Darf man für Versto...
 
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Darf man für Verstorbene beten?

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Die Vorstellung der Katholiken und der Neuapostolen dazu ist mir bekannt.
Wie sehen das die verschiedenen protestantischen Kirchen/ Gemeinden?

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Antwort
10 Antworten

@holger-f 

Ich kenne die Vorstellungen nicht, die es gibt. Ich frage mich aber, warum wir das nicht tun sollen dürften.

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@holger-f 

Die Frage ist, WAS wir FÜR die Verstorbenen erbitten soll(t)en, wollen, dürfen (oder nicht)?

Wir stoßen ja auch hier wieder auf Relativitäten: Was haben die Toten uns "voraus"? Wo und wie denken wir sie uns "ver-ortet", mit unserem beschränkten Raum/Zeit-Verstehen? Müssen wir irgendwie eine "Sorge tragen" für die Verstorbenen - und inwiefern meinen wir, dies tun zu müssen?

Für mich ist das keine Frage der "Rechtgläubigkeit", eher - ganz menschlich - Ausdruck des Herzens und der Verbundenheit, auch betend an sie zu denken, oder eine "fürbittende Kerze" für sie in einer Kirche anzuzünden ... Ich höre da keine Stimme die sagt: "Lass das!" 

Wobei der "Volksglaube" 😜 ja eher in die Richtung geht: "Vatter, nu bring mir mal doch mal endlich die richtigen Zahlen am Samstagabend!" oder "Mutti, nun leg mal n' gutes Wort 'für uns da unten' ein!" ... 

L'Chaim

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@holger-f 

Bei Beerdigungen wird doch auch gebetet...?

Und wer sollte einem das schon verbieten... und warum? Gebete sind ja immer auch Ausdruck des Betenden, und wenn es da ein entsprechendes Bedürfnis gibt - warum sollte da irgendwer was dagegen haben?

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@holger-f 

Für mich persönlich ist das ein klares Nein.

(ich bin evangelisch)

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@holger-f 

Es ist alles erlaubt, aber nicht alles ist nützlich. ... Paulus. 

 

Je nachdem, welche Vorstellung jemand gelehrt bekommen oder sich angeeignet hat, wird er/sie es tun oder auch nicht. 

Für mich kommt es nicht in Frage, denn die Person befindet sich nun im Entscheidungsbereich Gottes, in den ich mich nicht einzumischen habe. Ich glaube auch nicht, dass ich etwas nachbessern kann oder sollte. 

Loslassen ist nicht immer einfach. Ein Gebet der Übergabe der Person in die Hände Gottes kann sich im Trauerprozess als sehr hilfreich erweisen. 
Der Körper wird hier in dieser Dimension ja wieder zu Staub, aber die Persönlichkeit wird im Himmel vollendet. 

Phil 1, 6 und ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird’s auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu.

 

 

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@holger-f 

Vielleicht muss man unterscheiden zwischen Beten für Verstorbene und Beten zu Verstorbenen. Letzteres wäre verkehrt, aber für Verstorbene beten sehe ich nicht so eng.

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@holger-f 

Nun möchte ich gerne doch noch einen Nachtrag zu meiner kurzen Antwort hinzufügen:

Ich glaube, wir haben an Verstorbenen keine Aufgabe für sie zu beten. Am Sterbebett und beim Begräbnis ja, aber danach nicht mehr. Weil, da kommt kein liebes Wort mehr an, das ich gerne noch sagen würde. Und ich kann der Person auch durchs Gebet nichts Gutes mehr tun oder verändern. Für mich ist das Sterben ein Schlussstrich für das Leben, es ist ein Abschied für immer hier auf der Erde. Wer stirbt, dessen Leben ist erfüllt mit dem, was drin war und das ist drin. Was ein Mensch versäumt hat, das kann er nie mehr nachholen.

Genau deshalb ist mir wichtiger, für die Hinterbliebenen da zu sein und für sie oder auch mit ihnen zu beten. Weil ich weiß, es tut weh einen Menschen zu verlieren. Plötzlich ist eine Lücke da, die kein anderer Mensch füllen kann. Manche brauchen eine lange Zeit zum Trauern. Manche benötigen echte Hilfe zum Abtrauern über den Verlust. Dasein für die Lebenden, für sie beten. Sie sind es, die von Bedeutung sind und ich Zeichen der Verbundenheit zeigen oder setzen kann. 

Gott ist ein Gott der Lebenden, nicht ein Gott der Toten (sagt Jesus sinngemäß in Lukas 20,38).

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@holger-f Es entspringt meiner Meinung nach dem guten Impuls der Fürbitte für andere Christen.

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Veröffentlicht von: @adjutante

Am Sterbebett und beim Begräbnis ja, aber danach nicht mehr.

Für mich war die letzte Beerdigung eine Erfahrung in dieser Richtung. Bis zur Beerdigung war derjenige "irgendwie noch da", aber als dann das Grab zugeschüttet war, hab ich einen Abschluss gespürt. Da war dann nichts mehr, auch kein Bedürfnis eines Gebets.

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