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Himmelfahrt: "Alkohol darf dazugehören"

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Orangsaya
Themenstarter
Beiträge : 2931

Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße findet es okay, wenn Männer an Christi Himmelfahrt mit Bollerwagen und Alkohol durch die Lande ziehen. "Warum sollen nicht Menschen in die Natur hinausgehen und dort fröhlich feiern?", sagte er einer Zeitung.

https://www.domradio.de/themen/soziales/2019-05-29/alkohol-darf-dazugehoeren-erzbischof-hesse-zeigt-verstaendnis-fuer-vatertagstouren

Was sind eure Gedanken, bzw. Gefühle zu so einem Statement?

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Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Hi,

es gab im AT und im NT immer wieder Gründe zu feiern. Mit Wein, Met und anderes. Noah, oder Hochzeitsfeiern.

Ich trinke auch gern mal ein wenig mehr.

M.

Nachtrag vom 30.05.2019 0842
Blöd nur das es immer am Himmelfahrt sein muss. Aber über Pfingsten feiern Menschen Rock im Park....da schert sich auch keiner drum.

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4 Antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2931

Obwohl es nicht wichtig ist, wo wurde mit Met gefeiert. Könnte ich aus dem Kopf nicht sagen. Ansonsten finde ich, dass da AT mit seinen Geschichten erheblich menschlicher, als das NT ist. Auch Gott ist menschlicher und hat mehr menschliche Eigenschaften. Im NT ist Gott mehr ein Übervater, oder er wird von den Menschen auf Grundlage des NT dahingehend interpretiert.

Veröffentlicht von: @meriadoc

Blöd nur das es immer am Himmelfahrt sein muss. Aber über Pfingsten feiern Menschen Rock im Park....da schert sich auch keiner drum.

Was ich immer wieder verwunderlich finde. Meine Generation bekam in der Schule die Feiertage vermittelt. Auch den christlichen Hintergrund. Das ging über Jahre durch die Kindheit. Wenn man die Menschen auf der Straße fragt, warum haben wir Pfingsten, Himmelfahrt, usw., dann können sie oft nicht antworten. Sie werden unsicher.

orangsaya antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Naja, wortwörtlich muss die Bibel ja nicht alles erwähnen. Es gab ja auch schon Bier in dieser Zeit....steht Bier in der Bibel?

M.

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Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2931

Das hätte mich interessiert. Ich kenne eine ganze Reihe Leute, die Met trinken. Sie sind auch gerne, wenn es um Mittelalter und Germanentum (nicht politisch, oder religiös) dabei. Denen hätte ich die Stelle aus der Bibel erzählt.

orangsaya antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Bier in der Bibel
Richter 13:4

So hüte dich nun, daß du nicht Wein noch starkes Getränk trinkst und nichts Unreines essest;

Sprüche 20:1

[url] Der Wein macht lose Leute, und starkes Getränk macht wild; wer dazu Lust hat, wird nimmer weise. [/url]

Starkes Getränk, da vermute ich, das es um Bier geht. Spiriuosen in unserem Sinne (auch wenn die Griechen eine Vorform der Destilation schon kannten) gibt es erst seit ca. 1.000 n.Chr.

Natürliche Gärprozesse stoppen bei ca 16 Vol.% , weil, dann sind die Hefekulturen hin

Nachtrag vom 03.06.2019 1023
Wobei Bier schon ca. 6.000 jahre alt ist und die ersten Biere vergorener Brotteig gewesen sein durften. So geht es zumindestens aus Keiltafeln der Sumerer (zwischen Euphrat und Tigris) hervor

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Anonymous
 Anonymous
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mit

, jedenfalls so viel, dass man nicht zum Verkehrsrisiko oder zu einer Gefahr für andere wird", sagt er.

hat er wohl das wichtigste gesagt bzw. hinzugefügt.

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Tinkerbell
Beiträge : 1537

Dass er...
...vermutlich bisher selten dabei war und nicht weiß, wie peinlich und ausufernde das oft ist? Vielleicht geht es in anderen Gegenden dezenter zu, aber hier ist es einfach nur eine gute Geborgenheit, sich endlich ohne nörgelnde Alte zusammen mit Kumpels die Kante zu geben. Man muss dafür auch kein Vater sein, sondern einfach nur männlich und über 14, scheint mir.

Ansonsten - was soll er sagen? Für die meisten Menschen ist der Feiertag inhaltlich so irrelevant wie Ostern oder Pfingsten. Daran ändert auch die Kirche offensichtlich nichts mehr, und er wird wissen, dass ständiges Gemecker an der Säkularisierung auch keine Punkte bringt. Vielleicht sollte man mal überlegen, ob gezielt auch christliche Männergruppen an Himmelfahrt losziehen - wie käme man besser in Kontakt zu denen, für die es nur "Vatertag" ist?

Nachtrag vom 30.05.2019 0813
Lang lebe die Autokorrektur - natürlich "Gelegenheit" und nicht "Geborgenheit"... 🙄

tinkerbell antworten
3 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @tinkerbell

...vermutlich bisher selten dabei war und nicht weiß, wie peinlich und ausufernde das oft ist?

Erzähl mal. 😊

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Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2931
Veröffentlicht von: @tinkerbell

...vermutlich bisher selten dabei war und nicht weiß, wie peinlich und ausufernde das oft ist? Vielleicht geht es in anderen Gegenden dezenter zu, aber hier ist es einfach nur eine gute Geborgenheit, sich endlich ohne nörgelnde Alte zusammen mit Kumpels die Kante zu geben. Man muss dafür auch kein Vater sein, sondern einfach nur männlich und über 14, scheint mir.

Da bin ich mir gar nicht so sicher. Häufig kommt in katholischen Gebieten ein Pfarrer zu einer Feierlichkeit und etwas wird gesegnet, eine kurze Ansprache wird gehalten, usw.

Veröffentlicht von: @tinkerbell

Ansonsten - was soll er sagen? Für die meisten Menschen ist der Feiertag inhaltlich so irrelevant wie Ostern oder Pfingsten. Daran ändert auch die Kirche offensichtlich nichts mehr, und er wird wissen, dass ständiges Gemecker an der Säkularisierung auch keine Punkte bringt. Vielleicht sollte man mal überlegen, ob gezielt auch christliche Männergruppen an Himmelfahrt losziehen - wie käme man besser in Kontakt zu denen, für die es nur "Vatertag" ist?

Ohne Zweifel hat das letzte halbe Jahrhundert sich von der Kirche entfernt. Es soll Kalender geben, da steht nicht mehr Himmelfahrt, sondern Vatertag drauf. Die Ursachen für die Entfremdung sind wohl verschieden. Ich denke aber auch, dass sich zuvor die Kirche von den Menschen gelöst hat. Die Basilika war in der Antike der Ort des Geschehens und der Ereignisse. Da wurde Politik gemacht, da fand das Gericht Statt. Da trafen sich die Menschen, da war der Marktplatz und da kam die Kirche hin. Heute verstehen die meisten unter Basilika etwas, was irgendwie Kirche ist. Das Wort Kirmes kommt von Kirchmesse. Die Kirche war dabei und das Treiben war bunt.
Ich denke, die Rückläufigkeit der Kirchen liegt auch daran, dass die Kirche sich von der Basis zuweit entfernt hat. Natürlich kann man hier nicht einfach das Rad zurückdrehen, aber ich finde den Bischof nicht Naiv, sondern pragmatisch.

orangsaya antworten
Murphyline
(@murphyline)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1370
Veröffentlicht von: @tinkerbell

Vielleicht sollte man mal überlegen, ob gezielt auch christliche Männergruppen an Himmelfahrt losziehen - wie käme man besser in Kontakt zu denen, für die es nur "Vatertag" ist?

Man könnte den Vatertag zum richtigen Vatertag machen und nach der Messe/Godi einen Gemeindeausflug für Väter und ihre Kinder anbieten. Z.B. Bustour zu einem Freizeitpark.
Und die Muttis können dann aus lauter Freude über den kinderfreien Tag mit Bollerwagen und Likör losziehen 😉

murphyline antworten


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Pred 9,7 Geh, iß dein Brot mit Freude und trinke deinen Wein mit frohem Herzen; denn längst hat Gott Wohlgefallen an deinem Tun.

Ich denke das lässt sich erreichen, auf den Ort und das Umfeld sollte man achten ... nicht bei Spöttern sitzen! Und wie sollte ich selber dosieren/portionieren um eines zu erreichen/zu erhalten:denn längst hat Gott Wohlgefallen an deinem Tun.

Es wird von trinken und essen geschrieben, nicht von fressen und saufen. Ganz individuell natürlich ...
1. Kor 10,31 Ob ihr nun esset oder trinket oder irgend etwas tut, tut alles zur Ehre Gottes.

Ich weiß ... habe das auch nicht immer recht befolgt.

Anonymous antworten
Suzanne62
Beiträge : 7630
Veröffentlicht von: @orangsaya

Was sind eure Gedanken, bzw. Gefühle zu so einem Statement?

Dort, wo ich meine ersten Lebensjahre verbracht habe, waren die "Vatertagstouren" eine ganz selbstverständliche Tradition.
Das waren keineswegs "Berufssäufer", die sich da nach der Messe gemeinsam auf den Weg machten, sondern ordentliche Bürger und Familienväter.
Und auf die Idee, dass Alkohol etwas Böses sein soll, würde in diesem Ort, der bis heute großenteils von Weinanbau und -vermarktung lebt, so schnell niemand kommen.
Dass manche Menschen mit Alkohol nicht umgehen können und in eine Sucht hineinrutschen ist schlimm - aber es kommen da viele ungünstge Faktoren zusammen und kann für mich kein Grund sein, den Alkohol und alle Traditionen, in denen er eine Rolle spielt, abzulehnen.

suzanne62 antworten
5 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @suzanne62

Dass manche Menschen mit Alkohol nicht umgehen können und in eine Sucht hineinrutschen ist schlimm - aber es kommen da viele ungünstge Faktoren zusammen und kann für mich kein Grund sein, den Alkohol und alle Traditionen, in denen er eine Rolle spielt, abzulehnen.

In Maßen (nicht die bayrischen unbedingt) genossen ist es doch in Ordnung. Und eine Weinanbauregion oder ein Land wie Frankreich/Italien etc bringt andere Maßstäbe mit sich als Deutschland. Aber an der Küste sind es Bier und Köm, woanders Wein ... alles geht ohne Unmaß.

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Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 7630
Veröffentlicht von: @pvm

In Maßen (nicht die bayrischen unbedingt)

Das hätte bei Wein auch üble Folgen. 😉

Veröffentlicht von: @pvm

alles geht ohne Unmaß.

Das sehe ich auch so.

suzanne62 antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2931
Veröffentlicht von: @pvm

In Maßen (nicht die bayrischen unbedingt) genossen ist es doch in Ordnung.

Als Nachfahre einer bayrischen Linie frage ich, warum? Vermutlich machst du den Fehler, dass du dass alltägliche Bier in Bayern mit dem Bier in deiner Region gleichsetzt. Das ist erheblich schwächer.
In Bayern, ist es wie, woanders auch. Es gibt einen kleinen Satz, der nicht mit Alkohol umgehen kann. Von diesen hätten vermutlich die meisten auch dann irgendein Problem, wenn es gar keinen Alkohol gäbe. Die Bayern lachen über die kleinen Biergläser im Norden, haben aber Respekt, wie viel von diesem stärkeren Bier getrunken werden kann. 😉

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Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Ich weiß es gut und schätze auch die Maß durchaus mal.

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Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2931

Irgendwie ist der Bollerwagen, mit den Kästen voll Bier an mir vorbeigegangen. Himmelfahrt war für mich eine Zeit der Radtouren. Donnerstag in der Früh bin ich mit Freunden losgefahren und Sonntagabend waren wir wieder daheim.

Veröffentlicht von: @suzanne62

Das waren keineswegs "Berufssäufer", die sich da nach der Messe gemeinsam auf den Weg machten, sondern ordentliche Bürger und Familienväter.

Ich war gestern erst spät auf einen Spaziergang. Getroffen habe ich nur eine Familie, die mit dem Bollerwagen unterwegs war. Die Mutter und die Kinder balancierten auf dem Gelände. Als der Vater es auch versuchte, rief ich rüber, "Na, probierst du, ob noch eine Flasche Bier passt." Beim Antworten, hörte ich dass die Muttersprache russisch war. Ausgerechnet Russen denen man nachsagt, die viel saufen. 😀 Da war der Alkoholkonsum aber moderat.

Veröffentlicht von: @suzanne62

Dass manche Menschen mit Alkohol nicht umgehen können und in eine Sucht hineinrutschen ist schlimm - aber es kommen da viele ungünstge Faktoren zusammen und kann für mich kein Grund sein, den Alkohol und alle Traditionen, in denen er eine Rolle spielt, abzulehnen.

Das sehe ich auch so. Wer zuviel trinkt, tut ja nichts böses. Man lässt sich mal gehen und am nächsten Tag hat man wieder seine Aufgaben. Es ist eine einfache Form mal abzuschalten. Auch junge Menschen, die ja bekanntlich extrem und extensiv sind, bekommen i.d.R. langfristig wieder den Bogen und werden anständige Menschen.

orangsaya antworten


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