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Meine Bekehrung zu Jesus von Nazareth


Maria Kell
Themenstarter
Beiträge : 1

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Liebe(r) Leser(in),

ich bin Maria-Bernadette Kell und wurde am 14.11.1981 in Berlin geboren.

Meine Eltern sind Buddhisten und Akademiker. Dennoch erlebte ich in meinem Elternhaus keine wirklich menschenwürdige Erziehung, wurde dort stets diskriminiert und abgewertet, nur weil ich ein Mädchen war. Mein Vater missbrauchte mich zudem sexuell, als ich noch Baby und später Kleinkind war. Nach dieser schweren Traumatisierung, erkrankte ich als vierjähriges Mädchen an einem Waschzwang, an ADS – dem Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom und entwickelte mich dadurch stark verhaltensgestört.

Später war ich in meiner Grundschule zunächst eine schlechte bis mittelmäßige Schülerin. Ich kam dann auf eine Hauptschule und machte später doch noch erfolgreich, meinen Realschulabschluss an einer Berufsfachschule nach.

Während ich anschließend meine Ausbildung zur Erzieherin absolvierte, versuchten mein Psychologie-Lehrer, zusammen mit zwei anderen Lehrern, mich zu vergewaltigen. Ich konnte jedoch im letzten Moment entfliehen und brach meine Lehre ab.

Danach erkrankte ich aber an einer Posttraumatischen Belastungsstörung und landete bald in der Psychiatrie. Es kam dort zur Fehldiagnose „Schizophrene Psychose“. Mehrere Versuche in der Folge, neue Berufsausbildungen zu absolvieren, scheiterten jeweils an dieser schweren Erkrankung und den belastenden Nebenwirkungen der Psychopharmaka.

Meine Mutter erkrankte in der Folgezeit an Brustkrebs und starb auch daran. Diese schwere Situation verkraftete ich kaum. Das mir verabreichte Neuroleptikum verursachte bei mir mehrfach lebensbedrohliche Kreislaufzusammenbrüche und ich musste es absetzen. Ich ging daher ins Berliner Wenckebach-Klinikum. Dort herrschte leider eine skandalös schlechte Behandlung der seelisch kranken Menschen. So kam es dann während meiner Behandlung zu einem schweren Kunstfehler. Mein Medikament wurde durch das Personal dort viel zu schnell abgesetzt und ich geriet daraufhin in eine ganz schwere Absetzungspsychose. So wurde ich gegen meinen Willen, dort ein Jahr auf der geschlossenen Station festgehalten. Durch Stimmenhören, Panikattacken, Wahnvorstellungen, völlige geistige Verwirrtheit und Schlafentzug erlitt ich während meines Krankenhaus-Aufenthaltes im Wenckebach-Klinikum, starke seelische Folterqualen und suchte einen Ausweg aus dieser anhaltenden Situation.

Ich begann mich nach der allumfassenden Barmherzigkeit und Liebe Gottes zu sehnen! In der christlichen Religion suchte ich Erlösung und Erleuchtung. Als ich eines Morgens eine mein weiteres Leben prägen sollende und mich überwältigende Vision erlebte. In der Klinik sah ich eine wunderschöne Frau, in einem prunkvoll blauen Gewand, das auch ihre Haare verdeckte. Sie hatte die Hände zum Gebet gefaltet. Um sie herum leuchtete in grellem Licht, ein wunderbarer Glorienschein. Ihr Gewand erstrahlte in einer herrlichen, blauen Farbe. Mir liefen dabei tief ergriffen, die Tränen über die Wangen. Denn mir wurde plötzlich bewusst, dass dies eine wahrhafte Marienerscheinung war. Die Gottesmutter Maria führte mich zu ihrem göttlichen Sohn, Jesus Christus. Ich bekehrte mich in der Folge aus ganzem Herzen zum katholischen Glauben. Kurze Zeit später trat ich in die Katholische Kirche ein. Getauft und gefirmt wurde ich – in der Sankt-Hedwigs-Kathedrale in Berlin. Daraufhin wollte ich beten, Buße tun und armen Menschen meine tiefe Nächstenliebe schenken, denn Gott hat mein Herz ganz tief berührt. Diese Bekehrung war für mich persönlichkeits- und lebensverändernd.

In einem Übergangswohnheim wurde ich nun untergebracht, erfuhr das erste Mal in meinem Leben eine menschenwürdige, gute Behandlung und konnte mich bald anhaltend stabilisieren.

So absolvierte die Ex-In-Ausbildung zur Genesungsbegleiterin. Das ist eine Ausbildung für vormals psychisch kranke Menschen, die sich wieder stabilisieren konnten und nun von psychischen Krisen Betroffenen aktiv helfen wollen, ihre Gesundheit wieder aktiv aufzubauen und zu erhalten. Dort lernte ich, andere seelisch erkrankte Menschen in ihrer Rekonvaleszenzzeit zu betreuen, deren positive Eigenschaften, als Gegengewicht zu ihrer Krankheit, mit ihnen gemeinsam zu entdecken und entwickeln, sowie sie auf ihrem Genesungsweg nah und eng im diese behandelnden Team zu begleiten. Ich schloss diese Berufsausbildung erfolgreich ab und bin jetzt sehr gerne und aus vollem Herzen als Ex-In-Peer tätig. Mit dieser Berufsausbildung kann man in der Psychiatrie und Psychosozialen Einrichtungen arbeiten.

Später machte ich dann ein Bibelstudium, da es für mich als Christin sehr wichtig ist, Gottes Wort kompetent zu lesen, zu verstehen und gegebenenfalls auch interessierten Menschen zu vermitteln. Bei meiner ehrenamtlichen Zusammenarbeit mit den Ordensschwestern der „Missionarinnen der Nächstenliebe von Mutter Theresa“ und in deren Suppenküche, bereitete ich Speisen für Obdachlose zu und verteilte diese. Dabei spürte ich eine Wärme und Liebe, die ich so selbst noch nicht kannte. Der Heilige Geist erfüllte, trug und hielt mich liebevoll in dieser humanitären Aufgabe. Eines Tages spürte ich, wie Jesus Christus auf mich zukam und mich bat, seine Braut zu werden. So befinde ich mich nun auf dem Weg für die katholische Weihe zur Gottgeweihten Jungfrau. In dieser Vorbereitung lerne ich Gott und mich gerade mehr kennen und lieben. Auch prüfen mein geistlicher Begleiter, der Priester meiner Gemeinde und ich meine Berufung, sowie bringen mir alle mit der Weihe einhergehenden Grundlagen meines zukünftigen Lebens liebevoll bei.

[Diesen arg werbenden Absatz habe ich gestrichen; mfg fr:-)sch80-mod]

Zusätzlich beginne ich jetzt, meine Ausbildung zur Psychologischen Beraterin aufzunehmen, damit ich vielen weiteren Menschen fundiert und kompetent helfen kann, ihren Genesungsweg zu einem wieder gesunden, glücklichen und erfüllten Leben zu finden.

Maria-Bernadette Kell

Antwort
1 Antwort
Kintsugi
Beiträge : 673

@maria-kell 

Danke für Dein Zeugnis, Maria. 

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