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Zurück zu Gott finden? (Trigger: Verlust des ungeborenen Kindes)

  

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Antwort

Hallo liebe Community,

ich war eigentlich immer fest von einem liebenden Gott überzeugt, doch mir fällt es gerade wahnsinnig schwer, zu glauben. Ich würde so gerne wieder eine engere Verbindung zu Gott & Jesus aufbauen - vielleicht könnt ihr mir ja irgendwie helfen oder einen anderen Blickwinkel auf meine Situation bekommen?

Die letzten Monate bzw. das letzte Jahr war sehr schwierig für uns. Neben kleinen Schicksalsschlägen kamen auch mehrere Todesfälle, u.a. der Tod meines Schwiegervaters und unseres geliebten Haustieres (ja, für uns ist auch ein Tier ein Familienmitglied) dazu. 

Ich habe bei allem nie an Gott gezweifelt - jetzt kam es vor zwei Monaten dazu, dass ich unser Baby in der Frühschwangerschaft verloren habe - ohne Grund, das Herz hat einfach aufgehört zu schlagen und ich musste letztendlich operiert werden. In der Narkose war ich einfach "weg" - kein Traum, kein Zeichen, nichts. 

Seitdem fällt es mir soo wahnsinnig schwer, an Gott zu glauben - warum lässt er so etwas zu? 

Ich möchte mich nicht groß in den Himmel "loben", aber ich arbeite im sozialen Bereich, studiere nebenbei, um später einmal gezielt Menschen mit Problemen helfen zu können und bin sehr engagiert im Tierschutz - auch mein Freund ist einer der tollsten und liebenswertesten Menschen, die es gibt (wenn auch selbst nicht gläubig). Natürlich haben wir auch unsere Fehler und sind alles andere, als perfekt. Aber wir geben unser bestes und ich würde uns auf keinen Fall als schlechte Menschen bezeichenen.

Warum verdienen wir so etwas? Ist es eine "Strafe" für irgendetwas?

ich bin kein typischer Kirchengänger, sondern habe immer eher im stillen, z.B. jeden Abend, das Gebet gesucht. Mittlerweile ist das die Ausnahme und es kommt mir irgendwie "falsch" vor, als wäre keine Verbindung mehr da und ich fühle mich einfach verlassen.

Vor ein paar Wochen habe ich, kurz bevor es Dunkel wurde, eine Sternechnuppe (es waren sonst keine Sterne am Himmel) gesehen, die gerade vor mir runterfiel. Das wollte ich so gerne als Zeichen interpretieren, da wir das Kleine auch "Sternchen" nannten (auch, als es noch lebte). 

Die wichtigste Frage für mich persönlich wäre natürlich neben meinem "Rückweg" zu Gott (wie finde ich diesen?), ob auch nichtgeborene Kinder in den "Himmel" kommen? Das hört sich nach einer sehr kindlichen Frage an, aber sollte dies nicht der Fall sein - was würde ich ohne mein Baby dort wollen? Habe dazu folgende Seite gefunden, aber im Internet steht darüber nicht sehr viel.

https://www.google.com/amp/s/www.keine-tricks-nur-jesus.de/2014-04/kommen-tote-kinder-den-himmel.html/amp

Tut mir sehr leid für den langen Text, aber es tut gut, sich das mal von der Seele zu schreiben. 

Vielleicht habt ihr ja ein paar Antworten und Tipps für mich. 

Liebe Grüße 

2 Antworten
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Liebe EWP,

sehr gerne - wenn du magst - möchte ich mich gerne symbolisch neben dich sitzen, mit dir mitfühlen, dein Leid und deine Fragen mit dir aushalten. Und Gott? So wie ich Glaube lebe und verstehe, sitzt Er dir und mir gegenüber, will uns in allem Begleiter, Tröster, Antwort sein und Seine liebevolle Herrschaft in uns aufrichten. Und ich denke daran, wie Christus sich als Weg, Wahrheit und Leben bezeichnet - unabhängig davon, was wir gerade verstehen und fühlen.

Liebe Grüße zurück und geh deinen Weg weiter, das wünsch ich dir, im Vertrauen auf Gott, der dich, deinen Freund und euer Sternchen* liebt.

Seidenlaubenvogel

* In den Sinn kommt mir Psalm 139 ab Vers 12 mit: Denn auch Finsternis ist nicht finster bei dir, und die Nacht leuchtet wie der Tag, Finsternis ist wie das Licht. Denn du hast meine Nieren bereitet und hast mich gebildet im Mutterleib. Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke, und das erkennt meine Seele wohl.…


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Der Verlust eines Kindes, geboren oder noch ungeboren ist so schmerzhaft, dass es Zeit braucht, vor allem mit dem Papa im Himmel, der es zugelassen und nicht verhindert hat, um zu verstehen oder zumindest darüber Frieden zu finden. Das braucht Zeit. Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du - sicher nach einem Prozess - dazu kommst, Ja zu Gottes Weg sagen zu können in dem Wissen, dass Er trotzdem gut ist, auch wenn ich es nicht verstehe.

Ich möchte Dir von einem Zeugnis erzählen, das ich gelesen abe und das Dir die Frage beantwortet, ob auch ungeborene Kinder bei Gott sind und Du Dein Kind wiedersehen wirst:

Eine Frau hatte Krebs im Endstadium und war so mit Morphium zugedröhnt, dass sie mit der Außenwelt nicht mehr kommunizieren konnte. In dieser Phase hatte sie eine Vision von zwei jungen Menschen, die ihren Namen sagten und sie baten, ihrer Mutter zu sagen, dass alles gut sei. Wider alle Erwartungen - vor allem der Ärzte - starb sie nicht, sondern die Metastasen verschwanden und der Krebsherd bildete sich langsam zurück und verschwand schließlich auch. Als sie wieder gesund war, wusste sie immer noch um den Auftrag der jungen Frau und des jungen Mannes an die Mutter. Sie wusste seltsamerweise auch, wer diese Mutter war - eine Frau aus ihrer Gemeinde - und ging zu ihr hin. Als sie die Namen der beiden jungen Menschen nannte, war die Mutter fassungslos und erzählte: Sie hatte, bevor sie zum Glauben kam, zwei Abtreibungen. Seid sie gläubig war, lag das wie als eine schwere Last auf ihrer Seele und es trieb sie um, wo diese beiden Kinder wohl sein könnten. Sie hatte den beiden Föten sogar Namen gegeben, aber außer ihr wusste niemand diese Namen. Als sie die Nachricht ihrer Kinder hörte, fiel diese Last ab und sie hatte Frieden über dem, was sie getan und Gott ihr vergeben hatte. Und nun hatte er ihr auch noch gesagt, dass sie bei ihm sind, und sie würde sie dort einmal sehen.

Sei gesegnet und getröstet.

Liebe Grüße

Clay

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