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Gnade vor Recht

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Evana
 Evana
Themenstarter
Beiträge : 924

Hallo Zusammen,

vor einigen Tagen ist mir aufgefallen, dass Krankheit oft als Strafe Gottes gesehen wird. Von daher möchte ich dieses Thema eröffnen und es mit euch erörtern.

LG
Evana

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90 Antworten
Herbstrose
Beiträge : 14193

Das kommt wohl auf die Kreise an, in denen man sich bewegt. Die Bibel jedenfalls lehrt das so nicht.

herbstrose antworten


PeterPaletti
Beiträge : 1240

Ja, diese Ansicht gibt es. Ob sie oft vorkommt, weiß ich nicht. Ich halte sie für ziemlichen Blödsinn.

peterpaletti antworten
Groffin
Beiträge : 1872

Hallo Evana,

das ist ein sehr komplexes und schwieriges Thema.

Mal sehen, wie lange dieser Beitrag wird. 😉

Unabhängig von der Frage nach Krankheit, müssen wir uns zuerst mit dem Tat-Vergeltung-Zusammenhang befassen.

Damit ist gemeint, dass auf eine menschliche Sünde eine göttliche Vergeltungstat (=Strafe) zu erfolgen hat - also physikalisches Grundgesetz: auf jede Aktion folgt eine Reaktion.

Theologen sind sich darüber uneins. Auf der einen Seite gibt es ein Kreis von Befürwortern, die sich auf die mosaischen Gesetze, die Zucht des Volkes Israels, die Sintflut, die Plagen in Ägypten, usw. beziehen.
Auf der anderen Seite gibt es aber auch Gegenstimmen.
Findet sich im AT ein hebräisches Äquivalent zum deutschen Wort Strafe? Sie meinen nein. Ihrer Meinung nach ist hier nicht von einem Tat-Vergeltungs-Zusammenhang die Rede, sondern von einem Tun-Schicksal-Zusammenhang.

Siehe hierzu das Evangelische Kirchenlexikon:

„Denn am Anfang steht die Anschauung, dass die böse Tat gleichsam von selbst das entsprechende Schicksal wirkt: wer eine Untat begeht, hat sich in den Bannkreis einer „Macht“ begeben, die unweigerlich auf den Täter zurückwirkt, indem sie sein Schicksal gestaltet. Das Unglück folgt der bösen Tat demnach zwangsläufig kraft der dem Bösen eigenen Mächtigkeit. Dieses Unglück aber können wir noch nicht als Strafe bezeichnen; denn zur Strafe gehört einer, der sie festsetzt und für ihren Vollzug sorgt, unbedingt hinzu.“

Also straft Gott nicht, sondern lässt allenfalls Konsequenzen zu?
Warum erkranken auch Christen schwer?
Nimmt er - wie bei Hiob geschehen, vielleicht manchmal seinen Segen zurück oder erstreckt ihn nur über Bereiche, wo wir ihn von ihm erbitten?
Auf böse Taten bezogen, kann man das so sehen, auf Unfälle, Krankheiten Schicksalschläge evtl. nur bedingt. Sicher gibt es Krankheiten, die auf ungesunde Lebensweisen zurück zu führen sind, ebenso, wie die Gefahr eines Unfalls steigen kann, wenn man sich nicht an die Verkehrsregeln hält.

Alles andere wird mehr oder weniger als "Risiko des Lebens" gesehen. Hier ist Gott nicht aktiv eingreifend tätig und schon gar nicht strafend.
Wir müssen aber auch anerkennen, dass wir nicht mehr im Paradies leben - denn alle unsere Wünsche nach einem Leben ohne Krankheit, Unfall oder Tod sind auch eine Sehnsüchte nach dem Paradies.

Mit Blick auf das NT stellt sich Gott genauer vor - in Jesus Christus.

Joh 14,9: Wer mich sieht, der sieht den Vater.

Jesus Christus, der die Ehebrecherin nicht steinigte
Jesus Christus, der Petrus vergab
Jesus Christus, der noch am Kreuz um Vergebung für seine Peiniger bat

Rache ist kein Wesenszug Jesu und somit auch kein Wesenzug Gottes.
Hat Jesus gestraft?
Vergebung überwiegt die Gerechtigkeit - die Liebe überwindet das Gericht. Gott hat das bereits Jona verdeutlicht, Josef hat seiner Familie vergeben und sie beschützt und auch Jesus hat uns unsere Sünden vergeben.
Strafe und die Angst davor hat in einer auf Liebe aufbauenden Beziehung zu Gott nichts verloren. Gott will uns frei machen und uns nicht in ein Gefängnis der Angst zwängen.

Nun zum komplexen Thema Krankheit.
Wenn wir Krankheiten auf unser eigenes Tun zurückführen können, ist das relativ klar. Rauche ich jahrelang wie ein Schlot und bekomme Lungenkrebs, dann liegt hier ein relativ klarer Zusammenhang vor.

Bei anderen Krankheiten ist es anders. Es gibt keinen klaren Zusammenhang. Wir sind einfach krank und können uns das nicht logisch erklären. Dieses Vakuum der Ungewissheit und Erklärungsnot "Warum ich?" ist schwer zu ertragen und leider wird versucht mit der "göttlichen Strafe" eine mögliche Erklärung zu finden.

Im Kern ist es die Unfähigkeit mit dieser "Ungerechtigkeit" umgehen zu können.
Zur "Ungerechtigkeit" wird es aber erst, wenn wir hinter allem was hier auf der Erde geschieht eine absichtlich von Gott herbeigeführte Tat vermuten. Dem ist m.E. nicht so.
Wir leben nicht mehr im Paradies und sind somit dem Leben und dem Sterben und auch der Krankheit unterworfen. That`s life.
Zweifel gehört dazu, aber auch Vertrauen darauf, dass Gott uns immer liebt.

Fazit:
Gott könnte Krankheit als Strafe nutzen, tut es aber nicht.
Gott kann Krankheit als Zeichen seiner Liebe nutzen - das bedeutet aber nicht, dass er sie zuvor herbeiführt. Wenn aber jemand krank ist, dann kann Gott ihm in seiner Situation helfen. Und ja - diese Hilfe sieht dann oft anders aus, als wir sie uns vorstellen.
Gott steht uns bei - auch in Krankheit und Trauer.

So spricht der Herr, der dich geschaffen hat:
Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst.
Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein. (Jesaja 43,1)

Gruß,
Groffin

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5 Antworten
Evana
 Evana
(@evana)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 924

Hallo Groffin,

langer Beitrag. Da hast du dir viele Gedanken gemacht.

Veröffentlicht von: @groffin

Fazit:
Gott könnte Krankheit als Strafe nutzen, tut es aber nicht.
Gott kann Krankheit als Zeichen seiner Liebe nutzen - das bedeutet aber nicht, dass er sie zuvor herbeiführt. Wenn aber jemand krank ist, dann kann Gott ihm in seiner Situation helfen. Und ja - diese Hilfe sieht dann oft anders aus, als wir sie uns vorstellen.
Gott steht uns bei - auch in Krankheit und Trauer.

Das finde ich sehr schön ausgedrückt.

Ich merke gerade, dass ich das Wort "Strafe" vielleicht noch mal näher definieren will. Wer straft?

Apg. 13,46 Rede des Paulus: Und in allen Synagogen zwang ich sie oftmals durch Strafen, zu lästern: und indem ich über die Maßen gegen sie wütete, verfolgte ich sie sogar bis in die ausländischen Städte.

Römer 13,4 denn die Obrigkeit ist Gottes Dienerin, dir zum Guten. Wenn du aber das Böse tust, so fürchte dich! Denn sie trägt das Schwert nicht umsonst, denn sie ist Gottes Dienerin , eine Rächerin zur Strafe für den, der Böses tut.

Wenn dann gilt hier Strafe als Erziehungsmaßnahme, damit wir zum Guten hin, handeln.

Soweit erstmal. Jetzt geht es ins Bett.
LG
Evana

evana antworten
Groffin
(@groffin)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 1872

1. Johannes 4,18
18 Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus. Denn die Furcht rechnet mit Strafe; wer sich aber fürchtet, der ist nicht vollkommen in der Liebe.

Jesaja 53,5
5 Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.

Zunächst herrschte der Glaube bei den ersten Christen, dass Gott alles verzeiht, es also auch keine Strafen mehr gibt. Später war man sich darüber nicht mehr so sicher.
Es hieß: Gläubige sind durch Jesus gerecht, aber für Sünde muss trotzdem "gebüßt" werden.
Daraus entwickelte Augustinus die Fegefeuer-Theorie. Wenn der Sünder nicht in dieser Welt büßen muss, dann im Fegefeuer.

Damit wurde die Strafe kurzerhand wieder vom Kreuz auf den Menschen zurückgeholt.

Ich bin der Meinung, dass die Wahrheit irgendwo dazwischen liegt. 😉
Gott will, dass wir lebendige und liebevolle Beziehungen führen - zu ihm und zu anderen Menschen. Handeln wir zerstörend (Lügen, Stehlen, Ehebrechen, etc.), dann hat das entsprechende Konsequenzen. Diese Konsequenzen sind aber nicht von Gott gesteuert, sondern Ergebnis unseres Handelns.

Ähnlich sehe ich es mit dem Sündenfall: der Mensch löste sich aus der vertrauensvollen Beziehung zu Gott. Aus der Konsequenz daraus, durfte er nicht mehr in die direkte Gegenwart Gottes und vom Baum des Lebens. Das Ergebnis war der leibliche Tod.

War das eine Strafe (weil du gegessen hast, bestrafe ich Dich durch den Tod) oder eine Konsequenz (weil Du Dich selbst aus meiner Nähe entfernt hast, kannst Du auch nicht mehr zum Baum des Lebens und wirst daher sterben müssen)?

Nun - ich "empfinde" vieles im AT als Strafe und ich finde es auch nicht richtig, das "umdeuten" zu wollen.
Hilft es, Gott als Gärtner zu verstehen, der ab und zu eingreifen muss, wenn das Unkraut die gewünschten Pflanzen zu ersticken droht? In vielen Fällen sind die "Strafen" ein korrektierendes Eingreifen in der Heilsgeschichte oder dienen der "Zucht" des Volkes Israel.
Das wäre etwas, was dem Verständnis von Strafe als Erziehungsmaßnahme entgegenkommt.

Wenn wir jetzt in der Gnadenszeit leben, dann straft Gott m.E. nicht in dieser Welt. Er heilt, richtet auf, stellt liebevolle Menschen uns zur Seite, schenkt uns den Blick für die Nächsten und Vertrauen in seine Gnade. Strafe für irgendwelche Sünden hat aber bereits Jesus getragen.

Daher ist keine Krankheit eine Strafe Gottes. Weder eine persönliche, noch eine Pandemie wie z.B. Corona.

Gruß,
Groffin

groffin antworten
Evana
 Evana
(@evana)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 924

Hallo Groffin,

Veröffentlicht von: @groffin

Zunächst herrschte der Glaube bei den ersten Christen, dass Gott alles verzeiht, es also auch keine Strafen mehr gibt. Später war man sich darüber nicht mehr so sicher.
Es hieß: Gläubige sind durch Jesus gerecht, aber für Sünde muss trotzdem "gebüßt" werden.
Daraus entwickelte Augustinus die Fegefeuer-Theorie. Wenn der Sünder nicht in dieser Welt büßen muss, dann im Fegefeuer.

Andersrum ist es, glaube ich, besser: Jesus macht aus Sündern Gottes Kinder und die sind frei und kommen nicht ins Gericht, weil sie vom Tod ins Leben rüber gerissen wurden.

Ich sehe es so, dass Gott der Richter ist, Satan der Staatsanwalt und Jesus der Verteidiger. Durch die Sünde kommt Satan und verklagt uns vor Gott: Strafe, Strafe. Ich möchte, dass er bestraft wird.

Gott hört sich das nun an und fragt den Sünder: Möchtest du dich selbst verteidigen oder brauchst du einen Verteidiger.
Je nachdem wie der Mensch drauf ist: Das kann ich selbst = Selbstgerechtigkeit
oder: Ich brauche Jesus als Anwalt, als meinen Verteidiger = Gottes Gerechtigkeit.
Jesus verteidigt: Ich habe für ihn die Strafe bereits bezahlt. Er ist frei.

Veröffentlicht von: @groffin

Daher ist keine Krankheit eine Strafe Gottes. Weder eine persönliche, noch eine Pandemie wie z.B. Corona.

Das sehe ich auch so. Das kommt vom Feind. Gott kann aber aus dem größten Mist, den der Satan uns einbrockt, Dünger machen. Er kehrt den Fluch in Segen um.

LG
Evana

evana antworten
Groffin
(@groffin)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 1872
Veröffentlicht von: @evana

Gott hört sich das nun an und fragt den Sünder: Möchtest du dich selbst verteidigen oder brauchst du einen Verteidiger.
Je nachdem wie der Mensch drauf ist: Das kann ich selbst = Selbstgerechtigkeit
oder: Ich brauche Jesus als Anwalt, als meinen Verteidiger = Gottes Gerechtigkeit.
Jesus verteidigt: Ich habe für ihn die Strafe bereits bezahlt. Er ist frei.

Ja - so ähnlich sehe ich es auch.
Mit dem kleinen Unterschied, dass Satan tatsächlich Recht bekommt.
>>Seine Anklagen sind berechtigt.
Wir werden auch als Christen für unsere Sünde verurteilt.

ABER: wir haben Jesus, der die gerechte Strafe bereits übernommen hat. Im Prinzip spricht Gott uns die Strafe zu, hat sie aber durch Jesus bereits selbst übernommen.

groffin antworten
Evana
 Evana
(@evana)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 924
Veröffentlicht von: @groffin

Ja - so ähnlich sehe ich es auch.
Mit dem kleinen Unterschied, dass Satan tatsächlich Recht bekommt.
>>Seine Anklagen sind berechtigt.
Wir werden auch als Christen für unsere Sünde verurteilt.

Stimmt, unser altes sündiges Wesen ist mit Jesus gekreuzigt und begraben wurden, damit wir mit Jesus als neue Schöpfung auferstehen,
mit ihm auffahren im Geist in den Himmel und von dort aus mit ihm herrschen (über uns, über Krankheiten, über Satan) Er ist unter unseren Füßen.

Ich kann die Bibelstellen nachreichen, wenn du sie möchtest. Muss jetzt weg.

evana antworten


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

3 spontane Gedanken:

1. Ja, Krankheit ist die Strafe Gottes für die Sünde
- allgemein gesehen, sie ist der Fluch wie alles Leid, das uns trifft seit dem Sündenfall im Paradies.

2. Nein, Krankheit ist nicht 1:1 eine bestimmte Strafe für bestimmte
Sünden eines einzelnen Menschen, kann vielleicht auch sein aber ist es nicht immer und schon gar nicht zuzuordnen wie manche meinen es tun zu können "wenn Du die Krankheit hast, dann deshalb weil..."

3. Jesus hat am Kreuz alle Sünde auf sich genommen und damit den Fluch beseitigt, der durch sie auf uns kam.
Daher ist ER als Sieger der, der das letzte Wort hat über unser Leben.
Und das bedeutet, dass Krankheit uns immer zum Segen werden muss - hier oder in der dann folgenden ewigen Welt - und dass sie uns zur Züchtigung (dienen KANN), Besserung, Vertiefung der Gemeinschaft mit dem Herrn, Prüfung, Läuterung, Geduld usw. helfen wird.

Wenn ich jemanden schlage oder einsperre, dann bestrafe ich ihn für seine bösen Taten.
Wenn ich einen Menschen operiere, dann heile ich durch zugefügte Wunden und Schmerzen etwas Schlimmeres, für das ich die Operation in Kauf nehme.
Krankheit ist denke ich Beides, siehe oben - sowohl allgemein Strafe Gottes für die sündige Welt, wie auch eine Operation die ER zu Seinem und unserem Nutzen einsetzt.

Wobei ich denke, dass es durch Jesus Kreuzestat uns - Seinen Jüngern und Nachfolgern - eher eine Operation ist.
Oder für andere ein Zeichen, wenn man trotz Krankheit und Leid IHN liebt und ehrt.

Liebe Grüße
Karina

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3 Antworten
Evana
 Evana
(@evana)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 924

Hallo Karina,

okay, das lass ich mal jetzt so stehen.

Was hältst du von diesem Versen:

Jes. 53, 3: Er war verachtet und von den Menschen verlassen, ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut, wie einer, vor dem man das Gesicht verbirgt. Er war verachtet, und wir haben ihn nicht geachtet.
4 Jedoch unsere Leiden - Er hat (sie) getragen, und unsere Schmerzen - Er hat sie auf sich geladen. Wir aber, wir hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt.
5 Doch er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen. Die Strafe lag auf ihm zu unserem Frieden, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden.

LG
Evana

evana antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @evana

Hallo Karina,

okay, das lass ich mal jetzt so stehen.

❤😊

Veröffentlicht von: @evana

Was hältst du von diesem Versen:

.....

🤨

Ich halte von der ganzen Bibel sehr viel, sie ist mir Gottes Wort.
Und Alles hat seine Bedeutung für uns und unser Glaubensleben.

Und auch die Prophezeiung über Jesu im AT ist wunderbar, sie weist auf das hin, was ich schrieb, dass wir in Jesus vom Fluch der Sünde befreit sind.
Er hat unsere Strafe getragen, so dass wir in die ewige Herrlichkeit eingehen dürfen eines Tages, ohne Leid und daher ohne Geschrei!

Danke für diese Verse.

Nur in Bezug auf Dein Thema weiß ich nicht, was Du vielleicht damit auslösen wolltest.
Es passt zu dem, was ich als Letztes schrieb, denn darum finde ich ist uns Krankheit eher eine Operation als eine Strafe.

Liebe Grüße

Anonymous antworten
Evana
 Evana
(@evana)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 924

Hallo Karina,

Veröffentlicht von: @karina2020

Ich halte von der ganzen Bibel sehr viel, sie ist mir Gottes Wort.
Und Alles hat seine Bedeutung für uns und unser Glaubensleben.

das sehe ich auch so. Von daher ist für mich das Thema Gott und Strafe immer noch nicht rund. Es passt nicht so zusammen. Und gerade auch im Zusammenhang mit Krankheit passt es nicht.

Jesus, der Sohn Gottes kam, um die Menschen zu heilen, um sie von dem Fluch zu befreien und Jesus hat nicht mit Krankheit gestraft.
Nur sein Licht kann schon Menschen für kurze Zeit blind machen.
So wurde Saulus geblendet, damit er geistlich sehend wurde. In diesem Zustand konnte er die Gemeinde Jesu nicht mehr verfolgen und da konnte er über sein Verhalten nachdenken.

Darin sehe ich dann auch einen Sinn von manchen Krankheiten, dass man eine Auszeit bekommt von der Hektik des Alltags. Und in dieser Not rufen die Menschen da vielleicht zu Gott. Nicht alle, viele suchen auch nur bei den Doktoren etc nach Hilfe. Aber letztlich kann doch nur Gott tief in uns gründlich heilen, halt ähnlich wie eine OP. Er heilt an Seele und Körper.

Ich gehe davon aus, dass Gott erstmal durch die neue Geburt den Geist Leben einhaucht, damit Gottes Licht den Menschen erhellen kann. Manchmal heilt er aber auch über Andere, die im Glauben beten, dadurch kommen Nichtgläubige zum Glauben.

Durch Bibellesen bzw. durch sein Wort, wird die Seele und der Geist getrennt, so dass sich der Geist ausbreiten kann und die Seele sich unterordnen muss.
Durch die Umkehr von den menschlich-sündigen Verhalten hin zu einem geheiligten Leben kann die Liebe und die Vergebung mehr und mehr die Oberhand gewinnen, wodurch weitere Krankheiten weggenommen werden können.
Satan ist der Urheber der Krankheiten, sonst hätte sich Jesus nicht auspeitschen lassen müssen, um uns loszukaufen.

Soweit klar, wie ich es meine?

LG
Evana

evana antworten
Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Hi,

Gott kann, muss aber nicht.

Jesus sagte mal zu der Ehebrecherin...

Sündige nicht mehr. Nicht das dir ärgeres widerfährt.

Ich denke, wir leben in einer gefallenen Welt und in dieser Welt gibt es Ursache / Wirkung.

Aber generell Krankheit als Strafe zu sehen, dass würde GOTT als Vater so ziemlich schwach dastehen lassen.

Vielmehr gilt: Gnade für jeden!

Mir gefällt das hier:

https://www.bibelstudium.de/articles/2103/christen-und-krankheiten.html

Anonymous antworten
1 Antwort
Evana
 Evana
(@evana)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 924

Hi Meriadoc,

Veröffentlicht von: @meriadoc

Aber generell Krankheit als Strafe zu sehen, dass würde GOTT als Vater so ziemlich schwach dastehen lassen.

Meiner Meinung nach gehören die Krankheiten zur Finsternis. Sie machen schlapp und führen manchmal auch zu Tod.

Da Gott Licht und Leben ist, passt es einfach nicht zusammen.
Welche Gemeinschaft haben Licht mit der Finsternis? 2. Kor. 6,14 Nichts

Kommt das Licht, muss die Finsternis weichen. Schalte ich das Licht an, ist es schlagartig hell.

Es fehlt eher an Erkenntnis als am Glauben.

Gott spricht: Mein Volk kommt um aus Mangel an Erkenntnis. Hos. 4,6a

Ups. Jetzt muss ich das Licht anmachen, wenn ich noch etwas lesen oder schreiben will, denn es ist schon 22:30. Oder ich gehe jetzt schlafen.

Bis dann
Evana

evana antworten


Clay
 Clay
Beiträge : 1328

Das Krankheit eine Strafe wäre, ist bereits eine Interpretation, denn ich sehe das ganz anders, zumindest für uns als Gottes Kinder:
1. wir werden krank als Prüfung mit Gottes guter Absicht (Romantische 8,28), unsere Liebe und unser Vertrauen zu Ihm zu vertiefen, unser Herz und unser Denken zu verändern.
2. wir werden krank, weil wir uns von Gott entfernt haben, und Er Krankheit oder anderes zulässt, um uns zur Umkehr zu bewegen, weil Er uns vollständig wiederherstellen will.

Gott will nicht Strafe und Rache, sondern Er will als liebender Vater das Beste für uns, will uns erziehen und zurechtbringen und wiederherstellen. Strafe trifft nur den umbußfertigen Sünder, der eine Beziehung mit Gott ablehnt und nicht umkehren will.

LG.
Clay

clay antworten
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