Gemeinde Unzufriede...
 
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Gemeinde Unzufriedenheit und Suche

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Fria
 Fria
Themenstarter
Beiträge : 10

Ich bin seit 2o Jahren in einer sehr gemäßigten Pfingstgemeinde. Die letzten drei Jahre gehts mir dort irgendwie nicht mehr gut. Aber ich komme nicht so richtig vorwärts in meiner Gedankenspirale.
Tatsache ist, dass ich/ wir als Familie immer weniger Freunde dort haben. Die mit denen ich richtig verbunden war sind im Laufe der Jahre fast alle weggegangen und neue Kontakte zu knüpfen finde ich schwer, teils aus zeitlichen Gründen, teils aus mangelndem Interesse. Trotzdem hänge ich innerlich noch ziemlich an der Gemeinde. In den ersten 17 Jahren hab ich dort so viel positives erlebt, geistliche Heimat, Glaubensimpulse, Freude, Freundschaft,war selber auch sehr aktiv...mittlerweile finde ich auch die Lehre nicht mehr so ansprechend, suche oft leise statt laut, Tiefe statt Dauerpredigten über die Wichtigkeit der Gemeinde. Tatsache ist, dass wir wenig Zeit haben uns zu investieren momentan, aber ich bin emotional sehr oft mit dem Gemeindethema beschäftigt. Mein Problem momentan ist auch, dass ich nicht wüßte wohin sonst.. in der Theorie bin ich noch dort, aber wir jetzt gehen kaum noch hin...

Meine Fragen an euch: Wann würdet ihr denn Gemeinde wechseln? Wie loyal fühlt ihr euch zu euren Leitern ? Wer hat schon gewechselt und was hat es euch gebracht? Ich kenne hauptsächlich Leute die gegangen sind, aber jetzt kaum mehr richtig irgendwo eingebunden sind und das finde ich auch traurig.

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95 Antworten
Neubaugöre
Beiträge : 11889

Einige Vorredner haben schon Gutes gesagt.

Veröffentlicht von: @fria

Meine Fragen an euch: Wann würdet ihr denn Gemeinde wechseln?

Wenn Gott es sagt.

In die erste Gemeinde hat Gott mich geführt. Sie war wie eine "Brutstätte" für mich. Nun bin ich in meiner zweiten Gemeinde. Ich habe in der Coronazeit sehr gehadert mit ihr, ich habe die Leute verurteilt und war mit ihnen "auf Kriegsfuß". Ich hab Gott gebeten, mir eine andere Gemeinde zu benennen, weil die hier ganz offensichtlich "Sch....e" ist. Er sagte: Nein. - Und hat mich durch diesen Prozess hindurch verändert. Er verändert gerade die Gemeinde. Aber zuerst verändert er mich, meine Haltung, meine Sichtweise. Ich bin sehr gespannt, was da am Ende bei rumkommt. 😊

"Die Gemeinde" ist ein Spiegelbild deiner selbst.
Sie zeigt dir alle deine Ecken und Kanten.
Gott hat eine Idee mit seinem Leib. Durch Schwierigkeiten sollen wir in der Regel durch, nicht dran vorbei, weil diese Schwierigketen unsere sind und wir sie überall mit hinnehmen, es sei denn, wir "lösen" sie und lassen uns von Gott entwickeln. Dazu gehört aber auch eine enge "Zusammenarbeit" mit ihm, ein enger Zusammenhalt, eine enge Beziehung.

neubaugoere antworten
5 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Das erinnert mich an das Buch 'Sara und die Eule'. Sara kommt von drr Schule, ist missgelaunt und klagt der Eule Salomon ihr Leid, worauf Salomon sie fragt, was sie machen wolle. Sara will nicht mehr zur Schule gehen. Jedenfalls nicht auf diese. Am besten auf eine andrre Schule am anderen Ende der Stadt. Salomon sagt ihr, warum nicht in eine Schule in einer anderen Stadt, oder in einem anderen Land, oder auf einem anderen Planeten?
Du kannst Problemen nicht davonlaufen, sagt Salomon. Es ist, wie du die Situation siehst. Wenn du hier ein Problem hast, wirst du es auch in einer anderen Stadt, in einem anderen Land haben.

Anonymous antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17047

Ergänzung

Veröffentlicht von: @neubaugoere

Wenn Gott es sagt.

Bei mir war es beim letzten Gemeindewechsel sehr spannend. Ich war ja fast 25 Jahre in der Gemeinde und fühlte mich nicht mehr wohl, ich merkte, dass ich etwas anderes brauche als das, was die Gemeinde lebte. Aber wegen meiner Treue und da ich keine andere Gemeinde kannte, die ich besuchen würde, blieb ich und machte weiter.

Und ich stolperte ich durch eine Freundin in meine jetzige und der erste Gottesdienst trieb mir schon die Tränen in die Augen, so bewegt war ich. Ich wußte sofort, dass wenn ich das finden wollte, was ich suchte, dann nur an diesem Ort. Aber ich hatte kein "Go" und so blieb ich 1 Jahr Gast und wechselte hin und her.

Als ich Gott dann fragte, wo ich hinsoll, sagte er nur "Du hast das Superlos gezogen, Du darfst es Dir aussuchen. Ich finde beide gut, aber da darf Dein Herz entscheiden." Bäm! 😀 Anders hätte ich es besser gefunden. So ein Fingerzeig oder ein leuchtender Stern über dem Gebäude hatte ich eher erwartet.

Und einige Zeit später, als ich mit dem neuen Hauskreis die neue Gemeinde putzte, dachte ich "Mensch, wenn ich hier schon putze, kann auch Mitglied werden." Ich wurde von der alten Gemeinde in Frieden ausgesegnet und hab mich in die andere Gemeinde aufnehmen lassen. Natürlich gab es den einen oder anderen, der mir den Wechsel übel genommen hat, aber mit der Leitung und denen, wo es mir wichtig war, war ich gut und bin bis heute freundschaftlich mit ihnen verbunden. Das ist jetzt 11 Jahre her und ich merke, wenn ich zurückblicke, wie gut mir der Wechsel geistlich getan hat. Und ich hab immer noch Tränen in die Augen, wenn ich in der Gemeinde im Lobpreis stehe 😉

Manchmal ist es ein langer Prozess und ab und an lässt Gott uns da auch die Wahl.

Das war jetzt eine lange Rede, aber bei den verzeinzelten Usern hier, die mir erzählen wollen, dass Gemeinde nicht biblisch und nicht nötig ist, war es mir ein Bedürfnis, zeugnishaft zu erzählen, dass ich Gemeinde sehr wohl wichtig, sinnvoll und gottgewollt finde.

tristesse antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

sehr bewegend, Danke !

Anonymous antworten
Ratsdaed
(@ratsdaed)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 674

Sehr schöne Antwort von dir Göre.

Ich hab heute in der Predigt gelernt, man könne mal Kritik anders lernen. Seinem Geschwister 10mal die Füße zu waschen bevor man einmal meckert. Also immer um den Faktor 10 etwas Gutes tun um 1mal zu meckern.
Ich finde die Idee sehr witzig, aber auch anregend. Ich glaube auch gesellschaftlich wäre sehr viel bewegt, wenn man etwas mehr füreinander tut anstatt immer nur gleich drauf zu hauen.

Ich geb dir Recht, mich verändert schon nur die Beobachtung der Gemeindemitglieder. Ich hab das Gefühl, sie kennen sich alle schon ewig und sie sind eher eine Familie als Bekannte. Inzwischen werd ich nach und nach mit aufgenommen. Jeden Sonntag sprechen mich mehr Leute an.

LG ratsdaed

ratsdaed antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11889
Veröffentlicht von: @ratsdaed

Ich hab das Gefühl, sie kennen sich alle schon ewig und sie sind eher eine Familie als Bekannte. Inzwischen werd ich nach und nach mit aufgenommen. Jeden Sonntag sprechen mich mehr Leute an.

neubaugoere antworten


Herbstrose
Beiträge : 14193

Guten Morgen!

Ich hab mehrmals aus verschiedenen Gründen die Gemeinde gewechselt. Die Gemeinde, in der ich aufwuchs, verließ ich wegen Umzugs. Die nächste ebenfalls.

In die dann "zuständige" Gemeinde bin ich nie gegangen. Diese Gemeinde hat schlicht vergessen, uns zu integrieren.

Wir gingen dann viele Jahre in eine Pfingstgemeinde. Mitglied wurden wir dort nicht. Und auch bezüglich Mitarbeit wurden uns viele Steine in den Weg gelegt. Dazu kam, dass frei werdende Dienste nicht mit kompetenten Leuten besetzt wurden, sondern der Pastor "provisorisch" die Leitung übernahm. Und theologische Fragen - insbesondere Fragen meines Mannes zu bestimmten Themen - wurden nicht beantwortet. Es war ja bequemer, ihn vor den Kopf zu stoßen und ihn ins Unrecht zu setzen. Nach diesem Vorfall haben wir diese Gemeinde verlassen.

In der nächsten, ebenfalls pfingstlich geprägt, gab es einige Höhen und Tiefen. Nach der Berentung des Pastors schrumpfte die Gemeinde. Die Predigten wurde von den Ältesten oder Gastpredigern gehalten.
Als unsere Jüngste geboren war, war sie das einzige Kind in dem Alter. Ihre Anwesenheit wurde als störend empfunden. Das Technikteam war aus mir unerfindlichen Gründen nicht in der Lage, das vorhandene Equipment zu nutzen, um eine Predigtübertragung in einen der Nebenräume zu legen. Da ich oft alleine mit den Kindern im Gottesdienst war (mein Mann hatte oft auch Sonntags zu arbeiten), bin ich dann irgendwann nicht mehr hin. Nachdem ein halbes Jahr lang niemand nach mir gefragt hat (bei so einer kleinen Gemeinde hätte man das erwarten können), bin ich da raus. Ich hab zu diesem Thema einen langen Brief geschrieben. Ein Jahr später wurde die Gemeinde aufgelöst.

Ich hab mich dann auf die Suche nach einer neuen Gemeinde gemacht. Das ist jetzt auch schon wieder 12 Jahre her. Ich wurde willkommen geheißen. Es wurde Interesse an mir/uns gezeigt. Es war wie nach Hause zu kommen. In dieser (evangelikalen) Gemeinde bin ich immer noch.
Das Schöne hier ist, dass man auch dann willkommen ist, wenn man nicht mitarbeitet.

Ich wünsche dir/euch, dass ihr Klarheit findet, wie es weitergehen soll.

herbstrose antworten
2 Antworten
Fria
 Fria
(@fria)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 10

Danke Herbstrose, das freut mich auch, dass du wieder einen guten Ort gefunden hast... wie war der Wechsel von pfingstlich zu evangelikal ? ging dir das nichts ab ?

fria antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Nein, mir fehlt nichts. Im Gegenteil. Ich "muss" gar nichts und der Zusammenhalt untereinander ist besser.

herbstrose antworten
Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Liebe Fria,
ich kann deine Situation sehr gut nachvollziehen. Ich war sehr viele Jahre sehr engagiert in einer sehr leiterorientierten Gemeinde, bis hin zu übergriffigem Verhalten der Leiterschaft. Es gab dort nur Kontakt, wenn man mitarbeitete, an normalen Beziehungen war man nicht interessiert. Es hat meine Gottesbeziehung sehr kaputt gemacht, denn irgendwann konnte ich solch einen fordernden Gott nicht mehr lieben. Ich bin dort ausgestiegen und hatte von heute auf morgen keine Freunde mehr, alles hing nur an den Gemeindeaktionen. Das empfinde ich als sehr fragwürdig. Die Kommentare von Tristesse gehen in diese Richtung, doch ich hätte jetzt keinen Frieden mehr mit so einem Christenleben. Beruflich im Schichtdienst ist es mir nach dieser Gemeinde nicht mehr gelungen, so richtig Anschluss an eine andere Gemeinde zu finden, da die meisten Gemeinden doch sehr auf Mitarbeit aufbauen und es liegt ja in der Natur der Sache, dass eine Gruppe, die zusammen ein Projekt auf die Beine stellt, zusammenwächst und ein Team bildet. Ich habe ein Herz für Unbekehrte und bewege mich gerne in der Welt draussen, bei mir steigt eher die Unzufriedenheit, wenn ich mich nur noch in der Gemeinde aufhalte und mich im christlichen Teich suhle. Vielleicht sollte man überlegen, dass es auch verschiedene Gaben und Bestimmungen gibt, nicht jeder muss in der Gemeinde mitarbeiten, die Evangelisten sind doch klar auf die Nichtchristen orientiert. Ich denke, es gibt hier kein Richtig oder Falsch.
Wir, beide im Schichtdienst, gehen schon fest in Gottesdienste einer Gemeinde, doch die Beziehungen blieben bis jetzt oberflächlich wegen fehlender Mitarbeit. Ich habe entschieden, das so stehen zu lassen. Jahrelang war ich sehr bekümmert, dass ich nicht mehr so tief in einer Gemeinde drin war, weil auch die Bibel von engen Beziehungen unter Christen redet. Aber als dann Corona kam und die Gemeinden sich erlaubten, alle Versammlungen urplötzlich abzusagen und von verbindlicher Anwesenheit keine Rede mehr war, da habe ich schon hinterfragt, warum die Gemeinden vorher so einen Druck Mitgliedschaft und Mitarbeit aufgebaut haben.
Ich schaue in meinen Leben nicht nach Aktionismus oder Gemeindeveranstaltungen oder Strukturen, es mag eine Zeitlang lustig und ok sein, doch ich schaue jetzt nach tragfähigen Beziehungen, und da kann Gott erstaunliche Wunder auch außerhalb von Gemeinde tun.
Alles Liebe!

Anonymous antworten
3 Antworten
Tagesschimmer
(@tagesschimmer)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 982
Veröffentlicht von: @sharonna73

ich schaue jetzt nach tragfähigen Beziehungen, und da kann Gott erstaunliche Wunder auch außerhalb von Gemeinde tun.

kleine Ergänzung: Wenn diese Beziehungen zu Christen sind (selbstverständlich auch zu ganz frischen), dann ist es auch Gemeinde. Bei so ganz kleinen Gebilden, die nicht selbst einen fünfjährigen Dienst haben, ist in meinen Augen die Vernetzung besonders wichtig, trotzdem sind sie absolut vollwertig.

tagesschimmer antworten
Fria
 Fria
(@fria)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 10

Tut mir irgendwie gut dein Beitrag. Danke

fria antworten
Jan.S
 Jan.S
(@jan-s)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 163

denn irgendwann konnte ich solch einen fordernden Gott nicht mehr lieben.

Gott ist nicht ein Gott der Gesetzlichkeit, sondern der Liebe. ER möchte uns verwandeln in das Ebenbild Jesu Christi. Das geht nicht dadurch, dass wir uns immer mehr "anstrengen", sondern dadurch, dass wir uns von IHm beschenken lassen. Wir vermögen solch scheinbar unmögliche Forderungen wie

Darum sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer Vater im Himmel vollkommen ist!

Mt 5:48, Schlachter 2000

mit unserem Fleisch niemals zu erfüllen; Jesus schon!

Wenn wir unsere Sünden im Gebet vor Gott bringen und IHn da um Gnade bitten, wo es uns mangelt, da wird Christus mehr und mehr Raum in uns gewinnen und SEine Gebote um so mehr für uns erfüllen.

jan-s antworten


Tagesschimmer
Beiträge : 982
Veröffentlicht von: @fria

Tatsache ist, dass ich/ wir als Familie immer weniger Freunde dort haben.

Habt ihr denn überhaupt Ressourcen für neue Freundschaften?

Veröffentlicht von: @fria

mittlerweile finde ich auch die Lehre nicht mehr so ansprechend

Gibt es da Hoffnung, z.B. in Form einer Struktur, die immer neue Leute in den Predigtdienst bringt?

Veröffentlicht von: @fria

suche oft leise statt laut, Tiefe statt…

Du bist inzwischen gereift, es ist wunderbar, dass du mehr willst. Geht es auch anderen in der Gemeinde so? Vielleicht ließe sich gemeinsam etwas neues beginnen. Wie sieht denn dein/euer geistliches Leben aus? Etwas davon lässt sich bestimmt auch gemeinsam in einem kleinen Kreis machen.

Veröffentlicht von: @fria

Mein Problem momentan ist auch, dass ich nicht wüßte wohin sonst.. in der Theorie bin ich noch dort, aber wir jetzt gehen kaum noch hin...

So geht es mir auch. Ich habe jetzt erstmal Frieden darüber, ganz am Rande der Gemeinde zu stehen und ein geduldiger Fürbitter zu sein. Zu meiner großen Freude beginnt auch schon ein wenig Selbstkritik. Geistliche Gemeinschaft habe ich in einer Hausgemeinde, die für jeden offen ist. Außerdem bete ich mit verschiedenen Leuten.

Veröffentlicht von: @fria

Wann würdet ihr denn Gemeinde wechseln? Wie loyal fühlt ihr euch zu euren Leitern ?

Ich bin ein sehr treuer, geduldiger, unterstützender Mensch und denke, das so ein Verhalten grundsätzlich gut in einer Gemeinde ist. Ich habe erst lernen müssen, dass es Grenzen gibt. Ich habe schon öfter die Gemeinde gewechselt, etwa zu gleichen Teilen wegen Ortswechsel, weil sich etwas in der Gemeinde so sehr geändert hat, dass ich nicht mehr hineinpasste oder weil ich die merkte, dass ich kaputt gehe, wenn ich nicht wechsle:

- Eine Gemeinde bestand aus einer Großfamilie, Dazukommende wurden auch nach Jahrzehnten nicht gleichberechtigt.
- Eine Gemeinde wurde von einem Pastor im Rentenalter geleitet, der sich manipulieren lies und mehr und mehr durcheinanderbrachte.
- Eine Gemeinde hatte ursprünglich einen Ruf für ein bestimmtes Gebiet. Sie entwickelte ein weiteres Einzugsgebiet. Aber plötzlich besann sie sich zurück auf den Ursprung.
- Eine Gemeinde wurde extrem durchgeplant, alle Bereiche wurden von geschulten Mitarbeitern geleitet. Aber das Herz der Gemeinde war nicht entwickelt.
- Eine Gemeinde war so stark in Barmherzigkeit, dass sich die „schwierigen“ Christen der Region dort versammelten und die Probleme der Einzelnen so viel Raum bekamen, dass die Weiterentwicklung gefährdet war.

Jedes Problem für sich müsste nicht zu einer Trennung führen, die Entscheidung lässt sich wohl nur individuell unter Leitung des Geistes treffen.

tagesschimmer antworten
Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Wohlfühlen in Gemeinde - ein Luxus-Anspruch?
Ein sehr interessantes Thema, wo ich - wenn auch ganz anders - am Suchen bin.

Mein Mann und ich sind vor einigen Jahren nach Umzug in der Ortsgemeinde gelandet. Dort fühle ich mich aufgrund meiner leichten Behinderung und deren Folgen für meine Leistungsfähigkeit auch nicht wohl. Wir passen dort nicht ins Muster, finden keinen Anschluss, sind nicht Zielgruppe bei den Angeboten.

Die Frage für mich ist eher: Wohin wechseln?
Gibt es in erreichbarer Nähe eine Gemeinde, wo noch andere Menschen sind, die nicht ins normale Muster (also z.B. ohne Kapazität für Ehrenamt, ohne Familie mit Kindern,...) passen? Oder ist es eher so, dass Wohlfühlen in einer Gemeinde ein Luxus-Anspruch ist? Welcher Anteil bleibt bei mir selbst hängen, wo ich an mir arbeiten und mit meiner Situation fertig werden muß, bevor ich mich in einer Gemeinde wohl fühle?

Soweit einige Fragen/Denkanstöße aus anderer Perspektive. Im Moment bin ich auch (innerlich) weggegangen und nirgendwo mehr richtig eingebunden.

Anonymous antworten
27 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

ich frage mich immer wieder, wenn ich die Kommentare lese, warum hängen Menschen an Gemeinden?

Sie machen sich Sorgen und Probleme, fühlen sich nicht eingebunden, passen nicht ins Schema.....

Was für Gemeinden sind das???

Und warum reiten alle auf den administrativen Fragen herum?

Lasst doch mal Jesus sprechen:
Daran werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt
Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst, das ist das ganze GESETZ und die Propheten.
Und dann ist da noch von Paulus beschriebene 'Frucht des Geistes in Galater
Und ebenso von Paulus das Hohelied der Liebe (sehr berührend in der Volx-Bibel beschrieben)

Geht doch mal hin und sprecht mit Euren Nächsten, Nachbarn, Passanten über die Liebe und seht, wer sich von diesem Geist Jesu anstecken lässt?
Wieviel redet Ihr mit Menschen über Krankheiten, über Belangloses, über andere (bei vielen ein beliebtes Thema), über Dinge, die Euch nicht erbauen, die Euch aufregen und runterziehen?

Stellt Euch vor, Jesus steht in einiger Entfernung, Ihr erkennt ihn nicht. Da steht einfach ein Mann mit warmen Augen, einfacher Kleidung und als Ihr ihn bemerkt, schreckt ihr ein wenig zusammen. 'Hat er mitbekommen, worüber wir geredet haben?'
Und der Mann sagt "ja, ich habe gehört, was Ihr geredet habt. Ihr musstet das loswerden, weil es Euch so bewegt. Bei uns sagt man, wem das Herz voll ist, dem läuft der Mund über. Ich lade Euch auf einen Kaffee ein, ich würde mich gerne weiter mit Euch unterhalten."

Unmerklich lenkt er das Gespräch darauf, wie ihr mit Liebe viele Lösungen finden könnt, wie ihr mit Liebe alle Probleme lösen könnt.

Er sagt Euch, wie oft er das schon Menschen gesagt hat. Und viele haben nur gelacht und gesagt 'träum weiter, wo kommst Du denn her? So geht das hier nicht, hier hat alles seine Ordnung.'

Ihr schaut Euch an und sagt, 'irgendwie kommt mir das bekannt vor.' Und als Ihr ihn fragen wollt, woher er kommt, ist da ein leerer Stuhl.

Eilig brecht Ihr auf um den Mann zu suchen. Euch fällt ein, wir müssen den Kaffee noch bezahlen.... ihr lauft zurück und der Kellner sagt, "Es ist alles bezahlt, ihr schuldet nichts!"

Sammelt Gleichgesinnte mit Jesus ein und könnt Euch mit ihnen anfeuern zur Liebe und zu guten Taten nach Hebräer 10.

Wo findet Ihr Jesus? Genau dort, wo Ihr ihn nicht vermutet! Nicht in prachtvollen Kirchen, in Hallelujasingenden Gemeinden, nein, er ist dort, wo die Menschen ihr Herz öffnen! Wo Menschen aus Liebe und nie aus Berechnung handeln!

Herzliche Segenswünsche
Wolfskin

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Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Was ist mit "versäumt nicht die Versammlungen"?

herbstrose antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @herbstrose

Was ist mit "versäumt nicht die Versammlungen"?

Danke für den Hinweis. Vielleicht geht es bei Gemeindezugehörigkeit tatsächlich um Pflichterfüllung und Gehorsam - auch wenn das heute einen negativen Beigeschmack hat.

Wohlfühlen wäre dann sozusagen nur das Sahnehäubchen - schön wenn es da ist, aber nicht entscheidend.

Man könnte nun fragen, wozu Gott möchte, dass wir die Versammlungen nicht versäumen. Welches Ziel hat das? (Gerade wenn man sich nicht wohl fühlt, wäre es vielleicht hilfreich um das höhere Ziel zu wissen.)

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Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Was hat Jesus gesagt, wann er "mitten unter uns" ist? Wenn wir in seinem Namen versammelt sind.

Woher kommt der Glaube? Aus der Predigt.

Was ist Gemeinde? Darüber lässt sich der Epheserbrief aus. Gemeinde ist mehr als nur das Zusamnenkomnen zum Gottesdienst.

Von den ersten Christen wird berichtet, dass sie sich täglich in den Häusern trafen.

Von der Jerusalemer Gemeinde wird berichtet, dass praktische Unterstützung gelebt wurde.

Wenn wir uns zum Gottesdienst treffen, soll jeder etwas mitbringen: ein Lued, ein Wort von Gott, eine Ermutigung, ein Erlebnis ...

Wir sollen einer auf den anderen Acht haben, ermutigen, trösten, dem Strauchelnden aufhelfen...

Die Gemeinde ist sozusagen der "Heimathafen". Missionare können gar nicht ohne diesen "Heimathafen" sein, der sie nicht nur finanziell unterstützt, sondern auch das weiche Kissen ist, das in Krisenzeiten aufhängt und auch sonst trägt.

herbstrose antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @herbstrose

Wenn wir uns zum Gottesdienst treffen, soll jeder etwas mitbringen: ein Lued, ein Wort von Gott, eine Ermutigung, ein Erlebnis ...

Das klingt, als bist du in einer kleinen Gemeinde.

Veröffentlicht von: @herbstrose

Die Gemeinde ist sozusagen der "Heimathafen".

So etwas ist bestimmt selten und findet man nicht so schnell.

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Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Das klingt, als bist du in einer kleinen Gemeinde.

Das ist unabhängig von der Gemeindegröße.

Und das mit dem "Heimathafen" ist nicht die Ausnahme und auch kein Glück, sondern auch eine bewusste Entscheidung (indem man dich z.B. einbringt in die Gemeinde und/oder die Gemeinde betend begleitet)

herbstrose antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @herbstrose

Das ist unabhängig von der Gemeindegröße.

Ab einer gewissen Größe wird es logistisch schwierig mit dem Einbringen der mitgebachten Lieder und Bibelworte in den Gottesdienst.

Veröffentlicht von: @herbstrose

Und das mit dem "Heimathafen" ist nicht die Ausnahme und auch kein Glück, sondern auch eine bewusste Entscheidung (indem man dich z.B. einbringt in die Gemeinde und/oder die Gemeinde betend begleitet)

Trotz all dieser Dinge ist es schief gegangen. Man hat es nicht in der Hand.

Anonymous antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Die Aufforderung lautet, etwas mitzubringen. Das beinhaltet nicht, dass immer auch alles angebracht werden kann.

Viele Gemeinden haben einen offenen Teil. Dort gibt es die Möglichkeit, etwas zu sagen. Oder man gibt zuvor dem Gottesdienstleiter Bescheid, dass der das mit einplant.

Klar kann es passieren, dass die Beziehung Gemeinde/Mitglied zerbricht, egal wie sehr man sich einbringt.

herbstrose antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1587
Veröffentlicht von: @herbstrose

Was ist mit "versäumt nicht die Versammlungen"?

Steht in Hebräer. Weißt Du, ob eine messianische Gemeinde gemeint ist?

goodfruit antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11889

In vielen Gemeinden ist eine persönliche nahe Beziehung zu Gott schon Luxus. 😉
Eine Schwester in meinem Hauskreis kam die ersten Jahre auch nicht groß "in Kontakt" mit gleichaltrigen Leuten, weil sie auch viel älter wirkt als sie ist. Es dauerte eine Weile. Manchmal müssen wir diese Zeit durchstehen, manchmal nicht. Um zu wissen, wann was dran ist und was mich wie verändern soll, brauche ich den engen Kontakt zum Herrn. Denn ER ist derjenige, der alle Fäden in der Hand hält. ER ist der, der einen großen Plan hat, mehr sieht, dessen Gedanken höher sind als unsere und der etwas in jeden Menschen hineingelegt hat und einen Grund hat, warum er wen in welche Gemeinde führt. Gehen wir "immer nur nach unserem Gusto", gehen wir oft an Gott vorbei und verplempern oft wertvolle Zeit oder haben ein unnötig schweres Leben. (Das erlebt nicht jeder so reflektiert.)

Die Frage ist: Geht es in Gottes Reich um "Wohlfühlen"? Was ist "Wohlfühlen" in diesem deinem Zusammenhang? Ist es das, was Gott im Visir hat? (auch als Denkanstoß gedacht die Fragen)

neubaugoere antworten
maggie.x
(@jeddie-x)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1685

Warum braucht es hierfür Führung?

Veröffentlicht von: @neubaugoere

ER ist der, der einen großen Plan hat, mehr sieht, dessen Gedanken höher sind als unsere und der etwas in jeden Menschen hineingelegt hat und einen Grund hat, warum er wen in welche Gemeinde führt.

Du bist nicht die erste, die hier schreibt, dass Gott einen Menschen in eine bestimmte Gemeinde führt. Darum reagiere ich mal. Ich finde diese Meinung seltsam.

Es gehört zum normalen christlichen Leben, Glied einer Gemeinde zu sein. Ob ich nun zu dieser oder jener Gemeinde gehöre: warum braucht es dafür eine bestimmte persönliche Führung Gottes?

In den Dingen, die die ganz normale Nachfolge, das Leben im Reich Gottes betreffen - gibt es vieles, was "gleich richtig" ist. Da kann ich diese oder jene Gemeinde wählen. Und auf dem Weg in beide Gemeinden werde ich die Erfahrung des Geführt-werdens machen. Es gibt doch (bei so grundlegenden Dingen wie Gemeindezugehörigkeit) nicht den einen richtigen Weg.

Veröffentlicht von: @neubaugoere

Die Frage ist: Geht es in Gottes Reich um "Wohlfühlen"?

Ich finde das "mich Wohlfühlen" in der Gemeinde ein wichtiges Kriterium. Sicher nicht das einzige, aber wichtig ist es. Dass ich mich wohlfühle, steht ja nicht im Widerspruch zum geistlichen Leben.

jeddie-x antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17047
Veröffentlicht von: @jeddie-x

Du bist nicht die erste, die hier schreibt, dass Gott einen Menschen in eine bestimmte Gemeinde führt. Darum reagiere ich mal. Ich finde diese Meinung seltsam.

Für mich ist es überhaupt nicht seltsam, wenn ich Gott in alle wichtigen Entscheidungen meines Lebens miteinbeziehe. Ich wechsle ja auch nicht den Job, ohne vorher zu hören, was Gott dazu sagt oder wähle mir einen Partner ohne seine Führung.

tristesse antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Ich vermute, jeddie.x meint nicht die völlige Beliebigkeit der Entscheidung, sondern ein gewisses (entspanntes) Maß an Wahlfreiheit.

Anonymous antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17047

Ich sehe da keinen Widerspruch. Ich bin ja keine Marionette, aber natürlich frag ich Gott vor solchen Entscheidungen

tristesse antworten
maggie.x
(@jeddie-x)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1685
Veröffentlicht von: @tristesse

Für mich ist es überhaupt nicht seltsam, wenn ich Gott in alle wichtigen Entscheidungen meines Lebens miteinbeziehe.

Das ist richtig.

Natürlich rede ich mit Jesus über alles. Und er führt mich auch in allem. Ich merke das an Kleinigkeiten, die mir so präzis vorbereitet vorkommen, dass ich nicht jedem davon erzählen werde 😊

Mein Punkt hier im Thread war, dass Führung nicht darauf abzielt, dass ich den einen richtigen Weg, die eine richtige Gemeinde, den einen richtigen Partner finde. Im Regelfall haben wir - innerhalb unseres Lebens im Reich Gottes - von Gott her mehr als eine Möglichkeit. Und wir haben zu entscheiden, was unseren Anlagen, der Ehre Gottes, dem Guten für andere Menschen dient.

Im Judentum gibt es das schöne Wort: Gott führt den Menschen des Weges, den er wählt.

Mir hat Gott in meinem Leben (nur) 3-4x direkt gesagt, welchen Weg ich zu gehen habe. Das war ausschliesslich dann, wenn ich es selbst nicht wissen konnte.

jeddie-x antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17047

Dann versteh ich nicht, was du gemeint hast, wenn du sagst du brauchst in der Gemeindewahl nicht Gottes Führung.

tristesse antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11889
Veröffentlicht von: @jeddie-x

Du bist nicht die erste, die hier schreibt, dass Gott einen Menschen in eine bestimmte Gemeinde führt. Darum reagiere ich mal. Ich finde diese Meinung seltsam.

Veröffentlicht von: @jeddie-x

Es gehört zum normalen christlichen Leben, Glied einer Gemeinde zu sein. Ob ich nun zu dieser oder jener Gemeinde gehöre: warum braucht es dafür eine bestimmte persönliche Führung Gottes?

Nun, ich denke, es ist seine Welt, sein Plan. Es geht um sein Reich und dass seine Gedanken höher sind als meine. Ich glaube fest daran, dass Gott Menschen zueinanderführt, auch auseinanderführt. Es gibt keine "Zufälle", es sei denn, jemand interpretiert, dass mir etwas von Gott zufällt.

Ich tät jetzt nicht formulieren, dass "es eine Führung braucht". Aus meinem oben Genannten ergibt sich für mich eine Führung, nicht, weil ich direkt danach frage, sondern weil ich meine Augen und Ohren auf ihn gerichtet habe und wir über alles ständig im Gespräch sind. So eben auch über das Thema Gemeinde. Ich empfinde es als völlig natürlich, als sein Kind zu fragen: siehst du mich irgendwo und möchtest mich dort haben? Was ist dein Plan für mich? - Nicht, weil ich nicht selbstständig bin, sondern weil er mein Herr ist und seine Gedanken größer und er eben Dinge sieht, die ich nicht sehe. Deshalb frage ich diese Dinge ab. - Nicht, weil ich muss oder weil es muss, sondern weil es für mich natürlich ist.

Veröffentlicht von: @jeddie-x

Und auf dem Weg in beide Gemeinden werde ich die Erfahrung des Geführt-werdens machen.

Genau das. Jedoch eben nicht ohne meine vorherige "Nachfrage".

Veröffentlicht von: @jeddie-x

Ich finde das "mich Wohlfühlen" in der Gemeinde ein wichtiges Kriterium. Sicher nicht das einzige, aber wichtig ist es. Dass ich mich wohlfühle, steht ja nicht im Widerspruch zum geistlichen Leben.

Ja, genau, sicher nicht das einzige und aus meiner Sicht nicht das Vordergründige, weil es nicht um meine Bedürfnisse in erster Linie geht (in zweiter vielleicht schon, nur nicht in erster Linie, in erster Linie geht es um Gott).

neubaugoere antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @neubaugoere

Die Frage ist: Geht es in Gottes Reich um "Wohlfühlen"? Was ist "Wohlfühlen" in diesem deinem Zusammenhang? Ist es das, was Gott im Visir hat?

Danke für das Beispiel deiner Hauskreisschwester. Und für den Denkanstoß, wovon das eigene Wohlfühlen abhängt, was die eigenen Bedürfnisse innerhalb einer Gemeinschaft sind.

Ich habe einmal gelesen: Es ist Gott, der einlädt in die Gemeinde.
Demnach müßte es also unabhängig von anderen Gegebenheiten einer Gemeinde möglich sein, sich willkommen zu fühlen, oder? (zumindest theoretisch)

Anonymous antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11889

Bei solchen Dingen schaue ich gern in alle Richtungen.
Was will Gott mit "Gemeinde"? Was hat er sich dabei gedacht?
Wo finde ich da ein "Wohlfühlen"? Ich denke da z.B. auch an die Jünger damals, wie Jesus sie ausgewählt hat. Die mochten sich bestimmt nicht ... solide "Handwerker" und nen "Zuhälter", die konnten sich nicht ausstehen (oder die "Handwerker" zumindest den "Zuhälter" nicht) - ich sag immer gern "Zuhälter", weil es so Zöllner ja heute nicht mehr gibt und die Zöllner von damals in ihrer Zeit genauso "beliebt" waren wie Zuhälter heute. 😉 - Ich hoffe, es wird deutlich, worauf ich hinaus will ...

Wir alle werden in einer Gemeinde IMMER Reibungspunkte haben, IMMER unsere "Nischen" haben, IMMER irgendwo die heilige Kuh finden, IMMER mit "unseresgleichen kuscheln" wollen und auch IMMER Tretminen finden, die hochgehen ... mal hier ... mal dort.

Von früher (ohne Gott/Psychologie) weiß ich: Wenn wir in Beziehung treten mit einem Gegenüber, dann stoßen wir zuallererst an UNSERE eigenen Grenzen, nicht an die des Gegenübers (war mal der Gedanke einer Paarbeziehung, Zusammenleben und so). Wir lernen uns also selbst kennen, zuallererst. Weil die anderen uns unsere eigenen Grenzen aufzeigen. Hier wird das mit diesem "geh mit Gott da hindurch" durchaus ganz praktisch. Das sind Gelegenheiten, wo wir alle lernen dürfen, was es ganz praktisch heißt, sich auf Gott zu werfen, auf Gott zu hören, Gott zu fragen, mit Gott zu gehen etc. pp. ... DAS ist jeweils der Bereich, in dem Gott uns verändern möchte. Denn schließlich ist das ja SEIN Plan und ER will verwirklichen und hervorholen, entwickeln, was ER in uns sieht (was wir zu oft nicht sehen).

Ich hoffe, es wird klar, was ich meine.

neubaugoere antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @neubaugoere

Was will Gott mit "Gemeinde"? Was hat er sich dabei gedacht?
Wo finde ich da ein "Wohlfühlen"? Ich denke da z.B. auch an die Jünger damals, wie Jesus sie ausgewählt hat. Die mochten sich bestimmt nicht ...

Drum frage ich mich ernsthaft, ob Wohlfühlen in der Gemeinde ein überhöhter Anspruch ist. Wird mich noch weiter beschäftigen... Danke für die Beiträge. 😊

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Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11889
Veröffentlicht von: @anonyma-d1a23deb9

Drum frage ich mich ernsthaft, ob Wohlfühlen in der Gemeinde ein überhöhter Anspruch ist. Wird mich noch weiter beschäftigen... Danke für die Beiträge. 😊

Gott will natürlich (auch), dass es dir gut geht und so glaube ich fest, dass Gott in dem "Schiff Gemeinde" ALLES parat hat: Herausforderung, Wohlfühlen, Entwicklung, Hilfe, Begleitung, Trost ... alles eben. 😊

Ausschließlich nur ein Kriterium zu haben wie das Wohlfühlen, wonach ich mir Gemeinde aussuche, wäre nicht meine Herangehensweise und ist auch nicht meine Vorstellung von Gemeinde, nicht mein Verständnis von dem, wie ich Gott verstehe, was er sich mit Gemeinde gedacht hat. Wichtig ist, glaube ich, am meisten, zu verstehen, was Gott sich dabei gedacht hat. In den Vordergrund eben Gott stellen, nicht meine Bedürfnisse. Die kommen schon nicht zu kurz, weil sich Gott darum kümmert. (vgl. auch "trachtet zuerst nach dem Reich Gottes, dann wird auch dies alles - worum es in dem Kontext geht - zuteil" oder so ähnlich, du weißt schon)

neubaugoere antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17047

Wenn man den "Anspruch" hat, ist der v bestimmt in Frage zu stellen. Ich kann das nicht erweitern und einfordern, aber es hilft mir enorm, dass ich eine Gemeinde hab, in der ich gern bin 😊

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Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @tristesse

aber es hilft mir enorm, dass ich eine Gemeinde hab, in der ich gern bin

Oh ja, das hätte ich auch gerne wieder, wie vor dem Umzug....

Mir ist vorstellbar, dass Gott mich hier nochmal auf die Suche schickt bzw. auf die Suche gehen läßt:
Außenseitertum nicht nur aushalten, sondern nach Menschen in ähnlicher Situation suchen, die es vielleicht nur in meiner aktuellen Ortsgemeinde nicht gibt. Oder aber zu dem Schluß kommen, dass es auch allein/ohne ähnliche Außenseiter geht...

Bleibt spannend. Danke ihr 2 für eure Gedanken.

Anonymous antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17047

Bei all dem frage ich mich, warum sollte Gott denn Interesse daran haben, dass Du Dich in Deiner Gemeinde nicht wohlfühlst 🤨

tristesse antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Gute Frage. 😊

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bepe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 1147
Veröffentlicht von: @neubaugoere

Die Frage ist: Geht es in Gottes Reich um "Wohlfühlen"? Was ist "Wohlfühlen" in diesem deinem Zusammenhang? Ist es das, was Gott im Visir hat? (auch als Denkanstoß gedacht die Fragen)

Ich sehe keine Diskrepanz zwischen "Gottes Reich" und "Wohlfühlen".
Zwar hat Jesus betont, dass es uns nicht erspart bleibt, "unser Kreuz auf uns zu nehmen". Aber andererseits hat er sich nicht dagegen gewehrt, wenn ihm die Möglichkeit gegeben wurde, sich wohl zu fühlen.
Ich denke, der Spruch "Alles zu seiner Zeit" hat auch hier seine Berechtigung.

Und im konkreten Fall? "Gemeinde" - das ist nun mal "Gemeinschaft".
Und wenn eine Gemeinschaft funktionieren soll, dann muss man zwar auch bereit sein, sich dafür einzusetzen, aber man muss sich darin auch wohlfühlen. Eine Gemeinschaft, in der man sich nicht wohlfühlt und wo man sich nur ungern (und vielleicht mit Bauchgrimmen) blicken lässt, kann auf Dauer nicht funktionieren.
Also bleibt auch hier nur der Weg: "love it, change it or leave it"

bepe0905 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17047

Grün.

tristesse antworten


Suzanne62
Beiträge : 7535
Veröffentlicht von: @fria

Mein Problem momentan ist auch, dass ich nicht wüßte wohin sonst.. in der Theorie bin ich noch dort, aber wir jetzt gehen kaum noch hin...

Falls ich das so sagen darf: Aus deinem Posting ergibt sich für mich der Eindruck, dass du selbst nicht genau weißt, was du willst und was du von einer Gemeinde erwartest - und das macht dann die Suche nach der für dich richtigen Gemeinde schwierig bis unmöglich.

Veröffentlicht von: @fria

Wann würdet ihr denn Gemeinde wechseln? Wie loyal fühlt ihr euch zu euren Leitern ?

Wenn ich inhaltlich hinter dem, was dort verbreitet wird, nicht mehr stehen kann. Damit meine ich nicht, dass ich von den Priestern und anderen Hauptamtlichen erwarte, dass sie alle den Synodalen Weg oder die Reformbewegung Maria 2.0 unterstützen.
Als Katholik gehört man ja zunächst mal "automatisch" der Gemeinde an, in deren Einzugsbereich man wohnt - und das finde ich im Prinzip auch ganz gut so.
Aber ich habe mal einer Gemeinde angehört, deren Pfarrer dem Opus Dei sehr nahe stand (für Nichtkatholiken: eine sehr konservative Organisation innerhalb der Kirche, die alle Fortschritte des II. Vatikanischen Konzils gerne wieder zurückdrehen würde) und den liberaleren Gemeindemitgliedern sehr deutlich machte, dass er sie für nicht so richtig gläubig hielt und versuchte, sie aus den Gremien und Gruppen der Gemeinde rauszuekeln.....bei mir mit Erfolg.
Ich fand schließlich, dass ich das nicht haben musste und bin dann in die Nachbargemeinde gegangen.

Veröffentlicht von: @fria

neue Kontakte zu knüpfen finde ich schwer, teils aus zeitlichen Gründen, teils aus mangelndem Interesse.

Möchtest du denn wirklich neue Kontakte knüpfen?
Mangelndes Interesse spüren die Leute. Wenn ich den Eindruck habe, dass ein neue(r) Bekannte(r) nicht wirklich an mir interessiert ist, dann melde ich mich nicht mehr bei ihm/ihr.
Ich wünsche dir, dass du herausfindest, was du wirklich willst und brauchst und es dann auch findest.

suzanne62 antworten
1 Antwort
Fria
 Fria
(@fria)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 10

@all
Danke für eure vielen Antworten. Dauert wohl noch ein bisschen mir alle s was geschrieben wurde genau durchzulesen und mir dann Fragen zu stellen dazu.

Suzanne, du hast recht momentan weiß ich es gar nicht genau. Ich habe was ich will und brauche immer intuitiv bemerkt, bzw es hat eben Jahrzehnte lange gepasst und ich war nie wirklich in der Situation mich fragen zu müssen was ich will. Erst durch die Unzufriedenheit komme ich in die Lage fragen zu müssen.

und du hast recht, will ich überhaupt neue Kontakte knüpfen. Nein, wahrscheinlich will ich gar nicht. Weil ich da merke, dass ich gar keinen Kopf dafür habe, was eh schon ne gewisse Antwort ist ,dann bleibt logischerweise einiges auf der Strecke...

Danke für die guten Wünsche 😊

fria antworten
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