Sind Beziehungen gefügt - oder was nicht passt, wird passend gemacht?
Hallo,
ich würde gerne mit euch über die Liebesbeziehung zwischen Mann und Frau sprechen. Ich habe da mehrere Fragen im Kopf und würde gerne eure Meinung wissen!
Da ist das kein Sex vor der Ehe. Das ist nicht speziell Evangelikales, auch im Katholizismus ist es das christliche Bild. Ich will gar nicht darüber reden ob das so sein soll. Da gibt es hier Fäden zu, ich gesehen habe. Ich frage mich in dem Zusammenhang ob für viele auch die Vorstellung einhergeht, dass Beziehungen die sich dann richtig anfühlen, immer von Gott gefügt sind?
Ich kenne viele Paare, die genau das zu Beginn dachten. Und das Chemie da mitspielt, lässt sich medizinisch gar nicht abstreiten. Wenn man frisch verliebt ist, fallen Hindernisse wenig oder kaum auf. Und Gegensätze fühlen sich voll schön an. Wolke 7 und natürlich fühlt es sich so an, als ob das von Gott gefügt ist. Für viele ist das auch der romantische Gedanke, dass man füreinander bestimmt ist. Aber wenn die Hormone sich legen und echte Verbundenheit entsteht, kenne ich es von vielen Paaren dass Ernüchterung kommt. Dann sagt man dass man daran arbeiten soll. Aber ich kenne eben nicht wenige Paare wo nach Coaching und viel Arbeiten dennoch klar war: wir passen nicht. Wo sie oder er ganz unterschiedlich sind. Ich kenne Paare, wo sie keine Lust mehr bekam und ebenso wie er nicht mehr zärtlich wurde. Und nach viel Coaching klar wurde, dass sie eben nicht passen! Christlich gesehen muss man dann zusammen bleiben. Denn solange niemand fremd geht, gibt es ja keinen Grund zur Scheidung? Dass er sie nicht mehr anguckt oder sie nicht nackt sein will, das ist nach der Bibel kein Trennungsgrund. Aber sind diese von Gott gefügt? Hätten sie besser nicht geheiratet?
Ich habe selbst auch viel erlebt. Und ich glaube nicht mehr dass Menschen von Gott gefügt werden. Es fühlt sich für mich nach viel Zufall an. Und wir eben weise wählen müssen. Von daher finde ich das KSVDE schon sinnvoll, in dem man nichts überstürzt. Aber es schützt eben auch nicht vor einer unpassenden Wahl. Eben weil Menschen sich verändern, erst nach vielen Jahren richtig kennenlernen. Und dann merken, dass der oder die aus dem Freundeskreis viel besser gepasst hätten. Tja, wenn man das damals gewusst hätte?
Was sind eure Gedanken?
Veröffentlicht von: @leibesgliederMatthäus 19 ist eine Antwort von Jesus an patriarchische Pharisäer die einfach durch Scheidungsbrief nach Lust und Laune die Ehefrau wechselten.
Ganz so ist es nicht. Es war ein Streitpunkt unter den Pharisäer, wie leicht der Scheidungsbrief ausgestellt werden darf. Es gab eine Richtung, die so ähnlich war, wie du schreibst und eine strenge Auslegung, die dieses nur bei schwersten Fehlverhalten wie Ehebruch erlaubten. Die Frage an Jesus war schlicht, welcher dieser beiden Richtungen er folgte. Offensichtlich der strengen. Aber wie gesagt, diese war ebenfalls auch eine Richtung der Pharisäer.
VG
Chey
Kann man über die Liebe noch was Neues sagen. ?
Es sind schon so viele Bücher über die Liebe geschrieben worden, Filme von Liebesleid und Liebesglück
gedreht worden. Die größte Sehnsucht von uns Menschen, Liebe.
Alle unsere Probleme haben mit unseren Beziehungen zu tun. Und nach wie vor ist die Bibel
für mich der beste Beziehungsratgeber.
Liebe zwischen Verstand und Gefühl. Die Mitte in Christus Jesus finden. Gefühle sind wichtig, können aber
auch launisch und wechselhaft sein. Und nur mit dem Verstand lieben, kann uns zu kühl machen.
Versuchen, Liebe zu lernen. Ich kann versuchen eine Haltung der Wertschätzung zu leben, mit meiner
Frau versuchen liebevoll umzugehen, auch wenn wir heute nicht mehr jeden Tag und jede Stunde,
voll verliebt sind.
"Liebe Gott und deinen Nächsten wie dich selbst." So einfach und doch so schwer.
Das Beste aus dem gemeinsamen Leben machen.
Kein Sex vor der Ehe hat meiner Frau und mir geholfen. Gut, wir konnten und nicht jeden Tag und nicht
jede Woche sehen, durch eine weitere Entfernung, Schichtarbeit. Andere Menschen finden das wieder unmöglich.
Da gilt es gottesbewusst und selbstbewusst einen eigenen Weg gemeinsam zu gehen.
Unabhängig davon, was andere Menschen darüber sagen, denken.
Selbst sind meine Frau und ich fast vierzig Jahre zusammen, selbst sehe ich das mehr als ein Geschenk von Gott.
liebe Grüße,