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Buch zur Einführung in vegane Ernährung


Tineli
 Tineli
Themenstarter
Beiträge : 1376

Ich bin auf der Suche nach einem Buch für ein Teenie-Mädchen, was bei veganer Ernährung zu beachten ist bzw. wie man alle Nährstoffe ausgewogen bekommt.
Klar, Rezepte sind auch willkommen, aber es sollte auch einen Theorie-Teil haben, und nicht zu kompliziert/wissenschaftlich, so dass es auch eine Jugendliche gut versteht.

Hat da jemand einen guten Tipp?

Gruß, Tineli

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32 Antworten
Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Sorry, aber ich würde da eher ein Buch empfehlen oder ein Gespräch, in dem vor den Gefahren gerade zur Wachstumszeit gewarnt wird, die eine solche Ernährung verursachen kann.
Vegetarisch ist eine Sache, vegan eine ganz andere - wie gesagt vor allem in dieser starken Entwicklungsphase.

Liebe Grüße
Karibu

(Ohne Ergänzungsmittel wird sie da kaum durch diese Zeit kommen).

Anonymous antworten
25 Antworten
Tineli
 Tineli
(@tineli)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 1376
Veröffentlicht von: @karibu20

(Ohne Ergänzungsmittel wird sie da kaum durch diese Zeit kommen).

Ich selbst habe mich nicht mit veganer Ernährung beschäftigt, aber von einem guten Buch würde ich genau solche Einschätzungen erwarten. Also wann braucht es mehr, was braucht es mehr etc.

tineli antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Leider kenne ich da kein Buch zu.
Da würde ich auch lieber - wenn sich das Mädchen dazu überreden lässt - einen Arzt des Vertrauens fragen.
Einer, der sich das Mädchen gesundheitlich genau anschaut und beraten kann, samt Vitaminspiegel und Gesundheit des Körpers, Mineralstoffe überhaupt zu verarbeiten.
Vegane Ernährung halte ich insgesamt für nicht erstrebenswert und schon gar nicht in der Kindheits- und Teenagerphase.
Aber ich verstehe, dass da das Streben nach sein kann, ich selber finde es unerträglich, unter welchen Bedingungen (der Tiere) selbst unsere Eier und unsere Milch heutzutage meist kommen.
Aber vielleicht lieber seltener und dafür gute (Bio-) Sachen glücklicher gesund ernährter Tiere essen, als alles weg zu lassen.
Es sei denn, sie ist Anhängerin der PETA-Überzeugung, dass wir Menschen keinerlei Ernährung, die irgendwie von Tieren kommt, zu uns nehmen sollten.
Wie gesagt, ein kompetenter Arzt, der es nicht komplett ablehnt sondern abwägt und ihr auch da ernährungsmäßig weiter hilft, finde ich persönlich viel wichtiger als "einfach nur" ein Buch, mit dem sie dann alleine klar kommen muss?
Unter ärztlicher Aufsicht, mit (halbjährlich, öfter, seltener?) Kontrollen ihres Blutes (Vitamine, Mineralien, usw.). finde ich sehr sehr wichtig.
Vegane Ernährung ist so gefährlich, dass schon sehr kleine Kinder daran gestorben sind (ging durch die Medien).
Und auch ältere Kinder und Menschen sollten da unbedingt einen strikten Ernährungsplan einhalten, um Mangelerkrankungen mit schlimmen gesundheitlichen Folgen auszuschließen.
"Wann braucht es mehr, was braucht es" usw. kann doch nur individuell gesehen werden.
Liebe Grüße
Karibu

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Anyway
 Anyway
(@anyway)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 325

Hallo Karibu,

Ich möchte dich nicht angreifen und hoffe, dass das Posting nicht so rüberkommt. Ich finde jedoch, dass in heutigen Zeiten mit einer schrecklich miesen Lebensmittelindustrie, den ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten, dem Klimawandel und der Umweltverschmutzung man gut die Augen auf machen muss, was man an Informationen verbreitet. Ich selbst ernähre mich überwiegend pflanzlich, aber nicht ausschließlich, aus den unterschiedlichsten Gründen. Ich schreibe hier nicht aus dogmatischen Gründen. Jeder soll das Recht haben sich selbst so zu entscheiden, wie er das vertreten kann, aber ich möchte ungern Informationen stehen lassen, die schwierig sind.

Ich unterschreibe dein Posting insofern, dass ich für jeden Teenager eine gute medizinische Begleitung erstrebenswert finde und ich generell finde, dass es viel zu wenig Betreuung und Beratung in diesem Bereich gibt, aber das ist ein anderes Thema.

Ich möchte aber deine "Panikmache" vor pflanzlicher Ernährung nicht so stehen lassen.

Veröffentlicht von: @karibu20

Vegane Ernährung ist so gefährlich, dass schon sehr kleine Kinder daran gestorben sind (ging durch die Medien).

Ja, diese Medienberichte kenne ich auch und das ist sehr tragisch. Da waren aber Eltern am Werke, die ihre Kinder nicht mit einer ausgewogenen und gesunden Ernährung versorgt haben, sondern einseitig mangelernährt haben und dann teilweise auch noch abstruse Ideen verfolgt haben wie man könne Energie aus der Luft aufnehmen und benötige keine Flüssigkeit und Nahrung usw. Wenn ich meinem Kind nur Kuhmilch gebe, dann ist das zwar nicht vegan, aber mit dem gleichen Resultat ganz bald mangelernährt.

Veröffentlicht von: @karibu20

Und auch ältere Kinder und Menschen sollten da unbedingt einen strikten Ernährungsplan einhalten, um Mangelerkrankungen mit schlimmen gesundheitlichen Folgen auszuschließen.

Nein, auch da möchte ich widersprechen. Nicht "strikt", sondern gesund und ausgewogen - wie in jeder Ernährungsform. Wenn du dich nur von Fleisch ernährst, dann wirst du auch krank, auch da braucht es einen ausgewogenen Speiseplan.

Es gibt mittlerweile viele Hinweise darauf, dass eine pflanzliche Ernährung z.B. bei zahlreichen ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten wie Herzerkrankungen, Bluthochdruck usw. helfen kann. Der Arzt meines Schwiegervaters hat vegane Ernährung empfohlen weil dieser schlimmen Bluthochdruck hat trotz gesunden Körpergewichts und weil die Medikation nicht hilft. Leider weigert sich dieser sehr beharrlich auf sein gewohntes Essen der letzten 70 Jahre zu verzichten.

Liebe Grüße
Anyway

anyway antworten
Regenbogenfee
(@regenbogenfee)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 28

Danke 😉

regenbogenfee antworten
Anyway
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(@anyway)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 325
Veröffentlicht von: @regenbogenfee

Danke 😉

Wofür? 🤨

anyway antworten
stundenglas
(@stundenglas)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 4769

Und welches Buch kommt dir da in den Sinn? Wovor genau sollte es warnen? Oder meinst du ohnehin abraten?

stundenglas antworten
Anyway
 Anyway
(@anyway)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 325

Hallo Karibu20,

welche Gefahren meinst du denn konkret?

Das einzige größere Problem was entstehen kann (mittlerweile aber auch für uns Fleischesser, dank unserer LebensmittelINDUSTRIE, wenn man nicht überwiegend bio usw. kauft) ist nach einiger Zeit ein Vitamin B12 Mangel. Das kann man aber ohne Probleme supplementieren. Da die Tiere auch häufig nicht mehr genug B12 erhalten, da sie nicht "natürlich" gehalten werden, bekommen diese mittlerweile auch B12 supplementiert, damit dann im Fleisch noch was ankommt. Ob man jetzt das Supplement über das Fleisch möchte oder direkt nimmt, kann man ja selbst entscheiden.

Eine ausgewogene vegane Ernährung, bei der sich der Jugendliche mit den Nahrungsmitteln auseinandergesetzt hat, kann um einiges gesünder sein, als wenn sich der Jugendliche von Nutellabrot, weißen Nudeln mit Sauce, Fruchtjoghurt und Wurstbrot ernährt.

Liebe Grüße
Anyway

anyway antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Ja, ich weiß.
Ein Ernährungsberater meines Mannes meinte sogar zu ihm, dass heutzutage nichts mehr, was nicht aus dem eigenen Garten kommt (und da haben wir nun leider fast gar nichts mehr...), noch ausreichend Vitamine und Mineralien zuführt.
Zu früh und daher unreif geerntet, damit es nicht zu schnell verdirbt, was dann aber auch bedeutet dass es nicht annähernd genügend Vitamine und Mineralstoffe angereichert hat.

Da hast Du Recht.
Veganer müssen übrigens bedenken, dass die Äpfel meistens mit Läuseblut gewachst sind für die bessere längere Haltbarkeit, und dass viel Brot und Margarine aus Supermärkten und von Bäckern sowohl Ei wie auch Milch enthalten (können).
Ich weiß, wovon ich rede, ich habe mal aufgrund einer ärztlicherseits festgestellten Hühnerei- und Kuhmilch-Allergie 2 Jahre lange dieses Beides weggelassen.
Es war interessant...
Zuletzt habe ich nur noch gesagt "Kein Wunder, dass wir darauf als erstes allergisch reagieren, es ist ja (fast) überall drin"
Oft in pulverisierter Form, oder das Weiße des Ei als Glasur auf Brot, in allen weichen Brotarten Milchprodukte, in Margarinen immer Milchanteile - die kann man dann teuer in Reformhäusern oder Naturkostläden kaufen. Usw. usw.

Veröffentlicht von: @anyway

Eine ausgewogene vegane Ernährung, bei der sich der Jugendliche mit den Nahrungsmitteln auseinandergesetzt hat, kann um einiges gesünder sein, als wenn sich der Jugendliche von Nutellabrot, weißen Nudeln mit Sauce, Fruchtjoghurt und Wurstbrot ernährt.

So einseitig sollte eine Ernährung wohl nie aussehen.
Wobei auch Weizen und Zucker seinen Platz haben kann und sollte in unserer Ernährung.
Aber auf die Ausgewogenheit kommt es wohl an, ja.
Das aber doch sowieso immer, was Obst und Gemüse an sich angeht.

liebe Grüße
Karibu

Anonymous antworten
Anyway
 Anyway
(@anyway)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 325

Hallo Karibu,

ich kaufe fast nur noch Lebensmittel, die aus maximal fünf Zutaten bestehen. Bevorzugt kaufe ich Bio oder vom Bauern ums Eck, wenn das möglich ist. Bei meinem Bäcker gibt es drei Vollkornbrotsorten, die ohne unnötige Zusätze auskommen und das enthalten, was ich auch rein tun würde, wenn ich selbst backe. Ich finde schlimm, was einem im Supermarkt als LEBENSmittel verkauft wird. Von einem Bekannten, der lange für einen namenhaften Süßigkeitenhersteller gearbeitet hat, weiß ich, dass im Labor so lange an den Produkten gefeilt wird, bis sie maximal "süchtig" machen. Wahrscheinlich trifft das auf viele andere Produkte auch zu.

Mein Mann ist laktoseintolerant - für ihn ist Ernährung nicht so wichtig, aber auch ihn hat es auf den Hintern gesetzt, als er gesehen hat, wo überall Milch und Laktose reingemischt wird. Macht ein besseres Mundgefühl, dann essen die Menschen mehr davon, kaufen mehr davon, größerer Umsatz für die Firma... Gewinnmaximierung.

Veröffentlicht von: @karibu20

So einseitig sollte eine Ernährung wohl nie aussehen.

Da hast du Recht! Leider kenne ich sehr viele Jugendliche, die sich genauso ernähren - oder das andere Extrem, dass sich nur von Salat, Rohkost und Obst ernährt - nein das ist auch nicht gesund!

Liebe Grüße
Anyway

anyway antworten
stundenglas
(@stundenglas)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 4769

So einseitig sollte eine Ernährung wohl nie aussehen.

Schau doch mal, was die Leute einkaufen... Pflanzliche Margarine gibt's übrigens auch im Supermarkt.

stundenglas antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @stundenglas

Pflanzliche Margarine gibt's übrigens auch im Supermarkt.

Dann schau mal auf die Zutatenliste, oder hast Du tatsächlich in einem bestimmten Markt eine entdeckt die wirklich frei von Rahm, Molke, Sahen, Lactose, und was der Namen noch mehr sind für Milchprodukte?
Das wäre interessant.

LG
Karibu
(Ich habe überlegt, wegen meiner ständigen Darmprobleme mal wieder eine "Schicht" ohne Milch und Hühnerei einzulegen, aber erstens müsste ich das vielleicht vorher mit einem Arzt abklären ob da überhaupt was Relevantes an Unverträglichkeit oder Allergie ist, und zweitens ist das wie geschildert oft sehr teuer gewesen).

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @karibu20

Dann schau mal auf die Zutatenliste, oder hast Du tatsächlich in einem bestimmten Markt eine entdeckt die wirklich frei von Rahm, Molke, Sahen, Lactose, und was der Namen noch mehr sind für Milchprodukte?
Das wäre interessant.

Alsan bio

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Verrätst Du mir noch, welcher Supermarkt das ist?
Danke.
Merke ich mir mal.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Die gibt es z.b. bei Kaufland oder Rewe oder Edeka

Anonymous antworten
stundenglas
(@stundenglas)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 4769

und zweitens ist das wie geschildert oft sehr teuer gewesen

Ich kann da keine Kostentreiber benennen.

stundenglas antworten
Anyway
 Anyway
(@anyway)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 325

Guten Morgen Karibu,

Veröffentlicht von: @karibu20

Ich habe überlegt, wegen meiner ständigen Darmprobleme mal wieder eine "Schicht" ohne Milch und Hühnerei einzulegen, aber erstens müsste ich das vielleicht vorher mit einem Arzt abklären ob da überhaupt was Relevantes an Unverträglichkeit oder Allergie ist, und zweitens ist das wie geschildert oft sehr teuer gewesen

Du kannst gerne mal schreiben, was für Produkte du in milchfrei oder eifrei suchst. Wir kaufen in ganz normalen Supermärkten ein (Edeka, Rewe, Aldi süd) und manches im Food-Bereich von dm und bei uns sind eigentlich tendenziell die tierischen Produkte diejenigen, welche die Summe auf dem Kassenzettel nach oben treiben. Klar gibt es Ausnahmen, aber die isst man meistens auch nicht in rauen Mengen (sondern eben Gemüse, Obst, komplexe Kohlehydrate, Hülsenfrüchte etc. und das gibt es alles bezahlbar, wenn man saisonal einkauft).

Alsan ist wie genannt eine bezahlbare pflanzliche Margarine. Es gibt auch welche auf Sojabasis, aber die schmeckt mir persönlich nicht so gut wie Alsan.

Liebe Grüße
Anyway

anyway antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2931

wenn man nicht überwiegend bio usw. kauft) ist nach einiger Zeit ein Vitamin B12 Mangel.

Was heute als Bio verkauft wird, kann man im Vergleich zu früher nicht Bio nennen. Wenn ich auf die strengen Auflage von Heiler, Bioland usw denke ist bei der EU Verordnung nicht viel übrig geblieben. Ein Bauer darf im selben Betrieb Genpflanzen anbauen und Bio. Für die alten Zertifikate durfte man noch nicht mal im Verkauf, die Produkte aus Kunstdünger und Bio in einem Raum liegen haben.
Ich schreibe aber aus einem anderen Grund. Vitamin B 12 lagert sich im Darm ab und der Körper holt sich, was er braucht. Ich musste aus einem anderen Grund regelmäßig zum Endokrinologen. Von der Seite weiß ich, dass ich einen Überschuss in meinem Körper hatte. Heute nach einer OP, wird alle drei Monate mein Blut untersucht. Ich habe immer noch genug Vitamin B12. Die meisten Patienten bekommen das Zeug prophylaktisch mit der Spritze verpaßt. Mangel wurde in meinem lebe nur einmal Vitamin D festgestellt und Eisen. Das jeweils nur einmal. Ich denke mit, oder ohne Blutuntersuchung war es bei anderen nicht anders. Ich bin allerdings kein Veganer, sondern ovo lacto Vegetatier. Wobei Ei ich eher selten esse.

orangsaya antworten
Anyway
 Anyway
(@anyway)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 325

Hallo Orangsaya,

Veröffentlicht von: @orangsaya

Was heute als Bio verkauft wird, kann man im Vergleich zu früher nicht Bio nennen. Wenn ich auf die strengen Auflage von Heiler, Bioland usw denke ist bei der EU Verordnung nicht viel übrig geblieben. Ein Bauer darf im selben Betrieb Genpflanzen anbauen und Bio. Für die alten Zertifikate durfte man noch nicht mal im Verkauf, die Produkte aus Kunstdünger und Bio in einem Raum liegen haben.

Ja, hast Recht. Das hätte ich differenzieren können. Aber selbst in unserem Akademiker Haushalt ist es finanziell nicht drin ausschließlich demeter und Bioland und Co. zu kaufen und dann ziehe ich andere Bio-Label vor, bevor ich konventionell kaufe.

Ich habe schon erstaunlich viele Kinder und Jugendliche mit Vitamin B12 Mangel gesehen. Auch einen Jugendlichen mit schwerwiegenden Folgen. Er hat omnivor gegessen und war normalgewichtig. Meine Arztkollegen haben mir daraufhin erklärt, dass es viele gibt, bei denen der Darm das B12 nicht mehr aufnehmen kann und wenn es dann noch zu gering in der Nahrung vorhanden ist, dann kommt es zum Mangel. Ich selbst scheine B12 auch schlecht zu verwerten und supplementiere regelmäßig. Ansonsten hatte ich bisher noch nie Mangelerscheinungen außer aktuell mal wieder einen sehr fiesen Vitamin D Mangel - da war ich im Sommer nachlässig mit der Supplementation, weil ich täglich in der Sonne war - auch ohne Sonnenschutz (die Dermatologen dürfen mich jetzt steinigen). Achso und nach der Geburt meiner Tochter hatte ich einen Eisenmangel, aber das war bei dem Blutverlust auch nicht verwunderlich.

Liebe Grüße
Anyway

anyway antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2931

Ja, hast Recht. Das hätte ich differenzieren können. Aber selbst in unserem Akademiker Haushalt ist es finanziell nicht drin ausschließlich demeter und Bioland und Co. zu kaufen und dann ziehe ich andere Bio-Label vor, bevor ich konventionell kaufe.

Ich kann dir sagen, wie ich es als Kind erlebt habe. Es wurde im Reformhaus nur als Ergänzung eingekauft. Sonst würde bestellt. Ein Jutesack mit Vollkornreis, getrocknete Bananen, Johannesbrot usw. Dann war es damals so, dass die Kölner Flocken aus Australien kamen. Dort wurde ohne Kunstdünger angebaut. Wir es heute ist, weiß ich nicht.
Einen großen Teil des Jahres lebte man vom Garten. Viele hatten einen Gärtner, oder Bauern, der im Auftrag Kartoffeln, Mohren usw. anbaute. Sauerkraut, Saft wurden selber gemacht. Das Obst kam vom eigenen Grundstück, oder von einer Streuobstwiese. Wie die Kosten waren, kann ich nicht sagen. Ich vermute billiger. Bioläden gab es nicht. Nur Reformhäuser gab es. Ich schätze, das der Zeitaufwand nicht mehr zur heutigen Lebensart passt.
Was Vitamin B 12 betrifft. Sicher gibt es Krankheiten. Ich habe nur aufgezählt, welchen Mangel ich hatte. Ich habe einen gekürzten Darm. Einen Mangel gibt es bei mir bislang nicht. Die Ärzte geben oft vorsorglich Vitamin B 12. Das mag auch sinnvoll sein. Aber ich bin ein Typ der lieber erst wissen will, was ich brauche. Ich lasse mich auch nicht impfen, sondern lasse mein Blut untersuchen und weiß deshalb,, ob eine Impfung nötig ist. Eine Spritze ist natürlich billiger, als die Untersuchung zu bezahlen. Das muß jeder selber wissen.

orangsaya antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2931

Sorry, aber ich würde da eher ein Buch empfehlen oder ein Gespräch, in dem vor den Gefahren gerade zur Wachstumszeit gewarnt wird, die eine solche Ernährung verursachen kann.

Kann ich nicht bestätigen. Ich kannte Menschen, die in eine vegetarische Familie geboren wurden. Das war zu einer Zeit, die sehr früh war. Im 19.und Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Eltern werden unter Insider Pioniere genannt. Das, weil sie die Ersten einer Bewegung waren, die diese Bewegung in Gang gebracht haben. Einige nannten sich Rohköstler. Diese waren meist auch vegan. Trotz dieser Kindheit wurde eine Reihe steinalt und waren kerngesund. Das sind die Ältesten, die ich kenne. Ich kenne auch jüngere und ohne Schaden sind sie es.

Vegetarisch ist eine Sache, vegan eine ganz andere - wie gesagt vor allem in dieser starken Entwicklungsphase.

Das was den Kindern heute auf den Teller gesetzt wird, ist auch nicht gesund. Ich denke mir da, was allein in Schweinefleisch ist, ist nicht gesund. Die Ursache von Darmkrebs, liegt am roten Fleisch. Es mag sein, dass vegane und vegetarische Kost eigene Risiken beinhaltet, aber das konventionelle Essen ist nicht besser. Damit wird sich wenig beschäftigt.

orangsaya antworten
thomas1050
(@thomas1050)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 4

Da hast du absolut Recht!
Absolut nicht zu empfehlen,gerade in dieser Entwicklungsphase..
Ich hab sehr viel Erfahrung auf diesem Gebiet (Personaltraining/Ernährungseinstellungen use..),es kommt vor Allem bei einer veganen Ernährung zwangsweise zu einem Engpass bei absolut Entwicklungsrelevanten Nährstoffen.Ich arbeite mit einer 13-Falten-Körperfettanalyse,bei der man treffsicher sagen kann,wie es mit der Versorgung mit wichtigen Mikronährstoffen aussieht,und da fallen Veganer mit einer Trefferquote von 100% z.B bei B-Vitaminen auf...und nicht nur da...auf diesem Gebiet wird soviel Blödsinn erzählt,dass sich die sprichwörtlichen Balken biegen.Fällt aber in dem ganzen Propagandagedöns nicht auf,weil die Allermeisten leider keinerlei Ahnung von physiologischen Zusammenhängen haben,und noch gravierender,keinerlei Erfahrung mit einem breit gestreuten Kundenklientel.Ich bin selbst Leistungssportler,trainiere und betreue Leistungssportler und eine vegetarische Ernährung ist schon problematisch in Hinblick auf körperliche und geistige Leistungfähigkeit,Regeneration und Belastbarkeit.Von einer veganen Ernährungsweise ganz zu schweigen!Alle Veganer,die in diesem Bereich erfolgreich sind,waren entweder Jahre/Jahrzehnte richtige Fleischfresser,supplementieren massiv nach(zwangsweise),und haben noch so andere "Hilfsmittelchen",von denen "Otto-Normal"leider gar keine Ahnung hat.Aber das ist ja auch gar nicht gewünscht beim derzeitigen Trend.(Propaganda)Filme wie "Gamechangers" tun ihr übriges dazu...Der Film strotzt nur so von Halbwahrheiten und Falschaussagen.Wie immer sind die größten Lügen nicht die Dinge ,die erzählt werden,sondern die,die NICHT erzählt werden!Darauf fallen leider nur sehr sehr uninformierte Menschen rein(95% der Bevölkerung).Ich halte sehr viel von einer veganen Ernährung-wenn man tierisches Protein dazu isst.Tier und Pflanze.Das hat sich nicht nur in der Theorie,sondern besonders auch in der Praxis bewährt.In einer Wachstumsphase auf vegan umzusteigen ist in meinen Augen schwere Körperverletzung...sorry,das muss ich ganz klar so sagen..

thomas1050 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 17802
Veröffentlicht von: @thomas1050

Ich halte sehr viel von einer veganen Ernährung-wenn man tierisches Protein dazu isst.

Dann ist es keine vegane Ernährung mehr. 😉

deborah71 antworten
thomas1050
(@thomas1050)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 4
Veröffentlicht von: @deborah71

Dann ist es keine vegane Ernährung mehr. 😉

Ja,natürlich,sag ich doch!😀
Damit wollte ich ausdrücken:

Eine vegane Ernährung hat durchaus ihre Vorteile,aber auch massive Nachteile..
Deshalb: tierische Nahrungsmittel mit hohem Proteinanteil und anderen essentiellen Nährstoffen dazu essen.. dann hat man die massiven Nachteile kompensiert..und natürlich ist es dann nicht mehr vegan,hab ich auch nicht behauptet...

thomas1050 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 17802

Ich halte sehr viel von einer veganen Ernährung-wenn man tierisches Protein dazu isst.

Das klang schon ziemlich witzig 😀

Ist aber ohne Zwinkersmilie nicht unbedingt auf den ersten Blick als Ironie zu erkennen.

deborah71 antworten
thomas1050
(@thomas1050)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 4
Veröffentlicht von: @deborah71

Ist aber ohne Zwinkersmilie nicht unbedingt auf den ersten Blick als Ironie zu erkennen.

Veröffentlicht von: @deborah71

Das klang schon ziemlich witzig 😀

Sorry,hab ich vergessen..😀

thomas1050 antworten


Anyway
 Anyway
Beiträge : 325

Hallo Tineli,

so eine richtig gute Buchempfehlung für Teenies habe ich leider nicht - ich glaube das ist auf dem deutschen Markt noch sehr schwer zu finden.
Was falsch machen, kann man auch nicht wirklich - Voraussetzung ist eine geeignete Nahrungsergänzung mit Vitamin B12 - da berät sicherlich der Kinderarzt/Hausarzt und in den Wintermonaten mit Vitamin D (das empfiehlt sich aber für JEDEN - auch für Fleischesser). Wenn man dann noch gesund und ausgewogen/abwechslungsreich isst: Reichlich Obst und Gemüse, komplexe Kohlehydrate (Vollkorn), Protein in Form von Hülsenfrüchten und/oder Tofu, ergänzt durch Nüsse und Samen... dann bekommt der Körper was er braucht. Wenn man sich unsicher fühlt, dann kann man aber sicherlich mit dem Kinderarzt regelmäßige Labortermine (einmal im Jahr) vereinbaren.

Ich habe das Buch "Vegan Klischee ade!" von Niko Rittenau. Das ist schon verständlich geschrieben, aber sehr umfangreich und da muss man sich wirklich für interessieren, dass man das fertig liest. Da steht zu allen Nährstoffen, die relevant sind, was drin. Ein Kochbuch gibt es separat.

Auch gut sein soll "How not to die" von Michael Greger, das gibt es auch auf Deutsch, hab ich aber selbst nicht gelesen.

Wenn die Jugendliche Englisch kann, dann wird man da eher fündig. Was ich z.B. total toll finde ist der Youtube Kanal von Pickuplimes https://www.youtube.com/channel/UCq2E1mIwUKMWzCA4liA_XGQ oder auch die homepage www.pickuplimes.com
Da gibt es Rezepte und aber auch einfache und unkomplizierte Beiträge zu den verschiedensten Ernährungsthemen: Eisen, Proteingehalt, Omega3-Fettsäuren usw.

Ansonsten kann man einfach mal youtube befragen. Ich habe da jetzt einfach mal vegan für Jugendliche eingegeben und gleich ein interessantes Video auf Deutsch gefunden: https://www.youtube.com/watch?v=4nzpksWqqQI
Da gibt es sicherlich noch mehr davon.

Ich hatte das Thema auch mal mit der Kinderärztin meiner Tochter, weil sie dachte, dass wir sie vegan ernähren (stimmte aber gar nicht, da wir zwar zu Hause überwiegend pflanzlich und vegetarisch essen und im Kindergarten darf sie essen, was sie möchte und isst da auch Fleisch) und die Kinderärztin war erstaunlich entspannt. Ich konnte dann das Missverständnis aufklären und sie hat mir dann erklärt, dass sie noch kein veganes oder vegetarisches Kind mit ausgeprägten Mangelerscheinungen gesehen hat, da die Eltern und/oder Jugendlichen sich meist sehr gut informieren wohingegen sie sehr viele ernährungsbedingt kranke Jugendliche sieht, die dann trotz Fleisch, Ei und Milchprodukten Eisenmangel, Vitamin D Mangel usw. haben. Schlussendlich sei das wichtigste, dass die Kinder sich nicht nur von Schrott (Pudding, Chips, Fast food etc.) ernähren, egal ob vegan oder nicht.

Sie hat mir auch erzählt, dass es vegane Ernährungsberater gebe. Vielleicht kann man das mal googeln und da gibt es jemanden in der Nähe. Ich kenne nur jemanden, der das online per skype oder Telefon macht http://www.claudigoesvegan.de/

Bei Rückfragen gerne melden.

Liebe Grüße
Anyway

anyway antworten
4 Antworten
Tineli
 Tineli
(@tineli)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 1376

Hi Anyway,

danke für deine ausführlichen Infos.

Es geht um eine Flüchtlingsfamilie, deren Tochter jetzt mit vegetarischer bis veganer Ernährung angefangen hat. Das hat die Mutter sehr besorgt, ob ihr da nicht bestimmte Nährstoffe fehlen. Da aber in dem Alter es eh schwierig ist, wenn die Eltern irgendwas bestimmen, dachte ich, es ist besser, wenn die Mutter der Tochter Infomaterial (also z.B. ein Buch) besorgt, und die Tochter selber sehen kann, wie sie alles bekommt. Fördert die Selbständigkeit.

Aber danke auch fürs Mut machen, vielleicht beruhige ich einfach nächstes Mal die Mutter, dass alles gar nicht so schwierig ist. Vitamin B12 kann man ja auch einfach als Ergänzung in der Apotheke besorgen, oder?

Gruß, Tineli

tineli antworten
Anyway
 Anyway
(@anyway)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 325

Hallo Tineli,

die Supplemente bekommt man in der Apotheke, aber auch z.B. bei DM oder anderen Drogeriemärkten. Es gibt auch eine Zahnpaste, die mit Vitamin B12 (von Sante) versetzt wurde, da es über die Schleimhäute besser aufgenommen wird, da viele B12 über den Darm nicht gut aufnehmen. Von taxofit gibt es z.B. solche Schmelztabletten, die über die Mundschleimhaut aufgenommen werden - die heißen taxofit Engerie B12 -sofort Schmelztabletten - ich habe die schon im dm gesehen - da kostet eine Monatsration unter 4 Euro.

Ich denke die Mutter kann man wirklich bedenkenlos beruhigen. Die deutsche Gesellschaft für Ernährung ist immer mit ihren Studien und Empfehlungen etwas zurück. Es gibt aus anderen Ländern schon sehr viele Studien, dass eine ausgewogene vegane Ernährung mit Supplementation von B12 in jeder Lebensphase möglich ist. Voraussetzung ist halt die gesunde Ernährung, aber das gilt für alle Ernährungsformen. Außerdem würde ich die Mutter darauf hinweisen, dass Jugendliche umso hartnäckiger sind, je mehr man es verbietet. So mancher einer meiner jugendlichen Patienten (ich bin Psychotherapeutin) hat die vegane Ernährung ganz schnell wieder aufgegeben oder in vegetarisch umgewandelt, wenn die Eltern plötzlich mit vegan einverstanden waren oder das ganze positiv unterstützt haben. Vielleicht kann man die Eltern dahingehend coachen - wobei je nach Kulturkreis wird das schwierig.

Liebe Grüße
Anyway

anyway antworten
stundenglas
(@stundenglas)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 4769

Kennst du die Tochter eigentlich persönlich? Hast du den Eindruck, sie würde so ein Buch durch die Mutter gut aufnehmen, es überhaupt brauchen? Oder braucht nicht eher die Mutter ein Buch?

stundenglas antworten
Tineli
 Tineli
(@tineli)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 1376

Ich kenne zwar die Tochter, aber nicht gut genug, um zu wissen, wer da was annimmt oder nicht.
Zumindest kann die Tochter besser deutsch als die Mutter, sie wird also eher das Buch lesen.

tineli antworten
Orangsaya
Beiträge : 2931

Eine direkte Buchempfehlung habe ich nicht. Ich würde aber empfehlen, sich Informationen von ProVeg zu besorgen. Ich kenne nur den Vorläufer den Vegetarier Bund. Damals gab es dort eine Zeitschrift die hieß, Der Vegetarier, Bücher und Infoschriften. Ob die Geschichte, biologischen Anbau, Ernährung es fehlte nichts. Ich bin bei ProVeg einwenig zurückhaltend, denn das Thema wurde die letzten 30 Jahre politisiiert. Ob sie heute auch auf diese Welle gesprungen sind, weiß ich nicht.
Ich selber habe bei einigen mitbekommen, dass es Umstellungsprobleme gibt. Meistens war es Eisenmangel. Meistens waren es junge Frauen, die Vegetarier werden wollten. Egal, nach einiger Zeit gab es diese Probleme nicht mehr. Ich kann auch nicht sagen, ob die Umstellung die Ursache für den Mangel waren, oder ob der Mangel nur den Verdacht auslöste.

orangsaya antworten


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