Wut/Zorn
Vielleicht habt ihr etwas Input für mich....
Oder eure Gedanken.
Am Mittwoch ist in unserem Hauskreis das Thema: Wut
Ich habe einige Ansätze, von Gottes Zorn bis zur Wut gegen Ungerechtigkeit.
Wenn ihr nur das Wort Wut habt, was fällt euch als erstes ein?
Einfach wildes Brainstorming. Mindmap....
Liebe Grüße
Nicnic
Veröffentlicht von: @nicnicWenn ihr nur das Wort Wut habt, was fällt euch als erstes ein?
Meine kleine Enkeltochter. Die reagiert wütend, wenn etwas nicht so läuft, wie sie es gern hätte.
(Für mich als Oma ist das unfassbar niedlich, für ihre Mama ist das deutlich anstrengender)
Wenn ihr nur das Wort Wut habt, was fällt euch als erstes ein?
Ich weiss nicht, ob das vom Thema her passt... aber ich denke, es ist wichtig, "Wut" von "Hass" zu unterscheiden.
Wut kann auch positiv sein und unter Umständen dazu führen, dass eine Ungerechtigkeit beseitigt und eine Ordnung wieder hergestellt wird.
Bei Hass ist das nicht der Fall, Hass ist praktisch immer zerstörerisch.
Bei Hass ist das nicht der Fall, Hass ist praktisch immer zerstörerisch.
Meiner Erfahrung nach entsteht aus Wut Hass, wenn die Ohnmacht zu gross war, um die Kraft, die die Wut bereitstellt auch einsetzen zu können.
Meiner Erfahrung nach entsteht aus Wut Hass, wenn die Ohnmacht zu gross war, um die Kraft, die die Wut bereitstellt auch einsetzen zu können.
Ich denke, dass Hass immer eng mit Angst verknüpft ist. Angst vor "Überfremdung", Angst vor Verlust, Angst um das eigene Leben.
Dass Gott jemanden hasst, weil er sich vor ihm fürchtet, dürfte man aber wohl ausschliessen können.
Inwiefern für einen allwissenden Gott das Gefühl der Wut Sinn ergibt ist dann natürlich eine andere Frage... wie kann Gott wütend sein, wenn er doch von Anfang wusste, was passieren würde...?
Ich denke, dass Hass immer eng mit Angst verknüpft ist. Angst vor "Überfremdung", Angst vor Verlust, Angst um das eigene Leben.
Ja, das kann ich auch gut nachempfinden.
Inwiefern für einen allwissenden Gott das Gefühl der Wut Sinn ergibt ist dann natürlich eine andere Frage... wie kann Gott wütend sein, wenn er doch von Anfang wusste, was passieren würde...?
Nein, das macht keine Sinn.
Vermutlich ist das eine Vermenschlichung Gottes, damit wir ihn besser verstehen .
@lucan @alle
Ich denke, dass Hass immer eng mit Angst verknüpft ist. Angst vor "Überfremdung", Angst vor Verlust, Angst um das eigene Leben.
Ich will nochmal auf deinen Post zurückkommen, bei dem mir auffällt, wie wahr das ist.
Besonders die Angst vor Verlust löst bei mir dieses Gefühl aus.
Aber was hilft da dagegen? Vor allem wenn der Verlust schon eingetreten ist? Wie findet man da wieder raus aus dem Hass? Mir gelingt das nur temporär.
Im Grunde ist da noch Glut, die leicht wieder Feuer fängt, sobald die Erinnerung da reinpustet…
Aber was hilft da dagegen? Vor allem wenn der Verlust schon eingetreten ist? Wie findet man da wieder raus aus dem Hass?
Aus Erfahrung würde ich sagen: Mit einem Perspektivwechsel.
Viele Leute in Deutschland haben Angst vor Überfremdung. Vor ausländischen Gewalttätern und Kriminellen. Und das führt dann zu Hass gegenüber Migranten.
Und meistens passiert das ja, wenn man sich einseitig informiert. Also sollte man sich auch über andere Quellen informieren. Wie sieht es denn nun wirklich aus mit der Kriminalität? Wo sind die Probleme?
Vielleicht versucht man auch die Menschen selbst kennenzulernen. Man informiert sich über traumatisierte Menschen, oder aus welchen Millieus die kommen. Man überlegt mögliche Lösungen, sieht die Sache differenzierter.
Das bedeutet am Ende nicht, dass es weniger Kriminalität gibt oder alle Probleme gelöst werden... aber man denkt nüchterner über das Problem nach und sucht nach Wegen - statt seine Angst in Hass zu verwandeln.
Und ja, das ist natürlich auch einfacher gesagt als getan...
zornige, wütende Gefühle sind wie Postboten, die mitteilen, dass etwas nicht stimmig, unangemessen, übergriffig, enttäuschend war und man tätig werden soll. Damit hat Zorn z.B. seine Aufgabe erfüllt.
Unter Zorn ist oft Schmerz oder Angst verborgen.
Eph 4,26 Zürnt ihr, so sündigt nicht; lasst die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen 27 und gebt nicht Raum dem Teufel.
Sündigen wäre hier Reinfressen (kann Bitterkeit werden) oder Rauspoltern (ändert aber nichts).
Nach meiner Erfahrung reagieren bei gleicher Ausgangslage Männer mit Wutgefühlen und verdrängen oder verleugnen Trauer und Frauen reagieren traurig und verdrängen oder verleugnen Wut.
@nicnic Normalerweise finde ich es ja doof, wenn andere es tun - aber bei derartig konkreten Fragen darf schon mal auf den Wiki-Eintrag verwiesen werden, oder? Also: Klicki! 🙂
In dem Artikel wird übrigens auch auf die Abgrenzung zwischen den beiden Begriffen eingegangen. Dass Wut weniger beherrschbar und gewissermaßen wilder sei, hab ich mir immer dadurch klar gemacht, dass man ja z.B. von "heiligem Zorn" reden kann, nicht aber von "heiliger Wut".
Danke, ja hab ich gelesen.
Mir ging es einfach darum, was fällt euch als erstes ein zum Thema Wut/Zorn einfällt.
Danke für deine Hilfe, jeder Gedanke hilft mir
Kennst du Film die Wutprobe?
Über Wut
In Die Wutprobe" ist der Unterschied, dass explodierende Menschen ihre Wut offen und sofort zeigen (z.B. den Kassierer anschreien), während implodierende Menschen ihre Wut unterdrücken (wie der ruhige Kassierer, der dann unvermittelt Amok läuft) – die implodierende Wut staut sich an, bis sie unkontrolliert und oft gewaltsam nach außen bricht, weil der innere Druck zu groß wird. Es geht also um das Ventil: Entweder wird Wut sofort abgelassen oder sie sammelt sich innerlich an, bis sie zu einer plötzlichen, extremen Explosion führt, wie der Film plastisch darstellt.
- Ausdruck: Direkt, laut, verbal und körperlich (Anbrüllen, Schreien).
- Mechanismus: Lässt Dampf ab, bevor sich zu viel Druck aufbaut.
- Beispiel: Wutausbrüche im Straßenverkehr, Streitgespräche.
- Ausdruck: Unterdrückt, nach innen gekehrt, scheinbar ruhig.
- Mechanismus: Staut sich an, weil der innere Druck kontinuierlich steigt.
- Beispiel: Der ruhig wirkende Kassierer, der plötzlich durchdreht – ein Symbol für aufgestaute Aggression.