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Steht die Zukunft bereits fest und kann nicht verändert werden?

  

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Antwort

Hi, ich habe mich in letzter Zeit mit der Frage beschäftigt, wie man Zeit definieren kann.
Die meisten Physiker sind sich einig, das die Zukunft wie die Gegenwart ebenfalls real ist und schon jetzt existiert und daher nicht verändert werden kann.
Meine Frage ist nun, ob das aus biblischer Sicht möglich ist. Steht die Zukunft bereits fest und kann nicht verändert werden?
Oder gibt es Zufälle und verschiedene Variationen, wie sich alles entwickelt kann?

Ich würde mich sehr über eine Antwort oder Hinweise aus der Bibel dazu freuen!

LG Robin K.

6 Antworten
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@robin-k 

Oder gibt es Zufälle und verschiedene Variationen, wie sich alles entwickelt kann?

Ich würde mich sehr über eine Antwort oder Hinweise aus der Bibel dazu freuen!

Laut Bibel ist alles festgelegt... Gott kennt die Zukunft, und im Buch des Lebens ist alles festgehalten.

Physikalisch gibt es da auch nur wenig Spielraum... aber es gibt Modelle, nach denen jede mögliche Zukunft auch in diversen Paralleluniversen real existiert.

Aber ob uns das hier ganz konkret weiter hilft...?

 


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@robin-k Die meisten Physiker sind sich einig, das die Zukunft wie die Gegenwart ebenfalls real ist und schon jetzt existiert und daher nicht verändert werden kann.

 

Zu der "biblischen Sicht" will ich nichts sagen, aber darauf hinweisen, dass diese Behauptung hinsichtlich der Mehrheitsmeinung unter Physikern falsch sein dürfte. Sie ist mit der Wendung "schon jetzt existiert" offensichtlich unwissenschaftlich formuliert (kein Vorwurf deswegen!), aber ich vermute, damit sei das Konzept eines strengen Determinismus gemeint. Die Kopenhagener Deutung, eine Interpretation der Quantenmechanik von Bohr und Heisenberg, wird als berühmtes Argument gegen eine solche streng deterministische kosmologische Vorstellung immer wieder bemüht.

Dass ein strenger Determinismus von der Mehrheit der Physiker vertreten würde, wäre mir (der ich übrigens in diese Richtung tendiere und mich daher freuen würde, die Majorität der Fachleute "auf meiner Seite" zu haben) neu.


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@robin-k 

Es gibt physikalisch noch einen anderen Ansatz als den klassischen Determinismus, der ja auf einer strengen Vorstellung von Ursache-wirkung basiert. Denn nach der Relativitätstheorie gibt es im Universum auch keine Gleichzeitigkeit, eben weil die Zeit abhängig von der eigenen Geschwindigkeit anders verläuft. Übrigens mit dem recht seltsamen Ergebnis, dass auch unsere Körperteile unterschiedlich alt sind... und zwar abhängig von der durchschnittlichen Entfernung zum Erdmittelpunkt! (Kein Witz)

"Gegenwart" gibt es demnach nur in einem bestimmten Punkt, nicht aber im Sinne eines Zeitpunktes, der hier und jetzt im ganzen Universum gültig wäre.

Wenn das zutrifft, dann wäre tatsächlich alles vorherbestimmt... oder, so weit ich es verstehe, blieben dann tatsächlich nur Paralleluniversen als mögliche Alternativen übrig.

Unsere Vorstellungskraft übersteigt das so oder so, und ich gebe ja auch nur das wieder, was ich selber meine verstanden zu haben...

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@robin-k 

Meine Frage ist nun, ob das aus biblischer Sicht möglich ist. Steht die Zukunft bereits fest und kann nicht verändert werden?

Eindeutiges Jaein aus biblischer Sicht.

Ich mache das mal an den drei Ebenen von Gottes Willen fest:

1) Gottes genereller Wille kommt absolut zustande. Diesbezüglich steht die Zukunft fest, wie Schriftstellen es darlegen.

2) Gottes Retterwille hat alle Voraussetzungen geschaffen, dass Menschen wieder in die Beziehung zu Ihm kommen können. Meiner Sichtweise nach hat der Mensch die Möglichkeit abzulehnen und nimmt damit Einfluss auf seine eigene Zukunft.

3) Gottes moralischer Wille ist in den 10 Geboten und im Liebesgebot festgelegt. Der Mensch hat die Möglichkeit dagegen zu verstoßen und damit Einfluss auf seine eigene Gegenwart und Zukunft zu nehmen und diese auch von seiner (unbereinigten) Vergangenheit mitbestimmen zu lassen.

 


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@robin-k 

Steht die Zukunft bereits fest und kann nicht verändert werden?

Oder gibt es Zufälle und verschiedene Variationen, wie sich alles entwickelt kann?

Ich finde es sehr spannend morgens über diese Frage nachzudenken, während man überlegt welche Socken man anziehen möchte. 

Insbesondere wird mir dabei deutlich, wie unerheblich sie bei meiner Wahl ist, denn obwohl ich gewisse Sockenvorlieben habe (hier ein gewisser Grad an Determinismus), muss ich mich doch selbst dafür entscheiden. 

Bei anderen Dingen wiederum war und bin ich nicht fähig mich bzw mit zu entscheiden. Auch da erscheint mir die Frage unerheblich, aber das übersteigt meine Sockenschublade..

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