Benachrichtigungen
Alles löschen

Umarme die Zeit


tristesse
Themenstarter
Beiträge : 17941

Hallo liebe Mitchristen,
bewußt möcht ich Euch ansprechen und zum Gespräch einladen.

Am Samstag Abend hab ich über Youtube an der "Holy Spirit Night" teilgenommen. Das ist war ein Livestream, wo 24 geistliche Leiter, Pastoren, Mitarbeiter, etc. in kurzen Inputs Christen motiviert haben, die Corona Krise zu nutzen, Menschen zu erreichen und einen herausfordernden Lebensstil zu pflegen. Lobpreis gab es auch und ich hab diese 3 Stunden sehr genossen 😊

Einer der Referenten hielt einen kurzen Vortrag über das Thema "Umarme die Zeit". Ihm war es wichtig, dass wir Christen nicht verängstigt den Kopf unter der Bettdecke verstecken und die Krise an uns vorbei ziehen lassen, sondern dass wir nach Wegen suchen, die Krise zu einer Chance werden zu lassen.

Dass wir die Menschen sehen, die uns Gott gerade vor die Schwelle legt.
Dass wir vermitteln, dasss Gott in dem allen noch zu sehen ist.
Dass wir trösten, ermutigen und Lasten tragen.
Dass wir uns mit dem Alltag, der gerade vorherrscht anfreunden.
Dass wir gerade jetzt Salz und Licht sind in dieser Welt.

Was meint Ihr?
Kopf in den Sand stecken oder voran gehen?

Trissi

Antwort
7 Antworten
Gelöschtes Profil
Beiträge : 8051

Hallo liebe Trissi,

Veröffentlicht von: @tristesse

Ihm war es wichtig, dass wir Christen nicht verängstigt den Kopf unter der Bettdecke verstecken und die Krise an uns vorbei ziehen lassen, sondern dass wir nach Wegen suchen, die Krise zu einer Chance werden zu lassen.

warum sollten wir auch unter Bettdecken verharren? Haben wir doch über diese vergängliche Welt und dieses elende Leben hinaus eine jetzt noch unbegreifliche Herrlichkeit zu erwarten, die alles, was wir hier ausgestanden haben, bedeutungslos erscheinen lassen wird, Römer 8,18:

Ich bin überzeugt, daß dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll.

Sind wir durch unseren Herrn Jesus Christus Herren über Sünde, Teufel, Welt und Tod, so auch über alles Unglück. Nichts kann uns schaden. Frißt uns der Tod, stehn wir wieder auf. So what?

Klar haben wir auch Angst, weil wir noch im Fleisch drin stecken, das hat uns Christus auch allenthalben verheißen; das Ende ist es aber nicht. Das wäre auch die Hölle, sondern Freude wird am Ende sein.

Mit diesem Glauben, meine ich, läßt sich nicht nur gut unter Bettdecken hervorlugen, sondern aufrecht leben und Hoffnung vermitteln.

Veröffentlicht von: @tristesse

Dass wir die Menschen sehen, die uns Gott gerade vor die Schwelle legt.

Sowieso!

Veröffentlicht von: @tristesse

Dass wir vermitteln, dass Gott in dem allen noch zu sehen ist.

"Not lehrt beten"... Das ist ein alter aber noch immer wahrer Spruch. Im Glück vergessen Menschen Gott recht schnell, im Unglück suchen sie ihn wieder. Das ist immer so gewesen, so tickt der Mensch, Ps 78,34:

Wenn er den Tod unter sie brachte, suchten sie Gott
und fragten wieder nach ihm.

Aber im Gegensatz zu früheren Seuchenzeiten sollte man vielleicht nun nicht gleich als dunkler Bußprediger mit der schrillenden Glocke durch die stinkenden Gassen schreien, daß Gott die Ernte einfahren will, sondern einfach die oben beschriebene Hoffnung leben, daß Elend, Angst und Tod nicht das Ende sind, sondern Freude, Friede und ewiges Leben. Und daß ein Abglanz davon schon in diesem jetzigen Leben erfahrbar ist.

Veröffentlicht von: @tristesse

Dass wir trösten, ermutigen und Lasten tragen.

Veröffentlicht von: @tristesse

Dass wir gerade jetzt Salz und Licht sind in dieser Welt.

Ja. Jeder nach seinen Gaben, die er empfangen hat.

Veröffentlicht von: @tristesse

Dass wir uns mit dem Alltag, der gerade vorherrscht anfreunden.

Ja, denn durch Christus vermögen wir alles, Phil 4,12:

Mir ist alles und jedes vertraut: beides, satt sein und hungern, beides, Überfluss haben und Mangel leiden.

Es ist jetzt so, wie es ist; Gott wird´s auch wieder wenden.

Veröffentlicht von: @tristesse

Was meint Ihr?
Kopf in den Sand stecken oder voran gehen?

Weder noch! Jesus geht voran! Und wir gehen, laufen, rennen, hinken, kriechen, krabbeln hinterher. Jeder nach seinen Möglichkeiten. Jesus geht voran.

Liebe Grüße,
Plueschmors.

deleted_profile antworten
2 Antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17941
Veröffentlicht von: @plueschmors

warum sollten wir auch unter Bettdecken verharren?

Tu ich ja nicht. Aber ich nehme in meinem Umfeld Leute wahr, die so reagieren.

Veröffentlicht von: @plueschmors

Haben wir doch über diese vergängliche Welt und dieses elende Leben hinaus eine jetzt noch unbegreifliche Herrlichkeit zu erwarten, die alles, was wir hier ausgestanden haben, bedeutungslos erscheinen lassen wird, Römer 8,18:

Ja, ich lieben den Römerbrief auch, vor allem Kapitel 8, aber ich bin nun mal kein Mensch, der sich das Elend der diesseitigen Welt damit schön redet, dass es ja in der Jenseitigen besser ist. Ich versuche schon, das Optimum für dieses Leben rauszuholen, denn ich bin ja noch da 😊

Veröffentlicht von: @plueschmors

Nichts kann uns schaden. Frißt uns der Tod, stehn wir wieder auf. So what?

Doch, natürlich kann uns was schaden.
Wir können krank werden und darunter leiden. Wir können Nachfolgeerscheinungen haben, die uns beeinträchtigen. Wir können liebe Freunde und Verwandte, den Vater, die Mutter, den Partner verlieren. Wir können Job, Haus, Existenz, den gewohnten Alltag verlieren.. .das alles kann uns passieren und ja, das schadet uns.
Es gibt nämlich noch ein Leben vor dem Tod.

Veröffentlicht von: @plueschmors

Klar haben wir auch Angst, weil wir noch im Fleisch drin stecken, das hat uns Christus auch allenthalben verheißen; das Ende ist es aber nicht. Das wäre auch die Hölle, sondern Freude wird am Ende sein.

Da bin ich mit Dir einer Meinung. Aber ich erlebe im Umfeld, dass es nicht wenige gibt, die das anders empfinden, daher dieser Thread.

tristesse antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 8051
Veröffentlicht von: @tristesse

Aber ich nehme in meinem Umfeld Leute wahr, die so reagieren.

Veröffentlicht von: @tristesse

Ich erlebe im Umfeld, dass es nicht wenige gibt, die das anders empfinden, daher dieser Thread.

Ach so, dann geht es gar nicht um hadernde Christen, sondern darum, an sich hoffnungslosen Menschen Hoffnung zu schenken ohne Christus? Sorry, hab Dich dann wohl falsch verstanden. Nichts für ungut! Da kann ich leider nicht weiterhelfen. Das ist vielleicht eher eine Frage an die Psychologie von wegen Krisenintervention.

Veröffentlicht von: @tristesse

Doch, natürlich kann uns was schaden.

Aus fleischlicher Sicht natürlich richtig. Völlig menschlich.

Veröffentlicht von: @tristesse

Ich bin nun mal kein Mensch, der sich das Elend der diesseitigen Welt damit schön redet, dass es ja in der Jenseitigen besser ist.

Ich auch nicht. Aber mit der Hoffnung auf das ewige Leben bei Jesus läßt sich m.E. auch die diesseitige Vergänglichkeit sehr viel fröhlicher verbringen.

😊

deleted_profile antworten


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Ich finde den Spruch : "Umarme die Zeit", sehr interessant. Passt gut zu einem Motto, das mich anspricht: Im hier und heute leben, um den gegenwärtigen Gott zu erleben.

Veröffentlicht von: @tristesse

Dass wir die Menschen sehen, die uns Gott gerade vor die Schwelle legt.
Dass wir vermitteln, dasss Gott in dem allen noch zu sehen ist.
Dass wir trösten, ermutigen und Lasten tragen.
Dass wir uns mit dem Alltag, der gerade vorherrscht anfreunden.
Dass wir gerade jetzt Salz und Licht sind in dieser Welt.

Das sind Gedanken, die meine Frau und mich öfters in der letzten Zeit bewegt haben.

Also ich bin da voll bei dir.

"Dass wir uns mit dem Alltag, der gerade vorherrscht anfreunden." Ich habe meine abweichende Haltung zu dem was zu läuft, öfters kund gemacht. Dennoch habe ich klar den Eindruck, dass Gott von mir möchte, dass ich nicht rebelliere und dass ich mich nicht übermäßig für diese Position engagiere. Ich lebe ja nur 300 Meter vom Zentrum des Widerstandes entfernt, der Schwindelambulanz in Sinsheim und damit der Partei Widerstand 2020. Aber wie gesagt, habe ich klar das Gefühle mich daran nicht beteiligen zu sollen.

Wenn wir ja zu der Situation sagen, die gerade ist, dann kann uns Jesus segnen. Das ist ein grundsätzliche Sache und nicht auf Corona beschränkt. Außerdem kann man sehr viel besser beten, als wenn man sich auflehnt.

Anonymous antworten
Seidenlaubenvogel
Beiträge : 1052

"Umarme die Zeit" - ... hat mich als Bild gerade sehr angesprochen. ❤

In den Aufforderungen "Dass ..." liegt für mich recht viel Druck. Ich kann das so nicht und ich will das so auch nicht. Das liegt daran, dass ich zwar wollen würde und dass theoretisch auch so sehe, aber nicht die Kraft habe. Es funktioniert auch nicht auf Gottes Kraft zu vertrauen. Ich bin fertig, ich bin zerschlagen, ich mühe mich zu funktionieren, ich bin irritiert und verwirrt wegen Corona-Prodere und derzeitiger Arbeitssituation. Diese Zeit ausnutzen? ... schwierig, für mich ist es wichtig, dass ich auf mich achte, für mich sorge; wenn mir das gelingt, bin ich auch bereit, für andere da zu sein. Gezielt Pläne schmieden - mir ist das nicht möglich und ich weiß auch nicht, ob mir das generell liegen würde.

seidenlaubenvogel antworten
2 Antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17941
Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

"Umarme die Zeit" - ... hat mich als Bild gerade sehr angesprochen. ❤

Ja mich auch 😊

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Es funktioniert auch nicht auf Gottes Kraft zu vertrauen. Ich bin fertig, ich bin zerschlagen, ich mühe mich zu funktionieren, ich bin irritiert und verwirrt wegen Corona-Prodere und derzeitiger Arbeitssituation. Diese Zeit ausnutzen? ... schwierig, für mich ist es wichtig, dass ich auf mich achte, für mich sorge; wenn mir das gelingt, bin ich auch bereit, für andere da zu sein.

Ich kann Dich SO gut verstehen, ich hab eben eine Gänsehaut beim Lesen bekommen, weil ich das eben genau verstehen kann. So ging es mir die ersten beiden Wochen der Corona Krise, als die Kunden in den Laden stürmten und ihre Angst mir sprichwörtlich in die Hand gedrückt haben. Ich hab die ersten 14 Tage ungelogen jeden Abend zuhause auf dem Sofa gesessen und vor Sorge und Überforderung geweint.

Und dann hab ich einen aktuellen Vortrag von Dr. Johannes Hartl gehört, wo es darum geht, Krisen zu bewältigen. Ich hab dazu einen Thread aufgemacht, weil mich sein Ansatz zur Corona Krise so umgehauen hat.

https://community.jesus.de/forum/ansicht/thread/thema/krisen-bewaeltigen.html

Seitdem gehe ich wesentlich entspannter mit dem Thema um. Ja, ich mache mir Gedanken und ich lebe auch aufmerksamer und bewußter. Aber ich bin nicht mehr überfordert.

Ich verlinke Dir mal den Vortrag, er ist zwar schon etwas ausführlicher, aber nicht langweilig und gut zu verfolgen.
https://www.youtube.com/watch?v=4Jl3G51hcEI

Ich würde mich freuen, wenn er Dir hilft ❤

tristesse antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 1052

Danke dir, Tristesse - den Vortrag kenne ich. Vom Kopf ins Herz, denken und fühlen, wissen und leben - es ist ein Prozess. Und wie soll ich sagen? Ich finde es auch okay, dass es ist wie es ist. Will sagen, es muss und kann nicht immer nur alles gut sein. Ich kann und will nicht immer nur stark sein. Für andere da sein will ich immer - aber eben verhältnismäßig. Und momentan bin ich da eher auf "kleiner Flamme" unterwegs und will das auch so gut sein lassen. Druck rausnehmen - es ist für mich ein so wesentliches Thema. Und für mich will ich keinen Druck aufbauen, was und wozu etwas gut sein kann (in einer Krise) und wie ich das nutze. Wir zwei sind da aber auch grundsätzlich anders aufgestellt, wie wir unseren Auftrag als Christen wahrnehmen. 🙂

seidenlaubenvogel antworten


Teilen: