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Morgens immer Zweifel, wieso?

  

Hallo,

Ich bin noch am Anfang meines Glauben.

Ich bekomme Kritik von meiner Frau,  welche nicht glaubt und nun denkt,  ich spinne.

Am Abend ist mein Glaube am stärksten. Doch morgens, da kommt Zweifel. Warum? Was kann ich tun? Es ist für mich eigenartig, das ich am Tag und am Abend glauben kann, aber direkt nach dem Aufstehen schwer Zugang zu Gott finde. Was meint ihr dazu?

Danke

Gruß

Der Märon

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7 Antworten

@maeron 

Dein Gürtel der Wahrheit sitzt wohl nicht. 

Es ist an dir, welche Gedanken du aufgreifst und hegst, wenn dein Hirn noch nicht auf Touren ist. Bevor sich da Zweifel tummeln können, könntest du ihnen eine Grenze mit einem Wort aus der Schrift setzen, z.B, : 

Phil 4, 13 Durch den, der mich stark macht, kann ich in allem bestehen. NeÜ

Ps 118,24 Dies ist der Tag, den Jahwe gemacht hat; / freuen wir uns und seien fröhlich an ihm. NeÜ

Ps 84,6  Glücklich ist der Mensch, dessen Stärke in dir ist! Gebahnte Wege sind in seinem Herzen!  Elb

 

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@maeron Ich bin überhaupt kein Morgenmensch & öffne mich insbesondere abends Gott auch viel mehr, da ich den Abend als die mit weitem Abstand schönste & ruhigste Tageszeit empfinde!

Das oben Beschriebene muss kein Grund zur Sorge sein... Mittags & abends dran bleiben, beten, usw. damit ist schon viel gewonnen 😉 (Vielleicht morgens einmal etwas Kürzeres ausprobieren, Stoßgebete oder das Vater unser?)

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@maeron 

hallo,

 

mach dir keine allzu viele Gedanken darüber…wenn du abends wieder „auf der Spur“ bist, bist du schon näher an Gott dran als davor. Ich vermute mal, dass sich das auch verändern wird, wenn du jetzt am Anfang bist. Bleib irgendwie dran - im Gebet oder in der Gemeinschaft mit anderen Christen oder im Bibellesen, egal. Gib dem Raum, der dich berührt hat. 

Gesegnetes Neues Jahr!

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@maeron … Glaube ist festgegründet und doch immer auch in Bewegung. Es ist doch gut, wenn du so durch den Tag gehen darfst, dass du ihn am am Abend intensiver wahrnehmen kannst. Und Zweifel, der darf sein. Je nachdem wie wir mit ihm umgehen, sorgt er wunderbar für Stärke, Wachstum, Glaubwürdigkeit und Nahbarkeit. Ich glaube und habe Fragen, ich glaube und kann nicht alles nachvollziehen. Das darf sein; das hält mein Glaube aus und das hält auch Gott aus.

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@maeron Am frühen Morgen zweifele ich sogar an meiner eigenen Existenz 😵‍💫

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@maeron 

Ich glaube, auf die ein oder andere Art ist es eine Mischung der Antworten, die bereits aus der Gemeinschaft formuliert wurden.

Zum einen sind Zweifel erstmal nicht verwerflich und gehören sogar zu einem einem gesunden Glauben dazu, denn nur so kann er wachsen und gefestigt werden.

Innerhalb der Zweifel und im Glauben allgemein, haben wir dennoch Einfluss darauf, wie wir damit umgehen. Gerade, wenn der Glaube noch frisch und die Euphorie hoch ist, kommt einem alles rosig und einfach vor. Doch Glaube bedeutet eine Beziehung zu Gott pflegen und da ist es nicht anders wie bei zwischenmenschlichen Beziehungen auch. Die Betonung liegt auf Beziehung PFLEGEN. Dabei kann es helfen Rituale und Routinen zu etablieren, welche die Beziehung zu Gott stärken, z.B. beten, Bibellese, über einen Vers meditieren… etc.

Und wenn du schreibst, dass die Zweifel besonders morgens stark sind, könnte es vielleicht Sinn machen sich gerade dann vorzunehmen, den Tag - in welcher Form auch immer - mit Gott zu beginnen.

Zuletzt möchte ich dich ein bisschen beruhigen, denn dass du insbesondere morgens Zweifel hast, ist aus rein menschlicher und physiologischer (körperlicher) Sicht nicht verwunderlich. In Kürze spielen verschiedene Faktoren eine Rolle:

Morgens sind viele Menschen anfälliger für Zweifel und gedrückte Stimmung, weil der Cortisolspiegel nach dem Aufwachen hoch ist und das Gehirn noch nicht vollständig im reflektierenden Modus arbeitet (Schlafträgheit). Gleichzeitig sind stimmungsstabilisierende Botenstoffe wie Serotonin und Dopamin morgens niedriger, während sie im Laufe des Tages ansteigen. Darum wirken Gedanken morgens oft schwerer und bedrohlicher – und werden abends meist klarer und zuversichtlicher.

Oder etwas salopper ausgedrückt:

 

„Traue deinen Gedanken morgens weniger als deinen Gedanken abends.“

Ich hoffe, dass ich dich etwas beunruhigen und ermutigen konnte. Und im Grunde, bist du schon einen sehr guten Schritt gegangen, indem du diesen Post hier geteilt hast. Denn bei aller Reflektion und Beziehungspflege, spielt Gemeinschaft eine große Rolle, um langfristig an Gott dran zu bleiben!

In Prediger 4,9-12 (einer meiner Lieblingsverse) heißt es:

 

„Zwei sind besser als einer, denn sie haben einen guten Lohn für ihre Mühe. Fällt einer, so hilft ihm sein Geselle auf. Weh aber dem, der allein ist, wenn er fällt und kein anderer da ist, der ihm aufhilft. Auch wenn zwei beieinander liegen, wärmen sie sich; wie kann aber einer warm werden allein? Und wenn jemand den einen überwältigen will, so widerstehen ihm zwei; und eine dreifache Schnur reißt nicht so schnell entzwei.

Bleib also dran und scheue dich nicht über alles was dich bewegt oder beschäftigt mit Gott und deinen Glaubensgeschwistern zu sprechen/schreiben! 🙂

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@maeron 

Das "Morgentief" ist ein typisches und oft erstes Symptom einer Depression. Es empfiehlt sich die Abklärung durch einen Psychiater und einem "Arzt für Innerer Medizin", weil auch einige innere Erkrankungen zu so einer Symptomatik führen können (z.B. Schilddrüsen oder Nebennieren -erkrankungen).

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