Müde – Warum ich al...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Müde – Warum ich als Pfarrer gerade ratlos bin


Orleander
Themenstarter
Beiträge : 176

Der Kölner Pfarrer Sebastian Baer-Henney kennt sich gut aus mit digitalen Medien, betreibt seit Jahren seinen eigenen Blog #RLVNZ. Doch aktuell hinterfragt er in der Coronakrise seine Rolle als Pfarrer, „weil ich merke, dass ich die Menschen meiner Gemeinde an vielen Orten eben nicht erreiche.“ Baer-Henney fühlt sich – müde.

Wir laden ein zum Gespräch: https://www.jesus.de/muede-warum-ich-als-pfarrer-gerade-ratlos-bin/

Antwort
51 Antworten
Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Der Beitrag hört sich ehrlich an und gibt teilwese Antwort auf Fragen, die ich mir gestellt habe. "Müde davon, Kinder zu betreuen und gleichzeitig Gemeinde zu leiten. Müde davon, im Hintergrund Prozesse zu begleiten, deren Relevanz sich mir im Moment nur sehr bedingt erschließt, zum Beispiel die Besetzung von Ausschüssen, von denen noch gar nicht klar ist, wann sie wieder tagen werden – und mit welchem Ziel "

Ich war fassungslos, als ich nach einigen Wochen der Corona-Krise immer noch keine Angebote in meiner Umgebung fand, die den Menschen direkt begegnen wollten. Nahezu alle Pastoren versuchen sich als Medienprofis. Ich habe mich informiert, aber nicht zwei Gemeinden gefunden, die eine gemeinsame youtube-Produktion starteten. Die Gemeindeblätter wurden um psychologische Tipps erweitert und immer wieder die Aufforderung, per Mail seine seelsorgerlichen Probleme zu schreiben. Die landen dann per Mail in den Gebetsgruppen.

Schließlich habe ich mit einigen wenigen Bekannten verschiedene kleine übergemeindliche Initiativen gestartet, bzw. mich welchen angeschlossen. Angebote, sich draußen oder zu online-Meetings zu treffen. Die verbreiteten sich ein wenig von allein.

Wir wollten aber nicht als Guerilla-Christen auftreten. Deshalb haben wir Pastoren angerufen und mit aller Vorsicht versucht, karzumachen, dass hier niemand eine neue Gemeinde gründen will, sondern die Christen in der Stadt einander ergänzen dürfen - einfach nur so, weil wir doch zusammengehören. Natürlich im Rahmen des Erlaubten.

Alle Pastoren (manche waren kaum zu erreichen) lehnten ab, wenn sie mitbekamen, dass wir nicht in ihre Gemeinde wechseln wollen, weil wir z.B. mit unerer unzufrieden wären. Angeblich gibt es in ihrer Gemeinde niemanden, der nicht schon alles angeboten bekommt, das er braucht. Ihre schönen Pfarrgärten sind leer.

In zwei Fällen erreichten wir zufällig nicht die Pastoren, sondern Mitarbeiterinnen. Nur diese beiden ließen sich auf ein offenes Gespräch ein. Sie freuten sich über die Möglichkeit, übergemeindlich zu sprechen, denn tatsächlich kannten auch sie viele Christen, die nicht über die üblichen Corona-Aktivitäten erreicht wurden, sogar viele jüngere.

Jetzt gibt es schon mehrere Gottesdienst-Livestreams und perfektionierte Anmeldewebsites für die Gottesdienstbesucher in meinem Stadtteil. Die Pastoren waren bestimmt nicht faul in der Zeit. Aber ihre Schäfchen auch nicht. Viele schauen dort, wo sie gerade wollen und suchen den persönlichen Austausch nicht mehr in Gemeinden. Manche Livestreams haben kaum mehr Teilnehmer als Mitwirkende.

In unserer Stadt kenne ich immer noch kein Angebot, das die neuen Strukturen aufnimmt. Einige, die vorher oft zum Gottesdienst kamen, leben heute völlig sekularisiert. Natürlich weiß ich nicht alles. Ein paar Hauskreise treffen sich draußen und nehmen öffentliche Freizeitangebote wahr, um Gemeinschaft zu haben.

Was ist eigentlich mit unserer Christenheit los, dass sie so daran festhält, dass Bibellesen und Gebet höchstens verstohlen nebenbei in der Öffentlichkeit getan werden? Wo ist das Problem, christliche Lieder offen zu singen? Warum trifft man sich nicht zur Seelsorge draußen? Ist die Bedienung der traditionellen Strukturen so aufwändig und ermüdend, dass für die Menschen keine Kraft mehr da ist?

Anonymous antworten
49 Antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11794

nur kurz:

Veröffentlicht von: @anonyma-2aed84658

Was ist eigentlich mit unserer Christenheit los, dass sie so daran festhält, dass Bibellesen und Gebet höchstens verstohlen nebenbei in der Öffentlichkeit getan werden? Wo ist das Problem, christliche Lieder offen zu singen? Warum trifft man sich nicht zur Seelsorge draußen? Ist die Bedienung der traditionellen Strukturen so aufwändig und ermüdend, dass für die Menschen keine Kraft mehr da ist?

Das ist tatsächlich ein Stück "Kultur", das wurde früher so vermittelt für ganz lange Zeit. Da dürfen wir auch in Liebe agieren und in Liebe neue Horizonte aufzeigen und sie eben auch in aller Liebe sie dahin führen ...

neubaugoere antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @anonyma-2aed84658

Ist die Bedienung der traditionellen Strukturen so aufwändig und ermüdend, dass für die Menschen keine Kraft mehr da ist?

Das ist meines Erachtens aber nicht nur zu Corona-Zeiten so. Es gibt in vielen Gemeinden so viel "Betriebsamkeit", fast zu viele Angebote - aber es gibt kaum jemanden, der einfach mal Zeit hat zuzuhören.

In unserer Gemeinde gibt es durchaus viele, die den Sonntagsgottesdienst im Livestream verfolgen, ich nehme an, dass sich auch die Hauskreise treffen.

Die Pfarrer hatten sogar eine Handy-Nr. veröffentlicht für Fälle, wo jemand Seelsorge oder Hilfe braucht. Nach mehreren Wochen habe ich jetzt gelesen, dass so gut wie niemand diese Nummer angerufen hat.

Ich meine generell, dass es eine große Hürde ist (in Deutschland...), mal nicht nur im engsten Kreis zuzugeben, dass es Probleme gibt, sondern z.B. sich auch in einer Kirchgemeinde verletzlich zu geben und damit vielleicht angreifbar zu machen.

Was konkret mich betrifft, würde ich diese Telefonnummer nicht wählen, weil ich ganz konkret mit unseren Pfarrern schlechte Erfahrungen gemacht habe. Ich weiß nicht warum, aber ich als Person habe in dieser Gemeinde noch nie schwach sein dürfen. Ich wurde nur mehrmals gescholten, weil ich eben für allerlei Aktivitäten, die mir nicht so am Herzen liegen, nicht zur Verfügung stand. Ich will auch nicht ungerecht sein - aber ich hatte leider noch nie das Gefühl, mich in meiner Gemeinde schwach zeigen zu dürfen und dann Unterstützung zu bekommen. (und das ist eine eben durchaus engagierte Gemeinde) Vielleicht geht es anderen ganz genauso.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @anonyma-eefd900c2

....aber ich hatte leider noch nie das Gefühl, mich in meiner Gemeinde schwach zeigen zu dürfen und dann Unterstützung zu bekommen. (und das ist eine eben durchaus engagierte Gemeinde) Vielleicht geht es anderen ganz genauso.

Ja.

Anonymous antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11794
Veröffentlicht von: @anonyma-eefd900c2

Ich will auch nicht ungerecht sein - aber ich hatte leider noch nie das Gefühl, mich in meiner Gemeinde schwach zeigen zu dürfen und dann Unterstützung zu bekommen. (und das ist eine eben durchaus engagierte Gemeinde) Vielleicht geht es anderen ganz genauso.

Ja, denn das hören Christen nicht gern - das ist die "Erziehung" der letzten Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte: Ein Christ ist nicht schwach, der hat doch diesen Jesus.

Ich sage: Man muss stark sein, um schwach sein zu können. - Selbst die Bibel sagt z.B. nicht, dass wir keine Angst mehr haben werden, sondern dass Gott IN unserer Angst bei uns ist. Das ist ja schon fast ein Unding, dass ein Christ in einer Gemeinde Angst haben könnte. Ja sicher haben wir etwas gegen diese Angst, dennoch ist der erste Schritt: denjenigen erst einmal anzunehmen, der da Angst hat. (Gleiches natürlich auch mit anderen Emotionen.) Die Bibel ist voll von Menschen mit allen möglichen Gefühlsäußerungen.

Ich hatte das große Glück, in meiner alten Gemeinde einen Pastor erleben zu dürfen und von ihm "unterwiesen" worden zu sein, der immer sagte: ich stehe lieber zu meiner Schwäche und bin dadurch angreifbar, als dass ich anderen etwas vorheuchle. - Eine wirklich mutige Entscheidung.

Ja, ich glaube, mit dieser "Annahme" - nehmt den anderen an ... - haben wir's vielleicht alle nicht so (ganz allgemein gesagt). Aber die kommt nunmal, wenn es nach Jesus geht, zuerst, noch vor dem ersten Rat"schlag" (wenn er nicht mal gewünscht ist) und vor der ersten "Lektion" in Sachen Evangelium. Schön abzulesen auch beim Motto der Heilsarmee: „Suppe, Seife, Seelenheil“ (“Soup, Soap, Salvation”). Gott sagte mir mal in meinen ersten Jahren mit ihm: "Achte auf die Reihenfolge!". Und das fängt eben auch schon beim Motto an. Achte mal auf die Reihenfolge: da kommt die Suppe und die Seife vor dem Seelenheil, vor der "Predigt".

Menschen stehen im Grunde sich selbst gegenüber, wenn sie einen Bedürftigen vor sich haben. Die Frage ist, wie sie er- bzw. gelernt haben, mit diesem Bedürfnis umzugehen. Darf es sein oder darf es nicht sein. Darf der andere so sein? Darf ich so sein? - Große Fragen.

Leider kenne ich aber auch Menschen, die unter "schwach sein" andere Dinge verstehen als ich, zum Beispiel. Sowas kommt dann noch erschwerend hinzu. Auch das Verständnis von Christus, dem Evangelium und der "eigentlichen Realität" kann sehr verschieden sein und so zu Reibungen und Missverständnissen führen. - Ja, es braucht Stärke, um wirklich schwach sein zu können in dieser Welt zu dieser Zeit jetzt. Aber ich kenne auch genug Menschen, bei denen ich z.B. schwach sein kann. Nicht alle, bei weitem nicht alle. Aber eben einige. Und DIE sind meine Orientierung. Und gemeinsam stehen wir füreinander ein und begleiten uns, weil wir wissen, dass wir alle schwach sind, nur steht eben nicht jeder dazu.

neubaugoere antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @neubaugoere

Menschen stehen im Grunde sich selbst gegenüber, wenn sie einen Bedürftigen vor sich haben. Die Frage ist, wie sie er- bzw. gelernt haben, mit diesem Bedürfnis umzugehen. Darf es sein oder darf es nicht sein. Darf der andere so sein? Darf ich so sein? - Große Fragen.

Ja, ich denke auch, dass es vielleicht oft auch viel mit der Abwehr der eigenen Schwäche zu tun hat.

Veröffentlicht von: @neubaugoere

Schön abzulesen auch beim Motto der Heilsarmee: „Suppe, Seife, Seelenheil“ (“Soup, Soap, Salvation”). Gott sagte mir mal in meinen ersten Jahren mit ihm: "Achte auf die Reihenfolge!"

Genau, da bin ich vollkommen dabei... vielleicht sollte ich mich bei der Heilsarmee engagieren... bzw. vielleicht wäre das mein Platz...

Veröffentlicht von: @neubaugoere

Aber ich kenne auch genug Menschen, bei denen ich z.B. schwach sein kann.

Das freut mich für dich.
Ich habe das auch gedacht - aber im Moment bin ich da so etwas in der Krise, mir brechen einige Leute weg...

Anonymous antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11794
Veröffentlicht von: @anonyma-eefd900c2

Ja, ich denke auch, dass es vielleicht oft auch viel mit der Abwehr der eigenen Schwäche zu tun hat.

Na vielleicht nicht unbedingt "Abwehr", eher der Umgang, der nie erlernt wurde und aufgrund der (Gemeinde-)Erziehung eben "nicht gestattet" ist, weil der Fokus zu sehr auf Evangelisation oder Predigt und Dienste in Form von Essen, Reinigung und Co gelegt wird; möglichst natürlich immer alles "perfekt". 😊

Ich nehm mich da auch gar nicht raus, ich bin ja nicht viel anders. Mir fällt es ebenso schwer, jemanden anzunehmen, der gerade ein Problem hat. Ich bin ein Problemlöser, einer - ähnlich den Männern - mit dem Werkzeugkasten gleich daherkommt. Dieses "Anhören" oder "Hinhören" und "nur" begleiten, ist auch nicht unbedingt meine Königsdisziplin. Das heißt auch nicht, dass ich das nicht kann, aber es fällt auch mir schwer.

Veröffentlicht von: @anonyma-eefd900c2

Das freut mich für dich.
Ich habe das auch gedacht - aber im Moment bin ich da so etwas in der Krise, mir brechen einige Leute weg...

Ah, du bist die mit dem eigenen Thread? 😊

neubaugoere antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @neubaugoere

Ah, du bist die mit dem eigenen Thread? 😊

Ja, das bin ich. Deswegen bin ich hier auch anonym, weil es Überschneidungen gibt.

Veröffentlicht von: @neubaugoere

eher der Umgang, der nie erlernt wurde und aufgrund der (Gemeinde-)Erziehung eben "nicht gestattet" ist, weil der Fokus zu sehr auf Evangelisation oder Predigt und Dienste in Form von Essen, Reinigung und Co gelegt wird; möglichst natürlich immer alles "perfekt". 😊

Genau, denn schließlich sagte Jesus ja immer wieder:
"Und ihr sollt perfekt sein - so wie ich perfekt war!" 😇

Anonymous antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15887
Veröffentlicht von: @anonyma-eefd900c2

Genau, denn schließlich sagte Jesus ja immer wieder:
"Und ihr sollt perfekt sein - so wie ich perfekt war!" 😇

Denke ich nicht, dass ER perfekt meinte. Ich erinnere mich an das Wort vollkommen aus dem Bibeltext.... für mich hat das mit Ganzheit zu tun.
Und das ist etwas, das ER mir schenken will und dass das prozesshaft abläuft und erst in der Ewigkeit abgeschlossen sein wird.

deborah71 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Das war ironisch gemeint... 😊

Anonymous antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15887

Ah...das war bei mir nicht angekommen... 😊

deborah71 antworten
schneeflloeckchen
(@schneeflloeckchen)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 392
Veröffentlicht von: @neubaugoere

Ah, du bist die mit dem eigenen Thread? 😊

So geht es vielen. 😉
Als ich mit einer Freundin über möglichen Folgen der Corona Kriese sprach, wies sie mich darauf hin, daß viele Menschen das "verordnete" Alleinsein nicht ertragen. Daran hatte ich noch nicht gedacht. Das war zu Beginn der Kriese. (Wie lange geht die schon?)
Und dann durften keine Gottesdienste, oder Gebetstreffen statt finden (ein Zufluchtsort wurde genommen. 😢)
Die Kriese ist ein Angriff auf unsere Gesellschaft, unsere Wirtschaft, unsere Umwelt (Natur), #aber# auch auf die Psyche der Menschen.
Die Folgen sind nicht absehbar. Sie werden uns überrollen.

LG flöckli

schneeflloeckchen antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11794
Veröffentlicht von: @schneeflloeckchen

Als ich mit einer Freundin über möglichen Folgen der Corona Kriese sprach, wies sie mich darauf hin, daß viele Menschen das "verordnete" Alleinsein nicht ertragen. Daran hatte ich noch nicht gedacht. Das war zu Beginn der Kriese. (Wie lange geht die schon?)

Lange ... und noch länger ... Ich kann da nicht wirklich so mitreden, weil mir das Alleinsein in der Regel nicht schwerfällt, sondern eben leicht. Bisher bezog sich das allerdings auf ein Leben "ohne Beschränkungen" wie eben in der Coronazeit. Und da ich in der Regel eher ein "Spätzünder" bin, merke ich jetzt im Moment (in den letzten Wochen), was mir da eigentlich dann doch fehlt: Die Umarmungen, die Berührungen, das In-den-Arm-genommen-Werden ... das fehlt mir doch ganz arg, das merkte ich, als wir uns wieder trafen, aber eben immer noch Abstand halten müssen. Das ist schon arg auszuhalten, wo ich Menschen so gern in den Arm nehme und auch (bei fast allen Situationen) eben auch gern in den Arm genommen werde. Berührungen/Zärtlichkeiten sind mit Zeit-verbringen meine "Liebessprachen". Da zehrt dann so eine Pandemie mit diesen Auflagen, die ja gut sind, eben doch. Aber ich wäre nicht ich, wenn ich nicht dafür nach Lösungen suchen würde. 😉 Und so intensiviere ich meine Kontakte per Videochat, stelle alles von Telefon auf Video um, soweit es geht, weil mir das eben dann doch auch mehr gibt als "nur" telefonieren. Das ist zwar immer noch nicht annähernd das, was ich durch das Umarmen erhalte, doch aber ne ganze Menge mehr als per E-Mail oder Telefon. Und ich entdecke gerade, dass darin auch eine gewisse Tiefe an Nähe möglich ist und das tut unglaublich gut, mir jedenfalls.

Diese Umstände müssen wir schon noch ne Weile aushalten. Da hilft es nicht, "negativ" zu denken oder irgendwo einen Schuldigen zu suchen oder die Auflagen auseinanderzunehmen und anzuzweifeln. Das hilft auch nicht gegen das Virus und es hilft auch nicht, mit den eigenen Bedürfnissen und Sehnsüchten umzugehen. Ein "Miteinander", wie Gott es initiiert hat, schon eher ... 😌 😉

Jetzt ist es doch schon wieder anders. Treffen sind möglich, wenn auch mit wenigen und mit einigen Auflagen, aber sie sind möglich. Niemand muss mehr allein sein. Wenn wir alle zusammenhalten und diese Krise miteinander angehen, dann stehen wir die eher durch als eben anders.

Liebe Grüße

neubaugoere antworten
schneeflloeckchen
(@schneeflloeckchen)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 392
Veröffentlicht von: @neubaugoere

Das ist schon arg auszuhalten, wo ich Menschen so gern in den Arm nehme und auch (bei fast allen Situationen) eben auch gern in den Arm genommen werde. Berührungen/Zärtlichkeiten sind mit Zeit-verbringen meine "Liebessprachen".

Wenn ich mich richtig erinnere hast Du mal geschrieben, daß Du ein Kind hast. Nimm es ich den Arm (auch wenn es jetzt schon groß ist), denn auch das Kind hat die Sehnsucht in den Arm genommen zu werden.
Ansonsten mußt Du Dir "Streicheleinheiten für die Seele" suchen. Wo, weißt Du am Besten.

LG flöckli

schneeflloeckchen antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11794
Veröffentlicht von: @schneeflloeckchen

Wenn ich mich richtig erinnere hast Du mal geschrieben, daß Du ein Kind hast. Nimm es ich den Arm (auch wenn es jetzt schon groß ist), denn auch das Kind hat die Sehnsucht in den Arm genommen zu werden.
Ansonsten mußt Du Dir "Streicheleinheiten für die Seele" suchen. Wo, weißt Du am Besten.

Nee, sorry, da muss ich dich korrigieren, ich habe keine Kinder.

Veröffentlicht von: @schneeflloeckchen

Ansonsten mußt Du Dir "Streicheleinheiten für die Seele" suchen. Wo, weißt Du am Besten.

Gut gemeint, aber die Seele zu berühren ist eben doch noch was anderes als die rein körperlichen Berührungen, Zärtlichkeiten, Liebkosungen und eben In-den-Arm-Nehmen.

neubaugoere antworten
schneeflloeckchen
(@schneeflloeckchen)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 392
Veröffentlicht von: @neubaugoere

Nee, sorry, da muss ich dich korrigieren, ich habe keine Kinder.

Dann tut es mir Leid. (Mir war ja nicht klar, ob ich mich richtig erinnere.)

Entschuldige.

schneeflloeckchen antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11794

Ach, das ist kein Ding. Ich merk mir auch nicht alles ...
😉

neubaugoere antworten
schneeflloeckchen
(@schneeflloeckchen)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 392

schneeflloeckchen antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @anonyma-2aed84658

Ich habe mich informiert, aber nicht zwei Gemeinden gefunden, die eine gemeinsame youtube-Produktion starteten.

Was würdest du dir von einer youtube-Produktion erwarten? Wie soll das aussehen? Übertragung von Gottesdiensten? (geschieht z.B. bei uns schon und wird auch angenommen)

Veröffentlicht von: @anonyma-2aed84658

Schließlich habe ich mit einigen wenigen Bekannten verschiedene kleine übergemeindliche Initiativen gestartet, bzw. mich welchen angeschlossen. Angebote, sich draußen oder zu online-Meetings zu treffen. Die verbreiteten sich ein wenig von allein.

Darf ich fragen, wo ungefähr in Deutschland ihr das macht und wie man dazustoßen könnte?

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @anonyma-eefd900c2

Was würdest du dir von einer youtube-Produktion erwarten? Wie soll das aussehen? Übertragung von Gottesdiensten? (geschieht z.B. bei uns schon und wird auch angenommen)

Nahezu alle haben ein eigenes Online-Angebot. Ich merke, wie viel Arbeit das für alle bedeutet, viel mehr als ein normaler Gottesdienst. Manche Gemeinden haben sich extra teures Equipment zugelegt. Dann schauen aber gar nicht so viele zu.

Warum also nicht ein gemeinsames Angebot mehrerer Gemeinden am Ort und die Energie dann lieber in kleinere online-Meetings und Feiluft-Kreise stecken, um den persönlichen Austausch zu ermöglichen?

In Wirklichkeit sind die Christen, die sowieso online-Angebote annehmen, längst in bestimmte online-Angebote von Gemeinden abgewandert, die sonst zu weit weg waren. Dort boomen die Zuschauerzahlen. Es gibt bereits reichlich gute online-Angebote. Aber an persönlicher Begegnung mangelt es.

Wenn ich in dem Blog lese, dass der Pastor selbst darunter leidet, dass er zu viel mit dem "Drumherum" der Gemeindearbeit zu tun hat, teilweise den Sinn nicht ganz erkennt, finde ich es tragisch.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @anonyma-2aed84658

Warum also nicht ein gemeinsames Angebot mehrerer Gemeinden am Ort und die Energie dann lieber in kleinere online-Meetings und Feiluft-Kreise stecken, um den persönlichen Austausch zu ermöglichen?

Das halte ich für eine sehr gute Idee.
Allerdings müssten die kleineren online- und offline-Meetings dann sehr niederschwellig sein. Denn Leute, die ohnehin schon immer in Hauskreisen u.ä. waren, brauchen das Angebot ja wahrscheinlich nicht, die haben ihren Kreis weiter.

Deswegen fragte ich dich auch oben, ob du solche - niederschwelligen - Angebote kennst, wo man evtl. gut reinkommt?

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @anonyma-eefd900c2

Leute, die ohnehin schon immer in Hauskreisen u.ä. waren, brauchen das Angebot ja wahrscheinlich nicht, die haben ihren Kreis weiter.

In unserer Gemeinde hat sich viel verändert. Im Gemeindechat schreiben nur noch wenige. Ich vermute, dass viele innerlich abgewandert sind oder auch überfordert wegen homeoffice, Kindern usw.

Die meisten Mitarbeiter (die oft auch Hauskreisleiter sind) haben jetzt mit den Gottesdiensten zu tun. Es sollen durch die besonders ansprechenden Produktionen neue Leute angesprochen werden. Die Hauskreise treffen sich offiziell nur zu Sport und Spiel. Natürlich kann jeder machen, was er will, aber die Gemeindeleitung ist offensichtlich zu beschäftigt.

Wenn ich das sehe, fühle ich mich im Nachhinein auch irgendwie geködert durch eine gute Öffentlichkeitsarbeit. Ich besuche jetzt meinen Hauskreis gar nicht, weil ich für Freizeitaktivitäten auch andere Freunde habe. Bei manchen fällt das zusammen, die halten die Hauskreise aufrecht.

Veröffentlicht von: @anonyma-eefd900c2

Deswegen fragte ich dich auch oben, ob du solche - niederschwelligen - Angebote kennst, wo man evtl. gut reinkommt?

Da wo ich selbst mitmache. Das sind alles einfache, privat organisierte Treffen, nur eins davon ist überregional. Ich möchte das jetzt ungern öffentlich machen, auch wenn wir uns natürlich grundsätzlich über Neue immer freuen. Suchst du für dich selbst?

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @anonyma-2aed84658

Da wo ich selbst mitmache. Das sind alles einfache, privat organisierte Treffen, nur eins davon ist überregional. Ich möchte das jetzt ungern öffentlich machen, auch wenn wir uns natürlich grundsätzlich über Neue immer freuen.

Verständlich, kein Problem. Ich fand die Idee interessant.

Veröffentlicht von: @anonyma-2aed84658

Suchst du für dich selbst?

Ja und Nein. Denn letzten Endes habe ich für regelmäßige Treffen irgendeines Kreises dann im Moment doch auch gar nicht die Zeit.

Anonymous antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11794
Veröffentlicht von: @anonyma-2aed84658

Nahezu alle haben ein eigenes Online-Angebot. Ich merke, wie viel Arbeit das für alle bedeutet, viel mehr als ein normaler Gottesdienst. Manche Gemeinden haben sich extra teures Equipment zugelegt. Dann schauen aber gar nicht so viele zu.

Nicht unbedingt. Aber die meisten wollen auch dies möglichst "perfekt" machen. Das steht vielen von uns im Weg, würde ich sagen. Unsere allerersten Online-Gottesdienste waren einfach mit nem Handy in freier Natur aufgenommen - ja klar ist dann die Tonqualität nicht so gut wie im Saal, wo's mucksmäuschenstill ist - aber eben von Herzen, mit Leidenschaft und aus Überzeugung und so ...

Warum eigentlich müssen andere immer ... ? 😉
Ich bin für mich und mein Glaubensleben auch selbst verantwortlich. Ich bin vor Gott dafür verantwortlich, ob ich mich in seine Gegenwart begebe, ob ich Gemeinschaft mit ihm habe. Dazu gehört eben auch die Schrift und das Lesen in ihr und der Austausch mit anderen dazu. Wer sagt, dass das immer in der eigenen Gemeinde sein muss? Also den Spieß quasi mal umgedreht. 😉 Ideen haben ist immer das eine, sie umzusetzen und seinen eigenen Teil dazu beitragen, oft was anderes. Geht es denn darum, am anderen "rumzunörgeln" (Fehler suchen) und sich zu be-schwer-en? 😉 Nein, es geht darum, seinen eigenen Weg zu finden und für sich die Verantwortung vor Gott zu übernehmen.

Veröffentlicht von: @anonyma-2aed84658

In Wirklichkeit sind die Christen, die sowieso online-Angebote annehmen, längst in bestimmte online-Angebote von Gemeinden abgewandert, die sonst zu weit weg waren. Dort boomen die Zuschauerzahlen. Es gibt bereits reichlich gute online-Angebote. Aber an persönlicher Begegnung mangelt es.

Na und? Wenn die Leute dann alle bei Gott bleiben oder gar zu Gott finden - WHY NOT? Das ist doch kein Wettbewerb unter Gemeinden, oder möchtest du den etwa haben?

neubaugoere antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Also, die andere anonyma kann ja sehr gut für sich selbst sprechen...

Aber ich hatte überhaupt nicht den Eindruck, dass es um Nörgeln ging. Sondern vielmehr eher darum, nicht anderen auf den Fuß zu treten. In die Kompetenzen anderer einzugreifen.

Und das fand ich gerade gut bei der anonyma, dass sie sich darüber Gedanken macht, es nicht nur einfach anders machen zu wollen, Bedürfnissen entsprechend, die sie wahrnimmt - sondern das auch noch mit denen gemeinsam zu tun, die in den vorhandenen Strukturen Verantwortung tragen.

Was mal wieder mich in meiner Gemeinde betrifft: Ich habe immer den Eindruck, dass ich bei denen, die Verantwortung tragen, sowieso nicht durchdringe. Jeder mag sein Lieblingsprojekt, und eigentlich wird dir immer nur ein schlechtes Gewissen gemacht, dass du bei diesem Lieblingsprojekt vielleicht gerade nicht mitmachen willst. Das finde ich sehr anstrengend.

Vermutlich, habe ich mir schon mal vorgenommen (geht nur grad schlecht, eben weil man sich nicht trifft), sollte ich mal die eher Stillen ansprechen - vielleicht kriegen wir wieder einen Besuchsdienstkreis organisiert. (um uns dann wahrscheinlich sagen lassen zu müssen, dass das doch niemand braucht und wir lieber was "Richtiges" machen sollen... Also, ein dickes Fell braucht man dazu dann auch noch.)

Anonymous antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11794
Veröffentlicht von: @anonyma-eefd900c2

Aber ich hatte überhaupt nicht den Eindruck, dass es um Nörgeln ging. Sondern vielmehr eher darum, nicht anderen auf den Fuß zu treten. In die Kompetenzen anderer einzugreifen.

Ich glaube, ich setzte aus diesem Grund auch Zwinkersmileys ... 😉 😊

Veröffentlicht von: @anonyma-eefd900c2

Was mal wieder mich in meiner Gemeinde betrifft: Ich habe immer den Eindruck, dass ich bei denen, die Verantwortung tragen, sowieso nicht durchdringe. Jeder mag sein Lieblingsprojekt, und eigentlich wird dir immer nur ein schlechtes Gewissen gemacht, dass du bei diesem Lieblingsprojekt vielleicht gerade nicht mitmachen willst. Das finde ich sehr anstrengend.

Das ist doof, wenn es so ist.

Veröffentlicht von: @anonyma-eefd900c2

Vermutlich, habe ich mir schon mal vorgenommen (geht nur grad schlecht, eben weil man sich nicht trifft), sollte ich mal die eher Stillen ansprechen - vielleicht kriegen wir wieder einen Besuchsdienstkreis organisiert. (um uns dann wahrscheinlich sagen lassen zu müssen, dass das doch niemand braucht und wir lieber was "Richtiges" machen sollen... Also, ein dickes Fell braucht man dazu dann auch noch.)

Hier kommt mir ein Gedanke: Der Feind legt überall Fallen aus, bitte achte darauf, nicht reinzutreten. Das nur mal vorneweg. Es sollte nicht darum gehen, irgendwas "besser zu machen" oder andere zu finden, um sich mit denen dann (gegen die anderen) zu verbünden. Wenn dies nicht so ist, dann ist auch alles in Ordnung. Wir alle müssen aufpassen, dass wir "in der Liebe" bleiben.

Mein alter Pastor (also Pastor der alten Gemeinde) sagte immer - und ich gebe ihm absolut Recht -: Wenn du etwas wirklich willst, dann tust du's einfach. Will heißen, dann fackelste nich lange, sondern fängst an. Auch gegen Widerstände. Auch wenn andere nicht mitmachen. - Gut, in meinem Leben ging es da eher darum, einen regelmäßigen Kaffeenachmittag zum Beispiel ins Leben zu rufen. Wenn ich (mit meiner Freundin) darauf gewartet hätte, bis das durch die Gremien durch ist und uns "erlaubt", dann hätten wir vielleicht bis heute keins. Aber wir zogen das einfach durch und Gott bestätigte es, er bestätigte die Motivation, mit der wir dies begonnen. Ja, sicherlich ein wenig tricky, weil wir eben einfach an den Gremien vorbei agierten (wobei ich hier nicht über Sinn und Unsinn solcher Gremien reden will). - Oder z.B. hab ich Geschwister, die würden gern ... das eine oder andere tun und warten immer drauf, dass sich ihnen jemand anschließt oder sie haben die Idee und warten darauf, dass von der "Obrigkeit" (Leitung, Gremien) jemand mal auf die gleiche Idee kommt oder ihre Idee aufgreift, ohne dass sie selbst dabei aktiv werden. Dann sag ich auch gern: tue es einfach. Wenn du zum Kaffee einladen willst - dann tue es einfach, wenn der Wunsch in dir brennt, dann tust du's eben. Dann fängst du an. Und ich bin überzeugt, Gott wird es bestätigen oder eben auch die Türen zulassen. Das sollte dann aber kein "Kampf" zwischen mir und den Gremien sein, sondern ist ein Beziehungsding zwischen mir und Gott, wenn schon.

Das nur als Gedanken ...

neubaugoere antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @neubaugoere

Es sollte nicht darum gehen, irgendwas "besser zu machen" oder andere zu finden, um sich mit denen dann (gegen die anderen) zu verbünden.

Klinge ich so, als wenn das mein Anliegen wäre? Dafür bin ich nicht der Typ.

Und ja, was du sagst, stimmt, was dir wirklich wichtig ist, das machst du auch.

Anonymous antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11794
Veröffentlicht von: @anonyma-eefd900c2

Klinge ich so, als wenn das mein Anliegen wäre? Dafür bin ich nicht der Typ.

Nein, das war eher die Vorsicht in mir, weil da Fallen sind ...

neubaugoere antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Jetzt muss ich gleich los, nur das noch:

Veröffentlicht von: @neubaugoere

ber die meisten wollen auch dies möglichst "perfekt" machen.

Verstehe ich auch, ist aber nicht die Priorität der Gemeinde.

Veröffentlicht von: @neubaugoere

Na und? Wenn die Leute dann alle bei Gott bleiben oder gar zu Gott finden - WHY NOT? Das ist doch kein Wettbewerb unter Gemeinden, oder möchtest du den etwa haben?

Das Naund wünsche ich mir in den Gemeinden. In meinen Augen ist es völlig überflüssig, dass jede Gemeinde ihren eigenen Gottesdienst fürs Internet produziert.

Manche sind besonders gut darin. Davon können andere profitieren und für sie beten oder auch mal für die Technik spenden. So eine Einheit der Gemeinden wäre mein Traum. Die ausgebrannten Pastoren müssen nicht auch noch Tontechniker werden. Es gibt bestimmt in jeder Gemeinde einen Dienst, mit dem sie die anderen Gemeinden segnen kann.

Anonymous antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11794
Veröffentlicht von: @anonyma-2aed84658

Verstehe ich auch, ist aber nicht die Priorität der Gemeinde.

Sehe ich auch so.

Veröffentlicht von: @anonyma-2aed84658

Das "Na und?" wünsche ich mir in den Gemeinden. In meinen Augen ist es völlig überflüssig, dass jede Gemeinde ihren eigenen Gottesdienst fürs Internet produziert.

Das sehe ich geteilter ... jede Gemeinde hatte für sich einen normalen Gottesdienst - by the way machen wir das mit der Pandemie alle zum ersten Mal 😉 niemand ist "geübt" in solchen Dingen - und jede Gemeinde hat halt auch ihre Mitglieder, ihre "Besucher" ... bei uns war es so, dass wir in den ersten Wochen alle miteinander Kontakt halten wollten; gerade mit den Älteren, die keinen Computer haben - da musste halt viel telefoniert werden, besuchen ging ja nicht. Und ich z.B. möchte eben auch, dass eine Gisela eben aus ihrer Gemeinde einen Gottesdienst bekommt, wie sie es gewohnt ist oder ein Herbert oder eine Gertrud (Namen frei erfunden; sollen aber die ältere Generation darstellen). Weil es ihnen zumeist schwer fällt, sich auf was Neues einzulassen, da ist auch schon die Umstellung auf Technik nicht so einfach. Gut, das haben einige von den Jüngeren auch, keine Frage. Wie würde es auf dich wirken, der du womöglich jahrzehntelang einer Gemeinde (und Gott) treu bist und dann hörst: ach ja, und Online-Gottesdienst holste dir dann am besten von der Nachbargemeinde. - Ich habs mal übertrieben, um deutlich zu machen, worauf ich hinaus will. Ich fände und finde es lieblos, sie dann stehenzulassen. Wir sollten einander doch helfen, unterstützen, ist das nicht der Sinn der Liebe? - Ich kann es absolut verstehen, wenn da jede Gemeinde für ihre "eigenen Schafe" versucht, etwas auf die Beine zu stellen. Und die, die es nicht können, erhalten da quasi die Unterstützung anderer Gemeinden, weil jeder, der einen Online-Gottesdienst möchte, sich auch einen suchen kann. Er ist ja Online nicht an eine Gemeinde gebunden (ist er offline auch nicht, aber das ist was anderes).

Wenn Pastoren ausbrennen, hat das Ursachen. Die täte ich mal suchen.

Wobei ich dir ein wenig zustimme, dass Gemeinden vieles gemeinsam machen könnten.

neubaugoere antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @neubaugoere

by the way machen wir das mit der Pandemie alle zum ersten Mal 😉 niemand ist "geübt" in solchen Dingen

ganz so ist es ja nicht. Einige Gemeinden veranstalten schon mal Konferenzen, die sie online übertragen, in anderen Gemeinden sind Medienschaffende, deren Beruf sowas ist.

Veröffentlicht von: @neubaugoere

da musste halt viel telefoniert werden, besuchen ging ja nicht.

Das finde ich wichtig, denn genau das ist ja das persönliche Kontakthalten. Das findet in meiner und einigen anderen Gemeinden, in die ich Einblick habe, nur auf ganz privater Ebene statt. Die Gemeindeleitungen sind mit allerlei zusätzlichem Organisatorischen und eben den neuen Medien beschäftigt.

Veröffentlicht von: @neubaugoere

Und ich z.B. möchte eben auch, dass eine Gisela eben aus ihrer Gemeinde einen Gottesdienst bekommt, wie sie es gewohnt ist

Ist ein online-Gottesdienst denn mit dem gewohnten Gottesdienst zu vergleichen? Hier ist es so: Einige sind immer schon Mediennutzer und suchen sich jetzt ihren Lieblingsgottesdienst aus. Merkt ja keiner. Andere nehmen an keinem Gottesdienst teil. Sie ziehen sich in die Gruppen zurück, in denen sie vorher waren. Bei vielen bleibt da nur die Familie, sofern vorhanden, bei einigen nichts. Wenn ich wüsste, wen das betrifft, würde ich ja mal anrufen. Als Pastor kann man sowas organisieren. Das herauszufinden finde ich viel wichtiger als Videos zu produzieren.

Veröffentlicht von: @neubaugoere

Wie würde es auf dich wirken, der du womöglich jahrzehntelang einer Gemeinde (und Gott) treu bist und dann hörst: ach ja, und Online-Gottesdienst holste dir dann am besten von der Nachbargemeinde.

Damit habe ich überhaupt kein Problem. Ich sehe sowas immer als Bereicherung. Wichtig wäre mir, dass es noch persönlichen Kontakt gibt. Telefon, Videokonferenzen und im Sommer draussen. Die Impulse im Gottesdienst sind für mich oft nicht so ausserordentlich, die Gespräche darüber oft aber schon. Für mich besteht das Wichtige der Ortsgemeinde nicht in der Lehre, sondern im Persönlichen.

Ich meine sogar, die Gemeinden sollten den Sommer nutzen, um im Geiste enger zusammenzurücken. Einige Gemeinden besitzen große Gebäude. Man könnte jetzt langsam einüben, wie sich dort Kleingruppen in unbelegten Zeiten treffen können. Ein Haus- oder Gebetskreis kann ganz normal stattfinden, wenn genug Abstand und Belüftung möglich ist.

Veröffentlicht von: @neubaugoere

Wir sollten einander doch helfen, unterstützen, ist das nicht der Sinn der Liebe?

Ist es denn Hilfe, möglichst genau das Gewohnte online nachzubauen? Dann sitzt doch jeder dritte Senior da und hat nicht die Empfangsgeräte, kann sie nicht einrichten oder findet es nur ermüdend, die ganze Zeit auf einen Bildschirm zu starren.

Für manchen wäre ein Anruf mehr Hilfe, wenn auch eine, die sonst keiner mitbekommt. Genau an der Stelle sollte es den Hauptamtlichen leicht gemacht werden, ihr Engagement gestalten zu können, wie es der Gemeinde wirklich guttut. Täglich mit 3 Personen am Telefon oder auf der Terrasse zu sprechen, kann härtere Arbeit sein, als ein Video in der Woche zu produzieren.

Anonymous antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11794
Veröffentlicht von: @anonyma-2aed84658
Veröffentlicht von: @anonyma-2aed84658

by the way machen wir das mit der Pandemie alle zum ersten Mal 😉 niemand ist "geübt" in solchen Dingen

ganz so ist es ja nicht. Einige Gemeinden veranstalten schon mal Konferenzen, die sie online übertragen, in anderen Gemeinden sind Medienschaffende, deren Beruf sowas ist.

Doch, die Pandemie machen wir alle zum ersten Mal mit. Manch einer kann nur schneller damit umgehen als ein anderer. Jeder trifft seine Entscheidungen und muss sich dafür verantworten.

Veröffentlicht von: @anonyma-2aed84658

Das finde ich wichtig, denn genau das ist ja das persönliche Kontakthalten. Das findet in meiner und einigen anderen Gemeinden, in die ich Einblick habe, nur auf ganz privater Ebene statt. Die Gemeindeleitungen sind mit allerlei zusätzlichem Organisatorischen und eben den neuen Medien beschäftigt.

Ich denke: wenn es vorher schon da war, das Kontakthalten, dann ist es während Corona auch da, weil es um die Haltung dazu geht, nicht um die neuen Medien. Es geht um die Liebe, die sie untereinander haben ... und das betrifft alle Bereiche, ob Gottesdienst, Orga oder anderes. Wir haben die gleichen Angebote in unserer Gemeinde wie vorher, nur online, wir haben eine Software gekauft und jeder Leiter eines Bereiches leitet eigenständig via Software diesen Bereich. Hatten die Leute vorher Kontakt, haben sie auch währenddessen Kontakt. Nur anders. Vielleicht gibt es den einen oder anderen, der kein Online/Internet mag, der hält dann telefonisch Kontakt.

Veröffentlicht von: @anonyma-2aed84658

Damit habe ich überhaupt kein Problem. Ich sehe sowas immer als Bereicherung. Wichtig wäre mir, dass es noch persönlichen Kontakt gibt. Telefon, Videokonferenzen und im Sommer draussen. Die Impulse im Gottesdienst sind für mich oft nicht so ausserordentlich, die Gespräche darüber oft aber schon. Für mich besteht das Wichtige der Ortsgemeinde nicht in der Lehre, sondern im Persönlichen.

Super, dann hattest du ja vorher Kontakte, warum sind die jetzt nicht mehr da? Oder hab ich was falsch verstanden oder falsch in Erinnerung? Dann sorry. - Wenn Menschen im Geiste enger zusammenrücken, müssen sie das nicht auch offline/real tun, das geht auch online (Telefon, Video etc.)

Veröffentlicht von: @anonyma-2aed84658

Ich meine sogar, die Gemeinden sollten den Sommer nutzen, um im Geiste enger zusammenzurücken. Einige Gemeinden besitzen große Gebäude. Man könnte jetzt langsam einüben, wie sich dort Kleingruppen in unbelegten Zeiten treffen können. Ein Haus- oder Gebetskreis kann ganz normal stattfinden, wenn genug Abstand und Belüftung möglich ist.

Wenn dir das auf dem Herzen liegt, organisiere doch einfach mit. Oder wirst du von jemandem abgehalten, zu helfen und dich einzubringen?

Veröffentlicht von: @anonyma-2aed84658

Ist es denn Hilfe, möglichst genau das Gewohnte online nachzubauen?

Ist es denn keine? Für die Mehrheit meiner Gemeinde ist es das. Wir treffen usn auch mit den Senioren wie gewohnt nach dem Gottesdienst zum Kaffee - eben online über Video - und auch zur Bibelstunde. Die einzelnen Kreise tun das ihre ...

Veröffentlicht von: @anonyma-2aed84658

Für manchen wäre ein Anruf mehr Hilfe, wenn auch eine, die sonst keiner mitbekommt. Genau an der Stelle sollte es den Hauptamtlichen leicht gemacht werden, ihr Engagement gestalten zu können, wie es der Gemeinde wirklich guttut. Täglich mit 3 Personen am Telefon oder auf der Terrasse zu sprechen, kann härtere Arbeit sein, als ein Video in der Woche zu produzieren.

Jeder darf da zur Tat schreiten, warum es immer den "Hauptamtlichen" überlassen?

Wie wäre es, wenn jeder das tut, was er am besten kann? Und wenn er es in der Liebe Christi tut, brennt es auch niemanden aus.

neubaugoere antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @neubaugoere

Wir haben die gleichen Angebote in unserer Gemeinde wie vorher, nur online, wir haben eine Software gekauft und jeder Leiter eines Bereiches leitet eigenständig via Software diesen Bereich. Hatten die Leute vorher Kontakt, haben sie auch währenddessen Kontakt. Nur anders. Vielleicht gibt es den einen oder anderen, der kein Online/Internet mag, der hält dann telefonisch Kontakt.

Das erlebe ich ganz anders. Durchweg scheinen die Pastoren und anderen bezahlten Mitarbeiter sehr viel mit Organisatorischem zu tun zu haben. Sie sind mehr als ausgelastet und bitten dauernd um Hilfe wegen der Gottesdienste. Es gibt kaum noch Seelsorge, Tür-und-Angel-Gespräche usw. Die Aktivität in unserem Gemeindechat hat deutlich nachgelassen. Einige Hauskreise treffen sich gar nicht mehr, bei vielen sind es weniger Teilnehmer. Alle, die sich in die Gemeinde einbringen, haben mehr oder weniger mit den Gottesdiensten zu tun. Denn die sind ja nun überall sichtbar, sollen Leute anziehen.

Veröffentlicht von: @neubaugoere

Super, dann hattest du ja vorher Kontakte, warum sind die jetzt nicht mehr da? Oder hab ich was falsch verstanden oder falsch in Erinnerung?

Es geht mir nicht um mich. Ich habe aber ein Interesse an einer lebendigen Gemeinde, da wage ich einfach mal zu sagen: Es läuft was schief, wenn die Pastoren überlastet sind und gleichzeitig ein Großteil der Arbeit gar nicht bei der Gemeinde ankommt.
Doch aktuell hinterfragt er in der Coronakrise seine Rolle als Pfarrer, „weil ich merke, dass ich die Menschen meiner Gemeinde an vielen Orten eben nicht erreiche.“ Baer-Henney fühlt sich – müde.
Genau das empfinde ich auch bei den Pastoren meiner Umgebung, bzw. ahne ich es.

Veröffentlicht von: @neubaugoere

Wenn dir das auf dem Herzen liegt, organisiere doch einfach mit. Oder wirst du von jemandem abgehalten, zu helfen und dich einzubringen?

Ich bin tatsächlich kurz davor, bei einer Kirchgemeinde anzufragen, die nahezu immer mindestens einen Saal frei hat. Dir scheint aber nicht klar zu sein, was das für ein mutiger Schritt ist. Pastoren reagieren oft extrem empfindlich auf eine übergemeindliche Anfrage. Sie tragen ja kein Risiko, wenn sie in ihrem Rahmen bleiben und alles unter Kontrolle haben. Warum sollten sie sich ein buntes Häufchen Christen ins Haus holen?

Dazu kommt: Ich will das ja nicht heimlich machen. Also werde ich auch in meiner Gemeinde Reaktionen bekommen. Das ist nicht schlimm, keine soziale ächtung, aber es kommt schon mal vor, dass Links unter einem Vorwand gelöscht werden. Man bekommt keine Reaktion, steht eben doof da, als wollte man was böses. Eigeninitiative wird leider oft als Kritik verstanden.

Veröffentlicht von: @neubaugoere

Wir treffen usn auch mit den Senioren wie gewohnt nach dem Gottesdienst zum Kaffee - eben online über Video - und auch zur Bibelstunde. Die einzelnen Kreise tun das ihre ...

Dann seid ihr irgendwie geschickter als wir.

Veröffentlicht von: @neubaugoere

Jeder darf da zur Tat schreiten, warum es immer den "Hauptamtlichen" überlassen?

Weil die Telefonnummern und einen gewissen Überblick haben. Ich würde mich sehr wundern, wenn hier plötzlich Leute anrufen würden, mit denen ich nie Kontakt hatte. Ich würde denken, sie haben vielleicht ein Problem und wünschen sich Kontakt mit mir. Dabei wollen sie sich um mich kümmern und haben gar keine Zeit.

Veröffentlicht von: @neubaugoere

Wie wäre es, wenn jeder das tut, was er am besten kann? Und wenn er es in der Liebe Christi tut, brennt es auch niemanden aus.

Ja, darum geht´s. Wie kann man darin vorankommen?

Anonymous antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11794
Veröffentlicht von: @anonyma-2aed84658

Das erlebe ich ganz anders.

Das tut mir leid für dich.

Vielleicht hilft es allgemein zum Verständnis, in die Arbeit eines Pastoren oder Pfarrers reinzublicken, denn der hat noch mehr zu tun als "nur" Gottesdienste vorzubereiten oder Gespräche zu führen. Zum anderen wage ich zu behaupten, wenn er so zugeballert ist mit Organisatorischem, wird er wenig Zeit für die Zeit mit Gott haben, wenig "Stille Zeit", um zu hören, was Gott möchte. Das hat sicher auch Folgen ...

Mein Hauskreis ist auch so einer, wo Menschen nicht gern mit den Medien arbeiten, die erreiche ich nur persönlich. Ich bin von Hause aus nicht wirklich ein Mensch, der gern zu anderen Kontakt aufnimmt; aber auch da hilft Gott, so ist meine Erfahrung, und wirkt halt das eine oder andere "Wunder". 😊

Wie erreichst du eigentlich Menschen, die dann von Gott und Jesus erfahren? Wie verkündigst du die Frohe Botschaft, das Evangelium und führst Menschen zu Gott?

Veröffentlicht von: @anonyma-2aed84658

Ich bin tatsächlich kurz davor, bei einer Kirchgemeinde anzufragen, die nahezu immer mindestens einen Saal frei hat. Dir scheint aber nicht klar zu sein, was das für ein mutiger Schritt ist. Pastoren reagieren oft extrem empfindlich auf eine übergemeindliche Anfrage. Sie tragen ja kein Risiko, wenn sie in ihrem Rahmen bleiben und alles unter Kontrolle haben. Warum sollten sie sich ein buntes Häufchen Christen ins Haus holen?

Auch Pastoren sind Menschen und ich finde, das dürfen sie auch sein. Den Kirchen/Leitern obliegen gerade jetzt in der Coronazeit hohe Auflagen. Die lückenhaft zu erfüllen, erfordert schon ein wenig Aufwand und Kontrolle. Das mag auch nicht jeder. Und ich hab durchaus Verständnis dafür. Niemand will ein Superspreader sein und von den Medien und den Leuten verrissen werden. - Wenn du jetzt so einen Saal mietest, dann bist nicht nur du als "Veranstalter" dann dafür verantwortlich, sondern der "Vermieter" bleibt es auch. - Hier müssen einfach alle schauen, wie sie am besten zueinanderkommen. Mit Druck gehts schonmal nicht. Corona ist keine leichte Zeit, Menschen haben Ängste und wollen auch mit und in ihren Ängsten wahrgenommen und akzeptiert werden. Auch Pastoren oder leitende Mitarbeiter; der "kleine Mann" ja schließlich auch.

Veröffentlicht von: @anonyma-2aed84658

Dann seid ihr irgendwie geschickter als wir.

DAs sind unsere Senioren, die lieben Gemeinschaft und sind mutig genug, sich mit den neuen Medien auseinanderzusetzen. Es läuft nicht immer perfekt, aber alle wissen sich zu helfen. Da halten wir auch zusammen. Ich glaube, dass nicht wir uns das auf die Fahne schreiben sollten, das ist allein Gottes Werk, der Liebe unter uns.

Veröffentlicht von: @anonyma-2aed84658

Weil die Telefonnummern und einen gewissen Überblick haben. Ich würde mich sehr wundern, wenn hier plötzlich Leute anrufen würden, mit denen ich nie Kontakt hatte. Ich würde denken, sie haben vielleicht ein Problem und wünschen sich Kontakt mit mir. Dabei wollen sie sich um mich kümmern und haben gar keine Zeit.

Je nach Hierarchie der Gemeinde/nach Struktur könnten sich Menschen anbieten, bestimmte Aufgaben zu übernehmen und könnten "offiziell eingesetzt" werden (in der Coronazeit kann ja jeder schriftlich informiert werden über Veränderungen). - Ihr seid eine größere Gemeinde? - Dein Beispiel erinnert mich daran, dass es auch in meiner Gemeinde Menschen gibt, zu denen ich nicht viel Kontakt hatte, zu denen hab ich auch heute kaum Kontakt. Und ehrlich: Was ist ein "Kontakt", wenn ich keine Telefonnummer von demjenigen habe und sowieso auch schon vor Corona immer mal angerufen habe?

Veröffentlicht von: @anonyma-2aed84658

Ja, darum geht´s. Wie kann man darin vorankommen?

Sich vertrauensvoll an Gott wenden und sich in seine Arme werfen, Zeit mit ihm verbringen und "hören" ... 😌

neubaugoere antworten
schneeflloeckchen
(@schneeflloeckchen)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 392
Veröffentlicht von: @anonyma-2aed84658

Warum trifft man sich nicht zur Seelsorge draußen?

Seelsorge hat schon immer "draußen" statt gefunden.
Früher ging der Pfarrer mittags im Dorf reihum zu essen. Sie waren nicht verheiratet, damit sie mehr Zeit für die Gemeinde haben.
"Seelsorge" findet auch im aktiven Gemeindeleben statt, wo jeder seinen Platz / Aufgabe(?) hat, und damit wichtig ist, "ein Geist, und viele Glieder". Leider ist das aktive Gemeindeleben dank Corona fast ausgehebelt.
Zum rein "seelsorgerlichen Gespräch" kommen die wenigsten, denn es gibt die "Schwellenangst".

Laß Dich nicht entmutigen!

Wenn Du genug Freizeit hast, dann setze Dich doch mal zu jemanden auf die Bank (auch da kann man Abstandsregeln einhalten), der einsam da sitzt.
Wenn #er# anfängt zu reden, dann fehlt ihm ein Mensch, der ihn auch jetzt sieht.

Oder stimme in der Öffentlichkeit ein Lied an.
Es muß ja nicht gleich ein Gesangbuchlied sein. Aber singen ist auch Loben Gottes mit der Stimme.
Denn nur der Mensch (Krönung der Schöpfung) kann singen.
Ich bin immer wieder erstaunt, wie in der Weihnachtszeit, beim anstimmen eines bekannten Liedes, sich schnell ein Straßenchor findet, (fast wie bei den "Fischerchören") und danach wieder weiter gehen.

Nur Mut!
(Dazu brauchst Du keine Entscheidung des Kirchenrates o.ä.)

LG flöckli

Nachtrag vom 07.07.2020 1253
Not lehrt beten.

Der Vorbau war ja schon mit den vielen "Engelsrufern" in Schmück-Geschäften u.ä.
Hoffentlich werden jetzt nicht die falschen Mächte auf den Plan gerufen. 😕 😯 😕

schneeflloeckchen antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @schneeflloeckchen

Seelsorge hat schon immer "draußen" statt gefunden.
Früher ging der Pfarrer mittags im Dorf reihum zu essen. Sie waren nicht verheiratet, damit sie mehr Zeit für die Gemeinde haben.

Ja.

Und was ich eben z.B. an unserer Gemeinde symptomatisch finde: Es gibt unglaublich viele Angebote, man freut sich in "normalen" Zeiten, wie viele Leute im Gottesdienst sind (und wie schön, so viele junge...) Was ist aber der einzige Kreis, den es früher gab, der aber eingestellt wurde (denn dafür haben wir nicht mehr die Ressourcen...):

der Besuchsdienstkreis.

Veröffentlicht von: @schneeflloeckchen

Nur Mut!
(Dazu brauchst Du keine Entscheidung des Kirchenrates o.ä.)

Das sehe ich genauso. Wenn jemand dazu die Kraft hat, sind das gute Ideen mit Bank und Lied.

Anonymous antworten
schneeflloeckchen
(@schneeflloeckchen)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 392

❤ ❤ ❤

Veröffentlicht von: @anonyma-eefd900c2

Und was ich eben z.B. an unserer Gemeinde symptomatisch finde: Es gibt unglaublich viele Angebote, man freut sich in "normalen" Zeiten, wie viele Leute im Gottesdienst sind (und wie schön, so viele junge...) Was ist aber der einzige Kreis, den es früher gab, der aber eingestellt wurde (denn dafür haben wir nicht mehr die Ressourcen...):

.
Viele lassen sich da nur "berieseln" 🙄

Veröffentlicht von: @anonyma-eefd900c2

der Besuchsdienstkreis.

Der wäre eindeutig heute möglich. Keiner hat eine so kleine Wohngelegenheit, daß man die 1,5m nicht einhalten kann. Man könnte sich ja telefonisch anmelden, oder dann draußen treffen, z.B. auf einer Bank. 😉

LG flöckli

Nachtrag vom 07.07.2020 1225
Natürlich dürfte man dann keine Angst vor Corona haben.
Aber der Pflegedienst kann ihn ja auch mitbringen.

schneeflloeckchen antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @schneeflloeckchen

Viele lassen sich da nur "berieseln" 🙄

Nein, das ist nicht das Problem. Wir haben viele engagierte Gemeindemitglieder, und es gibt unterschiedlichste Aktivitäten, aber es gibt so gut wie keinen Raum, wo man einfach mal hinkommen und sein darf.

Ich glaube, es ist nicht eine Frage der Leistungsbereitschaft, von Faulheit und Trägheit, sondern es ist eher eine Frage der falschen Blickrichtung - an den Bedürfnissen vieler Gemeindeglieder vorbei?

Anonymous antworten
schneeflloeckchen
(@schneeflloeckchen)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 392
Veröffentlicht von: @anonyma-eefd900c2
Veröffentlicht von: @anonyma-eefd900c2

Viele lassen sich da nur "berieseln" 🙄

Veröffentlicht von: @anonyma-eefd900c2

Nein, das ist nicht das Problem. Wir haben viele engagierte Gemeindemitglieder, und es gibt unterschiedlichste Aktivitäten, aber es gibt so gut wie keinen Raum, wo man einfach mal hinkommen und sein darf.

Ich kenne Deine Gemeinde nicht.
Es sollte #keine# Unterstellung werden.

Veröffentlicht von: @anonyma-eefd900c2

Ich glaube, es ist nicht eine Frage der Leistungsbereitschaft, von Faulheit und Trägheit, sondern es ist eher eine Frage der falschen Blickrichtung - an den Bedürfnissen vieler Gemeindeglieder vorbei?

Die Frage kann ich nicht beantworten. Dafür kenne ich Deine Gemeinde nicht, und kenne die Angebote auch nicht.

LG flöckli

schneeflloeckchen antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Hallo schneefloeckchen,

ich erwarte gar nicht, dass du das beantworten kannst, denn natürlich kennst du meine Gemeinde nicht.

Du musst ja auch nicht alles beantworten können.

Ich wollte es nur richtigstellen, um nicht falsch verstanden zu werden - und weil es eben irgendwie auch mal aus mir raus muss...

Anonymous antworten
schneeflloeckchen
(@schneeflloeckchen)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 392

Hallo ((( Du ))),

so ging es mir doch auch nur.
Nicht falsch verstanden zu werden.
(Beim Schreiben fehlt nun mal Ton und Mimik.)

LG flöckli

schneeflloeckchen antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

kein Problem, ich meinte es nur sachlich, alles ok.

Anonymous antworten
schneeflloeckchen
(@schneeflloeckchen)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 392

❤ ❤ ❤

schneeflloeckchen antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @schneeflloeckchen

Zum rein "seelsorgerlichen Gespräch" kommen die wenigsten, denn es gibt die "Schwellenangst".

Das war vor Corona bei uns nicht so. Die Schwellenangst gibt es eher beim schriftlichen ausdrücken der ganz persönlichen Probleme.

Veröffentlicht von: @schneeflloeckchen

Oder stimme in der Öffentlichkeit ein Lied an.

😀 Na da bin ich froh, nicht allein mit meinem Bedürfnis nach gelebtem Christsein in der Öffentlichkeit zu sein. Für mich ist in der Hinsicht inzwischen gesorgt.

Wir hatten sogar öfter Zuhörer, die gern eine Weile in unserer Nähe blieben. Einmal kam auch eine Christin vorbei, die sich kurz anschloss. Wir haben ein wenig evangelistische Literatur auf die Bänke in der Umgebung gelegt. Sowas ist ein ganz unkomplizierter, natürlicher Gottesdienst.

Veröffentlicht von: @schneeflloeckchen

Ich bin immer wieder erstaunt, wie in der Weihnachtszeit, beim anstimmen eines bekannten Liedes, sich schnell ein Straßenchor findet, (fast wie bei den "Fischerchören") und danach wieder weiter gehen.

Vielleicht traue ich mir das bis Weihnachten.

Veröffentlicht von: @schneeflloeckchen

Nur Mut!
(Dazu brauchst Du keine Entscheidung des Kirchenrates o.ä.)

Es ist ein unangenehmes Gefühl, so neben kirchlichen Strukturen zu laufen. So als hätte man unlautere Motive. Sogar in meiner eigenen Gemeinde werden die meisten übergemeindlichen Aktionen nicht veröffentlicht oder von den Leitern nicht kommentiert. (sowas wie "Gemeinsam vor Pfingsten") Wenn jemand schreibt, er hat einer Nachbarin geholfen, jubeln die Pastoren. Es wird nicht offen darüber gesprochen, wie das gemeint ist.

Ich habe unserem Hauptpastor mal einen Hinweis auf eine gute Aktion einer großen, bekannten Gemeinde unserer Nachbarstadt gegeben. Er hat allen Ernstes gesagt, er kenne die Gemeinde nicht.

Anonymous antworten
schneeflloeckchen
(@schneeflloeckchen)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 392
Veröffentlicht von: @anonyma-2aed84658

Es ist ein unangenehmes Gefühl, so neben kirchlichen Strukturen zu laufen.

Kennst Du das Kinderlied: "Geh, Abraham geh..."?

LG flöckli

schneeflloeckchen antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @anonyma-2aed84658

Es ist ein unangenehmes Gefühl, so neben kirchlichen Strukturen zu laufen. So als hätte man unlautere Motive. Sogar in meiner eigenen Gemeinde werden die meisten übergemeindlichen Aktionen nicht veröffentlicht oder von den Leitern nicht kommentiert. (sowas wie "Gemeinsam vor Pfingsten") Wenn jemand schreibt, er hat einer Nachbarin geholfen, jubeln die Pastoren. Es wird nicht offen darüber gesprochen, wie das gemeint ist.

Ich habe unserem Hauptpastor mal einen Hinweis auf eine gute Aktion einer großen, bekannten Gemeinde unserer Nachbarstadt gegeben. Er hat allen Ernstes gesagt, er kenne die Gemeinde nicht.

Ich finde das interessant, was du da so berichtest. Vielleicht ist es gut, das erst einmal zur Kenntnis zu nehmen. Und dann das Problem in den Blick zu nehmen. Es muss und kann ja nicht immer sofort eine Lösung geben.

(Du selbst scheinst ja halbwegs damit umgehen zu können. Ich habe den Eindruck, dass du an der Stelle weniger Ermutigung suchst als es eben einfach mal erzählen willst. - Und, ist ja auch wirklich interessant, denn ich kenne das hier so nicht. Vielleicht kommt es auch darauf an, in welcher christlichen Denomination man sich bewegt.)

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @anonyma-eefd900c2

(Du selbst scheinst ja halbwegs damit umgehen zu können. Ich habe den Eindruck, dass du an der Stelle weniger Ermutigung suchst als es eben einfach mal erzählen willst. - Und, ist ja auch wirklich interessant, denn ich kenne das hier so nicht. Vielleicht kommt es auch darauf an, in welcher christlichen Denomination man sich bewegt.)

Einerseits komme ich gut klar. Ich kenne ein paar Wenige aus verschiedenen Gemeinden vor Ort, die ähnlich denken. Wir beten sowieso zusammen, treffen uns seit Jahren, einige seit Jahrzehnten, dort, wo es gerade passt. Wenn wir besonders gute Lehre oder Seminarangebote sehen, geben wir den Tipp weiter. Das und natürlich auch Privates fließt in unsere Gebete und Gespräche ein. Das klappt gut über Gemeinde- und Ortsgrenzen hinwig. Aber es geht ja nicht nur um uns.

Erzähle ich mal in unserem Gemeinde-Hauskreis davon, schauen sie mich an wie ein Auto. Alle sind wirklich freundlich, wir mögen uns, aber sie verstehen einfach nicht, warum wir uns so viel mit geistlichen Dingen beschäftigen. Meine Gemeindeleitung möchte andauernd, dass wir Spiele machen und gemeinsam essen. Geistlich in die Tiefe gehen? Das wird fast belächelt oder gar als gefährlich dargestellt.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Ich finde es super, wenn sich jemand nach geistlichen Tiefgang sehnt. So wie ich es hier lesen kann. Ja, es ist tatsächlich so, dass die Corona-Krise auch Dinge hinterfragt. Einfach frommes Programm weitermachen, finde ich schwierig. Wird aber oft versucht, weil es bekannt ist. Wege der Gemeindeerneuerung oder Begleitung in der Krise und auch ein Angebot für die Menschen, die Gott noch nicht kennen, könnten ja auch den Horizont erweitern. "Gemeinsam vor Pfingsten" war eine super Möglichkeit dazu. Auch im Alltag, kommt man mit vielen Menschen einfach ins Gespräch, weil es uns ja allen gleich geht, denn wir sind alle herausgefordert.

Anonymous antworten
2dlanor66
(@2dlanor66)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 25

Habe in meinem Alpha Kurs eine tolle gemeinde kennengelernt und bin zu glauben gekommen. Kirche kann so toll sein

2dlanor66 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Das freut mich sehr. Wünsche Dir ganz viel Segen von Jesus. Diese Glaubenskurse sind einfach immer noch gut.
Mache die auch so gerne. Ich habe erlebt, dass auch langjährige Christen plötzlich wieder ganz lebendig Gott erfahren hatten und eben auch Menschen einfach Jesus kennen gelernt haben.

Bewahre Dir Dein Feuer im Glauben.

Anonymous antworten


tristesse
Beiträge : 16837

Am liebsten würde ich Pfarrer Baer-Henney auf die Schulter hauen und sagen "Herr Pfarrer, willkommen in der Coronakrise, die nicht nur vor Kranken, Rentnern, alleinerziehenden Müttern, Singles und Familien nicht Halt gemacht hat, sondern auch vor nicht vor Ihnen."

Ich glaube, es gibt sehr, sehr viele Menschen, die in der andauernden Krise müde, erschöpft und frustriert zurück bleiben. Verlust von Normalität, Gesundheit, finanzieller Sicherheit, Versorgung der Kinder... das macht was mit einem und da steht auch kein Pastor drüber. Ich kann seinen Frust wirklich gut verstehen.

Die Frage ist, ob er jetzt aufgibt oder noch mal den Schritt aus der Frustation in die Hoffnung schafft. Sollte man ja von ihm erwarten als Mann Gottes. Da braucht er Mut für eine Veränderung, Flexibilität, Kreativität und Hilfe von außen, so wie jeder berufstätige Mutti auch in dieser Zeit. Oder der Renter, um den sich keiner kümmert. Oder der Vater in Zeitarbeit, der auf einen Anteil seines Einkommens verzichten muss.

Sich mal auf den Boden setzen und jammern ist völlig okay, haben große Gottesmänner wie Elia und Mose auch mal gemacht. Aber es geht dann darum, wieder aufzustehen. Und das wünsche ich Pfarrer Baer-Henney. Und dass er sich Hilfe holt, er muss nicht alles allein machen, vielleicht sollte er diese Gedanken nicht nur bloggen, sondern auch seinen Leuten in der Gemeinde vortragen und sie mit ins Boot holen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es da keinen gibt, der ihm hilft, Kirche coronakonform neu zu gestalten und die Lasten gemeinsam zu schultern.

Angst vor neuen Wegen ist niemals gut.

tristesse antworten
Teilen: