Menschliches Denken...
 
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Menschliches Denken vs. Göttliches Denken #1

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Jascha
 Jascha
Themenstarter
Beiträge : 42

Hallo liebe Geschwister,

mich beschäftigt dieses Thema schon eine ganze Weile. Immer mehr durchdringt es förmlich alle Bereiche meines Lebens. Ob in Gesprächen, beim Zuhören, beim Beten, Denken, Planen, Entscheidungen treffen ...
 
Überall merke ich für mich, was dem göttlichen Gedanken entspräche und was eher „menschlich“ ist (nach meinem Verständnis/Erkenntnis). Es ist nicht immer alles sofort klar, manche Sachen werden durch das Nachdenken über die Situation oder mit der Zeit für mich klarer.
 
Es gibt sehr viele praktische Situationen, ich nenne mal eine, die vielleicht nicht zu kontrovers gesehen wird: In Stress (negativ) geraten. Das kann sich von „nur in Gedanken bewegen“ bis hin zu einer sehr starken Sichtbarkeit nach außen / im Umfeld auswirken.
 
Sobald ich in eine stressige Situation gerate, ist der Gedanke sofort da: „Das Gestresstsein gehört nicht mehr zu mir.“
 
Einer der Verse, die ich als sehr prägnant sehe:„Deshalb orientiert euch nicht am Verhalten und an den Gewohnheiten dieser Welt, sondern lasst euch von Gott durch Veränderung eurer Denkweise in neue Menschen verwandeln. Dann werdet ihr wissen, was Gott von euch will: Es ist das, was gut ist und ihn freut und seinem Willen vollkommen entspricht.“ Römer 12,2
 
 
Inwieweit soll das „Göttliche Denken“ unser Leben durchdringen / bestimmen?
 
Wie versteht und wie lebt ihr das und auf welcher biblischen Grundlage macht ihr das fest?
 
Ich bin auf eure Erfahrungen und Gedanken gespannt.
 
 
Liebe Grüße
Jascha
 
Antwort
75 Antworten
Jascha
 Jascha
Themenstarter
Beiträge : 42

Ich merke oft nach dem Absenden eines Beitrags, dass ich es nicht gut hinbekommen habe, meine Gedanken und Absichten richtig darzustellen.

Hiermit versuche ich, noch einen mir wichtigen Aspekt näher zu beleuchten bzw. eurem Verständnis und euren Erfahrungen dazu nachzugehen:

 

Z. B.„Unter anderem“ (verkürzte Darstellung) auf dieser Grundlage betrachte ich bestimmte Dinge anders als zuvor:

„Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“ Matthäus 16,24

„Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt und den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr seid teuer erkauft; darum preist Gott mit eurem Leib!“ 1. Korinther 6,19

So wende ich es beispielhaft an:

Wenn jemand mich persönlich angreift (mit Worten, Ablehnung ...), nehme ich hier „Gottes Perspektive für mich“ ein und sage mir, ich gehöre mir nicht mehr selbst, also brauche ich es nicht persönlich zu nehmen. Ich mache mir diese Perspektive in meinem Herzen fest, lasse die negativen Gefühle stehen und gehe ihnen nicht nach.

Meistens klappt es gut, manchmal nicht.

Den Druck nimmt mir der Bibelvers:

„... ohne mich könnt ihr nichts tun.“ Johannes 15,5

Und das "mir" dies immer besser gelingen wird, ziehe ich im Glauben unter anderem aus dem Vers:

„Wir alle aber [...] werden verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nämlich durch den Geist des Herrn.“ 2. Korinther 3,18

 

So oder so ähnlich versuche ich im Alltag für diverse Situationen die Bibelworte im Vertrauen darauf anzuwenden. Die Perspektive, die ich einnehme, unterscheidet sich grundlegend von der der Menschen um mich herum, die mit dem Glauben nichts am Hut haben, aber zum Teil auch von derer, die im Glauben mit auf dem Weg sind.

Ich habe nicht für alles bereits eine Antwort und nicht alles ist fruchtbar.

 

Mich interessiert euer praktisches Leben im Glauben: Welche Perspektive nehmt ihr ein, ist sie fruchtbar und ist Wachstum da (erkennen die „Nächsten“ immer mehr das „Wesen Jesu“ in euch)?

Mir geht es nicht um Richtig oder Falsch, sondern darum, ob ich etwas daraus für mich ziehen kann. Vielleicht lese ich etwas, dem ich weiter nachgehen kann und das mir hilft, weiterzukommen.

In Themen wie Versuchung, Hingabe, Hingabe in der Ehe, bedingungslose Liebe (Agape) ... sehe ich für mich noch Potenzial zum Wachsen.

 

Ich freue mich auf das von euch Geteilte und ich weiß, dass es einem schwerer fällt, etwas Persönliches zu teilen, als über eine theologische Ansicht oder Meinung einem Thema zu schreiben.

 

LG

Jascha

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3 Antworten
Herbert52
(@herbert)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 251

@jascha 

@ Jascha

Ich merke oft nach dem Absenden eines Beitrags, dass ich es nicht gut hinbekommen habe, meine Gedanken und Absichten richtig darzustellen.

Für mich kann ich sagen, hast du es sehr gut dargestellt und ich kann es gut nachvollziehen. Auch finde ich, dass Du mit „Deshalb orientiert euch nicht am Verhalten und an den Gewohnheiten dieser Welt, sondern lasst euch von Gott durch Veränderung eurer Denkweise in neue Menschen verwandeln. Dann werdet ihr wissen, was Gott von euch will: Es ist das, was gut ist und ihn freut und seinem Willen vollkommen entspricht.“ Römer 12,2 ein treffendes Zitat angegeben hast.

Die Perspektive, die ich einnehme, unterscheidet sich grundlegend von der der Menschen um mich herum, die mit dem Glauben nichts am Hut haben, aber zum Teil auch von derer, die im Glauben mit auf dem Weg sind.

Nach meinen Erfahrungen ist das in gewisser Weise sogar ein Indikator dafür, dass Du auf einem richtigen Weg bist. Für mich liegt die Schwierigkeit oft darin, dass ich den Konflikten aus dem Weg gehe, oft manches auf sich beruhen lassen, weil ich denke, dass hat keinen Sinn, sich weiter mit diesen Menschen auseinanderzusetzen. Mit der Begründung, ich muss meine Kraft / Zeit auch sinnvoll einteilen. Allerdings merke ich, dass da manchmal auch ein wenig Hochmut mitschwingt, weil man Menschen vorverurteilt. Ich glaube, wenn man so, wie du schilderts, eine feste Glaubensgrundlage hat, dann ist es angebracht auch manche Fragen rein pragmatisch nach dem ´gesunden` Menschenverstand zu behandeln. So wie jetzt im Schreiben, weil ich den Begriff des gesunden Menschenverstandes eigentliche unmöglich finde, aber es fällt mir kein anderer ein und ich vertraue darauf das die Community den schon richtig versteht.

Inwieweit soll das „Göttliche Denken“ unser Leben durchdringen / bestimmen?

Im Idealfall vollkommen, aber das ist wohl erst im jenseitigen Leben möglich. Ansonsten ist meine Erfahrung, Übung mach den Meister. Je länger man auf diesem Weg der Nachfolge Jesus des Herrn bleibt, des leichter wird es und desto sicherer fühlt man sich. Allerdings ist wohl auch garantiert, dass der Weg nicht stressfrei zu gehen ist. Zur Entlastung gibt es daher die Gemeinschaft / die Gemeinde, wie man sie auch hier auf Jesus.de vorfindet.  

herbert antworten
Jascha
 Jascha
(@jascha)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 42

@herbert 

Hallo Herbert,

danke dir für deine Rückmeldung und deine Blick auf die Fragen.

 

Ich habe einfach mal gesucht, welches Wort man statt "gesunder Menschenverstand" in dem Kontext wählen könnte. Darauf bin ich gestoßen:

Geschenkte Weisheit, Geistliche Weisheit, vom Geist gewirkte Nüchternheit, Geistliches Urteilsvermögen, Erneuerter Verstand

 

Zum Thema Denkweise die das Leben bestimmt:

Mich führt das Nachdenken über diese Frage immer wieder zum Thema Hingabe. Als ich über meine persönliche Hingabe nachdachte und betete, da kam immer das Thema Leid als Frage auf: bin ich bereit für Christus zu leiden, angefangen vom Verlust/Loslassen von Allem und Allen, über Schmerzen und bis hin zum Tod? Ich hatte ne Weile gebraucht, bis ich ein "Ja" dazu hatte und es in meinem Herzen festmachen konnte. Aber danach ist eine Freiheit und ein Frieden eingekehrt. Ab da lebe ich in dem Bewusstsein, ich bin ein Kind Gottes und Miterbe (jetzt schon), entspannt und mit Freude.

Was alles noch dazugehört, außer Änderung der Denkweise und Veränderung der Persönlichkeit/Gewohnheiten, da bin ich noch mit Spannung am Entdecken. Mir geht es zu langsam, aber ich merke, mein Herz kommt nicht hinterher. Aber zum Glück habe ich ein neue Herz von Gott bekommen - das Alte muss ich täglich ...

Hier ist eine starke Bibelstelle, auf die ich mich unter anderem beziehe, aber auch Jesus sprach darüber:

"Und als seine Kinder sind wir auch Miterben an seinem Reichtum – denn alles, was Gott seinem Sohn Christus gibt, gehört auch uns. Doch wenn wir an seiner Herrlichkeit teilhaben wollen, müssen wir auch seine Leiden mit ihm teilen." Römer 8,17

Das klingt sehr nach einer Verheißung für hier und jetzt auf der Erde. Weil es im Himmel kein Leid gibt...

 

Du schreibst: 

"Im Idealfall vollkommen, aber das ist wohl erst im jenseitigen Leben möglich."

Du hast es mit "wohl" ausgedrückt, weil du etwas ahnst/wünscht, dass es doch mehr hier auf der Erde geht/gehen könnte?

 

LG, Jascha

jascha antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3649

@jascha 

Doch wenn wir an seiner Herrlichkeit teilhaben wollen, müssen wir auch seine Leiden mit ihm teilen." Römer 8,17

Das ist aber eigentlich verkürzt gesagt das, was ein jeder Mensch erlebt, oder? Freude und Leid. 

stern antworten


Chai
 Chai
Beiträge : 5240

Ich bin seit einigen Jahren (wieder) gläubig. Und ich habe mich in diesen Jahren verändert. 
Es gibt Veränderungen, von denen weiß ich nicht, ob sie mit meinem Glauben zu tun haben oder ob sie nicht auch einfach eine Folge des Älter- und damit verbundenen Reiferwerdens sind. 
So bin ich z.B. in etlichen Bereichen deutlich ruhiger und geduldiger als vor zwanzig Jahren. 
Es wäre einfach, wenn ich behaupten würde, es wäre eine 'Frucht des Glaubens'. Schließlich verändert sich auch ein nichtgläubiger Mensch auf seinem Lebensweg.
Aber es ist so und ich denke, es ist ein Zusammenspiel von Zeit und Glaube.  

chai antworten
11 Antworten
Jascha
 Jascha
(@jascha)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 42

@chai 

Dieser Frage ist ehrlich und gut.

Ihr gehe ich aktuell auch nach. Weil ich denke, darauf müssen wir als Christen, für uns persönlich, eine Antwort haben bzw. finden.

Nicht jeder soll Lehrer, Hirte, ... sein, aber ein Zeuge über das, was Jesus für uns und durch uns getan hat. Das geht nur, wenn man "gewiss" ist, dass es kein "natürlicher" Prozess ist, sondern Gnade, Geschenk, Eingreifen, ...

 

Aktuell habe ich folgende Antwort für mich:

Wenn mein "Nächster" die Veränderung bemerkt oder ich überrascht bin, dass ich auf eine Situation anders reagiere als früher, dann ist das für mich ein starkes Indiz für ein "liebevolles Eingreifen".

Bezug nehme ich auf die Bibeltexte, wo es darum geht, dass man nach den Früchten beurteilen soll.

 

Ich prüfe die Glaubenssätze nach Ergebnissen im Leben (Früchte) und nicht nach ihrer Theologie (wie man eine Pflanze kultiviert). Erst wenn mir die Früchte gefallen, dann Frage ich nach dem Rezept.

Deswegen interessiert mich sehr das persönliche Glaubensleben von euch. "Funktioniert das", was ihr glaubt?

jascha antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 5240
Veröffentlicht von: @jascha

Weil ich denke, darauf müssen wir als Christen, für uns persönlich, eine Antwort haben bzw. finden.

Wieso müssen wir das? 
Man kann auch einfach die Veränderung bemerken und sich dran freuen.

chai antworten
Jascha
 Jascha
(@jascha)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 42

@chai 

 

Nach RFC 2119 werden diese Wörter benutzt, um Mehrdeutigkeit zu verhindern 😃 Habe ab und zu mit BSI Dokumentation zu tun.

 

Müssen nicht, aber ich finde es wichtig: Ehren, wem die Ehre gebührt.

 

 

jascha antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 5240

@jascha Ach so.

chai antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 5240

Wenn ich mit Gott lebe, hat er auf irgendeine Weise an der Veränderung mitgewirkt. 

chai antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3649

@jascha 

Deswegen interessiert mich sehr das persönliche Glaubensleben von euch. "Funktioniert das", was ihr glaubt?

Ich denke, es funktioniert immer, ab dem Tag, ab dem man davon angezogen wurde. Nur ist es trotzdem eine Entwicklung.

Wenn die Jünger zu Jesus sagen: wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des Lebens…dann heisst das für mich so viel wie: ich verstehe zwar nicht viel von dem was du sagst (geschweige denn umzusetzen) aber irgendwie gibts für mich auch keine Alternative.

Wie Fr.Merkel sagen würde: Jesus  und der Glauben an Gott und ihn ist alternativlos.

Wie sich das dann ausgestaltet- das ist nochmal was anderes.

stern antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3649

@chai 

Schließlich verändert sich auch ein nichtgläubiger Mensch auf seinem Lebensweg.

Ich denke dabei manchmal daran, dass Jesus sagt, er sei das Leben….und in sofern, finde ich selbst das nachvollziehbar…

 

stern antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 5240
Veröffentlicht von: @stern

@chai 

Schließlich verändert sich auch ein nichtgläubiger Mensch auf seinem Lebensweg.

Ich denke dabei manchmal daran, dass Jesus sagt, er sei das Leben….und in sofern, finde ich selbst das nachvollziehbar…

Was findest du nachvollziehbar? 

chai antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3649

@chai 

Was findest du nachvollziehbar? 

Dass ein nichtgläubiger Mensch Veränderung erlebt, die äquivalent zur Veränderung ist, die Christen erleben….wenn Jesus das Leben selbst ist.

stern antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 5240

@stern Ich kann dir nicht folgen

chai antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3649

@chai 

Ich kann dir nicht folgen

Jesus sagt, er sei das Leben. Dann ist es nicht erstaunlich, dass auch „das Leben“ einen verändert, auch wenn man nicht an Jesus glaubt.

stern antworten
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