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Was passiert beim Abendmahl?

  

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Antwort

Auf der ganzen Welt feiern Christen regelmäßig Abendmahl. Katholische Christen sogar in jeder Messe. Was macht das Abendmahl zu einem so zentralen Bestandteil von christlicher Gemeinschaft? Und was passiert genau dabei?

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@billybot  Ist mit der Frage jetzt der Ablauf gemeint, oder ist mit der Frage was vom Glauben her passiert.

Katholiken bekommen eine Hostie, andere Konfessionen wie lutherisch, reformiert, oder uniert bekommen Leib und Blut  also Brot und Wein.

 

Katholiken glauben es geschehe bei der Eucharistie eine Wandlung von Brot (Hostie) zu Leib und Wein zu Blut Christi.

 

Luther sah im Abendmahl ein Gedächtnismahl bei dem während des Abendmahls Brot zum Leib Christi wird und Wein zu Christi Blut.

Nach dem Abendmahl ist es wieder einfaches Brot und Wein.

Für Reformierte nach Calvin oder Zwingli wird beim Abendmahl ausschließlich dem letzten Abendmahl gedacht, ohne die Wandlungen die ich oben beschrieben habe.  Für sie bleibt Brot Brot und Wein Wein.

 


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@billybot

Veröffentlicht von: @billybot

Was macht das Abendmahl zu einem so zentralen Bestandteil von christlicher Gemeinschaft?

Das Abendmahl wurde von Jesus selbst eingesetzt, und bereits die frühen Gemeinden haben es regelmäßig gefeiert, wie man im neuen Testament nachlesen kann.

Veröffentlicht von: @billybot

Und was passiert genau dabei?

Über diese Frage streiten sich die verschiedenen Konfessionen, weswegen gemeinsame Abendmahlsfeiern zwischen Katholiken und Protestanten oft (insbesondere auf katholischer Seite) auf Widerstand stoßen. Die Unterschiede hat Jigal schon angesprochen.

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Was oder besser wen interessiert denn, was die Kirchen daraus gemacht haben? Die verlässlichste Quelle ist doch die Bibel. Jesus sagt, dass Brot und Wein ein Synonym für seinen Körper und sein Blut sind, so wie die Opfer des 'Alten Bundes' ein Synonym für das einmalige wahre Opfer des Lammes Gottes (Jesus) waren. Jesus sagt: "Tut das zu meinem Gedächtnis." Erinnert euch dadurch immer wieder daran, was ich für euch getan habe, damit ihr es nicht vergesst. Mehr muss man da gar nicht hineingeheimnissen und eine Wandlung kann ich nicht erkennen und macht für mich auch keinen Sinn. Das bedeutet für mich, dem Gedächtnis an das Opfer Jesu mehr Bedeutung beizumessen, als dem Opfer selbst, als Jesus selbst.

Das Abendmahl ist auch nicht zur Sündenvergebung, sondern umgekehrt wird ein Schuh draus: Wir sollen nicht am Abendmahl teilnehmen, wenn wir noch unbereinigte Schuld mit uns rumtragen. Dann sollen wir das vorher bereinigen und dann das Abendmahl nehmen.

Abendmahl kann man auch zuhause feiern, im Hauskreis, usw., denn auch die ersten Christen taten es 'hin und her in den Häusern'.

LG. Clay


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@billybot Jigal hat es ja schon ganz gut erklärt, wobei ich noch hinzufügen möchte, dass sich auch bei den Katholiken nicht das Äußere (Akzidenz) - also was man sieht, riecht und schmeckt - ändert sondern das "Wesen" (Substanz), das nicht sichtbare. Etwas kompliziertes philosophisches Konzept, nennt sich Transsubstantiationslehre. Die Wandlung findet statt, wenn die Einsetzungsworte zum Abendmahl (Unser Herr Jesus Christus...Dies ist mein Leib....Dies ist mein Blut...) gesprochen werden. Jesus ist dann irgendwie leiblich anwesend. Das Brot und der Wein bleiben in ihrer Substanz verwandelt und dürfen daher nicht verschüttet oder mit gekrümelt werden. Außerdem spielt hier der Opfergedanke noch eine größere Rolle. Also, dass Jesus sich am Kreuz für unsere Sünden geopfert hat, ähnlich dem Lamm, das im damaligen Judentum am Pessachfest geopfert wurde. Denn das Lamm reicht nicht aus um für unsere Sünden zu bezahlen. Dafür brauchte es Jesus, aber den nur ein Mal und nicht jedes Jahr wieder. Dieses Opfer findet nicht wirklich aber irgendwie doch bei jeder Abendmahlsfeier statt. 

Bei den Lutheranern findet auch eine Art Verwandlung statt, aber anders und eben nur während man das Abendmahl einnimmt, wie jigal richtig schrieb. Nennt sich Realpräsenz im Fachtheologisch. Auch hier ist Christus irgendwie (aber anders als bei den Katholiken) mit seinem Leib anwesend. Mit einem erneuten Opfer hat das aber nichts zu tun, auch nicht irgendwie symbolisch.

Und für die Reformierten ist es nur ein ganz einfaches Gedächtnismahl, eine Erinnerungsfeier, bei der Jesus geistlich anwesend ist. Hier gibt es dann wenn man es ganz genau nimmt auch noch mal eine Unterscheidung innerhalb der reformierten Theologie.

Da diese Frage seit über 500 Jahren unterschiedlich beantwortet wird und zumindest die katholische, aber in gewisser Hinsicht auch die lutherisch, Theologie eine echt gute Kenntnis antiker Philosophie voraussetzt, ist das echt schwer zu verstehen und noch schwerer zu erklären, wenn man darüber keinen Roman (oder theologische Abhandlung) schreiben möchte.

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@billybot

Veröffentlicht von: @billybot

Was macht das Abendmahl zu einem so zentralen Bestandteil von christlicher Gemeinschaft?

Ich mache es mal ein klein wenig ausführlicher: alle 4 Evangelien berichten von Jesus letztem Pessahmahl mit seinen Aposteln vor seiner Kreuzigung. Zum Vergleich: von Jesu Geburt wird nur in zwei Evangelien berichtet. Deswegen wurde das gemeinsame Abendmahl bereits von den frühen Christen als besonders wichtig erachtet.

Jesus feiert vor seiner Kreuzigung mit seinen Jüngern das Pessahmahl, in dem nach jüdischen Brauch Brot gebrochen und herumgereicht und Wein getrunken wurde. Aber Jesus deutet dies Speise um als "sein Leib und Blut", das vergossen wird für den neuen Bund Gottes mit den Menschen.

Bereits von den Urchristen wird in der Apostelgeschichte berichtet, dass sie sich zum gemeinsamen Mahl in ihren Häusern trafen. Vielleicht trafen sie sich auch in Fortsetzung der jüdischen Tradition zum Festmahl am Sabbatabend, allerdings mit neuer theologischer Intention, dem Gedenken an Christus. Paulus schreibt im 1. Kor. 11, 23 ff sehr früh die Einsetzugsworte auf und fügt den Gedächtnischrakter des Mahles hinzu. Das Abendmahl ist also das erste überlieferte gemeinsame Ritual der Christen.

Es gab schon sehr früh Streit in den Gemeinden, weil sich die Reichen beim Mahl den Bauch vollschlugen und die Armen leer ausgingen, so dass das Ritual Wein + Brot von dem gemeinsamen Festessen getrennt wurde. So entstand die Eucharistiefeier.

Veröffentlicht von: @billybot

Und was passiert genau dabei?

Das unterschiedliche Verständnis des Abendmahles führte u.a. zu den Trennungen der Christen in verschiedene Konfessionen.

Orthodoxe und katholische Christen glauben, dass sich Brot und Wein durch Segen und Einsetzugsworte in den realen Leib Christi verwandeln und auch so bleiben. Das führt bei Orthodoxen Christen dazu, dass alles Brot und aller Wein aufgegessen und ausgetrunken werden muss. Wein und Brot werden oft zu einem Brei verrührt und sogar Babys auf einem Löffel gegeben.

Bei Katholiken ist die Angst das Blut Christi zu verschütten so groß, dass nur die Hostien (Oblaten) an die Gläubigen gegeben werden und der Priester den Wein alleine trinkt. Allerdings muss am Gründonnerstag und in der Osternacht der Wein an alle Gemeindeglieder gegeben werden.   Eine Mutprobe, den Rest des Kelches auzutrinken, an dem 200 Leute genippt haben. Aber auch in einer normalen Messe kann der Wein an die ganze Gemeinde ausgeteilt werden. Übriggebliebene Hostien werden im Tabernakel aufbewahrt und seperat angebetet. An der katholischen Eucharistie sollen nur Menschen teilnehmen, die ihre Sünden in der Beichte bekannt haben und denen vergeben wurde. Daher gibt es ein Mindestalter, ab ca. 8 Jahren nach einem 1 -Jährigen Unterricht bekommen Kinder die Erstkommunion. Zudem dürfen nur Katholiken an der Eucharistie teilnehmen und Sünder z.B. Geschiedene Menschen, werden "Exkommuniziert".

Die evangelischen Lutheraner stellen die Gemeinschaftlichkeit und die Eigenverantwortlichkeit der Teilnehmer des Abendmahles in den Vordergrund. Die Wandlung in Jesu Leib und Blut finden im Akt der Einnahme statt. Ob die Teilnahme am Abendmahl zur "Gnade oder zum Gericht" führt, liegt in der Verantwortung der Teilnehmer. Daher werden Protestanten erst nach zwei Jahren Konfirmandenunterricht im Alter von ca. 14 Jahren bei der zum Abendmahl Konfirmation zugelassen. Andere Konfessionen sind ebenfalls zugelassen, es gibt keine "Exkommunikation".

Die reformierten Christen sehen im Abendmahl ein reines Erinnerungsmahl und eine Gemeinschaftsfeier. Es gibt keine "Wandlung" der Speisen. Wie bei den Lutheranern ist die Konfirmation Voraussetzung für die Teilnahme, bzw. ein Mindestalter.

Bei den Charismatischen Gemeinden steht die gemeinsamer Erfahrung des Heiligen Geistes im Mittelpunkt und die Feier einen Abendmahles ist zur Nebensache geworden.


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@billybot 

Hallo billybot (bist Du eigentlich ein bot oder ein Mensch? - was der Nickname angeht, könnten da ja Zweifel aufkommen ...)

Das Abendmahl ist ein Bündnismahl. Das bedeutet, dass da ein Bündnis bekräftigt wird. Ein Bündnis im archaischen Sinne ist ein Personentausch und als Beispiel können wir hier den Bund Abrahams mit Gott nennen. Wir finden es in 1. Mose 15. Abraham bereitet dort Opfer von zerteilten Tieren (außer Tauben, die nicht zerteilt wurden) vor und im Traum sieht Abraham einen Feuerofen, eine Rauchsäule und eine brennende Fackel zwischen den Tierhälften sich bewegen, was für Gott steht, der da einen solchen Bund schließt. Dies erinnert stark an den Brauch der Bündnisse jener Zeit, die als Personentausch gedacht waren, wo die Personen zwischen den Hälften zerteilter Tiere hindurchgingen und einen Bund bekräftigten, der ein Personentausch war. Beide Personen konnten voll umfänglich füreinander handeln und sie würden ihr Leben füreinander einsetzen, wenn die andere Person in Gefahr war - und dieser Bund war unauflösbar: Wer da hinauskommen wollte, würde wie eine der Tierhälften werden. Nur Gemeinsam funktionierte von da an das Leben noch.

Im 1. Mose 16 wird von einem Besuch von Engeln bei Abraham berichtet - und Abraham bereitet diesen eine schnelle Speise (kann als Hinweis auf ungesäuertes Brot verstanden werden) und manche sehen das als ein Bundesmahl, in dessen Rahmen Sarah eine Schwangerschaft verkündet wird.

Das alles ist hier auch schön zusammengestellt:

https://mzahn.eu/aufsatz/abendmahl

Dort können wir lesen, dass auch der mosaische Bund mit Blutopfer (Besprengen des Altars zur Entsühnung) und mit einem Bundesmahl (2. Mose 33, Vers 11) einherging.

Das entscheidende Vorbild für das Abendmahl Christi ist das Passahmahl der Juden in Ägypten, als sie alle in Gemeinschaften ein Passahlamm opferten und ganz verspeisten. Das Blut des Lamms strichen sie an die Türpfosten und so ging der Todesengel vorüber und ihnen geschah kein Leid während die Ägypter den Tod jeglicher Erstgeburt zu beklagen hatten - dies war dann die entscheidende Tat Gottes, die nach den vielen warnenden Plagen nun ein Leid über die Ägyter brachte, dass sie veranlasste, das Volk der Juden ziehen zu lassen.

Jesus wird als das Lamm Gottes bezeichnet. Jesu Tod wird als Opfer betrachtet. Das Blut Christi entsühnt uns von jeglicher Schuld. Und in der Folge des gemeinsamen Mahles gibt es die Befreiung aus der Knechtschaft. Man könnte da sicher noch viele Parallelen entdecken.

Wenn ich Abendmahl feiere, dann nehme ich erneut die befreiende Macht des Opfers Christi an. Der Tod verliert sein Anrecht auf meine Person - die Sünde verliert die verdammende Dimension. Ich nehme das Opfer Christi, ich nehme Jesus Christus selbst in Brot und Wein als Leib und Blut in mich auf. Er wird neu Teil von mir und ich Teil von ihm. Er in mir und ich in Ihm. Wenn Du mal das hohepriesterliche Gebet anschaust, dass Jesus vor seinem Tod betet (Johannes 17), dann ist genau das das Bild, das Jesus von der Gemeinschaft zwischen uns und ihm und darüber dann über die Gemeinschaft mit Gott selber formuliert.

Ich bin lutherischer Christ und unabhängig von lutherischen Abendmahlsvorstellungen ist mir in Bezug auf Bort und Wein folgendes Bild selbstverständlich geworden: In dem Moment und in dem Kontext, wo ich Brot und Wein im Abendmahl verwende, wird es Leib Christi und Blut Christi für mich. Ich nehme das Opfer Christi an und ich nehme Jesus Christus in mir auf.

Ich erlebe das Abendmal immer wieder als sehr stärkend und feiere es bei Bedarf auch allein.

Wichtig ist, dass die Heiligkeit des Moments und der Feier bewußt ist bei der Einnahme des Mahls.

In 1. Kor 11 lesen wir (nach Schlachter):

23 Denn ich habe von dem Herrn empfangen, was ich auch euch überliefert habe, nämlich dass der Herr Jesus in der Nacht, als er verraten wurde, Brot nahm,
24 und dankte, es brach und sprach: Nehmt, esst! Das ist mein Leib, der für euch gebrochen wird; dies tut zu meinem Gedächtnis!
25 Desgleichen auch den Kelch, nach dem Mahl, indem er sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut; dies tut, sooft ihr ihn trinkt, zu meinem Gedächtnis!
26 Denn sooft ihr dieses Brot esst und diesen Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.
27 Wer also unwürdig dieses Brot isst oder den Kelch des Herrn trinkt, der ist schuldig am Leib und Blut des Herrn.
28 Der Mensch prüfe aber sich selbst, und so soll er von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken;
29 denn wer unwürdig isst und trinkt, der isst und trinkt sich selbst ein Gericht, weil er den Leib des Herrn nicht unterscheidet.
30 Deshalb sind unter euch viele Schwache und Kranke, und eine beträchtliche Zahl sind entschlafen.
31 Denn wenn wir uns selbst richteten, würden wir nicht gerichtet werden;
32 wenn wir aber gerichtet werden, so werden wir vom Herrn gezüchtigt, damit wir nicht samt der Welt verurteilt werden.

Paulus führt hier körperliches Wohlergehen im Zusammenhang mit dem Abendmahl auf. Er verweist auf körperliche Leiden in Folge von unwürdig gefeiertem Abendmahl. Ich würde auf Grund meiner Erfahrungen aber noch eine Dimension hinzufügen wollen: Das Unterlassen des Feierns des Abendmahls nimmt uns viel an Gottesgemeinschaft, an Gotteskraft und Stärke im Glauben.

Das Abendmahl gehört elementar zum Christsein dazu.,

 

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@billybot 

Tja, äußerlich passiert, dass Leute Brot und Wein bekommen. Bei den Katholiken meist nur Brot (bzw. „Hostie”), obwohl Jesus gesagt hat: Trinkt alle daraus. Der äußere Ablauf unterscheidest sich aus praktischen Gründen: manchmal kommen die Leute nach vorne, um das „Mahl” zu empfangen, in manchen  Gemeinden werden Brot und Wein durch die Sitzbänke gereicht …

Für den Vorgang gibt es je nach Kirche verschiedene Ausdrücke: Eucharistie, Abendmahl, Herrenmahl (bezieht sich auf den Herrn Jesus), Brotbrechen, …

Laut Bibel sind Brot und Wein der Körper („Leib“) und das Blut Jesu. Für Katholiken müssen Brot und Wein durch den Priester „gewandelt” werden. Vor 500 Jahren war klar, was mit „Wandlung” gemeint war, inzwischen hat sich das Wissen über den Aufbau der Materie geändert, und die alte Erklärung haut nicht mehr hin, und niemand weiß genau, was da geschieht. Das Wesen (was immer das sein mag) ändert sich …

Für evangelische Christen muss Nichts gewandelt werden, das ist eben Leib und Blut Jesu. Allerdings sind sich die verschiedenen christlichen Kirchen nicht einig, was »ist« genau bedeutet. Am einfachsten machen es sich die, die das rein symbolisch deuten, also »ist«=„bedeutet” interpretieren. Luther hat es sich weniger einfach gemacht, wie das was er meinte im heutigen wissenschaftlichen Weltbild zu interpretieren ist, ist mir unklar, aber soweit ich verstanden habe hat er von keiner Wandlung geredet. Aber für den der glaubt kommt zu Brot und Wein eben auch Leib und Blut Jesu dazu, oder so ähnlich.

Was passiert nun „geistlich”? Paulus schreibt:

1.Kor 10,16 Denkt an den Segensbecher, über den wir beim Mahl des Herrn das Segensgebet sprechen: Gibt er uns nicht teil an dem Blut, das Christus für uns vergossen hat? Denkt an das Brot, das wir austeilen: Gibt es uns nicht teil an seinem Leib? 17 Es ist nur ein einziges Brot. Darum bilden wir alle, auch wenn wir viele sind, einen einzigen Leib; denn wir essen alle von dem einen Brot.

Also durch das gemeinsame Brot werden wir zu einer Einheit (dem Leib Christi), und durch den Wein erhalten wir die Vergebung der Sünden, die durch das Blut Jesu (bzw. Seinen Tod) gesühnt sind.

Natürlich gibt es Gemeinschaft und Vergebung auch ohne Abendmahl, in die Gemeinschaft kommt ja durch die Taufe … aber das Abendmahl verdeutlicht das ganze noch einmal so richtig. Und für den der nicht glaubt (da bin ich ganz bei Luther) hat das Abendmahl überhaupt keine Wirkung. Paulus schreibt:

1.Kor 11,26 Seid euch also darüber im Klaren: Jedes Mal, wenn ihr von dem Brot esst und aus dem Becher trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn – bis der Herr wiederkommt.

Wir erinnern uns, dass Jesus für uns gestorben ist, um uns zu retten, und wir warten darauf, dass Er vom Himmel zurückkommt, um das endgültig abzuschließen: Die Welt zu retten, die Bösen (die im „jüngsten Gericht” ausgesiebt werden) zu bestrafen und eine neue Welt ohne Böses darin zu begründen.

Jesus hat gesagt, dass wir das regelmäßig tun sollen, manche Gemeinden (insbesondere katholische und „Brüder”-Gemeinden) machen das jeden Sonntag, andere nur einmal im Monat. Aber alle Christen sind sich einig, dass das wichtig ist.


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@billybot Ich als Lutheraner verstehe das Abendmahl nach dem Kleinen Katechismus so: "Für euch gegeben und vergossen zur Vergebung der Sünden; nämlich, daß uns im Sakrament Vergebung der Sünden, Leben und Seligkeit durch solche Worte gegeben wird; denn wo Vergebung der Sünden ist, da ist auch Leben und Seligkeit. Und wer diesen Worten glaubt, der hat, was sie sagen und wie sie lauten, nämlich: Vergebung der Sünden".

Die Kirche ist sozusagen eine Selbsthilfegruppe begnadigter Sünder. Und der Gruppenleiter - Jesus - stärkt und motiviert uns durch das gemeinsame Mahl immer wieder neu zu neuem Leben durch die Vergebung der Sünde, die ja nicht ausbleiben können, solange wir noch im Fleische sind.

 

 

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