Gott die Ehre geben
Hallo zusammen,
das heutige Losungswort:
Nicht uns, HERR, nicht uns, sondern deinem Namen gib Ehre um deiner Gnade und Treue willen! Psalm 115,1
Jesus spricht: Wer von sich aus redet, sucht die eigene Ehre; wer aber die Ehre dessen sucht, der ihn gesandt hat, der ist glaubwürdig, und keine Ungerechtigkeit ist in ihm. Johannes 7,18
Mir geht es um den zweiten Teil.
Wir reden ja alle gern hier…bzw. schreiben gern hier….und das ist heute sehr erhellend gewesen durch die Losung nochmal daran erinnert zu werden, dass es dabei gar nicht um unsere Rede gehen soll…
Einen schönen Tag euch allen!
🙂⭐️☀️😎😎
Ja, danke.
Ich verstehe den Vers allerdings so, dass Jesus von sich selbst redet und der Kontext die Infragestellung seiner Person und Rede ist (Vers 15) ... Er sagt von sich "Meine Lehre ist nicht von mir, sondern von dem, der mich gesandt hat!" (Vers 16) und in den Versen 17 +18 wirft er sich selbst "in den Ring" mit dem Anspruch, eben mit seinem Auftreten nicht seine eigene Ehre zu suchen.
Ich finde dies wichtig, weil WIR so eindeutig nicht unterwegs sein können - damit meine ich: Auch wir können sehr davon überzeugt sein, dass es in dem, was wir sagen, teilen und behaupten, garnicht um uns selbst geht und können vielleicht subjektiv ehrlich darin meinen, Gott die Ehre zu geben. Tatsächlich aber bleiben wir (auch mit den besten Absichten oder in Verkennung unseres Tuns) eben Menschen, die nicht frei sind von sich selbst. Und damit u.U. eben doch von (vielleicht versteckten) durchaus selbstbezogenen Motiven und Impulsen.
Damit will ich nicht gegenreden (Danke für Dein Posting!), aber doch deutlich machen, dass Jesus hier von sich redet in der Frage seiner Legitimation.
L'Chaim und auch einen schönen Tag!
Damit will ich nicht gegenreden (Danke für Dein Posting!), aber doch deutlich machen, dass Jesus hier von sich redet in der Frage seiner Legitimation.
Danke! Das ist mir durch den fehlenden Kontext nicht aufgefallen. Das ist der Nachteil der Losungen…
Auch dass Jesus von sich selbst spricht, macht mehr Sinn…und ist auch eine schöne Erinnerung daran, dass er glaubwürdig ist!
Ich schließe mich AWHlers Gedankan an. Auch ich habe beim Lesen des "Drumherum" der Losungsverse gedacht: Das sagt doch Jesus von sich selbst und ist keine Allgemeinaussage. Natürlich, Christen sind aufgefordert, Jesus "nachzuahmen" (Eph 5,1; Phil 3,17), allerdings werden wir an das Vorbild nie ganz herankommen. Egal, aus welchen Motiven wir was tun - ganz frei von Selbstbezogenheit ist sicher keine unserer Handlungen. Aber ist das denn schlimm oder schlecht, solange die eigene Ehre nicht unser Hauptziel ist? Schließlich haben wir nur unser individuelles Sein in diesem Körper auf dieser Erde als "Werkzeug" zur Verfügung, mit allen Stärken und Schwächen. Also lieber mit den uns gegebenen Talenten handeln als aus Angst, etwas falsches damit zu tun, sie zu verbuddeln (Mt 25,14-29).
Also lieber mit den uns gegebenen Talenten handeln als aus Angst, etwas falsches damit zu tun, sie zu verbuddeln (Mt 25,14-29).
Das wollte ich mit meinem Post nicht ausdrücken…also ich wollte nicht sagen: Leute, klappe halten wenn ihr dabei nicht Gott lobt.
Aber bei dem was man schreibt an Gott zu denken, ist sicher nicht verkehrt.
Und vielleicht hat auch schon der ein oder andere Post tiefer gegriffen (vom Inhalt her), obwohl er zur eigenen Ehre geschrieben wurde…😎
Im Zusammenhang:
16 Jesus antwortete ihnen und sprach: Meine Lehre ist nicht von mir, sondern von dem, der mich gesandt hat. 17 Wenn jemand dessen Willen tun will, wird er innewerden, ob diese Lehre von Gott ist oder ob ich aus mir selbst rede. 18 Wer aus sich selbst redet, der sucht seine eigene Ehre; wer aber die Ehre dessen sucht, der ihn gesandt hat, der ist wahrhaftig, und keine Ungerechtigkeit ist in ihm.
Und ich lese es genau so heraus, wie ich es gelernt habe: Der Vater verweist auf den Sohn, der Sohn auf den Heiligen Geist, der Heilige Geist auf den Sohn, den Vater ... jeder erhöht den anderen, verweist auf den anderen, nicht auf sich selbst. Und so verstehe ich es unter uns auch - auf den verweisen, der gesandt hat - also auf Gott, denn wir haben einen sendenden, einen missionalen Gott. Er hat uns gesandt, wie er damals seinen Sohn gesandt hat. Und der Sohn verwies auf den Vater (nicht aus sich selbst geredet, nicht seine eigene Ehre suchend), erwies ihm die Ehre.
Genau so sollen wir es auch tun: Gott die Ehre erweisen/geben, auf Gott verweisen, nicht aus uns selbst heraus reden ...
🙂
16 Jesus antwortete ihnen und sprach: Meine Lehre ist nicht von mir, sondern von dem, der mich gesandt hat. 17 Wenn jemand dessen Willen tun will, wird er innewerden, ob diese Lehre von Gott ist oder ob ich aus mir selbst rede.
Hier haben wir auch nochmal sehr schön zusammengefasst, wann man Jesus für glaubwürdig hält: nämlich dann, wenn man Gottes Willen tun will!
Ein sehr ergiebiges Bibelstück…Danke für den mitgeposteten Vers! 🥰