Papst Franziskus is...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Papst Franziskus ist tot

Seite 2 / 2

GoodFruit
Themenstarter
Beiträge : 4220

Hallo Community!

Eben habe ich diese Pressemeldung gelesen:

Papst Franziskus ist tot

Auch wenn ich selber nicht katholisch bin, so glaube ich doch an den einen Leib Christi und ich habe die Todesnachricht von dem großen und bei Vielen beliebten Papst in die Rubrik "Gemeindeleben" gestellt, denn der Gemeinde Christi auf Erden stand er vor. Und da hat er einen sehr guten Job gemacht.

Schon sein Name war ja Programm. Franziskus als Vorbild zu nehmen, hat mir gefallen. Franziskus steht für mich für entschieden und bis in Rücksichtslose konsequenten Glauben. Er hat eine Gemeinschaft von tiefgläubigen Persönlichkeiten um sich gehabt, deren Hauptmerkmal neben dem Glauben die Andersartigkeit war. Man denke nur mal an Josef von Copertino.

Einem ganz so wilden Haufen hat Papst Franziskus sicher nicht vorgestanden. Aber er hat doch immer wieder Akzente gesetzt, die auffielen, die sich auf dezente Weise von der Welt abhoben. Ich denke da zum Beispiel, wie er sich mit einem Fiat 500 (long version) vom Flugzeug abholen lies, während der amerikanische Präsident mit "The Beast" - jenem Cadillac, bei dem James Bond neidisch wird, abgeholt wurde.

Ich habe Papst Franziskus gemocht und ich wünsche Ihm, dass vor ihm eine richtig gute Zeit bei Jesus in der Ewigkeit liegt. Er fehlt schon jetzt.

Man denke nur an den Besuch von J.D. Vance im Vatikan grade jetzt, der von Papst Franziskus nicht gern gesehen war. Gehört J.D. Vance doch einer katholischen Sekte an, deren Leiter aus der katholischen Kirche ausgeschlossen wurde. Seine Mission dürfte gewesen sein, der katholischen Kirche das theologische Konzept der "ordo amoris" aufzuzwingen und erneut wichtig zu machen, um die theologische Rückkehr ins Mittelalter in Vorreformatorische Zeit zu ermöglichen und so eine Theologie zu schaffen, die von Terrorstaaten benutzt werden kann, um sich ein frommes Pseudofundament zu verschaffen.

Die katholische Kirche steht also erneut vor der Herausforderung, im Kern unchristlichen Diktatoren eine Rechtfertigung zu geben. Wir dürfen jetzt also nicht allein an Papst Franziskus denken, sondern sollten zugleich in unseren Gebeten vor Gott knien, dass er seine Kinder stark macht, sich einen großen auf den Wegen Jesu wandelnden Hirten für die Leitung der Gemeinde zu erwählen.

 

Liebe Grüße

GoodFruit

Antwort
134 Antworten
57 Antworten
schreiberin
(@schreiberin)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 375
Veröffentlicht von: @goodfruit

Hallo Community!

Gehört J.D. Vance doch einer katholischen Sekte an, deren Leiter aus der katholischen Kirche ausgeschlossen wurde.

Liebe Grüße

GoodFruit

Zu welcher?

In gewisser Weise ist für mich die kath. Kirche eine Sekte, da sie keine andere Meinung zulässt und sich für die einzig wahre hält - teilweise zumindest, abgesehen von der Marienverehrung...

schreiberin antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 5324

@schreiberin  Sekte nicht,  aber er legt Ordo Adoris gegen Migranten aus.

Vor wenigen Wochen hatte Vance den Begriff aufgegriffen und die Auffassung vertreten, zuerst die eigene Familie zu lieben, dann den Nachbarn, dann die lokale Gemeinschaft, dann die Mitbürger und erst dann den Rest der Welt.

https://katholisch.de/artikel/59450-sozialethiker-kirchen-haben-den-auftrag-sich-politisch-zu-engagieren

jigal antworten
schreiberin
(@schreiberin)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 375

@jigal 

naja, Gott spielt da wohl keine Rolle so wie ich das sehe ...

da werden wohl auch einige Dinge verdreht

 

schreiberin antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 5324

@schreiberin Nun wir kennen auch andere die Dinge anders sehen. Trump meint Gott habe ihn beschützt das Attentat zu überleben. Vance ist noch nicht lange katholisch.

Ich sehe die Katholiken als Geschwister. Papst Franziskus hatte kein Problem mit evangelischen Christen. Bei den Waldensern hat er sich für die Verfolgung entschuldigt. Er hatte aber in Argentinien Kontakt zu dieser Reformierten Gemeinschaft die aus Italien vertrieben wurde, lange vor der Reformation. Die gingen dann oft nach Frankreich und von da aus flohen sie nach der Rekatholisierung nach Baden, Württemberg, ählich der Hugenotten die ja auch in Hessen und Preußen landeten. Sieht man bei den Nachnamen. Bouffier, Ministerpräsident von Hessen, oder de Maiziere Bundespolitiker, war glaube ich mal Innenminister, einen General gab es auch und der letzte Ministerpräsident der DDR.

 

jigal antworten
Koenigstochter
(@koenigstochter)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 80

@jigal ja er hatte vielleicht kein Problem mit evangelischen Christen,aber zuguterletzt kommt es immer auf das eine raus.Die katholische Kirche glit,sonst nichts.

Es wird auch niemelas eine Ökomene geben,weil das Abendmahl dazwischen steht.

koenigstochter antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 5324

@koenigstochter  Gerade habe ich gesehen, im Lutherjahr haben ich evangelische Pilger gefragt.  Er hat dann gesagt, er habe auch eine Frage, was ist besser evangelisch oder katholisch und meinte dann sie sind beide gleich.   Es gibt ein anderes Abendmahlsverständnis und das gab auch heftige Diskussionen zwischen Luther und Zwingli. Reformierte sehen es als reines Gedächtnismahl, bei Luther gibt es eine Wandlung. Bis wir in der Ökumene so weit sind,  wie unierte Kirchen dauert noch. Eine Organisation von über 2 000 Jahren kann man in 10 Jahren nicht umkrempeln.

jigal antworten
BePe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 439

@koenigstochter 
auf kleiner Ebene funktioniert manches besser als in der "ersten Etage". 
Ich habe wurde evangelischer Christ schon einige Male in katholischer Gemeinschaft eingeladen.

bepe0905 antworten
Koenigstochter
(@koenigstochter)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 80
  • @bepe0905 bei mir nicht,meine ganze Verwandschaft und viele Bekannte sind katholisch.da gibt es nichts anderes alles andere ist Sekte.Ich bin die einzige die zum"Feind" übergelaufen ist.Das war sehr hart.Die meisten reden nicht mehr mit mir.
  •  
koenigstochter antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3665

@koenigstochter Ich vermute, das kommt auch stark aufs Umfeld an. 
In den Dörfern rundum war's auch ein Drama, wenn sich ein Paar gefunden hat, das nicht dem gleichen Glauben angehörte. 

chai antworten
Koenigstochter
(@koenigstochter)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 80

@chai ist bei mir noch heute so

koenigstochter antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1408

@koenigstochter 

Bei mir war es umgekehrt. Ich war Freikirchler. Der Rest meiner Familie war es egal, die sind leider Sekulär.

Aber Angriffe kam dann zum Teil von bekannten Christen und suchten Streitgespräche mit mir (nicht ich mit Ihnen). Oder Kollegen die irgendein Gelaber an einem hin haben.

Wenn man nun gar nicht mehr redet, dann tut mir das wirklich Leid. Da kann ich mich nur Entschuldigen an der Stelle. Vielleicht sind da persönliche verletzte Gefühle mit im Spiel oder sowas.

Das kommt ja eigentlich nicht durch den Glauben oder die Lehre an sich. Wenn ich eine Überzeugung habe das mein Glaube richtig ist dann gefällt es einem zwar freilich nicht wenn jemand abfällt oder sich abspaltet. 

Aber doch vor allem vor dem Hintergrund des Seelenheils- aus Liebe zu der Person - dann macht man sich eigentlich eher vorrangig Sorgen. "Nichts mehr reden" oder "Kriegsfuß" entlastet hier aber nicht :(.  Ich hoffe das glättet sich wieder. 

 

 

kappa antworten
Koenigstochter
(@koenigstochter)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 80

@kappa da glättet sich nichts mehr,möchte ich auch nicht mehr.

Ist zuviel passiert,würde mich kaputt machen bzw.habe ich durch diese Erziehung und den Einfluss von der Verwandtschaft Depressionen und Panikattacken.Inzwischen geht es mir besser Ich habe meine Gemeinde und meine Glaubensgeschwister.Das reicht mir.

Ich reagiere halt auf alles katholische sehr gereizt.Weil ich es nicht mehr ertragen kann. 

 

koenigstochter antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1398

@koenigstochter 

Ich will gerne für dich beten, dass deine Verletzungen heilen. 
Das tut mir sehr sehr leid für dich, dass du so schlechte Erfahrungen machen musstest. 😢

 

ga2 antworten
Koenigstochter
(@koenigstochter)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 80

@ga2 Dank Dir 😘

koenigstochter antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1408

@koenigstochter Das tut mir sehr Leid, wenn einem die Verwandtschaft so mitnimmt.

kappa antworten
Koenigstochter
(@koenigstochter)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 80

@kappa Danke ja aber inzwischen geht es mir gut.Ich hab auch jetzt vor ein paar Wochen,über die Feg,eine christliche Therapeutin gefunden,eine die mich mal ernstnimmt.

 

 

koenigstochter antworten
Maria
 Maria
(@maria)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1140

@koenigstochter 

Es tut mir leid, dass du diese Erfahrung gemacht hast und dies zum Bruch mit Verwandten und Freunden geführt hat. Ist das denn schon lange her? Ich denke aber, das kommt wirklich auf die beteiligten Menschen an. Hier in meinem Umfeld erlebe ich ein gutes Miteinander und einen guten ökumenischen Geist. Wir Katholiken wurden von der evangelischen Gemeinde zum Buß- und Bettagsgottesdienst eingeladen und gingen auch ganz selbstverständlich hin, und das schon solange wie ich zurückdenken kann. Der evangelische Pfarrer entzündet das Osterlicht an der Osterkerze in der katholischen Kirche und trägt es in seine eigene Kirche. Dieses Miteinander wird als bereichernd erlebt.

maria antworten
Koenigstochter
(@koenigstochter)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 80

@maria hallo Maria

Da sind wir doch hier in meinem Raum noch ziemlich hinterher.

Sowas gab es bei uns noch nie.Hab zumindest so nichts mitbekommen.

Ich bin 2013 zum Glauben gekommen.Eher zufällig in eine feg,wo ich auch heute noch bin.Ich habe mich nie getraut mich meinen Eltern gegenüber zu outen.Als sie gestorben sind bin ich aus der Kirche ausgetreten.Meine Verwandschaft hat es mitbekommen und mir mit der Hölle gedroht.Mich unter Druck gesetzt.Meine ganze Erziehung war schon so.

  • Von dem her hat sich das für mich erledigt.
koenigstochter antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3665

@koenigstochter Das ist bitter.

chai antworten
Maria
 Maria
(@maria)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1140

@koenigstochter Hallo Koenigstochter, ich freue mich, dass du zum Glauben gefunden hast und wünsche dir, dass du auch zum Frieden mit deinen katholischen Glaubensgeschwistern finden kannst.

maria antworten
Koenigstochter
(@koenigstochter)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 80

@maria Danke ja ich bin wirklich frei geworden, obwohl ich schon noch verbittert bin.

Aber das war ein Prozess von fast 20 Jahren.Wenn ich zurück denke kann ich nur staunen.

koenigstochter antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1408

@koenigstochter 

Das Abendmahl wird von manchen Gemeinden als es rein Symbolisches wahrgenommen.

Bei der RKK oder den Ortodoxen und vermutlich einigen anderen ist es aber eindeutig mehr, eben im Unsichtbaren verortet.

Das ist deshalb eine gewichtige Frage da die heilige Kommunion speziell bei Katholischen und Ortodoxen eben im Mittelpunkt steht.

Hier zur Einheit zu kommen ist in der Tat nicht einfach wenn man den eigenen Glauben ernst nimmt.

 

kappa antworten
Koenigstochter
(@koenigstochter)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 80

@kappa ja bei uns auch (Feg),bei Orhodox bin ich jetzt nicht so bewandert.

Aber beim katholischen und evangelischen Abendmahl glaube ich kaum,das sie mal zusammenfinden.

Da bin ich schon auf den neuen Papst gespannt.

koenigstochter antworten
Koenigstochter
(@koenigstochter)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 80

@schreiberin ich hatte vor kurzem einen Kontakt über Youtube mit einem katholiken.Es ging eigentlich um die Apokryphen.Auf jeden fall meinte er.es gäbe nur in der kath.Kirche Heilsgewissheit.

Für mich ganz klar Sekte,zumal ich selber 40 jahre lang kathoilsch war.

koenigstochter antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 5324

@koenigstochter Das Wesen einer Sekte macht man eher daran fest andere Bücher gleichwertig zur Bibel zu haben. Wie das Buch Mormon bei den Mormonen.  Das ist bei der römisch-katholischen Kirche nicht der Fall.

jigal antworten
Koenigstochter
(@koenigstochter)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 80

@jigal doch katechismus steht über der Bibel

koenigstochter antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 5324

@koenigstochter Kathechismus ist eine Bibelauslegung zumindest bei Luther.

jigal antworten
Koenigstochter
(@koenigstochter)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 80

@jigal nein niemals

koenigstochter antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 5324

@koenigstochter Nun ist ja nicht das Thema des Fadens.

Für mich ist der Papst ein Bruder im Glauben.  Seine Kirche ist nicht perfekt und meine ist nicht perfekt.

Wir haben Unterschiede aber wir können schauen was uns verbindet und nicht wie so oft was uns trennt.

jigal antworten
BePe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 439

@jigal 

Wir haben Unterschiede aber wir können schauen was uns verbindet und nicht wie so oft was uns trennt.

Wie schon Jesus selbst sagte: "In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen...". 
Vermutlich wusste er bereits, wie sich die Gemeinschaft seiner Gläubigen entwickeln bzw. auseinanderentwickeln würde. 

Aber wir sollten nicht so sehr die Wohnungen anderer Christen kritisieren, sondern zusehen, dass wir unsere eigene in Ordnung halten. Uns sich dann gegenseitig einzuladen gehört nicht nur zu guter Nachbarschaft, sondern es kann sehr bereichernd sein!

bepe0905 antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 5324

@bepe0905  Als ich in der Vatikanstadt war legten die Leute dort Wert darauf. Es war bekannt wir sind eine evangelische Gruppe.  Wir konnten den Campo Santo Teutonico besuchen. Über der Kirche dort werden Pfarrer fortgebildet.  Wir haben mit dem kath. Leiter dort gemeinsam das Vater Unser gebetet.

jigal antworten
Koenigstochter
(@koenigstochter)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 80
  1. @jigal du hast Recht,aber so wie ich es halt erlebt habe gibt es von katholischer Seite nichts anderes
koenigstochter antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 5324

@koenigstochter Ich glaube dir, dass es verbohrte Pfarrer gibt die Tradition über die Bibel stellen, da hat sich seit Luther nichts geändert.  Ich habe aber auch welche erlebt die Ökumene groß geschrieben haben und an Buß und Bettag in der evangelischen Kirche zum Abendmahl gingen.

jigal antworten
Koenigstochter
(@koenigstochter)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 80

@jigal das hab ich so wirklich noch nie erlebt.ich glaube aber das sich gerade einiges wandelt.

koenigstochter antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 5324

@koenigstochter  Das ist grob 25 Jahre her, der Mann wäre dieses Jahr 100 geworden. Also auch bei den alten Pfarrern gab es fortschrittliche Männer. Gut mit rund 70 hat ihm auch nichts mehr passieren können. Was hätten sie tun können außer in Pension schicken.

jigal antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1408

@koenigstochter 

Du hast zum Teil wahrscheinlich schon auch Recht. Der Katechismus ist einfach eine Zusammenfassung gängiger Lehrmeinung bzw. Kirchengesetze. 

Die RKK hat in der Art nicht das Prinzip "Sola Scriptura"- das ist halt eher Protestantisch. Du kannst hier nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, deshalb versuch ich das zu erläutern wie ich es verstanden habe.

Es wird davon ausgegangen, das Jesus der Welt erstmal direkt nur eine "Ekklesia" (Die Jünger und Apostel) hinterlassen hat. Diese hat dann Jahrhunderte später auch die Bibel zusammen gefasst. Teil der Ekklesia sind aber auch die Ämter, welche u.a. die Schriften auslegen müssen.

Wir gehen davon aus das die heiligen Schriften eine Auslegen brauchen, das neue Testament ist keine einfache Bedienungsanleitung in dem Sinn. 

Die Ekklesia/ Gemeinde/ Kirche ist damit die Säule oder das Fundament der Wahrheit. 

So wie es seit Luther für Protestanten eben nicht nachvollziehbar ist, das es eine andere Instanz außer der Schrift gibt, so ist es umgekehrt für uns nicht infrage kommend das jeder Gläubige für sich die Schrift alleine auslegt und das die Ekklesia (in deren direkten Fortführung und Linie sieht die RKK sich) keine Vollmacht hat. Der Katechismus ist also eher der Ausdruck der Auslegung und Vollmacht zur Lehre 

Ich hoffe das ist Verständlich.viele Grüße 

 

 

kappa antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 4220

@jigal So, wie es um die verschiedenen Kirchen oder Gemeinden steht, sind alle nicht mehr als Sekten. Im Begriff "Sekte" steht ja so etwas wie "Abgeschnitten" drin. Jeder ist da irgendwie von jedem anderen abgeschnitten. Das ist der traurige Zustand des Leibes Christi - ausgelöst durch viele Spezial- und Sondermeinungen oder aber durch phasenweises Abdriften vom Kern und den Konsequenzen, die sich daraus ergeben haben. Das ist extrem traurig. Kindergarten, täte ich sagen. Aber mehr als Kinder können wir ja nicht werden. Und doch lernen die Kinder, können sich entwickeln. Wenn es den Gemeinden und Kirchen um Wachstum ginge, bestünde Hoffnung, dass das überwunden werden kann.

Aber es ist wie bei der Fusion von Firmen: Kein Angestellter will das, weil meist Arbeitsplätze verlorengehen. Wenn es den fusionierenden Firmen schlecht geht, dann sieht das schon wieder anders aus, wenn sich dadurch die Perspektive auf ein Überleben bietet ... Wenn man sich die Mitgliedszahlen ansieht, sind wir da ja auf einen Weg, der diese Option wahrscheinlicher werden lässt.

goodfruit antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 5324

@goodfruit Nun genau genommen sind wir ursprünglich eine jüdische Sekte.

jigal antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1398

@goodfruit 

Wenn es den Gemeinden und Kirchen um Wachstum ginge, bestünde Hoffnung, dass das überwunden werden kann.

Ich behaupte mal, wenn es uns Christen alle mehr um Jesus ginge, wir unsere Beziehung zu ihm mehr pflegten, wir die Liebe in uns immer größer werden ließen, mehr Bereitschaft zu den unbequemen Wegen hätten, Seinem Geist mehr Raum ließen, hören wollen würden,…

Ich denke, ich verstehe, was du meinst, finde aber das Ziel etwas unglücklich formuliert.

Das Ziel sollte sein, Menschen Licht und Heil Jesu zu bringen/zu sein. Leben zu retten, buchstäblich. Und beim Genesen zu unterstützen.

Die Gemeinde in der Apostelgeschichte hatte sich nicht Wachstum verordnet, man lebte stattdessen in und aus der Liebe Christi. 

Und letztlich muss ich vielleicht wieder mal bei mir selbst anfangen. Wie lebe ich Gemeinschaft/Gemeinde? Wieweit bin ich bereit mich einzulassen, einzubringen, Schwächen barmherzig anzusehen und das „Gefallene“ in meinen Geschwistern in der Liebe Gottes zu (er)tragen, so wie sie hoffentlich mich (er)tragen. Und trotzdem bereit sein, in Liebe die Wahrheit zu sagen.

Wenn ich persönlich nicht bereit bin das zu leben, wie kann ich das dann von den Kirchen erwarten? 

Einige der Streitereien zwischen den Glaubensrichtungen halte ich für Luxusprobleme. Und sie lenken wunderbar vom eigentlichen Auftrag ab. 
Vielleicht ist es ganz gut, wenn die einzelnen Kirchen irgendwann ihre „Macht“ verlieren und es nur noch darum geht, ob man Jesus folgt oder nicht. Dann kann man manche Unterschiede tolerieren und vielleicht auch manchmal Rücksicht auf den Schwächeren im Glauben nehmen.

 

ga2 antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 5736

@goodfruit Im Begriff "Sekte" steht ja so etwas wie "Abgeschnitten" drin.

Nö, eigentlich nicht.

 

Zitat daraus:

In der Antike verwendete man im Griechischen das Wort αἵρεσις (haíresis), im Lateinischen secta. Das lateinische secta ist abgeleitet vom Verb sequi („folgen“, speziell: „Anhänger [einer Person oder Lehre] sein“).

 

jack-black antworten
Maria
 Maria
(@maria)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1140

@jack-black

Interessant. Ich dachte immer, Sekte kommt von sectio = Schnitt

maria antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 5736

@maria Ich hätte da rein assoziativ an "Sektion" gedacht, oder an "Sektor". Die tatsächliche Wortherkunft war mir vorm Nachgoogeln auch nicht bekannt, aber dass es nicht abgeschnitten bedeuten könne, war mir klar. Da würde ja, wenn wir mal von Deiner Vermutung ausgehen, das "ab" vor dem "geschnitten" fehlen und eine Sekte müsste dann z.B. Desektion oder Absektion heißen. 😉 Naja, wenn man so rein den Lauten nach Laien-Etymologie betreibt, kommt halt nicht immer das Richtige raus. Dafür aber manchmal auch was Witziges.

jack-black antworten
Maria
 Maria
(@maria)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1140

@jack-black 

aber dass es nicht abgeschnitten bedeuten könne, war mir klar. Da würde ja, wenn wir mal von Deiner Vermutung ausgehen, das "ab" vor dem "geschnitten" fehlen und eine Sekte müsste dann z.B. Desektion oder Absektion heißen

Naja, das Lateinische folgt ja nicht unbedingt deutscher Logik. Soweit ich weiß (habe aber seit mehr als 50 jahren nichts mehr mit Latein zu tun), heißt das dazugehörige Verb secare sowohl schneiden als auch abschneiden und secta ließe sich davon auch ohne weiteres ableiten.

Wie man von sequi secta ableitet, ist mir etwas schleierhaft, aber wenn Experten das so sagen, wird es wohl stimmen.

Hier noch ein paar Links: secare und secta und sequi. Ach so, das erklärt dann die Herkunft: das Partizip zu sequi lautete ursprünglich secto und wurde erst später zu secutus umgewandelt. 

 

maria antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 4220

@jack-black Das ist superinteressant. Wusste ich nicht.

Interessant finde ich auch, wie der Begriff in der Zeit populärer wurde:

https://www.dwds.de/r/plot/?view=1&corpus=dta%2Bdwds&norm=date%2Bclass&smooth=spline&genres=0&grand=1&slice=10&prune=0.05&window=3&wbase=0&logavg=0&logscale=0&xrange=1600%3A1999&q1=H%C3%A4resie

Ich hätte gedacht, dass es im 16. Jh. mehr genutzt worden wäre.

goodfruit antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1408

@koenigstochter 

ich bin erst katholisch geworden.

Wenn du 40 Jahre ernsthaft katholisch gewesen bist, müsstet du eigentlich wissen das der katholische Glaube "Arminianisch" geprägt ist. Das sind aber diverse Kirchen oder Gemeinden.

Also es gibt kein einmal Save immer Save bedingt durch den freien Willen. 

Heilsgewissheit ist in Christus. Das Heil ist in Christus. Nur weil man Katholisch ist gibt's auch keine automatische Heilsgewissheit. Ich weiß nicht wer dir das gesagt hat 

 

 

kappa antworten
Koenigstochter
(@koenigstochter)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 80

@kappa gerade in rkk gibt es nur Heilsgewissheit in dem man zum Glauben an Jesus noch andere Regeln der Kirche einhält.Eucharustie Beichte usw.außerhalb der Kirche gibt es sowieso keine Heilsgewissheit.

 

koenigstochter antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1408

@koenigstochter 

Es gibt in der RKK keine Subjektive Heilsgewissheit weil nach katholischer Lehre jeder ein freien Willen hat und man nunmal letztlich nicht weiß, was in 10 Jahren sein wird mit einem- Das Leben kann leider einem an seine Grenzen bringen! Das ist "Arminianisch" aber wie gesagt nicht speziell nur katholisch

Die Eucharistie hat Christus eingesetzt, die Beichte auch, das sind eigentlich nur Begrifflichkeiten in dem Fall.

Wie oft hast du persönlich den Katechismus und Bibel jeweils gelesen um beides miteinander objektiv abgleichen zu können und um sicher zu sein eine gewichtige Entscheidung nicht nur aus verletzten Gefühlen heraus getroffen zu haben?

Du hast schon Recht, der Katechismus geht über die Briefe des neuen Testaments hinaus.  Im NT wirst von Abtreibungen zum Beispiel nichts lesen.

Wie ich weiter oben geschrieben habe ist "Sola Scripture" die Grundlage deine Gemeinde aber in der Form - nicht Neutestamentlich.

Die Bibel ist weder eine Bedienungsanleitung noch hat Sie ein Inhaltsverzeichnis. Das neue Testament braucht eine Instanz von außen, da sonst jeder hinein interpretiert kann was er will. 

In den ersten Jahrhunderten lagen auf breiter Front kaum alle Schriften allen vor. Das was da war, war nur die Organisation der Apostel oder Gemeinschaft die miteinander durch den Geist verbunden war und eine Einheit bildeten. In der Linie stehen die "alten" Kirchen ohne Bruch heute noch.

Das ganze war eine Entwicklung und war nicht von heute auf morgen da. Zum Beispiel wird den ersten Heidenchristen anfangs nur mitgegeben sich an 4 Schlagworte (Götzendienst, Unzucht, Blut, Erstickt es) zu halten, mehr nicht. Heute wird wahrscheinlich in fast jeder Christlichen Gemeinde umfassender gelehrt. Die ersten Apostel und vermutlich auch Juden -Christen hielten anfangs noch diverse Regeln der jüdischen Religion ein. Das wird heute auch nicht mehr so gehandhabt.

Daran sieht man schon im neuen Testament, das dieser Prozess erst angestoßen wurde und das Resultat ist nunmehr das die Christen heute eine größere Offenbarung der Dinge haben. Diese schlägt sich halt auch an den Kirchenregeln wieder. 

Darf es auch!

 

 

 

kappa antworten
Koenigstochter
(@koenigstochter)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 80

@kappa ich hatte in meinem katholischen Leben nie eine Bibel in der Hand,weil es nicht"relevant" war.Ich bin immer noch am lernen.Aber eines weiß ich das der katechismus der Bibel widerspricht.

daher brauche auch nicht zu vergleichen.Weil allein die Bibel gilt.Ich brauche keine Maria,keine Heiligen,keine Priester und auch keinen Papst usw.

Das nennt man "wiedergeboren"

koenigstochter antworten
Koenigstochter
(@koenigstochter)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 80

@kappa als Katholik musst du glaub noch einiges lernen

koenigstochter antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1408

@koenigstochter 

Mit Sicherheit.

Hast Du den Heilsgewissheit, was lehrt hier denn die FEG?

kappa antworten
Koenigstochter
(@koenigstochter)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 80

@kappa natürlich hab ich Heilsgewissheit.Die Feg lehrt im Sinne der Bibel.Ich glaube nicht an die Kirche,sondern an Jesus.

koenigstochter antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 5324

@kappa dazu hat der ORF einen Artikel zum II. Vaticanischen Konzil veröffentlicht.

https://oe1.orf.at/artikel/206699/Das-Heil-ausserhalb-der-Kirche

Außerhalb der Kirche gibt es kein Heil". So lautete für fast zwei Jahrtausende das Motto der römisch-katholischen Kirche, die keine Religion außerhalb des Christentums duldete. Erst beim Zweiten Vatikanischen Konzil 1962 wurde eine andere Position eingenommen und der erste Schritt für einen interreligiösen Dialog gelegt.

In dem Artikel geht es zwar mehr um das Verhältnis zum Judentum, aber die Aussage von Johannes Paul II, die Juden wären älterere Geschwister ist eine Umkehr vom Grundsatz der Heilgewissheit innerhalt der römisch-katholischen Kirche.

Was ich mich noch frage, hängt es am "katholisch" oder ist es genauer definiert, also römisch-katholisch. Denn katholisch schließt laut apostolischem Glaubenbekenntnis andere Konfessionen mit ein.

jigal antworten
schreiberin
(@schreiberin)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 375

@koenigstochter 

der ärmste...

schreiberin antworten
Koenigstochter
(@koenigstochter)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 80

@schreiberin ich hab den Smily vergessen 😀 war jetzt nicht böse gemeint

koenigstochter antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1408

@koenigstochter 

Sekte bedeutet Abspaltung meines Wissens. Sorry, die Katholischen oder Ortodoxen Kirchen sind etwas älter als eine FEG.

Das du in deinem persönlichem Umfeld schlechtes Erlebt hast ist bitter, aber es dadurch nicht automatisch richtig auf jeden Weise gegen die Kirche zu hauen. (1,3 Milliarden als Sektierer zu bezeichnen noch dazu im Kontext des Todes vom Franziskus ist nicht korrekt)

Steht es im Katechismus das zu tun was deine Familie damals tat? Wenn nein, war es eben auch nicht Katholisch sondern einfach nur zwischenmenschlich.

Ich habe auch Schlechtes in Freikirchen erlebt bevor ich katholisch wurde. Ich bin weder in das eine noch das andere reingeboren habe beides aber ernst genommen gehabt/habe.

 

kappa antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1408

@schreiberin hm... Definition von Sekte bekannt? Eine feste eigene Überzeugung zu haben, ist nicht dabei meines Wissens....

kappa antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 4220

@schreiberin Hier noch mal eine Antwort zur Frage nach der "Sekte", die ich an anderer Stelle des Threads gegeben habe. Dies nur zu Deiner Info - ich würde da mal an Stelle des Links weiterdiskutieren, wenn Bedarf dafür besteht. Auch die Folgepostings dort sind relevant:

https://forum.jesus.de/community/gemeindeleben/papst-franziskus-ist-tot/#post-415287

goodfruit antworten
Murphyline
Beiträge : 1894
Veröffentlicht von: @goodfruit

Gehört J.D. Vance doch einer katholischen Sekte an, deren Leiter aus der katholischen Kirche ausgeschlossen wurde.

Welche "Sekte" und kannst du das belegen?

Veröffentlicht von: @schreiberin

In gewisser Weise ist für mich die kath. Kirche eine Sekte, da sie keine andere Meinung zulässt und sich für die einzig wahre hält - teilweise zumindest, abgesehen von der Marienverehrung...

Seltsame Definition von Sekte. Dann sind also diese freikirchlichen Splittergemeinden, die ihre Mitglieder mit ausgewählten christlichen Halb- und Unwahrheiten indoktrinieren, kontrollieren, von der übrigen Gesellschaft isolieren, finanziell ausbeuten und deren autoritäre Führer, die die Einnahmen kassieren, keine Sekten?

Veröffentlicht von: @jigal

Ordo Adoris

"Ordo amoris"

Veröffentlicht von: @derelch

Die römisch-katholische Kirche hat genügend eigene reaktionäre Kräfte, die nur darauf warten die Rolle Rückwärts machen. Da braucht es keinen JD Vance.

lol - stimmt!

murphyline antworten


Koenigstochter
Beiträge : 80
Veröffentlicht von: @jigal

Außerhalb der Kirche gibt es kein Heil"

Hat das nicht auch Papst Benedikt gesagt?

koenigstochter antworten
3 Antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 2021

@koenigstochter 

 

Hat das nicht auch Papst Benedikt gesagt?

So spontan habe ich das Folgende gefunden:

Deutschlandfunkkultur (12.3.2009)

Zitat aus dem Artikel: "Man braucht dazu nur den aktuellen „Katechismus der Katholischen Kirche“ von Benedikt XVI. zu studieren. Da finden sich Sätze wie:"Niemand kann Gott zum Vater haben, der die Kirche nicht zur Mutter hat.“

Offenbar existiert in der RKK ein Dogma seit der allgemeinen Kirchenversammlung zu Florenz (1438 - 1445)

Wiki-Artikel "Extra ecclesiam nulla salus"

 

tamaro antworten
Koenigstochter
(@koenigstochter)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 80

@tamaro 

Stimmt ich hatte doch noch was im Hinterkopf.

koenigstochter antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 4220

@tamaro Da kann ich dagegen stellen, dass man noch nicht einmal etwas von Kirche zu wissen braucht, um Gott zum Vater zu haben.

Ich kann mich erinnern, dass ich als 5-jähriger, zwar getauft aber ohne wirkliches Wissen über Gott und Jesus, nur wissend, dass es einen Gott gibt, der uns immer sieht und uns immer beisteht, in einer Not eine ganz große Gebetserhörung erfahren hat.

Dieser Alleinvertretungsanspruch der katholischen Kirche ist nur machtpolitisch gegründet und entspricht nicht der Erfahrung von Gläubigen.

goodfruit antworten
Chai
 Chai
Beiträge : 3665

Wen's interessiert - heute auf DLF ging es in 'Der Rest ist Geschichte' um die Hintergründe der Papstwahl.

chai antworten


Martha
 Martha
Beiträge : 1210

@goodfruit

Benjamin Leven hat sich in der heutigen Sendung "Am Sonntagmorgen"  (zum Nachören im DLF und Nachlesen in Katholische Hörfunkarbeit) mit dem letzten Zusammentreffen von Franziskus und Vance beschäftigt.

Auszug: 

Papst Franziskus setzte der Auffassung des zum Katholizismus konvertierten US-Vizepräsidenten den "barmherzigen Samariter" entgegen – und sagte damit: Wer so denkt – zuerst die eigenen Leute, dann vielleicht noch die Fremden – der kann sich nicht auf das Evangelium berufen.

[...]

In seiner Herz-Jesu-Enzyklika beschrieb er die Welt von heute, der es an Liebe mangelt, mit drastischen Worten:

"Vor dem Herzen Christi bitte ich den Herrn, noch einmal Erbarmen zu haben mit dieser verwundeten Erde, die er als einer von uns bewohnen wollte. Möge er die Schätze (…) seiner Liebe ausschütten, damit unsere Welt, inmitten von Kriegen, sozioökonomischen Ungleichgewichten [und] Konsumismus (…), das Wichtigste und Nötigste wiederfindet: das Herz. (…) Wir werden getrieben, nur anzuhäufen, zu konsumieren und uns abzulenken, gefangen in einem entwürdigenden System, das uns nicht erlaubt, über unsere unmittelbaren und armseligen Bedürfnisse hinauszusehen. Die Liebe Christi steht außerhalb dieses abartigen Räderwerks, und er allein kann uns von diesem Fieber befreien, in dem es keinen Platz mehr gibt für eine bedingungslose Liebe."

martha antworten
Jigal
 Jigal
Beiträge : 5324

Am Samstag findet die Beerdigung des verstorbenen Papstes Franziskus statt. Zu dieser sind zahlreiche hochrangige Gäste eingeladen, darunter auch Staats- und Regierungschefs. Die Halacha, das jüdische Religionsgesetz, äußert sich auch zum Besuch von Beerdigungen am Schabbat, und es stellt sich die Frage, ob es halachisch problematisch wäre, am Begräbnis des Papstes teilzunehmen. Es sollen hier verschiedene relevante religionsrechtliche Aspekte beleuchtet werden, und es soll der Frage nachgegangen werden, welche Argumente in einer halachischen Beurteilung berücksichtigt werden könnten.

Zunächst einmal sind jüdische Beerdigungen am Schabbat verboten. Dies liegt unter anderem daran, dass eine Beerdigung mit zahlreichen am Schabbat untersagten Aktivitäten – wie etwa dem Ausheben eines Grabes – verbunden ist. Aus diesem Grund erklärten unsere Weisen alle Leichen für Mukze (also am Schabbat nicht bewegbar), sodass sie nur in besonderen Ausnahmefällen – zum Beispiel zur Vermeidung von Leichenschändung – bewegt werden dürfen. Darüber hinaus ist der Schabbat eine Zeit der Freude, ein Tag, an dem man nicht trauern soll, sodass Beerdigungen grundsätzlich nicht zum Geist des Schabbats passen.

Juden sollen Vertretern anderer Religionen Respekt erweisen

Nun ist der Papst kein Jude, und die an der Beerdigung beteiligten Personen sind dies in der Regel ebenfalls nicht. Die Schabbatgesetze gelten selbstverständlich nicht für Nichtjuden. Doch stellt sich die Frage, ob es einem Juden erlaubt wäre, die Beerdigung am Schabbat zu besuchen – unter der Bedingung, dass dabei kein einziges der biblischen Schabbatverbote verletzt wird.

Auf den ersten Blick passen Beerdigungen und die Beschäftigung mit Trauer – wie bereits erwähnt – nicht zum Geist des Schabbats, weshalb ein solcher Besuch grundsätzlich zu vermeiden wäre. Auf der anderen Seite ist ein zentrales Prinzip der Halacha: »Ihre Wege sind Wege der Freundlichkeit, und all ihre Pfade sind Frieden« (Mischlei 3,17). Als Juden sind wir dazu angehalten, Vertretern anderer Kulturen und Religionen Respekt zu zeigen. Wenn also davon auszugehen ist, dass die Ablehnung einer Einladung zur Beerdigung als große Respektlosigkeit verstanden werden könnte und möglicherweise negative Konsequenzen für die jüdische Gemeinschaft nach sich ziehen würde, so könnte dies einen Besuch der Beerdigung halachisch rechtfertigen – auch wenn die Teilnahme inhaltlich nicht ganz zum Schabbat passt.

In Bezug auf die Beschäftigung mit Trauer am Schabbat ließe sich ebenfalls weiter differenzieren: Vielleicht könnte ein rein passives Dabeisein, ohne Trauerkleidung und ohne das Verlesen von Gebeten, als weniger problematisch eingestuft werden – da man selbst keinen aktiven Ausdruck von Trauer zeigt.

Ist der Petersplatz Teil der Kirche?

Ein weiterer halachisch relevanter Aspekt betrifft die Frage, ob ein Jude überhaupt einen Ort betreten darf, an dem Avoda Zara (wörtlich: »fremder Dienst«) betrieben wird. Die Anbetung von Menschen – einschließlich Jesus – gilt in der Halacha als Avoda Zara, und der Vatikan ist ein Ort, an dem dieser ausgeübt wird. Allerdings könnte man argumentieren, dass der Petersplatz selbst nicht Teil der Kirche ist, sondern ein öffentlicher Platz, der an sich nicht als Ort von Avoda Zara gilt. Ähnlich verhält es sich vermutlich mit den Verwaltungsgebäuden und Empfangssälen des Vatikans, die keine liturgische Funktion haben.

jigal antworten


Jigal
 Jigal
Beiträge : 5324

@goodfruit

https://www.juedische-allgemeine.de/religion/kann-ein-jude-die-beerdigung-des-papstes-besuchen/

Interessanter Artikel . Ich habe jetzt merhfach versucht reinzukopieren.  funktioniert wohl nicht.

Am Samstag findet die Beerdigung des verstorbenen Papstes Franziskus statt. Zu dieser sind zahlreiche hochrangige Gäste eingeladen, darunter auch Staats- und Regierungschefs. Die Halacha, das jüdische Religionsgesetz, äußert sich auch zum Besuch von Beerdigungen am Schabbat, und es stellt sich die Frage, ob es halachisch problematisch wäre, am Begräbnis des Papstes teilzunehmen. Es sollen hier verschiedene relevante religionsrechtliche Aspekte beleuchtet werden, und es soll der Frage nachgegangen werden, welche Argumente in einer halachischen Beurteilung berücksichtigt werden könnten.

Zunächst einmal sind jüdische Beerdigungen am Schabbat verboten. Dies liegt unter anderem daran, dass eine Beerdigung mit zahlreichen am Schabbat untersagten Aktivitäten – wie etwa dem Ausheben eines Grabes – verbunden ist. Aus diesem Grund erklärten unsere Weisen alle Leichen für Mukze (also am Schabbat nicht bewegbar), sodass sie nur in besonderen Ausnahmefällen – zum Beispiel zur Vermeidung von Leichenschändung – bewegt werden dürfen. Darüber hinaus ist der Schabbat eine Zeit der Freude, ein Tag, an dem man nicht trauern soll, sodass Beerdigungen grundsätzlich nicht zum Geist des Schabbats passen.

Juden sollen Vertretern anderer Religionen Respekt erweisen

Nun ist der Papst kein Jude, und die an der Beerdigung beteiligten Personen sind dies in der Regel ebenfalls nicht. Die Schabbatgesetze gelten selbstverständlich nicht für Nichtjuden. Doch stellt sich die Frage, ob es einem Juden erlaubt wäre, die Beerdigung am Schabbat zu besuchen – unter der Bedingung, dass dabei kein einziges der biblischen Schabbatverbote verletzt wird.

Auf den ersten Blick passen Beerdigungen und die Beschäftigung mit Trauer – wie bereits erwähnt – nicht zum Geist des Schabbats, weshalb ein solcher Besuch grundsätzlich zu vermeiden wäre. Auf der anderen Seite ist ein zentrales Prinzip der Halacha: »Ihre Wege sind Wege der Freundlichkeit, und all ihre Pfade sind Frieden« (Mischlei 3,17). Als Juden sind wir dazu angehalten, Vertretern anderer Kulturen und Religionen Respekt zu zeigen. Wenn also davon auszugehen ist, dass die Ablehnung einer Einladung zur Beerdigung als große Respektlosigkeit verstanden werden könnte und möglicherweise negative Konsequenzen für die jüdische Gemeinschaft nach sich ziehen würde, so könnte dies einen Besuch der Beerdigung halachisch rechtfertigen – auch wenn die Teilnahme inhaltlich nicht ganz zum Schabbat passt.

In Bezug auf die Beschäftigung mit Trauer am Schabbat ließe sich ebenfalls weiter differenzieren: Vielleicht könnte ein rein passives Dabeisein, ohne Trauerkleidung und ohne das Verlesen von Gebeten, als weniger problematisch eingestuft werden – da man selbst keinen aktiven Ausdruck von Trauer zeigt.

Ist der Petersplatz Teil der Kirche?

Ein weiterer halachisch relevanter Aspekt betrifft die Frage, ob ein Jude überhaupt einen Ort betreten darf, an dem Avoda Zara (wörtlich: »fremder Dienst«) betrieben wird. Die Anbetung von Menschen – einschließlich Jesus – gilt in der Halacha als Avoda Zara, und der Vatikan ist ein Ort, an dem dieser ausgeübt wird. Allerdings könnte man argumentieren, dass der Petersplatz selbst nicht Teil der Kirche ist, sondern ein öffentlicher Platz, der an sich nicht als Ort von Avoda Zara gilt. Ähnlich verhält es sich vermutlich mit den Verwaltungsgebäuden und Empfangssälen des Vatikans, die keine liturgische Funktion haben.

jigal antworten
5 Antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 4220

@jigal Das ist ein wirklich interessanter Aspekt. Es ist der Sonntag zum Tag des Herrn geworden, als Kaiser Konstantin christliche Elemente mit heidnischen Elementen vermengte. Irgendwer muss Konstantin auch erzählt haben, dass Jesus Christus und Sol invictus so ziemlich dasselbe sei. Das nur mal zum Fundament, auf dem diese Entscheidung steht.

Die Adventisten grenzen sich da ja ab und sie grenzen sich ganz besonders stark ab von der katholischen Kirche, die sie als Urheber dieser Umdeutung des Tages des Herrn sehen. Ich persönlich weiß nicht, ob ich da so viel Gewicht hineinlegen will.

Aber aus Achtung vor anderen Religionen hätte man die Beerdigung sicher auch an einem anderen Tag durchführen können. Diejenigen, die das so entschieden haben, wussten jedenfalls ziemlich sicher, was sie da taten. Alles andere wäre jedenfalls für mich eine ziemliche Enttäuschung in Bezug auf die theologische Expertise im Vatikan.

goodfruit antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 5324

@goodfruit  danke. Ich bekam den Artikel von einem Katholiken.  Stellt sich für mich noch die Frage, wollte denn ein Jude dabei sein, oder war die Frage nur hypothetisch. Benjamin Netanyahu war ja wohl nicht da und sonst kenne ich keine hochrangigen jüdischen Politker.

jigal antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 4220

@jigal Es war das ja auch ein politischer Event. Am Ende wurde da mehr über Weltpolitik gesprochen als über den verstorbenen Papst. Abgesehen davon, hätte ich mir schon vorstellen können, dass da auch Jude dabei gewesen wären - und die dann eher als Teilnehmer einer Trauergemeinschaft denn als Besucher eines Events, auf den man sich freut ...

goodfruit antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3665

@goodfruit Und ich kann nur staunen, über welche Themen man sich offiziell Gedanken machen kann / muss. 
Das sind ja Termine, die sich nicht planen lassen (auch wenn man in diesem Fall wohl damit rechnen musste) und das, was in diesem Artikel beschrieben stand, sind aus meiner Sicht Spitzfindigkeiten. 

chai antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4173

@jigal 

war die Frage nur hypothetisch.

Dann kannst du aber nicht richtig gelesen haben, denn genau das wird doch auch in der Mitte des Artikels zugegeben.

Und damit begibt sich der Autor auf ein ziemlich einengendes, letztlich sehr konservatives Niveau. Weil er bei seinen Adressaten pauschal die gleiche Bereitschaft zur Gesetzlichkeit in der Glaubenausübung voraussetzt.

tatokala antworten
Seite 2 / 2
Teilen:

Hey du!

Dieses Forum ist für dich kostenlos.
Das funktioniert nur, weil uns treue Menschen regelmäßig mit ihrer Spende unterstützen.
Bist du dabei?