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Corona und der Umgang damit

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Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Hallo,

mal ein kleines Fallbeispiel:

In einer Familie hat eine Person A nach einer China-Rundreise bereits im Oktober eine ganz merkwürdige Grippe mit hohem Fieber mitgebracht. Nachdem die Symptome nach ein paar Wochen weg waren, lag die Person A jetzt wieder mit hohem Fieber und grippeähnlichen Symptomen flach. Person B ist der Ansicht, dass sie sich auf Corona testen lassen sollte. Person A beharrt aber darauf, dass sie das nicht hätte, da sie ihre alten, kranken Eltern bisher nicht angesteckt hätte.

Davon verunsichert fragt Person B einen Arzt der Corona-Hotline nach seiner Meinung. Der ist auf jeden Fall für den Test.

Das hat Person B noch einmal geäußert und ist jetzt innerhalb der Familie die Buh-Person, weil sie überhaupt so einen Verdacht hat. Person A will sich auf gar keinen Fall testen lassen. Eine Verwandte von ihr, zu der sie engen Kontakt hatte und die mittlerweile ähnliche grippeähnliche Symptome hat, weigert sich ebenfalls rigoros, das checken zu lassen. Obwohl bereits ihr eigener Arzt geäußert hat, es könne Corona sein.

Was soll Person B denn jetzt machen? Person B hat selbst Vorerkrankungen und gehört zu der Risikogruppe, die an Corona sterben kann. Es stehen jetzt also zwei Meinungen im Raum

- die von Person B, die das Verhalten von Person A und ihrer anderen Verwandten unverantwortlich findet.
- die von Person A und der anderen Verwandten, für die das alles unnötige Panikmache ist.

Wer hat Recht? Und wie soll Person B damit umgehen?

Viele Grüße
Anonym

Antwort
43 Antworten
Tagesschimmer
Beiträge : 1067

Wenn B nicht darauf angewiesen ist, mit den anderen Verwandten Umgang zu haben, sehe ich kein großes Problem. Was könnte passieren, wenn Person B sich so verhält, wie sie es für richtig hält?

tagesschimmer antworten
1 Antwort
nonconformista
(@nonconformista)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 166
Veröffentlicht von: @tagesschimmer

Was könnte passieren, wenn Person B sich so verhält, wie sie es für richtig hält?

Ja, stimmt. Im Grunde kann einfach nur jeder das machen, was er selbst für richtig hält. Person B wird den Umgang jetzt sicherlich lieber aus der Ferne pflegen.

nonconformista antworten


Lucan-7
Beiträge : 16970

Die ersten bekannten Fälle traten Ende Dezember in der Region Wuhan auf. Falls Person A also nicht unmittelbar in dieser Region war, dann ist eine Ansteckung mit dem Coronavirus im Oktober tatsächlich recht unwahrscheinlich.

Da aber Kontakte mit anderen Reisenden in China nicht auszuschliessen sind halte ich die Verweigerung eines Tests für unverantwortlich... und ich sehe auch keinen vernünftigen Grund in dieser Haltung. Es geht ja nicht nur um einen selbst, sondern in erster Linie um die Gefährdung Anderer.

lucan-7 antworten
2 Antworten
nonconformista
(@nonconformista)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 166
Veröffentlicht von: @lucan-7

Die ersten bekannten Fälle traten Ende Dezember in der Region Wuhan auf.

Es trat wohl schon früher auf. Ich habe ein BBC-Interview mit einem Engländer gesehen, der sich das bereits im November in Wuhan geholt hat und wg. hohem Fieber im Krankenhaus war. Erst im Januar bekam er dann die Nachricht, dass es sich um Corona handelte. Es wurde einfach früher nicht darauf getestet. Die ersten Fälle werden auch alle als normale Grippe abgetan worden sein - bis es eben zu diesen vielen Toten kam.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Es geht ja nicht nur um einen selbst, sondern in erster Linie um die Gefährdung Anderer.

Ja, so sehe ich das auch.

nonconformista antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14194

Die ersten Fälle traten schon früher auf, wurden von den zuständigen Behörden aber unter Verschluss gehalten. Im Dezember allerdings wurde das Ganze erst öffentlich.

herbstrose antworten
Simmy
 Simmy
Beiträge : 2518

Solange Person A zu Hause bleibt, finde ich, es ist kein Problem.
Wenn Person A munter weiter Gemeinde, Treffen etc besucht, sehe ich das anders. Dann sollte man sie mit der Frage konfrontieren, ob sie möchte, dass Menschen durch ihre Unbekümmertheit im schlimmsten Fall sterben. Was hat sie zu verlieren durch diesen Test?
Als Person B würde ich den Kontakt zu Person A erstmal sein lassen, bis sie wieder gesund ist.

simmy antworten


Deborah71
Beiträge : 17850

Sich checken lassen dient der eigenen Sicherheit und der der anderen.

Auf Abstand bleiben ist das Beste für Person B, wenn es möglich ist.
Denn bei einer Person mit Vorerkrankungen ist auch eine Grippe nicht angebracht.

deborah71 antworten
Orangsaya
Beiträge : 2931

Wer vor einem knappen halben Jahr Corona hatte ist gegen Corona immun. Er ist für den alten Virus nicht mehr empfänglich und überträgt deswegen den Virus nicht.
Wenn/falls Corona mutiert, dann ist er nicht mehr immun. Dann kann man wieder erkranken und übertragen. Das hat aber nichts mit dem Urlaub im Herbst zu tun.
Man kann sagen, wenn zwei Drittel der Bevölkerung mit Corona infiziert war, ist die Epidemie rückläufig.

orangsaya antworten
6 Antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14194

Das stimmt nicht. In Japan gibt es Personen, die sich nach überstandener nachgewiesener Infektion erneut infiziert haben.

herbstrose antworten
Morran
 Morran
(@morran)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 490

Ist das so? Die Wissenschaft ist sich ja weitgehend einig, dass es sich dabei höchstwahrscheinlich um Fehler im Labor handelte.

morran antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14194

Also, "höchstwahrscheinlich" ist kein wissenschaftlich haltbarer Begriff.

Und dass nach einer durchgemachten Infektion Immunität besteht, ist bisher nicht bestätigt, sondern nur eine Annahme:

„Wir gehen daher davon aus, dass Patienten nach einer durchgemachten Coronavirus-Infektion eine Immunität gegen das Virus entwickeln“, sagt Eckerle. Dies sei auch bei den eng verwandten Viren SARS und MERS-CoV beobachtet worden. Allerdings ist zurzeit noch unklar, wie lange diese Immunität anhält. „Wenn man eine Analogie zu den anderen Coronaviren annimmt, könnte man von einem Zeitraum von ein paar Jahren ausgehen: Bei SARS beispielsweise sind Antiköper drei bis fünf Jahre nachweisbar“, so die Virologin.

Quelle: https://www.scinexx.de/news/medizin/coronavirus-covid-19-und-danach/

herbstrose antworten
Morran
 Morran
(@morran)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 490
Veröffentlicht von: @herbstrose

Also, "höchstwahrscheinlich" ist kein wissenschaftlich haltbarer Begriff.

Mhm, schon klar. .-D

morran antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2931

Das stimmt nicht. In Japan gibt es Personen, die sich nach überstandener nachgewiesener Infektion erneut infiziert haben.

Das ist mir bekannt. Wenn du daraus für die ganze Welt schließen willst, ist es deine Sache. Spahn hatte heute bei der Pressekonferenz gesagt, dass nach der Epidemie eine Studie gemacht wird, wie viele Menschen infiziert waren. Hierfür wird Blut abgenommen und die Immunität untersucht. Daraus schließe ich, dass die Fachwelt nicht deine Rückschlüsse zieht, denn dann wäre ja so eine Untersuchung sinnlos.
Im Großen Ganzen sind viele Dinge, die gesagt werden, dem Gruppevirus ähnlich. Ob das so stimmt werden wir wohl eher in der Zukunft und nicht jetzt wissen. Von der Seite ist eh vieles unter Vorbehalt zu sehen.

orangsaya antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14194

Spahn hatte heute bei der Pressekonferenz gesagt, dass nach der Epidemie eine Studie gemacht wird, wie viele Menschen infiziert waren. Hierfür wird Blut abgenommen und die Immunität untersucht.

Dann warten wir einfach mal ab, was dabei herausgefunden wird.

herbstrose antworten


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