Warum Kirche frustr...
 
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Warum Kirche frustriert – und wir sie trotzdem brauchen


Orleander
Themenstarter
Beiträge : 176

Wir laden ein zum Gespräch: https://www.jesus.de/warum-kirche-frustriert-und-wir-sie-trotzdem-brauchen/

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Plueschmors
Beiträge : 3745

Es gab eine Predigt, die werde ich niemals vergessen. Denn wie aus dem Nichts fängt der Pastor an zu schreien und zu schimpfen. Er brüllt mich an. Nennt mich mit Namen. Was mir denn einfalle. Ich hätte gefälligst vernünftig mitzusingen. Sein Donner will einfach nicht aufhören. Es ist ein Albtraum. Meine Augen füllen sich mit Tränen und irgendwann kann ich nicht mehr. Ich will einfach nur weg. Also laufe ich den Gang zwischen den Bank­reihen entlang, spüre unzählige Blicke auf mir und rette mich zur Kirchentür. Irgendwie habe ich es geschafft, die restliche Zeit bis zur Konfirmation die Zähne zusammenzubeißen. Aber seitdem habe ich diese Kirche nicht mehr betreten und eine andere auch nicht.

War der betrunken oder hatte der sonst ein Problem mit dem Konfirmanden? Ich habe schon viele Pastoren erlebt. So einen noch nie. Gott sei Dank.

Wir wollen als Gemeinden Hoffnung in unsere Nachbarschaft tragen und Orte sein, wo jeder liebevoll angenommen wird. Doch manchmal ist Gemeinde eben auch ein Ort von Verletzungen und Enttäuschungen.

Ist mir zum Glück auch noch nie begegnet.

Es gibt Formen von Kirche, die krank machen. Gemeindekulturen können Gift für die Seele sein.

Das höre ich ab und zu mal aus dem freikirchlichen Bereich, wo man aber auch viel mehr vereinnahmt wird als in der "freien" Landeskirche.

Wir sind geliebte Kinder und gerechtfertigte Sünder, nicht weil wir etwas dafür getan hätten, sondern weil Gott es uns geschenkt hat. Ich meine, dass das nun in der Kirche nicht anders ist. Auch hier tut Gott das Entscheidende.

Jawoll!

Komme ich in erster Linie in die Gemeinde, um etwas zu tun, oder komme ich, um etwas zu empfangen? Dürfen wir in einer Gemeinde Bettler sein, die gemeinsam die größten Gaben von unserem Heiland empfangen?

😎

Für wenige Minuten darfst du wegschauen von deinem Versagen im Kampf mit der Sünde und von deinem versteinerten Herzen, sodass du nur noch Christus siehst, den für dich Gekreuzigten. Wenigstens einmal in der Woche darfst du eine gute Nachricht hören trotz all der Schwierigkeiten, die dein Leben durchziehen mögen. Dieser gebrochene Mann Gottes spricht dir die Vergebung deiner Sünden zu und erinnert dich daran, dass du durch deine Taufe ein Kind Gottes bist und bleibst. Er tut es wieder und wieder und hört damit nicht auf, bis du dieses Erdenleben verlassen wirst. Deshalb brauchst du die Kirche.

Gut geschrieben!

Du brauchst die Kirche, weil sich dort am Altar Christus selbst in deinen Mund legt, mit seinem wahren Leib und seinem kostbaren Blut. Er tut dies, damit du Gottes Liebe schmecken kannst, selbst wenn du in deinem Herzen nichts mehr von ihr spürst. Vergebung kann man vielleicht nicht immer fühlen, aber man kann sie „essen“.

Gerade das Abendmahl ist ja der beste Grund, die Gemeinschaft der Gläubigen zu suchen. Ich will mir das nicht selber sonntags im Schlafanzug aus dem Kühlschrank nehmen und geben...

Die Kirche ist der Ort der Gnade Gottes.

Schön zusammengefaßt!

😊

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