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Konflikt wirklich lösen

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Tagesschimmer
Themenstarter
Beiträge : 944

Manche Leute sagen ja, dass man irgendwann im Alter wieder kindlich wird ... das Alter habe ich wohl erreicht 😊 , denn die Situation scheint ganz alltäglich zu sein:

Zwei Leute in der Gemeinde oder woanders können nicht mehr miteinander umgehen: (Namen und Konfliktthema geändert)

Iks sagt, Üpsilon habe ihm 20 € geklaut, als sie gemeinsam geputzt haben. Üpsilon weist das weit von sich. Iks findet viele Hinweise darauf, dass sich Üpsilon wie ein Dieb verhält, aber es gibt keinen stichhaltigen Beweis. Üpsilon versucht, all die verdächtigen Verhaltensweisen abzulegen, einige davon hat er längst als Schwächen erkannt. Das gelingt nicht immer, umso misstrauischer wird Iks. Üpsilon entschuldigt sich für missverständliches Verhalten, aber nicht für den Diebstahl. Manchmal tauchen unterschiedliche Erinnerungen auf, manchmal wirkt es so, als würde Iks darüberhinwegsehen, dann flammt es wieder auf, usw.

Da das Unwohlsein steigt und der Verdacht im Raum steht, ist der Konflikt spürbar, sobald beide im Raum sind. Einzelgespräche führen zu nichts. Aber es wären gemeinsame Aufgaben zu erledigen.

Wie würdet ihr euch verhalten, wenn ihr Iks, Üpsilon oder ein Vertrauter von beiden wärt?

Antwort
120 Antworten
Tineli
Beiträge : 1365

Ob Iks, Üpsilon oder ein Vertrauter: Da der Konflikt nicht unmittelbar zu lösen ist (denn die Tat lässt sich offensichtlich weder beweisen noch widerlegen), würde ich dazu raten, in allem Frieden die Sache ruhen zu lassen. Und nicht wieder hervorzuholen. Iks würde ich raten, in Zukunft, wenn er mit Üpsilon putzt oder sonstwie in seiner Nähe zu tun hat, die Handtasche/Portmonee unter Aufsicht zu halten oder wegzuschließen, um einfach die Gefahr zu vermeiden. Üpsilon würde ich raten, sich nicht weiter auf diese Diskussion einzulassen und ggf. Iks aus dem Weg zu gehen, falls möglich. Einem Vertrauten würde ich raten, auf beide Seiten dahingehend einzuwirken, dass sie die Sache wirklich zu beerdigen und in Zukunft nicht mehr zu erwähnen, auch nicht in Form von Sticheleien oder Andeutungen.

Gruß, Tineli

tineli antworten


zorkus
Beiträge : 22

Schwierige Kiste, so was!

Nach Mt 18,15 ff. sollte bei einem ungeklärten Vorwurf ein weiterer Christ (uU zwei weitere) hinzugezogen werden. Wenn das nicht hilft, dann soll es irgendwann vor die gesamte Gemeinde kommen.
Die Gemeinde entscheidet schließlich über die Sache.

Da es hier aber womöglich nichts zu klären gibt, bleibt die Frage von Vertrauen oder Misstrauen.

Mit Misstrauen sind Beziehungen letztlich nicht lebbar. Das geht prinzipiell an den Kern von Gemeinde und Gottesbeziehung.

Wenn also nichts bewiesen werden kann, dann sollte Iks sich dazu durchringen, die Sache bei Gott abzugeben (Er ist der Richter) und die Liebe aufbringen, Üpsilon neu und offen zu begegnen.

Wenn Iks das alleine nicht schafft, könnte Seelsorge hilfreich sein.
Vielleicht auch Mediation (im Grunde wären wir dann fast wieder bei Mt 18,15 ff.).

Dabei muss es nochmal nicht mal darum gehen, was ist wirklich mit Üpsilon ist. Einfach um seiner/ihrer selbst willen, sollte Iks daran arbeiten. Es lebt sich nämlich leichter, wenn man anderen nichts nachträgt...

zorkus antworten
Tinkerbell
Beiträge : 1477

Als erstes...
...würde ich einfach X und Y schreiben, damit es dem Leser nicht so im Auge wehtut 😀

Ich sehe in der aktuellen Situation keine Möglichkeit, das aufzulösen. Was will man auch machen - so lange auf Y einreden, bis er etwas zugibt, was er vielleicht gar nicht getan hat...? X auf den Keks gehen, dass er sich nicht so anstellen soll? Bringt ja beides nichts.

Veröffentlicht von: @tagesschimmer

Da das Unwohlsein steigt und der Verdacht im Raum steht, ist der Konflikt spürbar, sobald beide im Raum sind. Einzelgespräche führen zu nichts. Aber es wären gemeinsame Aufgaben zu erledigen.

Meiner Ansicht nach hilft da nur ein "Reset" - beide Seiten beenden die Thematik und einigen sich darauf, einen Neustart ohne Verdächtigungen, Misstrauen, schlechte Stimmung usw. zu versuchen. Auch wenn das nicht das Ergebnis ist, was man sich wünscht, hat man doch keine Alternativen.

Deswegen würde ich den Pastor, einen Seelsorger, eine gemeinsame Vertrauensperson suchen, mit der beide einverstanden sind, und die Sache in entsprechende Bahnen lenken. Nur so lässt sich meiner Einschätzung nach Frieden erreichen. Vermutlich werden die beiden niemals beste Freunde, oder erst nach einer langen Prüfungszeit, aber das muss man auch nicht sein. Man muss nicht jeden mögen, auch nicht in einer Gemeinde, aber einander in Liebe ertragen. Das sollte man nicht falsch verstehen.

tinkerbell antworten


JohnnyD
Beiträge : 1340

20 € steht für eine Kleinigkeit, oder?

Y soll nicht schlecht über Menschen reden. Das ist sehr viel schlimmer als irgendwelche 20 €, die es vielleicht nicht mal gab. Y soll künftig Vorkehrungen treffen, damit nicht wieder 20 € verloren gehen oder geklaut werden.

X soll sich normal verhalten - nicht demonstrativ unverdächtig - und sich nicht für normales Verhalten "entschuldigen". Es reicht, wenn Y sich allein verrückt macht. Bei Konfrontationen soll X sich das Auftreten von Y streng verbitten.

johnnyd antworten
schneeflloeckchen
Beiträge : 392

Hallo Du,

Veröffentlicht von: @tagesschimmer

Wie würdet ihr euch verhalten, wenn ihr Iks, Üpsilon oder ein Vertrauter von beiden wärt?

Ich würde Y sagen, daß ich es als ungeheuerlich empfinde, einem Menschen zu unterstellen, daß er geklaut hat, denn ich denke Y hat nicht direkt vor und nach dem Putzen das Geld gezählt.
Und ihm raten, das nächste mal die 20€ zu Hause zu lassen, wenn er putzen geht.

Und wenn ich X gut kenne, und weiß, daß er normalerweise keine klebrigen Finger hat , würde ich ihm sagen, daß sich jeder mal irren kann, und auch jeder mal unter falschen Verdacht geraten kann.
Das vielleicht Y gerade eine schwierige familiäre Situation hat, und gerade einen finanziellen Engpass. 20€ heute ganz schnell weg gehen, und wir ja Christen sind, und aus der Vergebung leben, die jeder mal braucht.

Veröffentlicht von: @tagesschimmer

Da das Unwohlsein steigt und der Verdacht im Raum steht, ist der Konflikt spürbar, sobald beide im Raum sind. Einzelgespräche führen zu nichts. Aber es wären gemeinsame Aufgaben zu erledigen.

Nach einer gewissen Zeit würde ich beiden sagen, sie sollen sich nicht wie im Kindergarten benehmen (jedem natürlich unter 4 Augen.)

LG flöckli

schneeflloeckchen antworten


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