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Mitgliedschaft

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schlamuetzel
Themenstarter
Beiträge : 99

Hallo,

ich bin ziemlich traurig gerade, weil mir mitgeteilt wurde, dass man sich vertan hat und ich leider doch nicht lehren darf, weil ich kein Mitglied bin. Dabei hatte ich mich schon vorbereitet und auch sehr darüber gefreut, dass jmd. gesehen hat, dass ich es liebe die Schätze in Gottes Wort gemeinsam mit anderen zu entdecken.

Nun habe ich generell eine Frage an euch:
Warum ist die Unterschrift so wichtig und spielt die Vereinszugehörigkeit eine so große Rolle, wenn ich doch bereit bin, mich nicht nur in eine Gemeinde einzubringen, sondern mich auch der Leitung anzuvertrauen?

Ich war jahrelang Mitglied in Gemeinden und habe nach einem etwas unschönen Bruch sehr intensiv recherchiert und in der Bibel geforscht, wie Gemeinde zur Zeit des Neuen Testaments aussah, weil mir mittlerweile viele negative Seiten an der Vereinsmitgliedschaft aufgefallen sind. So wird man, wenn ich das richtig verstehe, automatisch bei manchen Gemeinden auch gleichzeitig ein Mitglied oder zumindest Befürworter des ACK (Allinanz christlicher Kirchen), die die Ökumene unterstützt. Was ist nun aber, wenn ich das nicht möchte? Dann kann ich meine Gaben und Fähigkeiten, die Gott mir gegeben hat, in dieser Gemeinde und möglicherweise auch in vielen anderen Gemeinden nicht wirklich einbringen und werde gezwungen, mich als Christ zweiter Klasse zu fühlen?

Ein weiterer negativer Aspekt, der mir aufgefallen ist: Der Umgang mit "gekündigten Mitgliedern". Manche werden einfach allein gelassen und vergessen, wenn sie gegangen worden sind. Und auch diejenigen, die freiwillig gehen, werden wie normale Vereinsmitglieder betrachtet, die sich entschieden haben, den Verein zu verlassen und nie wieder beachtet. So kommt es mir vor, und es sind keine Einzelfälle, die mir dazu einfallen.

Ich hoffe, es gibt hier vielleicht irgendjemanden, der mich versteht?

Bin dankbar für eure Antworten, egal in welche Richtung sie gehen!

Liebe Grüße

Antwort
203 Antworten
Herbstrose
Beiträge : 14193

Ich persönlich finde es wichtig, Mitglied in der Gemeinde zu sein, Ich mag Verbindlichkeiten.

Bei uns im Gemeindebund ist es so, dass Gemeinden in die Unabhängigkeit entlassen werden, wenn sie sich selber tragen können. Dazu gehört eine Mindestanzahl an Mitgliedern.

Allerdings ist eine Lehrtätigkeit nicht von der Mitgliedschaft abhängig sondern von anderen Faktoren.

herbstrose antworten
2 Antworten
schlamuetzel
(@schlamuetzel)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 99

Darf ich mal fragen, welcher Bund das ist?

schlamuetzel antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Das ist eigentlich egal, denn in anderen Gemeinden mit anderen Dachverbänden läuft es ähnlich.

herbstrose antworten


an.ja
Beiträge : 1756
Veröffentlicht von: @schlamuetzel

Nun habe ich generell eine Frage an euch:
Warum ist die Unterschrift so wichtig und spielt die Vereinszugehörigkeit eine so große Rolle, wenn ich doch bereit bin, mich nicht nur in eine Gemeinde einzubringen, sondern mich auch der Leitung anzuvertrauen?

Genau aus dem Grund, der im Zusammenhang steht mit dem was Du danach gesagt hast:

Veröffentlicht von: @schlamuetzel

weil mir mittlerweile viele negative Seiten an der Vereinsmitgliedschaft aufgefallen sind.

Nur wenn Du Mitglied bist, bist Du auch mit den Werten und Zielen eines Vereins einverstanden. Deswegen kann ich Deine Enttäuschung nicht ganz verstehen, wenn Du diese Werte oder Ziele nicht mitragen kannst und kein Mitglied werden möchtest, kannst Du nicht erwarten, dass man Deine Mitarbeit wünscht.

Veröffentlicht von: @schlamuetzel

Was ist nun aber, wenn ich das nicht möchte?

Dann musst Du Dir eine passendere Gemeinschaft suchen, also ganz einfach.

Veröffentlicht von: @schlamuetzel

und werde gezwungen, mich als Christ zweiter Klasse zu fühlen?

Blödsinn! Keiner zwingt Dich, dass Du Deine Einstellung gegenüber der Mitarbeit mit dem ACK behältst.
Du musst nur lernen, dass nicht alles nach Deiner "Pfeife" läuft.

Veröffentlicht von: @schlamuetzel

Ein weiterer negativer Aspekt, der mir aufgefallen ist: Der Umgang mit "gekündigten Mitgliedern". Manche werden einfach allein gelassen und vergessen, wenn sie gegangen worden sind. Und auch diejenigen, die freiwillig gehen, werden wie normale Vereinsmitglieder betrachtet, die sich entschieden haben, den Verein zu verlassen und nie wieder beachtet. So kommt es mir vor, und es sind keine Einzelfälle, die mir dazu einfallen.

Anstatt sich als Opfer zu fühlen, kann man doch selber wieder Kontakt zur Gemeinde aufnehmen, wenn man möchte. Man muss nicht darauf warten, dass andere hinter einem herlaufen.

an-ja antworten
2 Antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3348
Veröffentlicht von: @an-ja

Nur wenn Du Mitglied bist, bist Du auch mit den Werten und Zielen eines Vereins einverstanden.

Ich sehe hier keinen zwingenden Zusammenhang. Im Gegenteil es gibt auch diverse Mitglieder nicht mit allen Zielen und Werten des Vereins einverstanden sind.

Nur um es klar zu mach die Vereinsmitgliedschaft ist ein legales Konstrukt, das es so nicht in besonders vielen Ländern gibt.

arcangel antworten
schlamuetzel
(@schlamuetzel)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 99
Veröffentlicht von: @arcangel

Ich sehe hier keinen zwingenden Zusammenhang. Im Gegenteil es gibt auch diverse Mitglieder nicht mit allen Zielen und Werten des Vereins einverstanden sind.

Veröffentlicht von: @arcangel
Veröffentlicht von: @###user_nicename###

Nur wenn Du Mitglied bist, bist Du auch mit den Werten und Zielen eines Vereins einverstanden.

Danke, dass sehe ich absolut genauso und deswegen finde ich eine Mitgliedschaft auf dem Papier unnötig.

Ich bin außerdem der Meinung, dass ich mir Gemeinde nicht aussuchen kann, sondern in sie hineingestellt bin, ob mir das gefällt oder nicht. Was wir machen, mit unseren verschiedenen Gemeindebünden ist in meinen Augen nichts anderes als Spaltung - und das möchte ich einfach nicht.

Im letzten Jahr hatte ich eine Begegnung mit einem Menschen, der kein Christ war und der mir vorwarf, wir würden uns doch alle nur um uns selber drehen und jeder würde sich mit dem anderen nicht verstehen. Und in gewisser Weise hat er Recht.
Ich möchte nicht sagen, dass ich zu der oder der Richtung gehöre, sondern ich gehöre zum Leib Christi durch den Tod und die Auferstehung Jesu. Ich bilde mir nicht ein, irgendein Wissen für mich gepachtet zu haben und glaube auch nicht daran, dass irgendeine Richtung perfekt ist. Aber ich glaube, dass wir viel voneinander lernen können und dass Jesus sich mehr Einheit im Geist und in der Wahrheit wünscht. Das wünsche ich mir auch, weil ich glaube, dass wir viel mehr ausrichten könnten und es auch den Christen viel besser gehen könnte, wenn wir mehr Einheit leben würden und mehr echte Gemeinschaft miteinander hätten. Meiner Meinung nach haben wir uns viel zu sehr der Welt angepasst und sind selber ziemlich humanistisch und selbstzentriert geworden. Da geht auf jeden Fall mehr! 😊

schlamuetzel antworten
schneeflloeckchen
Beiträge : 392

Hallo schlamuetzel,

Veröffentlicht von: @schlamuetzel

.....und ich leider doch nicht lehren darf...,

mir ist nicht klar, willst Du predigen, oder Kinder betreuen.
Es macht für mich schon einen Unterschied, ob Du im Kindergarten arbeiten möchtest, oder am Sonntag auf der Kanzel stehen.

Veröffentlicht von: @schlamuetzel

ich bin ziemlich traurig gerade, weil mir mitgeteilt wurde, dass man sich vertan hat und ich leider doch nicht lehren darf, weil ich kein Mitglied bin.

Veröffentlicht von: @schlamuetzel

So wird man, wenn ich das richtig verstehe, automatisch bei manchen Gemeinden auch gleichzeitig ein Mitglied oder zumindest Befürworter des ACK (Allinanz christlicher Kirchen), die die Ökumene unterstützt. Was ist nun aber, wenn ich das nicht möchte?

Veröffentlicht von: @schlamuetzel

Ein weiterer negativer Aspekt, der mir aufgefallen ist:....

Ähm, wie passt das alle zusammen mit einem Lehramt?
Du würdest doch ständig im inneren Konflikt mit Dir selbst stehen?

Veröffentlicht von: @schlamuetzel

Dann kann ich meine Gaben und Fähigkeiten, die Gott mir gegeben hat, in dieser Gemeinde und möglicherweise auch in vielen anderen Gemeinden nicht wirklich einbringen und werde gezwungen, mich als Christ zweiter Klasse zu fühlen?

Ähm, ist das nicht etwas hoch gegriffen?

Veröffentlicht von: @schlamuetzel

Dann kann ich meine Gaben und Fähigkeiten, die Gott mir gegeben hat

Hast Du nur die Gabe zum predigen erhalten? Nach Demut klingt das in meinen Ohren nicht.
Könntest Du Dir vorstellen, dass Gott gerade etwas anderes mit Dir vor hat?
Ein Leib und viele Glieder, alle sind gleichwertig?

Veröffentlicht von: @schlamuetzel

in dieser Gemeinde

Noch bist Du da ja noch nicht Mitglied, und möchtest auf die Kanzel?

Veröffentlicht von: @schlamuetzel

Ich hoffe, es gibt hier vielleicht irgendjemanden, der mich versteht?

Deine Traurigkeit über die Absage kann ich schon verstehen, leider kann ich nicht verstehen, wie Du für jemanden lehren willst, hinter dem Du nicht voll und ganz stehst.

Veröffentlicht von: @schlamuetzel

Dabei hatte ich mich schon vorbereitet und auch sehr darüber gefreut,

Wie soll ich mir das vorstellen? Meinst Du Dein Selbststudium?

Veröffentlicht von: @schlamuetzel

dass jmd. gesehen hat, dass ich es liebe die Schätze in Gottes Wort gemeinsam mit anderen zu entdecken.

Auch dieser Satz benötigt eine Erklärung von Dir. Gemeinsam in der Bibel lesen darfst Du ja immer noch mit anderen.

LG flöckli

schneeflloeckchen antworten
6 Antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3348
Veröffentlicht von: @schneeflloeckchen

Noch bist Du da ja noch nicht Mitglied, und möchtest auf die Kanzel?

Ja und, ich bin auch kein Vereinsmitglied unserer Gemeinde und gehöre dennoch zum Prediger Team.

Warum sollte die Deutsche oder in meinem Fall Schweizer Vereinskultur bestimmen wie ich mich im Reich Gottes einbringen kann.

Ich habe den Namen Jesus Christus bis jetzt jedenfalls noch auf keiner Vereinsmitgliederliste gesehen.

Verwechsle Kultur nicht mit dem Reich Gottes.

Veröffentlicht von: @schneeflloeckchen

Wie soll ich mir das vorstellen? Meinst Du Dein Selbststudium?

Es gibt einige die Studiert haben und nicht predigen können und andere die ohne Studium ganz gut predigen können.

arcangel antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @arcangel

Ja und, ich bin auch kein Vereinsmitglied unserer Gemeinde und gehöre dennoch zum Prediger Team.

ist ja auch immer die Frage nach dem warum. Du sagst "ich finde Vereinsmitgliedschaften seltsam, aber wir passen super zusammen und ich fühle mich euch rundum zugehörig (auch wenn wir vielleicht nicht immer einer Meinung sind und sein können)" und deine Gemeinde scheint das so okay zu finden und der selben Meinung zu sein.

Veröffentlicht von: @arcangel

Es gibt einige die Studiert haben und nicht predigen können und andere die ohne Studium ganz gut predigen können.

jupp. Aber ob sich der Threaderöffner jetzt in einen dreijährigen Kurs eingeschrieben hat und die Gemeindeleitung jetzt am Ende davon festgestellt haben, dass er doch nicht predigen darf, weil ihnen jetzt erst aufgefallen ist, dass ihnen irgendwelche Formalia doch wichtig sind oder ob er irgendwas zwischen 5 und 20 Stunden in die Vorbereitung einer Predigt gesteckt hat, die er jetzt nicht halten darf, weil er die Ökumene als Konzept ablehnt finde ich schon zwei sehr unterschiedliche Szenarien.

Anonymous antworten
schlamuetzel
(@schlamuetzel)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 99

Hallo Flöckli,

danke für deine Antwort!

Es geht darum, bei einem Wachstumskurs, der sich über mehrere Wochen erstreckt, einen Abend zu gestalten. Das beinhaltet nicht nur Didaktik, sondern auch ein wenig Lehre. In dem Kurs gibt es Inputs von vorne und auch gemeinsamen Austausch mit etwa 20 - 30 Teilnehmern der Gemeinde, die tiefer in Gottes Wort einsteigen möchten.

Veröffentlicht von: @schneeflloeckchen

Ähm, wie passt das alle zusammen mit einem Lehramt?
Du würdest doch ständig im inneren Konflikt mit Dir selbst stehen?

Nein, ich stehe da ganz und gar nicht in einem Konflikt, weil ich davon ausgehe, dass jeder Christ, der die Bibel studiert, sich auf Gottes Wort ausrichten und Gott begegnen möchte. Es geht dabei nicht darum, grundsätzliche Lehren festzulegen, sondern in diesem Fall darum, die Bergpredigt "auseinander zu pflücken" und Schätze aus ihr zu graben für unser Leben.

Natürlich klingt das mit dem "Christ zweiter Klasse" ein bisschen hochgegriffen und extrem. Was ich meine ist, dass ich mich dezidiert oder gemaßregelt fühle (obwohl ich vor Gott nichts falsch gemacht habe und auch die Leitung tatsächlich dieser Meinung ist, dass da von meiner Seite nichts fehlt) weil ich nicht bereit bin, mich einem bestimmten System unterzuordnen, das die Bibel nicht kennt und viele geistliche Nachteile für die Gemeinde mit sich bringt. Ich würde meinen Geschwistern gerne mit ALLEN Gaben dienen, die Gott mir gegeben hat und bin einfach traurig, wenn das wegen so einem Grund, den ich nicht nachvollziehen kann, nicht möglich ist. So sehe ich das jedenfalls. Ich war schon immer bereit, viel zu investieren, weil ich Gott einfach total liebe und es mir Freude macht. Ich achte und schätze auch alle anderen Christen, aber eben nicht nur unserer Gemeinde. Ich versuche, so gut ich kann nach der Bibel zu leben und meine Geschwister höher zu achten als mich selbst. Sicher kann Gott da noch eine Menge an mir arbeiten und das tut er auch! Aber mit wenig Demut hat das nichts zu tun, auch wenn das so klingen mag.
Dieses Mitglied werden in einer bestimmten Gemeinde hat für mich leider auch bittere Beigeschmäcker, weil ich die Nachteile, die das für das Reich Gottes hat, klar und deutlich vor Augen sehe.

Ich stehe in erster Linie hinter Christus und nicht automatisch hinter jeder Lehre, die von Menschen kommt. Die Bibel verlangt soetwas auch nicht. Im Gegenteil, wir sollen alles prüfen und das Gute behalten und an richtiger Irrlehre, die heilsentscheidend ist, Kritik üben. So eine grundsätzliche Irrlehre sehe ich bei uns nicht. Deshalb kann ich auch in der Regel hinter allem stehen, was von der Kanzel kommt oder sonst irgendwie gelehrt wird.

Ich fühle mich wohl in meiner Gemeinde, auch wenn ich manches bemängeln würde, wo ich denke, dass Gott da noch Veränderung schenken will, damit wir besser wachsen können. Aber generell glaube ich, dass meine Geschwister genauso wie ich sich danach sehnen, mehr von Gottes Herrlichkeit zu sehen und zu erleben. Die Illusion einer perfekten Gemeinde, die alles genauso lehrt und tut, wie ich es verstehe 😉, habe ich nie gehabt. Wir ergänzen uns und ich benötige die anderen genauso wie sie mich. Hoffentlich klingt das nicht schon wieder undemütig - so verstehe ich einfach die Bibel.

Veröffentlicht von: @schneeflloeckchen

Wie soll ich mir das vorstellen? Meinst Du Dein Selbststudium?

Ja, genau. Ich meine ein persönliches Studium. Bin zwar noch nicht sooo weit gekommen und es hat mir selbst ja auch viel genützt, aber ich hätte gern auch weitergegeben, was ich daraus gelernt habe, weil das einach so toll war und ich es Liebe die Lust am Wort Gottes, die er mir geschenkt hat, auch weiterzugeben.

Veröffentlicht von: @schneeflloeckchen

dass jmd. gesehen hat, dass ich es liebe die Schätze in Gottes Wort gemeinsam mit anderen zu entdecken.

Auch dieser Satz benötigt eine Erklärung von Dir. Gemeinsam in der Bibel lesen darfst Du ja immer noch mit anderen.

Ich glaube, jetzt müsste eigentlich klar sein, was ich meinte. Sonst frag ruhig noch mal genauer nach.

LG
Schlamuetzel

schlamuetzel antworten
schneeflloeckchen
(@schneeflloeckchen)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 392

Ich kann Deine Enttäuschung verstehen.

Veröffentlicht von: @schlamuetzel

(obwohl ich vor Gott nichts falsch gemacht habe und auch #die Leitung# tatsächlich dieser Meinung ist, dass da von meiner Seite nichts fehlt)

Dann verstehe ich nicht, dass Du es nicht darfst.

LG flöckli

Nachtrag vom 21.03.2019 2212
Der Geist soll wehen,
und nicht das Wort herrschen.

schneeflloeckchen antworten
schlamuetzel
(@schlamuetzel)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 99

Danke, Flöckli!

Ich wurde bisher nur gebeten, doch Mitglied zu werden. Und ich weiß, dass das bedeutet, dass ich ohne Mitglied zu sein, es normaler Weise nicht darf, weil der Älteste sich dafür entschuldigt hat, dass er mich gefragt hat, obwohl ich kein Mitglied bin. Ich verhalte mich allerdings wie eins und deswegen dachte er, dass ich es wäre... Ich ärgere mich auch ein wenig über mich selbst, dass ich da gar nicht dran gedacht hatte - obwohl ich Gemeinde von Kindesbeinen an kenne und es hätte besser wissen müssen. Andererseits ist es auch ein Zeichen dafür, dass ich mich wohl fühle und angekommen - was zwei Jahre sehr schwer für mich war, weil ich mich nach einem Bruch völlig neu sortieren musste und mich viele Dinge zum Nachdenken gebracht haben.

Ich werde noch mal mit dem Ältesten sprechen und auch mit anderen Mitgliedern der Gemeinde. Habe gehört, dass es noch andere geben soll, die sich auch extrem schwer getan haben.

Ich hoffe, dass Gott da irgendeine Lösung schenkt und ich wieder Frieden haben kann, weil mich das echt fertig macht.

schlamuetzel antworten
schneeflloeckchen
(@schneeflloeckchen)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 392

Ich kann Dir da nur mit dem heutigen Tagesvers antworten:

Tagesvers 22.03.2019
Fürchte dich nicht, ich stehe dir bei! Hab keine Angst, ich bin dein Gott! Ich mache dich stark, ich helfe dir, ich schütze dich mit meiner siegreichen Hand!
Jesaja 41,10

Welcher Weg es ist, kann ich Dir nicht sagen.

LG flöckli

schneeflloeckchen antworten


Arcangel
Beiträge : 3348

Vor Jahren war ich mal in einer ähnlichen Situation in einer Pfingstgemeinde. Die haben uns regelrecht darauf gedrängt Mitglieder zu werden. Der Druck hat darin gegipfelt das wir schlussendlich gegangen sind.

Heute sind wir in einer Gemeinde aktiv wo ich Predigen kann und auch sonnst mit dem Pastor viel in der Gemeindeentwicklung zusammenarbeite. Wir überlegen uns ernsthaft Mitglieder zu werden.

Der einzige Grund warum wir keine Mitglieder sind, ist meine Frau, die aus einem Kulturkreis stammt in der dies ganze Vereinskonzept fremd ist und sie sich mit dieser spezifischen Kultur (und nur das ist es) hier in der Schweiz nicht so richtig anfreunden kann.

arcangel antworten
2 Antworten
schlamuetzel
(@schlamuetzel)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 99

Vielen Dank für deine Antwort! Es tut so gut, verstanden zu werden! Darf ich fragen, in welcher Gemeinde ihr heute seid, dass sowetwas möglich ist?

schlamuetzel antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3348

Wir sind in einer Chrischona gemeinde aktiv.

arcangel antworten
Tagesschimmer
Beiträge : 945
Veröffentlicht von: @schlamuetzel

Ich hoffe, es gibt hier vielleicht irgendjemanden, der mich versteht?

Ein bisschen schon. Ich habe auch schon einiges durch, was Mitgliedschaft und die zusammenhängenden Erwartungen betrifft. Das ist extrem unterschiedlich in den Gemeinden.

Ich kenne allerdings viele Gemeinden, die ab und zu Gastprediger haben. Ist das bei euch nicht möglich? Wenn doch, wäre die plötzliche Absage an dich ein Zeichen, dass man dich persönlich nicht predigen lassen will. Kannst du dich das vorstellen? Vielleicht ist inzwischen eine Meinung von dir aufgetaucht, die in der Gemeinde anders gelehrt werden soll oder sowas?

tagesschimmer antworten
6 Antworten
Tagesschimmer
(@tagesschimmer)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 945

Noch zwei Gedanken:
1. Ich bin nicht der Meinung, dass man als Gemeindemitglied mit allen Einzelentscheidungen der Gemeinde übereinstimmen muss. Ich empfinde z.B. die ACK nicht als Dach der Gemeinden, die sich in ihr engagieren, sondern eine Verbindungsstelle zu anderen Christen. Irgendwie sind wir durch den gemeinsamen Glauben sowieso verbunden. Fast jeder Christ würde wohl in seiner Gemeinde mit irgendetwas nicht einverstanden sein, wenn er lange genug suchen würde.
2.

sondern mich auch der Leitung anzuvertrauen

Was bedeutet bei dir "anvertrauen"? Wenn du dich der Gemeindeleitung im Vertrauen unterordnest, dich belehren und korrigieren lässt, um Hilfe bittest, dich zugehörig fühlst usw., was spricht da noch gegen eine Mitgliedschaft?

tagesschimmer antworten
schlamuetzel
(@schlamuetzel)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 99
Veröffentlicht von: @tagesschimmer

Ein bisschen schon. Ich habe auch schon einiges durch, was Mitgliedschaft und die zusammenhängenden Erwartungen betrifft. Das ist extrem unterschiedlich in den Gemeinden.

Danke! Das tut mir leid!

Veröffentlicht von: @tagesschimmer

Ich kenne allerdings viele Gemeinden, die ab und zu Gastprediger haben. Ist das bei euch nicht möglich? Wenn doch, wäre die plötzliche Absage an dich ein Zeichen, dass man dich persönlich nicht predigen lassen will. Kannst du dich das vorstellen? Vielleicht ist inzwischen eine Meinung von dir aufgetaucht, die in der Gemeinde anders gelehrt werden soll oder sowas?

Nein, es ist alles in Ordnung. Es war auch keine Absage, sondern die Bitte, Mitglied zu werden. Im Prinzip ist das ja nett, aber ich fühle mich schon lange dazugehörig und kann mich mit dem System Migliedschaft nicht anfreunden, weil ich einfach sehe, zu was es führt. Ansonsten bin ich sehr gern in dieser Gemeinde. Allerdings betrachte ich auch die anderen Gemeinden vor Ort als wertvoll und Gemeinde im Leib Jesu, sofern das biblische Evangelium verkündet wird.

schlamuetzel antworten
Tagesschimmer
(@tagesschimmer)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 945
Veröffentlicht von: @schlamuetzel

Allerdings betrachte ich auch die anderen Gemeinden vor Ort als wertvoll und Gemeinde im Leib Jesu, sofern das biblische Evangelium verkündet wird.

Würde man dich daran hindern, wenn du Mitglied deiner Gemeinde werden würdest?

Ich habe auch eher eine Sicht von einer Ortsgemeinde, die durch die ansässigen Gemeinden hindurch zusammengehört. Allerdings ist die eben auch nicht fehlerlos. Ich kann mich ja gar nicht zu einer Gemeinde halten, die alles richtig macht. Es ist ja immer Gott, der uns heiligt.

Deshalb habe ich auch kein Problem damit, einer Gemeinde beizutreten, so in dem Sinne "Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist", also irdische Obrigkeiten und ihre Regeln anzuerkennen, soweit das möglich ist. Damit habe ich mich ihr nicht mit Haut und Haar verschrieben.

Ich kann einer Gemeindezugehörigkeit auch deshalb etwas abgewinnen, weil die Gemeindeleitung dann auch eine gewisse Verpflichtung den Mitgliedern gegenüber hat. Es kommt mehr Ernsthaftigkeit in die Gemeinde und wenn nicht, fällt das früher oder später auf.

tagesschimmer antworten
schlamuetzel
(@schlamuetzel)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 99
Veröffentlicht von: @tagesschimmer

Würde man dich daran hindern, wenn du Mitglied deiner Gemeinde werden würdest?

Nein, das kann ich mir im Groben nicht vorstellen, auch wenn es da Dinge gibt, mit denen ich definitiv nicht übereinstimmen kann. Aber unser Wissen ist eben auch Stückwerk. Ich kann da nur in Liebe drauf aufmerksam machen (allerdings traue ich mich das kaum, weil ich aus einer Gemeindekultur stamme, wo nichts kritisiert wurde und man immer sehr darauf geachtet hat niemals etwas zu sagen, was auch nur ansatzweise als lieblos missverstanden werden könnte), wo ich etwas sehe und ich hoffe, dass die Geschwister das bei mir ebenfalls tun würden, wenn ich eine Haltung einnehme, die Gott nicht gefällt oder etwas tue, von dem sie der Meinung sind, dass es dem Leib schaden könnte.

Veröffentlicht von: @tagesschimmer

Ich kann einer Gemeindezugehörigkeit auch deshalb etwas abgewinnen, weil die Gemeindeleitung dann auch eine gewisse Verpflichtung den Mitgliedern gegenüber hat. Es kommt mehr Ernsthaftigkeit in die Gemeinde und wenn nicht, fällt das früher oder später auf.

Ich mache leider die Erfahrung, dass die Gemeindeleitung in meiner Gemeinde ihrer Verpflichtung nicht mal im Ansatz nachkommen kann, da die Gemeinde dafür viel zu groß ist. Die Menschen, die Mitglieder werden wollen, sind den Ältesten oft überhaupt nicht bekannt und trotzdem wird einfach zugestimmt, da man ja große Gemeinden toll findet... 😉
Im Prinzip müsste doch eine Verbindlichkeit auch ohne Mitgliedschaft möglich sein? Wo weit ich weiß, gibt es bei den Brüdern keine Mitgliedschaft für alle nicht-Ältesten.

schlamuetzel antworten
mrb-II
(@mrb-ii)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 954
Veröffentlicht von: @schlamuetzel

Im Prinzip müsste doch eine Verbindlichkeit auch ohne Mitgliedschaft möglich sein?

es gibt gemeindeformen, die ohne formale mitgliedschaft funktionieren. es steht dir frei eines davon auszusuchen.

Veröffentlicht von: @schlamuetzel

Wo weit ich weiß, gibt es bei den Brüdern keine Mitgliedschaft für alle nicht-Ältesten.

die offenen Brüdergemeinden funktionieren auch mit formaler mitgliedschaft und die geschlossenen mindestens mit informeller.

mrb-ii antworten
Tagesschimmer
(@tagesschimmer)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 945
Veröffentlicht von: @schlamuetzel

Würde man dich daran hindern, wenn du Mitglied deiner Gemeinde werden würdest?

Nein, das kann ich mir im Groben nicht vorstellen

Ich habe das Gefühl, dass sich für dich eigentlich nichts zum Nachteil ändern würde, wenn du Gemeindemitglied werden würdest.

Nur wärst du einem Kreis beigetreten, der wiederum dem ACK zugehörig ist, dem wiederum die katholische Kirche zugehörig ist, in der einige abweichende Praktiken ausgeübt werden. Andererseits fühlst du dich sowieso den ortsansässigen Christen verbunden.

Vielleicht siehst du es viel zu eng mit der Mitgliedschaft. Gibt es denn konkret in euerm Leitbild oder was auch immer du unterschreibst, Hinweise darauf, dass du unfreier wärst?

Veröffentlicht von: @schlamuetzel

allerdings traue ich mich das kaum, weil ich aus einer Gemeindekultur stamme, wo nichts kritisiert wurde und man immer sehr darauf geachtet hat niemals etwas zu sagen, was auch nur ansatzweise als lieblos missverstanden werden könnte

Vielleicht trägst du davon noch etwas mit dir und bist deshalb so übervorsichtig? Es ist eine gewaltige Macht, die da oft zwischen den Zeilen ausgeübt wird. Wenn man sich lange genug hilflos gegenüber solchen Strukturen gefühlt hat, kann schon ordentlich Angst entstehen.

Könntest du denn heute als erwachsener, freier Mensch, der Gott untersteht, anders mit solchen Strukturen umgehen oder neigst du noch dazu, in alte Rollen zu verfallen? Hattest du so eine Erfahrung in letzter Zeit nochmal?

tagesschimmer antworten


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