Menschliches Denken vs. Göttliches Denken #1
Hallo liebe Geschwister,
Ich merke oft nach dem Absenden eines Beitrags, dass ich es nicht gut hinbekommen habe, meine Gedanken und Absichten richtig darzustellen.
Hiermit versuche ich, noch einen mir wichtigen Aspekt näher zu beleuchten bzw. eurem Verständnis und euren Erfahrungen dazu nachzugehen:
Z. B.„Unter anderem“ (verkürzte Darstellung) auf dieser Grundlage betrachte ich bestimmte Dinge anders als zuvor:
„Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“ Matthäus 16,24
„Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt und den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr seid teuer erkauft; darum preist Gott mit eurem Leib!“ 1. Korinther 6,19
So wende ich es beispielhaft an:
Wenn jemand mich persönlich angreift (mit Worten, Ablehnung ...), nehme ich hier „Gottes Perspektive für mich“ ein und sage mir, ich gehöre mir nicht mehr selbst, also brauche ich es nicht persönlich zu nehmen. Ich mache mir diese Perspektive in meinem Herzen fest, lasse die negativen Gefühle stehen und gehe ihnen nicht nach.
Meistens klappt es gut, manchmal nicht.
Den Druck nimmt mir der Bibelvers:
„... ohne mich könnt ihr nichts tun.“ Johannes 15,5
Und das "mir" dies immer besser gelingen wird, ziehe ich im Glauben unter anderem aus dem Vers:
„Wir alle aber [...] werden verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nämlich durch den Geist des Herrn.“ 2. Korinther 3,18
So oder so ähnlich versuche ich im Alltag für diverse Situationen die Bibelworte im Vertrauen darauf anzuwenden. Die Perspektive, die ich einnehme, unterscheidet sich grundlegend von der der Menschen um mich herum, die mit dem Glauben nichts am Hut haben, aber zum Teil auch von derer, die im Glauben mit auf dem Weg sind.
Ich habe nicht für alles bereits eine Antwort und nicht alles ist fruchtbar.
Mich interessiert euer praktisches Leben im Glauben: Welche Perspektive nehmt ihr ein, ist sie fruchtbar und ist Wachstum da (erkennen die „Nächsten“ immer mehr das „Wesen Jesu“ in euch)?
Mir geht es nicht um Richtig oder Falsch, sondern darum, ob ich etwas daraus für mich ziehen kann. Vielleicht lese ich etwas, dem ich weiter nachgehen kann und das mir hilft, weiterzukommen.
In Themen wie Versuchung, Hingabe, Hingabe in der Ehe, bedingungslose Liebe (Agape) ... sehe ich für mich noch Potenzial zum Wachsen.
Ich freue mich auf das von euch Geteilte und ich weiß, dass es einem schwerer fällt, etwas Persönliches zu teilen, als über eine theologische Ansicht oder Meinung einem Thema zu schreiben.
LG
Jascha
@ Jascha
Ich merke oft nach dem Absenden eines Beitrags, dass ich es nicht gut hinbekommen habe, meine Gedanken und Absichten richtig darzustellen.
Für mich kann ich sagen, hast du es sehr gut dargestellt und ich kann es gut nachvollziehen. Auch finde ich, dass Du mit „Deshalb orientiert euch nicht am Verhalten und an den Gewohnheiten dieser Welt, sondern lasst euch von Gott durch Veränderung eurer Denkweise in neue Menschen verwandeln. Dann werdet ihr wissen, was Gott von euch will: Es ist das, was gut ist und ihn freut und seinem Willen vollkommen entspricht.“ Römer 12,2 ein treffendes Zitat angegeben hast.
Die Perspektive, die ich einnehme, unterscheidet sich grundlegend von der der Menschen um mich herum, die mit dem Glauben nichts am Hut haben, aber zum Teil auch von derer, die im Glauben mit auf dem Weg sind.
Nach meinen Erfahrungen ist das in gewisser Weise sogar ein Indikator dafür, dass Du auf einem richtigen Weg bist. Für mich liegt die Schwierigkeit oft darin, dass ich den Konflikten aus dem Weg gehe, oft manches auf sich beruhen lassen, weil ich denke, dass hat keinen Sinn, sich weiter mit diesen Menschen auseinanderzusetzen. Mit der Begründung, ich muss meine Kraft / Zeit auch sinnvoll einteilen. Allerdings merke ich, dass da manchmal auch ein wenig Hochmut mitschwingt, weil man Menschen vorverurteilt. Ich glaube, wenn man so, wie du schilderts, eine feste Glaubensgrundlage hat, dann ist es angebracht auch manche Fragen rein pragmatisch nach dem ´gesunden` Menschenverstand zu behandeln. So wie jetzt im Schreiben, weil ich den Begriff des gesunden Menschenverstandes eigentliche unmöglich finde, aber es fällt mir kein anderer ein und ich vertraue darauf das die Community den schon richtig versteht.
Inwieweit soll das „Göttliche Denken“ unser Leben durchdringen / bestimmen?
Im Idealfall vollkommen, aber das ist wohl erst im jenseitigen Leben möglich. Ansonsten ist meine Erfahrung, Übung mach den Meister. Je länger man auf diesem Weg der Nachfolge Jesus des Herrn bleibt, des leichter wird es und desto sicherer fühlt man sich. Allerdings ist wohl auch garantiert, dass der Weg nicht stressfrei zu gehen ist. Zur Entlastung gibt es daher die Gemeinschaft / die Gemeinde, wie man sie auch hier auf Jesus.de vorfindet.