Anfechtung oder Got...
 
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Anfechtung oder Gottes Stimme?


Nadinsche1230
Themenstarter
Beiträge : 39

Hallo alle zusammen

Ich muss ein wenig ausholen, damit ihr mein Anliegen versteht. Damit es nicht zu lang ist, schreibe ich ein paar Ausführungen in Stichpunkten:

- Trennung von Partner Ende März (Beziehung ging 2,5 J.)
- der gemeinsame Hund wurde auf mich überschrieben
- habe einen Sohn (10 J.) mit einer geistigen Behinderung und frühkindlichem Autismus
- Vater kümmert sich kaum
- ich lebe übergangsweise aufstockend vom Jobcenter. Durch das Pflegegeld komme ich aber gut hin. Auch die Haltung des Hundes (wiegt nur 4 kg) ist dadurch gesichert. Zudem ist er Kranken- und OP-versichert.
- bin selbstständig und dadurch flexibel. Die meisten Aufträge hab ich, wenn mein Sohn schläft und hier sowieso eine Babysitterin für meinen Sohn anwesend ist. Der Hund ist dadurch so gut wie nie alleine. Höchstens 3 Stunden ein bis zwei Mal in der Woche. Ansonsten bin ich immer um ihn rum, was auch ganz gut ist, denn er kann mit seinen 8 Monaten noch nicht verlässlich alleine bleiben, jault dann viel. Das wird aber gerade trainiert, daher ist das hier nicht der Fokus meines Anliegens.

Das Anliegen ist wie folgt: Der Hund tut mir gut. Ist mega pflegeleicht und anspruchslos. Trotzdem hab ich aber das Gefühl, dass ich ihn abgeben soll. Da ich dafür aber keinen Grund erkennen kann, frage ich mich nun, ob das Anfechtungen vom Feind sind, denn warum sollte Gott wollen, dass ich den Kleinen abgebe, zumal das für den Hund und für uns alle nicht gut wäre. Wenn Gott das möchte, tue ich es natürlich, da ich ihn ohne Kompromisse nachfolgen möchte, aber ich versuche gerade herauszufinden, was Sache diesbezüglich ist.

Man könnte jetzt denken, der Hund wäre eine Art "zusätzliche Baustelle", aber das ist er nicht. Und ich hab ihn echt lieb. Er steht nicht an erster Stelle, denn das ist Gott für mich und wenn das noch nicht so ist, dann will ich das noch unbedingt hinkriegen, dass Gott an erster Stelle steht.

In diesem Zusammenhang möchte ich erwähnen, dass ich vor einigen Jahren mal an Zwangsgedanken, extremen Trennungsängsten und Bindungsstörungen litt. Vor allem ersteres hab ich durch Gesprächstherapie mit Hilfe einer Psychologin unter die Füße gekriegt - glaube ich zumindest, denn im Grunde genommen sind meine vorliegenden Gedanken doch nichts anderes wie Zwangsgedanken, oder?

Bitte keine Erwähnungen bzgl. Jobcenter und Hundehaltung und wie man sich das leisten kann. Der Hund war da, bevor ich Sozialleistungen beantragte und diese erhalte ich auch nur vorübergehend, damit meine Selbstständigkeit hier im neuen Ort wieder anläuft. Unser Lebensunterhalt ist gesichert - dank des zusätzlichen Pflegegelds. Ansonsten würde es natürlich bei Hartz 4 knapp werden, wenn man als Alleinerziehende auch noch einen Hund hat. Hier läuft es aber - Gott sei Dank! - gut.
Meine Priorität ist natürlich, schnellstmöglich kein Sozialempfänger mehr zu sein, da ich nicht vom Staat abhängig sein möchte.

Ich hoffe, ihr könnt mir helfen, zu ergründen, was die komischen Gedanken bedeuten sollen. Natürlich hab ich Gott schon gefragt, aber ich werde noch immer nicht schlau draus.

Danke für all eure Hilfe.

LG

Antwort
7 Antworten
Deborah71
Beiträge : 16226

@nadinsche1230  Hat jemand aus deinem Umfeld mal geäussert, dass er/sie den Hund gerne hätte? Wie steht die Babysitterin zum Hund?

Wenn du Zweifel hast, dass es Gott ist, der hinter den Gedanken steckt, dann ist es nicht Gott. Sein Reden ist klar.

deborah71 antworten
2 Antworten
Nadinsche1230
(@nadinsche1230)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 39
Veröffentlicht von: @deborah71

@nadinsche1230  Hat jemand aus deinem Umfeld mal geäussert, dass er/sie den Hund gerne hätte? Wie steht die Babysitterin zum Hund?

Wenn du Zweifel hast, dass es Gott ist, der hinter den Gedanken steckt, dann ist es nicht Gott. Sein Reden ist klar.

Also fast jeder Fremde, den ich treffe, sagt zu meinem Hund: "Ich könnte den sofort mitnehmen, so süß ist der."

Mit meinem Ex hab ich ausgemacht, dass - wenn ich mich irgendwann mal vom Hund trennen sollte - er ihn bekommt. Aber ich hab zu ihm keinen Kontakt mehr und möchte auch keinen Kontakt.

Die Babysitterin ist neutral gegenüber dem Hund eingestellt. Er nervt sie nicht oder dergleichen. Allerdings ist Sammy auch jedem Menschen sehr aufgeschlossen und freundlich gegenüber.

 

Hat jemand aus deinem Umfeld mal geäussert, dass er/sie den Hund gerne hätte?

Magst du mir den Grund für die Frage sagen?

nadinsche1230 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16226

@nadinsche1230 Magst du mir den Grund für die Frage sagen? 

Ja. Manche Menschen versuchen durch Gedankenkraft etwas zu bekommen. Andere wiederum beten sogar, dass ihre Wünsche erfüllt werden ohne Rücksicht auf denjenigen, dem Hund, Katze,  Auto....was auch immer gehören. Das Gegenteil gibt es auch: sie stören sich an dem Hund und versuchen in Richtung loswerden ihr Wunschkino.

Dass der Hund allgemein als süß bezeichnet wird, wie du beschreibst, fällt da nicht drunter.

deborah71 antworten


lhoovpee
Beiträge : 2227

@nadinsche1230 Nicht alle Gedanken, die wir Menschen so haben sind von Gott oder eine Anfeindung. Manchmal sind es auch einfach nur sinnlose Gedanken. 

Wenn dir der Hund gut tut und es dem Hund gut geht, dann sehe ich kein Grund ihn abzugeben. 

Ich kann noch nicht ganz nachvollziehen, wie stark diese Gedanken sind von den du sprichst. Ich weiß auch nicht, was Zwangsgedanken sind. Sofern sich diese Gedanken so anfühlen wie deine früheren Zwangsgedanken, könntest du entsprechende Hilfe in Anspruch nehmen. Hast du noch Kontakt zu deiner Psychologin? Ich denke nicht, dass in diesen Forum das irgend jemand beurteilen kann.

Ich wünsche dir Alles Gute.

lhoovpee antworten
bepe0905
Beiträge : 1133
Veröffentlicht von: @deborah71

Wenn du Zweifel hast, dass es Gott ist, der hinter den Gedanken steckt, dann ist es nicht Gott. Sein Reden ist klar.

Genau so sehe ich es auch.
Liebe(s) Nadinsche - Lass dich nicht verwirren! Wenn du mir dem Hund glücklich bist, dann soll es so sein!

bepe0905 antworten


billy-shears
Beiträge : 1495
Veröffentlicht von: @nadinsche1230

Da ich dafür aber keinen Grund erkennen kann, frage ich mich nun, ob das Anfechtungen vom Feind sind, denn warum sollte Gott wollen, dass ich den Kleinen abgebe

Warum sollte sich Gott oder "der Feind" dafür interessieren ob nadinsche1230 einen Hund hat oder nicht? Haben die keine anderen Sorgen?

Find Du doch erstmal für Dich heraus was Du willst, dann kannst ja immernoch schauen ob das einen von den beiden wirklich interessiert.

billy-shears antworten
Tineli
 Tineli
Beiträge : 1372

Liebes Nadinsche,

andere haben dir ja schon gesagt: Wenn dir der Hund gut tut und wenn es auch sonst keinen rationalen Grund gibt, den Hund abzugeben, dann glaube ich auch nicht, dass Gott dir dazu rät. Er hat Gutes für uns im Sinn! Aber es mag einen inneren Grund für diese Stimme geben.

Frag doch mal diese innere Stimme, die dir rät, den Hund abzugeben, *wozu* du den Hund abgeben sollst. Was ist der Grund dahinter? Und lass es auch zu, wenn die Antwort darauf irgendwie "schräg" erscheint. Das könnte z.B. sein: "Mir darf es nicht gut gehen." "Sowas hab ich nicht verdient." "Was denken denn die Leute?" oder vielleicht was ganz anderes. Vielleicht kommst du dem so auf die Spur, warum da im Inneren etwas der Meinung ist, dass du den Hund besser abgibst. Und kannst dann daran anknüpfen und weiterdenken. z.B. "Warum darf es mir nicht gut gehen, was ist wenn es mir gut geht?" oder "Was hab ich denn verdient?" oder "warum ist es so wichtig, was die Leute denken?" Sei aber achtsam mit dir, solche Fragen können auch schnell aus dem Ruder laufen. Wenn du merkst, dass es dir zu viel wird, dann block es auch einfach wieder ab und stell dich auf das, was die anderen gesagt haben: Du darfst den Hund gern haben, wenn er dir guttut (und auch deinem Sohn guttut).

Liebe Grüße

Tineli

tineli antworten


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