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Wieso soll ich glauben, wenn ich nicht glauben will?

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Antwort

Wieso soll ich glauben, wenn ich nicht glauben will?

21 Antworten
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Ist Glaube/n ein Willensakt? Gelernt habe ich, dass Glaube eine Entscheidung ist. Ich weiß nicht, ob das stimmt. Meinen Glauben erlebe ich vor allem als Basis, als beste Basis. Ich glaube, also bin ich. Ich kann (oder: ich will) nicht leben, ohne zu glauben. Ich nehme mich wahr als Geschöpf, ich erkenne den Schöpfer in mir und in der Natur. Ich lebe in Ehrfurcht und aus Gnade.

Nicht glauben wollen kann ich - mit meiner Vorstellung von Gott - nicht denken. Nicht glauben können erlebe ich bei manchen meiner Mitmenschen. Auch Desinteresse nehme ich wahr. Das kann ich verstehen oder auch in Teilen nachvollziehen, auch wenn ich es anders sehe. Nicht glauben wollen beinhaltet für mich, dass man Gott nur scheinbar erkannt hat und ablehnt, da einem dieses Bild nicht gefällt. Gott wie ich Ihm als Schöpfer, wie ich Jesu Leben, Sterben und Auferstehung und wie ich Seinem Geist begegne, da kann ich nur inne halten, staunen, dankbar sein und vertrauensvoll glauben. 


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Hallo @geo 

Woher sollen wir das denn wissen 😉 

Wenn Du nicht glauben willst, was auch immer, dann glaub es nicht und gut ist.

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@geo 

Wer sagt dir denn, was du "sollst"? Tust du öfter Dinge, von denen man dir sagt, dass du sie tun sollst, obwohl du nicht willst?

Wenn dir jemand sagt, du sollst glauben, dann fragst du besser Denjenigen, der dies sagt, warum er meint, dass du es sollst. Und dann entscheide dich, was du wirklich willst.

Denn ... ob du nun das tust, was jemand dir sagt, oder das, was du willst .... die Entscheidung triffst letztendlich immer du selbst.


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@geo 

Glauben tust du immer irgendwas. Fragt sich nur, was -  wem - worüber - wozu

.

Wenn du etwas von Gott willst, dann wäre logisch, dass du glaubst, dass es ihn gibt und du ihn bitten kannst.

Wenn du aber nicht glaubst, dass es ihn gibt, du trotzdem etwas von ihm was haben willst, das passt ja nicht.

 

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@geo 
Niemand muss müssen. Niemand muss glauben. 
Ich habe heute gerade auf der Autofahrt im Radio ein Interview mit einer ehemaligen Nonne gehört, die so etwa das gleiche Problem hatte. 
Ihr Glaube war ihr wohl zum Teil von zuhause anerzogen und wurde ihr dann später im katholischen Internat mehr oder weniger "eingetrichtert". 
Das ging hin bis zur Berufs"wahl", die ihr mehr oder weniger vorgegeben wurde. 
Schließlich löste sie sich (wie mehrere Mitschwestern) aus dem Kloster und dessen Umgebung und war endlich innerlich wie äußerlich frei. 

Was ihr aber trotzdem blieb war ihr Glaube, zu dem sie nun - frei von Zwängen - einen neuen Zugang hatte. 


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@geo 

Wieso soll ich glauben, wenn ich nicht glauben will?

Ich bin nicht ganz sicher, ob ich deine Frage richtig verstehe... ich vermute, du beziehst dich auf Leute, die den Anspruch haben, so viele Leute wie möglich zu bekehren und dabei auch nicht lockerlassen?

Dafür gibt es sicher sehr viele verschiedene Gründe, warum man glauben "soll". Das geht von dem Machtbedürfnis der Kirchen und Gemeinden, die möglichst viele Gläubige haben wollen, die sie beeinflussen können bis zur persönlichen Unsicherheit einzelner Gläubiger, die sich in ihrem eigenen Glauben dadurch bestätigt fühlen, dass möglichst viele andere Leute dasselbe glauben wie sie.

Biblisch ist das allerdings nicht. In der Bibel heißt es ganz klar, dass der Glaube zwar erstrebenswert ist, aber nicht jedem gegeben. Und bei der Mission sollte man zwar überall den eigenen Glauben verbreiten... aber dort, wo man nicht willkommen ist, sollen sich die Missionare den Staub von den Füssen schütteln und weiterziehen. Es wird also niemand zum Glauben gezwungen, der nicht glauben will... es "soll" also niemand glauben, der Glaube ist eine Einladung, die man annehmen kann oder nicht.

In Wahrheit kann man es sich eh nicht aussuchen... entweder der Glaube ist einem gegeben oder nicht. Das ist keine Willensentscheidung, und es kann erst recht niemand dazu gezwungen werden.

 

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Also was mir aufgefallen ist, ist das mit der "Rettung". Von oder vor was gerettet? Wenn ich glauben soll, so brauche ich doch einen adäquaten Grund dazu. Gerettet von der Sünde, vom Tod. Ich werde dann ein sog. "ewiges Leben" bekommen. Ist das nicht etwas zu geschwollen? Ein ewiges Leben? Wie soll das ausschauen? Weis überhaupt irgendwer, was "Ewigkeit" bedeuted?

Nur als Hinweis: Für diese Fragen solltest du in den entsprechenden Unterforen posten. In diesem Bereich ist keine Diskussion vorgesehen, sondern nur kurze Antworten auf ganz spezielle Fragen.

Interessant ist es allemal, du kannst es ja kopieren und z.B. im Bereich "Theologie" posten. Da kann man dann auch auf die einzelnen Bereiche eingehen.

 

 

 


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Ich habe damals in der Hauptschule gelernt, dass Gottes Liebe umsonst ist, also dass man jedenfalls geliebt wird, ohne dass man was dafür tut. Gottes Liebe ist quasi geschenkt.

Und, was haste mit dem Geschenk gemacht?

🤗😊😌

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@geo Wie kommst du auf diese Frage? Für mich klingt das, als ob du dich in christlichen Kreisen aufhältst und dort auf den Glauben angesprochen wirst. Viele Leute kommen ja in Gemeinden genau deswegen. Christen sprechen nun mal über ihr Leben mit Gott und wollen am Liebsten all das Gute daran mit allen Menschen teilen. Die Gemeinde sollte der Ort sein, an dem wir am offensten über den Glauben sprechen können und auch mal offensiv nachfragen.

Vielleicht bist du unter Christen, weil dir irgendwas dort guttut. Gutes tun gehört zum Christsein. Insofern ist das alles normal. Viele Christen engagieren sich auch in anderen Organisationen, wo sie nicht so viel über den Glauben sprechen. Du kannst also den Kontakt zu Christen halten, ohne auf den Glauben angesprochen zu werden. Du kannst auch zu nichtchristlichen Organisationen gehen. 

Oder ist es Gott selbst, der mit dir spricht? Dann sei lieber dankbar. Gott gibt das Wollen und Vollbringen. Viele wünschen sich, davon mehr in ihrem Leben zu haben. 


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