeverein" wird mich nicht mehr als Mitglied führen.

angieblau antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16842
Veröffentlicht von: @angieblau

da ich Triss schon lange con J.de kenne habe ich keine andere Antwort erwartet.
Das möchte ich nun nicht weiter vertiefen.

Aber mal kurz sticheln war in Ordnung, gell? 😊

Veröffentlicht von: @angieblau

Tut mir ja leid, aber ich gehöre IMMER noch zur Braut Jesu und folge meinem geliebten Jesus nach, aber ein "Gemeindeverein" wird mich nicht mehr als Mitglied führen.

Niemand hat Dir den Glauben abgesprochen, das kannst Du hier niemandem unterstellen.

tristesse antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Ihr Lieben,
Ich glaube wir nähern uns dem eigentlich Wichtigem:
Es geht um den persönlichen Glauben an Jesus und die Zugehörigkeit zu IHM, und nicht um die Zugehörigkeit zu einer Gemeinde und schon gar nicht um Zugehörigkeit zu irgendwelchen Menschen, schon gar nicht wenn sie auch noch so prominente Gemeindeleiter sein mögen.

Anonymous antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16842

🤨
Nee?

tristesse antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Nee!

Anonymous antworten
angieblau
(@angieblau)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 18

Wenn du dir den Schuh anziehst ...
Ich kenne sämtliche Sprüche, wie du sollst nicht die Gemeinschaft der Gläubigen verlassen und Ähnliche.
Deshalb sagte ich, Ich bin in der Braut-Gemeinde!
Genau deshalb habe ich jahrelang genau dieses Thema erforscht und biblisch beleuchtet. Du hast davon ja mitbekommen.

Jemand der sagt, das wen Er/Sie die Gemeinschaft verlässt, impliziert damit automatisch, das Er/Sie in die "Welt" geht, sich nicht unterordnen will unter Gottes Willen und damit sündigt. Nein: Das wird nicht ausgesprochen - macht man nicht - aber es wird fleissig für den Abtrünnigen gebetet, das er/sie nicht verloren geht. Das ist ja so ein edelmütuges liebvoll christlich Gemeindedenken, man will ja nur die Umkehr in die allein seeligmachende Gemeinde/Kirche
Ach und die "gute" Lehre nicht zu vergessen und selbstverständlich auch die Korrektur ...

Erkenntnis ist Stückwerk. Aber genau weil ich dazu eine klare Erkenntnis habe, führt für mich kein Weg mehr in DIE "Gemeinde". Aber er führt mich durchaus mit Menschen zusammen die Jesus lieb haben und mit solchen Menschen habe ich gerne Gemeinschaft - und ja das sind auch Christen aus "Gemeinden".

Aber ich möchte wirklich nicht mit dir diskutieren. Das war mein letztes Statemant an dich.

angieblau antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16842

Hier hat dir keiner (!) den Glauben abgesprochen. Ich fand nur einfach wolfskins Beitrag nicht gut.

Es geht in meinem Statement doch überhaupt nicht um dich, da frag ich mich wer sich hier gerade einen Schuh anzieht 😊

Mit mir diskutieren willst du ja scheinbar nicht, aber mich annörgeln ist okay? Ich kenne dich nicht, ich hab dir nichts getan, aber du fällst einfach über mich her.

tristesse antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

ist schon interessant, Euch beiden zuzulesen.

Ich schreibe nicht, weil meine Beiträge gut-gefunden werden sollen.
Ich habe lange geforscht und bin zum Teil auf andere Ergebnisse gekommen, die zwar mit Jesu Lehre harmonieren, nicht aber mit verschiedenen Ansichten von Gemeinden.

Bei Gemeinden fehlt mir meistens der gemeinsame Geist mit Jesus.

Ich tausche mich gerne mit jedem/jeder aus, auch mit Dir.
Mein Empfinden, Du reagierst genauso emotional wie ich früher. Auch für mich war das völlig OK.

Inzwischen frage ich lieber ein bisschen mehr.
Ich freue mich, wenn Du Dich weiter, und auch tiefergehend, mit uns hier austauscht. Dir will niemand böses.

Was ich lernen musste und noch nicht damit fertig bin:
In der Kommunikation bestimmt der Empfänger die Botschaft. Die Kunst des Senders ist es deshalb, eine Aussage genauso zu treffen, daß der Empfänger genau das versteht, was der Sender meint.
Sorge Dich nicht, auch mir gelingt das bei weitem nicht immer.

Aber dann freue ich mich, wenn der Empfänger nachfragt, wie ich das gemeint habe.

Liebe Grüße

Anonymous antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16842

Danke, aber ich hab das schon ernst gemeint, dass ich nicht in den Dialog treten will. Ich beobachte deine Kommunikation mit den anderen hier nämlich auch.

tristesse antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 7535
Veröffentlicht von: @wolfskin

Natürlich haben wir bei uns im Land 'Meinungsfreiheit' vom Grundgesetz garantiert.

Ja, haben wir. Und das ist auch gut so.

Veröffentlicht von: @wolfskin

viele haben Angst vor Repressalien, wenn sie ihre 'Meinung' sagen, oder schreiben.

Vor welchen "Repressalien" muss man denn bei uns Angst haben, wenn man seine Meinung sagt oder schreibt (vorausgesetzt natürlich, man tut das auf eine halbwegs zivilisierte Art und Weise, also ohne jemanden zu beleidigen oder zu bedrohen)?
Meines Wissens muss da niemand mit beruflichen Nachteilen oder gar strafrechtlicher Verfolgung rechnen.
Man kann halt nicht mit ungeteilter Zustimmung rechnen.

Veröffentlicht von: @wolfskin

Ist Christentum heute wirklich viel zu oft zu einem weltweiten 'Verein der Ja-Sager' degradiert?

Den Eindruck habe ich gerade in Deutschland zur Zeit nicht. Maria 2.0, die KirchenVolksBewegung sowie etliche andere Initiativen und Gruppierungen sind nicht unbedingt Ja-Sager.
Fairerweise muss ich hinzufügen, dass das auf der anderen Seite des Spektrums auch für die Pius- und Petrus-Bruderschaft gilt.

Veröffentlicht von: @wolfskin

christliche Fehlinterpretationen und den Hang zu einem lauen Mainstream

Was genau meinst du damit?

suzanne62 antworten
Fria
(@fria)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 10

Hallo Wolfskin, bist du jetzt freischwebend ? In der Bibel ist ja auch die Rede davon die Versammlungen nicht zu verlassen... ( das ist nicht meine Hauptsorge dem nicht gerecht zu werden, aber ich denke es gibt schon den Auftrag mit Christen Gemeinschaft zu pflegen. ) und ja die gibt es, ganz sicher an vielen Orten " wahre, nicht sofort gesehene" Nachfolger. mir ist der Gemeinschaftsaspekt dennoch sehr wichtig. Die Denomination ist mir nicht wichtig. Aber wohlfühlen will ich mich und befürchte, dass das rausfinden wo wir uns als Familie wohlfühlen könnten ein mühevoller Prozess werden könnte, den ich momentan noch scheue, denn neue Beziehungen aufzubauen kostet natürlich auch Energie. ( aber von nichts kommt nichts, das ist mir auch klar... )

fria antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Hallo Fria,
Ja, wenn Du das so beschreiben willst, dann bin ich freischwebend.
Das mit der Gemeinschaft ist in dem Sinn von Hebräer 10 in so fern wichtig, um sich gegenseitig zur Liebe und zu guten Werken anzufeuern (ich wähle die Worte aus der Volxbibel).
Auf meinem Weg durch die Gemeinden habe ich viel Dogmatismus und viel leeres Gerede gehört. Und oft bin ich nach Hause gegangen mit dem Wunsch, ich hätte lieber Jesus gehört, auch, wenns wie ein Stich durchs Herz gegangen wäre, aber nicht das gemeinsame Rezitieren des "Vaterunser" und danach geht jeder wieder zur Tagesordnung über.

Eine einzige Gemeinde habe ich in Hannover während einer beruflichen Abordnung für 6 Wochen kennen gelernt, die sich in einem aufgegebenen Supermarkt traf bei der ich mich geistlich zu Hause fühlte. Leider ist die Gemeinde viel zu weit entfernt.

Sagt Jesus nicht "Meine Schafe kennen mich und hören auf meine Stimme."? Und sagt er nicht auch "Es kann niemand zu mir kommen, es sei denn, daß ihn ziehe der Vater, der mich gesandt hat;"?

Ist es nicht eine Frage des Vertrauens? Wo will Gott uns haben? Sind wir diejenigen, die uns Jesus auswählen? Oder ist es umgekehrt?

Und was ist denn, wenn Jesus uns aus der Komfortzone herausholt, weil er uns zutraut, daß wir uns scheinbar alleine unters Volk begeben sollen, damit wir den Menschen von Gottes Liebe erzählen, die die "Nase voll" von Gemeinde&Co haben?

Hat Jesus nicht gesagt "Geht hin und macht zu Jüngern alle Welt?"
Jüngerschaft heißt meines Erachtens nicht Mitgliedschaft, sondern gleichen Sinnes mit Jesus zu sein.

Du schreibst von Deiner Hauptsorge... Lasse Dich einladen, auszuprobieren, ob Jesus nicht recht hat mit seinen Worten "Macht euch niemals Sorgen ... denn euer Vater weiß, was ihr benötigt ... wer kann durch Sorgen seinem Leben auch nur eine einzige Elle hinzufügen?"

Sind nicht viele Menschen so verängstigt, daß sie für alles eine Sicherheit brauchen? Versicherungen für alles mögliche und Vertrauen nur dann, wenn es gesichert ist.

In spirituellen Gesellschaften spricht man vom Gesetz der Anziehung. Ein Gesetz, das besagt, was ich empfinde, das ziehe ich an.
Paulus schreibt an die Philipper "Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch!". Freude zieht Freude an, ebenso ziehen Sorgen weitere Sorgen an.

Ein weiterer Punkt ist Dankbarkeit. Ebenso sagt Jesus "Wer hat, dem wird gegeben, wer nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat". Wer sich dem bewusst ist, was er hat, (oder nicht hat, wenn es damit zur Belastung käme), ist dafür dankbar. Und alles, was er dazu bekommt, regt zu neuer Dankbarkeit an. Sage mal, mit Dankbarkeit verwaltest Du Fülle. Wer nicht hat, dessen Sinn dreht sich darum, zu bekommen, was Mangel signalisiert, bitten verwaltet Mangel.

Weiter sagt Jesus "Alles, worum ihr betet und bittet - glaubt nur, dass ihr es schon erhalten habt, dann wird es euch zuteil. " Merkst Du, was Jesus damit sagt? Wenn ich bete und bitte und glaube, es schon erhalten zu haben, brauche ich doch nicht mehr darum zu bitten, sondern ich sollte danken.

Im Hebräischen war es durchaus üblich, etwas mit genau dem Gegenteil auszudrücken.

Du siehst, es gibt Perlen im NT, die zwar allgemein ausgedrückt sind, aber genau deswegen dennoch auf die meisten Situationen anzuwenden sind.

Genau das wünsche ich mir vom Dialog von Menschen nach Hebräer 10.

War lang jetzt,
Mögest Du das gebetsvoll zu Deinem Segen bedenken
Herzliche Grüße
Wolfson

Anonymous antworten
tristesse
Beiträge : 16842

Hallo.

Veröffentlicht von: @fria

neue Kontakte zu knüpfen finde ich schwer, teils aus zeitlichen Gründen, teils aus mangelndem Interesse

Veröffentlicht von: @fria

Tatsache ist, dass wir wenig Zeit haben uns zu investieren momentan

Veröffentlicht von: @fria

. in der Theorie bin ich noch dort, aber wir jetzt gehen kaum noch hin...

Da hast Du Deine Antwort. Wenn Du Dich selbst nicht mehr aus Zeit- oder Interessensgründen in der Gemeinde investieren kannst oder möchtest, ist klar, dass die Unzufriedenheit wächst. Ich hab erlebt, dass wenn jemand sich aktiv in die Gemeinde einbringt, er oder sie meist auch den Anschluss hält.

Wir haben einige "Nörgler" (das beziehe ich nicht auf Dich) in den Reihen sitzen, denen man es nicht recht machen kann, die nicht mitarbeiten, die Fehler oder nicht genehme Verhaltensweisen durch Wegbleiben bestrafen, schlecht über die Gemeinde reden, aber selbst keinen Finger krümmen. Solche Leute finden dann auch keinen Anschluss, den mit solchen redet man nicht gern. Das ist jetzt natürlich sehr überspitzt gesagt.

Aber Du erwartest von Deiner Gemeinde ja, dass sie Dich anspricht und Deinen Erwartungen gerecht wirst, hast aber selbst keine Zeit und kein Interesse, Dich zu investieren. Das schafft kein Gefühl von Zufriedenheit und Zugehörigkeit.

Ich kann Dir nur empfehlen, mit den Leuten wieder ins Gespräch zu kommen, denn Du hast Dich da mal sehr wohl gefühlt, vielleicht kommt das wieder zurück. Oder dann halt zu gehen, aber dann muss Dir klar sein, dass Du auch dort ankommen musst und das geht nur durch Teilnahme.

Grüsse Triss

tristesse antworten
2 Antworten
Fria
(@fria)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 10

Hallo, da stimme ich auch zu. Natürlich bringt neues Engagement bestimmt wieder ein neues Zugehörigkeitsgefühl. So war es ja ganz lange. Momentan finde ich genau das aber auch sehr fragwürdig. Wenn keine Zeit dafür ist und es sich momentan aus allen möglichen Gründen nicht richtig anfühlt, da ist das innere Zugehörigkeitsgefühl eben auch schnell weg. Ist Gemeinde dann " nur Arbeits und Zweckgemeinschaft"? Ich hab mich dazwischen wieder engagiert, dann war temporär auch alles gut. Aber ich merke, dass die echten Beziehungen dahinter sehr dünn geworden sind. Ist mir schon klar, dass das niemandes Schuld ist, wenn dann meine eigene. Ich bin einfach am ausloten ob bleiben oder gehen besser ist,nur eben bislang hab ich mich da im Kreis gedreht gedanklich ... Das macht mich schon ganz meschugge.

fria antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16842

Hi,

Veröffentlicht von: @fria

Wenn keine Zeit dafür ist und es sich momentan aus allen möglichen Gründen nicht richtig anfühlt, da ist das innere Zugehörigkeitsgefühl eben auch schnell weg. Ist Gemeinde dann " nur Arbeits und Zweckgemeinschaft"?

Nein, ist sie nicht, jedenfalls nicht nach meinem Erleben und meiner Erkenntnis, aber irgendwann schwindet nun mal jedes Zugehörigkeitsgefühl, wenn man nicht mehr dabei ist. Du redest von einem Zeitraum von 3 Jahren, da geht man einfach in der Gemeinde verloren, wenn man mal 3 Wochen weg bleibt vermutlich nicht. Wenn ich wochenlang wegbleiben würde, dann würden mir mit Sicherheit einige nachgehen und fragen, ob alles okay ist.

Gemeinde ist in meinen Augen halt nicht nur Kuscheln und Gemeinschaft, sondern auch gemeinsam anpacken und den Laden am Laufen halten. Dass es Zeiten gibt, wo das beruflich oder persönlich nicht möglich ist nimmt jede Gemeinde auch hin, jedenfalls die, die ich kennengelernt habe. In meiner wird da überhaupt kein Druck ausgeübt, aber wir finden es natürlich cooler, als wenn 10% die ganze Arbeit machen und der Rest sich einfach nur wohlfühlt 😊

Veröffentlicht von: @fria

Ich bin einfach am ausloten ob bleiben oder gehen besser ist,nur eben bislang hab ich mich da im Kreis gedreht gedanklich ... Das macht mich schon ganz meschugge.

Was sagt Gott denn dazu?

tristesse antworten


Yaeli
Beiträge : 307
Veröffentlicht von: @fria

Wer hat schon gewechselt und was hat es euch gebracht? Ich kenne hauptsächlich Leute die gegangen sind, aber jetzt kaum mehr richtig irgendwo eingebunden sind und das finde ich auch traurig.

Ich habe meine Gemeinden ziemlich oft gewechselt. Zum Teil deshalb, weil ich mehrmals meinen Wohnort gewechselt habe. Aber manchmal habe ich auch weiter gesucht, wenn ich mich in einer Gemeinschaft nicht wohl fühlte.

Ich finde es gar nicht traurig, wenn man nicht in einer Gemeinde "eingebunden" ist. Bindungen machen auch immer ein Stück weit unfrei. Und solch eine Gemeinde, mit der ich 100% übereinstimmen könnte, gab es nirgendwo. Also habe ich immer nach Bauchgefühl gesucht ... und meistens irgendwelche Gemeinschaften gefunden, mit denen ich Glaubenserfahrungen austauschen konnte, und Hilfe bei Lebensfragen finden konnte. Einfach so etwas wie ein Stückchen "Heimat" ein Ort, wo man sich auch mal fallen lassen kann ... und in der Gemeinschaft auch andere Menschen stützen kann, die irgendwo gefallen sind oder einfach nicht mehr weiter wissen. Da geht es dann weniger um "die Welt zu retten", sondern mehr darum, in seinem eigenen kleinen Umkreis die Menschen wahrzunehmen und mit ihnen das momentane Leben zu teilen.

Das, was für mich in allen Gemeinschaften wichtig war, war meine ganz persönliche Beziehung zu Gott. Mit ihm konnte und kann ich über alles reden. Ihm danken, für manche Hilfen im ganz praktischen leben, für die Menschen, die ER mir in den Weg schickte, damit wir einander helfen konnten, und die vielen Anstöße zum Nachdenken über den Glauben, welche einerseits ermuntern konnten, oder mir zeigten, dass SO mein Glaubensweg nicht funktioniert.

Für mich sind Gemeinden eher so etwas wie Vereine ... wie es sie auch im weltlichen Bereich gibt. Man kann zusammen mit anderen Menschen so manche Dinge besser in seinem Leben gebrauchen, als wenn man alleine damit umgehen muss.

yaeli antworten
1 Antwort
Fria
(@fria)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 10

Danke Yaeli, find ich ansprechend was du schreibst. für mich stellt sich zwar ein Heimatgefühl glaub ich nicht so schnell ein, aber es klingt gut, dass du gefunden was du gesucht hast und dir nichts fehlt. Ja es kommt darauf an wo Gemeinschaft in Blick auf Jesus möglich ist. Das tut mir auch gut, mir bewußt zu machen, dass dieser Fokus viel wesentlicher ist als die Gemeindefrage ...Leben teilen klingt auch sehr gut, das ist ein stückweit Sehnsucht die mich in meiner momentanen Situation unzufrieden macht, wahrscheinlich eine gute Sehnsucht!

fria antworten
love.israel
Beiträge : 125

Hallo Fria,

ein interessanter Beitrag. Für mich als ehemaliger Pfingstler ist vieles nachvollziehbar.

Veröffentlicht von: @fria

Tatsache ist, dass ich/ wir als Familie immer weniger Freunde dort haben. Die mit denen ich richtig verbunden war sind im Laufe der Jahre fast alle weggegangen ...

Das ist der normale Weg: Menschen ziehen um, haben neue Schwerpunkte oder sie sterben. In meiner (ehemaligen) Gemeinde sind die meisten aus Altersgründen gestorben und wir alle werden jeden Tag älter. Das ist schade, weil man so manche Person über viele Jahre kannte, kennenlernen durfte und gemeinsam Erfahrungen machte und austauschte. Ich würde in meine ehemalige Gemeinde nicht mehr zurück, weil es nicht mehr das gleiche wäre, dazu vermisse ich zu viele liebe Menschen.

Es gibt aber noch einen anderen Weg: viele Personen haben auch die Gemeinde verlassen, weil sie die Gemeinde belastete oder sie an der Entwicklung hinderte. Das kann ich gut verstehen.

Ich erinnere mich an folgende Situation: heftiges Schneegestöber am Sonntagmorgen, Gemeindeältester (der in der Regel die Predigt hielt) kam 45 Minuten nach Gottesdienstbeginn und die gesamte Gemeinde saß in der Zeit schweigend auf den Bänken. Für eine Pfingstgemeinde, bei der der Heilige Geist Dauergast ist und Wunder über Wunder wirkt hätte ich erwartet, dass die Gemeinde zumindest mit Gesang beginnt und ins Gebet / Anbetung geht. Die Predigt hätte dann zum späteren Zeitpunkt nachgeholt werden können. Mal abgesehen davon waren ja auch noch andere Älteste anwesend, die noch nicht einmal auf die Idee kamen eine spontane Predigt abzuhalten.
Das war die Situation nach der einige Paare die Gemeinde verließen, denn die oben genannten Gedanken hatte nicht nur ich. Zudem hatte besagter Ältester nur zwei Predigten auf dem Kasten und hielt entweder Predigt A oder Predigt B und beide hatten wir schon viele, viele Male gehört.

Nach dem Ableben des Gemeindeältesten tauchten Papiere auf in dem er sich über diverse Gemeindeglieder sehr negativ geäußert hat. Da wurden Gemeindeglieder als "fettes Schweinchen" bis zu "moralisch eine Schlampe" bezeichnet. Abgesehen davon wurde klar, dass verstorbener Gemeindeältester auch in extrem rechte Kreise seine gut gepflegten Verbindungen pflegte, auch wenn diese Personen auf keinen Fall mit der Pfingstgemeinde kompatibel waren.

Veröffentlicht von: @fria

Meine Fragen an euch: Wann würdet ihr denn Gemeinde wechseln?

Wenn ein weiteres geistliches Wachstum nicht mehr zu erwarten ist. Manchmal bedürfen Topfpflanzen einen neuen Topf und neue Erde um gesund weiter wachsen zu können.

Veröffentlicht von: @fria

Wie loyal fühlt ihr euch zu euren Leitern ?

Ich bin Gott gegenüber nicht verpflichtet lebenslang ein Mitglied der Pfingstgemeinde Pummelbach zu sein. Auch meinem Gemeindeverband bin ich zu keiner besonderen Treue verpflichtet.
Die Leiter sollten zu allererst Diener an der Gemeinde sein, nicht die Gemeindeglieder loyale Diener gegenüber irgendwelchen Ältesten.
Schon gar nicht, wenn (in Pfingstmeinde sehr üblich) Kaderakten geführt werden und negative Kommentare vermerkt sind.

Veröffentlicht von: @fria

Ich kenne hauptsächlich Leute die gegangen sind, aber jetzt kaum mehr richtig irgendwo eingebunden sind und das finde ich auch traurig.

Das findet man eigentlich nur traurig, wenn noch unter dem Einfluss von "Dauerpredigten über die Wichtigkeit der Gemeinde" steht.
Die Schüssel, in der der Brotteig geknetet wird ist wichtig, noch wichtiger ist aber am Ende das fertige Brot. Und auf dem Weg zum fertigen Brot wird die Schüssel irgendwann weggestellt.

Das ist ein ganz wichtiger Punkt, der sich auch in diesem Forum an ganz vielen Wortmeldungen manifestiert. Der Glaube an die eigene Gemeinde.Das ist nicht die christliche Botschaft. Die lautet: Glaube an Jesus. Nicht: glaube an die Pfingstmeinde Pummelbach, weil Pastor Freudlos sich im Jahr 1894 bekehrte und sich von der Gemeinde in Speckbergen trennte, weil dort Frauen ohne Kopftuch auftauchten / mit Kopftüchern auftauchten / am Sonntag warme Mahlzeiten genossen wurden / Sofas nach Osten ausgerichtet waren oder andere Merkmale des Antichristen deutlich sichtbar wurden. Deshalb ist die Gemeinde wichtig, wichtig, wichtig und die Frauen haben in der Gemeinde zu schweigen, Männer in Anzügen aufzutauchen und alle die uns verlassen enden in der Gosse.

Abraham, unser aller Stammvater im Glauben, verließ Ur in Chaldäa. Er verließ die geordnete Stadt, die Gemeinde, das Gemeindeleben und suchte Gott in der Wüste. Er zog umher und opferte auch mal in Salem und ließ sich bei den Eichen Mamres bestatten (also bei zwei Gelegenheiten in eine Art Gemeinde integrierte als er dies brauchte).

Viel Unglück widerfährt einem Christen, wenn er seine Hoffnung in eine Kirche oder eine Gemeinde setzt, statt in Jesus.

love-israel antworten
3 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Hallo love.israel,
Was Du weiter unten schreibst, könnte fast 1:1 auf die Wachtturm-Gesellschaft und deren Leiter zutreffen. Das macht mir ein Dejavu.
Es ist gruselig, daß solche Dinge auch in Gemeinden geschehen, die sich von der WTG weit weit entfernt wähnen.

Leider stelle ich fest, daß - nach meinem Eindruck viele - Menschen eher nach dem Wort und Werk leben und sich nicht bewogen fühlen, ausschließlich Jesus zu folgen.

Vor Jahrzehnten habe ich mal in einer christlichen Buchhandlung eine Broschüre gekauft, betitelt "Die Flucht aus dem Christentum". Die war bei mir dann lange verschollen und ich habe sie irgendwann wiedergefunden. Sie ist ein Auszug aus einem englischen Buch und beschreibt genau das, was Du schreibst, der Glaube an eine Gemeinde ist nicht der Glaube an Jesus. Gott findet man in der Wüste. Und dort trifft man auf Menschen, die den gleichen Weg gehen - durch die Wüste der Vergebung, die Wüste der Anbetung, usw. nur auf sich alleine und Gott gestellt. Genau dort findet man Gott, wie Abraham in der Wüste, fern ab der Komfortzone.

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Fria
(@fria)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 10

Hallo love. israel.
Das klingt so schlimm was du da schreibst wie die Leiter geredet haben. also das ist bei uns nicht der Fall. Der Pastor ist ein prima Kerl und die Gemeinde ist sehr liebevoll.

Ich glaub es ist mehr die Frage nach dem Wachstum und dass ich vielleicht einfach neue Erde brauche. Topfpflanze das trifft es irgendwie ganz gut.

Aber es ist kein idealer Zustand. Das spür ich auch gleich beim Wort Topfpflanze.

Da werd ich mal ein bisschen brüten. Gruß Fria

fria antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15895
Veröffentlicht von: @fria

Aber es ist kein idealer Zustand. Das spür ich auch gleich beim Wort Topfpflanze.

Jep.... eine Palme hat ihre Wurzeln bis tief ins Grundwasser gesenkt. In einem Topf würde sie kümmern und eingehen und keine süße Frucht bringen.

Etliche Pflanzen werden in der Schrift beschrieben, nur keine eingesperrten Topfpflanzen, die ihre Wurzeln nicht in den Fluß des Lebens tauchen können.

deborah71 antworten


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