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Brauch ich um Christ zu sein eine Gemeinde bei der ich an Gottesdiensten teilnehmen soll oder kann ich Jesus "alleine" folgen?

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Ich setze mich seit Monaten immer mehr mit Jesus auseinander und mache auch mit einer Freundin einen Glaubenskurs der 11 Wochen geht. Allerdings meinte sie ich bräuchte auch eine Gemeinde um das Wort Gottes zu leben. Ich sehe das anders. Ich kann das auch alleine leben und kann aus gesundheitlichen Gründen gar nicht regelmäßig zum Gottesdienst. Ich lese Zuhause in der Bibel und bete ohne Gemeinde, ohne Pfarrer oder ähnlichem.  Ist das so verkehrt?

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11 Antworten

@mary-lillian74 Die Frage ist: Willst du das volle Programm oder genügt es dir, nach diesem Leben einen Platz im Himmel sicher zu haben? 

Ich bin mir sicher, dass Gott auch in deinem Herzen die Sehnsucht nach mehr angelegt hat. Eine Berufung, die dich ausfüllt, bringt dich wahrscheinlich auch an deine Grenzen - positiv wie negativ. Du bist nicht mehr die Jüngste und wahrscheinlich hast du dir schon einige Sporen abgelaufen. Das hat dich vorsichtig gemacht. Deshalb stehst du genau an diesem Scheideweg und machst quasi eine Risikoabwägung. Der Spatz in der Hand scheint sicher, aber wenn du dich ganz auf Gott einlässt, kannst du irgendwann mit den Adlern fliegen. 

Bei mir löst David solche ambivalenten Gefühle aus: Ich bin aufs stärkste ermutigt und begeistert, wenn ich in der Bibel von ihm lese und auch geradezu entsetzt und fasziniert, was er dafür eingesetzt hat, wie er auch gescheitert ist und welche liebevolle Nähe und Hilfe Gottes er bekam, damit alles immer wieder zum Guten führte. Als etwas ältere Dame habe ich langsam keine Lust mehr auf so viel Aufregung … und dann merke ich: Ich will es doch - mich in das ganze, vollkommene Leben mit Gott stürzen und alles erleben, was Gott vorbereitet hat. Dafür braucht man auch alles, was Gott und anbietet. Ziemlich wichtig ist eine verbindliche Gruppe von Christen. 

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@mary-lillian74 

Wenn du Jesus nachfolgen willst, dann tue es genauso, wie du es in diesem Moment für "gut" befindest.

Wenn du Jesus nachfolgen willst, dann reicht es IHN im Blick zu behalten und mit IHM zu kommunizieren ... einfach das eigene Leben mit IHM teilen, so wie du es kannst.

Und wenn es dann wirklich dran ist, dass du auch eine Gemeinde besuchen solltest, dann wird Jesus es dir schon zeigen, und auch dafür ausrüsten, dass du es kannst - so wie du es kannst.

Jesus nachfolgen funktioniert nicht, indem man Dogmen befolgt, sondern indem man SEINE Gemeinschaft sucht. Jesus sucht jedenfalls auch deine Gemeinschaft, wenn du es willst. Dein Glauben entsteht nicht nicht mit einem einzigen Schritt, sondern mit vielen kleinen Schritten, die zum Wachstum des Glaubens führen.... dich dich Gott mit jedem Schritt näher bringen. 

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@mary-lillian
"einen einzelnen Stab kann man leicht brechen, aber ein ganzes Bündel Stäbe ist widerstandsfähig, stabil und nur schwer zu zerstören." 
Daran sollte man gelegentlich denken, wenn man überlegt, ob man sich in einer Gemeinschaft engagieren will (oder einfach nur anschließen) - oder ob man sich selbst stabil und innerlich genügend gefestigt fühlt, den eigenen Weg zu gehen. 

Und noch ein weiterer Gedanke: der Mensch ist ein Gemeinschaftswesen, also eine soziale Person, die nicht grundsätzlich fürs "Alleinsein" geschaffen ist, auch wenn dies in vielen Fällen (zumindest für eine begrenzte Zeit) gut funktionieren mag. Deshalb ist es wichtig und tut gut, wenn man sich von Zeit zu Zeit mit anderen austauschen kann. Und das gilt natürlich nicht nur bezüglich Glaubensfragen. 

Eine Gemeinschaft (Gemeinde) ist natürlich immer etwas "Prägendes", weil dort Menschen zusammenfinden, die mehr oder weniger gleiche Überzeugungen haben (bei christlichen Gemeinden zumindest in Glaubensfragen), diese auch vertreten und meistens erwarten, dass ihre Überzeugung von allen Anderen der Gemeinschaft mitgetragen werden. 

Ich bin nun nicht mehr der Allerjüngste und habe im Laufe meines Lebens sehr viele und sehr unterschiedliche Menschen kennen gelernt und dabei immer wieder eines festgestellt (oder: "feststellen müssen"): Menschen, die sich selbst stark fühlen, die stets ihren eigenen Weg gehen und Gruppen gegenüber eher skeptisch sind, laufen Gefahr, sich zu Eigenbrötlern zu entwickeln (manchmal gar zu "seltsamen Käuzen"), die letztlich in ihrer eigenen Vorstellungswelt gefangen sind und es im Extremfall irgendwann nicht mehr schaffen, soziale Kontakte aufzubauen und zu halten. 

Aber auch Gemeinschaften sind kein "Allheilmittel". In meinen Augen gibt es kaum Schlimmeres als Gruppen, in denen keine abweichende Meinung und kein abweichendes Verhalten geduldet wird, denn das nimmt dann schon Sektenhafte Züge an. 

Aber das sind eher Extremfälle. Im Normalfall, in dem wir uns ja nun bewegen, ist es ist Wunsch, einer Gruppe (Gemeinde) anzugehören, ein ganz  natürliches menschliches Bedürfnis. Dabei muss die Zugehörigkeit oder Mitarbeit in einer Gemeinde gar nicht unbedingt "eng" (oder gar "einengend") sein und es besteht bei keiner der mir bekannten christlichen Gemeinden irgendeine Verpflichtung, regelmäßig an Gemeinde-Veranstaltungen, Gottesdiensten, Bibelstunden usw... teilzunehmen. Es genügt manchmal schon zu wissen, dass man dort nette Menschen treffen, gute Gespräche führen und evtl. auch Hilfe erhalten kann - und selbstverständlich solches von Zeit zu Zeit auch selbst anbietet. 

Dir alles Gute und Gottes Segen
wünscht
Dschordsch

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@mary-lillian74 

Um glauben zu können braucht man nicht unbedingt eine Gemeinde. Als Menschen noch nicht lesen und schreiben konnten war die Gemeinde die einzige Stelle um das Wort Gottes zu hören. Daraus sind dann die wöchentlichen Gottesdienste entstanden bzw. eine Gemeinde.

Heute hat jeder eine Bibel und kann selbst lesen und über das Gelesene nachdenken. Ich kann von mir sagen, dass ich mich erst seit der Zeit frei gefühlt habe, als ich mich von Religionsgemeinschaften getrennt habe. Durch Gebet und Nachforschen - es gibt unzählige gute Bücher über Jesus und seine Botschaft - hat sich mein Glaube gefestigt und bin Gott näher gekommen. In einem Gemeindeleben gibt es unzählige Vorschriften die beachtet werden müssen, wodurch ich mich eingeengt gefühlt habe. Und wenn dann solche Besuche zur Pflicht ausarten, dann stimmt etwas mit der Lehre nicht. Was hat denn die Kath. Kirche zum Beispiel damit erreicht, dass sie den sonntäglichen Besuch einer Messe zur Pflicht erhoben hat? Sind dadurch die Menschen gläubiger geworden oder hat sich da nicht eine gewisse Routine eingeschlichen, die ermüdet hat? Jesus sagte u.a. "Wenn du betest, gehe in deine Kammer und schließe die Tür ab. Der Vater der im Verborgenen sieht wird es dir öffentlich vergelten". Demnach ist es nicht unbedingt notwendig einer Religionsgemeinschaft anzugehören um von Gott anerkannt zu werden. -

Sind gehbehinderte oder alte und schwache Menschen von der Liebe Gottes ausgeschlossen, nur weil sie keinen Gottesdienst mehr besuchen und am Gemeindeleben nicht mehr teilnehmen können? Garantiert nicht!

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@mary-lillian74 

Es heißt, dass die Gläubigen ein Leib Christi sind. Das Beispiel des Leibes und die verschiedenen Funktionen eines Leibes zeigen ein Zusammenwirken und sich gegenseitg unterstützen auf. 1. Korinther 12 malt ein sehr lebendiges Bild davon, wie die Gläubigen, die Gaben und die Leitung durch den Heiligen Geist zusammen den Leib bewegen.

Ob das nun im Rahmen einer fest organisierten Gemeindeform stattfindet oder in einem weitläufigeren Beziehungsnetz, das ist beides möglich.  Oft hängt es von den persönlichen Rahmenbedingungen ab, inwieweit und auf welchem Platz die persönliche Berufung und Begabung gelebt werden kann und soll.

Eine Gemeindeteilnahme ersetzt nicht das geistliche Leben zu Hause...   die Quelle ist Jesus im Herzen und von da aus kann Leben nach aussen fliessen... zur Stärkung der Glaubensgeschwister und zur Wirkung nach aussen  zu anderen.

Es gibt ein Jüngerschaftsbild anhand eines Kreuzes: Der senkrechte Balken zeigt die Beziehung zwischen Gott (oben) und Mensch(unten) mit Zugang im Kreuzpunkt Jesus Christus. Der waagerechte Balken zeigt einerseits auf die Beziehungen zu den Mitmenschen (Christen, sowie Nicht-Christen), wieder vom Kreuzpunkt Christus bestimmt.

Wenn du dich zu irgend etwas gezwungen wähnst, um Christ zu sein (wie z.B. regelmäßigen sonntäglichen Gottesdienstbesuch, obwohl es dir gesundheitlich nicht möglich ist), dann bist du in frommer Leistung gelandet. Jesus in dir bewirkt normalerweise Sehnsucht nach Gemeinschaft und wie die sich dann in Freiheit gestalten kann und wird, das wird sich zeigen.  Es ist ein Hineinwachsen in den Weg, den Jesus für dich hat.

 

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@mary-lillian74 Hej 🙂

Brauchen und brauchen ... *denk*

Veröffentlicht von: @mary-lillian74

Ich setze mich seit Monaten immer mehr mit Jesus auseinander und mache auch mit einer Freundin einen Glaubenskurs der 11 Wochen geht. Allerdings meinte sie ich bräuchte auch eine Gemeinde um das Wort Gottes zu leben. Ich sehe das anders. Ich kann das auch alleine leben und kann aus gesundheitlichen Gründen gar nicht regelmäßig zum Gottesdienst. Ich lese Zuhause in der Bibel und bete ohne Gemeinde, ohne Pfarrer oder ähnlichem.  Ist das so verkehrt?

Ich schließe mich an die Antworten von Tagesschimmer, bepe und deborah an. - Zusätzlich von mir noch ein Gedanke:

Du "setzt dich mit Jesus auseinander", sagst du. Wie sieht das aus? Diskutiert ihr Zwei wie wild? 😉 😀 Nein, Spaß beiseite. Schön, dass du Jesus kennengelernt hast. Magst du erzählen, wie das war? (vielleicht in einem anderen Forum, dieses hier ist nur als eine Art Frage-Antwort-Automat gedacht)

Als ich Jesus damals kennenlernte, kannte ich lediglich jemanden, der ihn kannte. Das ist eine eigene Geschichte. Das Ende sozusagen vom Lied, ich war in Not (Finsternis/bewegte Schatten um mich herum) und rief ihn an, weil mir gesagt wurde, dass ich das tun könne. Und ER reagierte. Plötzlich war ich ein neuer Mensch, fühlte anders, sah dieselben Dinge und wusste, irgendwas ist anders. - Es dauerte noch ein paar Jahre, bis ich den Weg in eine Gemeinde fand. Ich hatte im Netz jemanden kennengelernt (Gebetserhörung), der mir Fragen beantwortete und mich beständig einlud. 😉 Mein Weg zu Jesus war Liebe, Annahme, gesehen werden ... ER sah mich, ER liebt mich - das war eine krasse Botschaft, umwerfend!

Als ich nach langer Wartezeit endlich einen Termin bei einer Therapeutin erhielt, war in meinem Kopf: Das geht nicht mehr ohne Jesus. Das war der Moment, wo ich den Typen anrief und mich für Sonntag in seiner Gemeinde verabredete. Seither gehe ich in Gottesdienste fast jeden Sonntag, erst in meiner ersten Gemeinde, dann in meiner jetzigen. - Deswegen dachte ich bei deiner Frage am Anfang eben "brauchen und brauchen". Ja, ich bin überzeugt, dass der Leib Christi ein Geheimnis birgt, dem man eben nur auf die Spur kommt IN diesem Leib, nicht "außerhalb". Das meint, Kontakte zu haben, verbindlich zu sein, sich zu geben und eben auch zu empfangen. Ich selbst verbinde das wahrscheinlich aufgrund meines eigenen Erlebens mit einer örtlichen Gemeinde. Ich kann mir eine andere Art nicht vorstellen, lasse Berichte anderer dann auch einfach stehen. Gott sieht das und hat es in der Hand.

Ich könnte nicht ohne diesen Leib, ohne Gemeinde, ohne die liebenden Menschen. Ich weiß, es gibt auch andere. Meine Herausforderungen in diesem Leib sind eben meine Herausforderungen, "zugeschnitten" quasi auf mein Leben, auf mein Wachstum, auf meine Lernprozesse, auf meine Bedürfnisse. Gott spricht zu uns, wir können ihn hören. Und so antwortete ER mir auf meine Fragen, was ich dieser Gemeinde zu geben habe und was diese Gemeinde mir zu geben hat. - Gott hat einen Plan damit. Davon bin ich überzeugt. Nicht nur, weil ich ihn danach gefragt habe und er mir dies auch viele Male versichern musste. 😉

Es ist ein so spannender Weg mit Jesus. - Ich wünsche dir, dass du Schritt für Schritt auf seiner Spur bleibst, dass du den Mut hast, dich von IHM verändern zu lassen, denn ER holt das Beste aus dir heraus. Altes ist vergangen, Neues ist geworden. Und Altes vergeht auch weiterhin und Neues wird (entsteht) auch weiterhin. Hab den Mut, Fragen zu stellen, das tat ich auch. Hab den Mut, Dinge zu hinterfragen, um auf die Spur SEINER Geheimnisse zu kommen. Vertraue IHM, dann wirst du wissen, wen ER dir zur Seite gestellt hat, um dich zu entwickeln und zu formen und aus dir das zu machen (sagt die Bibel), was ER in dir sieht. Und ER sieht das Beste in dir. ER liebt dich. Großartig! 🙂

Ganz liebe Grüße

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@mary-lillian74 In jedem Glaubenskurs wird auch vermittelt wie wichtig Gemeinde ist. a) für die Auslegung der Schrift / Predigt  b) für die Korrektur und den Austausch.

 

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Du läufst - gerade als Anfänger und gerade in dieser Zeit - ohne (gute) Gemeinde eher Gefahr, daß dein Feuer wieder ausgeht bzw. deutlich schwächer wird, als mit Gemeinde. Denk an einen Holzscheit, der angezündet wurde. Stärker, zuverlässiger und länger brennen viele Holzscheite aufeinander.

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@mary-lillian74 

Das wichtigste ist die Leitung des Heiligen Geistes in dir.

1Joh 2,27 Und die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, bleibt in euch, und ihr habt nicht nötig, dass euch jemand belehre; sondern wie euch seine Salbung alles lehrt, so ist’s wahr und ist keine Lüge, und wie sie euch gelehrt hat, so bleibt in ihm.

Gemeinschaft ist gut, aber es gibt auch viele Blender (Wölfe in Schafspelzen). Pass also immer auf und prüfe alles.

Mt 24,24 Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen und große Zeichen und Wunder tun, sodass sie, wenn es möglich wäre, auch die Auserwählten verführten.

Es kursieren viele Irrlehren in Gemeinden. Jesus warnt seine Jünger daher mit folgenden Worten:

Mt.24,4+5 Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Seht zu, dass euch nicht jemand verführe. 5 Denn es werden viele kommen unter meinem Namen und sagen: Ich bin der Christus, und sie werden viele verführen.

 

 

 

 

 

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