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Wie findet man raus, ob man erwünscht ist?

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Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Ich besuche seit einem Jahr eine sympatische, mittelgroße Gemeinde. Mittlerweile habe ich etliche nähere Kontakte und fühle mich eigentlich sehr wohl.

Am Anfang hatte ich ein Gespräch mit dem Pastor. Ich dachte, er würde mich herzlich willkommen heißen. Aber neben der Vorstellung der Gemeinde und ein paar netten Worten erklärte er mir auch recht ausführlich, dass die Gemeinde nicht gerade für Leute wie mich gemacht sei, die nicht frisch zum Glauben gekommen sind. Nach einigen Angstminuten, in denen ich dachte, ich werde zum Gehen aufgefordert, kam noch ein Hammer. Er verdrehte einige Worte von mir ganz extrem, wurde richtig eng und streng. Dann war wieder alles gut und bis heute ist er echt nett zu mir. So ist er auch sonst, offen und locker, hält sehr gute Predigten und macht auch sonst seine Arbeit gut, soweit ich das einschätzen kann.

Als ich ihn jetzt um ein Gespräch bat, um meine Gemeindezugehörigkeit zu klären, wurde er ein wenig patzig: Das könne ja nur ich entscheiden. Wieder kein "herzlich willkommen". Niemand sonst in der Gemeinde scheint das so zu erleben. Dabei habe ich erst eine Person getroffen, deren erste Gemeinde diese Gemeinde ist. Im letzten Gottesdienst sprach wieder jemand ganz offen davon, dass er schon von Kindheit an in Gemeinden ist. Deshalb denke ich, dass der Pastor mit mir speziell ein Problem haben könnte, das er nicht aussprechen möchte.

Ich vermute, es liegt einfach am nicht vorhandenen "Stallgeruch". Ich gehöre einer anderen sozialen Schicht an als nahezu alle in der Gemeinde und habe auch einen anderen biografischen Hintergrund. Dazu würde er aber nie ein offenes Wort sagen.

Ich würde gern in der Gemeinde bleiben, aber hat das überhaupt Zukunft? Außer beim Pastor fühle ich mich sehr gemocht und ein Leitungsamt strebe ich sowieso nicht an.

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63 Antworten
Deborah71
Beiträge : 15895

Aus deiner Erzählung lese ich schon zwei Ablehnungssituationen.

Ein Hirte, der gleich Angst auslöst.... da wäre es schon gut, wenn du für dich herausfinden könntest was das mit dir macht.

Du fühlst dich eigentlich sehr wohl.... es wäre gut, wenn du dem eigentlich nachgehen würdest .... was ist das un-eigentlich im Hintergrund, was Unbehagen auslöst.

Prüfe deine Entscheidung ruhig ein wenig länger... aktuell hast du noch kein freudiges Ja.... das halte ich für ein wichtiges Signal.

deborah71 antworten
15 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @deborah71

Du fühlst dich eigentlich sehr wohl.... es wäre gut, wenn du dem eigentlich nachgehen würdest .... was ist das un-eigentlich im Hintergrund, was Unbehagen auslöst.

Es sind nur die Momente mit dem Pastor, die mich verunsichern, mehr ist da nicht.

Anonymous antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15895

Diese Momente sind dir so wichtig, dass du sie ziemlich genau beschreibst und hier thematisierst.

Auch dein Threadtitel bringt zum Vorschein, dass da eine Unsicherheit besteht über erwünscht oder angenommen sein.

Es ist nicht klar, ob er sich um dich sorgte oder ob es etwas anderes ist.

Er hat natürlich recht damit, dass er deine Entscheidung nicht treffen kann.

deborah71 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @deborah71

Es ist nicht klar, ob er sich um dich sorgte oder ob es etwas anderes ist.

Welche Sorge um mich könnte da dahinter stecken?

Veröffentlicht von: @deborah71

Er hat natürlich recht damit, dass er deine Entscheidung nicht treffen kann.

Hätte er einfach mal "willkommen" gesagt, wäre ich längst drin. Wenn ich mich aufdränge, ist das keine gute Basis dafür, irgendwann mal ein ganz normales Gemeindemitglied zu sein. 5. Rad am Wagen ist ein unangenehmer Platz.

Anonymous antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15895
Veröffentlicht von: @anonyma-330ab9dc3

Welche Sorge um mich könnte da dahinter stecken?

Du hattest da schon Anhaltspunkte genannt....
- da sind evtl Unterschiede im theologischen Hintergrund, weil du schon länger im Glauben stehst und natürlich deine geprägten Sichtweisen hast. Das ist nichts Verkehrtes...kann trotzdem Reibungspunkte geben
- Spannungen durch eine andere soziale Schicht, ob du dich da wohlfühlst
- andere Biografie, wie schnell findest du Anschluß und fühlst dich nicht alleine oder angefremdelt

Veröffentlicht von: @anonyma-330ab9dc3

Hätte er einfach mal "willkommen" gesagt, wäre ich längst drin. Wenn ich mich aufdränge, ist das keine gute Basis dafür, irgendwann mal ein ganz normales Gemeindemitglied zu sein. 5. Rad am Wagen ist ein unangenehmer Platz.

Hast du schon Erlebnisse gehabt mit 5. Rad am Wagen in anderen Gruppen oder Familie?
Wie kommst du auf die Idee, dass du dich aufdrängen könntest?
Wie schnell baut sich ein Abgelehnt-Gefühl auf, wenn jemand gerade keine Zeit hat oder nicht gut drauf ist?

Das sind Fragen zum Überdenken, nicht zum hier beantworten...

Hätte er willkommen gesagt.... das ist ein starker Punkt für dich...

Nachtrag vom 12.09.2019 0033
Es ist deine Entscheidung, sagte er.... das heißt doch: ich habe nichts dagegen... mach mal, wie du möchtest.

deborah71 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @deborah71

Hätte er willkommen gesagt.... das ist ein starker Punkt für dich...

ER hätte zumindest nicht sagen sollen, dass ich eigentlich nicht willkommen bin. Ist er es nicht, der mit dem Gemeindebau beauftragt ist? In meinen Augen darf er auch ablehnen, nur wäre es netter, wenn er mir klar macht, was los ist und mich nicht einfach am langen Arm verhungern lässt.

Veröffentlicht von: @deborah71

Es ist deine Entscheidung, sagte er.... das heißt doch: ich habe nichts dagegen... mach mal, wie du möchtest.

Findest du? Es kann auch heißen: Wegen dir werde ich mich nicht in die Nesseln setzen und was verfängliches sagen. Bleib einfach, vielleicht kannst du dich nützlich machen, aber erwarten kannst du nichts. Das ist nicht, was ich hoffe, wie es ist, aber meine Befürchtungen.

Warum nimmt er einen nicht unerheblichen Teil unseres Termins, um zu begründen, warum ich nicht in die Gemeinde passe, begründet das dann so, dass fast die ganze Gemeinde betroffen wäre, nur bekommen das andere nicht gesagt? Sowas ist keine Begründung, zurück bleibt nur das passt-nicht.

Anonymous antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15895

Ihr beide habt euch bei dem Erstgespräch schon verhakt.

Gelingt es dir nicht, deinen Verhakungspunkt aufzulösen, tut es keinem gut.

Meine Fragen sollen dir helfen, Klarheit zu gewinnen, möglichst ohne dass ich Partei ergreife.

deborah71 antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 2523
Veröffentlicht von: @deborah71

Meine Fragen sollen dir helfen, Klarheit zu gewinnen, möglichst ohne dass ich Partei ergreife.

😀 Das klingt so nach: "Ich mach hier jetzt mal den Psychologen".

Über kurz oder lang ist es vielleicht besser, Partei zu ergreifen.

tatokala antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15895
Veröffentlicht von: @tatokala

Über kurz oder lang ist es vielleicht besser, Partei zu ergreifen.

Das sehe ich nicht so. Denn dann geht es nicht mehr um die Lösung einer Aufgabe, sondern gegen eine Person.

deborah71 antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 2523

Sollte man sich lieber endlos in einem unfruchtbaren Dialog aufreiben? Dann wäre es besser, einen Schlußstrich zu ziehen.

lg
Tatokala

tatokala antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15895

Einspruch abgelehnt da off topic 😉

deborah71 antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 2523

Soweit ist es vielleicht nicht, richtig. Ich meine nur prinzipiell.
😊

tatokala antworten
Tineli
(@tineli)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 1367
Veröffentlicht von: @tatokala

Über kurz oder lang ist es vielleicht besser, Partei zu ergreifen.

Das ist hier im Forum oft schwer, weil man nur sehr wenig über eine Situation weiß. Vielleicht besser, wenn man wirklich nur GEdankenanstöße gibt, die der andere nutzen kann oder auch nicht.

tineli antworten
speedysweety
(@speedysweety)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 3227

Aber aus den wenigen Infos, die man hier hat und die auch z.T. durch ganz normale Dinge zu erklären sind, sollte man hier noch keine Partei ergreifen. Von daher finde ich es richtig, erst einmal Fragen zu stellen.

speedysweety antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 2523
Veröffentlicht von: @anonyma-330ab9dc3

Hätte er einfach mal "willkommen" gesagt, wäre ich längst drin.

Ich kenne solche Situationen (nicht im gemeindlichen Bereich). Daß man etwas bestimmtes erwartet.

Kann auch an der eigenen Erwartungshaltung liegen. Vielleicht ist es auch einfach nicht sein Stil, "willkommen" zu sagen?

Ist das denn so wichtig, wenn du dich sonst wohl fühlst? Ich weiß nicht, wie groß die Gemeinde ist, aber vielleicht hat er es gar nicht so damit, zu jedem einzelnen Gemeindemitglied ein persönliches Verhältnis zu pflegen?

tatokala antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @tatokala

aber vielleicht hat er es gar nicht so damit, zu jedem einzelnen Gemeindemitglied ein persönliches Verhältnis zu pflegen?

Das will ich auch nicht. Es wäre aber überhaupt nicht nötig gewesen, zu sagen, dass ich irgendwie nicht dazupasse. Das wird ja offensichtlich von dem Rest der Gemeinde nicht so empfunden. Ich habe auf diese Weise immer das Gefühl, etwas gewaltsam an mich zu reißen, wenn ich irgendetwas gemeindeinternes besuche.

Anonymous antworten


lhoovpee
Beiträge : 2209

Naja, die Frage ist ja einfach: Wie wichtig ist es dir mit dem Pastor klar zu kommen?

Ich bin derzeit in einer Gemeinde, die vier Pastoren hat. Mit zwei davon habe ich noch nie ein Wort gewechselt 😀 Will ich auch gar nicht.

Solange du nicht daran gehindert wirst dein Glauben zu leben und mitzuarbeiten, sehe ich jetzt kein großes Problem.

Wenn du es klären willst bleibt dir nicht anderes übrig als mit dem Pastor darüber zu reden. Wir können dir nicht sagen, was in seinem Kopf vor sich geht.

lhoovpee antworten
1 Antwort
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @lhoovpee

Wenn du es klären willst bleibt dir nicht anderes übrig als mit dem Pastor darüber zu reden.

Ja, hoffentlich bin ich geschickt genug, dass ich rausfinde, was wirklich ist oder wirklich nicht ist.

Anonymous antworten
Stefantweeetys
Beiträge : 426

Wie groß ist denn diese Gemeinde? Wie du schreibst bist du mit allen Menschen sehr zufrieden, nur beim Pastor bist du dir nicht so sicher wo du und er steht.

Wenn die Gemeinde größer ist, dann kommt man generell nie mit allen gleich gut aus. Es ist vielleicht etwas komisch, wenn man gerade mit dem Pastor am wenigsten gut aus kommt, kann aber passieren, es ist halt auch Menschlich und muss nicht viel mit dir zu tun haben.

Warum möchtest Du ein registriertes Gemeindemitglied sein? Wenn man in das NT bzw. in die Apostelgeschichte schaut, dann gab es weder einen Mitgliedsantrag noch sonst etwas in die Richtung. Das mit dem Mitglied sein, dass haben sich Menschen ausgedacht um eine Struktur zu haben, viele Gemeinden haben aber nur deswegen offizielle Mitglieder, weil das wegen dem Recht und der Steuer so verlangt wird.

Ich war nie offizielles Mitglied und habe auch nie danach gefragt. Es ist biblisch nicht notwendig, und oft hat es sogar mehr Nachteile als Vorteile. Weil wenn man offizielles Mitglied ist, wird auch mehr von einem erwartet. Wenn es dich nicht stört, dann sei einfach kein Mitglied. Das löst zwar dein Problem nicht, aber wenn du ab und zu bei Gelegenheit mit anderen Mitgliedern darüber sprichst, ergibt sich das mit der Zeit von alleine. Vielleicht Pastor einfach nur Zeit, weil du besonders bist.

stefantweeetys antworten
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Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @stefantweeetys

Wenn die Gemeinde größer ist, dann kommt man generell nie mit allen gleich gut aus. Es ist vielleicht etwas komisch, wenn man gerade mit dem Pastor am wenigsten gut aus kommt, kann aber passieren, es ist halt auch Menschlich und muss nicht viel mit dir zu tun haben.

So könnte ich es betrachten, dass einfach die Chemie nicht richtig stimmt zwischen uns, aber nicht, weil wirklich etwas vorliegt, sondern wegen den unterschiedlichen Hintergründen.

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Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

das neue testament kannte sehr wohl die verbindliche zugehörigkeit zu einer ortsgemeinde. die gemeinde wurde von jesus ausdrücklich als sein körper eingesetzt, der seinen dienst weiterführen soll. diesen dienst können wir nur fortführen, wenn wir verbindlich in eine lokale gemeinschaft eingebunden sind, weil wir nur dort die notwendige ergänzung erleben um nicht in einseitiges abzudriften. in den briefen werden wir ermahnt, zu den versammlungen zu gehen.

ich sehe es als symptom eines westlichen konsumdenkens, dass man zwar in eine gemeinde geht, aber nicht verbindlich teil davon sein will. in der bibel finde ich diese unverbindliche zugehörigkeit nirgends. ich würde als leiter niemandem, der nicht teil von uns sein will, einen dienst übertragen der mit irgendeiner form von geistlicher verantwortung verbunden ist. jede gemeinde hat einen bestimmten auftrag von gott, eine von gott gegebene vision (oder sollte das zumindest haben), daher können nur jene menschen geistliche verantwortung übernehmen, die bereit sind, diese vision mitzutragen. wenn sie das nicht können, sind sie als gäste immer herzlich willkommen, mehr aber nicht.

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Stefantweeetys
(@stefantweeetys)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 426
Veröffentlicht von: @helm-helm

wenn wir verbindlich in eine lokale gemeinschaft eingebunden sind

Veröffentlicht von: @helm-helm

in der bibel finde ich diese unverbindliche zugehörigkeit nirgends.

Und wo wird dann eine verbindliche Zugehörigkeit zu einer Ortsgemeinde verlangt? Ich bin kein Experte im NT, aber ich habe noch nie was von einem Antrag gelesen der zwischen Gast und Mitglied einer Ortsgemeinde unterscheidet. Es gibt die Taufe als sichtbare Zeichen, was in meiner Gemeinde ein großes Event war, aber sonst? Vielleicht kennst du dich aber auch besser aus.

Da es im NT nur wenige feste Regeln gibt, kann jede Gemeinde auch entscheiden wie die Struktur ist. Die großen Kirchen haben eine feste Struktur, ich kenne auch kleine, die haben eine völlig andere Struktur. Es gab in meiner ersten Gemeinde Älteste / Diakone, dann eben Gemeindemitglieder und Gäste. Ein Gemeindemitglied war aber grundsätzlich jeder der Christ gewesen ist und getauft war.

Wenn ich darüber nachdenke, dann gab es auch "wichtigere" Mitglieder die bei Entscheidungen gefragt oder angehört wurden. Wenn man da rein kommen wollte musste man fragen oder wurde gefragt. Dann gab es eine Abstimmung, ich denke ein wichtiger Punkt war z.B. vorbildliches Verhalten oder auch Ortstreue.

Von den 160 Mitgliedern / Gästen waren vielleicht 15 oder 25 in dem Bereich, für mich war das aber nie ein Thema. Diese Treffen gab es nur alle paar Monate und hatte mit Diensten und so wenig zu tun. Wir hatten Prediger die waren nicht in dem Bereich. So wie ich das verstanden habe, hat man das gemacht um den Ältesten bei Entscheidungen zu helfen. Biblisch verteidigt oder begründet hat man das aber nicht.

Dienste und so wurden auch verteilt, dabei war es unerheblich ob man zu den 15 besonderen Mitgliedern gehört hat oder nicht. Wer verbindlich einen Job übernehmen wollte, hat sich in die Listen eingetragen. Wenn ein Ältester nicht einverstanden war, dann hat man das gesagt bekommen.

stefantweeetys antworten
lhoovpee
(@lhoovpee)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 2209

Die Mitgliedschaft ist aber nicht gerade ein Indiz für Verbindlichkeit.

Ich bin noch immer Mitglied der Gemeinde, in der ist aufgewachsen bin. Da war ich bestimmt schon 7 Jahre nicht mehr 😀
Dagegen bin ich in meiner jetzigen Gemeinde seit nun gut einem Jahr verbindlich mit dabei ohne Mitglied zu sein und die Leute können auf mich zählen, wenn ich etwas zu sage. Das Thema Mitgliedschaft ist bis her nicht aufgekommen.

Ich kenne sogar sehr verbindliche Menschen, die sehr viel für ihre Gemeinde tun ohne Mitglied oder je getauft worden zu sein.

Evtl. ist es auch ein Gesellschaftliches Ding, dass Mitgliedschaft immer weniger "zählt" (siehe Gewerkschaften, Parteien, Kirchen, Vereine, überall schwinden die Mitgliederzahlen). Das würde ich aber nicht gleichsetzen damit, dass die Menschen heute nicht mehr so verbindlich sind.

Ganz davon ab, werde ich aber wohl noch in diesem Jahr Mitglied in meiner jetzigen Gemeinde. Das werde ich aber im Stillen umsetzen ohne das es groß jemand mit bekommt.

lhoovpee antworten
Stefantweeetys
(@stefantweeetys)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 426
Veröffentlicht von: @lhoovpee

Das würde ich aber nicht gleichsetzen damit, dass die Menschen heute nicht mehr so verbindlich sind.

Gerade Kirchen haben viele Mitglieder, aber viele Mitglieder zahlen Steuern und gehen an Weihnachten mal hin... und das wars. Es gibt nicht umsonst den Witz: Wie oft geht ein Mitglied einer Kirche im Leben in die Kirche? 3 mal, davon wird man 2x unfreiwillig rein und raus getragen 😉

stefantweeetys antworten


Herbstrose
Beiträge : 14193

Ich würde in dem Fall das Gespräch mit der Gemeindeleitung suchen. Denn in einer Gemeinde sollte es egal sein, woher man kommt, welcher "Schicht" man angehört, wie lange man schon gläubig ist ...

herbstrose antworten
7 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @herbstrose

in einer Gemeinde sollte es egal sein, woher man kommt, welcher "Schicht" man angehört, wie lange man schon gläubig ist ...

Warum soll es nicht die Freiheit für eine Gemeinde geben, sich eine spezielle Zielgruppe zu suchen? Aber in diesem Fall würde ich dazu gehören, da einfach der Wohnort und ein paar geistliche Kriterien genannt werden.

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Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Warum soll eine Gemeinde eine Zielgruppe definieren? Das widerspricht sich doch mit dem Sinn von Gemeinde.

herbstrose antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11794

Weil es SEIN Reich ist, SEINE Gemeinde.
Nicht unsere, nicht die von Menschen, die sich eine Zielgruppe aussuchen.

neubaugoere antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

eine gemeinde sollte natürlich ein klares profil haben. keine gemeinde kann alles abdecken. das sollte wenn, dann aber klar so gesagt werden. wir handhaben es so, dass wir sagen, was uns wichtig ist, und wie wir unseren glauben leben wollen. wenn jemand diesen weg mit uns gehen will, freuen wir uns. und wenn nicht, haben wir eine liste anderer gemeinden, die wir empfehlen können.

was ich nicht verstehe ist, dass der pastor sich nicht deklariert. das heißt: warum er nicht offen darüber spricht, warum er glaubt, dass diese gemeinde nicht die "richtige" ist für dich. ich finde, dass man über so etwas ganz normal und vernünftig reden kann. aber das musst du mit ihm persönlich klären.

ich finde es sehr hilfreich, in solchen fragen das persönliche rauszunehmen und bei der sache zu bleiben. du kannst ja sagen, dass du gerne mitglied werden möchtest und ob aus seiner sicht etwas dagegen spricht. ich finde es übrigens gut und wichtig, sich zu deklarieren und zu sagen: das ist meine gemeinde, wir brauchen diese verbindliche zugehörigkeit. das neue testament kennt keine schriftliche mitgliedschaft, aber sehr wohl verbindliche zugehörigkeit. wie sonst sollte man bspw. menschen aus der gemeinschaft ausschließen, wenn es diese zugehörigkeit in den ersten kirchen angeblich gar nicht gab?

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @helm-helm

eine gemeinde sollte natürlich ein klares profil haben. keine gemeinde kann alles abdecken. das sollte wenn, dann aber klar so gesagt werden.

Vielleicht hat er das und ich habe ihn nicht richtig verstanden.

Veröffentlicht von: @helm-helm

was ich nicht verstehe ist, dass der pastor sich nicht deklariert. das heißt: warum er nicht offen darüber spricht, warum er glaubt, dass diese gemeinde nicht die "richtige" ist für dich. ich finde, dass man über so etwas ganz normal und vernünftig reden kann.

Da sind wir jetzt dran. Inzwischen haben wir ein paarmal geschrieben. Er sprach von Missverständnissen und scheint eine Ahnung zu haben, was schief gelaufen ist. Ich lasse mich überraschen. Mein Verdacht ist inzwischen, dass er eine Gemeinde aufbauen möchte, die mit ihm älter wird und nicht in den nächsten Jahren schon die Probleme älterer Menschen bewältigen muss. Eher Aktionsbündnis als Basiscamp. Wenn ich mich dazu stelle, bin ich eventuell bald überfordert, aber warten wirs ab.

Veröffentlicht von: @helm-helm

du kannst ja sagen, dass du gerne mitglied werden möchtest und ob aus seiner sicht etwas dagegen spricht.

hab ich

Veröffentlicht von: @helm-helm

ich finde es übrigens gut und wichtig, sich zu deklarieren und zu sagen: das ist meine gemeinde, wir brauchen diese verbindliche zugehörigkeit.

Ja, danach suche ich.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @anonyma-330ab9dc3

Mein Verdacht ist inzwischen, dass er eine Gemeinde aufbauen möchte, die mit ihm älter wird und nicht in den nächsten Jahren schon die Probleme älterer Menschen bewältigen muss. Eher Aktionsbündnis als Basiscamp. Wenn ich mich dazu stelle, bin ich eventuell bald überfordert, aber warten wirs ab.

das verstehe ich nicht. eine gesunde gemeinde sollte doch alle altersgruppen umfassen. weil nur dann echte ausgewogenheit und eine gesunde balance herrschen. alte und junge brauchen einander. genauso wie eine gesunde gemeinde auch verschiedene gesellschaftliche schichten integrieren sollte. weil auch die einander brauchen.

beispiel: wenn die jungen älter werden und familien gründen, wer kümmert sich dann um die kinder? ist ziemlich schwierig, wenn es dann keine jüngeren oder älteren gibt, die - im gegensatz zu familien mit klein(er)en kindern - die nötige zeit und energie dafür haben. oder: wer sorgt für die alten, wenn alle alt sind, und die anderen alten körperlich nicht mehr in der lage sind, sich um andere alte leute in der kirche zu kümmern. oder: wenn es nur reiche gibt, wird es kaum armenfürsorge geben, weil vielen reichen einfach der fokus dafür fehlt, weil das ihrer lebenswelt so fremd ist. umgekehrt, wenn es nur arme gibt, wird sich die gemeinde nicht finanzieren können. und wenn es nur mittelstand gibt, bleibt die gemeinde wahrscheinlich nur mittelmäßig.

mit so einem "zielgruppenorientierter" ansatz habe ich meine liebe not. das klingt für meinen geschmack zu sehr nach "wir schaffen einen gemütlichen platz für uns christen" und viel zu wenig nach "wie können wir die menschen um uns, die jesus noch nicht kennen, erreichen?" aber vielleicht tue ich deiner gemeinde ja auch unrecht, aus der ferne ist das schließlich unmöglich zu beurteilen. ich bin mittlerweile einfach nur etwas empfindlich, wenn ich den eindruck habe, eine kirche sorgt sich vor allem um die christen, und nicht um die verlorenen.

Anonymous antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Ich finde es außerdem wichtig, dass es Glaubensvorbilder in der Gemeinde gibt. Wenn alle frisch im Glauben sind, wo sind dann die Lehrer und die Hirten, die die "Neuen" im Glauben u verweisen und begleiten?

herbstrose antworten
JohnnyD
Beiträge : 1340

Mir scheint das Problem nicht die Gemeinde zu sein, sondern dein Selbstbewusstsein. Du bist in irgendeiner Hinsicht anders als die Zielgruppe und Mehrheit der Leute dort und wertest dich deswegen ab. Warum?

johnnyd antworten
4 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @johnnyd

Mir scheint das Problem nicht die Gemeinde zu sein, sondern dein Selbstbewusstsein. Du bist in irgendeiner Hinsicht anders als die Zielgruppe und Mehrheit der Leute dort und wertest dich deswegen ab. Warum?

Die Schilderungen der Ablehnungen waren ja wohl so was von deutlich. Vor so einem Kontext würde ich erwarten, dass man mit hinreichend Selbstvertrauen auf jeden Fall in einen heftigen Konflikt gehen würde. Aber vielleicht würde das einem nicht nur eine Gemeinde verschaffen sondern die Gemeinde gleich noch von schlimmen Einfluss befreien.

LG
Ecc

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JohnnyD
(@johnnyd)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 1340
Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Die Schilderungen der Ablehnungen waren ja wohl so was von deutlich.

Wo denn?
Ich habe nur von einer Episode aus einem netten Anfangsgespräch mit einem die Threaderöffnerin irritierenden Abschnitt gelesen.

Der Rest sind übergenaue Vorstellungen davon, wie sich die Gemeinde bzw. der Pastor ihr gegenüber zu verhalten hat und Selbstabwertungen.

johnnyd antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @johnnyd

Wo denn?

Zitat aus dem Eingangsposting:

Als ich ihn jetzt um ein Gespräch bat, um meine Gemeindezugehörigkeit zu klären, wurde er ein wenig patzig

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @johnnyd

irgendeiner Hinsicht anders als die Zielgruppe und Mehrheit der Leute dort

Ja, wobei Zielgruppe und Mehrheit auch voneinander abweichen. Nur weil ich einen anderen Hintergrund habe, bin ich aber gar nicht so sehr anders und auch nicht schlechter. Woraus liest du das mit dem Selbstbewusstsein?

Anonymous antworten


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