Menschliches Denken vs. Göttliches Denken #1
Hallo liebe Geschwister,
"Geh weg von mir, Satan! Du willst mich in die Falle locken. Du siehst die Dinge nur mit den Augen der Menschen und nicht, wie Gott sie sieht." Matthäus 16 23
Die Denkweise aus Gottes Perspektive.
"Geistliches Denken" kann man es sicherlich auch nennen, weil es durch den Geist offenbart wird. Aus uns heraus können wir das nicht.
Aber worauf ich hinaus will, ist denke ich klar.
@jascha Ich sehe zwei Ansätze.
Gott hat durch sein Wort die Welt geschaffen. Dem voraus geht die Welt als Gedanke Gottes.
Menschliches Denken ist daher immer ein Nachdenken.
Uns durchdringt Gott mit seinem Heiligen Geist, der in uns wirkt. Dem voraus geht aus meiner Sicht ebenfalls der Gedanke Gottes, unsere Durchdringung ist immer zielgerichtet, personal, nicht abstrakt desinteressiert.
Ich habe deinen Gedanken nicht ganz mit meinem verbinden können.
Vlt. ist meine Ergänzung hier klarer, worauf ich hinaus wollte:
Veröffentlicht von: @jascha
Ich habe deinen Gedanken nicht ganz mit meinem verbinden können.
Vlt. ist meine Ergänzung hier klarer, worauf ich hinaus wollte:
Wenn ich Dich richtig verstehe, geht es Dir um die Perspektive ?
In eine bestimmter Situation im Alltag, wie reagiert du/lebst du deinen Glauben praktisch aus, wenn es darum geht "aus Göttlicher Perspektive/wwJd" zu reagieren?
Verändert sich dabei was konkret in der einen Situation? Gelingt es dir dass immer öffters -> verwandelt werden, Jesus immer ähnlicher werden...
In meinem Beispiel zu bleiben: Wenn ich merke das der Stress kommt, dann werde ich meiner neuen Identität bewusst und der Stress nimmt in mir kein Raum ein.
@jascha Das kommt auf die konkrete Situation an.
Wenn es um Situationen geht, die mir begegnen, versuche ich in mein Gewissen hineinzuhorchen, welche Richtung es mir anzeigt. Die Veränderung bemerke ich, wenn Situationen, wo ich früher intensiver reinhorchen musste, um zu einer richtigen Entscheidung zu kommen, jetzt früher entschieden sind.
Eine andere Situation, wenn es um mich selbst geht, ist es so wie Du beschreibst, eine Rückbesinnung auf das wesentliche. In meiner Zeit als Katholik hatte ich es manchmal, dass mir manches zuviel wurde, wenn es um die Praxis ging. In diesen Momenten habe ich mich auf meinen Anfang besonnen, also meine Taufe und Bekehrung.
Danke für die persönliche Einblicke und das du über ein "Wachsen" zeugen kannst.
Eine Frage hab ich noch, zum Thema Denkweise:
Erlebst du persönlich Situationen im Alltag, wo du aus Glauben heraus eigentlich konträr der menschlichen Denkweise/Logik handelst?
Ich will nicht über "was ist richtig" oder "was ist falsch" reden, sondern mich interessiert der Part: was bringt dich/uns/den Einzelnen wirklich persönlich im Glauben weiter.
Hi @jascha, 🙂
ist es nicht ein Frage, wonach wir uns richten (wollen)?
Wenn wir immer mehr Jesus nachfolgen wollen, stehe "ich" hintenan.
Allerdings;
wir werden immer ein Stück weit dem Fleisch folgen, da es in uns ist.
Es gibt mE keine Allroundantwort auf Deine Gedanken.
Die Problematik beginnt ja bekanntermaßen immer, wenn das Ego dem Glauben gegenübersteht.
Nun hast du (wertfreies Du) die freie Entscheidung, menschlich zu reagieren oder: "was würde Jesus jetzt in dieser Situation tun (geistlich).
Ich denke, jeder der im Glauben steht, kämpft täglich mit seinem Fleisch und den dazugehörigen Triggern.
Keiner von uns kann jemals von sich behaupten, dass er/sie immer geistlich handelt, dazu hält uns Adam doch stets Atem.
Was wir versuchen sollten, können, dürfen, wollen - ich nenne es gern "das Wachsen"-, in jeder kommenden Situation drauf zu achten, welcher Teil von uns jetzt nach vorne preschen möchte.
In diesem Sinne hier meinem Trigger gefolgt..
Su 🖐️
Hallo Su,
danke für deine Gedanken, gerne Frage ich etwas persönlicher nach, da mich das praktische bei dir sehr interessiert.
Wie lebst du deine Hingabe, konkret an einem Beispiel?
Und
Merkst du es bewusst, dass ein Teil in einer konkreten Situation was anderes will? Und hast du die Möglichkeit/Kraft dich für "das Richtige" zu entscheiden?
Gelingt es dir das immer öfters?
Hi @jascha, 🙂
Wie lebst du deine Hingabe, konkret an einem Beispiel?
Indem ich jede/m Menschen- egal wo, egal wer, egal warum - in besten Moment des Kontaktes von meinem Glauben erzähle. Keiner kommt schneller den Baum hoch, als ich das anspreche... 😀 (Kurzform)
Und zwar strahlend und voller Liebe. 😍
Nun konkret zu Deiner Frage: (ich versuche mich ganz kurz zu halten)
Ich habe tgl. mit neuen Patienten zu tun und hierbei den genialsten Einstieg (Türöffner zum Herrn) gefunden.
Zu 99,9 % sind die meisten weltliche Menschen; Sie kennen vllt. Einen oder Keinen oder einen anderen Gott; (du verstehst, was ich meine).
Meist kommen Sie direkt aus der Haft, oftmals nach der Entgiftung vom KH oder auch von Zuhause.
Ich habe dann teilw. genau die vor mir, die ganz unten auf der Liste stehen (Diebe, Räuber, Mörder). Such dir was aus.
Und soll ich Dir was sagen: In dem Augenblick, wenn Sie zu meiner Tür hereinkomme, strahle ich Sie an und freu mich riesig.
Nachdem das Medizinische erledigt ist, erkläre ich unverzüglich, dass ich Christin bin und an Jesus glaube.
Um danach in die Augen der Patienten zu schauen und zu fragen:
Darf ich für Dich beten?
Das ist mein Einstieg und soll ich Dir was sagen, noch keiner hat abgelehnt.
Darüber hinaus habe ich immer die Bibelkärtchen Ermutigung o.ä. bei mir.
Jeder, der möchte, zieht verdeckt sein eigenes Kärtchen. Und soll ich Dir sagen:
Der eine hängt es in sein Zimmer, manche tragen es immer bei sich, und manche sogar:
"Ich steh vor einer Entscheidung, kann ich nochmals eine Karte ziehen".
Ich muss Dir nicht erzählen, welche eine Freude das ist.
Wenn ich diese Menschen über Monate begleite, gibt es nichts Besseres!!
(Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt, erzähle ich doch lieber vom Herrn als von mir).
Grüße aus dem Alltag einer Christin
Su 😊
Veröffentlicht von: @jaschaErlebst du persönlich Situationen im Alltag, wo du aus Glauben heraus eigentlich konträr der menschlichen Denkweise/Logik handelst?
Zumindest empfinde ich das nicht so, weil christliches Denken und Handeln für mich ganz grundlegend menschlich und logisch ist. Sogar logischer als die meisten Weltanschauungen.
Inwieweit soll das „Göttliche Denken“ unser Leben durchdringen / bestimmen?
Ganz.
Wie versteht und wie lebt ihr das und auf welcher biblischen Grundlage macht ihr das fest?
Ich verstehe das zB so, dass wenn ich dank Jesus ein Gotteskind bin, dass ich dann Gott zum Vater habe und deshalb Gottes Denken in meinem Denken sein soll. Dass es das auch ist, kann ich jetzt nicht in unbedingt sagen…also der Sollzustand ist noch nicht erreicht 🙂
Und ihr sollt niemand euren Vater nennen auf Erden; denn einer ist euer Vater: der im Himmel.
wäre dann eine Grundlage oder auch
- Johannes 1,12: „Wie viele ihn [Jesus] aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.“
- Galater 3,26: „Denn ihr alle seid durch den Glauben Gottes Kinder in Christus Jesus.“
- Römer 8,16: „Der Geist selbst gibt Zeugnis unserm Geist, dass wir Gottes Kinder sind.“
- 1. Johannes 3,1: „Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder heißen sollen – und wir sind es auch!“
Da ich meinen Vater sehr lieb gehabt habe, wäre mir ersteres vor seinem Tod gar nicht möglich gewesen…also ihn nicht Vater zu nennen…das zeigt schon, wie losgelöst von familiären Banden man in der Liebe sein muss. (Was nicht heisst, dass man die Eltern nicht lieben soll.)
Danke dir für deine Antwort und wie du deine Sichtweise aus der Bibel heraus siehst.
Ich will gerne zu der Kindschaft im Alltag mehr von dir erfahren:
Wie bewusst bist du dir im Alltag dessen, dass du ein "Kind Gottes" bist, nimmst du es als eine "neue Identität" wahr und betrachtest die "Umwelt" aus dieser Perspektive?
Wie Tiefgreifend siehst und lebst du die Kindschaft, nimmst du schon jetzt etwas aus deinem Erbe in Anspruch bzw. wird es dir zuteil?
Über den Aspekt "Gottes Liebe und die Betrachtung der Familie hier auf der Erde" hab ich mir noch keine Gedanken gemacht. Werde darüber nachdenken.