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Laut Beten

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Mr.K
 Mr.K
Themenstarter
Beiträge : 290

Hallo zusammen,

Kennt ihr die Situation?

Man sitzt in einem Gebetskreis mit anderen Christen, und es wird laut gebetet ohne festgelegte Reihenfolge. Die ganze Zeit sitzt Du da und überlegst, was Du laut aussprechen kannst. Doch ehe Du die Worte im Kopf zusammenhast spricht die Schlussperson das letzte Gebet in der Runde und Du sitzt da und hast wieder mal im Gebet die Zähne nicht auseinander gekriegt...

Wie geht ihr mit so etwas um?

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41 Antworten
Deborah71
Beiträge : 29331

@mr-k 

Damals im Hauskreis bekamen wir Neulinge eine Hilfe: Hört zu und wenn ihr zustimmen könnt, dann sagt hörbar "Amen". 

Ansonsten fand ich es stressig: zuhören; was will ich zu einem Thema sagen; hat ausgerechnet der vor mir mein angedachtes Gebet verwendet (Mist, wieder nix in der Hand); aufpassen, wann der vor mir Luft holt und erkennen lässt, dass er gleich fertig ist; .....

nö...mit mir nicht mehr...  ich bete alleine oder mit einer Gebetspartnerin. Wir reißen ein Thema an und teilen uns die Schwerpunkte auf, wo jeder besseren Zugang zu hat. 

deborah71 antworten
1 Antwort
1-ichthys
(@1-ichthys)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 857
Veröffentlicht von: @deborah71

@mr-k 

Damals im Hauskreis bekamen wir Neulinge eine Hilfe: Hört zu und wenn ihr zustimmen könnt, dann sagt hörbar "Amen". 

Ansonsten fand ich es stressig: zuhören; was will ich zu einem Thema sagen; hat ausgerechnet der vor mir mein angedachtes Gebet verwendet (Mist, wieder nix in der Hand); aufpassen, wann der vor mir Luft holt und erkennen lässt, dass er gleich fertig ist; .....

nö...mit mir nicht mehr...  ich bete alleine oder mit einer Gebetspartnerin. Wir reißen ein Thema an und teilen uns die Schwerpunkte auf, wo jeder besseren Zugang zu hat. 

Eben. Ein Gebet soll aus dem Herzen kommen und nicht, weil man es muss.

 

1-ichthys antworten


Chey
 Chey
Beiträge : 1200

In unseren Andachtskreis sagt man dann etwas, von es wirklich vom Inneren, vom heiligen Geist, kommt.

Sagt man nichts, so war da eben nichts so wichtiges.

Sieh es doch genauso: Wenn Du ein wichtiges Gebet hast, wirst Du es auch sagen können. Gebet sollte kein Druck oder eine Pflichtübung sein.

VG

Chey

 

chey antworten
Goldapfel
Beiträge : 1590

Die Situation ist mir nicht ganz unbekannt.

Aber inzwischen stresst es mich weniger, weil ich besser hören kann, wenn ich vom Geist aus beten „muss“.

Außerdem habe ich mich mehr davon lösen können, wie meine Gebete für andere klingen. Denn darauf kommt es nicht an. Ich will in keinen Wettkampf mit Geschwistern treten, wer „besser“ beten kann.

Das heißt nicht, dass es mir immer gelingt, aber im laufe der Jahre habe ich da mehr Freiheit gewinnen dürfen.

Du darfst dein Gebet getrost Gott überlassen. 😉

Mach dir keinen Kopf um „Äußerlichkeiten“. 

 

 

ga2 antworten


Chai
 Chai
Beiträge : 4812

Ich bete nicht gern laut.

 

chai antworten
1 Antwort
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3212

 

Ich bete nicht gern laut.

Ich auch nicht. Beten ist für mich was intimes und laut beten ist dem so gegenläufig.

stern antworten
AWHler
 AWHler
Beiträge : 2296

Interessantes Thema und interessante Antworten 🙂

Ich kenne "freie Gebetsgemeinschaften" aus meinen früheren Jahren (im Umfeld Weigle-Haus, CVJM, SMD-Gruppenzeit) und aus meinen Kontakten mit den freikirchlichen Nachbargemeinden - im pfarramtlich-volkskirchlich-gemeindlichen Kontext kam/kommt es kaum vor - Gebete (z.B. im Gottesdienst, in Bibelstunden, Sitzungen, Gemeindekreisen) sind Einzelgebete oder gemeinsam gesprochene Gebete, Psalmen, das Vater-Unser u.a. (zB. aus dem großen Anhang des Gesangbuches oder nach Vorlagen).

Ist dieser Unterschied ein volkskirchliches Defizit, nur ein Unterschied in der Frömmigkeitsprägung oder ist das freie Beten garnicht so frei?!???  ... Ich habe oft erlebt, dass in freien Gebetsgemeinschaften oft die immer-gleichen "stereoptypen" Sätze gesprochen werden ... dass manchmal "versteckte Botschaften" an Mitbetende untergebracht werden ... dass bestimmte Personen immer die Ersten sind, das gesprochene Gebet innerlich von Anderen "beurteilt" wird ("Ach, der/die schon wieder!" oder "nee, jetzt bitte nicht wieder das, was wir schon zu Genüge aus diesem Munde hören!" 😉 ... und wenn Jemand nie mitbetet, denken Manche auch "Er/sie könnte ja auch mal den Mund aufmachen, wenn wir schon uns alle hier so öffnen."

Aber ich finde, freie Gebetsgemeinschaften können auch wunderbar verbindend und stärkend sein!!! 

Im Übrigen (anderes Thema natürlich) kenne, liebe und schätze ich das gemeinsame Schweigen, die geteilte Stille und das wortlose Miteinander in der Präsenz vor Gott - wie ich es in Meditation, Kontemplation und im gemeinsamen Sit-ZEN übe und im Medi-Kreis & auf Einkehrtagen selbst angeboten habe.

L'Chaim

awhler antworten
5 Antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@awhler 

Macht es für dich einen Unterschied, ob der Pastor/Leiter das Vater-unser  mit Vater als erstem Wort anleitet oder mit Unser als erstem Wort? 

deborah71 antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 2296

@deborah71 

In "meiner" Wuppertaler Gemeinde (1990-2024) - das kannte ich vorher nicht - gab es durchgehend die Tradition, mit "Unser Vater" zu beginnen und zu beten ... mit der Begründung, dass die "Anrede: Vater unser ..." doch unnatürlich-komisch klingt, was ich auch finde.

Wenn ich das VU woanders -  kollektiv eingebunden - sprach/spreche, ist das dann umgekehrt immer komisch, wenn ich von der Norm um mich herum abweiche ... oder mich dann doch drauf einlasse, mit "Vater unser ..." zu beginnen. 😉

L'Chaim

awhler antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@awhler 

Ja, es ist dann ungewohnt.

Ich will aber auf etwas anderes hinaus, das mir komisch aufgefallen ist: 

In der einen Variante hat die Gemeinde keine Möglichkeit, den Vater direkt buchstäblich anzusprechen. 

Pastor: Vater.........und dann fällt die Gemeinde mit ein: Unser im Himmel....... 

Pastor: Unser.........und dann fällt die Gemeinde mit ein: Vater im Himmel.....  

 

Jesus weist auf sich als den Weg zum Vater  hin. Das ist mir in letzter Zeit zunehmend wichtig geworden. Nicht "Der Weg ist das Ziel", sondern: der Vater ist das Ziel, die Rückkehr ins Vaterhaus. 

deborah71 antworten
Chey
 Chey
(@chey)
Beigetreten : Vor 3 Monaten

Beiträge : 1200

@awhler 

Ein bisschen ot

Das gemeinsame Schweigen kann sehr unterschiedlich gelebt werden.

Ich verstehe Meditation als ein auf sich selbst besinnen.

Das Schweigen kann aber auch bewusst gemeinschaftlich ausgeübt werden.  Nicht als ein Hineinhören in sich sondern ein Hören nach außen. 

Interessantes Thema, hier aber wohl eher ot.

VG

Chey

chey antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4812

@awhler Ja, diese geschilderten Gebetsgemeinschaften kenn ich auch. 
Incl. der versteckten Predigten, die man u.U. sonst so nicht sagen würde oder der versteckten Botschaften (Herr, Du weißt um die Probleme von Schwester XY'), wo dann jedes hinterher fragt, was da wohl los sein könnte. Es gibt die, die 'schön' und 'wortgewaltig' beten können, nach denen man sich dann eh nicht mehr traut, in einfachen Worten für die kranke Oma oder Katze zu beten ... 
Da ist es dann schön, mit der kleinen Enkeltochter einfach drum beten zu können, dass morgen schönes Wetter ist.

chai antworten


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