Lebendige Beziehung zu Jesus????????
Hi,
irgendwo in einem Thema kam das kurz.
"Lebendige" Beziehung zu Jesus.
Ich habe das mal in einer KI eingegeben: Lebendige Beziehung zu Jesus möglich?
Hier eine Antwort. .
- Fehlen im biblischen Zeugnis: Kritiker weisen darauf hin, dass die Formulierung „persönliche Beziehung zu Jesus“ nicht in der Bibel vorkommt.
- Gemeinschaft statt Privatheit: Biblisch sei die Beziehung zu Jesus primär communal (gemeinschaftlich) als Teil des Leibes Christi (der Kirche), nicht eine private, isolierte Beziehung zwischen "mir und Jesus".
- Kritik an emotionaler Überhöhung: Der Fokus auf "Fühlen" oder "Erleben" wird oft als "evangelikale Sprechweise" (evo-speak) kritisiert, die den Blick auf den historisch-theologischen Christus verstellt.
- Gefahr der Werkegerechtigkeit: Die Vorstellung, man müsse eine Beziehung selbst "entwickeln" oder "pflegen", kann als ein unterschwelliges Werkegerechtigkeits-Konzept empfunden werden, das die Heilszusage auf menschliche Leistung reduziert.
- Fehlende physische Präsenz: Theologen weisen darauf hin, dass Jesus nicht physisch anwesend ist, was eine direkte, "kumpelhafte" Beziehung problematisch macht.
Reformed Journal +5
- Gott als Person: Die theologische Basis ist, dass Gott kein unpersönliches Wesen, sondern ein persönlicher Gott ist, der sich als Liebe und Geschenk offenbart.
- Leben in der Nachfolge: Eine Beziehung zu Jesus wird als lebensnotwendig dargestellt, um Kraft zu finden und das Leben zu bewältigen, oft beschrieben durch Gebet und das Lesen der Bibel.
- Gemeinschaft als Ort der Begegnung: Eine lebendige Beziehung wird durch Gemeinschaft mit anderen Gläubigen (Gemeinde) und das Wirken des Heiligen Geistes ermöglicht.
- Intimität: Anhänger einer persönlichen Beziehung betonen, dass Jesus der "Bräutigam" der Kirche ist, was eine tiefe, persönliche Liebe impliziert.
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Ob eine lebendige Beziehung möglich ist, wird unterschiedlich beantwortet. Während die einen sie als notwendigen Kern des Glaubens sehen, betrachten andere sie als ein modisches, individualistisches Konzept, das den gemeinschaftlichen Charakter des christlichen Glaubens verfehlt. Beide Seiten stimmen jedoch oft überein, dass eine Beziehung zu Gott zentral ist, unterscheiden sich aber in der Art der Umsetzung (persönlich-emotional vs. kirchlich-sakramental).
Noch ne formale Frage: In der Rubrik Q & A soll/wird es ja keinen weiteren Austausch darüber geben.
Hast Du es bewusst hier reingesetzt, oder wäre es nicht interessanter und erquicklicher, es nochmal z.B. in die Rubrik "Authentisch Christ sein" rüber zu hieven (oder einen Moderator darum zu bitten...?
Dann würde es doch auch für Dich und uns lebendiger, auch mit evtl. Nachfragen.
L'Chaim
Zunächst mal DANKE für dieses Thema und diesen Thread.
Absehbar ist, dass es nun Postings geben wird, die die Frage nach einer "persönlichen Beziehung zu Jesus" (bzw. die Möglichkeit ) glasklar bejahen, bezeugen und beschreiben ... und es wird nicht an neutestamentlichen Belegen dazu fehlen.
Was ich als Erstes dazu schreibe: Wer den Glauben für sich so erlebt, versteht, emotional und gedanklich "darin aufgeht", ihn so bezeugt und damit/dadurch Kraft, Trost und Gewissheit erlebt, der hat - und das ist mir jetzt wichtig! - ANTEIL AN der Realität und Wirk-lichkeit, die GOTT IN CHRISTUS für die Welt und die Menschen ist.
Mein ABER besteht nun darin - und auch das ist mir wichtig, dass es kein Widerspruch dazu ist und das eben Beschriebene nicht weniger wahr macht! -, dass diese Art gelebten, verstandenen und in Sprache & Vorstellung geformten Glaubens EINE (de facto pietistisch-evangelikale, u.U. charismatische, größtenteils freikirchliche) WEISE ist ---- neben der es auch andere Glaubensweisen (in Form, Sprache & Vorstellung) gibt, die EBENFALLS "eine persönliche Beziehung zu Jesus" (als Christus) leben und praktizieren.
Allein die Formulierung macht's nicht eindeutig, sondern eröffnet mMn viele Facetten möglicher gläubiger und persönlicher Beziehungen zu IHM. Und da wird's nun in der Tat spannend ... ich tippe es nur kurz an, mit ein paar Streiflichtern:
Auch ein gläubiger Katholik hat seine persönliche Beziehung zu Jesus Christus, wenn er ihn in der Eucharistie empfängt, vor dem Tabernakel kniet und ihn durch und mit Maria, den Heiligen und seiiner Kirche verehrt, ihn anbetet und in Bezug auf ihn seinen katholisch gefärbten Glauben lebt.
Auch Jemand, der sich in christlicher Meditation, Kontemplation, im Herzengebet oder einem "Jesus-Mantra" übt, hat eine sehr innigliche, mystisch gefärbte, in seiner spirituellen Praxis erlebte "persönliche Beziehung zu Jesus" als Erlöser und Immanuel.
Und im theologischen und kirchlichen Bereich, der "liberaler" (als pietistisch-evangelikale FRömmigkeit es akzeptieren kann) den Glauben lebt, verkündigt, versteht, sind Menschen auf ihre Art & Weise u.U. SEHR "in persönlicher Beziehung zu Jesus", weil er ihr lebendiger, motivierender, herzensberührender Bezug ist, mit dem sie unterwegs sind.
....
Mit diesen Ausführungen gehe ich nicht ein auf Infragestellungen, die den christlichen Glauben (bzw. Gott, Religion & Spiritualität) grund-sätzlich in Frage stellen, sondern nur auf die Möglichkeit, eben diesen Glauben vielfältig und facettenreich als "persönliche Beziehung zu Jesus" zu leben und zu erleben.
Und ich gehe auch nicht ein auf die Tatsache, dass viele Christen ihre Glaubensanfänge im evangelikal-pietistisch vermittelten Bezugsrahhmen begonnen haben/beginnen, aber nach eine Zeit zu kämpfen haben mit dieser Form, mit ihren Zweifel und auch ihren Enttäuschungen. Nicht wenige möchten vielleicht "Weiter Glauben" (m doppelten Sinne) und das ist dann ein ganz eigenes Thema ...
L'Chaim
Als ich Jesus Christus anrief in einer Notsituation, antwortete er und erneuerte mich von innen. Ich darf ihn kennen, mit ihm reden, darf zuhören und mein Leben mit ihm teilen (er möchte das sogar). Er ist mir dadurch Hilfe und Unterstützung, Freund und Bruder, Vater und Retter in einem. - Im weiteren Verlauf meines Lebens veränderte er mein Wesen. Dafür gibt es Zeugen. - Wenn ich frage, erhalte ich Antworten.
Von meinem ersten Pastor übernahm ich ein "Wort":
"Erdachtes mag zu Denken geben. Doch nur Erlebtes kann beleben." ... Leben ... lebendig ... wie "füllst" du das Wort "lebendig" in deiner Frage? (ich schließe mich der ersten Frage vom AWHler an) Für mich steckt das Leben - Christi Leben - im Wort "lebendig" und so beurteile ich mit dieser Sicht die Dinge, die ich sehe und die mir begegnen. Weil im Erlebten mit Christus eben Christus steckt, der das Leben ist (Weg, Wahreit und eben auch Leben).
Warum denkst du, eine lebendige, persönliche Beziehung zu Jesus zu haben?
Weil Seine wahrnehmbare Gegenwart plötzlich und überraschend während des Bibellesens unsichtbar da war und ER mich ansprach über die Bibelstelle Joh 19,18 Dort kreuzigten sie ihn und mit ihm zwei andere zu beiden Seiten, Jesus aber in der Mitte. : "DAS Bin ICH" war deutlich in meinen Gedanken. Meine Antwort war: Ja. HERR. .... Es war sofort sonnenklar, dass ER mich mit Seinem Blut freigekauft hat und Seine Autorität und Führung niemals mißbrauchen wird. ................und ab da bin ich im Gespräch mit Ihm und lerne von Ihm (Jüngerschaft/Azubi).
Zu den KI-Punkten der Befürwortung einer persönlichen Beziehung möchte ich noch hinzufügen:
Gemeinschaft nicht nur in der Gemeinde, sondern beständig im Herzen von Geist zu Geist.
4. Diese physische Präsenz baut man sich zwangsläufig selbst auf. Weil man irgendwie ein Bild oder sonstiges braucht.
Ich habe keine direkte Antwort auf deine Frage nach einer lebendigen Beziehung und ich persönlich baue mir auch keine physische Präsenz auf. Das fände ich ein wenig creepy …von meiner toten Mutter baue ich mir ja auch keine physische Präsenz auf. Aber wenn ich an sie denke, dann sehe ich sie halt vor meinem geistigen Auge.
Eine indirekte habe ich insofern, dass an Jesus sich die Geister scheiden. Soll heißen: entweder du glaubst, dass er der Sohn Gottes ist oder eben nicht.
Alles weitere ergibt sich dann aus dieser Prämisse. Denn glaubst du das, dann hast du auch das Bedürfnis, dich nach ihm auszurichten und willst dich auch von ihm verändern lassen. Das geht auch ohne seine körperliche Präsenz. Jesus verwendet dafür die Worte: „wer in mir bleibt“ und ich denke dabei an so etwas banales wie: in England hast du andere Verkehrsregeln wie in Deutschland und je nachdem in welchem Land du bist, wirst du dich an sie anpassen und sie halten.
So ähnlich ist das auch mit Jesus. In deinem Glauben an Jesus begibst du dich auf ein anderes geistiges Territorium als ohne den Glauben an ihn. Auf welche Art du dabei Jesus erlebst, ist etwas sehr individuelles. Ich denke nicht, dass es dabei Regeln gibt, auf welche Art und Weise das wahrgenommen werden soll- diese lebendige Beziehung zu Jesus. Entscheidend ist der Glaube. Und das wiederum ist biblisch: „Habt Glauben an mich“.
Physische Präsenz ist tatsächlich etwas schwierig vorzustellen. In de heutigen Zeit zumindest. In biblischen Zeiten, sowohl im AT als auch im NT waren körperliche oder zumindest mit Augen und Ohren wahrnehmbare Begegnungen mit biblischen Urväter und später auch mit dem auferstandenen Jesus selber offenbar eher akzeptiert.
Als durch und durch Protestantin bin ich auch religiösen Ritualen mit Hilfe von materiellen Gegenständen gegenüber eher skeptisch eingestellt.
Und doch weiss ich, dass wir manchmal etwas Hörbares oder Sichtbares brauchen, um eine „empfängliche“ Stimmung zu ermöglichen. Sei dies sehr berührende Musik oder, wie ich kürzlich in einem protestantischen Gottesdienst merkte, doch auch etwas Sichtbares. Der junge Pfarrer sprach vor allem junge Leute an, und damit auch gleich alle. Er erzählte über den Menschen Jesus, über den unglaublich liebevollen Weg den er FÜR UNS gegangen ist. Und dabei zeigte er ab und zu auf die kleine Holzkrippe die er mitgenommen hatte und dann wieder auf das kleine Holzkreuz auf seinem Predigttisch. Und irgendwie machte das diesen Weg sicht- und spürbar, es hat mich sehr berührt.
Ich möchte doch noch etwas zur physischen Präsenz sagen, weil Jesus zwar in der Bibel nicht direkt sagt, dass man eine lebendige Beziehung zu ihm habe soll, aber er sagt
-wer ihn hat, hat das Leben (wie kann man jemanden haben?)
-er ist mitten unter den Jüngern, wenn sie versammelt sind (also nach seinem Tod)
-er und Gott nehmen Wohnung in/bei den Glaubenden…das hört sich nicht weit weg an.
- wer nicht mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat das Leben nicht in sich
Also es geht zwar nicht direkt um Beziehung, aber es geht um Leben, jenes Leben, das nicht stirbt…durch ihn.
Warum denkst du, eine lebendige, persönliche Beziehung zu Jesus zu haben?
Ich denke, eine lebendige Beziehung zu Jesus zu haben, weil
-er mir wichtig ist und ich mich viel mit dem, was er gesagt hat beschäftige.
-er versprochen hat, mit Gott in mir zu wohnen und er derjenige ist, durch den ich eine Beziehung zu Gott haben kann und tun kann, was Gott gefällt
-er durch den Heiligen Geist mich zu einem neuen Menschen gemacht hat.