Ein anderer werden
Wenn es darum geht, dass sich ein Mensch grundlegend von böse zu gut verändert, wird regelmäßig gesagt, dass das nur mit Jesus möglich ist.
Nun habe ich vor drei oder 4 Tagen einen Bericht über ein amerikanisches Gefängnis gesehen, das in einem Teil wie tausend andere Gefängnisse auch geführt wird - mit allen innerkriminellen Vorkommnissen, und ein anderer Teil, in dem ebenfalls hochkriminelle Insassen waren (Mörder, Vergewaltiger), bei denen so etwas seit Jahren nicht mehr passiert ist.
In diesem Teil gab es überhaupt keine Wärter und abgeschlossenen Zellen, die Insassen konnten hingehen, wohin sie wollten, auch nach draußen innerhalb des Gefängnisgeländes. Sie haben sich selbst organisiert und das offenbar hervorragend. Eine von ihnen sagte: "ich habe hier gelernt, dass es nicht nur um mich geht, sondern auch um andere. Wir helfen uns hier gegenseitig."
Wie ist das möglich, wenn das angeblich nur mit Jesus geht?
Veröffentlicht von: @queequegWenn es darum geht, dass sich ein Mensch grundlegend von böse zu gut verändert, wird regelmäßig gesagt, dass das nur mit Jesus möglich ist.
Wie ist das möglich, wenn das angeblich nur mit Jesus geht?
Was immer da gut funktioniert (hat) und die Gründe dafür sind - die Frage, ob und wie und warum Menschen "sich zum Guten" verändern können, ist sicherlich eine komplexe Frage.
Nicht nur im christlichen Bereich gibt es menschliche "Verwandlungen", d.h. Neuorientierungen zum Guten & Heilsamen, individueller und kollektiver Art.
"Bekehrungsgeschichten", in denen Menschen "neu" werden, die gibt es auch da, wo sie in anderen religiösen Kontexten, "Muslim, Buddhist u.a.werden" und dadurch zum Guten finden, sich völlig verändern, sich "wie neugeboren" erleben und ein "neues Leben" führen. Und auch in der Therapie und in gruppendynamischen Prozessen gibt es Neuwerdungen, die damit zusammenhängen, dass Menschen Alternativen erfahren, die funktionieren und dadurch Kreisläufe von positiver Erfüllung, Motivation und Gelingen in Gang kommen.
Wo immer das geschieht, natürlich auch, wo Menschen zu Jesus finden, ist dies wunderbar.
L'Chaim
Wie ist das möglich, wenn das angeblich nur mit Jesus geht?
Das wundert mich auch…vor allem dass keine Hierarchie entstanden ist bei der Selbstorganisation.
vor allem dass keine Hierarchie entstanden ist bei der Selbstorganisation.
Naja, die Leute haben ja zum einen Knasterfahrung. Zum anderen werden sie ausgewählt. Nicht jeder darf da mitmachen. Das wird auf der Beurteilung durch Wachen und Psychologen und was weiß ich noch, beruhen.
Und es wird vermutlich allen Teilnehmern klar sein, dass das funktionieren muss. Als Gruppe und jeder für die Gruppe. Ich denke, da werden sicherlich auch ein zwei „Neubekehrte“ dabei sein. Gibt ja einige, die in Gefangenschaft zu Jesus finden.
Und die werden sicherlich auch vorbereitet und nicht einfach so „Jetzt wurschtelt mal schön vor euch hin“ da rein gesteckt im Glauben, dass die plötzlich alle Englein wären.
Aber es ist eben auch ein Anreiz da. Man hat eben eine gewisse Freiheit und man kann schon mal ein wenig üben. Und wenn man das missbraucht, sind die Konsequenzen vermutlich nicht ohne.
Ob das dann wirklich immer so toll läuft, wie beschrieben, ist nochmal was anderes.
Nein, da wird ja massiv auf die Leute eingewirkt und es sind Wärter da. Das alles gab es in meinem Beispiel nicht
Uff. Ich habe jetzt fast eine Stunde gesucht. Es wurde vorgestern um 20:15 Uhr von NTV ausgestrahlt, aber von RTL+ erstellt.
Man kann sie wohl nur über RTL+ anschauen, wenn man da angemeldet ist.
Das hier?
Ich kann es leider morgen erst morgen nochmals sehen.
Minute 34:24 etwa , Quentin hat eine Bibel im Regal. Soweit habe ich bis jetzt gesehen.
Ja, Jesus ist da... und einige scheinen das im Resozialisierungsprogramm mit einzubeziehen.
Was mir bis jetzt deutlich geworden ist: die Häftlinge fürs Dynamoprogramm werden mit Würde behandelt. Das macht sehr viel aus.
Sich ändern: gelebte Nächstenliebe und Peergroup helfen dabei; Zugang zur Bibel, dass Gott zu Wort kommen kann. Das bestreicht zwei wichtige Ebenen: Miteinander und Herzenshaltung.
Ich bin gespannt, was dich anspricht, wenn du das video ein zweites Mal siehst.
Wir werden sehen. Ein Umgang in Würde und Nächstenliebe ist aber sicher kein Alleinstellungsmerkmal christlichen Lebens.
Ein Umgang in Würde und Nächstenliebe ist aber sicher kein Alleinstellungsmerkmal christlichen Lebens.
Das habe ich nicht geschrieben. Ich habe aber die beiden Punkte nicht genau getrennt beleuchtet.
1) Der Umgang mit Gefangenen ist in amerikanischen Gefängnissen normalerweise haarsträubend. Davon hebt sich das Dynamoprogramm wohltuend ab.
2) Ob und wieweit Jesus im Gefängnis Einfluß genommen hat, können wir nicht definitiv sagen. Auffällig ist nur, dass im Bericht deutlich auf die kurzen Einblendungen und Bezugnahmen auf Bibellesen als positiv genommen wurde. Im Restteil, den ich gestern abend noch gesehen habe, kam nochmal eine Erwähnung, wo ein junger Mann davon sprach, dass er einen Bezug sieht zu seiner täglichen Bibellese und der Verhindernung von Rückfällig werden.
Es wird wohl auch Gefängnisseelsorger geben, Briefschreiber mit Langszeitgefangenen, Erlaubnis eine Bibel zu besitzen.
Also deine Bemerkung, dass die Gefangenen sich ganz ohne Jesus geändert hätten, trifft nicht zu. Denn auch im Miteinander und drüber reden bewegt sich etwas.
Ich habe teilweise Berichte gelesen und videos gesehen, als Torben Sondergaard in USA , fälschlich angeklagt, über ein Jahr in einem Gefängnis gehalten wurde. Durch sein Wirken dort nach dem ersten Schock haben sich viele Gefangene bekehrt und bei Verlegung in ein anderes Gefängnis die Botschaft und das neue Leben weitergetragen.
Das bestreite ich ja auch nicht. Ich bestreite aber, dass es nur so ist.
Das was ein Mensch nie aus eigener Kraft vollbringen kann, ist die Geburt von oben (Johannesevangelium). Das geht nicht ohne Jesus und sein Werk am Kreuz.
Denkmuster verändern, Verhaltensweisen ändern, in wohltuender Gemeinschaft Fortschritte in innerer Heilung machen, das können Menschen auch so mit therapeutischer Hilfe.
Das sieht man ja nun im Dynamo-Programm. Auch wenn einige Szenen Bibel und Glaubensaussagen einspielen, so ist ja nicht jeder der Dynamogruppe von oben geborener Christ.
Hatte gar nicht mitbekommen, dass du da schon etwas geguckt hast. War so ins Suchen vertieft gewesen mit eigenen Ablenkungen, da hab ich das gar nicht mehr mitbekommen. 😅
Das mit der Bibel bestätigt mir, dass in Gefangenschaft immer mal wieder Menschen zu Jesus finden, Er sich ihnen zeigt.
Hab vor vielen vielen Jahren schon mal was beim Weltspiegel? gesehen, da ging es auch um ein Gefängnis und Umkehr durch Glauben und bessere Haftbedingungen. Müsste mal nachforschen.
Na ja, eine Bibel kann wohl kaum als Beleg dafür dienen, dass die Leute zu Jesus gefunden haben.
Und wenn, ob das lediglich die Show ist, um Erleichterung der Haftbedingungen zu bekommen, ist auch noch die Frage.
Na ja, eine Bibel kann wohl kaum als Beleg dafür dienen, dass die Leute zu Jesus gefunden haben.
Naja, das kommt aber tatsächlich vor. So mancher begab sich vom Knast auf die Kanzel.
Und wenn, ob das lediglich die Show ist, um Erleichterung der Haftbedingungen zu bekommen, ist auch noch die Frage.
Sicher, auf das Motiv kommt es an. Die Zeit wird es zeigen.
Ich kenne mehrere Leute, die im Knast gläubig wurden.
Und denen es ernst war. Das dann in Freiheit zu leben, mit allen Verletzungen und neuen Herausforderungen ist dann häufig schwerer, als für Otto Normal Christ, der auch schon oft genug Schwierigkeiten hat, sein Leben komplett an Gott zu übergeben und Ihn machen zu lassen.
Einerseits ist der Schritt, sich Gott „auszuliefern“ leichter, wenn man eh schon komplett am Boden ist und keine Hoffnung mehr hat. Aber das alte Leben mit aller Schuld und allem was man an Falschem übernommen hat, Verhaltensmuster, Denkweisen, durch ein neues Leben ersetzen zu lassen, dem neuen Leben Raum zu geben, ist nochmal viel schwieriger. Dazu kommen die Verletzungen, die die meisten Schwerkriminellen schon früh erleben mussten. Wunden müssen versorgt, Vergebung muss ausgesprochen und eigene Schuld bekannt werden.
Dazu kommt, wo gehe ich als Neubekehrter und ehemaliger Knacki hin, um Gemeinschaft zu haben?
Wo kann ich vertrauen? Darf ich mich outen? Berechtigte Angst vor Ablehnung und nicht ganz verheilte Wunden führen dann auch schon mal zu Rückfällen (Sucht) oder ein Wiedereinlassen auf kriminelle Machenschaften. Leider.
Ja, sicher gibt es so etwas. Aber ich glaube nicht, dass das "von oben" kommt, sondern Ergebnisse ganz irdischer psychosozialer Zusammenhänge sind. Insbesondere das Gefühl haben zu können, irgendwo dazu gehören zu können.
Nur, wer gibt jemandem, der nie irgendwo dazugehörte dieses Gefühl? Wer kann ein nicht vorhandenes Urvertrauen aufbauen?
Ich kann glauben, dass Gott mich in meiner Einzigartigkeit geschaffen hat und mich liebt. Ich jetzt zu Ihm gehöre. So sehr hat er mich gewollt, dass er einen Teil von sich dafür hergegeben hat.
Das kann ich in der Bibel finden und nachlesen, wenn ich das mal wieder „hören“ muss.
Und darauf kann ich mich verlassen.
Auch „irdische psychosoziale Zusammenhänge“ wie du es nennst, kommen irgendwoher und nicht aus dem Nichts.
Urvertrauen:
Gestern wurde der Estrich auf die Fußbodenheizung gegossen. Unter der Fußbodenheizung war eine Betonplatte gegossen vor einiger Zeit. Währen der Sanierung kam ein Holzboden zum Vorschein, unter dem Bauschutt verfüllt war, den wür mühsam entfernen lassen mussten.
Das war mir gestern ein starkes Bild auf einen zerbrochenen Urvertrauensboden und die Wiederherstellung des Urvertrauens.
Die Zerstörung des Urvertrauens betraf eine nahestehende Person und diese konnte mit dem Beispiel sehr viel anfangen. Die Person vergab dann ihren Eltern, dass sie deren Urvertrauen zerbrochen hatten und bat Gott, einen neuen Urvertrauenboden einzuziehen. Nach dem Amen kam neuer Frieden und ein Sicherheitsgefühl in der Person hoch und sie entspannte sich zusehends und berichtete das auch.
Danke dafür. Ja, Gott kann.
Als Baby habe ich die ersten Wochen alleine im KH verbracht. Das weiß ich aus meinem Babypass und der Aussage meiner Oma, dass sie meine Eltern bei deren ersten Besuch bei ihr nach meiner Geburt, gefragt habe, wo sie denn „das Kind gelassen“ hätten. Worauf die sich nur gegenseitig angesehen hätten. Ich vermute inzwischen, dass ich zur Beobachtung dort blieb und/oder Entgiftung. Meine Mutter nahm (wenn sie nicht-stationär war und nicht gerade in einer manischen Phase steckte) starke Medikamente wegen ihrer Bipolarität. Und irgendwie blieb ihre Schwangerschaft wohl länger „unentdeckt“. Beide hatten sich zwischenzeitlich auch schon getrennt. Also habe ich mir zusammen gereimt, dass sie weiterhin Medikamente nahm und wohl auch hin und wieder Alkohol trank und keiner wusste, ob bzw. welche körperlichen Auswirkungen das für mich hatte. Vielleicht gab es dort gute Schwestern? Meine Eltern werden mich wohl eher weniger besucht haben.
Später, in den ersten Monaten wurde ich von meiner Mutter wohl eher nach Lust und Laune versorgt. Mein Vater war die Woche über auf Montage. Irgendwann hab ich wohl länger nichts zu essen bekommen und er bekam das mit und brachte meine Mutter und mich zu seiner Mutter.
Irgendwann „ging“ meine Mutter, weil mein Vater sich von ihr trennte und kein Zusammenleben mit Kind möglich war. Ich blieb dann bei Oma. Auch nachdem er wieder geheiratet hatte.
Meine Oma aber hatte ihre eigenen Wunden (wie schon mal erwähnt) Von sechs Wochen Kinderkur vor der Einschulung ohne jemanden zu kennen, und ohne Besuch in der Zeit, ganz zu schweigen.
Ich habe Gott (nach meinen Möglichkeiten) später beim Wort genommen. Sein Ja zu mir festgehalten. Manchmal verkrampft und manchmal auch trotzig. Dass ich heute lebe und ich mein Leben und mich selbst annehmen kann (immer besser) verdanke ich alleine Ihm. Auch das Gefühl, dankbar zu sein, leben zu können, wächst.
Ja, Gott kann. So oder so. Aber Er kann und Er tut‘s auch.
Jes 49,15 Kann auch eine Frau ihr Kindlein vergessen, dass sie sich nicht erbarme über den Sohn (die Tochter) ihres Leibes? Und ob sie seiner (ihrer) vergäße, so will ICH (JHWH) doch deiner nicht vergessen.
Sei ermutigt und getragen, weil ER dich gewollt und zum Segen gesetzt hat. ❤️
Sicher kannst Du das glauben. Aber dass Du und eine Reihe anderer Menschen das glauben, bedeutet ja nicht, dass es auch so ist.
Und die psychosozialen Zusammenhänge kommen aus Erlebnisse und Entwicklungen der Menschen.
Ich bin überzeugt, dass tiefe innere Heilung nur von Gott kommt. Dass das Annehmen können von Seinem Ja zum einzelnen Menschen, das Öffnen für Seine Liebe, das ist, was wahrhaftig heilt und nachhaltig ist. Die Psychologie versucht viel, vermutet viel und kann auch einiges. Aber sie bewirkt keine Wunder.
Wenn es darum geht, dass sich ein Mensch grundlegend von böse zu gut verändert, wird regelmäßig gesagt, dass das nur mit Jesus möglich ist.
Jaein, es gibt im Blick auf Veränderung nicht nur diese eine Wahrheit. Das heißt, nicht alles ist uns möglich, aber doch eine ganze Menge.
Vielleicht wirkt ja Jesus ohne seinen Namen dabei zu plakatieren? Weil das Herz wichtiger ist als die Marke? Weil er der Weg ist, aber der Weg manchmal gegangen wird ohne ihn zu benennen?
@seramis1 Nun, weil ich solche Entwicklungen auch ohne religiösen Hintergrund für möglich halte.
Denkbar, dass es sozusagen inkognito von Jesus gesteuert wurde, kann man natürlich als Erklärung für die Veränderung von Menschen heranziehen. Aber das müsste dann auch bei allen möglichen anderen Ereignisse so sein.
Ich habe mal Google befragt und folgende Info erhalten:
. In dem Programm werden ältere, langjährige Häftlinge ausgewählt, um eine eigenständige Gemeinschaft zu bilden, die mehr Autonomie und Verantwortung hat. Sie erhalten Zugang zu Ausstattungen wie einem Aufenthaltsraum, können ihre Zellen selbst gestalten und sind für die Instandhaltung ihrer Bereiche verantwortlich.
- Ziele: Das Programm soll einen positiven, respektvollen und kooperativen Umfeld schaffen, indem es den Häftlingen mehr Verantwortung und Autonomie gibt.
- Teilnehmer: Es wurden 14 ausgewählte Häftlinge, die seit Jahrzehnten inhaftiert sind, für das Programm ausgewählt.
- Eigenständigkeit: Die Teilnehmer haben ihren eigenen Schlüssel zu ihrer Wohneinheit und können sich frei bewegen. Sie sind für die Instandhaltung der Räumlichkeiten, wie das Mähen des Rasens, verantwortlich und müssen sich um ihre eigenen Termine kümmern.
- Ausstattung: Die Wohneinheit ist mit Annehmlichkeiten wie einem Aufenthaltsraum mit Sofa, Fernseher, Waschmaschine, Trockner, Kühlschrank und Eismaschine ausgestattet.
- Ergebnisse: Laut Gefängnisleitung haben die Ergebnisse bisher "erstaunlich" positive Auswirkungen, darunter null Kämpfe und keine Drogen oder Verstöße im Programm. Die positive Atmosphäre soll auch die allgemeine Stimmung im gesamten Gefängnis verbessern.
Da kommt also nicht jeder rein und die haben wohl alle schon eine Weile „Standard“ Knast hinter sich.
Soweit Googles KI
Man kann ja durchaus einsehen, dass man etwas falsches gemacht hat und sein Verhalten in Teilen ändern oder von manchem lassen. Man erhofft sich ja auch etwas davon. Ob man dann automatisch ein besserer Mensch ist, der das in Freiheit mit ganz anderen Herausforderungen auch leben kann, wird sich später zeigen.
In Norwegen gibt es eine Gefängnisinsel
Wer dort hinkommt, hat wohl die meiste Zeit der Haftstrafe schon hinter sich. Wer diese Chance nicht nutzt (Fluchtversuch zB) muss mit verschärfter Haft rechnen.
Es geht darum, sich auf ein Leben in Freiheit vorzubereiten. Man hat etwas davon, wenn man sich auf die Regeln einlässt. Eine gewisse Autonomie, angenehmere Haft, wenn man dafür bereit ist. Die Gruppe ist dabei Korrektiv und auch Kontrolle.
@ga2 Also so was wie eine Wohngemeinschaft?
Gibt's ja auch im sozialpsychiatrischen Bereich.
Ich hab kürzlich was gesehen, da bekamen die Häftlinge Hunde aus Tierheimen zur Resozialisierung.
Da ging's um nichtvermittelbare Hunde, die von den Häftlingen betreut und resozialisiert wurden, damit sie dann 'draußen' an neue Besitzer vermittelt werden können. Wobei ich dachte, dass das das Schlechteste wäre, was diesen Menschen passieren könnte.
Manche von denen hatten so eine enge und gute Beziehung zu ihrem Hund, der ja auch 'Schicksal' hinter sich hatte - das wäre unmenschlich, diese Paare wieder auseinanderzureißen. Und ich hab mich gefragt, ob die aktuelle Politik überhaupt an solchen 'Erfolgen' interessiert ist.
Und ich hab mich gefragt, ob die aktuelle Politik überhaupt an solchen 'Erfolgen' interessiert ist.
Es wäre schön, wenn es ein wachsendes Bewusstsein dafür gäbe.
Ich war noch nie bei uns in einem Gefängnis, aber ich denke, die Insassen dort haben nicht soviel Möglichkeiten sich im Positiven als Teil einer Gemeinschaft zu erfahren, sondern müssen sich hauptsächlich alleine auf sich gestellt (mit psychologischer Hilfe) resozialisieren. Das ist ein Widerspruch in sich…