Benachrichtigungen
Alles löschen

Wie kann man sich "Schätze im Himmel sammeln...."

Seite 2 / 3
  

....wenn man aber psychisch krank ist und nicht so viel geben KANN, sondern auf seine Grenzen achten MUSS und auf sich selber achten muss?

In 30 Jahren Therapie erst gelernt, mich abzugrenzen, früher durfte ich das gar nicht und es ist immer noch schwierig, weil ganz viele Leute glauben, man wäre ein Selbstbedienungsladen. Ich möchte mir selbst raussuchen wo und wann ich was geben kann und will, alles andere erlebe ich als Zwang und fast wie eine Vergewaltigung.

Danke für Eure Antworten.

1
Antwort

@meerblau Schätze im Himmel sammeln wir, indem wir geben, so viel wir können - im Sinne von was uns möglich ist. Das kann und darf sehr individuell sein. Und natürlich ist es richtig und wichtig, für sich selbst zu sorgen. Das ist nicht egoistisch; es ist die Basis, dass ich auch für andere da sein kann. Auf sich achten und Grenzen ziehen dürfen und müssen wir alle. Je nach Lebenssituation und auch Typ sieht das unterschiedlich aus, aber nicht zu vergessen: Einschränkungen haben wir alle.

Entscheidend ist, dass wir einander nicht vergleichen, jede*r lebt/ liebt/ dient/ gibt/ … wie er vermag. Das darf einfach im Fluss sein, ohne dass ich gedanklich und sei es nur unbewusst „abrechne“. Gott kennt uns durch und durch und Er liebt uns. Er weiß, warum wir uns wann/ wie/ warum verhalten - besser als wir selbst. Und Er ist barmherzig. Warum sollten wir uns oder anderen einen „so-hat-es-zu-sein“-Maßstab oder gar einen „so-hast-du-zu-sein“-Maßstab auferlegen?

Alles Liebe, geh entspannt deinen Weg! Und danke für den Gedankenanstoß, den du mit deiner Frage gegeben hast.

 

Wir sammeln sicher auch Schätze, indem wir uns auf Gottes Wort einlassen, uns austauschen, Erkenntnis verwerfen und erlangen und so immer mehr von Gottes Wirklichkeit wahrnehmen. Mit dem Begriff „Schätze sammeln“ tue ich mich etwas schwer - es fühlt sich irgendwie eine falsche Motivation an. Ich denke auch, dass dieses Bild vorrangig als Gegenpol z.B. zu materiellen Schätzen gedacht ist. Im Himmel erwarte ich mir keine Schatzkiste. 😉

Für mich entscheidend: Bin ich „nur“ in der Nachfolge Christi geschieht das alles von nebenher. Das meine ich auch mit „im Fluss sein“.

20 Antworten

@meerblau 

Veröffentlicht von: @meerblau

....wenn man aber psychisch krank ist und nicht so viel geben KANN, sondern auf seine Grenzen achten MUSS und auf sich selber achten muss?

Der Unterschied zwischen Menschen, die psychisch krank sind oder nicht ist nicht so sehr groß. Insbesondere ist es keine Frage der Rangordnung. Jeder muss auf sich achten und Grenzen setzen. Jeder muss Hilfe annehmen und seine Entscheidungen selbst treffen. Wenn du dich in der Therapie damit ausführlich beschäftigt hast, stehst du vielleicht besser da als andere, die nicht so bewusst mit innen und außen umgehen können. 

Im Gleichnis von den anvertrauten Pfunden sehen wir, dass es unterschiedliche Pfunde gibt. Es kommt nach einiger Zeit nicht auf die Ursprungsmenge an, sondern darauf, wie wir damit umgehen. Was hast du wohl bekommen, dass du 30 Jahre Therapie hast durchstehen können? Da Jesus das Scherflein der Witwe im Opferstock so lobt, wissen wir, dass Gott auf innere Werte mehr achtet als auf Materielles. Noch deutlicher wird das, als Maria das kostbare Nardenöl ausgießt. Da haben die Jünger auch eine Menge „bessere“ Ideen.

Wenn ich mal ganz frei spekuliere, könnte eine psychische Krankheit eine Aufgabe bedeuten. Gott hat dir vielleicht ein Pfund gegeben, mit dem du diese Aufgabe bewältigen darfst, um in deinem Bereich das Reich Gottes sichtbarer zu machen. Hättest du nichts getan, hättest du wahrscheinlich viel Leid verursacht, weil du immer irgendwie auslebst, was in dir drin ist, z.B. als Chefin, die ihre Mitarbeiter schikaniert und ausbeutet, weil sie das für ihr Ego „braucht“. Oft werden Krankheiten über Generationen oder im Umfeld weitergegeben. Wenn du erfolgreich gearbeitet hast, hast du dein Inneres verändert und hast Leid verhindert. Wahrscheinlich bist du längst in der 2. oder 3. Runde. Du hast dein Pfund nicht vergraben, sondern hast mehr bekommen. Konntest du Erkenntnisse aus der Therapie weitergeben, jemanden annehmen, verstehen, gutes sagen? Wieviel ist das Wert? Als Chefin mögen die Menschen zu dir aufsehen und Anerkennung zollen, wenn du etwas aus der Portokasse spendest. Aber wer kann die Leistung eines Menschen für die Gesellschaft wirklich bewerten? Also sollten wir uns auch selbst nicht auf diese Art einordnen. 

Veröffentlicht von: @meerblau

In 30 Jahren Therapie erst gelernt, mich abzugrenzen, früher durfte ich das gar nicht und es ist immer noch schwierig, weil ganz viele Leute glauben, man wäre ein Selbstbedienungsladen. Ich möchte mir selbst raussuchen wo und wann ich was geben kann und will, alles andere erlebe ich als Zwang und fast wie eine Vergewaltigung.

Weder du noch andere haben den absoluten Überblick. Man kann sich zwar einiges denken oder nach dem Lustprinzip leben, aber wenn du zuerst auf Gott setzt, ihm Zeit und Raum in deinem Leben gibst, gibt er mit der Berufung auch eine Gewissheit und Stärke, diese Berufung abzugrenzen gegen das, was so an vielen Stimmen auf uns einprasselt. Ich suche immer wieder den Frieden Gottes über dem, was ich tue oder lasse und ich denke, dass ich Schätze im Himmel sammle, indem ich ab und zu genau richtig liege mit dem, was Gott in meinem Leben sehen möchte.

1


@meerblau 

"Ich möchte mir selbst raussuchen wo und wann ich was geben kann"

Das ist doch völlig klar und kann doch auch gar nicht anders sein.

Und "Schätze im Himmel sammeln"  .. glaube ich nicht, dass das geht.

0

@meerblau Was verstehst du denn unter Schätzen im Himmel?

0


@meerblau 

Du beziehst dich auf Mt 6,20-21, denke ich.

Hoffnung für alle: 20 Sammelt euch vielmehr Schätze im Himmel, die unvergänglich sind und die kein Dieb mitnehmen kann.
21 Wo nämlich euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.«

Die Erklärung kommt danach: eine großzügige Herzenshaltung ist gefragt. Geber sein! und von da aus Geben...Zeit, Zuhören, Helfen,so man hat auch finanziell helfen, ........... alles nach dem Rat des Heiligen Geistes. Es scheint paradox...was wir aus den Schatzkammern des Himmels weitergeben sammelt uns Schätze im Himmel.

Hoffnung für alle: Mt 6, 22 »Durch die Augen fällt das Licht in deinen Körper. Wenn sie klar sehen, bist du ganz und gar vom Licht erfüllt.
23 Wenn sie aber durch Neid oder Habgier getrübt sind, ist es dunkel in dir. Und wie tief ist diese Finsternis, wenn das Licht in deinem Innern erloschen ist!
24 Niemand kann zwei Herren gleichzeitig dienen. Wer dem einen richtig dienen will, wird sich um die Wünsche des anderen nicht kümmern können. Er wird sich für den einen einsetzen und den anderen vernachlässigen. Auch ihr könnt nicht gleichzeitig für Gott und das Geld leben.«

Meinem Verständnis nach ist das erste "Zahlungsmittel", das im Himmel gilt: Gnade/Barmherzigkeit weitergeben.

DerGedankensprung von Geld zu Gnade/Barmherzigkeit wird in diesem Beispiel aufgezeigt:

Elberfelder Übersetzung Mt 21, 12-35

21 Dann trat Petrus zu ihm und sprach: Herr, wie oft soll ich meinem Bruder, der gegen mich sündigt, vergeben? Bis siebenmal?
22 Jesus spricht zu ihm: Ich sage dir: Nicht bis siebenmal, sondern bis siebzigmal sieben⟨mal⟩[14]!
23 Deswegen ist es mit dem Reich[15] der Himmel wie[16] mit einem König, der mit seinen Knechten[17] abrechnen wollte.
24 Als er aber anfing abzurechnen, wurde einer zu ihm gebracht, der zehntausend Talente[18] schuldete.
25 Da er aber nicht zahlen konnte, befahl der Herr, ihn und seine Frau und die Kinder und alles, was er hatte, zu verkaufen und ⟨damit⟩ zu bezahlen.
26 Der Knecht nun fiel nieder, bat ihn kniefällig und sprach: Herr, habe Geduld mit mir, und ich will dir alles bezahlen.
27 Der Herr jenes Knechtes aber wurde innerlich bewegt, gab ihn los und erließ ihm das Darlehen.
28 Jener Knecht aber ging hinaus und fand einen seiner Mitknechte, der ihm hundert Denare[19] schuldig war. Und er ergriff und würgte ihn und sprach: Bezahle, wenn du etwas schuldig bist!
29 Sein Mitknecht nun fiel nieder und bat ihn und sprach: Habe Geduld mit mir, und ich will dir bezahlen.
30 Er aber wollte nicht, sondern ging hin und warf ihn ins Gefängnis, bis er die Schuld bezahlt habe.
31 Als aber seine Mitknechte sahen, was geschehen war, wurden sie sehr betrübt und gingen und berichteten ihrem Herrn alles, was geschehen war.
32 Da rief ihn sein Herr herbei und spricht zu ihm: Böser Knecht! Jene ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich batest.
33 Solltest nicht auch du dich deines Mitknechtes erbarmt haben, wie auch ich mich deiner erbarmt habe?
34 Und sein Herr wurde zornig und überlieferte ihn den Folterknechten, bis er alles bezahlt habe, was er ihm schuldig war.
35 So wird auch mein himmlischer Vater euch tun, wenn ihr nicht ein jeder seinem Bruder von Herzen vergebt.

0

Was willst Du mir jetzt damit sagen??

Ich weiß, was in der Bibel steht.

Bitte lies doch meinen Eingangspost nochmal, vllt verstehst Du dann MICH auch...

0


@meerblau 

Hier laufen im Moment alle posts irgendwie durcheinander...

Da ich Bibelverse verwendet habe, vermute ich, dass du mit diesem deinem Post mich meinst.

Also ganz kurz und bündig:  Unter Schätze im Himmel verstehe ich nicht automatisch Geld und Geld geben, sich unter Druck setzen lassen, Geld zu geben.  Daher habe ich Gnade, Vergebung und Barmherzigkeit angeführt, und im Ergänzungspost dann Grenzen setzen, wo sie hingehören. 

 

 

0

Ja, hier laufen wirklich alle Posts durcheinander, schade, da kennt man sich gar nicht mehr aus.

Unter Schätze im Himmel sammeln stell ich mir vor (ich hab das übrigens in einem Gottesdienst als Thema der Predigt am Sonntag aufgeschnappt und es gab mir auch zu denken), dass man sozusagen sich im Himmel schon mal eine Heimstatt irgendwie schafft, wo man dann hinkommt, vllt wo man dann "erkannt" wird/ist, weil....ja, was wohl??? Jesus sagte ja, schafft Euch Schätze im Himmel, die werden von den Motten nicht zerfressen.

Aber, wenn das eben was mit LEISTUNG zu tun hat, wird es schwer für mich...(siehe mein Eingangspost). Aber andererseits habe ich ja hier in einem Post von der alten einsamen Frau im Altenheim gelesen, die so viel für andere geleistet hat. Hat die jetzt Schätze im Himmel (auch wenn sie von ihren Mitmenschen allein gelassen wird?).

Ich denke, letztendlich ist es so, dass man immer nach bestem Wissen und Gewissen das tun oder lassen sollte, was einem die innere Stimme (jauch Gott bei mir) sagt, wo ich das Gefühl habe, das ist richtig, auch und v.a. für mich erst mal, weil, wie hier auch jemand schrieb: Liebe Deinen Nächsten, WIE DICH SELBST, denn es stimmt, aus einem leeren Krug kann man nix schöpfen.

Lg Meerblau

 

0


Das ist wirklich schön, was Du da schreibst. Du meinst also, Schätze im Himmel sammeln, ist alles, was einem guttut und glücklich macht im jetzigen Leben? Das gibt mir ein gutes Gefühl. Danke.

0

Hallo @meerblau:

Wenn du eine Diskussion oder ein wirkliches Gespräch suchst darüber, solltest du die Frage eher noch mal in einem anderen Forum stellen. Hier bist du im "Q&A Glaubensfragen" gelandet. Dieses Forum trägt den Hinweis:

Du fragst, unsere Community antwortet. Hier bitte keine Diskussionen, sondern möglichst nur auf die Frage antworten.
🙂
0


Deine Antwort ist toll. Da gäbe/könnte ich soviel dazu sagen, aber ich will mich da jetzt nicht noch mehr ausbreiten, es hat ja schon eine Kritik gegeben, dass das hier kein Diskussionsforum ist, sondern nur ein Forum für eine Frage mit einer Antwort.

Nur soviel: Ja, ich habe viel gearbeitet und erlebt, aber auch bekommen in diesen Jahren der Therapie. Und ich habe viel gelernt, was ich sonst wohl nie gelernt hätte, Gott sei Dank kann ich da nur sagen!! Und ich konnte deswegen auch schon viel weiter geben und kann viel erkennen dadurch. Ich bin aber nicht aus der Psychoseecke, nur zur Information

Lg

Meerblau

0
Antwort
Seite 2 / 3
Teilen:

Hey du!

Dieses Forum ist für dich kostenlos.
Das funktioniert nur, weil uns treue Menschen regelmäßig mit ihrer Spende unterstützen.
Bist du dabei?